Kompaktes und leichtes Gehäuse, außergewöhnliches 4-Zoll-Display und ein überraschend niedriger Preis: Nikon stellt die neue ZR vor.
Vergleichsweise kompaktes Gehäuse
Nikon bezeichnet die neue ZR als “All-in-One-Cinema-Kamera” – und zwar nicht nur irgendeine, sondern die aktuell leichteste auf dem Markt. Schon auf den gestern geleakten Bildern wirkte die Kamera im Vergleich zur ebenfalls neu vorgestellten Canon EOS C50 vergleichsweise dünn und kompakt, es deutete sich an, dass Nikon mit der neuen Kamera in eine etwas andere Richtung gehen könnte. Nach der offiziellen Präsentation bestätigt sich dieser Eindruck. Die Abmessungen gibt Nikon mit 134 x 80,5 x 49 mm an, das Gewicht liegt bei 540 Gramm. Zum Vergleich: Die Canon EOS C50 ist 142 x 88 x 95 mm groß und wiegt 670 Gramm.
Die Kompaktheit hat aber auch einen Preis: Die Nikon ZR besitzt zum Beispiel keine aktiven Lüfter. Nikon spricht zwar von einem innovativen Gehäusedesign, das die Wärme geräuschlos ableiten soll, man sollte aber dennoch erste Testberichte und mögliche Berichte zum Thema Overheating im Blick behalten. Laut Nikon sollen Überhitzungen kein Problem darstellen, 6K 60p soll ganze 125 Minuten am Stück aufgenommen werden können.
Die wichtigsten Video-Spezifikationen
Doch was hat die Nikon ZR denn nun aus technischer Sicht zu bieten? Videos nimmt die Kamera intern in 6K 60p oder 4K 120p in verschiedenen Videoformaten auf, generell stehen N-RAW, Apple ProRes RAW, Apple ProRes 422 HQ und H.264 bzw. H.265 zur Verfügung. Zudem bietet die ZR – und da wären wir bei der ersten Besonderheit angekommen – einen exklusiven R3D NE-Codec, der die bewährte RED-Colour Science bei Nikon einführt. Dadurch vereinfacht sich auch die Postproduktion, wenn neben der ZR auch RED-Kameras eingesetzt werden, mit denen ebenfalls R3D-Videomaterial aufgezeichnet wird.

Wie auch in der Z6 III verbaut Nikon bei der ZR einen teilweise gestapelten Sensor mit einer Auflösung von 24,5 Megapixeln. Den Dynamikumfang beziffert Nikon mit mehr als 15 Blendenstufen, außerdem besitzt die Kamera eine Dual-Base-ISO-Empfindlichkeit (800 / 6.400). Vier kreative Video-Modi und neun benutzerdefinierte RED-Picture-Control-Konfigurationen sollen für einen kinoreifen Look sorgen.
IBIS & 32 Bit Float Audio intern in der Kamera
Auf einen ersten großen Unterschied im Vergleich zur Canon EOS C50 stoßen wir beim 5-Achsen-Bildstailisator. Die Canon EOS C50 hat nämlich keinen zu bieten, die Nikon ZR hingegen schon (7,5 Blendenstufen).
Des Weiteren handelt es sich bei der ZR laut Nikon um die weltweit erste Kamera mit kamerainterner 32-Bit-Float-Audioaufnahme. Es wird für Audioaufnahmen mit besonders großem Dynamikumfang dank drei interner MEMS-Mikrofone kein externes Mikrofon benötigt, auch wenn ein solches optional natürlich genutzt werden kann. Passen dazu hat Nikon ein neues Richtmikrofon mit der Bezeichnung ME-D10 vorgestellt. Es unterstützt natürlich das 32-Bit-Float-Audioformat und bietet ein Signal-Rausch-Verhältnis von 77 dB.
4-Zoll-Display im 16:10 Format
Ein weiteres Highlight ist (zumindest auf dem Papier) das Display der Nikon ZR. Nikon setzt hier auf ein hochauflösendes, 1.000 Nits helles Touch-Display in einer Größe von 4 Zoll und mit einer Auflösung von 3,07 Millionen Bildpunkten. Der Bildschirm ist neig- und drehbar, besitzt ein Format von 16:10 und deckt den DCI-P3-Farbraum ab. Das Menü wurde zusammen mit RED für die Touch-Bedienung optimiert, Monitor-LUTs werden ebenfalls unterstützt. Nicht schlecht!

Auch als Fotokamera kann die Nikon ZR eingesetzt werden, auch wenn klar sein sollte, dass auf diesem Bereich nicht der Fokus liegt. Einen mechanischen Verschluss besitzt die ZR beispielsweise nicht, auch ein Sucher ist nicht mit von der Partie. Einen Pixel-Shift-Modus scheint Nikon hingegen anzubieten, auch ist Nikons aktuellster Autofokus inklusive aller Motiverkennungen mit von der Partie. Dieser funktioniert auch bei äußerst schlechten Lichtverhältnissen (-10 EV).
Bei einem Blick auf die weiteren Merkmale der Nikon ZR machen sich zur Abwechslung mal kleinere Schwachstellen bemerkbar, die vermutlich mit der Kompaktheit des Gehäuses zusammenhängen. So besitzt die Kamera beispielsweise keinen Fullsize-HDMI-Ausgang (nur Micro-HDMI), keine XLR-Option und nur ein einzelnes 1/4-Zoll-Gewinde. Zudem wird das Speicherkartenfach unterhalb der Kamera platziert (was in Kombination mit Stativen etc. das Wechseln erschwert) und im 2. Slot werden nur microSD-Karten akzeptiert:
- Gehäuse aus Magnesiumlegierung, gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet
- Korrektur für Fokusatmen
- Zwei Speicherkarten-Slots (CFexpress Typ B und microSD), diese sitzen unten im Batteriefach
- Unterstützung für Frame.io
- Nur Micro-HDMI-Schnittstelle, kein vollwertiger HDMI-Ausgang
- Weitere Anschlussmöglichkeiten: USB-C, Kopfhörer, Mikrofon
Preis und Verfügbarkeit
Ab Ende Oktober 2025 wird die Nikon ZR im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beziffert Nikon mit 2.349 Euro für das Gehäuse, damit ist die Kamera deutlich günstiger als vergleichbare Optionen wie beispielsweise die Canon EOS C50 (3.799 Euro) oder die Sony FX3a (4.699 Euro).
Im Kit mit dem Z 24-70mm f/4 S werden 2.949 Euro fällig. Wer das neue Richtmikrofon ME-D10 erwerben möchte, muss dafür zusätzlich 299 Euro einplanen.
Eure Meinung zur neuen Nikon ZR?


Das ist schon eine Ansage.
Der Preis ist echt verrückt.
Einen Kühler hätte ich mir gewünscht.
Bin gespannt wie sich die Kamera mit Hitze schlägt.
Insgesamt wäre sie mir vermutlich zu schlank. Mal abwarten…aber 4Zoll Display ist schon richtig klasse.
Grüße
Die Kamera wirkt breit und flach, was grundsätzlich der Hitzeabgabe nach außen förderlich ist. Nicht auszuschließen, dass hier die Form der Funktion folgt. Zudem ergibt das auch den Platz für das mit 4 Zoll ungewöhnlich große Display.
Sie soll angeblich 95 min. am Stück mit Akku aufzeichnen können. Mit Netzteil noch länger.
Ich bin tatsächlich sehr gespannt auf die ersten Tests, vor allem, ob sich der beworbene Dynamikumfang von 15 Blendenstufen bestätigt. Das wäre schön eine ziemliche Hausnummer im Videobereich. Der Preis ist richtig gut.
“Der Preis ist echt verrückt.”
Genau, frage mich auch, wer so viel bezahlen will für so eine Knipse.
Leute, die nicht knipsen, sondern filmen, würde ich sagen.
Aha, und dafür gibts nichts Besseres?
Sicher, aber es gibt auch Schlechteres.
Und für das Geld, weiß ich nicht einmal, ob es was Besseres gibt.
Tolles Teil, aber die microSD verstehe ich nicht. Das ist nicht die Liga der C50, aber Sony muss sich jetzt strecken.
Die ist wohl weniger für die Aufzeichnung gedacht als für die Einspielung von LUTs und sicher auch zum Abspeichern diverser Voreinstellungen.
Ein Fach für eine microSD besitzt auch die Nikon Zf – bisher kam ich damit sehr gut klar, allerdings wechsel` ich die micros nicht über einem grünen Rasen, da könnte bei einem versehentlichen Sturz der Karten in Richtung Erdanziehung die Suche sehr lange dauern, denn diese Mini-Karten sind von der Größe vergleichbar mit einem Fingernagel. Am kommenden Samstag startet Nikon die “Nikon-Days”. Wir fahren nach Köln und lassen uns überraschen, ob die neue Nikon-Fimmaschine schon dabei ist.
