Kameras Nikon

Nikon: So werden die spiegellosen Vollformatkameras heißen

Endlich wissen wir, wie Nikons spiegellose Vollformatkameras heißen werden! Außerdem gibt es auch neue Infos zu den Objektiven, die Nikon zu Beginn vorstellen möchte.

Präsentation der Nikon Vollformat-DSLM rückt näher

Am 23. August wird Nikon endlich das neue DSLM-Flaggschiff enthüllen. Dieses Datum steht nun schon seit einiger Zeit fest und möglicherweise wird Nikon bei dem kommenden Event gleich zwei spiegellose Vollformatkameras vorstellen. Das vermutet zumindest die stets gut informierte Seite Nikonrumors.

Dass Nikon an zwei verschiedenen Vollformat-DSLMs arbeitet, ist schon seit längerer Zeit bekannt. Ein Modell soll dabei mit 24 Megapixeln auflösen, während die andere Kamera rund 45 Megapixel Auflösung zu bieten haben soll. Bisher war man jedoch eher davon ausgegangen, dass eine der beiden Kameras jetzt im August und die andere zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden wird. Wir sind gespannt, welche Variante sich letztendlich bewahrheiten wird.

Nikon Z6 & Nikon Z7

Inzwischen wissen wir aber immerhin, wie denn die beiden spiegellosen Vollformatkameras von Nikon heißen werden! Nikonrumors hat nämlich erfahren, dass die 24-Megapixel-DSLM Nikon Z6 heißen soll, während die 45-Megapixel-Kamera auf den Namen Nikon Z7 hören soll. Das passt auch zu den Gerüchten, denen zufolge das neue Bajonett „Z-Bajonett“ heißen wird.

Des Weiteren sind auch neue Informationen zu den Objektiven der Nikon Z6 und Nikon Z7 durchgesickert. Am 23. August wird Nikon vermutlich die folgenden neuen Gläser vorstellen:

  • 24-70mm f/4
  • 50mm f/1.8
  • Weiteres f/1.8 Objektiv mit 24, 28 oder 35mm

Außerdem – und diese Info ist komplett neu – scheint das vierte Objektiv, das irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert werden soll, ein 58mm f/0.95 zu sein! Das wäre definitiv eine Besonderheit und es sieht so aus, als würde Nikon für die neuen Vollformat-DSLMs vor allem erstmal lichtstarke Festbrennweiten präsentieren wollen.

Quelle: Nikonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

72 Kommentare

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  • Wir werden sehen, ob es eine erfolgversprechende Orientierung für Nikon ist – denn weg von Leica und Fuji zu folgen…

    Im Alphabet kommt nach Z jedenfalls nichts mehr…

    Für mich ist da noch kein Objektiv und kein Kaufgrund dabei, erst die tatsächlichen Eigenschaften & Preise der Kameras (vermutlich 3500€ u 4500€?) und wie ein Adapter arbeiten kann werden das Anfangspotential zeigen.

    Nikon sollte über seinen Schatten springen und weit reichende Vorankündigungen zu Objektiven machen – 2.8/300 mm und 4/12-24 mm sind schnell wichtig.
    Lichtstarke Festbrennweiten unter 100 mm gibt es schon jetzt so viele wie nie zuvor.

  • Ein ausgefallenes 0,95/58 mm Noct reizt mich gar nicht.
    Das jetzige 58mm ist sehr langsam und die Brennweite weder Fisch noch Fleisch, weder ideal für Nah-Portraits (Restverzeichnung) noch als Normalbrennweite – da würden sie besser mal ein 1.0/43 mm auflegen.
    Wenn ich mir vorstelle das dieses Noct dann teurer und dicker und schwerer als das CANON 1.0/50 mm L wird – dann scheint mir das kaum ein erstrebenswertes Objektiv zu werden – es sollte besser Leica-M-Abmessungen bekommen.
    Nikon versucht hier was Canon vor 30 Jahren mit EOS eingeführt hat, 1.0/50 – 1.2/85 – 1.8/200 mm

    Abwarten ob das zum Kauf inspiriert.

  • Das Desaster geht in die erste Runde…

    Adapter , Adapter, und nochmals Adapter. Dazu Altglas- funktioniert oder nur teilweise oder nur schlecht weil nur teilweise kompatibel, ich höre das Gezeter schon heute.

    Noch keine ausreichende Z- Objektiv Palette, das wird zäh bei den Profis. Das bedeutet will man flott im Mischbetrieb (alt und neu) arbeiten braucht jedes Altglas seinen eigenen Adapter sonst geht immer beim Objektivwechsel das „Gefriemel“ los.

    Ich bin neugierig wie Canon dieses Problem bewältigt. Ansonsten wünsche ich allen viel Spaß bei der Kauforgie und ein gut gefülltes Bankkonto.

    • @Alfred
      Warten wir es ab. Sony hat den Bajonettwechsel ja gut hinter sich gebracht. Mal sehen wie es die beiden Platzhirsche schaffen, die halt viel mehr historischen Profi-Ballast haben.

      Nur nebenbei gefragt: mit wievielen Objektiven gehst Du denn gleichzeitig auf Fotopirsch?

    • bei Canon FD-EOS und bei Minolta/Sony A-FE war das mit Adaptern aus meiner Sicht höchst unerfreulich bis unsinnig…
      heute ist alles noch schwieriger, weil mehr Elektronik und Berufsfotografen erwarten, dass es bei AF noch bei VR/IS problemfrei im gesamten Fokusbereich läuft & Belichtung und Blitz sowieso…
      Alles was ich bisher an Sony adaptiert habe, sei es mit dem preiswerten China, Adapter, dem mittelteuren Sigma oder dem schweineteuren Metabones war immer unbefriedigend im AF – vor allem im Nahbereich, bei weniger Kontrasten und besonders wenn der Adapter nicht 100% saß und eben auch null Spiel hatte (was man wohl ausschließen muss – gibt es nicht – am Bajonett ist immer Spiel).

      Also wir werden erfahren wie es bei Nikon und auch bei Canon dann läuft…

      • Rolf, dann löse ich den Adapter zusammen mit dem Objektiv auf einmal als Paket und setzte genau diese Kombi danach wieder auf den Body gemeinsam drauf, wenn ich das Z-Objektiv nicht mehr benötige. Wenn nicht, nehme ich mir die ca 2 Sekunden Zeit, um erst das Objektiv und dann den Adapter abzunehmen.

        Ich weiss nicht, wie die Fotorealität der Meisten hier aussieht, anscheinend wechseln viele im 10 Sekundentakt ihre Objektive, haben aber keine Zeit, sich 2 Sekunden zu nehmen, um einen Adapter auf den Body draufzusetzten oder abzunehmen 😉 .

