Kameras Olympus

Olympus bestätigt Rückzug aus Kamerageschäft in Südkorea

Olympus wird sich in Südkorea aus dem Kamerageschäft zurückziehen. Als Grund nennt das Unternehmen rückläufige Verkaufszahlen.

Olympus: Rückzug aus Imaging-Geschäft in Südkorea

Olympus hat heute in einem offiziellen Statement angekündigt, dass man sich aus dem Imaging-Geschäft in Südkorea zurückziehen wird. Am 30. Juni 2020 werden örtliche Olympus Stores sowie der Online-Shop geschlossen, der Service-Bereich für Reparaturen soll hingegen noch bis zum 31. März 2026 weitergeführt werden.

Als Grund für diese Entscheidung gibt Olympus an, dass der Kameramarkt in Südkorea zuletzt rapide geschrumpft sei. Gegenüber der Koreatimes hat sich das Unternehmen folgendermaßen geäußert:

„Olympus Korea hatte große Anstrengungen unternommen, um die Rentabilität und Effizienz seines Imaging-Geschäfts durch die Konzentration auf spiegellose Kameras, einschließlich OM-D und PEN, sowie Wechselobjektive zu steigern. In den letzten Jahren ist der Markt jedoch stark zurückgegangen. Infolgedessen ist es kaum noch möglich, das Geschäft mit Gewinn aufrechtzuerhalten, was zu der Entscheidung geführt hat, das Imaging-Geschäft vom Markt zu nehmen.“

Die Vermutung, dass die zunehmende anti-japanische Stimmung in Südkorea und der Boykott gegenüber japanischen Produkten etwas mit dem Rückzug aus dem Kamerageschäft zu tun haben könnte, dementierte Olympus.

Wird der Rückzug aus weiteren Ländern folgen?

Trotzdem bleibt die Frage, inwiefern örtliche politische Spannungen vielleicht ein Mitgrund für Olympus Rückzug aus dem südkoreanischen Markt gewesen sein könnten. Im Grunde muss man fast hoffen, dass diese Spannungen eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Andernfalls wäre es nicht auszuschließen, dass sich Olympus in den nächsten Monaten aus weiteren Ländern, in denen sich die eigenen Kameras nicht gut verkaufen, zurückziehen und so die Kamerasparte immer weiter verkleinern wird.

Ende letzten Jahres gab es mehrfach Gerüchte, dass sich Olympus möglicherweise aus dem Kamerageschäft zurückziehen möchte. Diese Gerüchte wurden immer wieder von Olympus dementiert, durch die jüngsten Ereignisse werden sie nun aber natürlich erneut befeuert.

Quelle: Olympus Korea

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

105 Kommentare

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    • @Robin

      was soll er den sonst sagen? Sagt er, wir ziehen uns zurück, kauft keiner mehr eine Olympus Kamera und die besten Leute springen ab. Dazu wird der Wert des Geschäfts – falls man es doch noch verkaufen will – geschmälert. Falls es dann doch anders kommt ist er eh nicht mehr in der gleichen Position – wenn überhaupt noch bei der Firma – und somit hat er es nicht zu verantworten.

      • Und ja, hätte ich fast vergessen, das hat nichts mit antijapanischer Stimmung zu tun – welche halbwegs bezahlbare und gute Kamera kommt nicht aus Japan? Da wird es dann eng für die Koreaner, nicht jeder wird sich eine Leica leisten wollen und können.

      • @Basic Instinct

        ist mir nicht bekannt, dass Samsung noch Kameras produziert. Können nur unverkaufte Restbestände sein.

  • Die Schuld liegt beim Olympus-Marketing. Die Koreaner halten die Olympus E-Mix fälschlicherweise für einen Elektromixer, und dafür sind 3.000 Dollar eben ein recht happiger Preis.

      • @Mirko
        Das weisst Du doch aus deiner eigenen geschäftlichen Tätigkeit. Natürlich zieht man sich dort zurück wo mittelfristig weder Geld verdient noch Image gewonnen werden kann, werden es zu viele Märkte/Länder wird es dann langsam eng. Wie eng es bei Nikon ist, weiss ich nicht, aber für Olympus ist das Kamerageschäft nicht überlebenswichtig – zumindest in wesentlich geringerem Umfang als für Nikon.

      • @Mirko,
        Nikon hat nur den Service in den USA stark reduziert. Aber ja, du hast recht, ohne Service ist alles nichts. Wer gibt schon 2700,- für eine Z7 aus, um beim Problem im Regen zu stehen. Am Kundendienst steht und fällt alles.

      • Martin,
        soweit ich das in Erinnerung habe hat Nikon Südamerika verlassen und auch die Schweiz wurde in die Deutschland GmbH mit eingegliedert (also Nikon 😀)
        also ein bisschen mehr wie nur die Serviceleistungen in den USA

  • Damit bestätigen sich die Befürchtungen vom letzten Jahr, wo das Gerücht um Olympus um ging. Wenn sich Olympus vom koreanischen Markt verabschiedet, dann ist der Abschied von der restlichen Welt nicht mehr weit. Minolta hat das ja vor Jahren auch so ähnlich gemacht, nur hat da noch Sony den ganzen Kram übernommen. Es kristallisiert sich so allmählich heraus, dass die Kamerafirmen ihr Geschäft konsolidieren. Das heißt nichts anderes, dass nur noch das gewinnbringende angeboten wird und auch nur noch da, wo es sich lohnt. Natürlich wird Olympus noch nicht den weltweiten Rückzug verkünden, es gibt noch jede Menge Lagerware. Das es so kommt, und schneller als gedacht, dafür muss man kein Prophet sein. Mein gut gemeinter Rat an alle Olympus Besitzer, nach dieser Nachricht kein Ausrüstungsteil von denen mehr kaufen, am besten die vorhandene Ausrüstung verkaufen, bevor das die Runde macht. Wenn eine Firma erst weg ist, dann ist es mit gutem Service ohnehin Essig. Und wieder einmal stehen die Kunden im Regen (Wut).

      • Die Wut bezieht sich auf die Tatsache, sauer erspartes Geld in den Sand gesetzt zu haben. Nicht jeder kann sich ständig was Neues leisten. Aber egal, ob Automobile, Kameras, Fernseher oder vieles andere, die Kunden werden eh nicht mehr gebraucht. Die Firmen haben mit sich selber zu tun.
        Olympus: E-M1X, PEN, wer will die Dinger noch. Die wirklich tolle PEN-F soll ja kein Folgemodell bekommen. So sieht verfehlte Modellpolitik aus.

      • @Martin Berding

        Sie garantieren in Südkorea den Service bis 2026! ganz ehrlich was ist dein Problem, dass du zum Boykott von Olympus aufrufst? Also irgendwie stimmen bei dir die Relationen nicht mehr!

      • @Joe,
        es ist kein Aufruf, nur wenn schon eine Marke oder ein System irgendwie dahin „dümpelt“, ist das schon bedenklich. Olympus hat doch schon die Produktion in ein Billigland ausgelagert, warum kommt jetzt nicht endlich mal die Offensive? MFT hat! das Potenzial für excellente Technik, Olympus hat! in der Vergangenheit echte Ikonen gebracht. Nur in den letzten Jahren war kein wirklicher Fortschritt sichtbar. Ein kleinerer Sensor muss nicht unbedingt schlecht sein, VF ist auch nicht immer der Stein der Weisen. Nur hat Olympus im Prinzip das gleiche Problem wie Nikon und das sind zu geringe Einnahmen. Im Wettbewerb gegen Canon, Sony und Fuji wenig Chance. Dazu kommt, dass Olympus viele Handelspartner vergrault hat. Eine Nische ist auch nicht sichtbar, die möglichen werden schon von Leica und Pentax besetzt.

      • @Martin:
        Olympus hat schon die beste Technik in den Kamera aller Hersteller! Eine E-1MX oder E-MarkIII sind aktuell nicht zu toppen. Was sollen die noch bringen ?

        Dagegen sehen alle anderen Systeme alt aus.

        Perfekte Profikamera oder kleine High-End-DSLM mit fast gleichen Eckdaten für Natur- oder Sportfotografie. Komplette hochlichtstarke und witterungsfeste Objektive der eigenen Marke oder Panasonic. Den besten Stabilisator der Branche und und und ….

        Und auch wenn ein Hersteller in irgend einem Land aufgibt, heißt das noch lange nicht das der komplette Kameramarkt von Olympus am Boden liegt. Und warum darf sich ein Hersteller ein einem Land, wo kein Gewinn erwirtschaftet wird, nicht zurückziehen. Jeder Selbstständige würde so handeln.

      • Mal‘ ne Frage,

        könnte es nicht sein, dass die Deutsche Umwelthilfe herausgefunden hat, dass mechanische Auslöser zuviel Feinstaub aufwirbeln und demnächst ein Systemkameraverbot in Stadtzentren bevorsteht?

        Hat ja schließlich beim Diesel gut funktioniert, die Leute zu enteignen. Sowas weckt Lust auf mehr.