MicroSD zu Micro-Nostalgieknipse, passt doch…
Super lustiges Wortspiel. Selten so gelacht.
Schön, freut mich, lachen ist gesund 😁
Tolles Angebot!
Da soll sich noch einer auskennen bei der aktuellen Nikon-Preispolitik: Die “umlackierte” Zf bringen sie völlig überteuert, die brandneue Z R zum absoluten Kampfpreis. Trotzdem Hut ab, die Z R wird vermutlich Bewegung in den Markt bringen und sich sehr gut verkaufen.
Ein feature würde ich sehr gerne auch an den Nikon Foto-Kameras sehen: Das 4-Zoll-Display. Oder zumindest 3,5 Zoll, das würde viel bringen und müsste technisch doch machbar sein.
Die Zf ist ein Liebhaberstück für Käufer, die sich bewusst für die Retro-Optik und dessen Bedienung entscheiden. Ich habe sie auch direkt bei Nikon vor vielen Monaten im blauen Lederdesign gekauft, statt schwarz auf schwarz (grün hätte mir auch gefallen). Wäre sie woanders günstiger gewesen? Mit Sicherheit. Aber das “haben wollen” hat letztendlich gewonnen.
Ja, klar. Trotzdem finde ich den aufgerufenen Aufpreis zur schwarzen und schwarz/färbigen Variante nicht fair.
Fair ist das, was die Käufer zu zahlen bereit sind. So einfach ist das. Wenn Sie das nicht bezahlen wollen, dann ist das für Sie halt zu teuer, dann gehören Sie halt nicht zur Zielgruppe. Kein Problem, hier gib es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter.
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ein fairer Preis bemisst sich bei weitem nicht nur nach subjektiven Kriterien und selbst da kann es Käufer geben, die den Preis unfair finden und ihn zähneknirschend trotzdem zahlen. Genau auf letztere setzt Nikon vermutlich. Zumindest in Deutschland existieren dann aber auch gesetzliche Regelungen zur Vermeidung von unfairen Preisen. Die bekannteste Norm dürfte der “Wucherparagraph” sein. Ein fairer Preis hat schlussendlich auch etwas mit einem angemessenem Verhältnis zu tun, welchen Gegenwert ein Produkt oder eine Zusatzausstattung zu einem bestimmten Preis bietet. Wenn nun eine schwarze Kamera für ca 2000 Euro angeboten wird und die farbige Variante für 700 Euro mehr, obwohl der Aufwand beim Hersteller für diese Variante höchstens einige Euro beträgt, dann ist das alles andere als ein fairer Preis.
Top deine Erklärung… bei mir war es eher ein diffuses Gefühl – du bringst es in wenigen Sätzen auf den Punkt.
Danke thomas!
Gut, wundert mich nicht, dass Deutschland einen Wucherparagraph hat, zusammen mit der EU ist das die überregulierteste Region der Welt. Und was wollen sie damit erreichen? Dass Leute keine überteuerten Sachen kaufen? Es soll Frauen geben, die für ein kleines Label auf der Handtasche ein paar Tausender hinlegen. Ist das Wucher? Oder wie misst man den ideellen Wert eines emotionalen Gegenstandes, lässt sich der überhaupt messen? Fragen über Fragen. Ich finde, man sollte das dem Markt überlassen: Es besteht ein Angebot, man kann es annehmen oder nicht. Zumindest bei Kameras wie dieser hier besteht kein Kaufzwang, man kann sie kaufen, oder wenn sie für einen zu teuer ist, kauft man sie eben nicht. Der Markt hat immer recht (alte Börsenregel).
Nein Rolf, es geht dabei um etwas anderes. Es geht dabei um sittenwidrige Rechtsgeschäfte rückabwickeln zu können. Sittenwidrig kann ein Rechtsgeschäft aus verschiedensten Gründen sein, ein extrem hoher Preis plus weitere Tatbestandsvoraussetzungen sind beispielsweise solche. Ich finde die Regelung gut, denn sie schützt unter anderem unerfahrene Personen oder auch Personen in einer Zwangslage davor über´s Ohr gehauen zu werden. Es gibt noch weitere Regelungen, beispielsweise um zu verhindern, dass merktbeherrschende Positionen ausgenutzt werden. Ach ja, den Wucher kennt auch die Schweizer Rechtsprechung. Der Unterschied zu Deutschland ist jedoch, er ist weniger klar geregelt und man weiss vorher kaum, wie ein Schweizer Gericht entscheiden wird. In Deutschland besteht dazu eine grössere Rechtssicherheit.
Scheint also doch Sinn zu machen, Thomas, so wie du es erklärst, ist es stimmig. Marktbeherrschende Unternehmen sind auch ein Ärgernis, da haben wir in der Schweiz ja die Weko, und auch die EU geht kompromisslos dagegen vor, auch wenn es sich wie aktuell um Microsoft handelt. Aber bei Handtaschen oder Kameras habe ich noch nie gehört, dass da wegen Wucherpreisen ermittelt wurde. Hat es schon mal so etwas in der Richtung gegeben?
Rolf, dazu ist mir nichts bekannt, aber es geht ja in solchen Fällen von Kameras und Handtaschen und möglichem “Wucher” vor allem darum, ob ein bestimmtes Modell von einem bestimmten Händler weit über dem marktüblichen Preis für genau dieses Modell angeboten wird. Es müssen dann ausser der grossen Erhöhung gegenüber dem marktüblichen Preis in der Regel noch weitere Dinge dazu kommen, wie beispielsweise die Ausnutzung von Notsituationen der Käufer. Bei reinen Konsumgütern, die bis auf Profis kein Mensch zum täglichen Leben tatsächlich benötigt, kann ich mir auch kaum vorstellen, dass der (deutsche) Wucherparagraph zur Anwendung kommen kann. Ich bezeichne den Preis der Nikon Zf in Farbe auch nicht als Wucher im rechtlichen Sinne. Für mich ist das lediglich ein viel zu hoher Preis für das, was man für den geforderten Preis erhält.
Ja, ich verstehe. Also wenn z.B. jemand Tickets für ein begehrtes Fussballspiel im Voraus kauft und sie dann für ein mehrfaches verkauft, wenn auf offiziellen Wegen keine Tickets mehr erhältlich sind. Das wäre dann so eine Notsituation, nehme ich mal an.
Fair ist es nicht. Aber der Kunde kann ja auch die guenstigere kaufen. Und der Wucherparagraf kommt bei solchen Produketen wie Cameras oder Handtaschen nicht zur Geltung. Wenn du auf Wohnungs suche, bist und dir eine 30 qm Wohnung fuer 3 000,00 Euro angeboten wird, in diesem Fall greift besagter Paragraf.
Danke, dass Du nochmal wiederholst, was ich bereits geschrieben hatte 😎.
Kein Problem, mach ich gern. )(;-))
Nein, und nochmals nein. Fair heiß angemessen, unabhängig davon, was der Markt hergibt.
Liebhaberstück als Bezeichnung der Nikon Zf ist zu wenig: Diese Kamera ist perfekt, stellt schnell und präzise scharf – und die ebenso schnelle Bildfolge eignet sich auch für die Sport- und “Actionfotografie”. Nostalgie alleine wäre auch kein Kaufgrund, aber die Verbing von Retro und aktueller Technik – das kann sich wirklich sehen lassen!
Leg’ bitte mal ne andere Platte auf. Es wird langweilig. Danke.
Schreibfehler, hier meine Korrektur, ich meinte natürlich “Verbindung” – hier noch einmal der komplette Satz: “Nostalgie alleine wäre auch kein Kaufgrund (für die Nikon Zf), aber die Verbindung von Retro und aktueller Technik – das kann sich wirklich sehen lassen.
Ich finde gerade durch den Retro-Look spricht die Zf das Herz der Fotografen an. Ursprünglich kommt das Design von der Nikon FM um 1977.
Mich spricht der Retro-Look nicht an, und die meisten anderen Fotografen wohl auch nicht.
Also mich spricht das Design durchaus an, ich gehöre damit zu den nicht-meisten Fotografen 😁. Die Zf ist mir jedoch zu gross und unhandlich. Bei Kameras in dieser Grösse und mit VF-Sensor möchte ich einen Handgriff haben, deshalb sagen mir die Z5, Z6 und Z8 von Nikon deutlich mehr zu Aber ich verstehe, wenn man sich für die Zf begeistern kann, sie ist technisch sicherlich eine gute Mittelklassekamera mit einem klassischen Design.
