Objektive Sony

Samyang 75mm f/1.8: Neues Objektiv für Sony Fotografen geleakt

Spannend! Samyang wird in Kürze ein 75mm f/1.8 Autofokus-Objektiv für die spiegellosen Vollformatkameras von Sony auf den Markt bringen.

Neue Porträt-Festbrennweite für Sony Fotografen

Wer schon seit einiger Zeit ein klassisches Porträt-Objektiv für seine Sony DSLM auf der Wunschliste stehen hat, der darf sich in Kürze auf ein neues Produkt freuen – das Samyang 75mm f/1.8 FE. Vor wenigen Stunden wurde dieses neue Objektiv für kurze Zeit auf der offiziellen Webseite von Samyang Korea gesichtet, dementsprechend darf man sich ziemlich sicher sein, dass die offizielle Präsentation in Kürze stattfinden wird.

Samyang 75mm f/1.8 inklusive Autofokus

Die vielleicht wichtigste Info zuerst: Es handelt sich hier um ein Objektiv inklusive Autofokus! Laut der geleakten Pressemitteilung soll der neue Stepping Motor des Objektivs dafür sorgen, dass der Autofokus schnell und zuverlässig seine Arbeit verrichtet.

Ansonsten wird das Samyang 75mm f/1.8 mit zehn Elementen in neun Gruppen arbeiten (die üblichen Speziallinsen inbegriffen) und ein Gewicht von 230 Gramm auf die Waage bringen. Damit wird das Objektiv spürbar leichter sein als das Sony 85mm f/1.8 (371 Gramm), doch es fehlt eben auch ein wenig Brennweite. Zudem muss man natürlich abwarten, ob das neue Samyang mit dem Sony in Sachen Qualität mithalten kann.

Noch keine Infos zum Preis

Zum Preis des 75mm f/1.8 gibt es noch keine Informationen, das wird ebenfalls ein wichtiger Punkt sein. Doch man kann auch hier als Orientierung schon mal den Preis des Sony 85mm f/1.8 heranziehen, dieser liegt derzeit bei rund 479 Euro, womit das Objektiv zu den absolut besten Porträt-Objektiven für Sony A7 & Co. in der Preisklasse von unter 500 Euro gehört.

Hier abschließend noch ein paar Bilder sowie eine Tabelle mit den Spezifikationen:

75mm f/1.8 – gute Entscheidung von Samyang? Oder hättet ihr euch eher eine andere Brennweite gewünscht?

via: Sonyalpharumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

40 Kommentare

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  • Ich hab so das Gefühl, daß Samyang das neue Sigma werden will.
    Viel Sinn macht ein solches Objektiv nur dann, wenn es entweder wesentlich besser als das Sony ist oder wesentlich günstiger.
    Vielleicht sollte Samyang ein 1,4/75 oder ein 1,2/75 mit Autofokus für Sony auf den Markt bringen zum entsprechenden Preis. Dann würde es auch mehr Aufmerksamkeit bekommen.

    • Was immer alle mit diesem „1.4 oder 1.2 wäre besser“ seid doch mal froh, dass ein Hersteller mal endlich seine Strategie verfolgt und eine Objektiv Reihe vervollständigt. War doch logisch, dass irgendwann so ein Objektiv kommt. Samyang hat sich dazu entschieden eine „tiny“ Objektiv Reihe zu verkaufen und das sollen sie jetzt auch tun.
      Dass sich das mit dem Sony LineUp beisst ist Pech. Aber 75mm 1.2 ist halt keine Option.
      75mm 2.8 Macro hätte meiner Meinung nach gut ins Tiny Sortiment gepasst und wäre wahrscheinlich für viele interessanter.
      PS.: Ich hab selber das Sony 85er 1.8 und würde es niemals hergeben.