      • @Bernd:
        Bitte, du kannst gerne einen anderen Hersteller nennen, der einen ähnlichen Funktionsumfang im Kameragehäuse oder bei der Verarbeitungsqualität (auch in den Optiken) hat!
        Bitte …

      • @OlyNik

        Viele andere Hersteller auch ohne einen Namen nennen zu müssen.
        Dieser tolle „Funktionsumfang“ ist nur eine Art „Turbo“-Modus für den kleinen MFT Sensor um mit den großen Mitspielen zu können. Es funktioniert. Aber nicht in jeder Situation. Das ist auf dauer nervig und das Geld nicht wert.

        Z.b Ich will Mountain-Biker hochauflösend fotografieren. Nehme ich da eine 20MP Olympus mit Pixelshift, was mir gar nichts bringt, oder eine echte 46 MP Z7 oder gleich das Sony 60 MP Monster. Ich glaube, die Frage ist leicht zu beantworten. Die 46 MP habe ich einfach IMMER. Nicht nur bei Landschaft. Am Ende zählt das Bild und nicht die Features.

      • @Bernd:
        Du nimmst für Mountain-Biker Aufnahmen eine Z7 oder die 60 MP Sony ?
        Das ist eher ungewöhnlich, da beide Kameras eher Landschaftskameras mit hoher Auflösung sind. Schnell sind sie nicht. Der AF der Nikon ist zu langsam. Sony eher auch.

        Die Oly hat zwar „nur“ 20 MP macht aber 15 Bilder / sec. (im Flug / Sprung) oder mit PreCapture habe ich immer den perfekten Augenblick sogar im nachhinein für 35 Fotos. Der Höhepunkt ist da immer abgelichtet. Also es geht schon um Features, gerade bei solchen Fotos.

        Genau das sind die Motive für eine solche Kamera. Die höhere Schärfentiefe finde ich auch besser geeignet.

        Auch ich habe eine Z6 und eine Nikon D500. Für diese Aufnahmen würde ich die Oly bevorzugen. Als zweite die D500 und die Z6 eher nicht.

    • auf der anderen Seite ist es die Chance für chinesische Firmen wie zB. Zonlai, Viltrox und Co. einen renommierten Hersteller zu übernehmen….falls der Name mit übernommen werden darf.
      Die 4 Global Player im Aufzugsgeschäft heißen Otis,KONE, Schindler und ThyssenKrupp, ThyssenKrupp wird namentlich verschwinden (neuer Name noch nicht bekannt) könnte ein Nachteil werden…muß aber nicht.

      • Der Pferdefuß ist das Sensorformat. Entstanden in einer Zeit, wo jeder Qmm mehr Sensorfläche viel Geld kostete. Das hat sich relativiert, es findet bei MFT schon länger kein Fortschritt statt, die Technologie ist vor 5 Jahren stehen geblieben. Die Chinesen, wenn denn einer das übernimmt, müssten erstmal Geld in die Hand nehmen. Leider haben wir neben dem rückläufigen Fotomarkt noch Corona Zeit, das erschwert vieles. Nehmen wir als Beispiel Karstadt Kaufhof. Die hatten schon länger Probleme, vor kurzem wurde die Schliessung von 80 Kaufhäusern verkündet. Ohne Corona wäre das auch so gekommen, aber erst am Ende des Jahres. Reissleine gezogen. Apropos MFT, der andere Anbieter Panasonic, flüchtet zur Zeit in das Vollformat. Sobald das einigermaßen läuft, wird da MFT auch wohl abgeschossen.

      • @Martin Berding: Leider läuft VF bei Panasonic überhaupt nicht: Das war eine komplette Milchmädchenrechnung. Ich sehe die Zukunft von MFT nicht so schwarz. Die Kombination aus Kamera und Objektiv ist gerade im Telebereich nach wie vor unschlagbar klein und das wird aufgrund der Physik noch lange so bleiben. Für mich hat jedes Format seine Nische. Ich besitze selbst VF , APS-C und MFT, aber ich würde mir niemals ein 3kg schweres, 50 cm langes Tele für meine VF hole…

      • Martin,
        es sagt ja keiner das ein neuer Käufer beim mFT Format bleiben muss , was zählt ist ein alteingesessener Name.

      • Solange es mFT gibt, so lange wird es schon totgeredet. Was bisher blieb ist mFT. mFT ist in Japan und anderen asiatischen Ländern sehr populär und bei weitem nicht jeder benötigt das Quentchen bessere Qualität und Freistellungsmöglichkeiten von VF. mFT bietet ein komplettes System mit einer riesigen Auswahl an Objektiven und Bodys, vergleichsweise günstige Preise und allen Unkenrufen zum Trotz, auch gute BQ. Nur weil man in einem Land, in dem japanische Produkte stigmatisiert werden und man zumindest auch deshalb grössere Absatzprobleme als in anderen Ländern hat, den Vertrieb einstellt, heisst das ja noch lange nicht, dass Olympus insgesamt den Kamerabau einstellt. Es ist völlig normal, dass man in schwierigen Zeiten die unrentabelsten Bereiche aussortiert. Für Olympus ist das nun anscheinend der koreanische Markt. Man kann zwar in diese Entscheidung mehr hineininterpretieren, die Fakten geben dies aber momentan nicht her. Solange sich Olympus an die selbst verkündete Roadmap für 2020 hält, habe ich erstmal keine Zweifel daran, dass Olympus den Fotobereich weiterführen wird.

      • @ Thomas Müller
        Hi, gerade hier wunder mich die Politik von Olympus.
        Mit der OM-D EM 5 MK III, mit der OMD-D EM 1 MK III und noch mehr mit der OMD-D EM 1X hat sich Olympus von den vergleichsweise günstigen Preisen verabschiedet.
        Und was den asiatischen Markt betrifft, Süd-Korea ist schon kein kleiner Markt für Elektronik-Produkte.

      • @Martin Bernding

        Was MFT angeht hast Du recht. Vollformat darf für Panasonic als kompletter Flopp ausgebucht werden. Zu teuer, zu gross, zu schwer. Keine Vorteile gegenüber den Mitbewerbern.

      • @Markus B.
        In der Tierfotografie geht es ganz oft um Freistellpotential, um die Viecher überhaupt halbwegs vom Hintergrund isolieren und sichbar machen zu können.
        Und da brauch ich eben Öffnung.
        Wenn bei meiner Nikon das 5.6/500 reicht für _diesen Zweck_, brauch ich in mFT das 2.8/300 oder sowas in der Richtung (weiß nicht, ob es ein 250er gibt). Und wenn Du _diese beiden_ vergleichst:
        Kein Unterschied.
        Mit ’nem 4/600 bist Du freistellungsmäßig in einer anderen Liga in VF – und logisch auch in Gewicht und Größe.

    • Ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich ein MFT Nutzer bewusst für dieses Bajonett entschieden hat. Warum sollte er seine ganze Ausrüstung verkaufen, wenn er immer noch problemlos auf Panasonic ausweichen kann? Von den Kosten für den Aufbau eines neuen Systems mal abgesehen.
      Bis auf ein paar Objektive ist meine gesamte Ausrüstung aus der Garantie, da hoffe ich ehrlich gesagt auch nicht mehr auf guten Service.
      Panikverkäufe sind aber ein guter Rat, vielleicht probiere ich so auch mal Olympus aus.

  • was ich dabei ja nicht verstehe, warum zieht man sich auch vom onlinehandel zurück. wenn ich kameras in deutschland vekaufe und jemand aus brasilien will eine kamera von mir, dann lass ich mir doch einfach das porto zahlen.

    • Man ist als Hersteller / Verkäufer ja nicht nur für den Versand verantwortlich.

      Man muss auch Zertifizierungen durchlaufen, Widerruf, Garantie und weiteren Support bieten, wenn man Produkte in einem Land verkaufen möchte.

      Wer in Südkorea in Zukunft eine Olympus will, soll sie sich importieren. Der hat dann natürlich keinen Anspruch auf Service.

  • Meist äußert sich der finanzielle Zustand einer Firma in den unverständlichen „Sparmaßnahmen“ die im panischen Reflex verordnet werden.

    Danach wird der im Verhältnis als zu teuer empfundene Kunden Service abgeschafft oder in ein beliebiges „preiswertes“ Land verlagert. Ab diesem Zeitpunkt dauert es nicht mehr lange bis zum Exitus!

    Ich würde jedenfalls kein Produkt kaufen das ich im Service Fall für wirklich teures Porto nach Timbuktu oder sonst wohin versenden muss und nachher dem Zoll nachweisen soll das es sich um einen Geräte Service und nicht um einen Neukauf gehandelt hat.

    • Die Corona Krise hat ergeben, dass wir in D wieder produzieren müssen. Wir sind schon viel zu lange von der asiatischen Welt abhängig. Das mit der Produktion gilt natürlich auch für den Service, dieser darf nur hervorragend sein. Leider sehen das nicht alle Zeitgenossen so, das gute Geld wird viel zu oft in minderwertige Produkte gesteckt. Meine eigene Erfahrung, wenn der Dialog zwischen Lieferanten und Kunden stimmt, kommt der Kunde wieder. Warum beliefert eine Fotomarke die europäische Welt nicht von Europa oder sogar von D. Olympus ist nun mal zum Billigheimer abgewandert und das hat sich gerächt.