Wäre mal interessant, wieviele Fotografen den Retro-Look mögen und wieviele nicht. Und dann würde mich auch noch interessieren, wer die Kamras toll findet, aber sie trotzdem nicht kauft, wie in deinem Fall z.B.
Ich glaube (weiss es natürlich nicht genau) es würde Dich überraschen, wie viele Retro-Design ansprechend finden. Selbst meine (jungen) Jungs finden Retro-Design-Kameras und Oldtimerautos klasse. Ob man sie dann auch tatsächlich kauft ist tatsächlich etwas anderes, denn für einen Kauf kommen noch andere Dinge als nur das Gefallen eines Designs dazu. Ich vermute (schon wieder nur eine Vermutung), Unternehmen wie Fuji, Nikon und andere, haben dazu Markterhebungen und auf dieser Basis entscheiden sie sich dafür Retrokameras anzubieten oder auch nicht.
Ja, da könntest du recht haben, die Hersteller produzieren wohl nur Retro-Kameras, wenn sie auch einen Markt dafür sehen. Ich staune nur, dass sich die Jungen aus einer technisch so hochentwickelten Welt für so altmodisches Zeugs interessieren.
Na ja, der Eine hängt sich die Fujifilm x100vi um den Hals und flaniert am Wochenende durch Rom, der andere schleppt 10+ Kilo Fotokrempel auf einen Berg um Murmeltiere zu porträtieren. Jeder wie er mag.
Klar, jeder wie er mag. Sehe ich auch so. Eine Meinung kann man trotzdem haben.
Dann bin ich wenigstens nicht der Einzige.
Mir persönlich ist der äußere “Look” einer Kamera vollkommen egal. Viel wichtiger ist mir, ob die Kamera gut in der Hand liegt (auch mit größeren Objektiven, wozu für mich z.B. ein guter Handgriff an die Kamera gehört) und Bedienung, AF, Rauschverhalten und Dynamikumfang meinen Ansprüchen gerecht werden. Das Preis- / Leistungsverhältnis spielt für mich definitiv auch eine Rolle und natürlich das Objektivangebot für den entsprechenden Mount. Falls das alles auf eine sogenannte “Retro-Kamera” zutrifft, würde ich auch solch eine Kamera in Erwägung ziehen. Wenn das (für mich) alles bei einer Kamera im “modernen Design” besser passt, dann nehme ich lieber Letztere, denn letztendlich ist eine Kamera für mich ein Werkzeug und kein Mode-Accessoire, daher ist mir vollkommen egal, ob die “Retro”, “Futuristisch” oder wie ein Käsebrot aussieht, solange ich gut damit arbeiten kann und die Kamera zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Mehr Geld für eine Farbe des Kameragehäuses würde ich auch auf keinen Fall ausgeben. Wenn es da verschiedene Farbvarianten gibt, würde ich immer die Günstigste nehmen (aber das spielt für mich auch keine große Rolle, da ich mit Sony DSLMs fotografiere und da gibt es bisher weder Retro-Gehäuse, noch verschiedene Gehäusefarben). Zur neuen Nikon Kamera: Auch wenn für mich persönlich… Weiterlesen »
Ja, ich sehe es ziemlich gleich, für mich ist eine Kamera auch in erster Linie ein Werkzeug. Sie muss gut in der Hand liegen, und die inneren Werte zählen. Das Design war mir noch nie wichtig, deshalb sagt mir auch der Retro-Look absolut nichts. Aber klar, jeder soll die Kamera kaufen, wenn er denkt, dass er sowas braucht. Soll ja vor allem fürs Filmen gut sein, und das interessiert mich überhaupt nicht.
Also mit gefällt der Retro-Look und ich kauf sie trotzdem nicht. Ich habe eine Z9 und die nächste Kamera wird eine X2D II oder eine X3D.
Dann ist die Kamera halt nichts für dich.
Das muss weder dich stören noch einen, dem sie gefällt.
Da befindet sich die Nikon Zf in einer guten Gemeinschaft, denn nicht nur das äußere Vorbild, die Nikon FM-2, spielt fotohistorisch eine wichtige Rolle als Technolgieträger, sie ist immerhin die erste serienmäßig hergestellte Kleinbildkamera mit der damals kaum glaubhaften, schnellsten Verschlussgeschwindigkeit von 1/4000s Sekunde. 1977 galt das als eine besondere, technische Herausforderung. Das war noch nicht alles: Nikon fertigte mit der FM-2 auch die erste und einzige Schlitzverschluss-Kleinbildkamera mit der kürzesten Blitzsynchronzeit von 1/200s und warb deshalb mit dem Werbespruch: “Nikon FM-2, Perfektion für Perfektionisten!” Keine Übertreibung! Besitze mit der Nikon Zf übrigens die dritte HighTech-Kamera im Nostalgielook, nach der Df (eine sehr robuste und zuverlässige Nikon), kam die Z-fc und dann die Zf.
Gestern kam ich zurück von einer politischen Informationsreise zur europäischen Gemeinschaft in Strasbourg, gesponsert von der EG. Sehr interessant zu sehen, wie dort alles abläuft. Das Fotografieren während der Plenarsitzung war allerdings steng verboten, aber ich konnte eine Nikon “durchschleusen”.
Noch ein Hinweis an die Canon-Fans hier im Forum: Gleich im Eingangsbereich zu den Besucherplätzen steht eine massive und festmontierte Videokamera mit Canon-Schriftzug für die Dokumentation der Abgeordneten-Diskussionen. Bin gespannt, ob die in einigen Monaten auf die kompakte Nikon-Filmkamera umstellen?
Kleine Korrektur: Die Nikon FM-2 erschien 1982.
Du musst bei deinem Werbegesäusel noch ein paar mehr Sachen korrigieren, bzw. präzisieren. Die Nikon FM-2 war eine rein mechanische Kamera, was den Verschluss angeht und dementsprechend war es, ja, durchaus was Besonderes rein mechanisch eine 1/4000 Sekunde sowie eine 1/200 Sekunde Blitzsynchronzeit zu realisieren. Was das angeht bleibt sie die Einzige.
Aber so wie Du es schreibst, gäbe es demnach keine weiteren Kameras mit Schlitzverschluss mit einer 1/4000 Sekunde sowie einer 1/200 Sekunde Blitzsynchronzeit (oder kürzer). Und das ist falsch.
Die Nikon FM-2 war die erste, aber ich glaube jeder von uns hat eine Kamera, die mindestens eine 1/4000 Sekunde sowie eine 1/200 Sekunde Blitzsynchronzeit mit ihrem Schlitzverschluss realisiert.
Endlich mal jemand, der Bewegung in diese Mini-Monitor Manie bringt, als 90% “Fotograf” interessiert mich natürlich der Rest weniger!
Dem stimme ich zu. Ich finde das ZR Display sollte auch in jede neue Nikon Kamera wandern.
Vor allem die Bonsai-Displays der Sony Kameras finde ich grässlich.
Das sind die Freuden, wenn ein Hersteller versucht in einem Marktsegment erst einmal Fuß zu fassen: sehr viel Leistung für einen sehr guten Preis. Ich vermute kaum, dass dies ein Produkt ist, welches Leute zum Systemwechsel motivieren wird, aber natürlich ist es für alle die eh im Nikon-System sind oder hier einsteigen wollen sehr verlockend. Die Begeisterung für neue Ausrüstung, selbst wenn sie rein technisch besser ist, war zumindest bei meinen Bekannten, die das professionell betreiben, oft verhalten – ein funktionierendes Setup, welches sich erprobt hatte, war denen viel wichtiger, da der Videodreh als solches so viele ineinandergreifende Elemente hat und auch kein Solo-Job ist.
Gerald Undone hat sie bereits getestet und in 6K RAW für 1 Stunde und 40 Minuten aufgenommen ohne Überhitzung. Auch Bobby Tonelly konnte keine Überhitzung feststellen. Ihr findet sie auf YouTube. Lüftungsschlitze an solchen Kameras sind halt auch Einfallstore für Dreck, Sand und Staub.
Also Nikon nennt das eine All-in-One-Cinema-Kamera? Mutig. 🤔
Auf dem Papier liest sich das wie ein RED-Killer im Hosentaschenformat – R3D-Codec, 32-Bit-Float-Audio, 6K-RAW, IBIS, 4-Zoll-Display. Klingt fast so, als hätten sie einmal alles in den Topf geworfen, was gerade fancy klingt.
Aber mal ehrlich: Wer im Profi-Bereich arbeitet, greift dann doch eher zu Sony, Canon, Blackmagic oder gleich zu Arri/RED. Nicht weil Nikon technisch nichts kann – die Specs sind beeindruckend – sondern weil Nikon einfach kein Platzhirsch in den Workflows ist. Rentals, Cutter, Tonleute, DITs – die sehen Nikon auf dem Set und fragen erstmal: ‚Was ist das?‘
Klar, für 2.349 € ist das ein ziemlicher Kracherpreis. Für Indie-Filmer oder YouTuber vielleicht eine kleine Revolution. Aber ob die ZR wirklich den Sprung ins Profi-Ökosystem schafft? Ich sag’s mal so: Das Ding wird vermutlich öfter in Reviews bei YouTube auftauchen als auf einem echten Set.
