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Kein Witz: Samsung entwickelt Sensor mit 600 Megapixeln

Mehr als 100 Megapixel? Kann doch jeder. Samsung will einen neuen Meilenstein schaffen und entwickelt einen neuen Sensor mit 600 Megapixeln.

Samsung arbeitet an 600-Megapixel-Sensor

Ihr denkt mehr als 100 Megapixel sind verrückt, unnötig, viel zu viel? Da ist Samsung aber anderer Meinung. Nachdem die Südkoreaner vor einiger Zeit schon ein Smartphone mit einer 108-Megapixel-Kamera angekündigt haben, wird nun der nächste große Meilenstein angepeilt. Und dieser heißt nicht 200 oder 300, sondern direkt 600 Megapixel.

Dass Samsung an einem 600-Megapixel-Sensor arbeitet, bestätigt Samsungs Sensor-Chef Yongin Park in einem offiziellen Artikel auf der Samsung Webseite. Laut Yongin Park sei es Samsungs Ziel, einen Sensor zu entwickeln, der eine höhere Auflösung erfassen könne als das menschliche Auge. Dieses ist laut Samsung in der Lage, ungefähr 500 Megapixel zu erfassen.

Wie könnte der Sensor eingesetzt werden?

Wie genau der 600-Megapixel-Sensor eingesetzt werden könnte, ist noch unklar, doch Samsung hat da verschiedene Bereiche im Blick. Im Fokus stehen nicht nur Smartphones, sondern auch autonome Fahrzeuge, Drohnen und das Internet der Dinge.

Bleibt nur zu hoffen, dass Samsung sich hier nicht nur in eine Idee verrennt, denn der Sinn und Zweck eines 600-Megapixel-Sensors darf und muss natürlich angezweifelt werden – vor allem aus der Sicht eines Fotografen. Für den wäre es nämlich deutlich wichtiger, dass bei zukünftigen Smartphones die Sensorgrößen, die Software und das Pixel Binning optimiert werden.

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Tom

Zwischen Enteicklung und Einsatz vergeht meistens sehr viel Zeit.
Aber ich freue mich schon auf das Galaxy S30 mit dem Sensor und dem daraus resultierenden Superzoom 😀
Da kann sich das Marketing dann wieder nach Lust und Laune austoben.

joe

Wenn sie es können, warum nicht?

daniel

sollte es tatsächlich für die photographie eingesetzt werden: mal im ernst, was soll dabei denn raus kommen? ein datenspeicherschluckendes matschbild. oder hat man in korea die physik außer kraft gesetzt?

Finny

wieso Smartphones oder Kameras? So ein Sensor ist doch optimal für stationäre Überwachungssysteme. Was glaubt ihr, was man da an Gesichtern raus zoomen kann. Von gaaanz weit weg. Da freut sich so manche Regierung. 🙂

Mirko

nützt doch nix wenn wir Masken tragen ?

daniel

von welcher sensorgröße reden wir hier überhaupt. bei aps-c benötigen wir zwischen blende 1.0 und 1.2 um das umsetzen zu können. bei kleinbild sind wir etwa auf blende 1.6 bis 1.8 und bei mittelformat etwa auf blende 2.2.
also braucht man für ein smartphone schon mindestens ein mft-sensor mit einem objektiv von etwa blende 0,8? das telefon will ich nicht in der tasche schleppen wollen. so weit ich weiß baut fuji gerade das erste autofokusobjektiv mit blende 1.0.

georg kovac

… finde ich gut … in meinen augen der einzig richtige weg um das rauschen im griff zu bekommen …
die 600 megapixel sollten allelrdings dann bei einer aufnahme von 6400 iso oder höher direkt auf
40 megapixel oder so automatisch skaliert werden. so wird auch das rauschen skaliert …
es funktioniert sehr gut bei meiner 60 mio pixel schon.
aufnahmen mit 26.500 iso skaliert auf 16 mio pixel sieht man kein rauschen mehr.

Bernd

Bau da erstmal eine Linse, die die Auflösung überhaupt abbilden kann.

Maik Richter

600 MP auf nem Smartphonesensor? Halte ich für noch blödsinniger, als den derzeitigen Megapixelwahn bei Smartphones. Hab ein Huawei P20 Pro mit 40 MP und da sieht man schon, das so eine Auflösung bei einem Handy Blödsinn ist, weil kein Smartphoneobjektiv das auflösen kann. Ein 20MP Bild mit meiner EOS 6D oder EOS 70D und einem mittelmässigem Weitwinkelobjektiv zeigt schon deutlich mehr Schärfe und Details, als ein 40MP Smartphonebild (und das schon bei hellem Tageslicht, wohlgemerkt). Und aktuelle Tests bestätigen ja auch, dass die aktuellen 108 MP Sensoren, die Xiaomi und Samsung (S20 Ultra) verwenden auch nicht mehr Schärfe und Details bringen, als ein 12 MP Smartphonesensor aktueller High End Smartphones. Daraus schließe ich, dass aktuelle Smartphonelinsen auch nicht viel mehr, als 12 MP auflösen können. Daher halte ich einen 600 MP Handy Sensor für reines Marketing Gehabe, ohne Sinn und nutzen. Davon mal abgesehen, dass sicherlich kaum ein aktueller PC mit 600MP RAWs zurecht kommt. Bei meinem PC merke ich bei der Entwicklung der 40MP DNGs meines P20 Pro schon, dass er spürbar langsamer wird. Bei 108 MP würde er vermutlich schon ziemlich “in die Knie gehen”. Vielleicht ist die Technik ja wirklich irgendwann soweit, dass es Objektive gibt,… Weiterlesen »

Viva

Sie stellen den Sensor in Aussicht um mehr als das Auge erfassen zu können, die Technik haben sie bereits, geht nur noch darum diese möglichst klein zu bekommen, deshalb steht keine Formatgrösse fest. Sie sagen darum schon voriges Jahr, als die Industrie meinte 0,8 μm Pixel wäre kleinstmöglich, und sie dann 0,7 μm vorstellten, das auch dass nur ihre Zwischenstation darstelle, nicht ihr Ziel.

Natürlich geht es dabei aber um Einsätze wie zb für med.Geräte um Krankheiten früher zu erkennen oder extrem Luftaufnahmen uvm. Samsung ist ein Gigant der endlose Bereiche abdeckt.

Das Medien und breite Masse sich das wieder in private Kameras oder Fuzzi-Smartphones hineindichten liegt wohl in der Natur des Volkes. Wer sonst bräuchte mehr Foto im Speicher als sein Auge davon dann sehen kann?

joe

@Viva
musste schallend lachen als ich deinen Kommentar gelesen habe. Speziell der letzte Satz gefällt mir besonders! Es zeigt einfach, dass sich sehr viele Menschen ein Urteil bilden, ohne nur die geringste Ahnung von der Sache zu haben!