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Panasonic: Neues 50mm f/1.8 für L-Mount präsentiert

Panasonic präsentiert mit dem 50mm f/1.8 eine neue Festbrennweite für das L-Bajonett. Der Preis wird bei 470 Euro liegen.

Neue 50mm Festbrennweite von Panasonic

Die baldige Ankunft des neuen Panasonic 50mm f/1.8 hatte sich in den letzten Tagen bereits angekündigt, heute wurde das neue Objektiv dann wie erwartet offiziell vorgestellt. Das 50mm f/1.8 folgt dem 85mm f/1.8 als Panasonics zweite Festbrennweite mit einer Lichtstärke von f/1.8 für die spiegellosen Vollformatkameras mit L-Bajonett.

Besonderheit des neuen Objektivs: Die Abmessungen sind absolut identisch mit denen des 85mm f/1.8 und liegen bei 8,2 cm in der Länge und 7,4 cm im Durchmesser. Das ist vor allem für Videografen interessant, die die Objektive so unkompliziert wechseln können. Auch die in Aussicht gestellten 24mm und 35mm Festbrennweiten werden mit diesen Abmessungen auf den Markt kommen.

Lediglich das Gewicht des 50mm f/1.8 fällt etwas geringer aus als das des 85mm f/1.8, es liegt nämlich nicht bei 355 Gramm, sondern bei 300 Gramm. Das Gehäuse ist ansonsten aber erneut gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, zudem soll es Temperaturen von bis -10 Grad standhalten können.

Weitere Merkmale & Preis

Bei der optischen Konstruktion setzt Panasonic auf 9 Linsen, die in 8 Gruppen angeordnet sind. Mit dabei sind ein ED-Element, ein UHR-Element sowie drei asphärische Linsen. Panasonic spricht von einem gleichmäßigen Bokeh und einer hohen Bildqualität bis zum Bildrand. Die Naheinstellgrenze liegt bei 45 cm, der Autofokus arbeitet mit einer Innenfokussierung und soll leise und zügig scharfstellen.

Das neue Panasonic Lumix S 50mm f/1.8 soll ab Juni 2021 zum Preis von 470 Euro im Handel erhältlich sein. Damit bewegt sich das Objektiv in einem ähnlichen Preisbereich wie das Nikon Z 50mm f/1.8, im Vergleich zum Canon RF 50mm f/1.8 (ca. 230 Euro) ist es aber deutlich teurer. Canons Objektiv kommt allerdings auch mit einer weniger aufwendigen optischen Konstruktion und ohne wetterfestes Gehäuse daher.

Panasonic 50mm f/1.8 vorbestellen bei: Foto Koch | Foto Erhardt

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Alfred Proksch

Was mir immer wieder gegen den Strich geht ist der Versuch (betrifft zur Zeit alle Hersteller) Standard Dinge wie es ein 1,8/50mm Objektiv nun mal ist für richtig viel Geld an den Verbraucher zu bringen.

Vier unterschiedliche Brennweiten im selben Gehäuse? Das müsste nach meiner Rechnung die Stückkosten senken! Oder sehe ich da etwas falsch?

Der Marketing Spruch dazu. „Das ist vor allem für Videografen interessant, die die Objektive so unkompliziert wechseln können.“

Aus praktischer Sicht des fotografischen Alltages gesehen muss ich jedes mal erst die Objektiv Deckel bei allen vier gleich großen Objektiven abnehmen damit ich 24, 35, 50, 85mm unterscheiden kann. Das ist unglaublich sinnvoll und unkompliziert !!!

Raphael

Schau dir mal die Objektive richtig an, die jeweilige Brennweite ist dick in weiß auf das Gehäuse aufgedruckt. Also gibt es keine Verwechslungsgefahr.

Alfred Proksch

Entschuldigung Raphael wie transportierst Du Deine Objektive?