      • Weil das viel zu teuer ist. Wenn schon, dann von Nordamerika oder Asien aus, aber von der EU aus fallen hohe Zölle an.

        Auch sind Kameras in Europa ja sowieso schon viel teurer als in Nordamerika oder Asien.

    • Alfred, der aktuelle Olympus-Service ist in Portugal und die Versandkosten hin und retour übernimmt Olympus. Dauer einer Reparatur inkl. Versand ca. 10 Tage. So schlecht find ich das service jetzt nicht 😉

    • Ja, man braucht eigentlich kein Sensorformat zwischen „APS-C“ und „1 Zoll Sensor“, schon gar nicht mit Ratio 4:3, wenn alle anderen Sensorformate die Ratio 3:2 haben. Schaltet man die Olympus oder Lumix auf 3:2, wird der Sensor noch kleiner.

  • Olympus ist ein kleiner Hersteller. Daher wundert es mich nicht, dass sie über Konsolidierung nachdenken. Übrigens ist das auch in anderen Branchen durchaus üblich, dass man sich aus Märkten zurückzieht. die nicht mehr lukrativ sind. Ich lese hier bei einigen VF-Jüngern immer eine gewisse Schadenfreude und Häme heraus, wenn es um MFT oder Olympus geht. Für mich ist das ein natürlicher Konsolidierungsprozess. Da braucht man nicht gleich den Abgesang auf eine Marke zu starten oder einen Glaubenskrieg zwischen MFT und Vf anzuzetteln. Ich denke jede Marke bereichert den Fotomarkt. Und genauso wenig wie alle Autos mit 6-und 8-Zylinder Motoren fahren, wird sich auch VF und Mittelformat nicht als Standard durchsetzen. Das ist reines Wunschdenken mancher Hobbyisten…

    • Sehr schöner Kommentar-habe sowohl eine alte Olympus mit 16MP und ein VF 42 MP. Bis 90×60 Druck kaum Unterschied .
      Jedem sein System das er mag und das Spaß macht! Häme und Schadenfreude sollten wir aus unserem Leben streichen.

  • Ähm…
    das ist kein „Rückzug“ aus dem Geschäft, sondern man schließt einen unrentablen Bereich.
    Die Koreaner können immer noch Kameras von Olympus kaufen. Es gibt halt keinen eigenen Shop und Laden mehr.
    Ich denke aber schon, dass es Olympus Geräte in den Ladenvitrinen von Photofachgeschäften weiterhin geben wird.
    Den Online Shop hätte ich aufrecht erhalten, den kann man ja einfach der eigenen Hauptseite untergliedern.

  • Ich würde an der Stelle der Japaner, die Kräfte bündeln und einen Standard für Smarthones und Schnittstellen zu den DSLM/DSLRs, Blitze und Lichtsysteme etablieren was die Anbindung an das Kamerasystem erleichtert.
    Auch sollten alle Zusammenarbeiten um ein Quasi-Referenz-Smartphone mit dazugehörenden eigenen Kameramodell entwickeln.

    Seien wir doch ehrlich, es tut sich auf dem Smartphonemarkt kaum was, ausser bei der Kameratechnik.
    Also warum in Gottes Namen sind die Kamerahersteller in dieser stagnierenden Lage der Smartphone-Technik so passiv?

    Ähnlich wie Google mit ihrer Referenz-Android-Modell Reihe Pixel sollte sich die Kameraindustrie vereinigen um hier sich selbst ins Spiel zu bringen.

    Also ein Modulares Smartphone und Kamera-System um die Bereiche:
    2D, 3D, Belichtung, Dronen, Cloud, KI, Stockmarket, RAW-Photo-Editing, Objektive & Zubehör
    abzudecken.

    Weg vom klein klein des eigenen zusammengeschrumpften Systemumfeldes (Body,Lens,Blitz) hin zu zur gemeinsamen Antwort auf die neuen Anforderungen.

    Das ist ja ein erbärmliches Bild was die Hersteller abliefern. Als befänden sie sich in einer Art Schockstarre.

    • Für mich wäre es wichtig, dass es ein Standard-Schnittstelle für die Steuerung und den Datenaustausch gibt.
      Es sollte für alle Cams, Zubehör und Smartphones gleichermaßen gültig sein.
      So kann man richtig geile Kompositionen in Kurzer Zeit aufstellen und in einer Datei festhalten.

      Das übliche Format für ein Bild kann hier getrost aufgebohrt werden, dass mehr Informationen enthalten sein können.
      ZB. Tiefenschärfe, verschiedene Blickwinkel, verschiedene Lichtkompositionen inkl. optionale KI Cloud funktionen, die die Bilder anhand GPS und Richtungsparametern live oder nachträglich vernetzen können.

      Sagen wir,
      einige Touris sind in einer Sightseeing Tour und machen Bilder,
      die Kameras in denen die Vernetzung aktiviert ist, könnten die Bilder hochladen und die KI würde eine entsprechende Datei aus allen Kameradaten herstellen. Das Ergebnis würde sich nach und nach selbst optimieren, je mehr Photos gemacht werden. Das Bild würde sozusagen lebendig sein und sich selbst weiter entwickeln.
      Man hätte in der Entwicklungsoberfläche (User-Interface) dann eben viel mehr Parameter wie: Zeitraum,
      Wetter, Tiefenschärfe, 3D, Zoommöglichkeiten, Dronenbilder etc.
      Den favorisierten Ausschnitt bzw. Ausschnitte für die Komposition würde man sich selbst aussuchen.

      Die Kamerahersteller würden gemeinsam diese Cloud betreiben und die Dateiform inkl. Schnittstelle an andere Lizensieren und könnten damit die eigene Entwicklung und Lösungen (Produkte) mit finanzieren.

      Eine eigene Desktop App wäre auch denkbar die auf dem eigenen Rechner läuft.

      • Sollten sich Deine digitalen Wunschträume je erfüllen bedeuten sie die Diktatur des persönlichen Empfindens weil KI nichts mit den bildnerischen Gefühlen zu tun hat.

        Mit der ersten verkauften Kamera dieser Art werde ich mein Mal Sortiment erneuern, mich mit Papier und Leinwand eindecken! Sicher ist sicher!

        Eine Leica M10-P, eine Monochrome und drei Festbrennweiten kaufen geht auch, ist zwar nicht billig aber hilft garantiert gegen eine digitale künstliche Vergewaltigung meiner Bildideen.

      • Also die KI die ich hier vorgeschlagen hatte, sollte nicht die Kreativität des Photographen sondern ersetzen sondern in diesem Beispiel konkret erkennen was gerade betrachtet wird und das geschossene Bild zum Kontext der anderen Kameras setzen die aus einem anderen Blickwinkel das Photo vom gleichen Objekt gemacht haben.
        Zudem soll es die Stimmungen in den Bildern erkennen und entsprechend Kategorisieren.

        Also wenn man zB. vom Eifelturm ein Bild im Sommer gemacht hat, aber eines noch vom Winter benötigt, dann könnte man diese besagte Objekt-Cloud (mit der KI im Hintergrund) aus dem Winter einstellen.
        Das neue Dateiformat sollte dies unterstützen, da eben so viele Parameter wie man erkennen und Einstellen kann durch die KI hier zur Verfügung stehen könnten.
        Das alles ist kein Hirngespinnst sondern gut möglich, dass es in Verbindung mit leistungsfähigen Smartphones und entsprechender online Verbindung sogar direkt vor Ort geschehen könnte.
        Diese Datei würde sich durch neu hinzukommende Photos so von alleine weiter entwickeln und sogar eine Historie ermöglichen.
        Es hebt das Verständnis vom Photographieren in eine neue übergeordnete Ebene.
        Neben dem öffentlich freien Objekt-Cloud kann es eben auch eine Private geben.
        Man kann der KI beibringen welche Lichterkompositionen man mag und könnte dann einfach die Datenbank an Bildern entsprechend nochmal in den neuen Einstellungen anschauen oder das Lichtsetup inkl. der Einstellungen an der Kamera für eine neue Aufnahme einstellen lassen.
        Von mir aus im Verbund mit mehreren Kameras (Smartphones, DSLMs etc in Kombination).
        Daraus würde die App auf dem Desktop od. Smartphone die entpsrechenden Einzelbilder
        machen und zusammen zu einer Datei zusammenführen wo man alles alle Parameter selbst kontrollieren und einstellen könnte wie man es möchte.

        Sagen wir die Kamera steuert das Licht, Zoom und Focus und erstellt eine Reihe. Innerhalb dieser wird man dann die beste Komposition od. auch einige verschiedene Bilder zu einem einzelnen Bild oder einer Kollage zusammenführen.

