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Panasonic S1R vs. Sony A7r III: Welche Kamera hat den besseren Dynamikumfang?

Wie schlägt sich die Panasonic S1R im Vergleich zur Sony A7r III, wenn es um den Dynamikumfang geht? Erste Testergebnisse geben Aufschluss.

High-End-Kameras mit Fokus auf der Bildqualität

Wer sich für eine Panasonic S1R oder eine Sony A7r III interessiert, der möchte in Sachen Bildqualität keine Kompromisse eingehen. Beide Vollformatkameras arbeiten mit extrem hohen Auflösungen, bei der A7r III sind es 42,2 Megapixel, bei der S1R sogar 47 Megapixel. Es sind die beiden Top-Modelle der Hersteller, wenn es um Bildqualität und Auflösung geht – und dementsprechend kann und sollte man auch mal einen Blick darauf werfen, welcher Sensor denn nun insgesamt das bessere Bild abgibt.

Testergebnisse zum Dynamikumfang

Von Photonstophotos wurde nun der Dynamikumfang der Panasonic S1R getestet. Wenn man die Ergebnisse mit denen der Sony A7r III vergleicht, dann sieht das folgendermaßen aus:

Die schwarze Linie gehört zur Sony A7r III, die blaue Linie zur Panasonic S1R. Dementsprechend zeigt schon ein schneller Blick auf die Testergebnisse, dass die Sony A7r III beim Dynamikumfang insgesamt die Nase leicht vorne hat. Besonders deutlich wird das im ISO-Bereich zwischen 400 und 800, wo der Unterschied fast eine komplette Blendenstufe beträgt.

Lediglich in den richtig niedrigen ISO-Bereichen kann die Panasonic S1R die Sony A7r III schlagen – und die niedrigen ISO-Bereiche werden für viele natürlich am relevantesten sein. Trotzdem geht die A7r III als Gesamtsieger vom Feld, auch wenn die Unterschiede in der Praxis sicherlich nicht allzu groß sein werden.

Normalerweise sind die Tests von Photonstophotos ziemlich genau und zuverlässig, trotzdem lohnt es sich im Zweifelsfall natürlich, auch noch andere Tests abzuwarten und die Ergebnisse zu vergleichen.



Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

34 Kommentare

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  • Das ist schon ein ziemlich starker Unterschied. Die A7RIII hatte ich auch mal für 14 Tage getestet. Eine wirklich gute Bildqualität. Wäre da nur nicht die Sony-typische Bedienung. Für mich als Nikon-User immer etwas ungewöhnlich umständlich. Panasonic hat viel versprochen. Mal sehen, wann geliefert wird. Kürzlich hatte ich mal einen Test des 24-105 Panasonic gesehen. Selbst an der weniger hoch auflösenden Panasonic S1 gab es da bereits Auflösungsschwächen im Randbereich.

    • Nun, vor Jahren habe ich Nikon ADE gesagt und bereue den Wechsel zu Sony auf gar keinen Fall.
      Und ja, Anfangs war das Sony Menü nur mit der Glaskugel bedienbar. Und die Bedienungsanleitung ist, zumindest für mich, wenig bis gar nicht Hilfreich gewesen. Da hatte ich großes Glück, ein Sony Trainer war bei uns in der Stadt und bei einer Tasse Kaffee hat er mir das simpel und einfach erklärt. Die für mich wichtigsten Funktionen wurden so programmiert, das Sie mit einem Drücken abrufbar sind. Heute verstehe ich die Logik hinter dem Menü.

      • Mit einem SONY-Trainer wäre es ja nett die Menues zu lernen. Aber ich fand, bis auf wenige Ausnahmen die Menues von vornherein sinnvoll und bin gut damit fertig geworden. Dagegen habe ich die von Canon und Nikon insbesondere aber Olympus eher befremdlich bis „unmöglich“ empfunden.

  • Jetzt geht das Gehacke wieder los.

    Noch hat keiner mit der Panasonic S1R gearbeitet. Der eine hat dieses gehört, der andere das.

    Wenn ich einige im Studio unter kontrollierten Bedingungen entstandene RAW Bilder vergleiche kann ich für mich persönlich sagen ob mir die Kamera Abstimmung gefällt oder nicht.

    Messergebnisse sind keine Bilder, sie sind Theorie und nichts anderes. Und so lange nicht bekannt ist unter welchen Bedingungen/Voraussetzungen gemessen wurde sind sie gar nichts wert, nicht einmal die Tinte mit der sie gedruckt wurden.