Die Firma RED ist im Filmbereich nicht unbekannt und gehört 100% zu Nikon (wurde von Nikon aufgekauft). Die Zr soll die Brücke zwischen RED und Nikon schlagen. Wenn du dich bei RED umschauen willst: Neu ist die RED V-RAPTOR XE 8K, nun auch mit dem Nikon Z-Mount erhältlich.
Die von dir genannten Punkte sind Klientel entscheidend. Gilt für grafische Betriebe oder den Schreiner genau so, das Werkzeug muss stimmig sein.
Schön das Nikon eine ZR zum günstigen Preis vorgestellt hat. Viel Erfolg bei den Nikonisten, das meine ich ehrlich! Für Hobbyisten aus den eigenen Reihen sind die angebotenen Details super. Als Massenprodukt ist sie immer noch zu teuer um mit dem sehr guten 1.000 bis 1.500 Euro Smartphone konkurrieren zu können. Neue Kundschaft aus dem professionellen, beruflichen Bereich sehe ich nicht.
Vielleicht sehe ich das eher die Umsteiger. Gerade von Sony zu Nikon (aufgrund der Adaptierbarkeit der Sony Objektive am Nikon Z-Mount sehr einfach zu bewerkstelligen). Nikons Verkaufszahlen gehen von Jahr zu Jahr immer weiter in die Höhe. Und die DSLR Kundschaft ist immer noch dabei auf spiegellos zu wechseln.
“Neue Kundschaft aus dem professionellen Bereich sieht der Dauerplapperer Proksch nicht??” Glücklicherweise entscheiden das die Profis selber, ob sie sich die Nikon Zr kaufen – und darunter ist bestimmt kein Provinzamateur!
“Glücklicherweise entscheiden das die Profis selber, ob sie sich die Nikon Zr kaufen – und darunter ist bestimmt kein Provinzamateur!”
…also definitiv nichts für Dich👍
Und? Kennst Du denn einen Profi?
Weisst du was komisch ist? An Grossanlässen wie Weltmeisterschaften, Champions League, Olympischen Spielen usw. habe ich noch nie eine Nostalgieknipse gesehen, nur Topgeräte. Hat den Vorteil, dass dann auch noch die Füsse der Hürdensprinterinnen drauf sind.
Ab dem Wochenende finden ja die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio statt. Schaue doch mal, was die Profis für Kameras haben und wie sie fotografieren. Vielleicht schaffst du es dann auch mal in die überregionale Liga. Aber eine Z8 oder Z9 müsste es dann schon sein.
Füsse
Füße! 😉
In der Schweiz heisst es Füsse. Wir lassen uns doch von Deutschland nicht so einen Mist verpassen, wir haben eine eigene Tastatur, und das wird auch so bleiben, auch wenn dir das nicht passt. Gewusst? Wir haben auch andere Steckdosen, also pass auf, wenn du mal Urlaub in der Schweiz machst.
In der Schweiz heisst es Füsse
Schweizfüsse 😉
Genau, das ist das Gegenteil von Deutschfüsse 🤔
Dann Besuch eine ch und keine .de Webseite mit deiner Schweizer-Art
Wieso sollte ich? Es ist eine internationale Website, oder mindestens für den deutschsprachigen Raum. Mich stört es ja nicht, dass ich eine Schweizer Tastatur habe und euer Doppel-S nicht schreiben kann, aber andere anscheinend schon.
Auf einer Schweizer Tastatur schreibt man das “ß” mit der Tastenkombination ALT+225.
Interessiert mich nicht, ich schreibe so, wie wir in der Schweiz schreiben. Ausserdem frage ich mich, wieso das deutsche Doppel-S bei der Rechtschreibereform 96 nicht gleich ganz entsorgt wurde, wäre wenigstens ein Schritt aus der Vergangenheit gewesen.
…. oder man stellt via Software auf bundesdeutsche Tastaturbelegung um.
Was soll denn nun dieser Unfug? Seit wann bestimmt die URL wer welche Seite besuchen darf? Deutschland, Österreich, die Schweiz, Teile von Belgien haben die deutsche Sprache gemeinsam, unterscheiden sich aber in Details der Rechtschreibung, da dies jedes Land selbst bestimmt. Akzeptiere das und schreibe dazu keinen Unfug mehr.
Endlich hat meinereiner mal die Gelegenheit, einem Schweizer Volljuristen die Welt zu erklären:
Nicht alles beim Wucher in Teuschland wird verfolgt, so wird z.B. gegen die gewaltig wuchernde Dummheit nicht vorgegangen, weil dies keiner merkt, da sowohl Politiker als auch die in den Kontrollbehörden zum überdurchschnittlichen Kreis der Betroffenen gehören, klar, kurzes Beispiel:
Anstatt dankbar zu sein, dass ihr Eidgenossen in Arier-Foren den Durchschnitts-IQ durch Eure Anwesenheit über 100 haltet wird hier auch noch Kritik laut. Gut, versteht meinereiner ja, denn sonst könnten sich ja einige eher zur geistigen Mittelschicht rechnen, wobei ja die Mitte von Nix auch nicht besonders viel sein soll, hat meinereiner mal in Statistik gelernt, oder wie der Quatsch nun wieder heißt.
@Rolf: Was haben Mediziner einigen Experten-Fotografen voraus? Auch in der Medizin gibt es Kunstfehler (z.B. falschen Fuß abgeschnitten), aber so dreist, dann seinen Fehler noch als Kunst verkaufen zu wollen sind Ärzte nicht!
Es gibt im Leben nichts Schwierigeres als links und rechts, sieht man ja auch täglich im Strassenverkehr, da wird links geblinkt und rechts abgebogen und umgekehrt. Und weil das so kompliziert ist, blinken die meisten gar nicht.
Und das mit den abgeschnittenen Füssen (Achtung: Hier ist eine Schweizer Tastatur im Einsatz, behördlich genehmigt) scheint irgendwie gerade Trend zu sein. Wenn man da den falschen erwischt, ist es wirklich sehr tragisch, das hat dann mit Kunst nicht mehr viel zu tun. Das siehst du absolut richtig.
Nun ja, lieber Rolf, dafür brauchst Du Dich ja nicht zu entschuldigen, meinereiner gönnt Euch Eidgenossen ja eine eigene Tastaur, schlimmer wird es, wenn Germanen nicht wissen, dass man mit einem Kurzen nicht an Eure Steckdosen gehen sollte. Wäre meinereiner ein Schweizer, dann wäre ich hier natürlich ausgesprochen höflich, würde mich vor jedem Beitrag erst einmal dafür entschuldigen, dass ich hier was zum Besten gebe ohne Geld aus der Sozialkasse zu wollen (Knigge Neuteutsch), da meinereiner aber keiner von Euereiner ist erspare ich mir solche Höflichkeiten. M.M.n. sollte man bei Suchterkrankungen eh vorsichtig agieren, Trunksuch und Harmoniesucht haben recht wenig miteinander zu tun, aber trotzdem die gleichen Folgeerscheinungen, sprich Realitätsverlust! Bei der Harmoniesucht gehen einige irrtümlicher Weise davon aus, wenn man Stänkerer immer mit Samthandschuhen anpackt, dann werden die mit der Zeit richtig nette Kerle, aus meiner Erfahrung ist das genaue Gegenteil der Fall. Kriegen solche Vögel nicht mal ein schönes Kontra, dann werden die Formulierungen immer unerträglicher, bis mal einer klare Sprache spricht, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Bei ausreichender Restintelligenz kriegt selbiger dann vom Stänkerer gar keine Antworten mehr, ist der Stänkerer allerdings noch dümmer als 5m Waldweg (also 3m, kann man nicht mal ein Auto parken), dann… Weiterlesen »
Und was ist, wenn man gar keine Leichtathletik WM fotografieren möchte, sondern die Blümchen in seinem Garten? Was ist, wenn man einfach nur Lust hat, sich eine Kamera zu kaufen, die einem gefällt? Ja und was ist, wenn man gar kein Fotoprofi ist, sondern Arzt, Anwalt oder Priester?
Dann kauft man ein Retrogerät, koste es was es wolle. Und es sollte wie eine Leica aussehen, damit man auch etwas darstellt.
Ich glaube Nikon kann das auch ohne deine “fachliche” Analyse, gut einschätzen. Hab sehr gelacht, danke dafür!