        Das alles führt dazu, dass man sich tatsächlich mehr mit der Photographie und dem Licht beschäftigt als mit den Eigenheiten der Kamera. Das rückt in den Hintergrund, da die Steuerung auf einem höheren Level unabhängig der spezifischen Kamerasoftware passiert.
        Die Kameras sind somit austauschbar und nur die Kombination aus Linse & Sensor wäre dann noch relevant.
        Aus der Musik-Ecke kennt man das über die DAW Software. Sie steuert die einzelnen Synthesizer per Midi und wählt automatisch die in der Komposition benötigen Parameter in den jeweiligen Synthesizern selbst.
        Es entsteht ein Song am Ende.
        Hier wäre es eben eine ganze Geschichte und nicht eben nur einzelne Bilder.
        Man würde ungemein viel Zeit und Nerven sparen und würde schnell zu guten Ergebnissen kommen.
        Das wäre zB. das Äquivalent von Industrie 4.0 für die Kamera-Branche.
        Photographieren neu denken.
        Man muss eben von den alten Denkweisen sich loslösen aber die bisherige Methode auch parallel ermöglichen. Einen Synthesizer od. Instrument kann man ja immer noch auch Solo spielen.

      • ….na ob mir da noch die Fotografie Spaß machen würde 🤔 Fahr im Sommer an die Zugspitze und sage der KI mache mir mal einen winterlichen Hintergrund, ehrlich was ist das denn für ein Schwachsinn ?! Ich kann doch schon heute eine Frau im Keller fotografieren und im Nachgang den HG austauschen als sei das Bild in der Karabik entstanden ….ist ja jetzt schon öde diesen Einheitsbrei betrachten zu müssen

      • Also ich würde nicht ein einziges meiner Bilder in einer öffentlichen Objekt-Cloud ohne Honorar zur Verfügung stellen. Wie blöde ist das denn? Alleine schon der Gedanke das jemand anderer den ich nicht einmal kenne einem dritten zwielichtigen Menschen gegen Bezahlung meine Bewegungsdaten verkauft finde ich erschreckend. Das KI aus den Bildern persönliche Vorlieben heraus filtern kann finde ich unmöglich! Das diese Möglichkeit in einem Foto/Videogerät implementiert ist, vielleicht noch extra in einem Untermenü versteckt abgewählt werden muss — für mich undenkbar!

        Gerade die von Dir erwähnte Musik wird geklaut, kopiert, weitergegeben ohne das der Urheber je einen einzigen Cent davon gesehen hätte! Möchte jemand dem Bilderklau noch weiteren Vorschub leisten? Dann kauft mal schön diese wunderbaren Geräte.

        Ein Bild hat nur wenig mit der verwendeten Technik zu tun, sondern mit Wunsch einen besonderen Moment einzufangen.

        Warum ist das Smartphone so erfolgreich? Wegen der verwendeten Technik? Nein!!! Im Grunde geht es darum menschliche Bedürfnisse wie Selbstdarstellung (Selfies) das momentan empfundene Urlaubsglück, Neugeborene, oder andere positive Erlebnisse mit den Freunden zu teilen. Das darf gerne jeden Tag mehrmals geschehen.

    • Es ist wirklich ein erbärmliches Bild wie die Anbieter auf die Herausforderungen der Smartphonehersteller und deren Entwicklungsabteilungen reagieren. Dabei könnten sie viel von denen lernen. Nur die Pixelzahl zu verdoppeln und den Preis in die Höhe treiben, wird kaum ein zukunftsträchtiges Model sein. Ich für mich habe zum Beispiel festgestellt, das 75% aller Motive inzwischen technisch hervorragend mit einem modernen neuen Smartphone erledigt werden können. Und langsam kommt auch noch die Low-Light-Performance hinzu. Das wird immer enger für die konventionellen Hersteller. Süd-Koera ist nur der Anfang.

      • @Charlie
        Mir ist nicht klar, wie sie reagieren sollten. Mehr KI einbauen und mehr Softwarebearbeitung? Das hat man doch auch in guten Fotonachbearbeitungsprogrammen und kann sich da zur Not richtig austoben. Ansonsten macht ein Handy doch nichts besser als eine DSLM oder DSLR, außer dass es telefonieren und kommunizieren kann und dass es vielleicht noch andere Apps ermöglicht. Aber sollte man das wirklich in einen Fotoapparat integrieren? Die Versuche gab es ja und die sind ja bisher auch irgendwie kläglich gescheitert.
        Ich persönlich brauche keine Kamera, die alles an die Software und an KI delegiert. Es gibt ja auch kaum einen Menschen auf diesem Globus, der vor der Entscheidung steht, entweder Kamera oder Handy. Die meisten, die eine Kamera haben, haben zusätzlich ja auch noch ein Handy, oder anders gesagt, an kreativer Fotografie Interessierte lassen sich im Wesentlichen nicht durch ihr Handy vom Kamerakauf abhalten. Natürlich, für alle, die am schnellen Knipsfoto interessiert sind, das sofort in der Kamera aufbereitet wird und sofort zum elekronischen Versand bereit steht, um der Clique zu zeigen, wie schön es da ist, wo man grad ist, für alle die reicht natürlich das Handy. Die mussten für Urlaubserinnerungen früher alle einen Fotoapparat kaufen und brauchen das heute nicht mehr.

      • @Charlie,
        recht hast du, mit SP lässt sich so manches Motiv einfangen, zum Leidwesen der Kompaktkameras. Die Systemkameras müssen allmählich den gleichen Wandel wie die Fernseher durchmachen. Vor noch 10 Jahren hat ein Fernseher nur Fernsehprogramme wieder gegeben, wie vor 40 Jahren. Sie konnten zwar auch digitale Quellen wiedergeben aber bis zum interaktiven Gerät heutiger Zeit war noch ein weiter Weg. Selbst der modernste Fotoapparat ist nichts anderes als ein Fotoapparat, die geringe interaktive Fähigkeit heutiger Geräte kann man vernachlässigen. Die heutige Kundschaft verlangt etwas völlig anderes, da müssen die Firmen ansetzen, immer mehr Megapixel wird die Kundschaft nicht weiter mit Nachkäufen honorieren. Mein Vorschlag an die Konstrukteure: Die Kamera überträgt bei Erreichen des Heimnetzwerkes automatisch alle Bilder auf einen vorher angelegten Ordner auf dem NAS, die Kamera ist (im eingeschalteten Zustand) permanent mit einem im Kameramenü angelegten Smartphone verbunden. Mit diesem SP ist die Kamera auch bedienbar, das Kameradisplay wird also auf das Handy kopiert. Das erfordert bei der Kamera ein völlig neues Bedienkonzept, es wird sich IOS oder Android angleichen. Eine klassische Bedienung wie bei Fuji, so schön und selbsterklärend es ist, wäre im neuen Konzept nicht möglich. Die Fotofirmen müssen in wesentlichen Punkten zusammen arbeiten, wie es jetzt in der Autoindustrie gang und gäbe ist. Versäumt wurde vor wenigen Jahren die Standardisierung des Objektivanschlusses, gab es vor Jahren schon (M42). Man stelle sich vor, jede Smartphonefirma verwendet ein eigenes Betriebssystem. Also, Olympus, Sony, Canon, Fujifilm, Nikon, Panasonic, an die Arbeit.

      • Martin,
        also für Dich ist es es scheinbar schon ein Beinbruch wenn Du von einer Fototour nach Hause kommst und deine SD Karte von der Kamera in den Rechner stecken musst…man oh man die Welt wird immer fauler und bequemer…..SIRI lass bitte Badewasser ein denn ich bin zu blöde ( oder zu faul)diesen zu bedienen, dort wird es wahrscheinlich enden 👍

      • @Charlie
        wenn bei Dir 75% der Motive besser werden als mit deiner Kamera, dann würde ich entweder aufhören zu fotografieren – weil Du es nie lernen wirst – oder mir eine neue Kamera – und da reicht schon eine aus dem jahr 2014 – kaufen um auch noch heute jedes und ich meine jedes Smartphone zu schlagen. Natürlich, in der 6Zoll Ansicht ist das alles perfekt, meistens aber auch overexposed, aber mach die Sachen mal auf den Rechner und schaue sie dir auf einem 30″ Bildschirm an.

      • @ BEN
        „Mehr KI einbauen und mehr Softwarebearbeitung? Das hat man doch auch in guten Fotonachbearbeitungsprogrammen und kann sich da zur Not richtig austoben. Ansonsten macht ein Handy doch nichts besser als eine DSLM oder DSLR, außer dass es telefonieren und kommunizieren kann und dass es vielleicht noch andere Apps ermöglicht.“

        Doch – das Handy macht einiges besser als eine DSLM und erst recht eine DSLR.
        Nicht nur Nachts Freihand, sondern auch Tags, dank HDR-Technologie.
        Fotografieren Sie doch mal im leichten Gegenlicht ein Gebäude. Ich habe das getan mit mehreren Belichtungen und das dann in Lightroom zu HDR zusammengesetzt. Das Ergebnis war frustrierend grottig. Mit dem Galaxy S10 im HDR-Modus überhaupt kein Problem. Gutes Bild. Farbdynamik noch etwas raus und dann ist es top. Bei den DSLXs hingegen aufwendige Bildbearbeitung notwendig.

        Oder der Autofokus. Smartphones fokussieren bei Mondlicht und weniger. Und meine Standard APS-C DSLXs? Kann man vergessen. Da wird es schon bei heller Straßenbeleuchtung eng.
        Das Argument der höheren Auflösung zieht auch kaum noch, weil die aktuelleren Smartphones in Richtung 16 Mpx und mehr gehen.

