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Samsung NX1: „Der vielleicht beste APS-C-Sensor auf dem Markt“

Chris und Jordan von TheCameraStoreTV haben die Samsung NX1 getestet und sind im Großen und Ganzen begeistert von Samsungs neuem Flaggschiff.

Die Samsung NX1 im Test

Die Samsung NX1 war unser persönliches Highlight der photokina und insgesamt gibt es derzeit keine Kamera, die ähnlich viel neue Technik zu bieten hat wie die NX1. Nachdem die Jungs von TheCameraStoreTV vor kurzem schon die Canon EOS 7D Mark II getestet haben, folgte vor einigen Tagen auch der Test zur NX1.

Wenn man sich die NX1 auf dem Papier anschaut, fallen vor allem der Autofokus mit 205 Phasen- bzw. 209 Kontrast-AF-Punkten sowie der APS-C-Sensor mit 28,2 Megapixeln ins Auge. Im ersten Moment ist man vermutlich vom Autofokus beeindruckt, während man beim Sensor durchaus skeptisch sein könnte. Schließlich sind 28,2 Megapixel bei einem APS-C-Sensor sehr viel und das müsste dann doch automatisch zu Schwächen bei Low-Light und Rauschen führen – oder?

Vor- und Nachteile der NX1

Nein, laut Chris und Jordan nicht. Denn anscheinend ist es so, dass die Bildqualität die größte Stärke der Samsung NX1 ist. Chris bezeichnet den Sensor als den „vielleicht besten APS-C-Sensor auf dem Markt“, die Qualität (auch bei schlechten Lichtverhältnissen) soll ausgezeichnet sein, teilweise könne die NX1 sogar mit Vollformatkameras mithalten. Größter Kritikpunkt der Jungs ist der Autofokus, der wohl nicht so zuverlässig arbeitet, wie man sich das wünschen würde. Teilweise hängt das anscheinend auch mit speziellen Objektiven zusammen (siehe zum Beispiel Minute 6:35 im Video). Ansonsten scheint Samsung hier aber eine großartige Kamera gelungen zu sein, auch die Qualität des Gehäuses, die Art und Weise, wie die Kamera in der Hand liegt, die Gestaltung der Menüs sowie EVF und Display werden gelobt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

6 Kommentare

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  • “Der vielleicht beste APS-C-Sensor auf dem Markt”
    vs.
    ,,The King of APS-C“ (7D Mark II)

    Mittlerweile hat auch depreview beide Kameras im Studio Tool.

    ISO 12800: Canon hat die Nase vorn. Die Detail Zeichnung ist bei dem ISO Wert bei Canon besser.

    ISO 3200: Ich hatte es schon in Einzelbilder bemerkt und es bestätigt sich. Samsung hat die Microkontraste verbessert. Das Bild wirkt Plastischer ja fast 3D artig. Samsung hat hier die Nase vorn.

    Fazit: Schwierig, wenn Samsung die Microkontraste in Kombination mit den Details auch bei Hohen ISO’s genau so gut hinbekommen würde- wäre es die Kamera!, so aber bleibt ein Unentschieden.

    Ich habe das, meine ich, auch in der Werbung von Samsung gelesen, dass die Kamera mit (einzelnen) FF Kameras mithalten kann. Nur leider nicht mit welchen…

    Kurzer Vergleich mit einem einfachen Model, die Sony a7:

    Sowohl bei ISO 3200 als auch bei ISO 12800 nützen der Samsung auch die Kontraste nichts. Die Detail Zeichnung ist bei der a7 sichtbar besser.

    Evt. macht da Samsung (unfaire) vergleiche mit FF Kameras die schon mehrere Jahre alt sind?

  • Nachtrag:

    Samsung soll auch mit der NX1 eine neue Rauschunterdrückung eingeführt haben. Die leistet sehr gute Arbeit- selbst bei ISO 12800 im Vergleich zur FF a7!

  • …eben nur vielleicht..!
    Neue Rauchsunterdrückung? Neu nur bei Samsung…

    Schaut euch die Details der RAW-Bilder im Vergleich zur Pentax K3, Canon 7D Mark II oder Nikon D750 an: http://www.dpreview.com/reviews/pentax-k-3/13
    Samsung hat vorgängig viel Staub aufgewirbelt, der sich nun langsam verzieht und einen klaren Blick ermöglicht.
    An FF-Bodies reicht sie offenbar nur schon bez. Sensor-Werte nicht ran. Und dann werden sogar noch Einschränkungen beim AF erwähnt…
    Schade kann Samsung das Marketing-Brimborium nicht bestätigen!

    • Ich schreibe es nächstes mal dabei, dass es sich immer jpg Bilder handelt, die ich vergleiche. Hintergrund: Aus RAW Rohdateien lässt sich in der Nachbearbeitung immens mehr herausholen als aus jpg. Wenn ein jpg aus der Kamera (vergleichsweise) schlechter herauskommt, ist nur noch wenig zu retten…

      Ich finde das Samsung als relativ unbedeutender Hersteller von hochwertigen Kameras mit der NX1 schon ein gutes Bild abgibt.

      Jepp die Rauschunterdrückung ist neu bei Samsung.

      • Beim Leistungsanspruch von Samsung, dieser Preisklasse und vor allem der angestrebten Spitze bei den Semi-Pro APS-C Kameras macht, meiner Meinung nach, ein Vergleich auf jpg-Basis wenig Sinn.
        Da gibt es genügend andere, anspruchslosere „Knipsen“… 😉
        Wer kauft schon einen Sportwagen und führt dann nur mit den ersten drei Gängen? 😉

        Die JPG-Dateien alleine zeigen nur, ob die Hersteller kamera-intern die Themen Schärfung, Rauschunterdrückung, Kontrast und Dynamik einigermassen im Griff haben. Sie geben aber keinen Aufschluss wie „sauber“ das Signal vom Sensor zur Verfügung steht. Da gibt es leider auch Hersteller, die mittelmässige JPGs liefern, im Hintergrund jedoch ein toller Sensor zur Verfügung stehen würde…
        Klar lässt die RAW-Datei für eine Nachbearbeitung noch weit mehr zu. Doch hier meine ich nicht das Herauskitzeln bei extremen Beleuchtungssituationen, sondern erstmal nur Standard-Einstellungen in Lightroom oder DXO…

        Und genau da zeigen die Vergleiche, das die NX1 die Spitze der APS-C-Bodies kaum gefährden kann.
        Aber im Vergleich zu den Samsung-Vorgängern bedeutet die NX1 eine klare Verbesserung!

  • ,,Da gibt es genügend andere, anspruchslosere “Knipsen“ “

    ,,Die JPG-Dateien alleine zeigen nur, ob die Hersteller kamera-intern die Themen Schärfung, Rauschunterdrückung, Kontrast und Dynamik einigermassen im Griff haben. “

    Ich meine, dass eine hängt mit dem anderen zusammen. Ich fotografiere hauptsächlich in jpg (das Handling ist einfacher). Nur in Extrem Situationen, wo ich vorher annehme, dass ich hier mit einer jpg Datei an die Grenzen komme, in RAW. Wenn ich allerdings trotzdem Wert auf höchste DR und beste SNR Werte lege, komme ich an einer hochwertigen (anspruchsvolleren und somit teuren) Kamera mit großem Sensor nicht vorbei 😉