Nikon wird kaum erwarten, damit existierende Firmen / Professionelle damit zu bekehren – wobei das bestimmt Teams, die mit Red Kameras arbeiten erfreuen wird, ein sehr schlankes Gehäuse zu haben. Das Videomaterial, so vermute ich mal, wird sich problemlos mit dem der großen Kameras mixen lassen. Auf so vielen Sets war ich auch nicht, aber die FX3, A7S usw. z.b. war da auch nie die Hauptkamera, aber wurde dann für B-Roll oder eine kleine Kamera-Fahrt verwendet, bei der man mit einer großen Probleme gehabt hätte. Wer egal für welches System ein Setup hat, welches für seine Art von Videos funktioniert, wird auch kaum wechseln. Recht viel wird ja oft in kontrollierter oder zumindest anpassbaren Lichtsituationen gedreht und ist frei von hektischen Kamera-Schwenks oder bekommt extreme Nachbearbeitung. Aber wer durch neue Projekte sich eh neu aufstellen muss durch die Hardware oder vor hat hier aktiv zu sein, wird sich die Zr bestimmt ganz genau anschauen. Wo Canon, Panasonic und Sony einen Vorteil ganz sicher haben bei kleinen Firmen / Selbstständigen haben – für einen großteil das Inhalts der YouTube / Social Media ist die optimale Bildqualität oft weniger wichtig als guter Ton und eine unkomplizierte Verwendung für jene, die sich nicht… Weiterlesen »
Bezüglich Ton: Soviel ich weiß hat die ZR einen Smart Digital Hotshoe (Blitzschuh) bei dem auch digitales Audio in 32-Bit zur Kamera übertragen wird. Ich glaube TASCAM bietet entsprechende aufsteckbare Vorverstärker mit XLR Mikrofonanschluss an, die dann digital kommunizieren.
Ich hatte dies auch gelesen und vielleicht verzeiht dies dann nicht optimale Audio-Levels oder man kann Störsignale besser herausrechnen, aber ich vermute wer Sound soo wichtig nimmt oder unter extrem dynamischen Bedingungen regelmäßig arbeitet, wird dann eher einen Time-Coder mit separater Ton-Aufzeichnung betreiben. Mehr Spielraum in der Nachbearbeitung ist ja grundsätzlich immer gut und verzeiht mal eher einen Fehler, aber da dies ja doch mit Arbeit verbunden ist, werden die meisten zusehen, bei der Aufnahme alles korrekt einzustellen. Ich will da nicht in irgendeiner Weise die Kamera schlecht machen, ich habe nur manchmal so meine Zweifel wie relevant dies dann für das fertige Ergebnis ist oder einfacher gesagt – in vielen Belangen sind die Produkte aller Hersteller schon so gut, dass die meisten Konsumenten der Inhalte den Unterschied nicht merken mit welcher Generation ein Bild / Video erstellt wurde und andere Dinge sind da wichtiger. Ändert nix, dass die ZR von der Leistung her einen sehr guten Eindruck macht.
Sollten am Set RED Kameras eingesetzt werden hat die ZR sehr gute Karten bei diversen Situationen. Als Z.b. Crash Kamera würde ich die Nikon ZR einer Sony FX-3 vor allen in einen RED Workflow jederzeit vorziehen. Professionell gefilmt wird schon lange nicht mehr nur für Filme und Serien. Wenn ich alleine oder mit sehr kleinen Team arbeite ist der große Monitor, die interne 32 Bit Float Audio Aufzeichnung und IBIS sicher vorteilhaft. Ich glaube nicht dass das die beste Videokamera am Markt ist ich glaube aber sehr wohl das die Kamera ein gutes Angebot für einige sein kann. Sie mit der Canon C50 zu vergleichen kann man machen finde ich aber nicht sinnvoll.
krasses Teil.
Aber woher kommen die 15 Blendenstufen bei dem doch eigentlich nicht ganz so starken Dynamikumfang des teilw. gestapelten Sensor aus der Z6III ?
Ich vermute, das wird über die Log-Profile erreicht. Das ist ja eine Wissenschaft für sich und da wird von den Herstellern auch immer viel schöngerechnet. Aber die Kamera bietet 12-Bit-Video-RAW. Damit kann man schon eine Menge machen.
Na Ben, du bist ja mächtig im Videobereich engagiert! Da brennt eine richtige Flamme… verlieren wir dich bald bei den Standfotos?
Hallo Thomas, naja Amateurfilmer mit ein bisschen technischem Anspruch, hinter dem mein Können und meine Kreativität leider etwas abfällt. Ich schiebe es auf den Zeitmangel, denn ich stehe noch im Berufsleben, das mich sehr in Anspruch nimmt. Ich filme aber schon seit Anfang der 90er Jahre und habe mir da inzwischen einiges angelesen. Zum Fotografieren bin ich in der Tat erst relativ spät gekommen. Vielleicht so ab 2010 in der Drehe. Bin da aber ebenfalls nicht auf dem Niveau vieler Foristen hier. Ich staune oft über eure schönen Fotos und natürlich auch über eure Kenntnisse. Man lernt nie aus. Außerdem gefällt mir hier im Forum der Umgang miteinander (meistens). Ich war früher sehr stark in einem Videoforum unterwegs, aber da gabs mir zu viele Idioten. Heute lese ich nur noch dort die News aber beteilige mich nicht mehr an Gesprächen. Für mich wirds halt auch mal richtig interessant, wenn es nicht nur um technische Dinge geht, sondern auch mal um Emotionen, Lebensansichten und philosophische Fragen. Also den Geist hinter dem Foto oder Video sozusagen. Da gibts viele, die damit nicht umgehen können, weil sie in meinen Augen diesbezüglich minderbemittelt sind. Ich habe jedenfalls, um wieder auf dieses Forum zu kommen,… Weiterlesen »
Schön, was du schreibst! Besonders gefällt mir “der Geist hinter dem Foto…”. Das teile ich voll, und ich habe Freude daran, wenn es um Hintergründe geht. Mein technisches Wissen ist dagegen eher rudimentär… ich probiere viel aus, ohne die Details vollständig füllen zu können. Da müssen dann richtige Experten ran – die Liste derer ist lang hier. Ich wünsche dir viel Freude beim Filmen und Fotografieren – und prima, dass du (wie ich) zu einem “respektvollen” Ton beiträgst. Da geht immer was…
Hallo Ben und AlexR,
das Gleiche hat sich Rene Stämpfli weiter unten bei der CANON C50 schon gefragt.
Und die Ausrede über die Log Profile ist nicht schön gerechnet, sondern nur dum… Marketing Geschwafel um die Kunden zu ver… äh bleiben wir lieber bei dem etwas freundlichen Ausdruck blenden!
Ich find es nur unschön und traurig!
Wenn ein Sensor 12Bit ausgelesen wird sind es nun mal nur echte 12 oder max.13 Dynamik Steps wenn man das Quantisierungsrauschen dazu addiert.
Hallo Conny,
du scheinst dich da besser in der Materie auszukennen als ich. Von den physikalisch-mathematischen Abläufen in so einer Kamera habe ich als Videoamateur nicht wirklich viel Ahnung. Ein wenig angelesenes Wissen. In einem anderen Thread schrieb ich kürzlich, dass diese technischen Dinge eine halbe Wissenschaft sind und man schon ein bisschen Fachkenntnisse bzw. eine Ausbildung haben muss, um das alles zu beherrschen. Mein Wissen reicht aber soweit, dass heute kaum eine Amateurkamera 12 Blendenstufen erreicht. Und das wäre schon richtig gut. 15 Bendestufen wäre ARRI-Kinoproduktion. Die Alexa 35 erreicht meines Wissens 17 und ältere Arris um die 15. Mir würden die von dir erwähnten 13 Blendenstufen vollkommen reichen. Ich weiß auch nicht, was die Hersteller da machen, um auf die 15 zu kommen.
Ben, man muss sich da nicht auskennen, eine detaillierte, gut verständliche Antwort findest du auch auf Chat gbt! Kann man heutzutage alles ganz einfach nachlesen! 12bit entsprechen theoretisch 12 Blendenstufen Dynamik. Allerdings hängt dies auch von anderen Faktoren, z.B. dem Sensor ab, so dass in der Praxis bis 14 Blendenstufen erreichbar sind, high end Modelle erreichen bis 15 Blendenstufen. Das ist zusammengefasst die Antwort von Chat gbt. Also, ganz so simpel ist es dann doch nicht.
Nur darfst du aber auch nicht erwarten, das die Antwort von ChatGbt auch korrekt ist.
Also wenn die Antwort falsch wäre, hätten die Macher der KI tatsächlich ein Problem
Hallo Ben,
ja mit den 12-13 Stufen kannst Du sicherlich rechnen das ist realistisch.
