Sony Neuheiten Objektive

Sony 100-400mm f/4.5 GM OSS: Neues Supertele für 4.999 € vorgestellt

Neben der A7R VI hat Sony auch ein neues Supertelezoom enthüllt, das mit durchgehender Lichtstärke und internem Zoom auftrumpft.

Das neue Sony FE 100-400mm f/4.5 GM OSS trägt zwar kein “Mark II” in der Bezeichnung, trotzdem könnte es als der indirekte Nachfolger des 2017 vorgestellten FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS betrachtet werden. Der wichtigste Unterschied ist die nun durchgehend verfügbare Offenblende von f/4.5 über den gesamten Brennweitenbereich. Hinzu kommt ein internes Zoomdesign, das die Baulänge konstant bei 32,8 cm hält und den Schwerpunkt beim Zoomen nicht verändert.

Aufwendige optische Konstruktion

Der optische Aufbau besteht aus 28 Linsen in 20 Gruppen. Dabei kommen gleich sieben Speziallinsen zum Einsatz: zwei Super-ED-Elemente, drei ED-Elemente, eine XA-Linse und eine neu entwickelte “ED XA”-Linse, die sowohl chromatische als auch sphärische Aberrationen unterdrücken soll. Das Nano AR Coating II sorgt für reduzierte Reflektionen und Geisterbilder bei Gegenlicht. Mit 11 abgerundeten Blendenlamellen (der Vorgänger hatte neun) soll das typische G-Master-Bokeh erzeugt werden.

3x schnellerer Autofokus und 120 fps

Vier XD-Linearmotoren treiben den Autofokus an und machen das Objektiv laut Sony bis zu dreimal schneller als den Vorgänger. Das Tracking soll sich um 50 Prozent verbessert haben, auch die vollen 120 fps der A9 III inklusive AF/AE-Tracking sind kein Problem. Damit positioniert Sony das Objektiv klar für Sport- und Wildlife-Fotografie.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 64 cm am kurzen und 1,5 m am langen Ende, der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:4. Das ist etwas weniger als beim Vorgänger, der noch 1:2,86 erreichte. Das Fokus-Breathing soll minimal ausfallen, zusätzlich wird die Breathing-Kompensation kompatibler Kameras unterstützt.

Größer, schwerer, aber dennoch handlich

Der interne Zoom und die höhere Lichtstärke haben ihren Preis. Mit 1.840 g ist das neue 100-400mm rund 345 g schwerer als der Vorgänger (1.495 g), und mit 12 cm Durchmesser sowie 32,8 cm Länge auch voluminöser. DPReview berichtet allerdings, dass sich das Objektiv trotzdem erstaunlich leicht anfühle und problemlos zwei Stunden lang für Vogel-Fotografie genutzt werden konnte.

Reichlich Bedienelemente

Sony hat das Objektiv mit zahlreichen Bedienelementen ausgestattet, darunter vier frei belegbare Focus-Hold-Tasten, ein Funktionsring, ein Zoom-Ring sowie diverse Schalter. Der drehbare Stativfuß rastet in 90-Grad-Schritten ein, wobei sich das Einrasten auch deaktivieren lässt.

Ein praktisches Detail ist der Einschubfilterhalter nahe dem Bajonett, der 40,5-mm-Filter aufnimmt. Alternativ lassen sich auch 95-mm-Frontfilter benutzen. Das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet, die Frontlinse trägt eine Fluorbeschichtung. Zudem ist das Objektiv mit den Telekonvertern SEL14TC (1,4x) und SEL20TC (2x) kompatibel, womit Brennweiten von 140-560 mm oder 200-800 mm möglich sind. Im APS-C-Modus ergeben sich mit dem 2x-Konverter sogar bis zu 1.200 mm.

Preis und Verfügbarkeit

Das Sony FE 100-400mm f/4.5 GM OSS soll ab Juni 2026 für 4.999 € erhältlich sein. Das alte 100-400mm f/4.5-5.6 findet man aktuell für rund 2.200 Euro im Handel.

