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Panasonic G9: Neue beeindruckende High-End-DSLM präsentiert

Panasonic präsentiert mit der G9 eine neue High-End-DSLM, die in vielerlei Hinsicht zu überzeugen weiß. Sie ist speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen ausgelegt, nimmt aber beispielsweise auch 4K-Videos mit 60p auf.

In den letzten Tagen gab es bereits jede Menge Gerüchte zur Panasonic G9 und heute wurde die neue High-End-DSLM wie erwartet offiziell vorgestellt. Viele der Gerüchte haben sich dabei bewahrheitet und wir haben es hier insgesamt mit einer Kamera zu tun, die speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen ausgerichtet ist und mit einigen wirklich beeindruckenden Merkmalen und Spezifikationen aufwarten kann.

Sensor & Stabilisator

Beginnen wir mit einem Blick auf den Sensor. Panasonic verbaut bei der G9 den gleichen 20,3-Megapixel-Sensor, der auch in der GH5 zum Einsatz kommt, will aber die Bildqualität insgesamt weiter verbessert haben. So ist teilweise beispielsweise die Rede davon, dass der Dynamikumfang im Vergleich zur GH5 um 25% erhöht wurde.

Laut DxOMark handelt es sich beim GH5 Sensor um den zweitbesten Micro-Four-Thirds-Sensor auf dem Markt, er erreicht insgesamt 77 Punkte und muss sich nur dem Sensor der Olmypus E-M1 Mark II geschlagen geben, welcher es auf 80 Punkte bringt. Mal sehen, wo genau sich da der leicht optimierte G9 Sensor einordnen wird.

Wie erwartet ist der Sensor der Panasonic G9 beweglich gelagert, das heißt wir haben es hier mit einem 5-Achsen-Bildstabilisator zu tun. In Kombination mit dem Stabilisator der Objektive soll die G9 so 6,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglichen – ein äußerst guter Wert. Des Weiteren kann der Stabilisator auch dazu genutzt werden, die Auflösung der Bilder von 20 auf 80 Megapixel zu steigern. Dabei werden acht Fotos aufgenommen und von der Kamera intern zu einem einzigen hochauflösenden Bild zusammengerechnet. Das funktioniert natürlich nur in Kombination mit einem Stativ und wenn sich die Motive nicht bewegen, doch dann kann es zu einer beachtlichen Steigerung der Bildqualität führen.

Serienbildgeschwindigkeit

Die Panasonic G9 gehört zu den schnellsten Kameras, die der Markt aktuell zu bieten hat. In Sachen Serienbildgeschwindigkeit erreicht sie 20 Bilder pro Sekunde inklusive Autofokus-Nachführung. Ohne AF-Nachführung sind sogar 60 Bilder pro Sekunde möglich – und das alles ganz ohne Sucher-Blackout (dazu gleich mehr).

Den Rolling-Shutter-Effekt will Panasonic noch weiter optimiert haben, schon bei der GH5 war das aber kein allzu großes Problem mehr. Zusätzlich zum elektronischen Verschluss gibt es natürlich auch einen klassischen mechanischen Verschluss, der für über 200.000 Auslösungen ausgelegt ist und damit sehr robust sein soll. Inklusive Autofokus-Nachführung sind hier 9 fps möglich, ohne 12 fps.

Ähnlich wie Olympus bietet Panasonic bei der G9 im Übrigen auch eine Funktion, bei der die Bilder schon gespeichert werden, bevor man überhaupt den Auflöser durchdrückt. Der Zwischenspeicher ist ausgelegt für 600 JPEGs oder 50-60 RAWs, die minimalen Verschlusszeiten betragen 1/32.000 Sekunde (elektronisch) bzw. 1/8.000 Sekunde (mechanisch).

Autofokus

Der DFD-Autofokus soll innerhalb von nur 0,04 Sekunden scharfstellen, das ist Weltrekord laut Panasonic. Im Grunde handelt es sich hier um einen Kontrast-Autofokus, der dank spezieller Technologien ähnlich arbeitet wie ein Phasen-Autofokus. Es gibt insgesamt 225 Messfelder, die sich einzeln oder in Gruppen ansteuern lassen und sich darüber hinaus quasi über den gesamten Sensor verteilen. Der Autofokus soll bis -4 EV seine Dienste verrichten, außerdem will Panasonic Gesichts- und Augen-Autofokus weiter verbessert haben. Die Wahl der Autofokus-Messfelder kann wahlweise über den Joystick oder das Display erfolgen.

Display & Sucher

Das Display der Panasonic G9 ist 3 Zoll groß, löst mit knapp 1 Millionen Pixeln auf und reagiert auf Berührungen. Zudem ist es auch sehr flexibel und kann zur Seite geschwenkt und um bis zu 270 Grad gedreht werden.

Der elektronische Sucher ist mit Sicherheit eines der Highlights der Panasonic G9. Zum einen arbeitet er wie bereits erwähnt ohne Blackouts, das heißt man kann das Motiv auch bei voller Serienbildgeschwindigkeit noch wunderbar verfolgen. Zum anderen versprechen die technischen Daten auch eine hervorragende Abbildungsqualität, denn der OLED-EVF besticht mit 3,7 Millionen Bildpunkten, Bildwiederholraten von 60 oder 120 fps, einer Anzeige-Verzögerung von weniger als 0,005 Sekunden und einer 0,83-fachen Vergrößerung. Diese Vergrößerung übertrifft ausnahmslos alle anderen DSLMs und DSLRs, abgesehen von Mittelformatkameras wie der Fuji GFX 50s. Beeindruckend!

Interessant für Brillenträger: Die Vergrößerung kann auch auf 0,77-fach oder 0,7-fach verkleinert werden, damit man auch mit Brille den vollen Überblick behält. Optional gibt es zudem eine zweite Suchermuschel (DMW-EC4), die Seitenlicht optimal abschirmen soll.

Videos

Die Panasonic G9 ist eine Kamera, die sich laut Hersteller speziell an Fotografen richtet. Bei anderen Herstellern müsste man nun befürchten, dass die Video-Funktionen deutlich abgespeckt wurden und dass alle, die auch professionelle Videos aufnehmen möchten, sich zusätzlich eine Kamera wie die GH5 kaufen sollen.

Nicht so bei Panasonic: Man spendiert der G9 fast alle Video-Funktionen, mit der auch die GH5 zu überzeugen weiß. Lediglich einige sehr spezielle Funktionen wie Hybrid Log Gamma, 10-Bit HDMI-Output und unbeschränkt lange Videoaufnahmen bleiben der GH5 vorbehalten – was aber absolut zu verschmerzen ist. Denn viel wichtiger ist, dass die G9 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnet! Full-HD-Videos können außerdem mit 180 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, zudem gibt es Zebra, Fokus-Peaking, Anschlüsse für externes Mikrofon und Kopfhörer und, und, und. Die Panasonic G9 ist also – auch wenn sie primär auf die Bedürfnisse von Fotografen zugeschnitten ist – auch eine erstklassige Video-Kamera.

Gehäuse & Bedienung

Das Gehäuse der Panasonic G9 überzeugt mit einem wirklich großen Griff, die Kamera sollte also optimal in der Hand liegen. Insgesamt ist sie minimal leichter und kleine als die GH5, trotzdem gehört sie nicht zu den leichtesten und kompaktesten DSLMs, was Panasonic aber ganz bewusst in Kauf nimmt, um Handling und Balance zu verbessern.

Das Magnesium-Gehäuse der Kamera ist wetterfest und extrem robust, so ist es beispielsweise bis -10 Grad frostsicher. Auf der Oberseite der Kamera findet sich außerdem ein zweites kleines Display, welches laut Panasonic das größte aller DSLMs ist und sich auch beleuchten lässt. In Sachen Bedienung liefert Panasonic ganze 19 individuell belegbare Tasten, vier davon befinden sich auf dem Touchscreen.

Weitere Spezifikationen

Abgerundet werden die technischen Daten der neuen High-End-DSLM durch WLAN mit bis zu 5 GHz, einen Dual-SD-Slot (beide UHS-II), einen USB-3-Anschluss, eine Akkulaufzeit von bis zu 400 Aufnahmen, Bluetooth, Post-Focus- und Fokus-Stacking-Funktionen sowie eine 4K- und 6K-Serienbildfunktion.

Preis und Verfügbarkeit

Die Panasonic G9 wird zu einem Preis von 1.699 Euro auf den Markt kommen, damit ist sie 300 Euro günstiger als die GH5, wenn man die unverbindlichen Preisempfehlungen vergleicht. Erhältlich sein soll die G9 ab Januar 2018.

Schon jetzt könnt ihr die Panasonic G9 bei unserem Partner Fotokoch vorbestellen. Jeder Vorbesteller erhält dort den passenden Akkugriff für die G9 im Wert von 349 Euro gratis dazu! Es werden folgende Kombinationen angeboten:

Neues Objektiv vorgestellt

Zusätzlich zur G9 hat Panasonic auch ein neues Objektiv präsentiert, das Leica DG Elmarit 200mm f/2.8 Power O.I.S. (400mm KB). Es soll ab Dezember 2017 erhältlich sein, ein Preis steht noch nicht fest.

Was haltet ihr von der neuen Panasonic G9?

Quelle: Panasonic | via: Digitalkamera

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

103 Kommentare

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  • Mit Four Third Sensor und 20 MP ist langweilig ,irgendwann an die Grenze gestossen dann laufen
    die Kunden weg.Vollformat oder APC haben bessere Zukunft in jede Hinsicht.

    • Ich sehe auch wie du die Zukunft eher bei APS-C und VF und natürlich hat der mFT Sensor seine Grenzen und ist meines Erachtens auch mittlerweile kpl. ausgereizt, aber für eine DSLM ist das ein hervorragendes Angebot und man kann hervorragende Bilder machen. Man muss sich halt dem Einsatzbereich bewusst sein.

      • Ich sehe die Zukunft eigentlich nicht bei Kleinbild.
        Das hat zu starken Qualitätsabfall zu den Rändern, zu geringe Schärfentiefe, ist zu schwer und zu teuer. Es ist ja heute schon ein Nischenprodukt für Spezialanwendungen.

        Da stehen die Chancen für mFT besser.

        Derzeit ist meiner persönlichen Meinung nach das APS-C-Format der beste Kompromiss aus Qualität, Preis, Größe und Gewicht.

      • Ich würde jetzt VF nicht als Nischenprodukt bezeichnen, aber ja die sind groß, schwer und teuer. Es gibt aber doch auch Objektive die bis in die Ecken scharf sind und bei VF weiß ich ja das es mehr in Richtung Freistellen und Lowlight als auf Schärfentiefe geht. Für meine Anforderungen sehe ich aber auch APS-C als den, für mich, besten Kompromiss an Preis/Leistung an.