      • Thomas,

        du scheinst ein sehr geduldiger Mensch zu sein und dein Vorteil ist es, dass du im Beruf nicht an Teilen rumschrauben musst. Aber ich habe das mein halbes Leben lang getan und will einfach entspannt fotografieren. Manchmal ist es mir auf einer Wanderung schon zu viel, ein Objektiv oder den Filter zu wechseln. Wenn ich dann noch mit Adaptern und Konvertern rummachen muss, vergeht mir die Lust am entspannten Fotografieren ziemlich schnell. Anders sieht es aus, wenn ich an einen Hotspot gehe, da nehme ich auch alle Mühe auf mich, um ein möglichst gutes Resultat zu erzielen, da ist mir kein Aufwand zu gross. Aber dauernd das Geschraube mit Adaptern … nein Danke.

      • Rolf, da hast Du wohl recht, ich habe schon Geduld, was aber nicht heisst, dass ich in den Situationen, in denen es schnell gehen muss, nicht auch alles daran setze, keine Zeit zu verlieren. Beim Fotografieren habe ich aber selten Situationen, in denen mir ein Foto durch die Lappen gehen würde, wenn der Objektivwechsel aufgrund eines Adapters 2 Sekunden länger dauert. Mehr als 3 Objektive verwende ich bei einem Ausseneinsatz auch eher selten, schon alleine weil mir die Schlepperei von mehr Objektiven den Spass am Fotografieren einschränkt. Wenn ich also 2 Objektive dabei habe, die einen Adapter benötigen und eines, das keinen Adapter benötigt und mir der Adapterwechsel aus welchen Gründen auch immer, nicht passt, dann würde ich mir zwei Adapter zulegen und auf jedes der beiden Objektive einen Adapter „schrauben“, so dass ich immer Adapter mit Objektive gleichzeitig wechsle und die Adapter für diesen EInsatz auf ihren Objektiven verbleiben. Du siehst, ich bin nicht nur geduldig sondern auch praktisch veranlagt 😉 . Aber mein Vorschlag löst natürlich nicht das Problem einer grundsätzlichen Ablehnung von Adaptern, die ich bei anderen selbstverständlich akzeptiere und darüber auch gar nicht diskutieren möchte iSv, was richtig und was falsch ist. Es ist eben Ansichtssache und eine Frage, welche Kriterien einem wichtig sind. Ich selbst sehe Adapter (zumindest gut funktionierende Adapter) als eine praktikable Lösung an, um an einer Kamera auch Fremdobjektive verwenden zu können. Je nach Einsatz und je nach Adapter können mit diesem schon der ein oder andere Nachteil verbunden sein, wie beispielsweise geringere AF-Geschwindigkeit oder kein kontinuierlicher AF. Aber diese Nachteile kenne ich in der Regel und kann mich vorab entscheiden, ob die Fotosituation für den Adapter geeignet ist oder nicht.

      • Thomas, wenn du natürlich noch alte Objektive hast, die du weiterhin benützen möchtest, verstehe ich dich schon. Bei mir ist es einfach so, dass ich den ganzen analogen Krempel entsorgt habe, und zwar ohne jegliche Reue, denn ich habe damit über 20 Jahre lang viel Freude daran gehabt.

        Aber auch als ich dann auf digital und Nikon umgestiegen bin, habe ich Objektive, die mir nicht mehr genügten, verkauft und bessere besorgt. Deshalb habe ich nur wenige Objektive (etwa 7 oder 8), aber alles hervorragende Linsen auf dem neusten Stand der Technik. Und so werde ich es auch weiterhin halten; ich mag die Dinge einfach, übersichtlich und unkompliziert, immer schön aufgeräumt.

        Die verringerte AF-Geschwindigkeit kenne ich auch von meinem Konverter. Deshalb brauche ich ihn auch ausschliesslich für die Makrofotografie, denn damit lässt sich der Abbildungsmassstab vergrössern, ohne grössere Verluste bei der BQ. Bei Teles und Konvertern sieht es anders aus, da kommt neben dem langsameren AF-C auch noch der Kontrastverlust dazu, deshalb benütze ich Teles immer ohne Konverter.

        Aber du hast ja, soweit ich das mitbekommen habe, noch sehr lichtstarke Objektive. Dass du die weiterhin benützen möchtest, verstehe ich sehr gut. Solche Sahnestücke hatte ich eben früher nie.

      • @Rolf, das muss jeder für sich entscheiden, ich sehe kein Problem mit einem Adapter zu arbeiten, ich wechsle auch nicht ständig die Objektive, dann habe ich zwei Bodys im Einsatz wenn ich einen solchen Brennweitenbereich abdecken muss…

      • Nicht ganz, Rolf, ich habe momentan (nur) EIN sehr lichtstarkes Fremdobjektiv zu meinen mFT und Canon Bodys, nämlich das aus analogen Zeiten stammende Olympus Zuiko 1,2/55mm. Aber wie Du schon schreibst, das ist ein echtes Sahnestück und macht wirklich Spass. Leider habe ich nur einen Adapter für meine mFT, Adapter für das analoge OM-(VF)-Objektivbajonett auf Canon EOS-EF kenne ich leider nicht, würde ihn mir aber beschaffen, sollte es ihn geben.

  • Verstehe ich auch nicht. Wird ein munteres Adaptergefrikel. Und ob ein 24-70 mm mit Blende 4 zu Kauf reizt? ich warte noch ab, bis das Ding herauskommt. Aber aller Voraussicht nach wird es bei mir eine A7III. Inzwischen super Objektivpark, die Kamera ist ausgereift und mit dem neuen Tamron 28-75 mm gibt es eine leichte, kompakte, lichtstarke und bezahlbare Immer-Drauf-Optik.

    • Tamron 28-75 mm – aber eben keine besonders gute, wie ich ausprobieren konnte und man auch allenthalben liest.
      Für den 24 MP Sensor und nicht zu sehr verwöhnte Menschen sollte es reichen – aber erst das 24-105 mm zeigt Leistung.

      Und warum Nikon nicht in der Lage war zumindest Leica nach zu eifern: 2.8-4.0/24-90 mm – ist eben sehr bedauerlich. Wobei das Leica mir deutlich zu groß geworden ist – es gibt ja noch andere zahlen, ein 3.5/24-90 mm wäre mal mutig gewesen und hätte sicher viele Nikon-Leute begeistert.
      70 mm ist immer ein bescheidenes Ende.

      • Wenn schon f4 wieso nicht gleich ein 24-105? Ich habe das Sigma 24-105 f4 Art und es ist mein meistgebrauchtes Objektiv sowohl an DX als auch VF. Häufig kann ich dann das Tele zu Hause lassen.

      • Sorry, Sie hatten das Objektiv garantiert nicht! Wo konnte man allenthalben lesen, das es schlecht ist? Wäre hilfreich, wenn Sie sich künftig zu Dingen äußern, von denen Sie etwas verstehen.

      • Aha, in Chip stand es. Vermutlich auch in der Computer Bild?

        Tolle und seriöse Referenzen. Wirkliche Fachblätter….

        Man, man, man…

      • hallo carsten klatt,
        na so viel auswahl hat man ja nicht gerade, wenn man ein objektivtest sehen will. wer mir da mehr, vor allem online, nennen kann, dem wäre ich dankbar.

