Kameras Nikon

Nikon Z6 & Z7: Nur 330 Bilder pro Akkuladung?

Können mit der Nikon Z6 und Z7 wirklich nur gut 300 Bilder pro Akkuladung geschossen werden, so wie es offizielle Angaben andeuten?

Nikon Z6 und Z7 mit enttäuschender Akkulaufzeit?

In den letzten beiden Tagen wurde im Netz und auch hier auf Photografix bereits fleißig über die Nikon Z6 und Z7 diskutiert. Ein Punkt, der ziemlich häufig Thema der Diskussionen ist, ist dabei die Akkulaufzeit. Denn offiziellen Angaben zufolge sind mit der Nikon Z6 nur 310 und mit der Nikon Z7 330 Bilder pro Akkuladung möglich. Das ist wenig – verdammt wenig sogar.

Woher kommen diese Zahlen?

310 bzw. 330 Bilder, das sind die Zahlen, die die CIPA bei der Z6 und Z7 gemessen und festgelegt hat. Die Angaben kommen also nicht von Nikon selbst, sondern von der Camera & Imaging Products Association, einer neutralen Instanz. Die CIPA legt für jede Kamera einen solchen Wert für die Akkulaufzeit fest, so hat man als Nutzer die Möglichkeit, die Akkulaufzeiten verschiedener Kameras bestmöglich zu vergleichen.

Wie verlässlich sind die Werte?

In der Praxis schlagen sich Kameras traditionell meist wesentlich besser, als es die CIPA Messungen erahnen lassen. Zudem hängt die Akkulaufzeit natürlich auch davon ab, wie genau man seine Kamera verwendet. Vergleicht es mit eurem Smartphone: Wenn ihr da das Display auf maximale Helligkeit eingestellt habt, ist der Akku einfach deutlich schneller leer. Wenn ihr die Helligkeit herunterstellt, spart ihr Laufzeit.

Was sagen die ersten Erfahrungsberichte?

Wie genau sich die Nikon Z6 und Z7 in Bezug auf die Akkulaufzeit in der Praxis schlagen werden, wissen wir natürlich noch nicht genau. Doch es gibt bereits unterschiedliche Erfahrungsberichte. Die meisten Berichte, die ich bisher gelesen habe, sprechen von einer Laufzeit von rund 700 Bildern, der auf gwegner.de zum Beispiel. DPReview schreibt sogar, dass mehr als 1.600 Bilder mit einer einzigen Akkuladung geschossen werden konnten.

Kein Grund zur Panik

Die Berichte gehen hier also extrem weit auseinander. 300 Bilder, 700 Bilder, 1.600 Bilder – was stimmt denn nun? Meine persönliche Einschätzung: Eine Akkuladung wird für deutlich mehr als 330 Bilder reichen, ich vermute mal etwas im Bereich von 600 bis 700 Bildern ist (vorsichtig geschätzt) realistisch. Das sollte akzeptabel sein, an die Akkulaufzeit einer Sony A7 III (CIPA Wertung: 710 Bilder) werden die Nikon Z6 bzw. Nikon Z7 aber mit ziemlicher Sicherheit nicht herankommen.

Die Nikon Z6 und Z7 werden übrigens mit einem überarbeiteten EN-EL 15b Akku ausgeliefert. Es lassen sich aber auch problemlos ältere Akkus wie der EN-EL15a nutzen, nur ist hier – wenn ich das richtig mitbekommen habe – kein Laden per USB möglich.


Nikon Z6 vorbestellen:

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

35 Kommentare

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  • Das ist dann wie bei Fuji – nur das Fuji kaum in der 2500€ u 4000€ Profikategorie anbietet.
    Sicher haben Vielfotografierer ersatzakkus dabei – trotzdem, Nikon wird hier die gleichen 2-4 Jahre Startschwierigkeiten bekommen – wie alle die den ollen Spiegel verbannt haben.

    Man hört auch auch dass AF und IBIS keineswegs zufriedenstellen und weit hinter Pana u Sony zurück bleiben.

    Es könnte nachteilig für Nikon laufen, dass sie so teuer eingestiegen sind.
    Ich gebe weder 2500 noch 4000€ für unfertige Kameras ohne Objektive aus. Das habe ich bei sony nicht getan u werde ich auch bei antiken u Canon nicht tun.
    Der Stromverbrauch muss 30% runter und die Akkukapazität 30% rauf.
    Das lernt auch Fuji gerade, denn die X-H1 scheint wenig begehrt, trotz des akttraktiven Preises.
    Ein Trost ist, Canon wird es in 3 Wochen nicht besser machen.