      • @Sabrina: was heißt „zu wenig Schärfentiefe“? Ich mach einfach die Blende zu, und dann hab ich mehr Schärfentiefe, als ich brauchen kann?! Oder was meinst Du Spezielles?

    • ..ich habe jetzt erst MFT für mich endeckt (GH5) und finde es alles andere als langweilig. Ich habe meine Sony A7RII verkauft weil ich nicht mehr mit den großen Dateien (RAW) arbeiten wollte. Also 20 bis 25 MP sind für mich richtig.
      Ich könnte mir niemals vorstellen mit einem 300er Tele für Vollformat am Spielfeldrand zu stehen oder sogenannte „Wildlife Fotografie“ zu machen. Aber Tele am MFT ist unauffällig und funktioniert lange ohne Stativ.
      Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, welches Format das richtige ist…

      Im Vergleich zu Canon und Sony (habe mit beiden Marken Erfahrung) gefällt mir einfach das Bedienkonzept von Panasonic.

      Für mich ist es das Richtige. Ich werde mir sicher auf kurz oder lang die G9 zusätlich anschaffen…

      Ich habe lange die Bilder meiner GH5 und der Sony A7RII verglichen – der Unterschied ist für mich viel geringer als die Fakten (Vollbild 42MP) vermuten lassen.. (auch nur meine Meinung)

      • Das ist ja mal interessant zu hören abase. Ich schleppe in meiner Tasche zurzeit eine 7R mit 16-35 Zeiss-Objektiv und eine RX10III mit mir herum. Die 7R nutze ich vorrangig für Landschaftsfotografien mit und ohne Stativ. Ansonsten ist die RX10III im Einsatz. Natürlich sind die Fotos der 7R bei richtig eingestellter Blende und auch im Lowlight besser. Aber machen bei der G9 das nicht schon die bis zu 6,5 Blenden wieder wett? Man kann das ja auch auf Änderung der ISO oder Belichtungszeit übertragen. Ich grübel schon lange über einen Wechsel nach. Ich denke, das die G9 der RX10III überlegen ist. Und Landschaftsfotos mir Stativ kann man ja dann mit Pixel Shift machen, wenn man sie dann so hochauflösend haben will. Nur habe ich noch nie hochauflösende Bilder mit Pixel Shift im Vergleich zum „normalen“ Foto betrachten können…. Ähnliche Leistungen im Sony Lager bringt ja die Alpha 6500, zumindestens was Fotografie betrifft. Vielleicht bringt Sony ja kurzfristig ein Nachfolgemodell mit Pixel Shift raus wie bei der A7 RIII. Hast Du Vergleichsfotos GH5 mit 7 RII. Würde mich mal sehr interessieren. Vielen Dank.

    • Das höre ich schon ewig.
      Und trotzdem habe ich 2016 den Schritt von APS-C zu MFT endgültig vollzogen und mein restliches APS-C Equipment vollständig verkauft. Die kleinere Größe von Kameraus und insbesondere Objektiven ist und bleibt ein absolutes Totschlagargument pro MFT. Nicht nur weil man bei gleichem Gewicht entweder mehr oder höherwertige Objektive mitnehmen kann, sondern auch weil höherwertige Objektive durch weniger verbautes Glas deutlich billiger sind (siehe z.B. Olympus 12-40 f2.8, ein absolutes top Objektiv!).
      Davon abgesehen wird der Nachteil der MFT-Sensoren mit besser werdenden Chips (und das werden sie dank der technischen Entwicklung _definitiv_) immer geringer. Schon heute sind die neuen MFT-Kameras bei der Bildqualität besser als so manche APS-C. Ich spreche da gezielt Canon an. Canon ist ja geradezu berühmt berüchtig dafür, dass sie völlig veraltete Sensoren einsetzen. Selbst bei den teuren VF-Systemen. Nikon/Sony sind da aber deutlich fortschrittlicher.

  • Juhu, 4K 60p…jetzt noch die ersten Testberichte abwarten und dann könnte sie meine GH3 und die Sony Alpha ablösen.
    Einzig der fehlende Blitz ist für mich noch so ein kleines KO Kriterium, ich möchte nicht immer nen Aufsteckblitz mit mir rumschleppen.

    • @Robert

      Also wenn ein fehlendes Blitzchen ein KO-Kriterium ist, dann weiss ich auch nicht. Das liesst sich alles so fantastisch und ist so günstig, da wird man ja als Canikon Fotograf neidisch und als Panasonic/Sony Fotograf kann man sofort blind zuschlagen.

      • Ich bin nur Hobbyfotograf und fotografiere bei schlechten Lichtverhältnissen auch gerne mal mit Blitz.
        Das geht mit der Kamera jetzt nicht mehr ohne einen externen Blitz. Sonst wirklich die perfekte Kamera…

      • @Robert bislang wurde von Panasonic ein Miniblitz mitgeliefert, der als Ersatz für den internen Blitz dient. Etwas umständlicher, aber das Problem ist (teilweise) lösbar

  • Ich denke das wird tatsächlich meine neue DSLM.
    Was ich als DSLR-Fotograf (Canon und Nikon) vermisse, sind eine lautloser Verschluss, ein Augenautofokus und ein elektronischer Sucher. Was für mich kaufentscheidend ist, sind Wetterbeständigkeit und zwei Kartenslots.
    Die G9 scheint da eigentlich alles zu bieten.
    Sollte der Spritzwasserschutz tatsächlich auf dem Niveau einer OM-D EM-1 II liegen, bietet die G9 für mich wohl das bessere Gesamtpaket.

      • ……, das stimmt sicherlich. Der grössere Sensor hat auch zweifelsfrei in bestimmten Situationen seinen Vorteil, wobei man die BQ der G9 aber auch erst einmal abwarten muss, dazu ist ja noch nichts bekannt. Für mich ein wichtiges Manko bei Fuji ist jedoch, dass weder die XT2 noch die XT20 einen IBIS und auch kein klapp- UND schwenkbares Display haben. Beides sind zumindest für mich wichtige Kriterien. Beim Nachfolger der XT2 könnte Fuji genau mit diesen Ausstattungspunkten nachziehen, der IBIS ist ja schon angekündet.

  • Ein ganz tolles, einstündiges Video findet man auch auf Youtube. (https://www.youtube.com/watch?v=cqf-fpVCaN4) „Three blind men and a white elephant“ hat ein Gespräch mit einem Pansonic-Offiziellen, der sehr selbstbewusst und ehrlich über die Kamera spricht. Auch dass man direkt die Sony a9 und die EM1 II damit angreifen will.
    Eigentlich halte ich nicht viel von solchen Interviews mit Entwicklern, aber das ist wirklich sehenswert.

  • Ich fühle mich durch die G9 bestätigt, vor kurzem in das richtige System als Zweitsystem eingestiegen zu sein. Die beiden mFT-Hersteller bleiben innovativ und man findet als Interessent Kameras und Objektive, die zu sehr bezahlbaren Preisen technisch uptodate sind. Panasonic ist auch einer der ganz wenigen Hersteller auf dem Markt, die sich nicht scheuen, ein Produkt anzubieten, das ihr eigenes momentanes Top-Produkt kannibalisiert. Mit dem Erscheinen der G9 wird es die GH5 vermutlich sehr schwer haben, denn kaum etwas spricht nun im Vergleich mit der G9 noch für die 300 Euro teurere GH5. Soetwas macht man als Hersteller eigentlich nur, wenn man den Nachfolger der (fast) kannibalisierten Kamera bereits in der Hinterhand hat. Auch Olympus wird durch die G9 massiv unter Druck gesetzt, denn die im Strassenpreis nochmals über der GH5 liegende E1 MkII hat auch kaum Argumente, die nun für sie und nicht für die G9 sprechen. Die Kunden kann es freuen, dass sich die beiden Hersteller derart gegenseitig vor sich her treiben.

    Ich bin nun auf die Testwerte der G9 gespannt, vor allem, ob auch hinsichtlich Rausch- und Dynamikverhalten Verbesserungen erzielt werden konnten und damit die einzig verbliebenen Argumente für Systeme mit grösseren Sensoren weiter relativiert werden.

      • Das ein oder andere spezielle Feature im Videobereich fehlt der G9, wie Mark schreibt. Reicht das aber aus, um von „deutlich vorne“ für die GH5 zu sprechen? Wesentliche Videomerkmale sind ja auch bei der G9 vorhanden und das, obwohl sie sich explizit an Fotografen richtet.

      • ..ich sag ja nicht, dass die Video-Funktionen nicht ausreichen … für die meisten.
        Aber 4K 60P nur 10 Minuten und 4k 30p nur 30 Minuten errinert mich irgendwie an Canon.

        Die meisten, die die Gh5 nutzen nehmen generell in 4k 60p auf und entscheiden dann in der Nachbearbeitung, was Zeitlupe ist und was nicht. Von 10 Bit 4:2:2 usw will ich erst mal nicht sprechen..

        Denoch ist die G9 sicherlich eine interessante Alternative für Leute die den Schwerpunkt auf Fotografie legen. Ich habe sehr gute Linsen für MFT – deshalb ist das für mich sicherlich auch noch eine Option für eine Zweitkamera.
        Ich war bisher der Meinung, dass ich für Weitwinkel eine Vollformatkamera brauche, habe aber schon viele Aufnahmen mit der GH5 gemacht, die mich eigentlich zufrieden stellen..

  • Frage an Panasonic-Fotografen
    Wird das Objektiv 12 – 60, das müßte ja 24-120 KB sein ? den 20 MP gerecht ?, bzw, Panasonic hat ja 2 Stck davon, einmal von Panasonic, einmal von Leica. Welches wäre hier vorzuziehen ?
    Ich würde die Kamera bei Porträs (Pilzen, vermooste Bäume, etc ) einsetzen wollen.
    Bisher habe ich mit APS 70/200, dann bin ich übergegangen zu 85/1.8 , schon deutlich bequemer, jedoch reicht die Brennweite nicht immer aus.

    Vielen Dank für Eure Antwort.

    • Alle mFT-Objektive sind für spiegelfrei und 20 MP-30 MP berechnet – also beide 12-60 mm sind gut nutzbar.
      Das Leica kitzelt etwas mehr heraus, hat den Blendenring und die weit bessere Verarbeitung.
      Die Wahl entscheidet der Geldbeutel und die Lichtstärke und zusammen mit der G9 wird es ja dann auch fair im Preis.
      Und jetzt mit der auch bei Panasonic angepeilten 6,5 Stufen Stabilisierung haben alle anderen das Nachsehen.