      • @ Carsten, was soll dein Geschrei? Du hast gefragt ich habe geantwortet! Die Chip checkt die Auflösung genau wie andere Blätter auch und da war das Teil nicht so toll… BTW, 28mm WW ist auch nicht so pralle…

  • Ich denke mal, dass Nikon am besten weiß, welche Objektive zuerst kommen sollten, denn für die geht es ja um was und solche Entscheidungen werden ja nicht zwischen Tür und Angel getroffen. Mag natürlich sein, dass einige Verbraucher eine andere Meinung haben, aber das ist ja immer so.

  • meine Güte, die Z-Teile sind noch nicht mal komplett zu sehen gewesen und schon werden sie in allen Himmelsrichtungen zerrissen. Endlich springt auch Nikon auf den verspäteten Spiegellos-Zug, aber von vorne rein ist gleich schon mal alles Mist :(.
    Liebe Nikon,
    ich werde mit meinen 2 DSLR und 9 Objektiven (gestern noch Nummer 10 bestellt, 24-70 f2,8 VR) nicht zu den ersten Käufern der Z-Linie gehören, aber ich freue mich über jeden weiteren Schritt von Euch, der da die nächste Zeit noch kommen wird. Ihr macht das schon gut und richtig, genau wie Eure Produkte!
    Gruß in die Runde 😉

    • Nee, Mist nicht, einfach eher eine etwas magere Auswahl, damit kann man noch nicht richtig fotografieren. Das genügt vielleicht knapp für einen Sonntagsspaziergang.

      Hast du dir das mit dem Nikkor 24-70 VR gut überlegt?? Das Tamron 24-70 G2 ist eine Klasse besser und kostet nur die Hälfte … aber wenn Geld keine Rolle spielt … und die Bildqualität auch nicht …

      • Naja, Sonntag in ein paar Wochen stehen dann schon mehrere Optiken zur Verfügung, so wie ich Nikon kenne. Es ist doch schließlich erst der Anfang und noch sind die Kameras nicht mal auf dem Markt.

        >Hast du dir das mit dem Nikkor 24-70 VR gut überlegt??

        Wie bereits gesagt ist das 24-70 dann die Nummer 10 in meinem Linsenpark. Was die Bildqualität betrifft, kann ich über keines meiner Objektive schimpfen, aber wahrscheinlich gehöre ich zu den nicht zu sehr verwöhnten Menschen, von denen Cat sprach.
        Geld spielt schon eine Rolle und ich möchte nicht zwei mal kaufen müssen. Und deshalb wird es das Nikkor 🙂

        Euch allen noch einen schönen Abend!

      • Kein Problem, es ist ja dein Geld. Du könntest natürlich dafür gleich 2 Tamrons kaufen und falls eines nicht gut ist entsorgen. Aber wenn du mit dem Nikkor zufrieden bist, ist es auch gut. Die Ansprüche sind halt unterschiedlich.

        Auch dir noch einen schönen Abend.

      • Man kann mit einem 24-70 4.0 nicht richtig fotografieren? Naja, es gibt Künstler, die mit weitaus weniger Material weitaus mehr aufs Celluloid gebracht haben als die meisten von uns.

      • Robert,

        schon möglich, ich bezeichne mich nicht als Künstler, sondern als Naturfotograf. Und da brauche ich in der Regel (nicht immer) 24-200 mm + ein Makro. Damit kann ich schon 90 % der gewünschten Aufnahmen machen.

        Ein Streetfotograf hat es einfacher; der nimmt einfach ein 35er und zieht los. Ein Portraitfotograf braucht auch nur ein 85er. Es kommt immer darauf an, was man fotografieren will. Wenn ich losziehe, weiss ich häufig noch nicht, welche Motive ich aufspüren werde, deshalb reicht ein 24-70 nicht, ein 24-105 wäre schon besser.

  • wahrscheinlich sind meine ansprueche eher gering. aber ich denke fuer den anfang kann man damit arbeiten (natuerlich gibt es sparten in der photographie die dann momentan nicht abgedeckt sind). aber es wird ja jeden klar sein, das nikon hier nicht mit 20 objektiven startet.

  • in den 80ern hatten viele leute ein 50mm f1.4 und ein teleobjektiv 70-200mm. dann gab es meist noch ein 28mm f2.8. daher glaube ich, daß das zweite ein 28mm sein wird. ich bin gespannt wie lange nikon auf sein erstes tele warten lässt. allerdings glaube ich auch, daß tamron und co schnell auf den zug aufspringen werden und die gerätschaften bisher für sony mit dem z-bajonett ausstatten werden.

    • Stimmt so nicht, daniel,

      die allermeisten Fotografen hatten die 2 Zooms 35-70 und 70-200(210)mm. Das war damals Standard. Die 28er (ich hatte ein 1.8er) und 24er waren sündhaft teuer und wurden deshalb nur wenig gekauft.

      • hallo rolf carl,
        so verschieden ist die wahrnehmung. in meiner umgebung wurde bei niedrigeren brennweiten eher mit festbrennweiten photographiert. im telebereich hatte man die verzerrungen bereits besser unter kontrolle. das 28mm war schon sehr häufig. eher selten war das 24mm.

        aber ich sprach ja auch von einem 28mm f2.8 und nicht f1.8. 😉
        ich habe auch mal aus jux bei ebay geschaut. dort werden wesentlich mehr 28mm angeboten als 35-70mm. könnte auch daran liegen, daß der zoom eher entsorgt wurde. allerdings habe ich mir auch kürzlich ein 35-80mm f3.5-4.9 von chinon gekauft, was hervorragende abbildungsleistungen hat für ein damaliges zoomobjektiv.

      • Zu dieser Zeit wurden Marken übergreifend Kits mit den 2 genannten Zooms verkauft. Diese waren in der Regel aber besser als die heutigen, nämlich durchgehend f4. Ich hatte eine Yashica 230 AF mit den Zooms 35-70 und 70-200, und mein Onkel, übrigens ein bekannter Tier- und National Geographic Fotograf, hatte die Minolta 7000 und später 9000 mit den Kitobjektiven, Festbrennweiten hatte er keine, hat aber tolle Bilder von Tigern und anderen seltenen Tieren gemacht und selber entwickelt. Ein 300er oder 400er Tele hatte damals praktisch keiner, war viel zu teuer.

        Das 28er 1.8 hatte ich übrigens damals Occasion gekauft und dafür etwa 300 Euro bezahlt, das war eine ganze Menge Geld.

      • woher hattest du denn damals schon den euro? 😉

        für lichtstarke weitwinkelobjektive bezahlt man ja auch noch heute nicht wenig geld.

        dein onkel muss aber auch sehr nah an die tiere ran gekommen sein, wenn er sie mit max 200mm ablichten konnte. der hatte wohl starke nerven oder ein sicheres auto. 😉 auf jeden fall hatte er einen traumjob.