    • „Das lernt auch Fuji gerade, denn die X-H1 scheint wenig begehrt, trotz des akttraktiven Preises.“

      Hast Du dafür eine Quelle? oder nur eine Vermutung ?
      Fuji sagte da ja was anderes bei der Veröffentlichung der Bilanzen ….

      • Wo sagt Fuji dass sie massenhaft X-H1 verkaufen und gar nicht hinter her kommen und auch gar kein CashBack zur Verkaufsförderung brauchen?
        Und wieso kann mich mein engagierter Händler damit zubauen?

        Deshalb habe ich geschrieben: „scheint wenig begehrt“
        Wer glaubt schon Quellen, es gibt keine objektiven Informationen, jede Info kann nach belieben gedreht und interpretiert werden.
        Als X-T2-Nutzer finde ich die X-H1 wenig attraktiv – und ich mag große Kameras sehr und schätze den superleisen mechanischen Verschluss – aber der Akku ist ein Problem für dich, der Sensor nicht neu, die Geschwindigkeit nicht spürbar besser – unausgereiftes Modell.

      • ach Cat, Fuji hat genauso wie Nikon,Canon,Sony,Olympus CashBack Aktionen und diese nicht nur für die Fuji XH1, also nach deiner These verkaufen sich alle Modelle schlecht egal welcher Marke. Ach ja dein engagierter Händler, vergaß das er ja für den weltweiten Vertrieb zuständig ist, naja ich vertraue da mehr Fujis Aussagen (als Quelle) als einer Person die ich nicht kenne.
        Die XH1 kam zu früh, da stimme ich Dir zu, hätte lieber jetzt mit der XT3 kommen sollen…nun bekommt die XT3 den neuen Sensor,Prozessor und die bessere Videoausstattung, ist bestimmt nicht verkaufsfördernd für die XH1. Vielleicht schiebt Fuji „vorzeitig“ eine XH2 nach, ärgerlich für die Erstkäufer…

      • @Cat Was für ein Unsinn: „es gibt keine objektiven Informationen, jede Info kann nach belieben gedreht und interpretiert werden.“

        Auch wenn das hier ein Forum für Foto-Technik (-Gerüchte) ist, sollte man doch wenigstens im Großen und Ganzen vernünftig agieren und nicht solches Zeug verbreiten, auch wenn es psychologisch interessant ist 😉
        Eine objektive Information gefällig? „Die Erde existiert.“ Noch eine? „Nikon verkauft Kameras.“ Und noch eine: „Nikon verkauft Kameras, die die Namen „Z7“ & „Z6″ tragen.“ 😉

  • Na, wer halt von Anfang an dabei sein möchte, muss halt auch mal etwas Gras fressen können. Pionier sein zu wollen, hat halt seinen Preis. Ist wie bei den Elektroautos: sündhaft teuer, kaum Ladestationen und die Politiker jammern jetzt schon, dass der Strom nirgendwo hinreicht. Stellt euch nur mal vor, alle würden sofort ein E-Mobil kaufen, na, dann gute Nacht im wahrsten Sinne des Wortes.

    Oder anders gesagt, die ersten sind immer die Dummen, die Versuchskaninchen. Die kaufen einfach mal, weil sie halt die ersten sein wollen und merken erst später, dass sie auf einer Trekkingtour 5 Akkus mitschleppen müssen, um über die Runden zu kommen. 300 Bildchen … man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn ich da bei meiner D500 versehentlich mal etwas auf den Auslöser drücken würde, wäre der Akku in 30 Sekunden leer!!!
    Willkommen in der Zukunft, meine lieben DSLM-Freunde.

    Aber vielleicht hat ja Nikon die Kameras auch für Landschaftsfotografen gebaut, da reichen natürlich 300 Aufnahmen locker 3 Tage lang, sorgfältiges Arbeiten vorausgesetzt. Aber dann passt eben auch das mit dem XQD-Kartenslot nicht so recht zusammen; dies ist nämlich für die schnelle Fotografie. Aber was soll ein Sport- oder Tierfotograf mit einem Akku anfangen, der nur 300 Bilder aufzeichnen kann? Dann kann man doch gleich wieder Dia-Filme einspannen wie vor 30 Jahren.

    Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, vor allem die der möchtegerndas erstehaben wollen-Fotografen. Vielleicht arbeitet Nikon ja schon an einem Akku für 500 Bilder, denn sie dann für 300 Euro an den Mann und die Frau bringen wollen. Zutrauen würde ich es ihnen alleweil …

    • „300 Bildchen … man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn ich da bei meiner D500 versehentlich mal etwas auf den Auslöser drücken würde, wäre der Akku in 30 Sekunden leer!!!“

      Äh, nein. Im Serienbildmodus dürfte der Stromverbrauch kaum höher liegen als bei der D500.

    • mit Geduld und Interesse lässt sich viel erreichen, aber Kameras interessieren mich nur als Zugang zum Objektiv – die Objektive sind das eigentlich spannende, sie entscheiden, welche Kamera ich nutze.
      Ja ich verdiene Geld mit Fotografie und berate Menschen, die bei der Objektivwahl unsicher sind, Workshops etc.

  • Den Link zu gwegner kannst Du wohl löschen. So meine Meinung. Er hat drei Tage die Kamera ausprobieren können und dann leider nichts rausgefunden, was nicht schon woanders stand oder detaillierter beschrieben ist. gwegner war da schon viel besser und viel neugieriger bei anderen Nikon-Produkten. Zum Beispiel hat er für die von mir verwendete D850 wertvolle echte Praxiseinstellungen geliefert.

    Was hätte ich ausprobiert:
    – kann ich extern ein GPS anschließen?
    – wie viele NEF-Dateien bei 14 Bit lassen sich in Serie machen?
    – ich hätte mal ausprobiert, wie der kleinere Body mit dem großem Nikon-Blitz in der Hand liegt
    – ich hätte die Nikon Spezialisten befragt, ob der AF bei Arbeitsblende oder Offenblende arbeitet
    – ich hätte die D850 gegen die Z7 ausprobiert

    Konnte er die NEF Dateien auswerten? Er schreibt nichts zur Qualität der Dateien oder des 24-70 4.0.
    Und wenn er drei Tage die Kamera ausprobieren konnte, also sorry, dann muss eine Aussage über den Akku möglich sein. Ich hätte mir den Body nicht angesehen. Bei mir hätte der Auslöser der Kamera keine Ruhe gehabt, um meine Objektive auszuprobieren usw. Da wäre täglich mindestens ein Akku leer gewesen. Macht nichts, denn ich habe drei Ersatzakkus für meine D850 und D810.

    Wenn dies alles nicht erlaubt war (?), dann sollten wir mit jedweder Einschätzung zur Z6/Z7 doch noch ein bisschen warten.

    PS: Ich habe hier noch eine hochwertige Sandisk CF Karte liegen. Seit zwei Jahren. Da ist noch ein Bild drauf, was ich bis heute nicht wiederholen konnte. Leider habe ich trotz vieler Ideen und Versuche die Karte noch nicht wieder zum Leben erwecken können. Insofern: das Thema Stromverbrauch ist mir ziemlich egal. Aber nur ein Kartenschacht sei kein Problem, die Begründung, „Profi“-Fotografen wurden befragt und es sei nicht notwendig, ist schon ziemlich dünnes Eis. Ich nutze auch nur ganz selten den zweiten Schacht meiner Kameras zusätzlich. Aber wenn es extrem wichtig ist, dann schon. Als Fotograf möchte ich die Option haben. Weil es einfach zu einer teuren Kamera dazu gehört. Egal ob Hobby oder Beruf.

    Ich werde wohl auf einen Nachfolger der Z7 warten. Auf ein echtes Profimodell. Und dann sind vielleicht auch die 2,8er Zoom-Objektive zu haben.

    Vorab DANKE an alle Fotografen, die auf eigene Kosten für Nikon das Z-System zu etwas werden lassen, was dann auch als GLEICHWERTIG zu einer D850 oder D5 angesehen werden darf.

    • Hab ich mit Interesse gelesen @Bodo Schulz..und gefällt mir. Die Tests bleiben abzuwarten. Und wohlmöglich sind die Z’s echt gut. Dennoch, hat es mich selbst in äusserstes Erstaunen (als engagierter Hobbyfotograf) versetzt, dass Nikon es doch fertig gebracht hat nach all der Zeit und der Analyse*! .. Kameras..mit nur einem Slot herauszubringen. Es soll Rechtfertigungen/Erklärungen von Seiten Nikons geben im Netz. Aber es ist wenig interessant. Es hätte technisch einfach *locker durchführbar sein müssen.
      Beste Grüße..und einen schönen Abend allseits.