      • Wobei die 6,5 Stufen angeblich alleine mit dem IBIS erreicht werden sollen, also auch bei nicht stabilisierten Objektiven. Zusammen mit einem der Dual IS geeigneten Objektive soll die Stabilisierung den Wert von 6,5 sogar noch übertreffen können.

      • Cat warum sind die Objektive eigentlich sogar für bis 30MP berechnet? Die Pixelgröße bei 20 Megapixel auf dem mFT sind da ja bereits auf 3,3 Ym runter was dem Rauschverhalten eigentlich nicht gut tut. Bei 30MP kommt man da geschätzt auf ca. 2,5Ym runter. Das macht doch eigentlich keinen Sinn mehr oder? Für mich ist es schon erstaunlich was Olympus und Panasonic aus diesen mFT herausholt. Würde ich mir für APS-C bzw. VF auch wünschen.

      • Pixel… ich denke wir werden bei APS-C bald 30 MP erleben,
        zuerst von Canon, dann von Nikon und allen anderen.
        mFT kann dann kaum zurück bleiben – Objektive die heute berechnet werden, müssen für noch mehr Auflösung berechnet werden als die aktuell vorhandene.
        Für mich macht es daher oft auch wenig Sinn Kameras mit älteren Zoom-Objektiven zu nutzen.
        Bei richtigen Neukonstruktionen – also neuer Sensor – fordere ich schon längst, dass dann auch immer ein neues Zoom mit angeboten wird – ein älteres dann weiter nutzen führt schnell zu Enttäuschungen.
        Kameras konkurrieren heute mit Smartphones – auch wenn das noch so irre ist.
        Die Handy-Dinger werden größere Sensoren und Linsen bekommen und danach deutlich mehr Auflösung – das wird Teleobjektive einsparen, dann kann alles heraus vergrößert und schön gerechnet werden.
        Die Systemkamera muß dem irgendwas entgegen setzen.

      • Danke Cat, ja leider … mir würde weniger Pixel dafür besseres Rauschverhalten mehr zusagen, aber im Moment sieht es tatsächlich so aus als ob der Pixel und Serienbildgeschwindigkeitswahn zum teuren Preis weitergeht

  • Das 200/2.8 Objektiv gibt Panasonic auf Ihrer Seite mit 2999 Euro an.
    Stolzer Preis. Das 100-400 gibt es für 1679 Euro. Die Beispielbilder mit dem 100-400 sehen gut aus.

  • „Laut DxOMark handelt es sich hierbei um den zweitbesten Micro-Four-Thirds-Sensor auf dem Markt, er erreicht insgesamt 77 Punkte und muss sich nur dem Sensor der Olmypus E-M1 Mark II geschlagen geben, welcher es auf 80 Punkte bringt.“

    Soweit richtig… nur scheint Panasonic die Verarbeitung des Sensors soweit verbessert zu haben, dass die G9 mit dem gleichen Sensor den Dynamikumfang um 25% gesteigert wird.

    Quelle: Wex
    https://youtu.be/3szOMUUcz40

    • Interessant, in der Panasonic Pressemitteilung steht das nicht so konkret. Werde das aber oben im Artikel noch ergänzen, danke Alex. Wobei mir 25% etwas viel erscheinen.

      • außerdem: DXO – für wen ist das den ein ernsthafter Maßstab?
        Jeder der lesen und vergleichen kann, weiß dass Panasonic auf den Tiefpassfilter verzichtet und noch einen Hauch mehr Schärfe herauskitzeln kann (weniger nachschärfen) als Olympus.
        Das was DXO da gesehen haben will ist ein Dunkelkammer-Hirngespinst.
        Allerdings, hat Olympus bisher einfach JPEG-Farben weit schöner im Griff als Panasonic – wenn die jetzt endlich mal die Rottöne in den Griff bekommen… das wäre sehr hilfreich.
        Die Olympus Kameras bleiben aber kleiner und einiges leichter.

      • Gerne Mark 😉

        Das steht hier quasi zwischen den Zeilen:
        „1. Die höchste Bildqualität aller LUMIX Kameras
        Mit der LUMIX G9 verbessert Panasonic die hervorragende Bildqualität der LUMIX GH5 noch weiter. Damit erzielt das neue Spitzenmodell die beste Bildqualität aller bisherigen LUMIX G DSLM-Kameras. Der 20,3-Megapixel-Digital-Live-MOS-Sensor ohne Tiefpassfilter bringt die Leistung der Objektive dabei optimal zur Geltung. Der Venus-Engine-Bildprozessor liefert mit seiner Multipixel-Luminanz-Analyse und intelligenten Detailverarbeitung ebenso detailreiche, differenzierte und natürliche Bilder. Eine optimale Gradationseinstellung, abgestimmt auf die Charakteristik des Sensors, sorgt für einen größeren Dynamikbereich mit gleichmäßiger Gradation. Die Anti-Reflex-Beschichtung des Sensors minimiert zudem Geisterbilder und Reflexe.“

        Ich schätze die 25% waren ein Wert der während der zwei Pressetage angegeben wurde.
        Prüfen/Vergleichen konnten es die Tester nicht.

  • Ja – es gibt Leute, die sich davon beeindrucken lassen.
    Schließlich will man ja mit hohen Preisen kräftig Kasse machen.

    Wer teuer kauft kann nicht zweimal kaufen. Das haben viele schon schmerzlich erfahren dürfen, als sie merkten, dass der hohe Preis nur Nepp war und nicht durch die erzielbare Qualität gerechtfertigt.

    20 Mpx auf einem mFT-Sensor, da kann man tagsüber nicht die Qualität einer APS-C-Kamera erreichen. Zu gering ist die Dynamik.
    Man müsste also auf HDR-Technologien übergehen. Das können die Smartphones dann allerdings besser – jedenfalls bei beweglichen Motiven.

    Sagen wir mal – so etwa 950 Euro ohne Objektiv könnte man für die Kamera noch bezahlen (Einführungspreis9 – aber nur bei Windstille vom Stativ im Multischuss 80Mpx-Modus.

    Objektive für 3000 Euro kauft man gar nicht, wenn man das nicht von irgendeiner Forschungseinrichtung bezahlt kriegt oder im Geld schwimmt.

    • Ich lache mich schlapp… so Leute sollte man mal zum 60×40 Ausdruck/Sensoren-Raten aus Kleinbild, APSC und MFT einladen… mal sehen wieviel da noch von den großen Tönen übrig bleibt. Und warum überhaupt APSC? Warum nicht gleich Kleinbild oder Mittelformat? Vielleicht weil man mit APSC fotografiert und alles andere belächelt? MFT… zu klein… Kleinbild… zu teuer… APSC – PERFEKT! Ist das die Argumentationslogik?

      • Man kann natürlich die besseren Fotos so verschandeln und weichzeichnen oder herunterskalieren, dass von der höheren Auflösung nichts mehr übrig bleibt.

        Auch kann man Motive mit geringem Dynamik-Umfang wählen, also möglichst keine Architekturaufnahmen mit der grellen Sonne im Rücken, um dann nachzuweisen, dass mFT genau so gut sei.

        Auf dkamera.de kann man Beispielaufnahmen im RAW-Format herunterladen und selbst mit Lightroom (oder DXO, ACDsee oder andern) entwickeln und vergleichen.

        Die Unterschiede sind deutlich in schattigen Bereichen, zum Beispiel unter Überdachungen an Türen und in den Spitzlichtern (weiße Wolken, vergoldete Kuppeln, verzinkte Regenwasserfallrohre an Gebäuden).

        Der Vergleich zu APS-C fällt dabei ganz eindeutig zugunsten von APS-C aus, weswegen mFT dann von meinem Zettel war. Kleinbild war aufgrund der Randunschärfen/CAs (und das für sündhafte Preise) ebenfalls vom Zettel, so dass nur noch APS-C in Frage kam. Trans-X-Sensor – wird von manchen Bildbearbeitungsprogrammen nicht unterstützt, Objektive zu teuer und nicht gut genug im UWW – Fuji auch vom Zettel. Blieben Sony und Canon. Sony gekauft – grauenhafte Objektive – reklamiert. Canon gekauft – Objektive sehr gut, Kamera OK – behalten. Die äußerst geringe Akkureichweite bei EOS-M (knapp 200 Fotos) kann man notfalls mit Ersatz-Akkus kompensieren, die verkorksten Sony-Objektive jedoch nicht.

        Bis jetzt ist noch nicht wirklich besseres als Canon EOS-M auf dem Markt.

        mFT hätte bei mir eine Chance, wenn die das Pixelshift-Verfahren weiter entwickeln und mit größeren Pixeln die Dynamik erhöhen würden (bei dem jetzigen technologischen Stand). Dann wäre das – vergleichbare Preise vorausgesetzt – eine interessante Alternative für mich. Solange die aber gleich mal 1000 Euro für das UWW aufrufen – lassen wir es gut sein.

        Warten wir mal ab, wenn Canon das Pixelshift-Verfahren bei den EOS-M einführt – dann ist mFT wohl weg vom Fenster.

      • @Alex

        Du hast (leider) Recht, bis etwa 40 x 60cm ist tatsächlich kein oder kaum ein Unterschied festzustellen und selbst sehr gute Smartphones kriegen bei gutem Licht schon sehr gute Bilder zustande. Allerdings bei schlechteren Lichtverhältnissen spielt ein grösserer Sensor seine Stärken aus und – nicht zu vergessen – man kann das Bild ohne Qualitätsverlust beschneiden. Und wenn’s grösser werden soll, dann hat man bei einem grösseren Sensor noch Reserven.

      • Alex, lächle und sei froh….es handelt sich doch nur um Sabrina die gerne ihren unqualifizierten Senf abgeben muss

      • @ Mirko

        auch wenn man nicht mit allem einverstanden ist, so sollten andere – meiner Meinung nach – nicht verbal negativ abqualifiziert werden. Auch wenn Ihnen die Meinung von Sabrina nicht zusagt.