      • Stimmt, Daniel, Euro gab es damals erst als Buchwährung, die Geldscheine kamen erst später. Ich habe in CHF bezahlt und für dich umgerechnet, damit du eine ungefähre Vorstellung des Preises hast.

        Stimmt, mein Onkel hatte einen Traumjob. Er war Zoologe und Reiseleiter unter anderem eben auch im Dschungelgebiet Terai im Süden von Nepal. Auf Elefanten ging es dann in den Dschungel auf der Suche nach Tigern. Auf jeden Fall hat er nach jeder Reise einige hundert Fotos, die meisten mit Bild füllend abgelichteten Tigern, mit nach Hause gebracht.

        Wir waren übrigens auch schon zusammen auf einer 10-tägigen Safari in Kenia. Meine Erfahrung: 200 mm VF genügen vollkommen, um tolle Bilder zu schiessen. Bei Elefanten musste ich sogar regelmässig wegzoomen. Ausserdem ist es auch sehr reizvoll, die Tiere in dieser grandiosen Landschaft etwas grosszügiger zu zeigen. Oft habe ich deshalb auch das 35-70 montiert. Auch bei meinem Onkel war bei 200 mm Schluss. Die heutigen Profis werden wahrscheinlich darüber lachen.

      • ich denke, daß man ohnehin vor den profis aus der analogen zeit sehr großen respekt haben muss. dagegen ist das digitale fokussieren und photographieren ein kinderspiel.
        ein dort lebendes tier aber auch in seiner landschaft darzustellen klingt wirklich passend. auch wenn ich es mag details sehen zu können, was dann aber auch beim damaligen film, umgerechnet im optimalfall vielleicht mal 14 megapixel, ja nicht ganz so einfach war.

        ich glaube du machst mir gerade eine safari schmackhaft. 🙂

      • Daniel,

        ich habe viele Reisen in alle möglichen Länder gemacht, aber die Safari war wirklich eines der absoluten Highlights meiner Fotokarriere. Wenn du Freude an Tieren hast, versuche es zu realisieren, du wirst es sicher nicht bereuen.

        Bei gutem Licht brachte man mit Dias eine sehr gute Auflösung hin, aber bestenfalls hatten wir noch ein paar 200er Filme im Gepäck. Bei 400ern war das Korn schon so grob, dass die Aufnahmen kaum zu gebrauchen waren. Deshalb waren eben früher gewisse Situationen kaum zu meistern. Als einmal die Dämmerung einbrach, konnten wir aus nächster Nähe beobachten, wie Geparden Antilopen jagten. Aber an Fotografieren musste man schon gar nicht mehr denken. Heute schraubt man einfach die ISO hoch und macht die Bilder. Damals undenkbar.

      • ja eine safari wäre wirklich etwas was ich die nächsten jahre mal in betracht ziehen werde. ich kann mir nur annähernd vorstellein wie majestätisch ein solches erlebnis mit elefanten, tigern,… sein muss.

  • Panik

    Es ist mit Sicherheit so, dass 90% derer die hier bis ins Kleinste jedes wenn und aber zelebrieren und denen ein Objektiv Wechsel ja schon zu viel ist, genau die sind deren Fotos wie Rotwild im Zoo sind.

    Gehste dran vorbei.

    Danke Markus Krebs für dieses so oft passende Bonmot.

    • Pass nur auf, dass du bei deinem geliebten Objektiv und Adapter wechseln das Rotwild nicht verpasst. Das ist dann wie Fotografieren im Zoo ohne Bewohner.

      Danke Rolf Carl für dieses so oft passende Bonmot.

  • Neben den Qualitäten der neuen Bodies ist für mich die Adaptionsfähigkeit meines vorhandenen NIKON-Objektivparks entscheidend. Hätte ich den nicht, dann wäre ich mit Erscheinen der SONY A7III schon umgestiegen.
    Daneben stehen 3 APS-C-Kameras des X-Systems von Fuji im Schrank (samt guter Originalobjektive).

    Es muss also schon ein Quantensprung sein, damit die neuen Vollformat-DSLM von NIKON ihre Käufer finden.

    • @Michael
      Du provozierst mich gerade mit „Deinem“ Quantensprung! Ich hoffe, dass Nikon nicht nur einen Quantensprung zuwegebringt, denn … dies wäre nur der kleinstmögliche Schritt! Welcher Sprachmanipulator die falsche Benutzung dieses Begriffes verbreitet hat, weiss ich nicht, aber mangels Bildung im Volk sind fast alle Benutzer dieses Wortes darauf hereingefallen.

      • Als Quantensprung bezeichnet man in der Alltagssprache des 21. Jahrhunderts einen Fortschritt, der eine Entwicklung innerhalb kürzester Zeit ein sehr großes Stück voranbringt. Dies widerspricht der ursprünglichen physikalischen Bedeutung. Daher gilt Quantensprung als sogenanntes Januswort. Wikipedia

      • @Robert
        Mag sein, dass man falsche Interpretationen und Inhalte mit einem Begriff fassen möchte, Sprachwissenschaftler halten sich da neutral raus, dadurch wird aber nur eine bildungsferne Sprache umschrieben, macht aber den missbrauchten Begriff nicht zu einem korrekten. In der Geschichte von Sprachen gibt es etliche Beispiele falscher Übernahmen, aber falsch Inhalt wird dadurch nicht korrekter Inhalt, sondern bleibt eine Fehlanwendung.
        So z.B. „Nachhaltig/-keit“: die nachhaltigste Energieproduktion für die Umwelt ist die Kernenergie mit ihr hat man ganze Landstriche wirklich nachhaltig auf „ewig“ verseucht. Der Missbrauch dieses Begriffs in der Anwendung für umweltgerechte Energieproduktion ist dahingegen eine Verschleierung der wirklich nachhaltigen Umweltzerstörung durch Kohle-, Öl-, Atomenergie.
        Dieser Missbrauch dient allein einer miesen Lobby! Vor diesen Karren sollte sich keiner spannen lassen, aber die Propagandisten/Werbeleuten/Presseabteilungen schaffen dies eben wegen mangelnder Bildung im Volk und willigen, selbstdarstellerischen Journalisten, die sich mit solchen „Mis“Begriffen hervortun.
        Ergo: ein sogenanntes Januswort bedeutet: Achtung, Vorsicht hier ist wahrscheinlich Sprachmanipulation im Spiel! Nicht nachplappern!

  • Zwei Dinge werden meinen Einstieg (oder eben auch nicht//und Umstieg von Nikon D850) beim Nikon Z-System bestimmen:
    1) Der AF muss bei Offenblende arbeiten. Ich habe bei Sony die A7R III ausprobiert. Und das E-Mount arbeitet mit Arbeitsblende bei der AF-Einstellung. Dies war der Grund warum ich wieder zu Nikon zurück ging. Was nutzt mir ein 2,8er Objektiv, welches ich auf Blende 8 einstelle, und der AF fokussiert nur fast genau, weil eben nicht mit offener Blende der AF arbeitet. Die Sony Linsen waren ansonsten beeindruckend gut. Wer Zeit hat, kann bei Sony mit der 100 % Ansicht perfekt den AF legen. Aber ich habe keine Zeit (und Lust dazu).
    2) Das Nikon Z-System muss entweder über ein eingebautes GPS verfügen oder ich muss es mit einem externen Gerät wie dem N3-A verbinden können. Ich will keineswegs (so wie bei der o.g. Sony selbst ausprobiert) mit einem Handy rumhantieren müssen, um die GPS-Koordinaten in die EXIF bei der Aufnahme zu bekommen.