      • Es werden xqd Karten eingesetzt. Diese Speicher sind extrem datensicher und leider auch teuer.
        Natürlich, wenn gewerblich fotografiert wird und durch einen Kartenfehler die Aufnahmen weg sind, ist die Katastrophe perfekt. Darum werden in Profimodellen immer 2 Karten eingesetzt, die zweite als Datenspiegelung. Manche Modelle (Nikon D5) verwenden als 2te Karte die sichere CF.

    • Guter Kommentar, Bodo Schulz,

      sehe ich genau so, ich habe den Bericht von gwegner auch gelesen, aber im Gegensatz zu anderen ist er mir einfach zu glatt.

      Im Übrigen sehe ich es auch wie du, die Z6 und Z7 sind Versuchsballone für technikbessesene Freaks, die einfach nur immer das Neuste haben wollen, egal wie gut es ist. Von einem Profi- oder engagierten Amateurmodell sind die beiden Kameras kilometerweit entfernt!

    • Nochmal:
      Für wie blöd haltet ihr Nikon? Diese Kamera soll nicht mit der D850, der D5 und der D500 konkurrieren, das ist ein Modell für den technikbegeisterten Amateur. Nicht mehr und nicht weniger und dem Trend der zeit geschuldet. Vielleicht bringt Nikon in der zweiten Generation etwas, das mit den Top D Modellen gleichwertig oder besser ist, je nach Marktlage.
      Und dieser zweite Slot – also wer seine CF oder SD-Karte nicht hunderte Male löscht und für wichtige Shots, neuere Karten verwendet, der wird NIE ein Problem haben. Ich kenne wirklich Niemanden der jemals ein Problem hatte. Aber hier scheint es ja einige Spezialisten zu geben die tatsächlich so oft die Daten der Karte löschen bis sie nicht mehr funktioniert. Steht übrigens bei jeder Karte dabei!!!!! Und ein Profi hat so wieso mindestens ein Zweitkamera, alles andere sind Amateure.

      • Joe: Ich hatte kürzlich für meine Nikon D850 zwei Karten Sony SF-G128 GB mit 300 MB/s gekauft. Und auch wenn Du es noch nie erlebt hast… eine der beiden Karten verursachte im Body nach nur wenige Tagen im Einsatz derartige Speicherprobleme mit Datenverlust, das diese Karte gegen eine andere ausgetauscht wurde. Und gerade bei den schnellen SD-Karten ist dies nicht der erste Fall, wie Du im www herausfinden kannst. Ich arbeite täglich mit den Nikon-Kameras. Und wenn Du bislang noch keine defekte Karte hattest, dann kannst Du Dich glücklich schätzen. Und ja, ich bin Profi und arbeite immer mit D850 und 24-70 VR und D810 mit 70-200 VR II. Und auf ganz wichtigen Terminen nehme ich noch einen dritten Body mit.

      • „Für wie blöd haltet ihr Nikon? Diese Kamera soll nicht mit der D850, der D5 und der D500 konkurrieren, das ist ein Modell für den technikbegeisterten Amateur. “

        Das wird Nikon noch entscheiden (müssen). Denn wenn ich als NPS Kunde die Z6 und Z7 nicht gleichwertig in den bevorzugten Profi-Service geben kann, dann wird dieses System erst einmal uninteressant bleiben. Aber wir werden sehen, ob Nikon die DSLM Z6/Z7 als Profi- oder Amateurkameras ansieht. Oder hast Du schon belastbare Aussagen vom NPS Service dazu erhalten? Würde mich zumindest wundern, wenn die Z7 nicht im NPS aufgenommen wird. Vom Preis des Systems sicher angebracht…

      • Moin. Das mit der einen Karte und gut halte ich für falsch. Meine Kamera hat zwei slot für CF und SD, und schreibe auf beiden. Bis auf die wenigen Ausnahmen wie die einer „Flugshow“ wo nur eine zu Einsatz kam. Beim Überspielen dann der Fehler und die Bilder waren im Eimer.
        Immer! zwei Karten bei Wichtigen Aufnahmen fue Momente die nicht reproduzierbar sind.
        Gruß DF

      • @ Dietmar F

        kein Moment ist reproduzierbar!!!!!!! So, also genau einmal die zweite Karte nicht drin und schon war die andere defekt? Na, wenn das kein Zeichen ist. In dem Fall nehme ich alles zurück und glaube allen die behaupten schon mal einen defekt gehabt zu haben und dann noch bei einem wichtigen Ereignis.