      • @Mirko:
        Ich belächele weder Systeme noch Personen 😉

        @Sabrina:
        Ein Bild ist mehr als die Summe der Pixel und Bildfehler und eine Cam ist nichts anderes als ein Werkzeug.
        Wenn ein interessanter Moment gut beleuchtet und schön geframed wird, dann kann man über vieles hinwegsehen … Oder schaust du dir Bilder von Ansel Adams an und brichst in Tränen aus weil der Dynamikumfang auf Film so schlecht war? 🙂

      • Ich habe mir jetzt mal kurz die Mühe gemacht, die Hinweise von Sabrina (die Sie ja in fast jedem Kommentar legt) nachzugehen. Dabei habe ich mir einen Punkt rausgegriffen und habe mir mal bei DKamera die genannte M5 und die XT2 in Sachen BQ nebeneinander gelegt. Natürlich wird hier nur bei einer Blende (5,6) und einer Brennweite mit unterschiedlichen Objektiven getestet aber für einen ISO Vergleich bzw. Schärfevergleich reicht das allemal. Ich habe mal so einige Varianten durchgeklickt und hauptsächlich mir ISO 1600 bis 6400 angeschaut und ich komme zu dem Schluss das Sabrinas Aussagen durchaus Berechtigung finden. Man sieht zwar dass die Fuji etwas rauschärmer ist, aber dafür ein wenig mehr weichzeichnet. Jetzt meine ich gehört und gelesen zu haben dass Fuji, um zur gleichen Belichtung zu kommen, eine ISO Stufe höher geht als Kameras anderer Hersteller. Ändert man bei der Fuji auf eine Stufe höher dann muss man glaube ich nix weiter dazu sagen. Auf jeden Fall sind die Unterschiede (das sind ja alles 100% Ansichten) gering. Sabrinas Aussagen kann man also sachlich nachvollziehen, wenn man, wie von ihr mehrmals hingewiesen, ein wenig recherchiert. Preislich liegt die Fuji XT gegenüber der M5 doch einiges höher, was natürlich auch andere Gründe hat (wetterfestes Gehäuse, etc.) aber das stimmigere Gesamtpaket (Die M5 hat ja dazu auch noch einen 5 Achsen Bildstabi an Board, den die XT2 nicht hat) was vor allem Preis/Leistung betrifft hat für mich auch eher die Canon, wobei mir das Bedienkonzept der Fuji doch auch sehr gefällt. Es haben also beide Kameras ihre Vorzüge. Preislich kommt die Canon weit besser weg, was viele Konsumenten wohl auch eher zu Canon greifen lässt, was ich hier durchaus verstehen kann.
        Ich betone dass ich Fuji auch als sehr gut Kamera sehe, sie aber Meinung nach zu sehr in den Himmel gehoben wird. Dazu möchte ich folgenden Artikel über der den X-Trans-Sensor beifügen der ein wenig zum Nachdenken anregen kann:

        https://petapixel.com/2017/03/03/x-trans-vs-bayer-sensors-fantastic-claims-test/

        Jede kann sich seine Schlüsse selber ziehen. Die „verbalen Angriffe“ auf Sabrina finde ich aber nicht gerechtfertigt und es sollte durchaus ein gewisses Maß an Respekt anderen gegenüber eingehalten werden auch wenn man nicht der Gleichen Meinung ist.

      • @Mirko: Offizielle Verwarnung. Ich bin in den meisten Punkten auch nicht einer Meinung mit Sabrina, überhaupt gar nicht, und zwar gar gar nicht, aber sie bleibt im Gegensatz zu dir (soweit ich das verfolgt habe) höflich. Und darauf lege ich hier Wert.

      • @ Thomas Wurm,
        zum Thema Fuji / ISO / Belichtung zitiere ich mal Fujisecrets ( älterer Artikel)

        “ die Sensoren in modernen Kameras (außer Canon) heute in der Regel “isolos” arbeiten. Darunter verstehen wir Kameras, bei denen die ISO-Verstärkung des Bildsignals (also die Anpassung der Bildhelligkeit durch höhere ISO-Einstellungen) wahlweise vor oder nach dem Schreiben der RAW-Datei erfolgen kann, ohne dass sich die Ergebnisse qualitativ nennenswert unterscheiden.“

        Es ist nicht nur Fuji die mit sogenannten ‚isolosen Sensoren“ arbeiten…..
        Zum Preisleistungsverhältnis hast Du einige Punkte aufgeführt hinzu kommt noch Verschlusszeit, kein Plaste & Elaste Body, leiser elektronischer Verschluss, das Gesamturteil Fuji XT2 96,59% Bildqualität 5 Sterne….Canon M5 Gesamturteil 89,2 % Bildqualität 4 Sterne….da ich mir auch die Mühe mit den Vergleichsbildern gemacht habe kann ich die Beurteilung bzgl. der Bildqualität dkamera nur bestätigen.
        Da es Personen gibt die meinen das UWW von Canon sei das Nonplusultra und auch gerne mit Testseiten daher kommen möchte ich gerne mal Digitalkamera.de zitieren

        „Im Weitwinkel zeigt sich die typische starke Tonnenform, laut Labor mit 2,5 Prozent gut sichtbar“ (Canon)

        und

        „ Auch die Verzeichnung ist hervorragend auskorrigiert, lediglich am kurzen Brennweitenende ist überhaupt eine geringe Verzeichnung von knapp über 0,5 Prozent Tonnenform messbar, subjektiv ebenfalls völlig unauffällig.
        (Fuji)
        Da bezahle ich doch lieber ein wenig mehr 😉

      • @Mirko

        Danke für die interessante Info. Den Begriff isoloser Sensor höre ich tatsächlich zum ersten Mal. Das muss ich mir in Ruhe nochmal genauer anschauen. Im Wesentlichen scheint der Unterschied einfach der zu sein, dass der ISO Wert auch nach der RAW Speicherung ein weiteres Mal verändert werden kann und es trotzdem eine RAW Datei bleibt.

        Das die Fuji Objektive hervorragende Objekte sind, steht für mich auch außer Frage. Die Frage bleibt ob eine stärkere nachträgliche Bearbeitung in der Software (Objektivkorrekturen) ein im Endergebnis nicht viel schlechteres Bild ergeben als die besser Objektivfertigung die weniger oder gar keine Korrektur nach sich zieht? Kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht beantworten habe ich noch nie wirklich getestet. Und zum ein bisserl mehr bezahlen … 🙂 Das EF-M 11-22 kostet soweit ich das jetzt bei Amazon gesehen habe ca. 350,– EUR. Das 10-24 Fuji einen flotten 1.000er. Also da sind 650,– EUR Unterschied. Doch ein schönes Sümmchen. Wohlgemerkt möchte ich aber wirklich niemanden kritisieren was er für sein Equipment ausgeben möchte. Es bleibt wohl eine Frage des Anspruchs. Höhere Investition dafür ein noch perfekteres Ergebnis. Auf jeden Fall danke für die spannenden Info und Schönes Wochenende.

      • @ Thomas,
        man lernt immer was dazu.
        Ich möchte kurz noch was erklären, mir ist es völlig Wurst WER mit WAS fotografiert ! NUR geht es mir gewaltig auf den Keks wenn hier irgendwas vorgestellt wird ( ausgenommen Canon) das jemand früher oder später anfängt alles andere in Frage stellt.
        Das Canon UWW hat ein gutes Preis/ Leistungsverhältniss und ist auch kein schlechtes Objektiv aber mehr auch nicht und Lichtstärke ist für die gemeinte Person auch nur eine Art „ schaut mal was ich habe“
        Natürlich kann ich Verzeichnungen später in der BA korrigieren aber ich möchte es gleich korrigiert haben da ich viel mit ooc arbeite.
        Nachdem ich einen doppelten Bandscheibenvorfall hatte war ich sozusagen „Kamerafrei“ da ich meine gesamte DSLR Ausrüstung verkauft hatte. Irgendwann kribbelte es wieder in den Fingern und was spiegelloses sollte her…
        Canon, für mich persönlich keine Objektivauswahl die mich anspricht
        Sony, APS siehe Canon und an VF habe ich kein Interesse
        Nikon, einmal nix
        bleibt übrig mFT und Fuji also wurde es Fuji…..Olympus spricht mich auch an nur haben sie die Kunden auch schon verärgert a) der Wechsel von Analog auf FT b) der Wechsel von FT auf mFT
        Was die Zukunft von mFT betrifft sehe ich momentan nicht schwarz, ok es ist ruhig geworden aber mal schauen was Panasonic/ Fuji so in der Hinterhand haben bzgl. organischer Sensor.
        Ich kann auch sagen das ich zwei Objektive von Samyang besitze, sind preiswert und gut ….von daher Gutes Licht und ein schönes Wochenende

      • @Mirko,
        ich verstehe dich. Manchmal knirschen einfach die Zähne. Das darf auch sein, wenn man angeregt diskutiert. Ich sehe auch, mit dir gäbe es noch viele weitere interessante Themen zu diskutieren. Auf den Organischen Sensor bin ich auch sehr gespannt. Ob bzw. wie das weitergeht. Ich denke Mark wird sicher bald wieder viele geeigneten Beitrag bringen, wo man sich wieder austauschen kann. Beste Grüße und Dir auch gutes Licht!

    • ..mal eine Frage: Hast Du mit einer aktuellen MFT Kamera schon mal fotografiert?

      Bei dem Objektiv gebe ich Dir bedingt Recht – aber schau mal was im Vollformatbereich für ein vergleichbare, lichtstarke Brennweite hingelegt werden muss…

  • Ich denke,dass MFT mit der Zeit nicht mehr mit VF und APC Konkurrenzfähig ist.
    Damals war Lumix Sieger in Sachen Videosgrafie aber die Zeit hat sich viel geändert.
    Das sieht man an Sony und Nikon.Man hat sich an beiden Format ständig verbessert-
    Mit Lowlight ,Rauscharmut sowie Auflösung ist einfach besser.ZB Lumix ist mit seiner
    neuen Kamera bei 20 stehengeblieben ist,
    VF wie bei Nikon D850 mit Vollflächenabdeckung eröffnet mehr Kreativ in Sache Tiefenschärfe
    so etwas ist nicht möglich mit MFT Sensor.
    Zum Schluss muss ich aber sagen,dass man Lumix oder MFT Kamera nicht wegen Foto sondern
    nur wegen Videografie kauft.
    Eine Kombination zwischen VF und APC Format ist zur Zeit und wahrscheinlich weiter in
    Zukunft die beste Lösung.ZB Eine Kombination aus Nikon D850 und D500 ist für mich eine
    tolle Kameraausrüstung zur Zeit !
    MFT ist für mich langsam Out !

