Kameras Neuheiten

Phase One XT: Kompaktes Mittelformatsystem für 57.000 Dollar präsentiert

Hat jemand gerade gut 52.000 Euro zu viel auf dem Konto? Ja? Dann schaut euch mal die neue Phase One XT an, die heute offiziell vorgestellt wurde.

Schlankes Mittelformatsystem Phase One XT

Der dänische Hersteller Phase One hat heute mit einem äußerst schlanken Mittelformatsystem auf sich aufmerksam gemacht, welches auf den Namen „Phase One XT“ hört. Kernstück ist der kompakte XT-Kamerabody, der mit den verschiedenen Rückteilen der IQ4-Serie kombiniert werden kann und vor allem professionelle Landschaftsfotografen ansprechen soll. Standardmäßig wird die XT mit dem Phase One IQ4 150MP kombiniert, doch auch das IQ4 150MP Achromatic oder das IQ4 100MP Trichromatic können angeschlossen werden.

Drei Objektive von Rodenstock

Zusammen mit der neuen XT hat Phase One auch drei passende Objektive vorgestellt, die von Rodenstock gefertigt werden. Es handelt sich um das Superweitwinkel HR Digaron-S 23mm f/5.6 (entspricht ca. 16mm umgerechnet auf Kleinbild), das Weitwinkel HR Digaron-W 32mm f/4 sowie das HR Digaron-W 70mm f/5.6.

Die Phase One XT ist ab sofort im Handel erhältlich und wird sage und schreibe 57.000 Dollar inklusive Rückteil und einem frei wählbaren Objektiv kosten. Wer gerade ein bisschen Kleingeld übrig hat, erhält die Phase One XT zusammen mit dem IQ4 150MP und 23mm Objektiv zum Beispiel hier bei Calumetphoto zum Spottpreis von 52.348,10 Euro.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

35 Kommentare

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  • Also letztendlich nicht viel anders als eine Alpa mit angeflanschtem back.
    Wer die Kunden dafür hat wird sie sich kaufen…
    Was mich nerven würde sind weiterhin die langsamen Optiken von
    Rodenstock.
    Mit ø5.6 eher was fürs Studio oder draussen mit Stativ und dann für Motive wo es nicht auf schöne Unschärfeverläufe ankommt sonder wo von vorne bis hinten alles scharf sein soll…

      • Georg,
        wenn das Rodenstock 70/ 5.6 einer 45mm KB Brennweite entspricht welche Blende muss dann die „Kleinbild Brennweite“ haben ? Komisch bei APS-C vs KB können alle immer sofort umrechnen….

      • Habe die genaue Sensorgröße des IQ4 nicht parat. Aber das müsste im KB was zwischen ø2.8 und ø4 ergeben wenn man die gleiche Tiefenschärfe erreichen möchte. Wenn man aber im MF die gleiche Tiefenschärfe wie beim ø2.0 KB haben möchte sieht es mit 5.6 schon etwas mau aus.

        Bleibt aber abgesehen von der Tiefenschärfe trotzdem die etwas maue Lichtstärke.
        An meiner Mamiya 645 hatte ich schöne 2.0 und 2.8 Linsen mit der man auch bei etwas widrigem Licht was anfangen konnte..

    • @ Georg

      Wenn ich eine Kamera mit 150MP kaufe, dann will ich keine Familienfotos machen und mal kurz was knipsen, sondern zu 90% Landschaft und zumindest ich will auf so einem Foto so viel Schärfe – und zwar von vorne bis hinten – wie möglich. Und ich denke schon ab 50MP bei DSLR oder 60MP bei DSLM ist es bei solchen Aufnahmen sehr sinnvoll ein Stativ einzusetzen.
      Hätte ich so viel Geld übrig würde ich mir so etwas kaufen. Allerdings würde ich mich aber dann auch von einem Vollprofi auf diesem Kameratyp einweisen lassen um wirklich das letzte Quäntchen aus der Kamera rauszuholen.
      Genauso wie ich – trotz über eine Million unfallfreier KM – mir kein „Super Sportcar“ wie den McClaren P1 kaufen würde, ohne dass ich mich entsprechend für das Fahrzeug ausbilden lasse.

      Diese Kameras sind nicht für mich oder dich gemacht, sondern wirklich für Leute die damit umgehen können!

      • Lieber Joe,
        die meisten Fotografen mieten sich solch eine Kamera im Rent für das eine oder andere Projekt, weil sie eben zum Besitzen zu teuer ist.
        Wir hatten eine Alpa mit IQ3 Rückteil schon mehrmals gemietet und ich weiss auch damit umzugehen. Keine Sorge, ich spiel das gute Stück nicht kaputt 😉
        Aber auch da hat mich das Objektivportfolio etwas gestört.
        Nein, man will nicht immer alles scharf haben und selbst bei 100 oder 150 MP will man auch mal etwas künstlerisch arbeiten. Da steht man nicht nur als Technokrat hinter der Kamera.
        Für die nächsten Projekte wo wir so hohe Auflösung brauchen, werden wir uns mal die GFX100 anschauen…
        100 MP reichte zum Glück bisher…

      • Georg,
        vor geraumer Zeit hatten wir uns (Fuji Jünger München) am Chiemsee getroffen, ein Fotofreund besitzt ua die GFX50R und das wunderbare 110/2.0. Mal abgesehen von den hervorragenden Eigenschaften dieser Kombi war ICH aber Glücklich darüber das ich das nicht schleppen musste 😂 Sinnbildlich passt ja die XT3 dreimal ins Objektiv. Zum Thema „künstlerische Landschaftsfotografie“ da verwende ich häufig und gerne das „lichtschwache“ Lydith 30/3.5 und das an APS-C, komischerweise gibt es da immer noch genügend Spielraum für die Kreativität und das am „kleinen Sensor“

      • @georg
        Also alleine der Mietpreis für das 150MP Rückteil kostet 690.- pro Tag, falls du noch den Rest dazu brauchst bist Du pro Tag bei weit über 1000.- Also da musst du schon gute Jobs ergattern um das wieder einzuholen und für privat mieten? Nach 3 Tagen kannst du dir dafür die Sony a7RIV mit 61MP kaufen und nach einer Woche die Fuji GFX100 – da bin ich zu sehr Ökonom um so etwas zu machen!