      • @ Äeon
        Genau das meine ich ja. Die Überschneidung bei eventuell ähnlichem Preisniveau macht doch keinen Sinn für Samyang.
        Ich habe nicht gesagt, 1,2 oder 1,4 wäre besser. Aber es wäre ein Differenzierungsmerkmal.
        Bei Nikon DSLR gibt es ein feines 1,8/85. Aber es kann nicht mit dem 1,4/85 mithalten, nicht mit dem Micro-Kontrast und auch nicht mit der Farbgebung.
        Gut, andere Preislage beim 1,4/85, klar.
        Aber auch der Hintergrund ist bei einem Oberkörper-Portrait oder auch einer Ganzkörper-Aufnahme eben nicht das Gleiche, ob man nun 1,2 oder 1,8 als Blende verwendet.
        Obwohl bei Ganzkörper auch ein 1,4/105 eine sehr gute Figur macht.
        Aber bei 1,4/75 muß man nicht immer gleich an ein Kopf-Portrait denken, wo die Blende natürlich auch bei 1,8 noch zu groß ist.

  • wenn die bildleistung stimmt, halte ich es für eine gute entscheidung. es ist wesentlich kompakter und leichter als das sony, wird also eher mal mitgenommen. natürlich sollte neben der bildleistung auch der autofokus stimmen.

    • es sieht auch so aus, als könnte man den autofokus auf die eigenen ansprüche selbst einstellen. wenn dem so ist, halte ich das für eine sehr gute idee. wenn jemand eher sport photographiert setzt er die fokusschritte weiter auseinander. bei portrait oder „macro“ werden die fokusschritte näher zusammen gesetzt. wenn dies hier nicht der fall ist, könnten sich die hersteller das mal überlegen.

      • @ daniel
        Sport mit 75mm? Da musst du schon nebenher rennen um mit 75mm gescheite Spotaufnahmen zu machen. Warum sollte ich außerdem den AF verstellen, wenn der Augen AF wunderbar die Arbeit übernimmt? Da muss ich keine Fokusfelder verschieben und die Augen werden automatisch getrackt.

      • Und Macro wird mit einer derartigen Brennweite auch nichts, weil die Naheinstellgenze ziemlich groß ist. Bei dem Objektiv sind es 69cm, wie es in dem Datenblatt steht. Viel Spaß beim Macro fotografieren mit diesem Objektiv 😀
        Da erstellst du höchstens ein Portrait des Macro Motives 😀

        Außerdem braucht man für Macro keine 1.8er Blende, weil man die Blende eh ziemlich schließt.

        Dieses Objektiv ist rein als Pendant zum Sony 85mm F1.8 gedacht und eignet sich hauptsächlich für Portraits.

      • tom,
        ja 75mm für sport. ohne hinterher zu laufen.

        und das „macro“ setzte ich bereits in anführungsstriche um solche antworten zu vermeiden. ich werde versuchen mich in zukunft für jeden verständlicher auszudrücken, ohne aber zu lange romane schreiben zu müssen. 😉

        außerdem geht es bei der idee nicht um einen fokuspunkt. es geht um die fokusgeschwindikeit die nur durch die fokusschritte bestimmt wird. ein macroobjektiv, weshalb ich auch den begriff macro genutzt habe, hat viel kleinere fokusschritte als ein sportobjektiv. ich versuche es nun etwas verständlicher anhand eines beispiels auszurücken, bei dem ich hoffe, daß man das nicht wieder zu wörtlich nimmt. ein elektronisch gesteuerter fokus verändert sich immer in „schritten“ (festgelegten abständen). das merkst du, wenn du das gerät manuell fokussierst. diese schritte sind auf beispielsweise „0,1mm“ schritte eingestellt bei macroobjektiven, aber auf „1m“ schritte bei sport teleobjektiven. und bitte ich habe mich nicht auf diese maße festgelegt. es sollte nur ein bild darstellen was vielleicht verständlicher sein sollte. ich hoffe das hat geklappt.

        bau ich nun ein objektiv bei dem ich selbst bestimmen kann wie weit die fokusschritte sind, kann diese vielleicht sogar umschalten, kann ich das objektiv auf meinen bedarf einstellen.