      • Praktisch sämtliche Kameratests werden im Jpeg-Format gemacht. Ausnahme: Colorfoto, die machen auch RAW-Tests, sehr aufschlussreich.

      • Was man wissen muss

        ist das es für die JPEG Abstimmung keine Norm gibt. So hat jeder Kamera Hersteller seine eigene Bildabstimmung und legt damit SEINE Vorlieben fest. Schärfe, Kontrast, Sättigung, Farbgebung sind also vom Hersteller programmiert und haben nicht viel mit dem gelieferten Rohdaten des Sensors zu tun.

        Die Hersteller machen das um die 90% JPEG Kundschaft und die Weiterverarbeitungskette zu bedienen. Deswegen ist unter anderem die Werksabstimmung für den Farbraum immer auf SRGB eingestellt, die Sättigung und der Kontrast sind leicht erhöht.

        Rolf Carl bezieht sich darauf. Deswegen sind diese windigen Tests mit Vorsicht zu genießen!

      • Nur zur Kenntnis: RAW-Fomat und andere sogenannte „Roh“daten sind keineswegs unbearbeitete Sensordaten. RAW-Bilder enthalten lediglich diejenigen Daten, die der Kamerahersteller in die Hände der Anwender geben will, und zwar bearbeitet zu deren Interessen. Der Anwender kann niemals die unbearbeiteten Sensordaten sehen!
        Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenformat

  • Wo braucht man einen hohen Dynamikumfang? Bei schwierigen Lichtverhältnissen in der Natur! Mit welchen ISO-Werten fotografiert man in der Regel bei diesen Aufnahmen? Richtig, sehr niedrigen, weil man die maximale Schärfe erreichen will. Ich denke, dass der Auflösungsvorteil von 5MP gravierender ist, als die marginalen Unterschiede ob pro oder contra Sony/Panasonic. Was sagt uns dieser Test? Beide werden sehr gute Bilder machen!

    Wer eine Kamera nur wegen solcher Marginalien kauft ist in der Fotografie eh am falschen Ort bzw. beim falschen Hobby.

  • Der Dynamikumfang ist ja schlechter als bei einer mFT Kamera !
    Wo sind denn die immer geträumten 14-15 EVs ? Kann man nicht erkennen und sind somit ein Märchen der VF-Kameras.

    • @ OlyNik

      Wo hast du gesehen, dass der Dynamikumfang schlechter ist als bei einer MFT Kamera????

      Photonstophotos misst den Dynamikumfang anscheinend ein bisschen anders!

      Einer MFT Kamera fehlen laut Photonstophotos 2 Blendenstufen Dynamikumfang, also genau dem physikalischen Unterschied in der Größe!

      • In kann die Grafik lesen. In dieser Messung ist der Dynamikumfang nicht besser als bei jeder guten mFT die da auch 12,5 EVs liefern.

        Der Dynamikumfang hat nichts mit der Sensorgrösse zu tun sondern nur mit der Empfindlichkeit / Beschichtung / Signalverarbeitung. Und ein Sensor einer modernen E1MX hat praktisch die gleiche echte ISO-Empfindlichkeit als eine Nikon D850.

      • @Markus J.:
        Danke für den Link.
        Die Messen definitiv anders als viele andere.

        Hier hat sogar eine D850 nur 10,36 EVs und die Olympus E1-MarkII hat 10,17.
        Somit stimmt meine Aussage das heute moderne Sensoren praktisch gleich empfindlich sind. Unabhängig von der Größe des Sensors.

        Bei anderen Tests ist scheinbar der Unterschied höher. Aber vielleicht zahlt ja Olympus zuwenig für die Testergebnisse 😉

      • Die messen anscheinend nur den Dynamikumfang der JPGs und nicht den Dynamikumfang von RAWs, also im Prinzip ein überflüssiger Vergleich, wer den vollen Dynamikumfang der Kameras nutzen möchte, wird sicherlich nicht in JPG fotografieren.

    • OlyNik, tatsächlich ist das nichts neues. Fast alle Sensoren liegen bereits ab ISO 200 ziemlich gleich auf mit Ausnahme der Sony A7III, die stets etwas Vorsprung hat.

      Die richtigen Unterschiede gibt es nur bei ISO 100 und da liegt die E-M5 Mark II und auch die E-M1 Mark II deutlich unter allen anderen Mitbewerbern. Und auch die stets gehypte Fuji X Serie spielt hier auch eher die Nachhut.