  • Damals haben Olympus und Lumix für MFT entschieden wahrschenilich weil
    Objektiv einfacher und kostengünstiger herzustellen.
    1,2 Objektive klingt sehr professionell hat aber eine andere Bildwirkung und Tiefe
    im Vegleich mit 1,4 VF Objektiv.
    VF haben auch ihre Vorteile und endlich durchsetzen.Ein Beweis dafür sind die neue
    Sigma,Nikon und Sony werden immer besser und erreichen traumhafte Schärfe
    sogar bei 1,4,

    • Fehler werden wiederholt, sowohl Panasonic, Olympus als auch jetzt Hasselblad und Fujifilm GFX – kein quadratischer oder Multi-Aspekt Sensor.
      Heute wäre das Quadrat ein gewaltiger Gewinn – wenn auch mit beschnitt für 16:9 Video – aber auch das wird sich durch die virtuellen Welten komplett verändern und da wird dann auch wieder das Quadrat am spannendsten sein.
      Wir sind 2:3 – 3:4 – 16:9 gewohnt – aber das bleibt nicht dabei.

      Ein größerer Sensor wird immer seine Vorteile behalten – solange bestmögliche Objektive zur Verfügung stehen und verwendet werden – das ist ja leicht zu Verstehen.
      Olympus, Panasonic und Fujifilm haben sich hier bei allen Formaten sehr verdient gemacht – bei den Objektiven.
      Da wo Canon, Nikon, Sony, Tamron und teilweise Pentax & Sigma seit Jahren schwächeln im APS-C Format.

  • Hallo Sabrina, welches UWW von Canon(M-Reihe) mit APSC Anschluss kann es denn mit einem Olympus 7-14 mm f 2.8 oder einem Fuji 10-24mm f 4.0 in Punkto Abbildungsleistung auch nur annähernd aufnehmen? Ja, die kosten dann auch richtig viel Geld.

    Einen Fuji RAW Konverter für die Bearbeitung gibt es übrigens auch und das kostenfrei.

    Ich bekomme regelmäßig die Bildergebnisse einer Oly OMD 1 mark II zu sehen und kann mir sehr gut vorstellen, dass die neue Panasonic G9 sehr viele Anhänger finden wird. Also G9 mal auf den Zettel setzen. Ich steige dafür aber nicht von der Fuji x-pro 2 um, weil mir Fuji ständig durch neue Upgrade die Kamera erneuert. Toller Service.

    • Ronikon,
      wer allergisch auf Metall reagiert ist doch bestens bei Canons M Klasse aufgehoben, wer gerne seine Objektive und Kamera bei Regen in Plastiktüten verhüllen möchte sollte auch auf die M Klasse zurückgreifen ….naja und was die Dynamik angeht so schafft es nicht einmal die moderne M5 an der Fuji S5 aus dem Jahre 2006 vorbei zu ziehen und so manch eine totgesagte mFT Kamera liegt ein paar Plätze vor der hochgelobten Sabrina Kamera…

      • Was die Leute an Canon gefressen haben verwundert mich immer wieder, sogar die Bilder auf der Canon Homepage sehen unprofessionell aus, unscharf, verwackelt, blass oder verpixelt. Der Wow Effekt fehlt da einfach.
        Auch in Sachen Video lassen sie stark nach….

      • ich bin kein fan irgend einer marke oder sensor formates, und sehe canon auch eher kritisch. aber hier klingt es immer so, als waeren einige marken oder sensorformate voelliger schrott. demnach kann man gar nicht glauben das photographen wie sebastião salgado ihre großartigen bilder mit irgendwelchen kameras machen, die bereits mehrere jahre alt sind. obwohl ich habe da eine ahnung … wahrscheinlich sind diese photographen nicht damit beschaeftigt, noch schnell die neuste kamera vorzubestellen und sich dann zu aegern das eine noch „bessere“ kamera erschienen ist. wahrscheinlich haben sie keine zeit dafuer weil sie photographieren …

      • Sie haben völlig Recht.
        Echte Kommentarspalten-Fotografen fotografieren bei Regen die Kugel des Berliner Fernsehturms von unten.
        Ohne Regentropfen auf der Linse ist das Foto doch nicht kreativ.

        Die Blenden von Ultraweitwinkelobjektiven sind in der Regel nicht geeignet, zu verhindern, dass Regentropfen auf die Linse kommen, andernfalls würden die den Rand des weiten Winkels verdecken.
        Das kann man man natürlich als Händler nicht wissen. Da müsste man schon mal Fotografieren gehen.

        Und überhaupt haben die Leute bei Regen gefälligst nicht den trockenen Unterstand aufzusuchen, sondern zu Fotografieren, um die Notwendigkeit wasserdichter Gehäuse zu erkennen.

        Das wäre ja noch schöner, die Kamera in Plastetüten einzukleben, nur um den Aufpreis für die Wasserdichtheit zu sparen. Wo kämen wir denn da hin? Das ist doch fast wie Schnitten selber schmieren statt das Geld am Bratwurststand abzuliefern.

        Fragen Sie den Händler, der wird immer sagen, dass die Haare zu lang sind, ähm die Kameras zu billig.

        Gibt es eigentlich Kameras, mit denen man nicht bei minus 10° Celsius fotografieren kann? – weil auch damit geworben wird.

      • Ja Emanuel – Canon ist das Unprofessionellste was es gibt.

        So ist das eben, wenn man als Objektiv den doppelten Jägermeister verwendet, dann ist alles unscharf, wenn man nicht gleich doppelt sieht – sozusagen mit Redundanz.

    • @ Ronikon

      mit Adapter passen alle L-Objektive ohne irgendwelche Verluste an jede EOS M (mache ich zur Zeit regelmässig) und die Bilder werden super, aber selbst mit dem 22mm Pancake oder dem 15 – 55mm der M-Reihe lassen sich sehr gute Bilder machen. Schicke dir gerne Testbilder – unbearbeitet, damit du deine Vorurteile ablegen kannst. Gib mir einfach deine E-Mail und ich schicke Dir, von Makro über Landschaft oder Langzeitbelichtung Testbilder.

      • Sie meinten das 15-45mm Objektiv.
        Angeblich ist dies noch eines der „schlechteren“ EF-M Objektive.

        Das Canon-Bashing was einige hier abziehen, wobei wirklich gelogen wird, dass sich die Balken biegen, erinnert mich eher an bezahlte Agenturen, als an Leute, die selber fotografieren.

    • Was bezwecken Sie denn mit dem Kommentar?

      Die mFT UWW 7-14mm reichen nicht an die Qualität des EF-M 11-22 heran, insbesondere das Panasonic nicht. Kosten aber fast das Dreifache.

      Ich besitze zufällig das 11-22, weil ich Architektur fotografiere und zum Beschneiden auf 16/9 braucht man links und rechts noch etwas Bild, wenn man nicht auf die Panoramatechniken zurückgreifen will.

      Die von DXO gemachten Angaben erreicht das Objektiv. Da ist nichts beschönigt. Im Gegenteil scheint DXO eher kritisch gemessen zu haben.

  • Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben 🙂 Grundsätzlich finde ich die Kamera echt spannend und ich suche schon seit einiger Zeit nach einer Kamera die meine G85 (für Video) und D7100 (für Fotos) ersetzen kann, zwei Systeme zu pflegen macht keinen Spaß.

    Die Panasonic ist echt nah dran und was sie umsetzen machen sie ordentlich, aber ich habe auf einen günstigeren Preis gehofft. Mal sehen wie sich der Straßenpreis entwickelt, direkte Konkurrenz ist ja vorhanden.

    Zu eurer Debatte, ich bin da voll auf APS-C und auf die neuen Sony A6*** gespannt.

  • Ich will mal nicht auf die üblichen Streitthemen der Sensoren und Systeme eingehen. Ist gut, daß es viele Systeme gibt und wir immer wieder mal was neues kaufen können. Andererseits bin ich nach 6 Jahren MFT und Lumix Fan am Ende (erstmal) angelangt. Ich stelle aktuell auf FUJI X-E3 und X-T20 um. Mein Schwerpunkt ist das Videofilmen und schon da ist der Fuji Sensor eine Pracht. Ohne Log Tricks bekomme ich Videoaufnahmen aus der Camera, die einfach „cinematik“ wirken. Bei MFT bekommt man diese Ergebnisse nur mit flachen Bildstil und viel Grading und Lut Arbeiten beim Videoschnitt hin. Da gibt es Fetischisten, die in DaVinci oder Lumetri eine 60 Sekunden Clip über mehrere Tage bearbeiten, das kann ich mir als Hobbyfilmer aber nicht leisten.
    Eine weitere Enttäuschung und eigentlich der Hauptgrund Panasonic abzustrafen ist das aktuelle Marktverhalten. MFT ist groß geworden mit überschaubaren Preisen bei Objektiven und Kamera. Zum Beispiel günstige und sehr gute Festbrennweiten für 300 EUR. Man hatte mit MFT das Gefühl als Revoluzzer unterwegs zu sein und erlangte damit beeindruckende Ergebnisse. Meine G81 für noch unter 1000 EUR ist da aber am oberen Ende angelangt. Ich leiste mir gerne neues, wie eben auch einen Systemwechsel, aber eine MFT Kamera für 1800 oder 2000 EUR???
    Kein Wunder, daß zu Recht über die Sensorqualität regelrecht gestritten wird. Da ist auch aus meiner Sicht MFT weit über Preis und Qualität hinaus gefahren.
    Die Folgen: Mit dem Hype der Premiumkameras wird deutlich mehr im gehobenen Bereich verkauft. Sony und auch Panasonic mit der GH5 haben traumhafte Verkaufszahlen und sicher eine max. Gewinnmarge. Daher bleibt der nicht so abgehobene Amateur auf der Strecke. Wo bleibt denn nun ein zwingender Nachfolger für LX100? Oder eine minimal verbesserte G81, die noch um die 1000 EUR bleibt?
    Ich vermute, da wird nichts kommen, sondern noch eher eine Kamera die dann als Lumix mit MFT über 3000 EUR kostet.
    Das gleiche gilt für die Objektive. Ich gebe allen hier Recht, die daran zweifeln, daß jemand als Amateur 1000e von EUR für eine Optik ausgibt.

    • Den IBIS möchte ich nicht mehr missen, vorallem zum Filmen. Preislich muss ich sagen fahre ich mit meiner Nikon APS-C sehr gut, viele Drittherstellerobjektive wie Sigma, die auch von der reinen Bildqualität meiner Meinung nach sogar besser sind als Nikon selbst. Sigma 17-50mm 2.8 habe ich unter 300 EUR neu bekommen, kauf das mal für die Panasonic da bin ich regelrecht erschrocken was die Objektive kosten.

      Nikon muss mit Software und Features dringend nachziehen, da ist für mich Panasonic ganz vorne, Fuji soll auch ganz gut sein aber eine Fuji hatte ich noch nicht in der Hand.