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58 Kommentare
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Lassi

Eigentlich hätte ich erwartet, dass das neue Sony 100–400 mm perfekt zur aktuellen A7R VI passt – neues Objektiv, neue Kamera, optimiertes System usw.
In der Praxis wirkt es für mich aber eher anders herum interessant: Durch die FPS-Limitierung bei Drittanbietern und die generelle Pufferthematik der A7R VI ist das Gesamtsystem sowieso nicht komplett „frei“ in der Action-Nutzung.
Und genau da kommt der ironische Teil: Das Sigma 300–600 F4 mit seinen 4 kg und klarer Spezialisierung passt irgendwie besser in dieses ohnehin schon eingeschränkte Setup als das neue Sony, das eigentlich als flexibler Allrounder gedacht ist.
Nicht weil es objektiv „besser passt“, sondern weil die Systemgrenzen beide auf ihre Art wieder ein Stück angleichen.

Und der Preis? 4.990€ für das Sony, 5400€ für das Sigma – mit Aktionen. Wäre ich im Sony System und wäre die neue Kamera etwas für mich, meine Entscheidung wäre klar…

Rene Stämpfli

Was ist das Problem? Es funktionier doch mit allen allen SONY Kameras.

WRDS

Wo liegt das Problem? War wohl Zufall, dass das neue Objektiv zusammen mit der A7RVI vorgestellt wurde. Es kann ebensogut an jeder anderen Sony verwendet werden. Es ist im übrigen konkurrenzlos bei Vollformat. Das 4kg 300-600 von Sigma ist keine Konkurrenz sorry. Das hat einen ganz anderen Einsatzzweck. Bei Sony ist es ja leider auf 15fps beschränkt und der AF ist halt nicht ganz so gut wie bei Sony GM Objektiven. Ist leider Fakt. Und wo hast du das für 5400 Euro gesehen? Bei Idealo finde ich Angebote ab 6999 Euro. In der Schweiz kostet es ab CHF 6000.
Hast du schon mal ein 4kg Objektiv durch die Gegend geschleppt? Viel Spass. Das 100-400 kostet in der Schweiz günstige 4198 Fr. Ein absolutes Schnäppchen für das was es ist. Das durchaus vergleichbare 150-400 von Olympus (ja auf meinem stand noch Olympus) für mFT kostete hier zulande damals 7500 – 8000 Fr. ja klar es hat noch einen Telekonverter drin. Aber der ist nicht 3000 Stutz wert.

Lassi

Moin zusammen. @Rene Stämpfli – dass etwas funktioniert, garantiert ja noch nicht die Möglichkeit, die kompletten technischen Möglichkeiten auch nutzen zu können, oder? Ja, sicherlich Zufall. Beworben wird es u. a. mit der neuen Kamera von Sony, natürlich nicht – oder noch nicht – im Set bzw. zum Setpreis, oder? Zu Deiner Frage: Ich nutze das 300–600 und kann es problemlos tragen, das ist aber natürlich nicht für jeden machbar. Ob der AF weniger performant ist als bei GM-Objektiven, überlasse ich dann eher gerne den Personen, die selbst bei der Nutzung als Hobbyisten Wert auf Pre-Capture, Read-out-Speed oder sonstige technische Leckerbissen legen, anstatt sich auf das Fotografieren zu konzentrieren. Also, ein Problem habe ich mit dem Sigma nicht – wahrscheinlich eher mit der Sinnhaftigkeit eines lichtschwachen 100–400 zum Preis von 5.000 Euro, was mir zumindest an der A7R VI keinen wirklichen Nutzen bringt. Vielleicht kann ich Dir den Preis mal so erklären: UVP 6.900 Euro, Sigma-Aktion – wenn sie mal wieder kommen sollte – mindestens 10 %, dazu Händlernachlass. Mit ein wenig Geschick und Historie beim Händler kommst Du auch nahe an die 5.400 €. Zum Thema Idealo und andere möchte ich mich hier nicht äußern. Wer allerdings glaubt, dort… Weiterlesen »