      • @ Sabrina

        Fokussieren unter Mondlicht funktioniert bei meiner XT2 nicht optimal, da manchmal nicht richtig präzise, ich denke die neue XT-4 kann das (XT-2: -3 EV / XT-4: -6 EV) und ich denke das können auch andere Kameras, wenn natürlich nicht alle!

        Meine erste Kamera die Panasonic GX80 hatte dabei keinerlei Probleme!

        Mit freundlichen Grüßen

      • Den Vergleich zu Fuji habe ich nicht, aber den zu EOS M.
        Bezüglich der Auflösung und damit natürlich auch der Schärfe sind die Unterschiede zum S10 Welten. Aufgrund des besseren Glases würde ich sagen nicht 12 zu 24 Mpx sondern 12 : 96 Mpx. (Man kann Bilder aus dem M-System, entwickelt mit Digital Photo Professional oder mit DXO locker auf 200% Diagnonale vergrößern und es ist immer noch scharf. Ich pixelpiepe auch beim S10 in die 200% Ansicht. Auch das ist scharf, aber ich würde es in 200% Diagonale nicht verwenden.

        Bei feinen Kontrasten verschwimmt es infolge der starken Rauschminderung auch mal schnell zur glatten Fläche. Die CAs werden nicht so gut korrigiert. Die sind bei 200% Vergrößerung in den Ecken recht deutlich zu sehen, wenn das Licht von der Seite einfällt. Bei Canon M werden die CAs sehr gut korrigiert.

        Schaut man sich die Bilder aber auf normalem Monitor an (bei mir 27″) sieht man die Schwächen des S10 gegenüber den Bildern aus dem M-System nicht mehr. Es fallen eher die Vorteile des nahezu fertigen Bildes aus dem Smartphone auf.

        Es ist wie überall im Leben. Es hat alles Vor- und Nachteile. Letztlich trifft man die Entscheidung danach, welche Dinge einem am wichtigsten sind. Für die einen ist es die hohe Auflösung oder gar das letzte Quentschen Bildqualität, für den anderen der deutlich geringere Aufwand der Bildbearbeitung oder sonstige Annehmlichkeiten der Kommunikation, die Smartphones bieten. Und welchen Preis man zahlen kann oder zu zahlen bereit ist, spielt dann auch noch eine Rolle.

        dkamera.de hat übrigens eine relativ aktuelle Kamera von Fuji vor ein paar Wochen getestet. Da die auch Smartphones testen und immer die selben Motive ablichten (leider nicht zur selben Tages- und Jahreszeit), ist es interessant, dort mal Smartphone-Bilder mit Bildern aus großen Kameras zu vergleichen.

        Ich meine, dass man immer sehr vorsichtig sein muss, die eine Kamera als besser als die andere zu bezeichnen, weil sie alle ihre Stärken und Schwächen haben. Bei dem einen Hersteller sind die Kameras besser, bei dem anderen die Objektive. Auch die Preise für das gebotene sollte man im Blick haben.
        Am Ende bleibt einem nur, dass selbst nachzuprüfen, was man so in Tests und Foren gelesen hat – und auch, was sich mit Bildbearbeitung herausholen lässt, oder welche Kamera schon gut brauchbare JPEGs liefert, wie es mit der Akkulaufzeit ist, ob Wasserwaage dabei ist, RGB Histogramm und vieles andere.

        Grundsätzlich hat beispielsweise auch eine EOS M3 alles, was eine professionelle Kamera hat, aber eben mit Einschränkungen. Sie ist langsam, was mich nicht stört, da ich Landschaft fotografiere. Die Belichtungsreihe bietet nur 3 Belichtungen – mir 2 Belichtungen zu wenig. Aber lässt sich ausgleichen, indem 2 3er Belichtungsreihen gemacht werden. Kostet aber Zeit. Sucher ist separat zu erwerben. Die Autofokus-Empfindlichkeit ist nur auf dem Niveau der meisten DSLXs der mittleren APS-C Preisklasse und kann mit modernen Kameras und Smartphones nicht mithalten. Aber er ist bisher sehr treffsicher. Man muss schon Fehler machen, damit ein Bild unscharf wird.

      • @Martin Berding

        Zitat:
        „Die Kamera überträgt bei Erreichen des Heimnetzwerkes automatisch alle Bilder auf einen vorher angelegten Ordner auf dem NAS, die Kamera ist (im eingeschalteten Zustand) permanent mit einem im Kameramenü angelegten Smartphone verbunden. Mit diesem SP ist die Kamera auch bedienbar, das Kameradisplay wird also auf das Handy kopiert. “

        Also meine Kamera kann das, glaube ich, ziemlich alles. Ich habe es allerdings noch nie genutzt, außer die Fernbedienung mit und Bildübertragung auf das Smartphone. Ich bevorzuge aber den Import meiner Fotos über das Kartenlesegerät in meinen PC. Dann werden die Fotos gesichtet, geordnet und bearbeitet. Was ich versenden will, kann ich entweder mit dem PC verschicken, in einer Cloud speichern oder über USB aufs Handy ziehen. Ich persönlich brauche das alles nicht im Hintergrund. Wenn es jemand braucht, kann er es heute schon ungefähr so nutzen, wie du es beschrieben hast.

  • Da hustet Olympus nun und alle denken an Corona. Sorry – aber es wurde nun schon mehrfach von Olympus ein Festhalten am MFT-Standard zugesagt – ebenso wie neue Produkte für 2020. Korea ist für viele Hersteller aktuell verbrannte Erde und es ist doch nur verständlich, wenn man zur Stabilisierung des Geschäfts in kritischen Zeiten unwirtschaftliche Standorte schließt.

    Totgesagte leben länger 🙂

  • @Gemeinsame Standards als Lösung aus der Krise

    wie einige andere und ich die Möglichkeiten weiter oben ausgeführt habe, sehe ich bei der Einführung gemeinsamer Standards wie:
    @gemeinsame Schnittstelle für die Steuerung von Kamera & Licht Equipment
    –>ähnlich wie das MIDI Standard bei Musikinstrumenten (Wie machen das eigentlich die Profi-Studios in den Fernsehstudios, hat da jemand Erfahrung?)
    @gemeinsames neues aufgebohrtes Dateiformat
    @gemeinsame und geschützte Cloud
    @gemeinsame Camera-Row?
    @gemeinsame Standars für Module wie Rückteile, Linsen (Bajonets). Das ermöglicht eben günstigere Teile, große Möglichkeit der Spezialisierung und die gemeinsame Entwicklung einer Steuerung über einen zentralen Remote Controller ähnlich wie eben in der MIDI Welt. Man hätte zB. einen IPad und den normalen Midi-Controller
    https://journal.markusthoma.com/lightroom-midi-controller-behringer-anleitung/
    Diese Controller gibt es ja auch für die Filmbearbeitung.

    Die Musik, Video und Licht Technik haben gemeinsame Kommunikationsstandards.
    Das fehlt jedoch für den Photo-Bereich.

    • Es geht eben darum, schon vor der Bilderstellung die Kontrolle von einem zentralen Punkt aus über alle möglichen Parameter haben zu können um den Setup schnell und easy einstellen zu können.
      Mit einer oder mehrerer Kameras im Verbund.
      Zuhause im Studio oder draussen. Entweder man stelle mehre Kameras auf oder ist mit mehreren Freunden unterwegs und vereint das Equipment um alles gemeinsam nutzen zu können.
      Die Photostory wäre in kürze erledigt und nicht erst nach Tagen rumsitzen am Rechner.

      Das würde zu mehr Umsatz auf dem Profimarkt führen, weil eben auch Amateure und Hobbyfotographen geilste Studios einfach aufbauen und Storys in Kürze produzieren könnten.
      Dass die Kamerahersteller kleinste mini-Parallelwelten um ihre geschlossenen Systeme aufbauen und viel Ressourcen auf diese Weise verschwenden und die Entwicklung so hemmen und selbst in der Krise planlos wirken „stört mich ungemein“ um es höflich auszudrücken.

      • @ Parlatan
        …Das würde zu mehr Umsatz auf dem Profimarkt führen, weil eben auch Amateure und Hobbyfotographen geilste Studios einfach aufbauen….

        dann ersticken wir restlos in einer Bilderflut
        Geld gibt es dann bei dieser Art Fotografieren nicht mehr.

      • @Parlatan

        ich erkenne was Du willst und ich fände das natürlich toll, aber wenn dann alle alles gleich können ist es Wurscht was du kaufst, dann braucht es nur noch einen Hersteller. Und nicht vergessen, wenn alles ganz simpel wird, braucht es alles, nur keine Profis mehr, dann sind wir alle Profis. Also es ist zwar gut gemeint, aber in der Ökonomie bedeutet gut gemeint, genau das Gegenteil, nämlich schlecht durchdacht.

      • @Joe
        wo ist das Problem wenn das Niveau steigt?
        Im Grunde sagst Du ja,
        ja, es wäre gut für die Produktivität und Effektivität, aber was sollen Photographen dann machen wenn ihre Arbeit von anderen einfacher gemacht werden kann?