        @Bodo Schulz

        Also, Du hattest eine Karte und du hast gemerkt die war defekt also tauscht du sie aus oder nimmst deine Zweitkamera, du wirst doch keine Bilder an einer Hochzeit schiessen und die Bilder nicht ab und an kontrollieren? Du sagst ja selber du hast an wichtigen Terminen drei Kameras dabei, genau das sag ich doch, die Zweit/Drittkamera ist wichtiger als der Zweite Slot.

      • Joe, ich muss Dich enttäuschen. Es gibt „wichtigere Dinge“ als Hochzeiten zu fotografieren. Nee, das ist nicht mein Thema. Ich bin überwiegend im Verkehrswesen, Industrie und Wirtschaft mit der Kamera unterwegs. Und was nutzt mir der zweite Body mit den Teleaufnahmen, wenn die Karte im Body mit dem 24-70 alle Aufnahmen dahin sind? Alles, was normaler Alltag ist, da verlasse ich mich auf eine Karte. Ich habe beim besten Willen keine Lust mir Unmengen doppelter Daten aufzubauen. Aber immer dort, wo es auch dem Auftraggeber wichtig ist, weil vielleicht allein der Aufbau Tage gedauert hat, da lasse ich dann die Kamera zusätzlich auch auf die zweite Karte schreiben. Seit 2006 (da bin ich von Hasselblad auf Canon digital und dann später zu Nikon gegangen) habe ich schon drei Kartendefekte gehabt. Und ich erneuere ständig meine Karten. Mein Sohn und meine Tochter freuen sich immer, wenn ich wieder mal hochwertige Karten „aussortiere“…

      • Du hast schon recht, Bodo Schulz,

        nicht nur für Profis macht ein zweiter Kartenslot Sinn. Denn auch wenn ich als Hobbyfotograf auf einer Reise bin, die ich vielleicht nur einmal im Leben machen kann, möchte ich doch nicht durch einen Kartendefekt einen Teil meiner Aufnahmen verlieren. Bei mir wichtigen Fotos fahre ich auch doppelt, wenn ich die Fotos am nächsten Tag notfalls wiederholen kann, dann reicht ein Kartenslot vollkommen. Da ich häufig zwischen Vollformat und DX wechsle, ist es mir auch schon passiert, dass ich einen Fotoausflug an einen vereisten Wasserfall komplett vermasselt habe, da die Schärfentiefe zu gering war. Dann ging ich halt am nächsten Tag nochmals hin und hatte die Bilder im Kasten, was solls.

      • Noch ein Hinweis:

        Bodo Schulz, ich weiss nicht, ob du deine gekauften Karten gleich getestet hast oder nicht.

        Wenn ich jeweils Speicherkarten kaufe, teste ich diese sofort auf heise.de, und zwar mit dem „H2testw“. Das dauert zwar etwa 2 Stunden, aber die Karte wird zuerst vollständig beschrieben und danach gelesen. Falls Ausfälle innerhalb der Karte vorhanden sind, meldet das das Programm. Ansonsten ist die Karte in tadellosem Zustand. Ich habe alle meine Karten so getestet und hatte noch nie eine defekte. Übrigens können bei hochwertigen Speicherkarten mehrere Tausend Löschvorgänge durchgeführt werden, ohne das die Karte Schaden nimmt, dies im Gegensatz zu einigen Kommentaren hier. Was man aber auch keinen Fall tun sollte, ist mit der Kamera einzelne Bilder löschen, das kann Fehler beim Bildmanagement hervorrufen.