WRDS

Es gibt kein Set und keinen Setpreis. Das Objektiv passt auch perfekt zur A9III und zur A1 II. Ein 300-600 ist kein 100-400. Völlig anderer Brennweitenbereich und Einsatzzweck. Der Vergleich hinkt einfac und das nicht wenig. Das Sigma ist ausserdem in der Sony Version nicht telekonvertertauglich wegen Restriktionen von Sony. Für mich ein No-go.
Ich lebe nicht in DE und kann deshalb über Idealo auch nicht viel sagen. Ich lasse mir jeweils von meinem Händler eine Offerte machen bei sehr teurem Zeug. Da bekomme ich auch Preise, die nicht auf toppreise punkt ch zu finden sind. Wird wohl in DE auch so ähnlich sein.
Lichtschwaches 100-400? nenn doch mal eines, das lichtstärker ist und nicht mehr als 1840 Gramm wiegt. Du wirst keines finden. Aber wenn du gerne dein Training mit dem 4kg Sigma machst, ist das auch in Ordnung auch wenn das nicht mal ein Äpfel und Birnen Vergleich, sondern eher ein Bananen und Birnen Vergleich ist. Ach ja hier kostet das 100-400 CHF 4198. Gleich viel wie die UVP des 50-150 damals.

Lassi

Moin WRDS, sehr gut beobachtet – lies einfach nochmal meinen zweiten Satz, dann wird vielleicht klarer, worauf ich eigentlich hinauswollte.😉 Mir ist natürlich bewusst, dass ein 300–600 und ein 100–400 unterschiedliche Brennweitenbereiche und Einsatzzwecke haben. Genau das war aber gar nicht mein Kernpunkt. Mein Argument war eher: Beim Sigma gibt es die bekannten Sony-Restriktionen hinsichtlich FPS und Integration, gleichzeitig wird bei der A7R VI häufig über Themen wie Pufferspeicher und Action-Tauglichkeit diskutiert. Dadurch gleichen sich die praktischen Unterschiede im realen Einsatz für manche Nutzer wieder etwas an.🤷‍♂️ Ich persönlich würde in dem Preisbereich eher ein GM II 70–200 2.8 plus Telekonverter bevorzugen. Gerade an einer hochauflösenden Kamera mit knapp 68 MP hat man zusätzlich noch ordentliche Crop-Reserven. Für meinen Einsatzzweck wäre das die flexiblere und wirtschaftlich sinnvollere Lösung als ein 100–400 für rund 5.000 €. Natürlich ist das kein „natives“ 100–400, aber für viele Anwendungen reicht der Bereich trotzdem völlig aus. Und ja: Wer regelmäßig mit einem 4-kg-Objektiv unterwegs ist, muss das natürlich auch tragen wollen. Für mich persönlich ist das allerdings kein Problem. Womit wir dann anschliessend beim „Obst“ wären: Interessanterweise fand ich im direkten Vergleich ein Sigma 500 5.6 subjektiv sogar weniger angenehm zu tragen als das 300–600… Weiterlesen »