      • @ daniel

        1. Wie kommst du darauf, dass die Fokus Geschwindigkeit durch Fokusschritte bestimmt wird?
        2. Wie kommst du darauf, dass es extra Sport Objektive gibt?
        3. Wie kommst du darauf, dass man es bei dem Samyang Objektiv verstellen könnte?

        Die Fokus Geschwindigkeit ist abhängig vom verwendeten Motor und der Mechanik.
        Ich habe hier etliche manuelle Objektive und auch manuelle Macroobjektive.
        Bei allen lässt sich gleichmäßig fokusieren, ohne irgendwelche Fokusschritte.
        Drehe ich schneller, sind die Schitte auch größer, es gibt keinen Unterschied zwischen Macro und anderen Objektiven.
        Die „Schritte“ sind ja auch abhängig davon, was du fokussierst. Fokussierst du von nah auf unendlich, dann ist der Schritt groß. Verschiebst du den Fokuspunkt, aber nur minimal, wie z.B. bei Macro, dann ist der Schritt kleiner. Das kann ich aber mit jedem Objektiv machen.
        Für Macro Aufnahmen ist der Abbildungsmaßstab und die Naheinstellgrenze des verwendeten Objektives entscheidend.

        Ich habe keine Ahnung was genau du meinst.

      • @Tom
        ich denke Daniel meint den 3. Punkt der für die Fokusgeschwindigkeit bedeutend ist, die Motorsteuerung.
        Bei Schrittmotoren ist ein Schritt immer gleich weit (z.B. 1 Schritt entspricht 0,1mm Fokusverschiebung), was aber beeinflusst werden kann ist die Schrittzahl / Schrittweite. Bei weiter entfernten Motiven kann eine „grobere“ Regelung erfolgen und somit die Geschwindigkeit auch erhöht werden, z.B. wird in 5er oder 10er Schrittweiten gesteuert (nur ein Beispiel, ich kenne die genaue Steuerung auch nicht). Um so näher das Motiv ist, um so genauer muss die Regelung arbeiten, z.B. wird dann in 1er Schrittweiten gesteuert, die Geschwindigkeit nimmt somit etwas ab. Durch eine Begrenzung des Fokusbereichs was manche Objektive bieten kann die Geschwindigkeit leicht erhöht werden, da die Steuerung den ausgeschlossenen Bereich nun gar nicht erst anfährt. Ob es Objektive gibt, die eine Einstellung der Genauigkeit / Schrittweite zulassen weis ich nicht.

        Beim von dir erwähnten manuellen Fokussieren gibt es auch Unterschiede zwischen den Objektiven. Es gibt Objektive, da bewegst du beim manuellen Fokussieren direkt die Mechanik, da „steuerst“ du mit der Drehgeschwindigkeit direkt die Fokussiergeschwindigkeit und dann gibt es Objektive mit einem Steuerring für den Manuellen Fokus, dabei sendest du mit Drehen am Ring Signale an die Motorsteuerung welche dann für dich den Fokus verschiebt, wie gleichmäßig das läuft hängt mit der Programmierung der Steuerung zusammen.

      • tom, im bezug auf den fokus hat mace das ja schon sehr schön beschrieben. auch den unterschied zwischen manuellen objektiven und digitalen objektiven mit manuellem fokus. sportobjektive findest du zum beispiel auch bei sigma. zu erkennen daran, daß „sports“ drauf steht.

        die idee, daß man die objektive bezüglich des autofokus verstellen kann, kommt von dem aufdruck „custom“ (benutzerdefiniert) neben dem schalter wo man zwischen „mode 1“ und „mode 2“ wählen kann. diese sind auf den oben gezeigten produktbildern dargestellt.

      • Ah, jetzt verstehe ich 😀
        Ich kenne nur die unterschiedlichen AF Motoren, habe aber noch nie gehört, dass man das verstellen könnte.