      • Auch ein Profi hat nicht immer sofort Zugriff auf seine Zweit Kamera. Das wichtige Foto (zB bei Trauung) ist in der Regel mit einer Kamera aufgenommen. Kenne niemanden, der gleichzeitig 2Kameras bedienen kann! Aber kenne eine Fotografin, die mit ihrer A7 Mark l eine defekte Karte hatte. Durch die Rufschädigung ist sie fast krachen gegangen. Die anderen Fotos in der Zweit Kamera waren eben nicht die wichtigen Fotos… Ich würde nie eine Kamera ohne zweiten Schacht nutzen, auch nicht privat. Wie sagte jemand in einem anderen Forum schon: „wer kein zweiten Schacht braucht, macht auch keine wichtigen Fotos“. Absolut richtig! Denn man nimmt in Kauf, das im Falle eines Defekts alle Fotos weg sind, also waren sie nicht wichtig. Auch Neuteile können einen unplanmässigen Defekt haben, das ist möglich. Habe mehr als einmal schon neue PC-Teile reklamieren müssen, diese Erfahrung brennt sich ein. Die neuen Z Kameras sind deshalb nicht für Profis bestimmt, sondern für Technik-begeisterte Amateure, stimmt genau!

      • @Andre Kersten
        ich frage mich wie das früher geklappt hat bevor es eine zweiten Schacht gab? Millionen von Hochzeiten, wichtigen Ereignissen und besondere Anlässe sind unwiderruflich verschwunden. Glaubt weiter an eure Märchen. Ihr seid ja schlimmer als „Jägerlatein“ oder Fischer die von ihren Fängen erzählen.
        Ich habe übrigens gar nichts gegen einen zweiten Schacht, aber ich halte ihn für so wichtig wie den Blinddarm.

      • @Andre Kersten
        Ich frage mich wie das überhaupt möglich war Hochzeiten, oder andere nicht widerholbare Ereignisse zu fotografieren bevor es einen zweiten Kartenschacht gab? Glaubt weiter an Eure Märchen aus 1001 Fotografie. Das was ich da alles höheren muss ist ja schlimmer als Jägerlatein. Da glaub ich ja noch eher die Geschichten von Fischern die von ihrem letzten Superfang berichten.
        Ich habe übrigens nichts gegen einen zweiten Kartenschacht, nur wer den braucht hat seinen Job nicht richtig gemacht. Ich prüfe meine Karten, Batterien und Kameras bevor ich was wichtiges fotografiere und habe immer Ersatz dabei – und ich prüfe zwischendurch immer die Ergebnisse. Man kann sich Profi nennen oder sich professionell verhalten.

    • Der sog. Test ist kein Test, sondern Marketingeblubber. So kann man sich seinen Namen auch zerstören. Der vergleicht doch allen Ernstes eine Spiegellose mit einem Klapperkasten. Das Fazit, mindestens genauso gut.

      Da muss man schon ein Verkalkung leiden. Mittlerweile wissen wir nun, das die neuen Nikons zu viele Nachteile haben. Ein Test gegen die Sonys hätte eben diese verdeutlicht. Wer dann auch noch feststellt, das Spiegellose bisher nichts waren, aber jetzt ist mit Nikon der Durchbruch gelungen, den kann man nicht mehr Ernst nehmen.

      Bei der ersten A7 war das auch so und das Geschrei war riesig. Jetzt macht es Nikon genauso schlecht und alle jubeln. Plötzlich haben alle Nikon Junger jede Menge Ersatzakus in der Tasche. Und XQD Karten sind auch in großen Mengen vorhanden. Das Marketingeblubber nimmt schon sonderbare Formen an. Nikon ist da gelandet, wo Sony 2013 mit der A7 war. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Vertue ich mich oder gibt es hier die gleichen Probleme, die Sony vor Jahren schon hatte/durchlebte???
    Akku-Laufzeit, zu unflexibles Display, nur ein Kartenslot, viel zu wenig Objektive (zu kaufen und in der Entwicklung), zudem nicht gerade begehrte Brennweiten u auch noch viel zu hohe Preise dafür. Ausserdem der Adapter, den man nochmal auf den Kaufpreis aufschlagen muss.

    Mal ganz ehrlich: Nach diesem ganzen Marketing-Tam-Tam der letzten Wochen, war ich gespannt auf die Z’s. Geblieben ist der Versuch,in zumindest Anschluss halten zu wollen. MEHR aber auch nicht!
    Und wer sollte jetzt wechseln, bei den Features, die andere schon in aktuellen Modellen seit Monaten haben u die ganz sicher schon das nächste Modell in der Entwicklung haben u mit Innovationen/Verbesserungen auf den Markt kommen wrtden, wenn Nikon noch versucht, „aufzuholen“?
    Aus meiner Sicht lächerlich! Bin gespannt, was Canon drauf hat.