Dass es teuerer Profikammeras gibt welche mehr können kommt nicht von ungefähr.
Du nennst als Beispiel da z.B. Alexa 35 von Arris mit bis zu 17 Dynamikstufen!
Arris verwendet in der Regel AD-Wandlungen mit 17Bit mit z.B. einem 18Bit ADC. Das ist natürlich eine ganz andere Hausnummer.
Hier würde ich nicht empfehlen wie von einem User hier empfohlen auf Chat GPT zu setzen. Denn die wird Dir was vor labern von nicht linearer logarithmischen Komprimierung usw.
Nur Chat GPT erkennt in diesem Falle der hier genannten neuen Kameras und auch Anderen, gar nicht das eigentliche Kernproblem.
Und der User der Dir GPT vorgeschlagen hat, versteht sehr wahrscheinlich nicht mal das was GPT geblabert hat.
Das zeigt sich schon daran, daß er die Aussage unreflektiert übernommen hat.
Falls gewünscht kann ich das gerne mal erklären was es da mit der Dynamik und der nichtliniaren LOG Speicherung genau auf Sicht hat.
Das ist wirklich nicht so kompliziert und unverständlich wie da immer getan wird.
Hallo Conny, im Kern habe ich es wie folgt verstanden. Eine Kamera bietet einen gewissen Kontrastumfang, den Abstand zwischen dem Absaufen der dunklen Bildteile gegenüber dem Überstrahlen/Clippen der hellen Bestandteile. Mehr kann diese jeweilige Kamera physikalisch nicht. Die Log-Profile passen dann in diesem vorgegebenen Rahmen die Werte so an, dass die dunklen Partien aufgehellt und die hellen abgedunkelt werden. Dadurch entstehen sozusagen Stauchungen der Abstände in den einzelnen Blendenschritten. Der grundsätzlich gegebene Blendenumfang der Kamera ändert sich dadurch nicht. Diese Stauchungen kann man dann in der Nachbearbeitung so verschieben und anpassen, dass die bildwichtigen Teile korrekt belichtet sind und die Stauchungen in unwichtigere Helligkeitsanteile verschoben werden, dass man am Ende den Eindruck eines höheren Blendenumfangs hat. Der hat sich allerdings nicht geändert, da für die jeweilige Kamera physikalisch festgelegt. Ich vermute nun, dass die Hersteller messen, wie hoch der Blendenumfang wäre, wenn die Kamera tatsächlich diese Spanne zwischen den (nun hier gestauchten) Blendenstufen hätte. Da kommt man dann möglicherweise auf die 15, obwohl die Kamera real nur 13 leisten kann. So meine amateurhafte und physikalisch nicht unterlegte Auffassung. Vom Zusammenhang zwischen Bit-Anzahl in der Signalverarbeitung und den Blendenstufen habe ich keine Ahnung. So tief stecke ich nicht in der Materie.… Weiterlesen »
Hallo BEN und weitere… Sorry für die späte Antwort, war die Tage unterwegs… Deine Eklärung bezgl. Log Profile ist super. Du hast den Kern der Sache erkannt und sehr gut beschrieben. Insbesondere der Hinweis das die Grenzen oben und unten des vorhandenen Dynamikunfanges nicht gesprengt werden können. Was sich erweitert ist der visuelle empfundene Tonwertumgang einer einzelnen Belichtung. Der Vorteil von Log-Profilen ist, dass man Sensordaten mit z. B. 14 Bit Tiefe in 12 Bit oder ein Log-Profil übertragen kann, ohne den wahrgenommenen Dynamikumfang stark einzuschränken. Dabei muss man sich aber bewusst sein, dass die physikalische Auflösung sinkt: 14 Bit entsprechen 16 384 möglichen Abstufungen, 12 Bit dagegen nur 4096. Daher müssen weniger wichtige Helligkeitsbereiche gröber quantisiert werden, während für wichtige Bildbereiche mehr Abstufungen erhalten bleiben. Genau das ermöglichen die verschiedenen Log-Techniken, um den wahrgenommenen Tonumfang möglichst zu bewahren. Wichtig für’s Videoschneiden. Kommen wir nun zu der Analog/Digitalwandlung. Für die Spezialisten hier ist das sicher alles alter Kaffee, gerade deswegen weil ich versuche für Nichttechniker das sehr einfach und verständlich zu halten. Wie wir alle wissen, entspricht bei Bildern eine Verdopplung bzw. Halbierung der Helligkeit einer Dynamikstufe. Eine Dynamikstufe entspricht dabei etwa 6 dB. Die Angabe in dB ist praktisch,… Weiterlesen »
Ich habe es geschafft… abfotografiert. Jetzt Stück für Stück. Es wird dauern… zum Glück stehe ich mit Teilchen und Welle nicht auf Kriegsfuß. Danke!
Moin Thomas,
betrifft nicht nur Fuji 😉 Einfach bis zum Ende anschauen oder einfach mal ein Buch von Rico erwerben 📔
https://youtu.be/oUcVzPdaCQc?feature=shared
Danke! Morgen schaue ich rein. Brauche Muße…
Bin auch durch und fix & fertig und wie immer, nach Connys-lessons-learnded, bin ich “voll begeistert von meiner Ahnungslosigkeit” 😉 – 👍 top Level, danke Conny! Wie bei Thomas: kommt in den Sammler “Technik, kurz & knapp & auf’n Punkt. 🤗 Schönen Sonntag …
Hallo Leute sorry, da ist mir heute Nacht beim Kopieren aus dem Textverarbeitungsprogramm leider gewaltig was verschütt gegangen. Hier im diese Post nochmal der Bereich den es betrifft. Und um nächsten Post das ganze nochmal komplett wenn es diesmal klappt… Korrekter Ausschnitt: Zur Einordnung: 16 Bit ADC = 65 536 Stufen => ausreichend 15 Bit ADC = 32 768 Stufen => zu wenig 14 Bit ADC = 16 384 Stufen => zu wenig 12 Bit ADC = 4096 Stufen => zu wenig Warum also nur 14 Bit in modernen FF Kameras? Wird da nicht Dynamik verschenkt? Ganz klar => Nein, denn in der Realität gibt es unvermeidliches Sensorrauschen. Schon der reine Dunkelstrom und Ausleserauschen liegen im Bereich von mindestens 2 Elektronen. Damit reduziert sich der praktisch nutzbare Dynamikumfang im optimalen Fall auf log₂(50 000e-/2e-) = log₂(25000) ≈ 14,6 Dynamikstufen Das ist realistisch und da Verweise ich auf die Labormessung von DXOmark der Nikon Z6II mit einem Maximalwert gemessenen ca. 14,4 Dynamikstufen. Und dieser Sensor ist ein reiner BSI Sensor und hat bekannterweise eine deutlich bessere maximale Dynamik als der Sensor der Z6III. Somit kann der Z6III/ZR geschätzt 13,6 bis 13,8 erreichen und dies noch ganz wichtig, nur bei optimaler Belichtung… Weiterlesen »
Ging nicht
Ging wiederum nicht…
Auch die Kopie des Ausschnitts oben ist nicht korrekt!
Irgendwie lässt sich da im Text was nicht korrekt kopieren.
Muss ich erst mal untersuchen an was das liegen könnte…
Ich glaub ich generieren ein PDF und verlinke es…
Melde mich wieder wenn ich soweit bin …
Wie geschrieben konnte ich den langen Text hier nicht fehlerfrei rein kopieren.
Hier nun der Link auf das PDF mit dem Titel: “Die Krux mit der Dynamik”
Was Besseres ist mir auf die Schnelle nicht eingefallen 😁
https://drive.google.com/file/d/181H11_HJlX5PFgq7c9dGqvA1Cqa26bNR/view?usp=drivesdk
Mal schauen ob es funktioniert…
Top Zusammenfassung!
👍👍👍
Conny es freut mich, dass es Menschen wie dich gibt, die der CHATGBT noch sagen können, wo es wirklich langgeht!
Eine Nikon mit dem gleichen Sensor wie Z 5 II und Z 6 II, die man für Foto- und Videografie nutzen kann. Für den Preis wirklich nicht übel. Fehlt nur noch ein Sucher, aber man kann für den Preis wohl nicht alles haben und an einer primär für die Videografie gedachten Kamera ist ein eingebauter Sucher wenig hilfreich. Mit dem Preis wirft Nikon sowohl Canon als auch Sony den Fehdehandschuh nicht vor die Füße, sondern klatscht ihnen das Ding mitten ins Gesicht!
Im Prinzip ist es eine Z6III mit den RED Genen kombiniert und als Videokamera ausgelegt, ja.