        Ein 75mm eignet sich trotzdem nicht für Sport, selbst nicht an APS-C. Egal ob jetzt Eishockey, Basketball, Fußball, Motorsport, Tennis…
        Mit 75mm kann man nie einen einzelnen Sportler in Szene setzen, außer man fotografiert einen Radfahrer, der an einem vorbeifährt oder einen Marathonläufer, der an einem vorbeiläuft. Rally Events dürften auch schwer werden, da fahren die Autos zwar ziemlich nah vorbei, aber meistens möchte man sie ja ziemlich frontal ablichten.
        Da würde ich eher ein 70-200 nehmen und eines im WW Bereich. Dadurch ist man dann wesentlich flexibler.

      • tom siehst du, da hast du ja selbst welche genannt wo du das 75mm in sport einsetzen könntest. und da gibt es noch viele mehr.

        auf der bobby car wm habe ich aber dann doch das 135mm auf aps-c genutzt. wären es radfahrer, motoradfahrer,… in gleicher situation, käme ein +-80mm zum einsatz.

  • Also zu dem Preis sollte man doch lieber zum Sony 85mm F1.8 greifen. Das ist gut verarbeitet, ist klein, liefert gestochen scharfe Bilder und der AF ist schnell, leise und zuverlässig.

    • Auch wenn das Samyang kleiner und leichter sein soll. Was nützt mir noch kleiner und leichter bei einem Portrait Objektiv?
      Das nimmt man nicht auf Wanderungen oder lange Touren mit, sondern wenn an weiß, dass man Portraits fotografieren möchte. Und da spielt es keine Rolle, ob es noch etwas leichter ist.

      Dieses Objektiv macht für mich keinen Sinn, höchstens wenn es 200€ günstiger wäre als das Sony, aber selbst dann würde ich eher zum Sony greifen, weil ich weiß, dass der AF immer sitzt.

  • Samyang aus Korea

    und die japanischen Objektiv Hersteller geben Gas weil sie die chinesischen Produzenten im Nacken spüren. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese technisch, elektronisch perfekte Waren liefern können.

    Das Samyang 75mm f/1.8 ist eines von vielen in diesem Brennweiten Sortiment. Da muss der Preis schon deutlich unter den Mitbewerbern liegen oder die gebotene Leistung erste Sahne sein wenn der Kunde bei einem Drittanbieter kaufen soll.

    Arbeite ich in meinem geschäftlich still gelegten Studio mit den Rodenstock Digaron Objektiven (Bildkreise von 100 mm bzw. 120 mm) vor der GFX100 dann sehe ich was machbar ist. Klar darf man das in keinster Weise mit Samyang Produkten für das Vollformat vergleichen.

    Was übrig bleibt ist kurz gesagt die individuelle Kosten Nutzen Rechnung. Gerade Porträt Objektive sind ein sehr persönliches Ding, weil da hat jeder seine eigene Sichtweise.

  • Wäre es nun ein 85/1.8 geworden würde es wieder heißen, gibt es schon zu hauf lasst euch doch mal was neues einfallen.
    Nun ist es eben ein 75/1.8 geworden und es ist wieder nicht recht, dabei finde ich 75mm an APS-C wesentlich interessanter. Von daher warte ich gespannt auf das Primoplan, sollte dieses nicht mehr die Charakteristik des Originals aufweisen dann wird es das 75/1.5 von Voigtländer .

    • Interessanter wäre eben ein Objektiv gewesen, das z.B. F1.4 bietet und das genauso viel kostet wie das Sony 85mm F1.8. So ist es nur ein weiteres Portrait Objektiv, das nichts besser macht und das auch noch genauso viel kostet.

      Was macht ein KB Äquivalent von 112mm F 2.8 so interessant für dich?

      • Tom,
        da es bei APS-C näher an der klassischen 100mm Brennweite liegt 😉 so verwende ich mein Fujinon 100/2.8 sehr gerne an meiner Fujica (an der Fuji X allerdings auch)
        Was das Samyang letztendlich leistet weiß ich nicht da ich noch keine Bilder gesehen habe und somit ein Urteil etwas voreilig wäre.