  • Meine These :

    Vollformat braucht es nicht mehr! Warum nicht mehr? Egal ob mit oder ohne Spiegel, die Objektive bleiben gleich groß und schwer. Wer wirklich großformatige erstklassige Bilder ausbelichten muss oder will arbeitet mit Spiegellosen Mittelformatkameras die auch nicht wirklich größer und schwerer sind als die VF Boliden. Die Werbung verschiebt sich von den Printmedien immer mehr Richtung digitale Medien. Wer benötigt für Bildschirme und seien sie noch so gut derart hoch auflösende Dateien? Vollformat ist ein sterbender Dino!

    Sportaufnahmen für die Tagespresse sind mit einer MFT/APSC Kamera gemacht mehr als ausreichend gut. Dabei sind APSC und MFT Sensoren noch lange nicht hinsichtlich ihrer Bildqualität ausgereizt. Die Kamera interne Signalverarbeitung (Software) wird immer besser und die Mobilität solcher Systeme, deren Kosten sind vorteilhafter für den Nutzer.

    Gut, es wird immer einige Hobbyisten/Fotografen geben die das Vollformat bevorzugen, vom technischen Vorsprung kann aber zukünftig immer weniger die Rede sein.

    Noch etwas für die Sony bestückten Nikon Z6/Z7 Nutzer. Es werden keine drei Monate vergehen bis euer Lieferant den allerneuesten und viel besseren Sensor als Antwort auf euren Nikon-Z Boliden in seiner neuen Kamera vorstellen wird. Macht euch nicht daraus, denn Canon wird es nicht viel besser gehen.

    Mit Erscheinen der Fuji XT-3 werde ich mich nach Jahrzehnten Vollformat in das APSC Lager verabschieden. Mittelformat und APSC reichen mir.

    • @ Alfred
      ….. Wer wirklich großformatige erstklassige Bilder ausbelichten muss oder will arbeitet mit Spiegellosen Mittelformatkameras die auch nicht wirklich größer und schwerer sind als die VF Boliden….

      hallo lieber Alfred, genau das ist ein Trugschluß. Ich stand nämlich genau vor diesem Dilemma
      Hätte eine Fuji GFX zum Preis der Nikon bekommen können, jedoch hatte der Verkäufer bemerkt:
      Verkaufe nur, da ich mir die Objektive nicht leisten kann.
      Ich dachte, was für ein Blödsinn. Habe ich die Kamera schon, dann kann es langsam weitergehen.
      Bis ich die Preisliste der Fujis gelesen habe. Hier wären zur Kamera adhok noch ca. 10.000 Euro hinzugekommen.
      Dann wurde es schnell eine Nikon, da hier auch Linsen da waren.
      Die Fuji GFX ist bestimmt nur besser, bei einem Großdruck ab 80×120
      Aber wieviel wollen das noch beurteilen ? Ich höre auch in diesem Forum, das kaum jemand überhaupt noch ausdruckt. Wenn, dann wohl in 10×15 oder ?
      Und ebenso wenig für den PC braucht mann eine MF Kamera.
      Und dafür, so meine Erfahrungen heute, kommt eine Olympus in Frage. Da haben Sie Recht.

      Ich wünsche Ihnen mit der Fuji X-3 viel Freude. Hoffentlich gehören Sie nicht zu denen, die von APS wieder zu 24×36 rückgewechselt haben. Denn jene haben festgestellt: APS ist doch nicht 24×36

      @ Rolf Carl

      Hallo lieber Rolf,
      ein paar Flaschen von Ihrem Rotwein sind wohl ebenso teuer, wie die neuen Nikon Linsen zur Z 7
      Sie benötigen keinen einzigen Adapter. Sie haben ja selbst bemerkt, ich habe meine alten Linsen immer zeitnah verscherbelt um den Neuen Platz zu machen.
      Und so wird es diesmal auch sein.
      Sie müssen lediglich ein bisschen Geduld zeigen.
      Hatte nicht Sonny ebenso keine Linsen ??
      Haben nicht die Anderen mit Nachdruck bei Sonny gedrückt ??
      Hatte sich Sonny nicht ein Loch vor Freude beim Nachdrücken der anderen gefreut ??

      Ebenso wird es bei Nikon sein. Was diese nicht bringen, bringen doch die anderen.
      Dann können Sie Ihre D750 in Rente schicken.
      Auf dies bisschen Geld kommt es doch bei Ihnen nicht wirklich an.
      Da verstehe ich Ihre Vorfreude nicht.
      Zumal es die Nikon Z 7 in der Schweiz schon wieder 20 % günstiger geben wird. Preis + Währungskursvorteil

      • @Volker

        Aus verschieden Blickwinkeln kommt man auch zu unterschiedlichen Ergebnissen. Da ich eine Fuji GFX mit 5 Objektiven besitze und nutze ist für mich Vollformat nicht mehr wichtig.

        Manchmal bin ich auch so bekloppt und schleppe das Teil durch die Landschaft wenn ich einen besonderen Ort mehrfach besichtigt und ausgesucht habe.

        Bei diversen Wanderungen ist mir die Vollformat Ausrüstung einfach zu schwer. Will ich trotzdem Qualität mitbringen bleibt nur noch die neue XT-3 oder ohne Objektivwechsel ein Spitzensmartphone. Letzteres verwende ich nur noch für Erinnerungs- „Polaroids“ weil da GPS Datenspeicherung möglich ist.

        Im Studio steht nach wie vor auch noch die Vollformat herum, wenn es denn wirklich mal sein muss. Soll ich die in Spiegellos wechseln? Eher nein, weil dann müsste ich auch den Objektiv Park erneuern.

        Aus meinem Blickwinkel sieht die Fotowelt eben anders aus.

      • Hallo Volker,

        du hast ein gutes Gedächtnis. Stimmt genau, mit meinen paar besten Bordeaux Weinen könnte ich mir nicht nur die Linsen, sondern auch gleich die Kamera dazu besorgen. Falls es knapp werden sollte, hätte ich auch noch ein paar Flaschen Chât. d’Yquem im Keller (süsser, weisser Spitzenbordeaux). Wenn du dein Auto verkaufen würdest, könntest du dir das alles auch leisten, und es würde vermutlich sogar noch für einen schönen Urlaub auf Korsika reichen.

