Drohnen

Saturn und MediaMarkt stellen Verkauf von DJI-Produkten ein

Während DJI in Russland noch weiter Drohnen verkauft, kann es der Hersteller in Deutschland zumindest bei einer großen Elektrofachhandelskette nicht mehr.

Kein einziges Ergebnis, hinter dem sich direkt ein Produkt des Herstellers DJI verbirgt, wird bei der entsprechenden Suche in den Onlineshops von Saturn und MediaMarkt ausgegeben. Auch im Offlinehandel wird man wohl derzeit vergeblich suchen. Die MediaMarktSaturn Retail Group hat Verkauf und Bewerbung bis auf Weiteres eingestellt.

Ukrainischer Minister bittet um Drohnen-Blockade für Russen

Die Entscheidung folgt einer öffentlichen Anschuldigung gegen DJI durch den ukrainischen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für digitale Transformation Mykhailo Fedorov auf Twitter. Mitte März wandte er sich in einem Tweet an das Unternehmen, in dem er mitteilte, dass die russische Arme DJI-Drohnen zum Lenken ihrer Raketen verwenden würden. Damit würde DJI etwa Morde an Kindern unterstützen.

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In einem angehängten, an CEO Frank Wang adressierten Brief fordert Fedorov nebst einem Verkaufsstopp in Russland unter anderem, dass DJI jene Produkte blocken solle, die nicht in der Ukraine bzw. konkret in Russland, Syrien und dem Libanon gekauft und aktiviert wurden.

DJI dementiert militärischen Einsatzzweck

Einige Stunden später hat der globale Unternehmensaccount von DJI mit einem offiziellen Statement reagiert. Darin argumentiert man zunächst, dass Drohnen des Herstellers ausschließlich für den zivilen Einsatz konzipiert seien und militärischen Anforderungen nicht genügen würden.

Selbst, wenn sie wollten, könnten sie gar nicht auf die Forderung eingehen, weil sie über diese Daten nur nach aktiver Mitteilung durch die Nutzer verfügen würden. Wenn die ukrainische Regierung jedoch formell sogenanntes Geofencing im Landesgebiet anfrage, könne man unter Einhaltung der Unternehmensrichtlinien eine solche Sperre aller DJI-Drohnen (also auch der ukrainischen, nicht nur der russischen) in der Ukraine einrichten. Diese Sperre sei jedoch nicht „idiotensicher“.

MediaMarkt reagiert als „verantwortungsvolle Firma“

Ende März wurde das Social-Media-Team von MediaMarkt auf Twitter von einem angeblichen Nutzer aus der Ukraine kontaktiert, dass DJI mit Russland kooperieren und Koordinaten von Panzern weitergeben würde, was ein Verstoß gegen das Kriegsrecht darstelle. Dies sei angeblich nicht der einzige Hinweis auf diese Tatsache gewesen, so die Antwort des Teams.

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Aus „verschiedenen Quellen“ habe man erfahren, dass „die russische Armee Produkte und Daten des chinesischen Drohnenherstellers DJI für militärische Aktivitäten in der Ukraine nutzt“. Als „verantwortungsvolle Firma“ habe MediaMarkt unmittelbar reagiert und daher den Verkauf bis auf Weiteres auf Eis gelegt.


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MediaMarkt und Saturn stoppen Verkauf von DJI Drohnen

Quelle: Inside Digital | Beitragsbild: Guillaume Issaly

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