      • …also was mir mal im direkten Vergleich aufgefallen ist, ich komme mit dem Samyang 11cm näher an das Geschehen ran 😉 Welche optischen Eigenschaften das Samyang gegenüber der Sony Optik ans Tageslicht bringt wissen WIR doch noch garnicht.
        So besitze ich einige 35mm Optiken und keine ist wie die andere, so ist das Distagon offen bis in die Ecken scharf aber mit dem Flektogon komme ich auf 17 cm ran, das Bokeh vom 7 Artisans gefällt mir und das Mitakon ist einfach Granate und das Fujinon halt modern. Genauso habe ich x + 50mm Objektive, so hatte ich mich ein wenig geärgert das ich heute nach dem Regen das Fujinon 55/1.8 drauf hatte und nicht das Fujinon 55/ 2.2 denn außer der Brennweite haben die Objektive wenig gemeinsam.

      • @ Daniel
        Mit Sport hast du schon recht. Handball, teilweise auch Basketball sind Beispiele für eine 75mm Brennweite. Allerdings sind die bisherigen 75er und 85er Brennweiten, die ich kenne, auf die Portraitfotografie und nicht auf Sporteignung gebaut.
        Heißt eben auch ein präziser und langsamer Autofokus mit einem langen Hub (bei DSLR).
        Bei DSLM Sportobjektiven kann man die Schrittweite nur deshalb so weit setzten, weil hier im allgemeinen die minimale Fokus-Distanz höher ist als bei Portrait-Linsen und natürlich erst recht bei Makro-Linsen. Den Unterschied macht hier eben, wie nahe das Objektiv fokussieren kann.
        Allerdings spielen noch weitere Faktoren eine wesentliche Rolle bei Sport-Objektiven.
        Die schnellsten Objektive bei Fuji haben vier Magneten für den Antrieb, da wird die Fokus-Einheit ziemlich heftig hin- und her beschleunigt.
        Ein Beispiel ist das erstaunlich schnelle 90er, obwohl das eigentlich eher eine Portrait-Linse ist, ist es sehr schnell, da es vier Magnete hat. Ebenso natürlich das 2/200, während andere Objektive wie das 50-140 nur drei Magnete einsetzt.

      • @tom, fuji hat auch ein „kb75mm“ objektiv im sortiment. das 50mm f2.0. 😉
        irgendwo las ich, daß auch leica eines haben soll.

        @ingo, daher wäre die funktion in diesem schalter auch so spannend gewesen. wenn man zwischen sport und portrait hätte wechseln können. beispiel das xf35mm f1.4, bei dem sich alle beschweren es sei so langsam. finde ich jetzt nicht, aber das sei ja mal dahin gestellt. ein kleiner schalter, nicht mehr ganz so präzise, aber dafür schnell. vielleicht könnte man aber auch eine automatik einbauen die je blende die fokusgeschwindigkeit anpassen könnte. in den dingern ist doch alles nur noch elektronisch. die kleine kurve könnte die kamera auch noch berechnen. 🙂

      • @ daniel
        Das 35er war an den älteren Gehäusen wie der X-T1 schon eher gemütlich unterwegs.
        An den neueren Fujis ist es deutlich schneller geworden, allerdings ist es immer noch kein Sport-Objektiv.
        Deine Idee solltest du dir mal patentieren lassen. Klingt schon sehr gut, obwohl, wie gesagt, liegt die Geschwindigkeit auch am eigentlichen Schrittmotor bwz. den verwendeten Magneten.
        Immerhin ist die Tiefenschärfe beim 90mm ja auch sehr schmal und trotzdem ist das ein wirklich schnelles Objektiv. Fuji kann das schon, ist vielleicht auch eine Frage der Bauform und Größe des Objektivs.