        Doch leider kann ich meine D750 noch nicht in Rente schicken. Denn Nikon hat mir freundlicherweise nach 2.5 Jahren und nach drei erfolglosen Reparaturversuchen wegen Verschlussproblemen eine brandneue Kamera in die Hand gedrückt. Jetzt kann ich mit Amortisieren wieder von vorne beginnen …

        Geduld habe ich schon in dieser Hinsicht, habe ja eine funktionierende Kamera. Bin gespannt, wie es auf dem DSLM Markt in 2 Jahren aussieht. Und ja, das liebe Geld … was geschieht, wenn man es bedenkenlos zum Fenster hinaus schmeisst, hat ja euer ehemaliger Tennisstar gerade bewiesen. Wir Schweizer sind halt etwas zurückhaltender in Finanzangelegenheiten, vielleicht haben wir diesem Umstand den Wohlstand zu verdanken.

      • ui rolf carl,
        euren wohlstand habt ihr eher schwarzgeld etc zu verdanken. ebenso wie die luxemburger, die iren, … und die kanalinselbewohner. mit schokolade, uhren und offiziersmessern erhält man nicht diesen wohlstand.

      • Naja, Daniel, unterdessen ist das Geld ja schon hellgrau geworden, und die Schweiz ging trotzdem nicht unter …

        Es sind eben genau diese Dinge, die man z.B. auf einer Wanderung braucht; Schokolade, Uhr und Sackmesser. Wasser hat es ja im Überfluss.

      • … und in der Schweiz behauptet man immer, die Deutschen seien vorlaut, besserwisserisch, angeberisch und unbescheiden … aber es geht auch andersherum, wie man sieht.

      • Robert,
        meine Freundin (sie ist Deutsche) sagt immer, wir stammen von den Germanen ab, vielleicht liegt es daran …

      • @daniel:
        Selbst in den besten Schwarzgeldzeiten der Schweizer Banken betrug der Beitrag der Banken zum CH-BIP höchstens 10%. Heute hat die Schweiz eines der schärfsten Geldwäschegesetze weltweit und wenn man in der Schweiz höhere Summen anlegen will, muss man Nachweise erbringen, dass es sich um legales versteuertes Geld handelt. Aber vielleicht sagen Dir Namen wie Nestle, Novartis, Roche, Sandoz, ABB, Straumann, Stadler, Glencore (weltweit grösster Rohstoffhändler) etc etwas, alles Schweizer Unternehmen bzw Unternehmen, die zumindest einen ihrer Sitze in der Schweiz haben. Ausserdem hat die Schweiz pro-Kopf gerechnet, die weltweit höchste Anzahl an Patentanmeldungen sowie eine sehr starke mittelständische Industrie, die weltweit exportiert. Aber gegen das weit verbreitete Halbwissen, der Reichtum der Schweiz basiere auf Schwarzgeld und Schokolade, wird sich wohl auch noch weitere 50 Jahre halten…..

      • … und nicht zu vergessen, die gute alte FIFA …
        Aber lassen wir mal Die Ethik aus dem Spiel, es geht ja hier eigentlich um Fotografie, und ganz ehrlich, wenn ich nichts verpasst habe, kommt aus der Schweiz dahingehend jetzt nichts, oder täusche ich mich da? Dabei wäre ich vielleicht der Erste, der sein Scheckbuch zucken würde, wenn es ein hochwertiges Kamerasystem aus der Schweiz geben würde. Ehrlich, in eine schweizer Kamera hätte ich ein grundsolides Vertrauen. Aber wahrscheinlich könnte ich mir solch eine Kamera nicht leisten. Womöglich ist aber auch der globale Foto-Markt zu schnell und zu leistungsorientiert, als das ein schweizer Unternehmen sich das antun würde. Ein schweizer Kamerasystem würde sich eher bei Leica oder Hasselblad wiederfinden.

      • ….die gute alte FIFA, der WELTfussballverband, der lediglich seinen Sitz in der Schweiz hat und seine Kongresse in allen Herrenländer abhält, wer würde den vergessen? 😉

        Ja, das ist schon richtig Robert, auch in der Schweiz fand ein Niedergang der Fotoindustrie bzw. der Fotomanufakturen statt, ähnlich wie in Deutschland, da sie aber nie so stark war wie in Deutschland, vielleicht nicht ganz so extrem wie in Deutschland. Geblieben ist aber beispielsweise Alpa, die bauen Kameras, sogar in der Schweiz. Allerdings in einer Preisklasse, die für mich jenseits von Gut und Böse ist…..

      • Hier noch ein paar Gedanken und Zahlen zur Schweizer Wirtschaft:

        Punkto Marktkapitalisierung nach Ländern sah es Ende 2017 so aus:

        – 1. Rang: USA: 51.3 %
        – 5. Rang: DE: 3.2 %
        – 8. Rang: CH: 2.7 % (oder anders ausgedrückt etwa 1.5 Billionen Dollar)

        Nicht schlecht für ein so kleines Land wie die Schweiz, oder?

        Ich habe mir mal die im SMI (entspricht dem DAX) gelisteten Unternehmen angeschaut; alles urschweizerische Titel mit langer Tradition, viele davon sind Global Player. Das von Thomas oben erwähnte Glencore war meines Wissens das einzige ausländische Unternehmen (ausser Wasser besitzt die Schweiz keine nennenswerten Rohstoffe), das je im SMI vertreten war. Nach einem heftigen Kurseinbruch vor etwa 2 bis 3 Jahren wurde das Unternehmen jedoch wieder ausgelistet.
        Interessant ist in diesem Kontext auch, dass unter den 20 grössten Unternehmen nur zwei Banken dabei sind. Aber auch ein Uhrenhersteller, nämlich Swatch. Ausserdem sind beim Luxusgüterhersteller Richemont so feine Manufakturen wie IWC im Portfolio vertreten.
        Der SMI ist weniger technologielastig als beispielsweise der DAX und gilt daher unter Investoren auch als sicherer Hafen. Die Titel Nestle, Novartis, Roche und einige Versicherungen wirken bei Krisen wie ein Bollwerk in der Brandung und tragen dazu bei, dass der CHF jeweils stärker wird (gilt als Krisenwährung).

      • hallo rolf carl,
        dann hat die schweiz wohl auf das richtige pferd gesetzt. ich mag auch die röstiecken und fondue, auch wenn ich nicht weiß, ob wir letzteres richtig machen. 😀
        ja ohne taschenmesser gehe ich selten aus dem haus. 😉

        zu „wir stammen von den germanen ab“, das betrifft ja alle deutschen, auch jene die sich nicht der bundesrepublik angeschlossen haben. daneben natürlich noch viele andere nördliche staaten wie dänemark, schweden, … 😉

        @thomas,
        eines der produktivsten länder europas, ich will nun keine namen nennen, hatte in diesem Jahrtausend im jahre 2004 den höchsten prozentsatz der finanzwirtschaft am bruttosozialprodukt von 5,4%. wer sich an diese zeit noch erinnert, wird wissen, daß zu dieser zeit die europäische und auch deutsche wirtschaft am boden war. 2014 zum beispiel lag die schweiz bei 9,8% damit nur knapp hinter singapur mit 11,8% und luxemburg als absoluter spietzenreiter mit 23,5%. deutschland sieht da mit 3,7% echt harmlos aus. für mich ist das nichts anderes als vom geld anderer zu leben.

        nichts desto trotz habe ich „…“ meinem satz beigefügt, was darauf hindeuten soll, daß die schweizer tatsächlich auch andere dinge vermarkten können. aber den reichtum erhält man sicher nicht vom müsli verkaufen. nicht in diesem ausmaß.