        Dazu kann ich nur sagen: hier geht es um die Steigerung der Produktivität in der Kreativitätsphase.
        Den Photographen ersetzt die Technik nicht, sondern vereinfacht seine Arbeit. Wenn Deine Maltechnik Dir vereinfacht wird, kannst Du immer noch keine Kunst herstellen nur weil die Technik dazu da ist. Du musst trotzdem üben und das Handwerk beherrschen lernen.

        @Wodurch soll sich die Technik noch unterscheiden, wenn die Technik identisch wird?
        Die Technik wird nicht identisch sondern kontrollierbarer und zugänglicher.
        Ausserdem können sich darauf die Hersteller konzentrieren eben Spezialisten zu Produzieren die für sich eine einzigartige Funktionsvielfalt abdecken. Ist ja heute schon so.
        Da sehe ich keine Probleme.
        Je spezieller, desto interessanter. Zum Beispiel die monochromen Kameras von Leica, die Sigma Kameras, die Sony A7S, die kompakten MFT usw.
        Wenn alle gemeinsam einen Standard folgen und das Zubehör entsprechend untereinander kompatibel und zentral kontrollier- und Konfigurierbar ist.

        Was soll die ambitionierten Photo Fans daran hindern alles zu besorgen um größtmögliche Kreativitäsmöglichkeiten zu haben?

        Wäre das kein Booster für den Markt Deiner Ansicht nach?

    • Das kommt nicht nur zu spät, sondern gar nicht mehr, weil die Smartphones qualitativ an den Systemkameras vorbeiziehen.
      Da investiert keiner mehr Geld in einen solchen Schritt.

      Es wird mehr oder weniger noch das auf den Markt gebracht, was schon in der Entwicklung ist und ansonsten passiert nichts mehr.

  • wenn das geld so sauer erspart ist sollte die person es dann nicht für NOTWENDIGERE dinge ausgeben als für elektronischen krempel? (kein mitleid – je weniger sich das alles leisten können desto besser für die umwelt!) 🙂

    • @Foamberg
      Oh Gott, diese Diskussion hat gerade noch gefehlt. Die Kameras dieser Welt zerstören die Umwelt! Oh Mann, dein Kommentar war jetzt aber nicht wirklich ernst gemeint?

      Ich hoffe, deine mit Solarstrom und Erdwärme betriebene Heizung und Warmwasseraufbereitung funktioniert einwandfrei, genauso wie dein Fahrrad mit dem du nicht nur zur Arbeit, sondern auch in den Urlaub fährst!

      Ich fürchte Du bist auch einer von denen die gerne Wasser predigen, aber doch lieber Wein trinken!

      Dein Pseudonym sagt ja auch schon einiges aus, „Schaumberg“ oder vielleicht passt Schaumschläger noch etwas besser?

    • Oh ja – wie gut für die Umwelt.
      Mit Plastiktüten-Einsparen Gutes für die Umwelt tun, während Annegret Kramp-Karrenbauer einen Flugzeugträger wünscht.
      Was sind schon brennende Ölquellen im Irak im Vergleich mit derart umweltschädigendem Verhalten von Fotografen und Plastiktütenbenutzern.

      Und warum muss ich bei bösem Methan aus Sümpfen oder Trockenheit immer an die vielen Entwässerungskanäle denken, die das Europäische Tiefland durchziehen?

  • Mirko,
    es geht nicht um Faulheit oder zu doof um die Karte zu stecken. Die Hersteller können aber den Anreiz etwas neues zu kaufen so erhöhen. Sicher hast du recht, die Karte kann auch manuell gesteckt werden, nur wenn der Kunde nach Jahren was neues will, sollte ihm das auch geboten werden. Ich hab da einfach mal allgemein gesprochen. Die Fotowirtschaft ist im starken Abwind, viele Kunden sagen sich, warum noch eine neue Kamera, die bietet außer höherer Auflösung nicht mehr Komfort, bzw. Netzwerkfunktionen. Auch im Audio Bereich geht es ohne Netzwerk und DLNA Klient nicht mehr, Kassettenrecorder sind nun mal unverkäuflich.
    Ob das alles sinnvoll ist, abwarten. Vieles kann aber zur Ankurbelung des Geschäfts beworben werden.

  • Menschen brauchen keine technischen sondern soziale Standards wenn die Wirtschaft im Fluss bleiben soll. Liquidität ist eines der Zauberworte. Wer sich um das tägliche überleben Sorgen machen muss dem sind gemeinsame technische „Schnittstellen“ scheißegal.

    Im Arbeitsleben sind „Verbesserungen“ jeglicher Art hilfreich weil sie den Gewinn vergrößern. Der in der Produktion tätige hat nichts davon, oft kosten sie sogar den Arbeitsplatz.

    Im Kreativ Bereich und der anschließenden Bild verarbeitenden Industrie hat der digitale Wandel Arbeitsplätze ohne Ende gekostet.

    Jetzt frisst der „Fortschritt“ die eigenen Kinder, sprich die Hersteller aufwendiger Fotogeräte. Normierungen helfen da nicht weiter. Brauchen normale Verbraucher (die Masse) für ihren Bilder/Video Bedarf aufwendiges Equipment? Nein! Das Smartphone aus der Hosentasche reicht locker für den üblichen Kram.

    Noch gibt es Künstler, kreativ Schaffende oder einige Hobbyisten die individuelle Wege für sich gefunden haben. Diese wenigen Anwender brauchen keine normierten Produkte zur Umsetzung ihrer Ideen.

    COVID -19 ist der Brandbeschleuniger für Olympus und die anderen Hersteller fotografischer Produkte. Das Virus wird den Vorgang der Marktbereinigen beschleunigen. Wie das für welchen Hersteller ausgeht werden wir schon in wenigen Monaten wissen!

    @Parlatan, Deine Idee für Kompatibilität zu sorgen wäre eine gute Sache, leider macht sie den kranken Gaul nicht gesund weil sie zu spät kommt.

    • Verringerung der Modellvielfalt wäre ein Ansatz, den kranken Gaul wieder flott zu machen. Wie in der Autoindustrie, da gab und gibt es immer noch die Nischenmodelle, welche jetzt nach und nach verschwinden.
      Der Welterfolg von VW begründete sich in einer einzigen Modellreihe, dem Käfer, der Erfolg von Ford auf das Model T. Nachdem das Geld in den Folgejahren ständig künstlich vermehrt wurde und jeder was excklusives wollte, hatten die Autofirmen bis zu 12 und mehr Modellreihen. Alfred, es stimmt, Covid-19 wird den Markt aufräumen. Und das in jeder Branche. Man braucht nur zu bedenken, was notwendig ist, was wünschenswert und was völlig überflüssig ist.

    • >leider macht sie den kranken Gaul nicht gesund weil sie zu spät kommt.<
      besser spät als nie oder?

      Was ist denn die Option?
      Weiter so?
      Für mich wäre dieser Schritt ungemein wichtig. Ich möchte gerne alles zentral steuern und gerne auch alles gleichzeitig einsetzen und einstellen BEVOR ich das Photo gemacht habe und nicht erst hinterher versuchen das in LR wieder glatt zu bügeln.
      Warum sollen die vorhandenen Kameras und teure Komponenten wie Objektive herumliegen, wenn ich sie doch einfach mit einspannen könnte?
      Ausserdem möchte ich mich ungern auf einen System festlegen.
      Das ganze ist einfach nur nervtötend organisiert.
      Es gibt die erwähnten Mittel und wege. Die Hersteller müssen sich nur einigen und fertig. Das ist kein Hokus-Pokus. LR Midi Controller gibt es bereits zB. Also warum nicht alles zusammen vorher regeln?
      Das verstehe ich nicht.

      • Ich verstehe das schon.

        Dei Qualität der Smartphones ist mittlerweile so gut, dass es für die herkömmlichen DSLXs nur noch einen sehr kleinen Markt gibt. Wer das haben will, was Sie sich wünschen, der nimmt oft gleich das Smartphone.
        Um das umzusetzen, was Sie sich wünschen, müssten die Hersteller Investitionen tätigen, die sie am schrumpfenden Markt nur schwer wieder amortisieren können. Folglich lässt man die Finger davon.

        Das hätte alles schon vor vielen Jahren kommen müssen. Jetzt ist es einfach zu spät.

    • Meine Befürchtung ist, ob selbst die noch verbliebenen kreativ Schaffenden und einige Hobbyisten ausreichen werden, den Massenherstellern das Leben/Überleben zu garantieren. Und der Treppenwitz der Geschichte wäre dann das Leica als einer der wenigen übrig bleibt. Eine Leica MD + 3 Festbrennweiten, eine schönere Art zu fotografieren gibt es nicht. Zumindest nicht für Hobbyisten.

  • Was man allerdings auch nicht vergessen darf ist die ökonomische Seite der Medaille. Das Zeug ist doch inzwischen preislich so durch die Decke geknallt, das es geradezu die Kunden abschreckt sich Dinge zu kaufen von denen man in einem Jahr erzählt, wie altbacken ihre Ausrüstung für 5000€ doch in Wirklichkeit ist. Kundengewinnung geht anders.

