Sigma erweitert heute seine Contemporary-Reihe um ein neues Weitwinkelobjektiv für APS-C-Kameras – das Sigma 15mm f/1.4 DC.
Noch weiter, deutlich kleiner
Mit einer Brennweite von 15mm bietet das neue Objektiv einen minimal weiteren Bildwinkel als das seit 2017 erhältliche Sigma 16mm f/1.4 DC DN. An APS-C-Kameras entspricht das etwa 22,5mm Kleinbild-Äquivalent – bei Canon sind es durch den Crop-Faktor von 1,6 etwa 24mm. Durch die neue optische Konstruktion fällt das Objektiv rund 30 Prozent kürzer aus und wiegt mit 220 Gramm etwa die Hälfte des Vorgängers. Damit ist es das leichteste Objektiv der f/1.4 DC-Serie von Sigma.
Auch beim Filtergewinde hat Sigma abgespeckt – statt 67 mm beim 16mm-Modell kommt das neue Objektiv mit 58mm-Filtern aus. Die kompakten Maße von nur 64,8 mm Länge machen es zum idealen Begleiter für unterwegs, sei es für Streetfotografie, Reiseaufnahmen oder beim Einsatz auf Gimbals für Videoaufnahmen.
Details zu Aufbau und Ausstattung
Nochmal zurück zur Konstruktion: Für die optische Leistung setzt Sigma auf einen aufwendigen Aufbau mit einem FLD-Element, drei SLD-Glaselementen und drei doppelseitig asphärischen Linsen. Nach eigenen Angaben lag der Fokus besonders auf gleichmäßiger Schärfe bis in die Bildecken und der Minimierung von Koma – ein häufiges Problem bei lichtstarken Weitwinkelobjektiven. Die Blende mit neun Lamellen soll für ein angenehm rundes Bokeh sorgen, die Naheinstellgrenze liegt bei 17,7 cm.

Wie bereits das im vergangenen Jahr vorgestellte 12mm f/1.4 DC verfügt auch das neue 15mm über einen Blendenring – allerdings nur bei den Versionen für Sony E und Fujifilm X. Die Canon RF-Mount-Variante erhält stattdessen einen Kontrollring, dessen Funktion sich individuell belegen lässt.
Der Autofokus arbeitet mit einem Schrittmotor, der laut Sigma schnell und präzise arbeitet. Für Videografen wichtig: Das Focus Breathing wurde minimiert, Schärfeverlagerungen sollten also kaum auffallen. Zudem ist das Objektiv gegen Staub und Spritzwasser geschützt und verfügt über eine wasser- und ölabweisende Vergütung der Frontlinse.
Verfügbarkeit und Preis
Das Sigma 15mm f/1.4 DC Contemporary soll ab dem 12. März 2026 für Sony E, Fuji X und Canon RF im Handel erhältlich sein. Der Preis liegt bei 499 Euro. Ob und wann eine Version für Nikon Z-Mount folgt, ist noch offen. Beim 16mm f/1.4 DC DN hatte Nikon Sigma eine Lizenz für den Z-Mount erteilt.


Jeder von uns hat seine eigenen Wünsche was Objektive betrifft. Wer viele Videos fertigt und kaum fotografiert wird sich Cine-Objektive kaufen. Der Fotograf hingegen möchte seinen Blendenring an dem guten Stück. Solang die Linse nicht 0,00 Gramm wiegt ist sie zu schwer, ohne mindestens 16 Blenden-Lamellen können die Ergebnisse nicht gut sein und wehe wenn der AF nicht schnell genug ist, ein Hundertstel zu viel und schon braucht man sich das Teil nicht kaufen. Wenn der Hersteller dafür bezahlt werden möchte finden viele das als unverschämt.
Sigmas 15mm f/1.4 DC Contemporary ist eine sehr interessante APSC Ergänzung. Der dafür aufgerufene Preis geht in Ordnung. Wegen Abbildungsleistung muss man sich keinen Gedanken machen die ist bei Sigma immer gut.
Danke Sigma, dass du auch an APSC denkst.
Vielleicht ein 16-70mm und ein, zwei Teles wären noch nett.
Oder Sigma ART Festbrennweiten wie zu Beginn der E-Maunt Ära wie z.B. die 19/30/60mm F2.8 Linsen – die waren optisch Meisterklasse (etwas größere Blende halt)
An diese bereits veraltete Objektiv-Serie kommen bisher nur das 16-55 und 17-40mm ran….
F/2.8 wäre aber eine kleinere Blende, als F/1.4, keine größere. Welches 16-55mm meinst Du? Als APS-C Standardzoom für spiegellose Systeme gibt es von Sigma (neben dem 17-40mm) bisher doch nur das Sigma 18-50mm F/2.8 (ein APS-C 16-55mm F/2.8 gibt es aber von Sony).
Ob Sigma die Objektive der Art oder der Contemporary Reihe zurechnet, spielt aus meiner Sicht auch keine große Rolle, solange die Abbildungsleistung stimmt und was das angeht gibt es, meiner Erfahrung nach, auch bei der Contemporary Reihe wenig zu meckern.
Ich weiß nicht, ob du schon mal das 60mm F2.8 gegenüber z.b. dem 30mm F1.4 getestet hast. Ich kann nur sagen, die Contemporary Serie hat ein super Preis-Leistungsverhältnis aber haben meist Schwächen bei Farbsäumen und manchmal auch bei Gegenlicht und Sonnensternen etc.
Zugegeben das sind kleinere Einschränkungen aber an das uralte 60mm kommen sie meiner Meinung nach nicht ganz ran (das 56mm hat sehr kleine Mängel und ist bisher das Beste udn verdient schon fast das Label A).
Was ich vergessen habe zu erwähnen sind die Vitrox Pro Objektive: Die sind allesamt besser als die Sigma C Serie- Dafür aber halt doppelt so schwer und groß.
Kleine leichtere Optionen zu den Vitrox Objektiven wären nett. Aber wichtiger fände ich für meinen Bedarf sowieso Zoomobjektive.
Im Grunde hat ja Sigma mit ihrer C-Serie von 12mm bis 56mm alles abgedeckt. Was schön wäre, wären eben ein paar Filetstücke wie das 17-40mm ART und ein paar Zomms welche sich um den Bereich 16-70mm, 50-200, 70-400 bewegen würden.
Zumindest hält Sigma die APSC Linie von SonyE am Leben – Danke dafür