Bei mir sind die in einer Fototasche oder in einem robusten Koffer Platz sparend hochkant in gepolsterten Fächern eingeordnet. Dabei sehe ich entweder den Objektiv Deckel oder den Rückdeckel, aber keinesfalls die Seitenansicht. Wobei die 10% des Objektiv Umfanges wo der Aufdruck zu lesen ist zusätzlich nach oben gerichtet sein müsste.

Wer macht das in der Realität wenn Zeitdruck zusätzlich eine Rolle spielt? Außerdem ist der Platzbedarf in liegender Position zu groß!

Raphael

Ok und wie wie wäre es damit die Brennweite zB. mit einem weißen Lackstift auf den Objektivdeckel zu schreiben?

Alfred Proksch

Bisher konnte der Fotograf seine Objektive an der unterschiedlichen Form und aus dem Augenwinkel erkennen. Genau so funktioniert flüssiges arbeiten in der Praxis.

Raphael

Einen Tod muss man sterben, die 1-2 Sekunden Zeit zum Draufschauen wirst du doch wohl noch entbehren können.

Rolf Carl

Du könntest doch einfach Kleber auf die Deckel anbringen. Wo ist also das Problem?

Alfred Proksch

Rolf ich gebe auf, Du hast gewonnen !!

Rolf Carl

Alfred, bei Objektiven finde ich es noch einfacher, weil die relativ gross sind. Schwieriger ist es bei Kleinteilen wie Batterien (zu verschiedenen Kameramodellen), Filtern, Adapterringen usw, oder nur schon zu Hause jeweils das richtige Ladekabel zu erwischen.

Alfred Proksch

Genau so ist es!

killing_insect

Heutige Fotogeräte sind teure, hochkomplexe Hightech, egal von welcher Marke.

Wenn ein 1,8/50 so simpel und endgültig wäre, dann bräuchte es keine Ingenieure, die für ein aktuelles Kamerasystem an neuen Gläsern und Fertigungsmethoden arbeiten.

Alfred, das, was Du von außen von einem Objektiv siehst, ist doch nur der allerkleinste Teil. Merke, die Technik hat sich weiterentwickelt. Selbst, wenn die sich am Gehäuse 2 oder 3 Teile sparen sollten, damit wird keiner reich.

Das erinnert mich jetzt dezent an diverse Unkenrufe, dass die böse Kameraindustrie ihren Kunden den optischen Sucher wegnehmen wollte, weil Spiegellose ja so viel mehr Profit abwerfen würden …

Ich glaube, Du blendest irgendwie aus, wie schwer es vermutlich ist, ein Objektiv, das für die heutige Technik wirklich gut ist, für 470 € UVP herzustellen. Egal, was Du heute kaufst, das Ganze ist doch eh schon mit den Umwelt- und Sozial-Standards hart auf Kante gerechnet.

Und nein, das mit den Videographen ist definitiv kein “Werbespruch”.

Niemand zwingt Dich, etwas bestimmtes zu kaufen. Und es ist okay, aus welchen Gründen auch immer seine alten Sachen weiterzuverwenden. Aber verzichte bitte darauf, deshalb zu implizieren, dass das alles unnötiger Käse ist.

Alfred Proksch

Deine Interpretation hat mit meinen Äußerungen null zu tun, Deine Vermutungen mein Equipment betreffend sind sagen wir mal vorsichtig sehr weit daneben.

Was Objektive deren Bau einschließlich der verwendeten optischen Gläser deren Herstellung und Verarbeitung angeht könnte ich Seitenlange Abhandlungen schreiben.

Zusätzlich ist es heute üblich mit der Kamera internen Signalverarbeitung optische Fehler zu korrigieren. Dieser Vorgang ist schon so weit pervertiert das der Hersteller seine Software Ingenieure fragt was bis zu welchem Grad herausgerechnet werden kann weil dadurch Produktionskosten gesenkt werden können.

Kein Hersteller ist böse oder will dem Kunden etwas wegnehmen das einzige legitime Interesse des Herstellers ist Geld zu verdienen.