    • Ich finde, die Kritik in Bezug auf die Entwicklung, die mFT genommen hat, ist nicht berechtigt. Genau diese günstigen Kameras und Festbrennweiten gibt es doch immer noch. Eine GX80 kann man für ca. 500CHF erwerben. Die G81, eine Kamera die ca 1 Jahr auf dem Markt ist, steht momentan noch gar nicht zur Erneuerung an, weshalb sollte man von einer Produktlebenszeit einer Kamera von unter 2 Jahren ausgehen? Wieso erwartest Du bereits einen Nachfolger? Genau diese G81 kann man momentan zusammen mit dem 14-140mm von Panasonic für 800 CHF erwerben. Olympus hat erst vor 2-3 Monaten sein Einstiegsmodell erneuert. Ich sehe keinen Anlass zur Annahme, dass Panasonic den mFT-Einstiegsbereich aufgeben sollte.

      Was die Objekte betrifft, alleine von Panasonic gibt es folgende Festbrennweiten zu folgenden mehr als akzeptablen Preisen:

      25mm; 1,7 185CHF
      20mm; 1,7 249CHF
      42,5mm; 1,7 339CHF
      30mm; 2,8 297CHF
      14mm; 2,5 349CHF

      Weitere mFT-Festbrennweitenobjektive werden zu vergleichbaren Preise auch von Olympus angeboten. Selbst Zomms kann man in diesem Preisbereich erhalten.

      Olympus und Panasonic haben in ihren Programmen sowohl niedrigpreisige als auch hochpreisige Objektive und Kameras. Einem Einsteiger ist es dadurch möglich, im gleichen System auch mit anspruchsvolleren Kameras zu fotografieren und zu filmen, ohne sich neue Objektive zulegen zu müssen. Selbst Profis greifen auf mFT zurück, zumindest als Zweitsystem. Die 20MP Sensoren von Panasonic und Olympus bieten meiner Ansicht nach ganz hervorragende BQ, ich kann die Kritik an diesen Sensorennicht nachvollziehen, in den allermeisten Fällen wird man nicht feststellen können, ob ein Foto mit diesem Sensor oder einem APS-C Sensor gemacht wurde. Aber dieser Vergleich zwischen den Systemen/Sensoren wolltest Du ja gar nicht machen, wenn man Deinem ersten Satz Glauben schenken darf 😉

      • Es ist die Frage, was man fotografieren will.

        Kein einziges der von Ihnen aufgeführten Objektive ist zur Fotografie von Architektur innerhalb von Städten oder auch von Dorfkirchen geeignet, weil der Weitwinkel zu klein ist. Man kann bei der Architekturfotografie den Abstand zum Motiv nicht nach Brennweite wählen.

        Da kommt man um das 7-14 mm von Zuiko, das zwar ganz gut, aber sehr teuer ist, nicht drumherum.

        Bbei APS-C ist man da besser aufgehoben, insbesondere bei Canon. Nikon hat im UWW in APS-C nichts zu bieten. Erst mussten die Leute das10-20mm von Sigma kaufen. Danach kam Nikon mit dem 10-24mm – eher Durchschnittsqualität und ohne Bildstabilisator – zum Geschenktpreis von 800 Euro mehr als doppelt so teuer wie Canon.

        Da habe ich dann noch ein paar Euro draufgelegt und bin von Nikon zu Canon gewechselt was ich bisher nicht bereut habe.

        Der von der Werbung gebetsmühlenartig beworbene technologische Vorsprung der Sensoren von Sony/Fuji ist meiner Meinung nach bei weitem nicht so bedeutend, wie es in der Werbung suggeriert wird.
        Es scheint eher eine Art Verdeckungs-Werbung zu sein, unter der versteckt wird, dass viele andere Kameradaten eher nicht so berauschend gut sind.

        Nikon orientiert sich zu einseitig an Porträt-Fotografen. Das dürften aber die wenigsten Freizeitfotografen betreiben. Da gibt es einfach Interessanteres.

      • Hallo Sabrina,

        es ging mir mit meiner Antwort gar nicht darum, ob UWW-Objektive zu günstigen Preisen vorhanden sind oder nicht. Es ging lediglich darum, dass man sich bei mFT weiterhin günstig mit Kamera und Festbrennweiten eindecken kann, wenn der Preis ein oder das wesentliche Kaufkriterium ist.

        Es ist ja fast selbstverständlich, dass bei Crop 2 keine günstigen UWW möglich sind, aber wegen UWW habe ich mir auch nicht mFT als Zweitsystem zugelegt. Zum einen ist mein Bedarf an diesen Brennweiten dann doch nicht häufig genug, zum anderen habe ich das Canon EF-S 10-22mm, das mir für die wenigen Fälle, bei denen ich ein starkes Weitwinkel benötige mir immerhin 16mm entsprechend VF bei meiner Canon APS-C bietet. Für Canon-VF habe ich mir erst gar kein UWW zugelegt. Das 10-22mm ist zwar nicht das allerneueste Objektiv, ich bin aber mit seinen optischen Eigenschaften weiterhin zufrieden. Im übrigen, für Architekturfotografie könnte man auch auf manuell fokussierte Objektive zurückgreifen und da wird man auch für mFT bei Samyang fündig.

    • Auch ich finde deine Kritik nicht ganz berechtigt. Solange eine Hersteller nur neue Märkte erschließt, aber seine alten Märkte und Zielgruppen nciht aufgibt, können doch alle froh sein. Entwicklungen aus höheren Modellen, die es sonst vielleicht nie gegeben hätte, finden irgendwann auch Einzug in günstige Modelle. Siehe Olympus IBIS: jetzt hat auch schon die EM-1o Reihe einen 5-Achsen-Stabi seit der Mark II. Und jetzt mit der Mark III sogar 4K-Videos. Und diese richtet sich ganz gezielt an Erstnutzer. ich glaube nicht, dass Olympus diese Entwicklungen nur für eine Einsteigerkamera auf sich genommen hätte.
      Dass dir persönlich die Schwesternmodelle GH5 und G9 zu teuer sind spricht doch nicht gegen das System. Die GH5 ist halt das Vorzeigeprojekt. Die Entwicklung der G9 war wahrscheinlich mit der GH5 als Vorlage nicht übermäßig schwierig. Und schon hat man zwei Top-Modelle für verschiedene Anwendungsbereiche, die mir Leute in das System ziehen. Somit wird das System „von oben“ attraktiver. Damit auch „von unten“ neue Schichten nachkommen, werden dann ein paar Neuerungen im Laufe der Zeit an die Einsteigermodelle weitergereicht.

      Zum Thema Objektive: Es ist doch logisch, dass anspruchsvolle Sensoren und Fokussysteme, die überzeugen sollen, auch Objektive benötigen, die dafür konzipiert wurden. Dass diese ihren Preis haben ist halt auch klar. Aber das heißt ja nicht, dass andere Kameras nicht mehr versorgt werden. Panasonic und Olympus haben sogar den Vorteil, dass die Entwicklung nicht auf Kosten eines anderen Sensorformats gehen muss. Bei Nikon und Canon müssen sich die Firmen entscheiden, ob sie nun ein EF-S /DX oder ein EF/FX Objektiv entwickeln. Sony hat das ganze nochmal plus der Frage A oder E Mount. Pentax muss auch noch ans Mittelformat denken.
      Aber MFT ist halt MFT. Da unterscheidet man vielleicht zwischen sehr guten teuren und angemessenen günstigen Objektiven. Aber zumindest kann man sich das gleiche Objektiv kaufen – egal ob für die EM-10 (ohne Zusatz), GH2 oder die GH5/ EM-1 II.

      • Ich persönlich bin seit knapp 5 Jahren begeisterter MFT-Nutzer. Davor APS-C. Letztes Jahr habe ich mein restliches APS-C-Equipment endgültig und vollständig verkauft.
        Dennoch kann ich die Kritik an der Preisentwicklung absolut nachvollziehen. Die einfachen Modelle bis zur Mittelklasse wurden einfach vernachlässigt, insbesondere von Olympus.
        Natürlich weiß man als ambitionierter Fotograf, dass Megapixel nicht alles sind und bei kleinen Sensoren auch nachteilig sein können.
        ABER seit 5 Jahren den Sprung auf 20MP bei E-M10 und E-M5 zu verschleppen, finde ich KATASTROPHAL für das Marketing und für den Mittelklasse-Fotografen. Gerade Einsteiger, bei denen Begriffe wie Rauschen und Pixelgröße noch nicht mit dem Einfluss auf die Bildqualität verbunden sind, achten nun einmal einfach primär auf die Anzahl an Pixeln. Und dann wird eben Sony mit 24MP und miesen Einsteigerobjektiven oder ultra-klobige Canon mit den Canon-typisch veralteten Sensoren gekauft. Die Kamera bleibt dann nach der Anfangseuphorie regelmäßig daheim, da „zu schwer“, „mit reicht eigentlich die Bildqualität des Handys“ etc. Das habe ich in meinem Freundeskreis und in der Familie in den letzten 5 Jahren zig-fach erlebt. Aber zu einem anderen System wechselt dann keiner (bzw. kaum einer, noch nie erlebt) mehr.
        Mit der Entwicklung von MFT in Richtung Profi-Preissegment bleibt einfach der wichtige Einsteigermarkt nicht abgedeckt. Genau das ist meiner Meinung nach aber sehr große Zielgruppe von MFT. Also: Wo bleibt die Weiterentwicklung von MFT in diesem Bereich? Auch wenn es nur um plakative Pixelzahlen geht…
        Tja, Pech für Olympus und Panasonic.

  • Mein unmaßgeblicher Senf zum Thema Sensorgröße.

    Physikalisch gesehen ist der größere Sensor mit der selben Auflösung und dem selben Bildausschnitt immer im Vorteil.

    Die optischen Gesetze sind für alle Formate gleich. Deswegen wird die optische Leistung von größeren Pixeln auch besser genutzt wie es bei kleineren Formaten aus verschiedenen Gründen nicht der Fall ist.

    Dafür haben kleine Sensoren große Vorteile in der Makrofotografie. Dazu kommen noch Spezialisten für schwächeres Licht oder die Infrarot/UV Sensoren für den Nischenbetrieb in der Industrie und in der Überwachung.

    Allen gemein ist Datengenerierung der Bilder mit weniger oder mehr Aufwand an Hard- und Software in der Kamera. Diese Leistung entscheidet heute im Wesentlichen darüber wie gut ein Datensatz ist. Ob das Gerät von Canon Nikon Fuji Sony oder Panasonic gebaut wird ist egal.

    Der Anwender sucht sich sein Arbeitsgerät nach dem eigenen Anforderungsprofil aus. Weil es private Kunden gibt die sich nicht zwei oder drei Systeme kaufen wollen gibt es auch vermehrt „Alleskönner“ im Angebot. Die Panasonic G9 zähle ich zu diesen Versuchen. Zugegeben ein sehr guter Versuch einer Universalkamera.