Ich finde das Konzept als Erstling von Nikon sehr gut. Man wird sehen, wie es vom Markt angenommen wird. Hab aber keine Sorge das nicht. Wie so mancher Erguss anderer Firmen. Das 4 Zoll Display mit einem erweiterten Kontrast dürfte schon reichen. Anders als bei Fotografie schaut man eher gerne offener in die Szene. Deswegen wird der fehlenden Sucher(Höcker) verschmerzbar sein.
Bei Nikon geht’s ja vorran. Leitz kündigt jetzt auch entsprechende Cinema Objektive für Z-Mount an:
https://nikonrumors.com/2025/09/10/leitz-announced-new-cinema-lenses-for-nikon-z-mount-user-interchangeable-mount.aspx/
Ich finde es hat langsam genug von diesen Nostalgie-Knipsen auf dem Markt. Wer soll das alles kaufen, und dann noch zu diesen horrenden Preisen? Ich sicher nicht, würde mir nicht im Traum einfallen.
Nikon würde besser mal die vorhandenen Lücken füllen: AF-C Nikon Z8/9 überarbeiten und auf Topniveau bringen wie die Konkurrenz, und endlich mal eine Z500 bringen. Spielzeuge hat es nun wirklich langsam genug, und Nostalgie ist langsam ausgelutscht.
Also… dir gelingen tolle Naturaufnahmen, du tanzt mit Prädikat und beim Schachspiel spielst du vorne mit… nur bei der verbalen Diplomatie ist noch (etwas😉) Luft nach oben. In der Sache stimme ich dir jedoch vollkommen zu: Nikon hat einige Baustellen- von Dir aufgezeigt. Ob die ZR der richtig große Wurf mit Ihren Details ist (ich vermag es nicht, überhaupt nicht, beurteilen) oder ob die Schwerpunkte woanders liegen sollten… die Zeit wird es zeigen. Einige Zahlen bei Nikon (sind sie echt?) zeigen erfreuliches. Ich jedenfalls wäre für eine Z500. Aber unser Wort hat keinen Wert… andere geben den Ton in den Firmen an…
Ja, ich habe ein paar Begabungen, wie die meisten von uns vermutlich, aber Diplomatie ist tatsächlich keine Kernkompetenz von mir, obwohl ich auch noch in einem psychologischen Bereich studiert habe und eigentlich wissen sollte, wie das funktioniert. Es geht mir aber einfach gegen den Strich, und ich bin froh, arbeite ich nicht mehr auf diesem Gebiet. Ich mag es lieber direkt und unverblümt. Es ist übrigens schwierig diplomatisch zu bleiben, wenn man selber betroffen ist. Ich habe mal hochdekorierte Fachleute an einem Kaderseminar ausrasten sehen, weil das Hotelmangement verlangte, dass die Musik am Galadiner wegen der Stammgäste leiser sein muss, obwohl dies gegen die vertraglichen Vereinbarungen war. Kurz gesagt, sie haben alles falsch gemacht, was sie uns jeweils gepredigt haben, und es kam zu einem Streit. Wir haben uns nur noch angeschaut und den Kopf geschüttelt. Ja, Nikon kann natürlich selber entscheiden, was Priorität hat. Ich vermute, dass vor allem der japanische Konsument so kleine Kameras mag, die Chinesen protzen eher, und die restliche Welt muss halt nehmen, was im Angebot ist. Ich war übrigens kürzlich mit einem Biologen und sehr guten Fotografen unterwegs, der hat die D500 und die Z8. Sein Fazit ist etwas durchzogen, er ist von der… Weiterlesen »
Kurz: hinter mir liegt ein intensiver fotografischer Sommer mit der Z8… einziges “Problem” (jammern auf hohem Niveau) mit der Z8 ist der AF-C im Zusammenspiel mit dem 800/6,3 auf größere Entfernung. Wir sprachen schon darüber… hier verliert der AF bisweilen das Motiv – rutscht weg – liegt plötzlich einen halben Meter daneben. Ich denke, dass es meinerseits kein Bedienfehler ist und auch kein Hardware Problem vorliegt, sondern dass das Flimmern in der Luft (z. B. Grenzfläche Wasser/ Luft; Grenzfläche Wattensand/ Luft) zu den besagten Irritationen führt. Der AF wir abgelenkt. Beim 400/4,5 tritt das Phänomen nicht auf. Auch beim Einsatz mit 1,4 Konverter nicht… den 2,0 Konverter halte ich für grenzwertig und für mich nicht nutzbar.
Auf lange Distanz ist es je nach Dunst immer schwierig für den AF-C, da kann es schon bei 800 mm schwierig werden. Das ist aber bei jeder Kamera so. Ich denke, dass ich nur das 180-600 kaufen werde. Mein Bruder hat es zusammen mit der Z5II. Der erste Eindruck war gut, aber ich schaue mir dann die Bilder mal genau an, wenn ich das nächste Mal bei ihm bin. Wir waren zusammen am Neuenburgersee Vögel fotografieren. Das 4.5/400 würde mich schon auch sehr reizen, da höre ich nur Gutes. Der Biologe nimmt aber auch auf kurze Distanz oft lieber die D500. Er sagt, dass sie in manchen Situationen zuverlässiger scharf stellt. Mit dem neusten Update für die Z8 soll ja die Ebene begrenzt werden können, in dem die Kamera scharf stellt. Es wurde oft kritisiert, dass der AF wegzieht, wenn Elemente im Bild sind, die hinter oder vor dem Motiv sind. Hast du das Update schon hochgeladen und es ausprobiert?
Das Update wurde nach drei Tagen aufgespielt… die meisten Neuerungen probierte ich aus. Von einer seriösen Erprobung bin ich weit entfernt… Zeitfaktor. Allerdings ist mir ein Foto noch sehr präsent: der Seeadler saß im Horst, z. T. abgedeckt durch belaubte Äste (!), die durch den Wind in Bewegung gehalten wurden. Es gelangen mehrere Aufnahmen vom Seeadler direkt, ohne dass sich der AF irritieren ließ… die Äste waren außerhalb der eingestellten Range. Das Werte ich als Vorteil des Updates. Klares, ruhiges Sucherbild mit „unwichtigem“ Ast und aufgeregtem Fotografen…
Halt: ich bin ja Amateur… also der Knipser war aufgeregt… an der Szene hättest du Freude gehabt… es war alles sehr intensiv mitten in der Natur. Und zum 180-600: ich kenne es einwenig, bin begeistert und vermute, dass es für deine Landschaft (wechselnde Weiten – bei mir ist es immer weit) das Richtige ist.
Gut, bei solchen Motiven ist jeder etwas nervös, deshalb ist es wichtig, dass man regelmässig fotografiert, dann macht man in so einer Situation automatisch das Richtige.
Ja, ich denke auch, dass das 180-600 das richtige Tele für mich ist, 800 ist mir zu lang, das könnte ich höchstens für Steinadler und Bartgeier brauchen, aber das mache ich nicht mehr. Da muss man schon die Berge hochkraxeln und braucht immer noch ein 800er mit Telekonverter. Das überlasse ich den Jungen.
Oder wechselst einfach die Tierart!
Um in Deutschland einen Pleitegeier zu fotografieren reicht Dir sogar locker ein Weitwinkel, Wartezeit gibt’s auch keine, unglaublich, wie sich dieses Vieh vermehren kann!
Das wäre mir aber zu langweilig, es gibt ja sonst noch genug Tiere, die nicht so anstrengend sind. Bei einem Bartgeier am Stilfser Joch hätte mir übrigens ein Weitwinkel auch gereicht. Blöd war nur, dass ich zwar eines draufhatte, aber als meine Partnerin einen grossen Vogel gesichtet hatte, das Tele montiert habe. Tja, ich war chancenlos, der flog plötzlich aus dem Nebel etwa 5 m über unseren Köpfen, da hast du mit einem Tele höchstens noch die Augen drauf, wenn du die erwischst. Aber das Erlebnis war trotzdem eindrücklich.
😂
Das klingt jetzt sehr gut, da hat sich also etwas getan mit dem Update. Tolles Motiv, wäre schade gewesen, wenn es nicht geklappt hätte, und bei einem Adler wäre ich auch etwas nervös. Habe übrigens heute junge Flamingos fotografiert, aber nicht in der Camargue, sondern gleich in der Nähe meines Wohnortes. Da hat sich ein Trupp von 20 Vögeln verirrt und die falsche Richtung genommen, aus meiner Sicht natürlich die richtige. Die Zeitungen waren voll davon und heute habe ich sie fotografiert. Aber eben auch aus grosser Distanz mit umgerechnet 750 mm Brennweite. Ich habe die Bilder noch nicht gesichtet, aber es sind sicher ein paar gute dabei.