      • Daniel,

        Fondue und Rösti gehören auch zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Die Zubereitung von beiden ist nicht so kompliziert, und es gibt auch viele entsprechende Rezepte auf Schweizer Internetseiten. Beim Fondue ist der Käse das Wichtigste, und statt Schweizer Wein passt auch ein Deutscher Riesling hervorragend für die Zubereitung und das Geniessen dazu.

        Nun zur Wirtschaft und deinem Kommentar an Thomas dazu: Wirtschaftsthemen sind sehr komplex und von Laien manchmal nur schwer nachzuvollziehen. Zufällig ist das eines meiner Spezialgebiete und ich versuche dir die Zusammenhänge etwas darzulegen.

        Im Jahre 2004 war die Wirtschaft tatsächlich nicht im Schwung, aber schon auf dem Weg zur Erholung. Der Abschwung hatte aber nichts mit den Finanztiteln zu tun, sondern mit dem Dotcom-Crash von 2000/2001. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Neuen Markt in DE, der über 90 % Verluste hinnehmen musste und heute verschwunden ist, mit anderen Worten, die Techblase war geplatzt. Dieser Megacrash (der grösste seit 1929) riss auch die übrigen Märkte in die Tiefe. Die langsame Erholung begann etwa 2003 und dauerte bis 2008. Vor dem Hintergrund der vorangegangenen Ereignisse ist es nur logisch, dass die Investoren auf solide Werte setzten, also Finanz-, Nahrungsmittel- und Pharmabereich. Deshalb der hohe Prozentsatz der Finanzwerte im Jahre 2004.

        2008 folgte, ausgehend von den USA (ungedeckte Kredite auf Immobilien), die Finanzkrise. Die Schweizer Börse hat sich übrigens im Gegensatz zum DAX bis heute nicht davon erholt. Der SMI liegt immer noch unter den Höchstständen von 2008. Das liegt unter anderem auch an den Finanztiteln. Dass der Finanzanteil 2014 bei 9.8 % lag, ist nichts Aussergewöhnliches und entspricht wahrscheinlich etwa dem langjährigen Mittel.

        Was man aber auch nicht vergessen sollte, dass die Finanzmärkte nicht immer fair bewertet sind, sondern oftmals unter- oder überbewertet. In Krisenzeiten zieht der SMI mit seinen defensiven Titeln davon, im zyklischen Aufschwung der DAX. Die Kunst des Investoren besteht darin, zur rechten Zeit in die richtigen Aktien zu investieren.

        „Vom Geld anderer leben“

        Diesen Spruch kannst du vergessen. Die Schweiz hat zwar mehr Banken als andere Länder und verdient gutes Geld damit. Dies hat aber vor allem mit der äusserst stabilen und berechenbaren Politik und Wirtschaftslage zu tun. Wo Sicherheit herrscht, wird investiert. Negativbeispiel: Türkei … würdest du da einen einzigen Euro inverstieren? Wohl kaum. Die Schweiz verdient zwar auch Geld mit den Banken, aber 90 % der Unternehmen sind in anderen Bereichen und sehr profitabel unterwegs.

      • rolf carl, ich habe nicht versucht die ursache für die finanzkrise zu finden, sondern den anteil an der gesamtwirtschaft zu nennen. wenn meine gesamtwirtschaft 10% im finanzbereich liegt, dann wird immerhin 10% des gesamten marktes der nation durch hin und her schieben von geldern finanziert.

        bsp.: auf einer seite habe ich einen hart arbeitenden handwerker auf der anderen seite einen der geld von rechts nach links legt. wer hat sein geld tatsächlich verdient? derjenige der den stapel von rechts nach links gelegt hat, oder derjenige der produktiv an der gesellschaft seinen anteil geleistet hat (tisch, haus, wecker,entwicklung,…)? sicher wird ein gewisser anteil an finanzwirtschaft benötigt. aber spätestens beim investmentbanking ist der spaß vorbei. es ist nicht normal, daß eine nation in einem so großen prozentsatz mit geld umstapeln sein geld verdient. das ist geld was aus der hohlen hand kommt. es entsteht nichts produktives. nichts was einen mehrwert erzeugt.

      • Daniel,

        du verstehst das Prinzip immer noch nicht. Banken verdienen ihr Geld mit der Vergabe von Hypotheken, also Kredite für das Eigenheim, also im Inland, dann mit Gebühren für diverse Bankgeschäfte, darunter auch die Verwaltung von Vermögen sowie dem Investment Banking. Sein Geld einer Schweizer Bank anzuvertrauen ist freiwillig, niemand zwingt einen dazu. Aber: Wenn man das Geld auf einem Schweizer Konto hat, ist das einer der sichersten Plätze auf der ganzen Welt! Das ist doch nicht so schwer zu begreifen, oder?

        Was denkst du, wieso der Euro gegenüber dem CHF in den letzten 2 Wochen dermassen gefallen ist? Richtig, weil die türkische Lira ins Bodenlose abgestürzt und mehrere Banken in der EU in der Türkei investiert sind.

        Es ist übrigens auch nicht nur der Staat, der in die Wirtschaft investiert, sondern der grosse Teil besteht aus privaten Investoren, Institutionen , Aktienfonds usw. Es steht auch jedem Bürger frei, in Aktien zu investieren und von einem Aufschwung zu profitieren, wenn er bereit ist, das Risiko eines Verlustes in Kauf zu nehmen. Zu mir kann ich sagen, dass ich durch meine Investitionen am Aktienmarkt es mir leisten konnte, mit 58 in Pension zu gehen und jetzt zu fotografieren, also das machen kann, was ich schon immer wollte. Ich war auch das ganze Leben lang angestellt, ausser bei meinem Nebenjob als Tanzlehrer (die Tanzkurse habe ich selber organisiert), aber ich habe schon vor 30 Jahren gemerkt, dass ich mit dem Investieren in Aktien zugleich auch Firmeninhaber sein und vom Gewinn profitieren kann.

        Und zum Schluss noch dies: Ohne Investitionen keine Arbeitsplätze … das sollte sich jeder Angestellte hinter die Ohren schreiben!

      • daniel,
        was den Reichtum der Schweiz betrifft, musst Du auch beachten, dass die Schweiz weder am 1. noch am 2. WK beteiligt war. D.h. die gesamte Infrastruktur wurde nicht beschädigt und musste nicht wieder aufgebaut werden. Ausserdem konnten sich grosse Vermögen bei Einheimischen ansammeln, die von Generation zu Generation komplett vererbt werden konnten.