WRDS

Salü Lassi, der Pufferspeicher der 7R VI ist offenbar sehr gross und gar kein Problem, wie ich in einem Video gesehen habe. Eigentlich erstaunlich. Möglicherweise könnte es in einzelnen Fällen Rolling Shutter Effekte geben mit dem elektronischen Verschluss, wegen der etwas längeren Sensorauslesezeit. Das müssen sicher ausführlichere Tests zeigen. Es ist aber keine A1 II, was man für über 2000 Euro / CHF weniger auch nicht erwarten sollte. Das 70-200 GM II f2.8 hatte ich selber (musste für das 50-150 gehen). Ohne Telekonverter ist das top. Habe ich hauptsächlich für Motocross und Radsport verwendet. Mit dem 2fach Telekonverter war die Bildqualität auch noch sehr gut aber der AF nicht mehr. Der hat dann aus unerfindlichen Gründen beim zoomen nicht mehr nachfokussiert. War ich mir von Sony Objektiven bis jetzt nicht gewohnt. Beim alten 100-400 ist das gar kein Problem. Wenn ich 600mm haben will, nützt mir ein 70-200 f2.8 eh nicht viel. Da ist mir ein 100-400 mit 1,4fach TK lieber Das 70-200 f4 G II OSS habe ich schon. Das nutze ich inzwischen für Telemakro. In einem Jahre werde ich mir den Preis des 100-400 mal anschauen und eine Offerte meines Händlers anfordern. Ich bin sicher, dass er mir… Weiterlesen »

Ollika

Wenn es einem gelingt, den Preis ausblenden, dann ist das mit Sicherheit ein Top-Objektiv. Besonders den integrierten Filterhalter finde ich sehr intuitiv. Was ich aber gar nicht verstehe, wieso kriegt es Sony nicht endlich auf die Reihe, den Stativfuß Arca Swiss kompatibel zu machen?

Daniel_S

Exakt das war auch mein erster Gedanke mit dem Arca Swiss Stativfuß. Canon ist da keinen Deut besser.

Rene Stämpfli

Ich auch nicht.

WRDS

Verstehe ich auch nicht aber dann kaufe ich halt einen Fuss aus dem Zubehörhandel, wie für andere Sony Objektive auch. Wieso Preis ausblenden? Absolut günstig für das was es ist.

Rolf Carl

Das hat niemand, auch Nikkore, Sigma und Tamron nicht. Du brauchst nur eine Zwischenplatte, dann kannst du das Tele schnell einklinken auf dem Stativ. So ein Teil kostet nur etwa 10 Euro. Am besten kaufst du gleich für jedes Tele eine, dann kannst du es gleich dranlassen.

WRDS

Du bist schlecht informiert. Sigma, Tamron und OM System liefern Objektivfüsse mit Arca Swiss Profil.

Rolf Carl

Die Sigmas und das Tamron, die ich habe nicht, was mit den neueren Objektiven kommt, weiss ich nicht. Auf jeden Fall ist eine Zwischenplatte die beste Lösung, habe ich immer dabei.

WRDS

Schon mein 150-600 Sigma von 2021 hatte einen Arca Swiss tauglichen Fuss. Uralt Objektive interessieren hier nicht. Eine Zwischenplatte ist ganz sicher nicht die beste Lösung. Das ist eine Notlösung.

Rolf Carl

Wenn das so ist, frage ich mich, wieso die Luxusmarke Sony sowas nicht hat. Peinlich.

WRDS

Da musst du die Luxustypen der Luxusmarke Sony fragen. Die andere Luxusmarke Canon hat es auch nicht und eine weitere Luxusmarke namens Nikon hat aber immerhin grad damit angefangen. Ein Pluspunkt für Nikon. Definitiv.

Stefan Zimmermann

Das ist bei ihm echt nichts Neues mehr 😄
Ich suche in dem Forum immer noch die Ignore-Funktion.
Da merkt man manchmal, dass manche mit einer Überzeugung schreiben, die deutlich neuer ist als ihr Wissensstand 😄

WRDS

Ist so. Habe übrigens anderswo gelesen, dass auch das brandneue Nikon 70-200 f2.8 mit einem Arca Swiss tauglichen Fuss kommt.

Alfred Proksch

Reichlich Bedienelemente sind wahrscheinlich dringend notwendig um in bestimmten Situationen alle phantastischen Vorteile des Objektives nutzbar zu machen. Ornithologen sowie Sportfotografen werden sich freuen sofern sie mit Sony unterwegs sind. Mir persönlich fehlt der Bezug zu einem 100-400mm/4,5 Zoom in dieser Preisklasse.