Lieber Rolf, tu meinereiner einen Gefallen, bleib genau wie Du bist! Gerade im Bereich der klinischen Psychologie bräuchte es mehr Kerle von Deinem sonnigen Gemüt, zwar ist die Diagnose “Du dummer Dormel, Du blöder Vollidiot” nicht besonders freundlich, vermindert aber die Gefahr von Fehldiagnosen ganz gewaltig. Wobei diese Gefahr aber eh überschätzt wird, gibt es doch so oder so nur eine begrenzte Anzahl von Rattengiften, welche in der Regel gut gegen die Hitze und die Kälte wirken, ob man solche Mengen verordnen müsste, steht auf einem anderen Papier. Meinereiner wundert sich allerdings, dass Du dich gewundert hast! Gerade im Bereich der “Versuch in den Kopf zu gucken Fraktion” treiben sich doch ein Haufen Figuren rumm, die schon bei der Studienwahl den Wunsch hatten, über den eigenen Dachschaden mehr Erkenntnisse zu erlangen. Meinereiner hat gerade aktuell in der Verwandtschaft wieder so ein Beispiel, dass da wohl eine gewisse Dame besser was anderes studiert hätte: Ein Verwandter hat “kleinere” Probleme hinter den Augen und zwischen den Ohren, seine “Heilerin” sagte dem bei der letzten Sitzung (Hellau): “Entweder Sie kriegen jetzt selber den A….. rumm oder ab in die Tagesklinik!”. Könnte das Weibsbild den Patienten wirklich einschätzen, dann hätte die diese Option gar… Weiterlesen »
Lieber Leonhard, versprochen, ich bleibe wie ich bin. Diplomatie ist ja an und für sich eine tolle Sache, kann aber auch echt ätzend sein. Da wird dann unendlich um den Brei herum geredet, und man versucht alles schön zu reden. Und alle warten darauf, dass mal einer kommt und schnörkellos sagt, was Sache ist. Was für ein befreiendes Gefühl! Ich habe früher mal gelernt: Respektvoll gegenüber der Person, respektlos gegenüber der Sache. Letzteres fehlt mir meistens bei der Auslegung der Diplomatie, da wünschte ich mir etwas mehr Biss. Wie z.B. bei den Zollverhandlungen der Schweiz mit den USA. Wenn man dem Trump versucht den Schmus zu bringen, kriegt man die volle Ladung Zölle verpasst. Diplomatisch eine einwandfreie Leistung der Schweizer, aber schliesslich ziemlich erfolglos. Bei manchen Leuten muss man Klartext reden, wenn man etwas erreichen möchte. Mir fallen da spontan gleich mehrere ein, auf die das zutrifft, aber die wurden ja (fast) alle rechtmässig gewählt. Wenn man sich so umschaut, ist Diplomatie also eher auf dem absteigenden Ast. Viele Politiker auf dieser Welt halten davon wenig bis nichts, haben aber immer noch Diplomaten in der Hinterhand, die die Scherben wegräumen können, die sie hinterlassen haben. Aber klar, in manchen Fällen,… Weiterlesen »
Mit Diplomatie kann man aber auch einen Haufen versauen, vgl. die EU!
Letztendlich wollten alle, bevor es ans Buffet zum großen Fressen ging die Einigungen verkünden, welche man gar nicht erzielt hatte. Natürlich durfte man die Kleinen nicht überfahren, was zwangsläufig dazu führt, dass dann die Großen überfahren werden.
Wenn einer einen Deal machen will muss man den erst mal fragen wieso überhaupt, hatten wir denn vorher keinen Deal. Alleine das Pariser Klimaabkommen, geile Sache, jahrelange Verhandlungen und mit einer Unterschrift letztendlich Geschichte.
Früher diente Diplomatie ja noch als Feigenblatt, man konnte aber dem Volk erklären, wieso der nächste Krieg unausweichlich war, da die Diplomatie nun mal scheiterte, was anhand der Vorgaben eh klar war. Alarich war der König der Diplomaten, der konnte nicht erfassen, was andere Menschen wollen, weil er nicht einmal wußte, was er selber wollte, was dann in Verhandlungen kaum durchsetzbar ist!
Genau, das sehen wir ziemlich gleich. Es wird zuviel geredet und gefressen und zuwenig getan. Das ist das Problem, und nicht nur in der EU.
Wozu eine D500 als spiegellose Version? Das funktioniert doch heute gar nicht mehr. Die D500 hatte einen 20 MP Sensor mit max. 10 Bilder pro Sekunde. Aber nachdem die D850 rausgekommen ist, sind viele von der D500 auf die D850 umgestiegen. Die heutige spiegellose D850 ist die Z8. Wozu braucht es dann noch eine APS-C? Früher musste man Geschwindigkeit gegen Auflösung tauschen, das ist heute nicht mehr der Fall. Siehe Z9 und Z8.
Eine Z500 mit 20 MP würde keinen Sinn machen, dann könnte man mit der Z8 auf APS-C-Crop stellen und hätte das auch. Aber eine Z500 mit 26 oder gar 30 MP würde durchaus Sinn machen. Ansonsten funktioniert es nicht, das siehst du richtig.
Wichtig natürlich die ,,Wasserfall Motiverkennung”!😉
Momentan brauche ich die noch nicht, aber in 20 Jahren bin ich vielleicht dann froh, wenn die Kamera sagt: Achtung, Wasserfall!
👍
Du bräuchtest dann doch die Warnung: “Achtung Wasserfall, da könnten die Füsse nass werden!” Viele Grüsse.
Um im Bild und Duktus zu bleiben: ein überf(l)üssiger Kommentar … 😉
Um bei dem seinen Kommentaren nasse Füße zu bekommen braucht man keinen Wasserfall!
Die Motiverkennungen für Kühe und Frösche könnten auch interessant sein….?!
Weiß nicht ob das als Alleinstellungsmerkmal ausreicht. Das sind gerade mal 2 MP oder 6 MP mehr als bei 24 MP wie Z5 II oder Z6 III. Merkt kein Mensch das “mehr” an Auflösung. Ist nur für das Zahlenspiel auf den Datenblatt toll. Aber das kann ja nicht alles sein um eine neue Kamera zu verkaufen.
Es ist aber APS-C, da entsprechen 26 MP auf VF 58 MP, und bei 30 MP wären es dann 67 MP, das ist schon ein Unterschied. Natürlich müsste man dann das Rauschen im Griff haben. Fuji hat ja solche Kameras, weiss aber nicht, wie es betreffend Rauschen aussieht.
Eine VF mit 24 MP würde ich auf jeden Fall nicht mehr kaufen. Ich habe zwischen der D500 und der D750 keinen Unterschied bei der Bildqualität gesehen, auch in der 100%-Ansicht nicht. Ich würde nur noch eine VF mit mindestens 45 MP kaufen.
Wie kann man eigentlich bei der vorgestellten ZR Kamera in das Thema “Retro” abrutschen, muss wohl an den Starfotografen aus der weltbekannten deutschen Metropole liegen 🤔
Attraktiver Preis?
Ist doch ähnlich der Lumix S9, die kostet aktuell ca 1100€, bei Verkaufsstart 1700 € uvp
Und man hat im L- Mount auch noch das größere und günstigere Objektivangebot, mehrerer Hersteller
Ohne Zweifel, die S9 ist ein sehr attraktives Angebot. Allerdings ist der LP eben auch 1700 Euro und ihr fehlen einige Profifeatures gegenüber der ZR wie internes Video-RAW, ProRes und das 32Bit Floating-Audio.
In der Preisklasse der ZR gäbe es vielleicht noch die Blackmagic Pyxis oder die Cinema 6K. Die ZR ist also nicht so ganz allein in diesem relativ günstigen Umfeld unterwegs.
Stimmt wohl
Aber nur für Videografen interessant.
Ja, darum geht es ja bei der ZR und der S9, wenn du beide miteinander vergleichst. Wenn es nur um Foto ginge, könnte man noch einige andere gute Kameras unter der 2000er Grenze finden. Die ZR ist nicht so teuer, weil sie ein guter Fotoapparat ist. Sie ist trotz ihrer hervorragenden Videofeatures so preiswert.
Ich möchte bei den Fotokameras auch ein 4“ Display
Ja, …. warum macht das keiner? Wäre viel Mehwert als die übliche Spec-Klauberei!
Die Cameras wuerden viel groesser werden. Wohin mit den ganzen Knoepfen und Raedern?
Stellt euch mal vor, Nikon würde eine Z7 mark 3 mit dem Gehäuse der Z6 iii und den Funktionen der ZR mit 36 mp und teilweise. gestapelten Sensor, inkl.voll beweglichen Display mit hoher Auflösung, wie ZR nur kleiner für 3000,00€ auf den Markt bringen… würde sich verkaufen,wetten?