      • Wieso ISO 100 wenn der Sensor bei ISO 200 die Beste Leistung bringt ?

        Wenn ich lange Verschlusszeiten brauche (Wasserfall) oder Bach dann schalte ich an der E1MX einfach den Graufilter mit bis zu ND-32-fach ein.

        Fotos gehen in Kombi mit dem Stabi aus der Hand mit bis zu 1-2 Sekunden. Derzeit einzigartig am Markt.

  • ich verstehe bis heute nicht, was Panasonic mit diesen beiden VF-Kamwras will. Wen wollen sie damit zum Kauf animieren? Was können sie entschieden besser als Nikon, Sony, Canon, Fujifilm?
    Ich habe seit der GH1 alle gehobenen Pana-Kameras gehabt und bis heute zur G9 gern damit bestimmte Motive und Situationen abgelichtet. Aber ich sehe keinerlei Sinn in diesen beiden Produkten.
    Sie werden Sony nicht das Wasser abgraben, keinen Canon-Jünger überzeugen und sich schon gegen Nikon sehr schwer tun und wer meint damit filmen zu müssen, versteht vielleicht zu wenig von Filmkameras.
    Ich halte das insgesamt für eine dumme Idee.
    Auch die Leica VF überzeugt mich rein gar nicht und auch Sigma wird da nicht mit einer Kamera überzeugen können.
    Das sind, abgesehen von Panasonic mFT alles Marken, die gar nicht wissen wie eine professionelle Kamera sein müßte.
    Von wem sind überhaupt die Sensoren – die denen von Nikon so ähnlich sind?
    Kann sein das die S-Klasse in Asien gut ankommt, hier in Europa sehe ich dafür nur einen winzigen Markt.
    Panasonic hätte gut daran getan ein modaleres System für verschiedene Sucher, Griffe und Sensoren zu entwickeln.

    • Vollkommen richtig, Cat:

      Welcher neuer Player im VF Markt soll sich gegen die großen 6 (Nikon, Sony, Canon, Fuji, Olympus, Panasonic) durchsetzen ?

      Die haben alle kein vollständiges System, fangen neu an und haben keine große Optikauswahl; und wenn dann lichtschwach. Alle neuen Hersteller werden kein Geld mehr mit VF verdienen. Unterscheiden können Sie sich auch nicht.

      Warum soll jemand diese Kamerasysteme kaufen ?
      Wer hat einen Profisupport ?

      Sieht nicht gut aus für die Neuen.

    • Och, also für Canon und Nikon sehe ich die Kamera schon als Konkurrenz, weil sie sich an Profis richtet. Es gibt keine schwerwiegenden Auslassungen (Kartenslots, Geschwindigkeit, Dynamik, Ergonomie, es gibt einen Batteriegriff, Bildstabilisator, 4k video ohne monstercrop) und doch sehr ernstzunehmendes Glass. Eben das Gegenteil der neuen Einsteiger Dslm von Canon, dir bei allem obigen versagt.

      • Alle reden immer von Profis – wieviele Fotografen gibt es denn noch die über Jahre gut von ihrer Fotografie leben können?
        In jedem Land verschwindend wenige – und die machen Youtube, Workshops, verkaufen ihre Haut für Marken und Werbung um irgendwie Kohle für den Lebensunterhalt zu haben.
        Ich gehöre letztlich auch dazu, aber aber einen festen Auftraggeber seit vielen Jahren, kann damit nicht reich werden, aber mir manchen Traum erfüllen.
        Das Ding ist doch, Profis, im Sinne von bessere Fotografen weil beruflich damit beschäftigt, gibt es nicht mehr – gab es vielleicht nie und waren noch weniger jemals zu beneiden.
        Das ist eine verkehrte Weltsicht.

      • Cat,

        Deine Beschreibung des Profis stimmt leider, sie ist noch harmlos formuliert. Zunehmend ist die Sachfotografie vom Aussterben bedroht weil weil aus den Konstruktionsprogrammen immer bessere „Fotos“ kommen, den Sport oder Event Fotografen geht es in nächster Zeit ans Leder weil die Bilder aus den Videos generiert werden können, Bildjournalismus gibt es schon fast nicht mehr usw.

        Ich frage mich wer die Vollformat Boliden kaufen und zum Geld verdienen einsetzen wird. Oder sind weltweit tatsächlich so viele solvente Hobbyisten vorhanden?

