Kameras Panasonic Sony

Panasonic rüstet weiter auf, Sony muss reagieren

Mit dem neusten Firmwareupdate für die GH5 setzt Panasonic Sony mächtig unter Druck. Sony muss reagieren, wenn man nicht ins Hintertreffen geraten möchten.

Die Hybridkamera mit den besten Videofunktionen

Es ist immer schwierig, eine einzelne Kamera in einem bestimmten Bereich als „die beste“ Kamera zu bezeichnen. Jeder hat unterschiedliche Ansprüche, Vorlieben und Anforderungen und dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Meinungen, welches nun das beste Produkt für einen bestimmten Einsatzzweck ist.

Wenn es allerdings um die Hybridkamera mit den besten Videofunktionen geht, dann dürfte bei ziemlich vielen die Panasonic GH5 ganz weit oben auf der Liste stehen. Schon mit der Panasonic GH4 hatte der Hersteller Maßstäbe im Videobereich gesetzt und die GH5 lässt in diesem Segment seit einigen Monaten (die offizielle Vorstellung fand im Januar 2017 statt) erneut die Muskeln spielen.

Panasonic setzt Sony unter Druck

Mit einem großen Firmwareupdate, das kürzlich angekündigt wurde, rüstet Panasonic nun weiter auf. Tethering, ALL-Intra Videos mit 4:2:2/10bit, HLG HDR und, und, und. Das setzt Sony gewaltig unter Druck, denn Sony möchte die Kunden ja unter anderem mit den erstklassigen Videofunktionen der eigenen Kameras überzeugen. Doch an die Spezifikationen der Panasonic GH5 kommen die Sony Kameras nicht heran, zudem sind sie deutlich teurer. Das sieht auch Sonyalpharumors so:

No Sony camera in the GH5 price range can even come close to those specs.

Nun kommen die Sony Kameras natürlich mit Sensoren daher, die deutlich größer sind als der Micro-Four-Thirds-Sensor der Panasonic GH5. Das erklärt zum einen die höheren Preise – und rechtfertigt diese zu Teilen auch, schließlich hat ein Vollformatsensor gerade für Fotografen Vorteile. Gleichzeitig ist es für Sony wegen der größeren Sensoren auch schwieriger, Überhitzungsprobleme zu vermeiden.

Dennoch: Für einen reinen Videographen ist die Panasonic GH5 aktuell höchstwahrscheinlich wesentlich interessanter als die Modelle aus dem Hause Sony. Das ist für Sony Kunden aber gar nicht so schlecht, wie es im ersten Moment vielleicht erscheint. Denn die GH5 setzt Sony unter Druck und zwingt das Unternehmen dazu, nachzuziehen. Was hoffentlich irgendwann in den nächsten Monaten in Form einer Sony A7s III oder vielleicht sogar einer Sony A9s geschehen wird.

Panasonic GH5
Preis: 1.999,00€
Zuletzt aktualisiert am 26.04.2018
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

3 Kommentare

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  • Moin,

    es wäre schon ein echte Enttäuschung, wenn Sony nur durch ein neues Kameramodell reagieren kann! Grade eben wenn man bedenkt wie hochpreisig die Dinger sind.
    Wenn man schaut was Panasonic und Olympus über Firmware Updates nachreichen können, wäre es ein Armutszeugnis für eine Firma wie Sony, wenn sie das nicht auch hinbekommen.
    Gruß Henry

  • Warum in einer Sony ,,s“ Kamera?
    Ich habe das Update gerade durchgelesen und es bringt keine weitere Erhöhung der ISO Werte mit sich.

    Mir unklar ist, ob der HDR Videoaufnahmemodus auch ganz normal über ein PC oder Laptop wiedergeben werden kann ohne spezielle Software?

  • Freunde:

    Ich habe 3 ernsthafte Wünsche an die innovationsfreudigen Panasonic und Olympus:
    1.) Olympus soll endlich seinen schon lange versprochenen HD-Modus-frei-Hand, also ohne Stativ fertigstellen und anbieten.
    2.) Die digitale Perspektiv-Korrektur, ganz ohne Shift-Objektive von Olympus (Key-Stone-Korrektur) ist gut, aber leider rein manuell, mithilfe 2er Einstellrädchen am Gehäuse. Spitze wäre sie, wenn sie, je nach Neigung des Kamera-Gehäuses AUTOMATISCH wäre. Dabei hat Olympus längst eine digitale Wasserwaage eingebaut. Vielleicht würde da ein simples Firmware-Update reichen.
    3.) Im Weitwinkel-Bereich ist MFT längst komplett: es gibt Fisheyes mit nur 3 mm Brennweite und 250º Blickwinkel. Aber nicht im Ultra-Tele-Bereich! In meiner Analog-Ära hatte ich ein manuelles 2000er Spiegeltele von MEADE. Heute wäre es mir zu gross und zu schwer.
    Aber gerade deshalb hätte ich gern ein f/10 1000mm in MFT: als Spiegeltele (eine „lange Tüte“ mit Linsen wäre mir da zu sperrig), mit Autofokus (Minolta hatte damals schon AF-Spiegel-Teles) und Image-Stabilizer (OIS). Derartige Teles verwackeln nämlich sogar auf dem Stativ. Wer meint, f/10 und Autofokus ginge nicht: Minolta schaffte es damals mit Phasendetektions-AF schon bei f/8, MFT-Kameras mit ihrem Kontrast-Autofokus werden vermutlich sogar mit f/10 oder f/11 oder noch schlechter fertig.

    Gut Licht: Toivo Willmann