        Hinzu kommt, dass die Steuersubstraterhebung und Steuerverwendung der direkten Kontrolle durch die stimmberechtigte Bevölkerung unterliegt, eben als Teil der direkten Demokratie. Dies bedeutet unter anderem, dass die Bevölkerung darüber abstimmt, ob bestimmte Ausgaben in der Gemeinde oder im Kanton getätigt werden, ebenso, ob der Steuerfuss der Gemeinde verändert wird. Dies führt zu einer sehr effizienten Verwendung der Steuern und damit auch zu vergleichsweise tiefen Steuersätzen.

        In Deutschland wird das nicht so richtig wahr genommen, die Schweiz ist aber ein hochtechnisiertes Land mit Spitzenforschung. Die ETH Zürich gehört zu den besten MINT-Universitäten weltweit.

        Du hast also völlig recht, mit Müsli und Sackmesser alleine kann ein Land wie die Schweiz nicht reich werden. Mit Finanzwirtschaft alleine allerdings auch nicht. Es ist ein Mix an Faktoren, der das bisherige Erfolgsrezept ausmacht.

      • Noch zwei Ergänzungen:

        Was ich oben vergessen hatte zu schreiben ist, dass eine der wichtigsten Aufgaben einer Bank die Kreditvergabe an die Unternehmen ist. Und dies geschieht ausschliesslich im Inland. Ohne diese Kredite ist es unmöglich, eine Wirtschaft ins Laufen zu bringen oder am Laufen zu halten. Du siehst also, Daniel, ein grosser Teil der Gewinne wird im Inland erwirtschaftet, das Private Banking ist zwar wichtig, ist aber nur ein kleiner Anteil im Bankgeschäft.

        Thomas hat es schon etwas angedeutet: Unser wichtigstes Gut ist die hochstehende Bildung, und zwar nicht nur bei den Akademikern, sondern vor allem auch bei den normalen Berufslehren. Da hat die Schweiz eines der besten Bildungssysteme der Welt und wird oft bewundert dafür. Denn eines ist klar; mit Massenprodukten und Fliessbandarbeiten kann ein kleines Land wie die Schweiz nicht bestehen.

      • rolf carl, ich bin kein kaufmann und das wäre auch nichts für mich. aufgrund meiner einstellung wäre ich vermutlich als kaufmann in der selbstständigkeit sehr schnell am ende der fahnenstange. trotzdem weiß ich und sehe ich auch, daß durch banken sehr viel geld in ein land gespült wird. und vor allem wird geld nicht in einem land angelegt weil die menschen das land so toll und vertrauenswürdig finden, sondern weil sie besonderst tolle konditionen erhalten. wer würde sonst sein vermögen einem mittelamerikanischen staat anvertrauen? abgesehen davon verdient man nichts mit dem aufbewahren von geld, sondern mit dem verleihen. außer die bundesrepublik deutschland. die haben es tatsächlich geschafft und verdienen geld damit, daß sie es aufbewahren. also zahlen für sichere aufbewahrung.

        wie gesagt, ich bin kein kaufmann, kann aber auch in luxbembourg sehen, daß dort die menschen mit 55 in rente gehen. das finanziert sich nicht durch die verhüttung und auch nicht durch landwirtschaft.

        nachvollziehen kann ich schon ein wenig die aussage von thomas, daß das geld meist altes geld ist. naja und kriegsschuld musste auch nie abgetragen werden.

        was haben die niederländer doch für ein glück, daß bei ihnen der rhein im meer mündet. 😀 😉

    • Hallo Alfred,
      erstmal hast du grundsätzlich recht, VF ist nicht mehr zwingend notwendig, Auflösung ja. Bei privaten Bildern auch da nicht. Als Fuji Besitzer weiß ich was APSC leisten kann, wenn Bilder auftragsmäßig angefertigt werden, wird mancher Kunde VF zur Bedingung machen. Mit höherer Auflösung sowieso. Die Preisspanne ist ja auch schon nach unten verschoben, die billigste Alpha 7 für 850€ erhältlich. Handlich ist sie auch noch.
      MF könnte irgendwann das VF ersetzen, für Presse und Magazine wohl nicht relevant, für anspruchsvollste Aufnahmen genial.

  • Über Jahrzehnte haben Profis, Amateure, Künstler und Knipser mit Spiegelreflexkameras gearbeitet und keinen hat es gestört. Im Gegenteil, eine SLR war auch, und ist es noch, ein Statussymbol. Wenn es weiterhin keinen stören würde, könnte man auch in Jahrzehnten noch immer tolle Fotos damit schießen. Aber der Markt hat keine Lust mehr auf tolle Fotos, jetzt müssen es Superduper-Fotos werden und dafür muss man auf DSLM umsteigen. Nikon hatte bestimmt gar kein Interesse an einer DSLM, weil Nikon mit seinen DSLR sehr gute Arbeit leistet. Eine DSLM bedeutet Neuland und ein Kostenrisiko, zumal bereits andere im gleichen See fischen. Nikon muss aber diesen Weg gehen, Nikon wird sozusagen genötigt, diesen Schritt zu machen, um am Leben und konkurrenzfähig zu bleiben. Es ist der Markt, es ist der Verbraucher, es sind wir, die Nikons Schritt provoziert haben.

    • @ Robert
      …Über Jahrzehnte haben Profis, Amateure, Künstler und Knipser mit Spiegelreflexkameras gearbeitet ….

      ja so war es. Es hat sich keiner gestört, das er „nur“ eine Spiegelreflex hatte….
      Damals war die Werbeindustrie noch nicht so wirksam.
      Heute reden sie uns ein, wir sind von vorgestern, wenn wir noch mit Spiegel unterwegs sind.
      Erst wenn Fotografen älter sind, überlegen sie und lassen nicht mehr von jedem Wind hinweg tragen.

      Ich frage mich, wo die vielen neuen Sonny A7R3 Besitzer Ihre Fotos aushängen oder anhängen. Oder betrachten
      sie diese nur noch am PC ??
      Mit 42 MP gemacht, für ca 6000 Euro Sonny Linsen gekauft, erhaben über alle Nikon oder Canon DSLR (Ich rede hier nur über Hobbyisten ) das muß einem wohl warm runtergehen.
      Diese Leute hatten ja gewechselt, weil Sonny mit 42 MP daher kam und keine anderer konnte.
      Nun sammeln sie die Erfahrung, dass die Linsen teurer werden als Ihr vorheriges System, das die Kombi plötzlich nicht mehr so leicht ist, wie die Kamera solo usw usw…

      Wie gesagt, wenn man „älter“ wird überlegt man mehr und kauft nicht mehr alles, was die Werbung einem so lebenswichtig unterjubeln möchte.

      Ich habe mir gerade ein paar 50/70 Bilder ausdrucken lassen, schön, ein großes Format betrachten zu können.
      Schade nur, das meine Wände keinen Platz mehr haben.