    • jep…
      stimme ich Dir zu.

      Jetzt stell Dir mal vor, jemand baut die alten DSLR Filmklassiker nach und kombiniert das mit der digitaltechnik?
      (hinter dem Sucher wäre der Sensor) und die Kontrolle wäre zentral möglich über die Schnittstelle?
      Wozu das gut sein soll?
      -Original Filmkamera mit digitaler Vollkontrolle –

      Da wäre der eine oder andere Liebhaber doch dabei, obwohl dieser Vorschlag technisch gesehen ein Rückschritt wäre.

      • Die Frage ist, wie die Fotografie zum Kunden zu bringen. Um etwas zu verkaufen, muss das Interesse geweckt werden, eine Sache, die nur noch Spezialisten verstehen, kommt sogar dann wenn Anfangsinteresse besteht, nicht an. Das leider haben die Fotofirmen noch nicht geschnallt. Ein Ansatz wäre die nächste IFA, wo vielleicht die Fotogeschichte eingemeindet wird. Der Photokina haben ja schon bedeutende Marken Absage erteilt, als kann man das ganz wegfallen lassen. Die Hersteller müssen sich nur klar darüber sein, dass das Jahr 1980 schon lange vorbei ist. Kurz gesagt, egal welcher Hersteller, alle machen gute Geräte und Optiken, der Kunde bekommt das nicht mit.

    • Was genau ist denn preislich durch die Decke geknallt? Denke eher, dass es nie günstiger war, sich eine ordentliche Ausrüstung zusammen zu stellen.

      • Genau! Da hast Du absolut recht! Gab es schon mal FV für unter 1000.-€ ? Dritthersteller Objektive für nahezu alle Kamera-Hersteller, in allen Varianten, für so wenig Geld?

  • Im Blog Dr. Schuhmacher ist zu lesen, dass sich Nikon schon vor einigen Monaten aus Brasilien zurückgezogen hat.
    Samsung hatte sich ja auch zurückgezogen und dann das Segment Systemkamera ganz eingestellt.
    Ich fürchte, dass noch weitere Hersteller in ähnlicher wirtschaftlicher Situation folgen werden.

    Olympus hatte ja zuletzt ein sehr teures Modell herausgebracht, die OM-D E-M1 Mark III für 1800 aktueller Straßenpreis. Wahrscheinlich ist der Markt, genauer die Nische reicher Fotografen, selbst für solche teuren Modelle nicht groß genug, um die Kosten wieder einzuspielen.

    Ich würde mir wahrscheinlich auch bei entsprechender Zahlungskraft eher ein besseres Smartphone als eine Systemkamera kaufen.

    Insgesamt halte ich die Situation bei den traditionellen Kameraherstellern für nahezu aussichtslos. Die träumen von der zahlungskräftigen Nische, die sich jedoch derzeit wie die Schlaufe eines Galgens immer weiter zusammenzieht.

    • Bei genauer Analyse komme ich ebenfalls auf kein anderes Ergebnis. Im negativen Sinne kann man sagen das die Smartphones zuerst die Kompakten ersetzt haben und jetzt gehen sie weiter. Auch ein MFT-Format muss inzwischen aufpassen nicht gefressen zu werden. Wer inzwischen die Qualität von modernen SP`s kennt, kommt zu keinem anderen Schluss. Nur Leica kann es sich leisten auf Masse zu verzichten, die anderen aber auf keinen Fall. Die Hilflosigkeit der etablierten Hersteller spricht Bände. So, jetzt geht es auf Fahrradtour. Mit einer kleinen Leica und dem SP.

    • und wieder das smartphone das tausendmal besser ist als jede systemkamera. ja dann macht es doch endlich wahr, kauft euch ein smartphone und meldet euch in entsprechenden foren an. es scheint mir nicht, daß ihr jemals ein bild tatsächlich angeschaut habt. ich fürchte langsam diesen text kopieren zu müssen, damit ich den hinter jeden solcher beiträge setzen kann.

      • Gerade weil wir uns ein Bild tatsächlich angesehen haben, kommen wir zu diesem Schluss. Argumente von vor zwei Jahren haben heute keinen Bestand mehr. Sie sind längst überholt. Ach übrigens, bis ein Smartphone meine Leica überholt geht noch Zeit ins Land. Wie es bei den Massenknipsen aussieht steht auf einem anderen Blatt. Siehe Umsatzzahlen und Statements der Unternehmen.

      • charlie,
        eigentlich lese ich nur hohles gewäsch bei den aussagen von dir und sabrina. ich finde keine tatsachen oder überzeugende beweise. immer nur geplappa von aber, aber und aber. ich müsste mich drei tage auf meine augen gesetzt haben und dabei noch ein milchglas vor augen haben um sagen zu können, daß smartphones mit systemkameras mithalten könnten. die physik bescheißt niemand.

      • @ Daniel
        Ich komme aus der Elektronikbranche. Ich habe da rein zufällig Universitätsabschluss. Sie dürfen mir schon zutrauen, dass ich da nicht völlig unbeleckt bin.
        Es geht auch nicht darum, die Physik auszutricksen, sondern deren Möglichkeiten zu nutzen.
        Dabei spielt die HDR-Technik eine große Rolle. Deswegen stellen Smartphones bei Rauschen und Dynamik die herkömmlichen Kameras mittlerweile in den Schatten. Auch das Eliminieren von Rauschen durch Überlagerung mehrerer Fotos findet bei Smartphones auf hohem Nivau statt, jedoch nur rudimentär bei Systemkameras. Rauschen ist zufällig verteilt. Das Motiv hingegen immer dasselbe. Legt man mehrere Fotos aufeinander, so löscht sich das Rauschen aus und das Motiv bleibt.
        Nur mal zwei Beispiele, warum es eben nicht nur von der Größe des Sensors abhängt, was eine Kamera leistet.
        Vorteile haben die großen Kameras bislang noch bei der Optik. Bei der Auflösung des Sensors wird es langsam knapp.
        Und wer Freistellungs-Fotografie macht (eine kleine Minderheit von Influenzern), der erzielt mit Kleinbild, APS-C und Co. derzeit auch immer noch ein besseres Bokeh als die Smartphones. Da das aber relativ einfache Technologie ist (Entfernung messen und entsprechende Unschärfe zuweisen), wird es mit ausreichender Rechenleistung bald soweit sein, dass die Smarties auch beim Bokeh so gut sind, dass deswegen niemand mehr tausende Euros für große Kameras hinlegt.

        Man kann heute nicht mehr über Kameras reden und einen Teil der Kameras ignorieren.

        Und ja – ich werde mir noch ein paar Smarties kaufen. Huawei und ein gebrauchtes Pixel stehen bei mir derzeit auf der Wunschliste.

      • Also zumindest mir ging es nicht um den Vergleich der Bildqualität. Das ist ja an sich erst einmal zweitrangig.
        Wichtigstes Thema war hier:
        Wie kann die Photoindustrie sich selbst neu erfinden um mehr umsetzen zu können…
        Meine Motivation dazu war, wie kann ich die Handhabung des Photoequipments effizienter und einfacher gestalten?

      • @ Daniel
        Das mit dem Milchglas gefällt mir.
        Du kennst das aber doch sicher, warum hier so vehement eher unsinnige Vergleiche gezogen werden. Das hat auch was mit schönreden zu tun.
        Ich kann mir als Beispiel keine Leica M10 samt Objektiven leisten. Also schimpfe ich über die veraltete Technik, die geringe Innovationskraft, das eher nicht so optimale Abschneiden bei irgendwelchen Vergleichsbloggern und natürlich über den Preis.
        Dann lob ich noch eine X-Pro 1 in den Himmel, da die ja alles so viel besser kann und es danach ja überhaupt keine Innovationen mehr gab. Oder eben gleich das Smartphone oder irgendeine Bridge-Kamera.
        Und Mittelformat kann man ja so überhaupt nicht auf seinem (Aldi-) Monitor von allen anderen Bildern unterscheiden.
        Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, sich darüber aufzuregen.
        Wenn jemand mit seinem Smartphone glücklich ist und meint, damit auf einer Fototechnikseite die Leute überzeugen zu wollen, ist das doch ok. Ich denke, die meisten Teilnehmer hier wissen das ja ganz gut einzuschätzen.

      • ingo, ich denke mir immer, daß jemand das lesen könnte der nicht unbedingt so gut bescheid weiß wie viele andere hier.

      • @ daniel
        Klar, das könnte schon passieren. Ist aber ja auch in Ordnung.
        Letztendlich bin ich nicht hier, um andere zu überzeugen. Aber ich rede gerne über Fotografie und ich fotografiere wirklich gerne.
        Und ich lerne gerne Dinge, die ich nicht weiß. Z.B. als Mirko über die richtige Einstellung des Fokus-Peaking geschrieben hat. Und ich dachte, ich beherrsche die Fujis im Schlaf. Seit dem kann ich wirklich sicher auch manuelle Objektive einsetzen. Z.B. hab ich seit dem Kamlan 1,1/50 v2 überhaupt keine Neugier mehr auf das Fuji 1,2/56. Ohne das Forum hätte ich es aber nicht so einsetzen können.
        Schön ist einfach, daß hier jeder auf seine Art Interesse an Fotografie hat.