    • Tom,
      was möchtest Du uns eigentlich mitteilen?
      Habe die Antwort wahrscheinlich weiter oben in Deinem Kommentar zu Daniel gefunden:
      „Ich habe keine Ahnung“…

    • Ich hab ein 85mm 1.8 für meine Fuji welches ich auch gerne nutze und ich würde ebenfalls ein 75mm 1.8 interessant finden, gerade wenn es so kompakt ist. Den Schrei nach immer größeren Offenblenden kann ich langsam nicht mehr nachvollziehen. Ich hatte ein 50mm 1.1 bei dem ich immer abgeblendet hab, da es mir an APS-C zu wenig Schärfentiefe geboten hat, diese Empfindung ist zwar immer subjektiv, aber Portraits bei denen nur ein Auge scharf ist und der Rest bereits unscharf finde ich absolut langweilig.

      • Mace,
        wie stellst du bei Ganzkörper-Portraits mit so einem Objektiv nur ein Auge scharf? Oder auch bei Oberkörper-Aufnahmen?

      • ingo, ich glaube das war sinnbildlich gemeint, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann. ich hoffe auch auf ein 90mm f2.8 wr für einen angemessenen preis in angemessener größe. zusammen mit dem 16mm f2.8 und noch einem traum von 27mm f1.4 wr, hätte man eine ausrüstung die fast keine wünsche mehr offen ließe. 🙂
        leider gibt es bisher nur das 16mm f2.8. 😉

  • Im Zusammenhang mit der Porträt Fotografie gibt es einiges das der Klärung bedarf.

    Erstens die Abbildung der Person. Ist ein Bild von Kopf bis Fuß schon ein Porträt? Oder ab dem Bauchnabel, ab Format füllendem Kopf?

    Zweitens kommt es technisch und damit von der Sensorgröße und der verwendeten Brennweite sehr darauf an ab welcher Blende eine gute „Freistellung“ stattfindet. Wobei zum Beispiel das Fuji FG 120mm F4 R LM OIS WR am kleinen Mittelformat trotz NUR Blende 4 eine brauchbare Freistellung ergibt. Dazu würde mit gleichem Abbildungsmaßstab bei einem APS-C Sensor schon Blende 1,8 benötigt.

    Das bedeutet das je kleiner der Sensor ist je weiter muss bei gleichem Abbildungsmaßstab die Blenden Öffnung für diesen Effekt sein. Benutze ich eine längere Brennweite in kleineren Formaten und der Abbildungsmaßstab bleibt gleich relativiert sich das wieder. Allerdings mit 200mm Brennweite und so großem Abstand von der Person wird die Verständigung schwierig oder das Studio zu kurz.

    Drittens ist da noch die sehr schmale Schärfe Ebene die bei 1,2 und 1,4 Blendenöffnung zu Problemen führen kann (Stichwort scharfe Augen und unscharfe Nasenspitze) bei großen Glasdurchmessern wird das Kontrastverhalten schlechter, gleichzeitig steigt die Streulichtempfindlichkeit.

    Viertens bedeutet das einen wesentlich größeren Aufwand bei der Fertigung aller Teile was den Preis in die Höhe treibt.

    Also kann ein 75mm f/1.8 Autofokus-Objektiv von Samyang unter Umständen eine sehr gute Wahl darstellen.

    • Alfred,
      vielleicht kannst Du Dich daran erinnern, dass es für die M-Leica mal ein 75mm f1,4 gab. Man hat damit ein bisschen Telewirkung, sieht aber noch soviel vom Hintergrund, um das Model klar zu positionieren. Sehr schön auch der Verlauf in die Unschärfe, ohne alles so zu vermatschen, dass niemand mehr auch nur ansatzweise eine Location erkennen kann…

    • Alfred,
      schau doch mal bei „thebokehfactory.com“ vorbei (glaube aber um die Bilder sehen zu können benötigt man Facebook) naja was da gezeigt mit Planar, Biotar, Trioplan und Co an alten MF Kameras oder eben an modernen Kameras ist für mich „klassische“ Portrait und Bokehfotografie und nicht das wischiwaschi moderner Objektive nach dem Motto Hauptsache der Hintergrund ist unscharf, so betrachtet ist natürlich f1.2 immer besser als f1.8

      • Matthias, Mirko

        euch muss ich nicht erklären was Porträt Fotografie ist, auch nicht wie Freistellung funktioniert und welche Objektive dafür sehr gut funktionieren.