    • „Dafür haben kleine Sensoren grosse Vorteile in der Makrofotografie“.

      Welche denn? Etwa die grössere Schärfentiefe? Dann müssten doch alle Landschaftsfotografen mit einem kleinen Sensor arbeiten, da dann garantiert von vorne bis hinten alles scharf ist. Machen sie aber nicht, wieso wohl?

      Wenn ich im Studio oder zu Hause kleine Motive fotografiere, die möglichst durchgehend scharf sein sollen und ausreichend beleuchtet werden können, dann genügt ein kleiner Sensor wohl vollkommen.
      Die meisten Makrofotos entstehen jedoch in der Natur, seien es Motive wie Blumen, Insekten, Strukturen, Eisgebilde oder auch Pilze. Wer die Bilder der verschiedenen Makrofotowettbewerbe anschaut, wird dem sicher zustimmen. Früher war es gang und gäbe, dass auf Blende 22 gestellt und mit Blitz fotografiert wurde, damit das Motiv durchgehend scharf und der Hintergrund schön schwarz war. Das wäre mit einem kleinen Sensor gut zu realisieren, doch leider interessiert sich heute kein Mensch mehr für solche Aufnahmen.
      Der Trend geht heute zum Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Das Motiv soll schön freigestellt sein, möglichst mit schönen Bokeh und im Morgen- oder Abendlicht. Nehmen wir das Beispiel mit einer Blume. Man könnte die Schärfe nur auf den Blütenstempel legen und und den Rest der Blume in Unschärfe verschwimmen lassen. Man könnte noch auf das tolle Abendlicht warten, bevor man die Aufnahme macht, und blöderweise ist es in der freien Natur praktisch nie windstill. Und gegen Bewegungsunschärfe sind leider ein Stativ, ein 9-Achsenstabi oder ein Antiwackel so ziemlich hilflos. Was macht man also? Richtig! Einzige Lösung: rauf mit dem ISO, um auf eine ausreichend kurze Belichtungszeit zu kommen, ähnlich wie bei der Wildlifefotografie. Falls man doch mal die ganze Blume scharf haben möchte, einen Frauenschuh z.B., kann man auch zu einem Tele greifen, wie das heute häufig gemacht wird. Da hat man dann die ganze Pflanze scharf und trotzdem ein schönes Bokeh!
      Es geht also immer darum, was man genau fotografiert und wann. Makro ist nicht gleich Makro. Wenn ich tagsüber Schmetterlinge fotografiere, dann nehme ich auch oft die APS-C Kamera, denn etwas mehr gefühlte Brennweite ist immer willkommen. Abends greife ich dann jeweils gerne zur Vollformat Kamera, weil ich herausgefunden habe, dass sie bei höheren ISO-Zahlen weniger rauscht (zeigt ja jeder Test). Dies ist auch der Grund, wieso Landschaftsfotografen zu grossen Sensoren greifen, weil sie nämlich morgens und abends unterwegs sind, und der grössere Dynamikumfang kommt noch dazu.

      Fazit: Deshalb gibt es nicht die Kamera, das Objektiv oder den Sensor für ein breites Thema, sondern es kommt darauf an, was denn jemand genau fotografiert und wie. Makro ist nicht gleich Makro, Landschaft ist nicht gleich Landschaft, Architektur ist vielleicht Architektur, aber auch nicht immer, usw.

      • Im Studio benutzt wohl jeder eine Fachkamera mit ihren Verstellmöglichkeiten und ein digitales Rückteil, abblenden ist dank genügend vorhandenem Licht und bester Objektive auch kein Problem.

        Das man viel mit anderen Werkzeugen zB. Zörkendorfer und Novoflex um nur zwei zu nennen mit Vollformat und APSC ebenso erfolgreich erledigen kann dürfte bekannt sein.

        Von wegen dem Spiel mit der Schärfe und der Unschärfe. Das hat dann aber physikalisch nichts mit der Sensorgröße zu tun.

        Und wer weniger investiert kann mit diversen Bildbearbeitungsprogrammen bis zu 999 Schärfe Ebenen zu einem knack scharfen Ergebnis zusammen rechnen lassen.

        Die im Artikel erwähnte Lumix G9 bietet Post-Focus- und Fokus-Stacking-Funktionen schon in der Kamera an. Da ist es dann sehr einfach den richtigen vom Wind bewegten Frauenschuh auszusuchen und den Schärfe Bereich nachträglich zu setzten. Ohne den ganzen Zauber mit hohen ISO Werten.

        Das mit dem größeren Dynamikumfang beim Mittelformat hat bis vor 2 Wochen immer gegolten. Mittlerweile hat der Sensor von der Nikon 850 ebenfalls 15 Blenden Dynamikumfang erreicht. Nur in der Farbtiefen Darstellung hinkt er noch ein klein wenig hinterher.

        Fazit: Immer den richtigen Sensor für die jeweilige Aufgabenstellung verwenden, das bedeutet das man mindestens drei Systeme vorrätig hat, weil es die „Eier legende Woll- Milch- Sau“ noch nicht gibt.

      • Das Fokus-Stacking der G9 ist natürlich schon eine Bereicherung, wenn man das braucht. Fragt sich nur, was beim Verschieben des Fokus mit dem Hintergrund passiert, da müsste man dann halt die Bilder genauer anschauen. Ich habe schon einige Blumenbilder gesehen, die mittels Fokus-Stacking fotografiert wurden, allerdings wurden dabei mehrere Aunahmen übereinander gelegt. Die Bilder haben mich aber nicht so überzeugt, sie sehen eher nach Bestimmungsbuch aus als nach anspruchsvoller Fotografie.

        Es ist ja klar, dass auch bei den kleineren Sensoren der Dynamikumfang laufend besser wird. Die D850 ist brandneu und ist jetzt eine Weile vorne, bis die neuen Sensoren fürs Mittelformat herauskommen (sind ja schon angekündigt).

        Wieso ich eigentlich auf den Kommentar geantwortet habe, ist die Behauptung:

        „Dafür haben kleine Sensoren grosse Vorteile in der Makrofotografie“

        Das interessiert mich als begeisterter Makrofotograf nun wirklich brennend. Was sind denn nun die grossen Vorteile? Vielleicht habe ich ja etwas übersehen …

  • @Alfred Proksch: Danke für eins der wenigen vernünftigen Kommentare hier auf Photografix.

    @Mark: Auch dir möchte ich für deine Mühe danken.

    Den anderen Experten einen schönen Tag

  • Leider kein einfacher „Klappdisplay“, der bei starkem Umgebungslicht sehr praktisch ist, weil er im Schatten der Kamera bleibt. Auch keine schnelle, „blinde“, mechanische Verstellung von Zeit, Blende und ISO wie z.B. bei der Fuji XT1/2, oder wenigstens von Zeit und Blende wie bei der Panasonic LX100.
    Pluspunkt: der schöne Sucher.

    • Das ist doch so nicht richtig. Die G9 hat, wie auch schon die GH5 oder die G81, rechts oben zwei mechanische Einstellräder, die für die mechanische Einstellung von Zeit und Blende benutzt werden können und zwar mit der gleichen Hand ohne umgreifen und ohne das Auge vom Sucher nehmen zu müssen. ISO kann durch Drücken der eigens vorgesehenen ISO-Taste, oder durch Verlegung auf eine der Fn-Tasten, beispielsweise eine, die mit der gleichen Hand bedient werden kann, aktiviert werden. Durch nachfolgendes drehen an einem der Stellräder wird dann die ISO verstellt. Meiner Ansicht nach ist das eine „blinde“ mechanische Verstellbarkeit, die sogar noch schneller und intuitiver erfolgen kann als bei Fuji, auch wenn das Fuji-Bedienkonzept ebenfalls sehr gut ist.

      • Mit „blind“ meine ich richtig blind, also:
        1) ohne die Kamera einschalten zu müssen,
        2) ohne in den Sucher zu schauen
        3) und erst recht aufs Displaybild.
        Also wie früher.
        Das spart Strom und ist extrem diskret. Bei der meisten Fotografie von Menschen in Innenräumen (Hochzeiten, Feten, Tagungen, v.a. Konzerten und Theater) soll die Kamera möglichst unsichtbar bleiben, und nur in der Sekunde der Aufnahme ans Auge gebracht werden. Das ist unmöglich, wenn man sie für jede Einstellung einschalten und angucken muss.
        Marc

      • Ich frage mich, wie Sie die RICHTIGE Kombination von Blende, Zeit und ISO einstellen, ohne die Kamera einzuschalten? Klar kann man an den Rädchen auch bei ausgeschalteter Kamera drehen, aber wie hoch ist Ihre Trefferquote, dass Sie dabei die richtige Kombination für eine korrekte Belichtung Ihres Motivs bei gerade dem voreingestellten Bildausschnitt treffen? Ich kann mir das wirklich nicht vorstellen, wie das gehen soll?
        Vor allem bei einer DSLM, bei der man den Sucher nicht zwingend benutzen muss, kann man sehr wohl über das Display, vor allem wenn es klapp- und schwenkbar ist, hervorragend unauffällig und sehr schnell die Kamera einstellen, die Bildkomposition vornehmen und abdrücken. Ich habe damit keine Probleme unauffällig zu sein. Welche Vorteile damit im Vergleich zu DSLRs verbunden sind, ist mir erst klar, seit dem ich auch mit einer DSLM fotografiere, u.a. Kinder- und Streetfotografie. Um sich ein oftmals nur für einen kurzen Moment ergebendes Motiv festzuhalten ist für mich viel entscheidender, dass man vor allem Blende und Zeit mit der gleichen Hand und ohne umgreifen zu müssen blitzschnell einstellen, am Display/Sucher kontrollieren und falls notwendig korrigieren kann. Aber jeder hat eben seine eigenen Vorlieben und Techniken, eine Kamera zu bedienen.

      • Thomas, bei Fuji ist es möglich komplett stromlos alles einzustellen…
        Blende am Objektiv, ISO am Einstellrad wo die Werte vorgegeben sind gleiches gilt auch für die Zeit

      • Hallo Mirko, danke für Deinen Hinweis, aber das ist mir bekannt (immerhin war ich sehr nahe daran, mir eine XT20 zuzulegen) und das meinte ich mit meinem letzten Post nicht. Was mir nicht klar ist, ist wie man ohne Strom und damit ohne funktionierenden Belichtungsmesser der Kamera und ohne den tatsächlichen Bildausschnitt zu kennen, für das nächste Motiv die RICHTIGE Kombination aus Zeit, Blende und ISO einstellen soll und dann auch noch eventuell eine gezielte Unter- oder Überbelichtung berücksichtigt, um bestimmte Effekte zu erzielen? Klar kann man aufgrund von Erfahrungswerten das ungefähr abschätzen, aber damit dürfte man sehr häufig zumindest keine optimale Belichtung erreichen. Oder fotografiert der Kollege nur in einem der Halbautomatikmodi, mit Blenden- oder Zeitvorwahl?