    • So ist es, ein Deja-vu. Warum soll ich viel Geld für weniger ausgeben? Sony hat beharrlich sein System ausgebaut und inzwischen einen beeindruckenden technischen Stand erreicht. Ehe Nikon soweit ist, vergehen noch einige Jahre, Jahre in denen Sony auch nicht schläft. Sie werden den Entwicklungen immer hinterherlaufen. Das wundert auch nicht, sie müssen alles zukaufen, während Sony und auch Canon bei wichtigen Bauteilen autark sind. Inzwischen liest man ja auch in ersten ernstzunehmenden Tests, das der IBIS und auch der Autofocus der Nikons auch nicht ganz so pralle sind. Momentan hat der Einstieg von Nikon in das Spiegellose System nur einen Vorteil. Die Zeit der Mondpreise sind bei Sony hoffentlich Geschichte.

  • Wie oft wurde der Akku geladen? Li-Ion Akkus entfalten ihre volle Leistungsfähigkeit erst nach ca 50 Ladungen und es ist wichtig, dass sie beim Gebrauch, also vor der nächsten Ladung, vollständig entladen werden. Wenn ein völlig neuer Akku 300 Bilder ermöglicht, dann werden 500 Bilder beim eingefahrenen Akku möglich, gar nicht schlecht. Warum eigentlich müssen mehr als 1000 Bilder pro Akkuladung sein. Als Folge werden ständig halbvolle Akkus nachgeladen und irgendwann sind die möglichen Ladezyklen erschöpft und der Akku ist hin. Ich hab mir angewöhnt, den in der Kamera befindlichen Akku leer zu fahren und erst dann zu wechseln. Der Akkuwechsel dauert 10 Sekunden.
    Bei vielen Tests und Besprechungen sind Akkus das Reizthema. Künftig wird die Energiedichte bei Akkus stark ansteigen, es ist dann ein Abfallprodukt der Autoindustrie.

  • Es gibt doch Taschenlampen mit einer Kurbel für das Laden. Vielleicht sollte Nikon so ein ansteckbare Kurbel für den Akku der Z6/Z7 anbieten. Frühe Automodelle wurden doch auch mit der Kurbel gestartet.

    Ich weiß nicht was ihr habt? Nehmt doch einfach mehrere Akkus mir, wo liegt das Problem?

  • Mein Gott- dann steckt man eben 1-2 Akkus mehr ein. Für die Nikonianer freut es mich, dass sie ihre „alten“ Akkus weiter nutzen können. Ganz ehrlich, ich hätte bei meiner a7iii auf die neuen Akkus verzichten können und lieber das Ladegerät der a6300 behalten. So waren es nochmal 180,- € für einen 2. Akku +Ladegerät- ja, ich weiß das es von Fremdherstellern billiger geht, wollte ich aber nicht.

  • Ich fotografiere momentan mit Olympus EM10MK2. Angeblich auch totale Stromfresser. Wenn man die Kamera richtig einstellt, komme ich mit ein bis zwei Akkus über den Tag. Es ist also eigentlich nur ein kleines „Problem“, das sich einfach lösen lässt. 2-3 Akkus wiegen kaum etwas. Dafür habe ich eine wunderbar leichte Kamera, die beim Wandern nicht „aufträgt“. So ähnlich wird es sicher auch bei den Nikon DSLM sein. Immer locker durch atmen Leute. Macht euch nicht verrückt.

  • Die Akkus lassen sich ja in der Kamera nachladen. Mit einer Powerbank kann man viel machen.
    Zudem passen über 90 Original Objektive an die Kameras. Zusätzlich noch alle Linsen von Fremdherstellern. Es wird viel Kaffeesatz gelesen zur Zeit. Ich denke die Kameras werden ihre Käufer schon finden. Zudem ist die Ergonomie einiges besser als bei Sony… von der Menüstruktur wollen wir gar nicht reden… die Kameras sind voll in das System integriert und wer eine Nikon kennt der kennt alle… das ist ein Riesen Vorteil bei der Arbeit… wenn ich dauernd Umdenken muss bei der Arbeit ist das sehr schlecht… abgesehen vom Preis sind die XQD Karten das sicherste überhaupt. SD Karten sind der Alptraum.
    ich freu mich jedenfalls auf die Kameras. In ein paar Tagen werde ich sie das erste mal in der Hand halten..