Direkt vergleichen kann man das 230 Euro Canon RF 50mm f/1.8 STM nicht weil die Wetterfestigkeit fehlt. Kleiner und leichter ist es allemal. Dafür beträgt die Naheinstellgrenze 30cm beim 470 Euro teuren Lumix S 50mm f/1.8 sind es 45cm. Wenn das Canon RF 50ger also „überflutet“ werden sollte kauft der Nutzer einfach ein neues und ist noch unter dem Listenpreis vom Panasonic 50ger.

Das Märchen vom hochkomplexen Hightech bei einer 1,8/50ger Festbrennweite kann man schreiben, glauben werden es eher wenige.

Henry 333

Ist ein “Standard” Objektiv weniger aufwendig zu fertigen als z.b. ein 30er oder 35er, ich denke nicht. Es ist wohl eher so das bisher das 50er quersubventioniert wurde und der Rest wurde durch Stückzahlen erreicht. Ein 50er musste halt sein. Wenn 50er aufwendig gefertigt werden aber es keine großen Stückzahlen gibt muss es genauso viel kosten wie andere Objektive.
Die gleichen außenmaße aber nicht das selbe Gehäuse, das sind zwei verschiedene Dinge. Sie werden möglicherweise aus dem selben 80mm Aluminium Rohr gedreht. Bei heutiger CNC Fertigung kann ich mir nicht vorstellen, das das große ersparnisse bringt.

Mirko

zu Frage 1, Ja
zum Rest, früher hat man nur mit Nüssen gehandelt 😉

Thorsten

Ließ mal den Testbericht den ich verlinkt habe. Das Objektiv ist auch deutlich höher auflösend und gegenlichtresistent als billigere Objektive und fuer die gebotene optische Leistung erstaunlich guenstig.
Gleiche Gehaeuse und Objektivdeckel sind doch sinnvoll, durch Gleichteile werden Kosten gesenkt und zur Erkennung hilft ein simpler Aufkleber.
Ich besitze das 1.8/85 von Panasonic, eine erstklassige Optik und dabei erstaunlich guenstig.

joe

Also 50/1.8 für 470.-€ ist teuer, da beisst die Maus keinen Faden ab, das gibt es anderswo für 90 bis 200.-€. Auch wenn es Kleinigkeiten besser kann. Aber unabhängig vom Preis würde ich mir niemals ein 50mm Objektiv kaufen. Was will man damit fotografieren? Meistens zu lang oder zu kurz, wenn schon eine Festbrennweite mit relativ schwacher Lichtstärke, dann wenigstens ein 35mm/1.8, das ist vielseitiger einsetzbar und da würde der Preis von 470.-€ auch passen. Kein Wunder, dass die L-Allianz kein Bein auf den Boden bekommt und selbst in Japan bei KB bei mageren 2,4% Marktanteil herumdümpelt.

Thorsten

Hier ist ein guter Test zu finden:
Von Krolop und Gerst
https://www.youtube.com/watch?v=gbMbqppRrLE

Alfred Proksch

Danke Thorsten, – Krolop ist einer der weiss wovon er spricht.

Für mich sind wenn es um technische Objektiv Daten geht nur solche von der optischen Bank relevant. Die haben mit persönlichen Vorlieben nichts zu schaffen, sie sind jederzeit reproduzierbar und ganz wichtig: sie sind NICHT durch die Kamera interne Signalverarbeitung beeinflusst!

Als Fotograf nehme ich natürlich das Objektiv welches mit meinem System am besten harmoniert, das ist nicht automatisch das Objektiv mit den besten Messwerten. Die werden sehr oft überbewertet weil das Objektiv muss aus bildlicher Sicht zum Auftrag/Motiv passen.

Als gegensätzliche Beispiele möchte ich in der Sachfotografie auf das Apo-Macro-Sironar digital an der Fachkamera (GFX100) verweisen welches scharf, mit bester Bildfeldebnung,frei von Farbsäumen und so gut wie nicht verzeichnend ist und an das FUJINON GF110mmF2 R LM WR das speziell für die Personen Fotografie perfekt angepasst ist. Welches Objektiv hat wohl die besseren Messwerte? Möchte ich damit porträtieren? Sicher nicht!