        Weil ich ein unverbesserliche Optimist bin glaube ich das neue Ideen zum Weiterbestand der Fotografie beitragen werden und das dadurch wenige Kreative Profis überleben können.

      • An Cat und Alfred:
        schlechte Berufsfotografen gab es schon immer und die waren dann auch keine Konkurrenz. Heute denkt aber jeder, der sich ´ne teure Kamera gekauft hat, er ist Fotograf. Die Youtuber mit ihren ach so tollen Tricks habe ja meistens auch keine Ahnung, können aber ihre Kameras bedienen (es gibt dort aber auch Ausnahmen). Wenn ich dann aber in den Kommentaren Fragen lese wie zum Beispiel: habe in 14 Tagen meine erste Hochzeit, hast Du da vielleicht Tips für mich, welche Kamera soll ich nehmen? Hey Leute! So eine Veranstaltung kann man nicht mal gerade wiederholen, wenn es nicht geklappt hat. Und auch hier im Forum habe ich schon gelesen, daß sich jemand (im Nebenerwerb) mit T-Shirts bezahlen lässt:-)) Dann soll er doch mal beim nächsten Tanken mit seinen T-Shirts zum Tankstellenpächter gehen und die als Bezahlung vorschlagen… Da läuft also einiges schief. Den Profi zeichnet auch heute immer noch aus, daß er einen Auftrag organisieren kann und der Kunde sich um nichts kümmern muss. Und nicht 1000 Fotos machen und davon suchen wir uns die 10 aus, die wir gebrauchen können (war ja auch billig).
        Aber, wie Alfred, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben….

    • Da kann dich dir leider wie immer nicht zustimmen. Panasonic hat mit ihren mFT Kameras bereits einen denke ich guten Kundenstamm von insbesondere Videofilmern, die auch gerne mal ein Foto machen.

      Ich denke dass mit den neuen Kameras, die sich ja im Videobereich recht gut machen und mit vielen Features daherkommen, genau wieder dieser Kundenstamm angesprochen wird. Der S1 wurde von Slashcam schon als beste Videokamera noch vor der Sony A7III bezeichnet, da sie sauberes 6K > 4K Downscaling bietet sowie 10bit V-Log und das intern in 30p sowie extern in 60p.

      Gerade im Videobereich schlägt Panasonic damit also wieder in eine Kerbe, die von keinem anderen Mitbewerber geboten wird. Und dass man mit der Kamera auch noch gute Fotos machen kann, macht sie für Semi-Pro Filmer glaube ich wirklich zu einer interessanten Alternative.

      • @Uneternal:

        Obwohl ich die Filmmöglichkeiten meiner Olympus sehr schätze setze ich im Videobereich eine echte Videokamera ein – Panasonic HC-X1.
        Die Bedienung, die Batterieleistung, der AF und der Zoom sind hier nicht zu schlagen. Ist eben eine echte Videokamera mit 4k / 60p. Hier gibt es kein Downsizing.

        Dagegen sind DSLMs nur Gefummel und in der Praxis ein Witz. Es gibt für jeden Anwendungsfall das ideale Gerät.

  • Eine Blendenstufe Unterschied ist witzlos.
    Da ist es wesentlicher, ob eine gute HDR Funktion paratsteht und ein digitaler ND-Filter.
    Überhaupt kommt es mehr darauf an, ob dich eine Kamera anspringt, sich dir in die Hand schmiegt und dir zuraunzt, ich gehör zu dir.
    Zufrieden und glücklich sollte man mit so einem Gerät sein, kleine Schwächen wird es immer geben.
    Canopanaikon wird es eh schwer haben, denn Sonys 4er Versionen kommen bestimmt demnächst.

  • Für viele sind Sympathieumfang, leidenschaftlicher Anspruch und Authentizität jener Käuferschicht dahinter, welche man bei Marken mitgeliefert bekommt, längst wichtigere Kaufargumente. Nicht jeder will dann mit gewissen Kreisen verwechselt werden, sich in Multimedia Unkulturen einkaufen. Und hier hat die Fotografie in den letzten Jahren nur verloren, ging die eigentliche Branche im Grunde den Bach runter. Darum hat sich Panasonic mit dem Entschluss, dort einzusteigen wo viele mittlerweile den Branchensumpf sehen, nicht nur Freunde eingehandelt, könnte vllt sogar wieder verlieren was sie sich über Jahre erarbeiteten und manch anderen fehlt. Wäre schade, würde Lumix auf Sicht auch nur auf DR, MPs und Fokusfeldchen reduziert werden.