      • ingo, ich warte darauf, daß das kamlan endlich bei einem deutschen händler erhältlich ist. ich fürchte aber, daß das noch etwas dauern könnte.

        ich habe garnicht mitbekommen, daß mirko über fokus peaking schrieb. in letzter zeit erwische ich mich des öfteren dabei wie ich es sogar ausschalte und stattdessen eher die fokuslupe verwende. aber vielleicht könnte ich bei dem tip ja auch was dazu lernen. was schrieb er denn?

      • @ daniel
        Ich hab das Kamlan ja bei der Firma bestellt, die Lieferung war ziemlich schnell und zuverlässig über DHL Express.
        Ich hatte beim Fokus-Peaking immer stark eingestellt. Das war aber nicht besonders präzise, der Peaking-Bereich ist da einfach zu groß eingestellt.
        Bei schwach ist der Peaking-Bereich sehr schmal, so daß die Präzision gerade auch bei offener Blende wirklich genau ist und dadurch das Fokus-Peaking wirklich nützlich ist.

    • @Sabrina @Charlie
      im Gegensatz zu Euch mache ich keine Analyse, sondern ich mache reale Tests mit vorhandenen Smartphones. Ich selbst besitze das Samsung S10plus, meine Schwester das i-phone 11 pro Max. Und, ja, die machen ordentliche Bilder und sind für diejenigen die auf Smartphonegrösse oder maximal Monitorgrösse vergrössern – letzteres auch nur bei guten Bedingungen – so wie für Instagram ausreichend. Ich schicke jedem gerne Vergleichsbilder vom S 10plus und dem i-phone 11 pro Max und dazu Bilder von meiner 5D4 – das sind Welten!!! Aber ich will Niemanden überzeugen der gewisse Feinheiten nicht sieht oder nicht braucht. Mir genügt das jedenfalls nicht. Selbst meine Kinder aus der Smartphone-Generation, die ebenfalls jeweils ein S10 besitzen, wollen wenn’s gut werden soll, dass der Papa fotografiert!

      • Mein Auto ist auch schneller als mein Fahrrad. Aber darum geht es ja nicht. Ich würde nie meine Systemkamera oder meine Leica-Ausrüstung mit einem Smartphone vergleichen wollen. Das wäre ja Schwachsinn. Was passiert aber, wenn immer mehr „Fotografen“ diese Qualität der Smartphones letztendlich genügt. Wenn viele keine Lust mehr haben hochwertige Prints zu produzieren weil sich u.a. auch der Konsum der erstellten Fotografien geändert hat. Selbst an touristischen Hotspots kann man schon lange suchen, bis man eine „richtige“ Kamera erblickt. Es geht darum, wie sich der Herstellermarkt in 5-10 Jahren verändern könnte. Wenn die von dann nur noch 30% von heute leben können soll es mir recht sein. Nur müssen dann alle Leicapreise aufrufen um am leben bleiben zu können. Also 2500€ für ein 1,8/50mm, statt 200. Dann gehen halt die Body-VF-Modelle so ab 6000€ los. Zur gleichen Zeit bekommen die Leute allerdings eine für sie ausreichende Qualität schon für 500€. Dann wäre ich mal auf die Kommentare hier gespannt.
        Und wenn man sich dann noch die Phantasie der Hersteller anschaut so ergibt sich für mich den Eindruck, die wissen nicht mehr weiter. Außer Verdopplung der Pixel als Verkaufsargument sehe ich da nicht viel. Aber so richtig Bescheid wissen wir erst in einiger Zeit, wohin die Reise hinging.

      • @ Joe
        Sie machen keine Tests.

        Denn dann wüssten Sie, dass Bilder aus der S10 Hauptkamera und der Telekamera deutlich größer als Monitorgröße betrachtet werden können.
        Das S10 ist allerdings schon lange kein Gradmesser mehr für die Bildqualität von Smartphones.

      • Neben dem hohen Anschaffungspreis ist es vor allem der Aufwand für die Bildbearbeitung, der einfach zu hoch ist. Soviel Lebenszeit habe ich einfach nicht.
        Die großen Kamerahersteller haben immer nur verächtlich auf die Smartphonekameras geschaut.
        Und jetzt stehen sie dumm da, weil sie weder bei der Qualität noch beim Preis gegen die Smartphones argumentieren können. Man tut so, als müssten die Leute Porsche kaufen, weil man nur damit 250 Sachen fahren kann. Das es beim Auto aber noch andere Qualitätskriterien gibt, zum Beispiel laufende Kosten (RAW-Entwicklung) lässt man in der Werbung außer acht.

      • @Sabrina
        gib mir Deine E-Mail Adresse und ich schick dir Bilder die mit den jeweiligen Geräten gemacht wurden. ICH MACHE REALE Fotos MIT GERÄTEN DIE ICH HABE bzw. wo zu ich Zugang dazu habe und schwatze nicht nur rum und behaupte irgendwelche Dinge die man irgendwo auf YOLUTUBE sieht!
        Natürlich kann man Handy-Bilder auch auf 3 x 4m vergrössern oder noch grösser, es ist immer nur eine Frage, welchen Qualitätsanspruch habe ich! Leider habe ich noch kein S20 Ultra, aber meine Tochter hat sich eines auf ihre 20. Geburtstag ein S20 gewünscht – ab Mitte August kann ich Dir dann ebenfalls entsprechende Bilder zusenden. Wenn Du nicht solange warten willst, schau einfach den Vergleich von Chelsea and Tony Northrup i-phone 11pro Max, Samsung S20 Ultra und Canon RP (übrigens die billigste Variante!!!), dann siehst du die Vor- und Nachteile beider Systeme.

      • @Sabrina
        Wenn man Canon hat, hat man Zugang zur Canon eigenen Software, die Übrigens RAW-Bilder besser und rauschfreier entwickelt als jede andere Software. Wenn man mit den hervorragenden JPGs von Canon zufrieden ist und fotografieren kann muss man gar nichts nachbearbeiten.
        Apropos Lebenszeitverschwendung: Wenn das ein Thema ist, dann würde ich ab sofort aufhören hier zu kommentieren und für das Smartphone missionieren und anfangen zu leben – ich habe ein Leben jenseits von Photografix, bei dir bin ich mir da nicht ganz sicher!
        Und wenn Fotografie ein Hobby ist und jemand das beste Ergebnis haben will, dann ist Nachbearbeitung keine Verschwendung von Lebenszeit, sondern das Tüpfelchen auf das i. Das ist wie mit dem Essen, man kann auch mit Fast-Food satt werden, manche denken sogar sie belohnen sich, wenn sie bei Mc Donalds Fertigfood essen und können nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die „Lebenszeit verschwenden“ um frisch zu kochen und auf die „fantastischen Burger“ und „unglaublich guten Pommes“ verzichten. Ich habe für mich entschieden (Gott sei Dank sehen das meine Kinder auch so), dass ich zu alt bin um schlechtes Essen und billigen Wein oder grässliche Süssgetränke in mich reinzustopfen und davon auch noch dick und im Schlimmsten Falle krank zu werden. Ich will LEBENSQUALITÄT, Du willst billig! Ich will nur das Beste!

  • Seit meinem 8 Lebensjahr fotografiere ich, später ging es mit Lehre, Geselle, Meister, Kunst Studium in die Selbständigkeit. Meine Person habe ich immer als „Handwerker“ für Bilder gesehen.

    Ob Pinsel und Leinwand, Fotoapparat und Objektive, beides sind NUR „Handwerkszeuge“ zur Umsetzung von Bildideen. Alles, auch Smartphones, bedienen das menschliche Bedürfnis angenehme und emotionale Ereignisse festzuhalten. In der Werbung werden Bilder dazu benutzt das „Kopfkino“ in Gang zubringen um den „haben wollen Effekt“ zu generieren.

    Olympus leistet sich den Luxus die Fotografie zu bedienen. Eine Zeit lang hat sich die Abteilung Foto selbst finanziert und zum Gewinn beigetragen. Jetzt trägt Foto zum Verlust bei. Jeder normale private Haushalt hält die Kosten im Griff, warum soll Olympus als Firma das nicht genau so machen?

    Es sind nicht das Sensorformat oder die verwendete Technik an der Misere schuld! Es ist der „Zeitgeist“ mit seiner „Wertschätzung“ im wahrsten Sinne des Wortes welcher für die momentane Krise verantwortlich ist. Bei über einer BILLION Bildern die im letzten Jahr weltweit in die Datenwolke gestellt wurden kann sich jeder den effektiven Wert eines einzelnen Fotos ausrechnen. Es ist zur Weitergabe von Bildern/Videos keine haptische Form nötig, selbst der Transport dafür ist fast Kosten frei!

    Angesehen werden sie maximal auf einem 4K Bildschirm! Was braucht es dafür? Bestimmt nicht den Umweg über eine Systemkamera!