  • Der AF mag schnell sein. Aber ungleich wichtiger ist seine Genauigkeit, darüber herrscht Schweigen. Was nützt ein ultraschneller AF ( schneller als 0,1 sek ist bei Fotos nicht nötig), wenn er ungenau ist?

    • In dem von Mark in seinem Artikel vom 9.11.2017 verlinkten Video von Matt Higgs spricht dieser den AF an und bezeichnet ihn als sehr schnell und genau. Und das bereits bei einem Vorserienmodell. Im übrigen ist es schon sehr seltsam, dass Sie über die Genauigkeit des AF nichts gehört haben und daraus schliessen, dass er ungenau sei.

      • Da die Genauigkeit viel wichtiger ist als die Schnelligkeit, und über sie aber meistens kein Wort verloren wird ausser in extrem seltenen Tests (welche so gut wie immer die verheerende Resultate fast aller AF-Systeme aufdecken), finde ich es deplaziert, ein AF-System hoch zu loben, ohne auch nur ein Wort über dessen Genauigkeit zu verlieren.
        Interessant ist es immer, zu erfahren, wie schlecht ein früheres AF-System gewesen ist, jedes Mal, wenn dessen Genauigkeit verbessert worden ist. Auch ist fast nicht bekannt, dass DSLR-AF-Systeme konstruktionsbedingt nie sehr genau bei allen Objektiven sind, weil nicht in der Sensorebene gemessen wird. Um sicher zu sein, muß man jedes Objektiv „eichen“, und beim Objektivwechsel immer etwas einstellen. Aber auch bei sog. Systemkameras ohne Spiegel, vor allem bei solchen, die nur mit der Kontrastmethode arbeiten, hängt die Genauigkeit (und auch die Geschwindigkeit) immer noch sehr stark von der Brennweite, der Blende und natürlich von den Lichtverhältnissen. Und auch und zwar sehr viel vom Motivkontrast. In diesem Gebiet ist noch viel Verbesserung zu erwarten.

      • Ich halte nur etwas von unabhängigen VERGLEICHSTESTS, die leider extrem selten sind, und nichts von subjektiven, einzelnen Erfahrungsberichten von begeisterten Amateuren und/oder Neu-Eigentümern.
        Tests sollten mehrere Kameras vergleichen mit vergleichbaren Objektiven, bei den selben Bedingungen, mit verschiedenen Blenden. Ein solcher Vergleichstest ist in der frz. Zeitschrift „Chasseur d’images“ sowie in Color Foto erschienen. Im besten Falle waren die „Erfolgsquoten“ bei 50%. Bei gutem Licht …
        Bei schlechtem Licht ist ein mechanischer Entfernungsmesser zwar nicht rasend schnell, jedoch brauchbar und, mit Erfahrung, genau, ich denke da an gute Entfernungsmesser wie bei manchen Leica-M Modellen.

      • @Champollion

        stimmt auffallend.
        Da ich seit 25 Jahren Vergleichstests an lebenden Objekten mache, kann ich nur zustimmen.
        Einzeltests von begeisterten Neukäufern sind irritierende Unterhaltung, meist ohne Aussagekraft.

        Aber beim ganzen AF-Thema wird eines gerne unterschlagen – die Sensorgröße spielt eine gewaltige Rolle und damit die erreichbare Schärfentiefe.
        Vollformat ist hier bisher dramatisch im Nachteil gegen mFT und 1″ – genau genommen muß der AF bei diesen kleineren Sensoren gar nicht so präzise arbeiten und bei Vollformat kann er nie präzise genug sein. Der mFT Sensor muß nur endlich im Rauschveralten noch besser werden.
        1600 ISO reichen für kurze Zeiten im Telebereich nur selten aus. und 3200 ISO sind je nach Licht und Motiv schon kritisch.
        Die GH5 war für mich ein Schritt in die falsche Richtung, die Farben verlieren gegen Olympus, der Bildstabi auch, der Foto-AF ist auch deklassiert von E-M1II – nicht einmal mit dem Sucher konnte ich mich wirklich anfreunden, aber Panasonic sieht das offensichtlich genauso – die GH5 ist eine Vidokamera mit otofunktion und die überrashcende Neuheit G9 bringt dann Panasonic hoffentlich wieder auf kurs und vor Olympus und weit vor Sony.
        Abwarten und ausprobieren.

      • Das mag ja alles richtig sein, auch, dass man sich vor allem auf neutrale und objektive Vergleichstest verlassen kann, wenn man die tatsächlichen Eigenschaften einer Kamera kennenlernen möchte. Aber verlangen oder erwarten Sie ganz ernsthaft, dass am Tag der Präsentation einer neuen Kamera und zu einem Zeitpunkt, zu dem nur Vorserienmodelle der G9 verfügbar sind, bereits ein aussagekräftiger Vergleichstest vorliegt? Es ist bisher gar nichts darüber bekannt, wie sich die G9 bezüglich AF-Genauigkeit im Vergleich zu anderen Spitzenkameras anderer Hersteller schlägt. Kann ja auch noch gar nicht, da – wie bereits gesagt – die Serienmodelle erst noch auf den Markt kommen werden und momentan gar nicht verfügbar sind. Ich finde es deshalb nicht fair und auch unangebracht, wenn sie der G9 hier unterstellen, ihr AF sei ungenau.

  • Es dauert nicht mehr lang bis zum Nachfolger der Sony A 6 er kommt.
    Lumix mit seinem MFT Sensor ist veraltert und unhandlich .Nur weil
    man schon einige teure Objektive besitzt deshalb ist schon schwer
    von diesem System zu trennen.Sigma merkt schon und bringt bereits
    2 gute Objektive 1,4/30 und 1,4/16 mm und kommt demnächst noch
    weitere dazu.MFT mit seinem Crop 2x ist nicht mehr interessant.
    MIt 16mm bekommt man 32 mm ! Mit Sony erhält man schon ein
    WW von 24 mm .MFT Leute sollen sich gut überlegen !

    • Name, Rechtschreibung, Grammatik und Inhalt bringen es auf den Punkt: Nichts als unsinniges Zeug!
      Gerade mit Fortschreitender Chip-Technologie werden die Nachteile kleinerer Sensoren verschwinden und die Vorteile größer werden.
      Der Crop-Faktor ist natürlich geschmackssache. Aber dass MFT nur 16mm WW bietet, ist mir neu. Danke für die Info. Ach… Halt… Ich sehe hier gerade ein Standardzoom mit 12-40mm vor mir stehen. Was ergibt das nochmal? 24mm? Oh. Ups. Aber das kann ja gar nicht wahr sein, wenn doch nur Sony 24mm im Angebot hat! Eine Verschwörung!

      • Hallo Jokel !

        Deine Schlagfertigkeit gefällt mir – und die Umschreibung von Tatsachen mit ironischen Humor ist Klasse!!
        Dein Kommentar ist ungefähr so wie ein “ saftiger Fleischbrocken in der trockenen Sülze“ der vielen Kommentare hier!!! So sollte öfter geantwortet werden. Übrigens bin ich Sony – Nutzer.

  • Schade, ich hätte auf eine preislich bei ca. 800€-900€ eingestufte Kamera gehofft. Damit würde Panasonic meiner Meinung nach auch einen etwas breiteren Markt abdecken.
    Mit der G9 stehen sie ja quasi in direkter Konkurrenz zur E-M1 II, aber mit dem Nachteil, dass diejenigen mit Fokus auf Fotos eh schon bei Olympus sind.
    Der Mittelklasse- bzw. obere Mittelklasse-Bereich wird bei MFT derzeit gnadenlos vernachlässigt. Fast alle Modelle sind in der Preisklasse über 2 Jahre alt!!! Erneuert wird nur die Einsteigerklasse, aber mit Preisen der Mittelklasse. Oder eben die Oberklasse. Klasse! 😉

    Nachdem die Preispolitik von Olympus (und jetzt auch Panasonic) und das Erscheinen der E-M10 III mit wieder nur 16MP ein Grund für mich waren, mir Panasonic genauer anzusehen (und auf die GX9 zu hoffen), stehe ich jetzt wieder ohne ein sinnvolles Nachfolgemodell da.
    Schauen wir mal, was die E-M5 III so bringt…

    • @ Jokel
      ….Schade, ich hätte auf eine preislich bei ca. 800€-900€ eingestufte Kamera gehofft. Damit würde Panasonic meiner Meinung nach auch einen etwas breiteren Markt abdecken….

      Das wünschte ich mir auch. mFT ist kleiner als APS-C und sollte damit günstiger sein. Aber dem ist nicht so.
      Dennoch sollten Sie auf die Panasonic G9 sparen, das lohnt sich für Sie, wo Sie doch schon Erfahrung mit Oly. machten.
      Andernfalls rate ich Ihnen zur Nikon D7100/7200, wegen der höheren Auflösung, wenn nicht unbedingt Sport Ihr Hobby ist. Denn die D500, habe ich selbst, ist wieder teuerer. Die genannten bekommen Sie mit dem Sigma 17-50 OS, tolle Linse etwa zu Ihrer Preisvorstellung.
      Dann können Sei wieder größer ausdrucken lassen.
      oder:
      Sie warten noch ein Weilchen, denn Fuji bringt in Bälde die X t2 mit Wackelschutz heraus, dann fällt logischerweiser der Preis der X t2 und xt20 nach unten. Darauf warte ich pers.
      Natürlich kommen dann Panasonic und Oly wieder ins trudeln….
      canon und Sony haben ja auch noch was im Petto, so geht das Spiel munter weiter.
      So können wir Hobbyisten durch zuwarten uns teure Hightec auch zulegen. Man muß nur wissen, was man möchte und etwas später zuschlagen.

      • Genau in diesem Preissegment hat Panasonic die G81 im Programm, die erst ca. ein Jahr alt ist. Meiner Ansicht nach ist sie (auch aktuell) eine der besten Preis-/Leistungsangebote am Markt, u.a. mit Spritzwasserschutz, gute Videofunktion, Post Focus-Modus, 4K-Fotos aus einem Kurzfilm und vor allem, mit den besten IBIS überhaupt am Markt, der sowohl bei Fotos als auch bei Videos hervorragend arbeitet.