      • @Joe und Mirko:
        Wenn der Kunde mindestens 10000px lange Bildseite fordert, dann muss er eben die Rentgebühren zahlen. Im Paket hat das Ganze für 3 Tage letzt endlich 2500€ gekostet und wurde dem Kunden in Rechnung gestellt. Beim Rent kann man mit etwas Verhandlungsgeschick schon ganz gute Nachlässe bekommen. Die Listenpreise sind bei entsprechender Mietdauer oder Miethäufigkeit Diskussionsgrundlage.
        Man schleppt so eine Kamera auch selten durch die Gegend, sondern die steht meistens fest auf einem schweren Stativ am Set und soll tunlichst gar nicht bewegt werden.
        Und ob das ganze auch mit APS-C abgewickelt werden könnte stand ja gar nicht zur Diskussion. Der Kunde hat MF bestellt…

      • @Georg
        Habe ich doch gesagt, wenn es bezahlt wird wunderbar. Dass man ab einer bestimmten Miethäufigkeit und/oder Mietdauer Rabatt erhält ist klar, dennoch bleibt es für den Privatgebrauch unwirtschaftlich. Übrigens Sony A7R4 und Fuji 100 GFX sind keine APS-C Kameras. Oder hast du etwa nur APS-C Kameras?

      • Das mit dem APS-C galt Mirko.
        Ich persönlich habe bisher sogar nur Mft Kameras. Die Auflösung reichte bisher fürs private.
        Brauche ich größere für die Arbeit, dann miete ich sie…
        bisher zumindest.
        Momentan liebäugel ich mit der S1R oder GFX50S. Bin noch hin und hergerissen…

      • Georg,
        es ging mir nicht um das APS-C Format an sich, es ging eher darum das ich auch mit einer lichtschwachen Brennweite auch am kleinen Format Freistellen kann ohne das alles von vorne bis hinten scharf ist (dazu das Beispiel mit dem Lydith 30/3.5 😉)

  • Keine Sorge bin schon da !

    An meiner Fachkamera hängt die GFX100, aber Rodenstöcker hatte sie schon immer. Nö mir reichen die armseligen 100 MB.

    Habe mir eine professionelle Scanner Kamera für hochwertige Reproduktionen angesehen. Mit den passenden Beleuchtungen dem Speziellen Scann Programm, den Objektiven und dem Rechner kostete die 2,5x mehr, allerdings sind da flexible Auflösungen bis 1.200 MB möglich gewesen. Theoretisch mehr aber der Rechner ist noch nicht so weit.

    Dagegen ist die Phase One XT tatsächlich ein Schnäppchen, meine GFX Kinderkram. Es kommt halt auf den Blickwinkel an.

    • Alfred,

      ich sehe schon, du hast den Durchblick bei den Hochprozentigen!

      Und viel Spass mit deiner neuen GFX100, habe mich nur gewundert, dass so lange kein Kommentar von dir gekommen ist …

    • @Alfred
      Du bist der Einzige hier, den ich um seine Kamera wirklich beneide, denke jedes mal an dich (bzw. deine Kamera), wenn ich mal wieder ein tolles Landschaftsmotiv vor mir habe. Bin zwar mit meinen Bildern nicht unzufrieden, aber es dürften für Landschaft schon ein paar MPs mehr sein.

      • @Jürgen Saibic
        war gerade mal auf deiner Seite – gerade du bist doch ein Kandidat für eine hochauflösende Mittelformatkamera oder zumindest eine A7R IV oder die demnächst erscheinende hochauflösende Canon R. Bei den vielen Reisen und spektakulären Landschaftsmotiven wäre doch eine hochauflösende Kamera noch das Tüpfelchen auf das i!

    • Ich mach sowas zwar ungern, hab’s aber in letzter Zeit öfter hier gelesen. MB steht für Megabyte. Es sind ja schließlich MegaPixel und keine MegaBixel 😉

      • @Markus J.

        Ja, das kommt vor, wir wissen alle wie es richtig heisst und richtig geschrieben wird, aber beim schnell mal Schreiben kann das passieren. Aber wenn Du gesteigerten Wert darauflegst werde ich in Zukunft Rechtschreibpolizist spielen – korrigieren gehört bei mir zum Alltag!

      • @ Markus J.

        habe gerade wieder einen Fehler gemacht, bevor du mich wieder korrigierst – ich weiss es heisst Fuji GFX 100 und nicht Fuji 100 GFX!

  • Nach 1-2 Jahren kauft man sich doch eine neue? Oder nicht? Denn sonst stellt sich die Frage, wer in den ganzen Ritzen und Schlitzen putzt und Staub entfernt! Was würde es denn für ein Image abgeben, wäre dieses „Schmuckstück“ irgendwie verschmutzt!? Oder stellt man die doch nur in den Vitrinenschrank bis auf die wenigen Stunden, in denen der Auslöser gedrückt wird?