        In meinen Ausführungen vergessen habe ich die „moderne“ Art der Freistellung wie sie heute in den Smartphones per Maskierung und KI produziert wird. Schreckliche Ergebnisse sind da möglich. Lustige Dinge auch.

        Meine holde Gattin und ihre Blümchen Züchterei wird mit ihrem Smartphone dokumentiert. Immer wenn Haut farbige Blüten mit dunkleren Punkten als Motiv kommen geht das Smartphone automatisch in den „Porträt Modus“ und stellt die Blüte frei! Finde ich sehr erheiternd.

        Falls diese Funktionen perfektioniert in die DSLM Kameras Einzug halten haben sich Porträt Objektive erledigt, egal wie Lichtstark sie sind. Ich möchte in diesem Zusammenhang die Porträt Software zur Bildbearbeitung mit einbeziehen. Was da an vereinfachten Funktionen angeboten wird ist schon überzeugend.

        Trotzdem sind mir haptisch verfügbare Effekte durch Objektive, Filter viel lieber weil ich schon bei der Aufnahme für den genau richtigen Stil sorgen kann.

        In diesem Sinn viele Grüße.

      • Alfred,
        spontan fällt mir Lensbaby ein die über Jahre schon eigene Wege gehen, ich bin immer wieder fasziniert von den Bildern einer Dame wenn sie Bilder , gemacht mit dem Velvet, in die Gruppe stellt.
        Ansonsten bin ich ziemlich beeindruckt von meinen „Neuzugang“ dem Schacht München Travenar 85/2.8 und man mag es kaum glauben trotz nur f2.8 stellt das Ding frei und das bei einer Baulänge von 53mm 😉

      • das thema portrait ist nicht gerade mein hauptthema. auch wenn ich mich sehr gerne mal damit beschäftigen würde. aber was mir aufgefallen ist, daß die dinger immer lichtstärker und schärfer sein sollen. dann werden sie auf 2.8 abgeblendet und die schärfe bei der nachbarbeitung wieder herausgenommen, daman sonst jede einzelne pore sehen kann.

        die wenigen portraits die ich machte, die mir am besten gefallen, machte ich mit altglas. 50mm f1.4 und 135mm f2.8 auf der x-t10. vor allem das chinon mc 50mm f1.4 ist derart weich im bokeh, daß man sich rein legen möchte.

  • 75 mm ist so eine olle Leica Brennweite – oder wer auch immer die erfunden hat…
    Für Gesichtsporträts schon immer noch nicht perfekt und für alles andere aus meiner begrenzten Sicht kaum wirklich notwendig.
    Für Gesichter will ich 90 mm – zur Not akzeptiere ich 85 mm oder wenn Platz da ist 135 mm.
    Ein f:1.8 ist deutlich lichtstärker als fast alle Zooms und daher noch brauchbar.
    Aber dieser Festbrennweiten-Wahn ist ja auch nur eine Mode.
    Also mir macht es überhaupt gar keine Freude mit 3-4 FB zu jonglieren.
    Für Porträts brauchen wir aber endlich mal zwingend ein:
    2.0/35-105 mm – oder 2.0/50-135 mm
    denn alle 24-70 mm – 70-200 mm sind falsch gedacht und führen zum ständigen Wechseln, da die Überlappung fehlt und f:2.8 auch nicht mehr umwerfend ist.

    • @Cat
      ich bin gerade auf dem umgekehrten Trip, ich benutze nur noch Festbrennweiten, meine Zooms liegen ungebraucht da. Hatte gestern nur ein 100mm dabei und als ich eine Katze fotografieren wollte war ich viel zu nah dran um sie ganz fotografieren zu können, habe dann einfach drei Bilder gemacht und als Panorama zusammengesetzt, mit Zoom hätte ich es nie so speziell und gut hingekriegt. Ich finde die Bilder mit Festbrennweiten werden besser, weil man sich genau überlegen muss wie man das Motiv aufnehmen kann, so dass es einem gefällt. Mit Zoom knipst man 20 Bilder und nimmt das Beste.

    • Ich sehe und handhabe das wie Joe. Wenn man mehr mit Festbrennweiten arbeitet, beschäftigt man sich viel intensiver mit dem Bildaufbau. Ich habe zwei Zoom Objektive, die anderen sind Festbrennweiten. Die Zoom Objektive nehme ich nur, wenn ich weiß, dass ich flexibel sein muss und wenn ich keine Zeit zum Wechseln der Objektive habe. Ansonsten nehme ich gerne auch nur eine Brennweite mit und schaue was dabei herauskommt.
      Die Festbrennweiten bieten außerdem eine deutlich bessere Bildqualität und sind meistens auch lichtstärker.

      • Ich nutze FB ganz anders als viele.
        1.4/24 mm, 1.8/35 mm, 1.8/50 mm, 1.4/85 mm, 1.4/105 mm, 1.8/135 mm, 2.8/400 mm u einiges mehr für andere Sensorgrössen.
        Die behauptete, bessere BQ ist ja etwas, das heute nur unter optimalen Laborbedingungen oder im präzisen Vergleich bei großer Blendenöffnung auffällt.
        Mich lassen Objektive mit einer Brennweite zwischen 24 mm und 135 mm mit einer Öffnung von maximal f:2.8 so kalt wie eine gefrorene Pizza.
        Denn es gibt viele Objektive mit variabler Brennweite die Lichtstärke f:2.8 auch mit hoher BQ bieten.
        Ich nutze FB vor allem wegen ihrer Lichtstärke, wenn ich weiß meine Motive befinden sich unter schwacher Beleuchtung oder bewegen sich schnell. Um eine Landschaft oder Stadt oder Dinge aufzunehmen bei f:5.6-f:11 brauche ich keine FB – so abgeblendet liefern die meisten Zooms in der Praxis nicht sichtbar schlechter.
        Nicht umsonst bemühen sich die innovativsten Fotofirmen der Welt so intensiv um immer neue Zoom-Berechnungen.
        Ich kann auch ein Zoom auf eine feste Brennweite einstellen und so verwenden, deshalb knipse ich noch lange nicht und bin trotzdem sehr kreativ.
        Und wenn ich so intensiv wie hier gerne angegeben, mit FBs arbeiten wollte, dann lieber mit Leica M oder Mittelformat.
        Und das Zoom habe ich trotzdem zusätzlich in den Füßen, was soll ich mit einem 1.8/75 mm anfangen?

        Selbst im Extrem, 2.8/400 mm gegen 5.6/100-400 mm oder 4.0/600 mm gegen 6.3/200-600 mm nutze ich die Festbrennweiten nur gezielt, wenn ich am absoluten Limit mit der Schnelligkeit der Motive oder wenig Licht bin. Und nicht weil es in irgendeinem Test theoretisch etwas höher auflöst oder mehr Schärfe und Kontrast liefert. In dem Extrem habe ich oft beides dabei.
        Ich habe nur eine „Angst“ im Leben – mein Motiv zu verpassen, oder nicht richtig fokussiert, nicht komplett, nicht in bester Weise abzulichten!
        Alles was mir hilft meine Vision der Welt fest zu halten ist willkommen.
        Und wer gerne mit einer festen Brennweite loszieht oder mit 3-5 Stück und sie wie ein Jongleur mit vollem Risiko verwendet, soll das gerne tun.