Respekt habe ich vor den Anwendern die sich merken können wo die für ihn wichtigen Tasten und Schalter sitzen und welche Funktion hinter jeder einzelnen Taste steckt!

Rolf Carl

Man weiss ja, was man fotografieren will und ist nicht dauernd am Knöpfe verstellen. Dann sind bei guten Teles auch noch USB-Anschlüsse dabei, um die Feinjustierung nach den eigenen Vorlieben vorzunehmen.

Thomas

Wird es nun überhaupt noch einen Nachfolger des kompakten und halb so teuren FE 100-400mm F4.5-5.6 GM geben? Oder ist eher denkbar, dass Sony einen solchen als G-Objektiv herabstuft? Ich warte bereits seit einem Jahr, weil ich ein reisetaugliches Allround-Telezoom suche (70-200mm sind mir zu wenig Zoom), das gut in den Fotorucksack passt, wenn ich das große 300mm F2.8 GM nicht mitschleppen und in Bezug auf die Brennweite flexibel sein will. Daher habe ich auf einen Nachfolger des alten 100-400 spekuliert.

Rolf Carl

Sigma und Tamron haben auch gute 100-400er im Angebot, beide etwas über ein kg.

Rene Stämpfli

Nur sind die beim AF langsam und unzuverlässig, aber sonst für den Preis ok.

Rolf Carl

Ach, tatsächlich??

Kennst du Alpensegler? Die fliegen wie Schwalben, sind extrem wendig, schnell und fliegen meistens zick-zack, da ist es schon sehr schwierig, sie überhaupt im Sucher zu behalten, und für einen AF-C sind das höchste Anforderungen. Mein Tamron 100-400 liefert auch in solchen Situationen zuverlässig. Bei dieser Serie war jede Aufnahme knackscharf:

https://www.rolfcarlnaturfotografie.ch/?pgid=lglzmngz-076bff2d-1165-42b6-929d-8f36ddb9e93f

Und vermutlich zu deinem Erstaunen klappt das sogar mit einer Z8. Ich könnte jetzt noch Dutzende weitere Beispiele einfügen, ist mir aber zu blöde.

Rene Stämpfli

Ja, tatsächlich und nein die Alpensegler kenne ich nicht. Aber ich kenne mich sehr gut in der schnellen Sportfotografie aus. Das gezeigte Bild stufe ich für die Geschwindigkeit des AF als nicht sehr anspruchsvoll ein. Schon die relativ grosse Distanz vom Objektiv zum Alpensegler ist für die Geschwindigkeit des AF kein Problem. Im Motorrensport ist vor allem die Reaktionsgeschwindig des AF wichtig. Besonders bei Motocross. Da ist das Tracking der Fahrer oft nur ein Bruchteil einer Sekunde im Sucher sichtbar. Dabei ist die Distanz zwischen dem Objektiv und Fahrer lediglich zwischen 5-10 m. Diese Situation ist für den AF-C sowohl für die Kamera wie auch das Objektiv sehr anspruchsvoll. Deshalb verwende ich bei Motocross nur die A9III und die Objektive mit den schnellsten Motoren. Natürlich gibt es auch unzählige Situationen, da ist die Distanz Objektiv/Fahrer wesentlich grösser und die Trackingzeit entsprechend länger, was was für den AF-C weniger anspruchsvoll für die Kamera/Objektiv Kombination ist. Nun zu den Fremdobjektiven. Ich habe auch das Tamron 35-150mm seit vielen Jahren und auch bei Motocross an der A9III verwendet. Obwohl ich dieses Objektiv als sehr gut Einstufe, ist mir aufgefallen, dass in Situationen wie oben geschildert, der Ausschuss einiges grösser war als beim SONY… Weiterlesen »

Rolf Carl

Der Alpensegler war etwa 20 m entfernt, ich habe aber auch viele Fotos von Schwalben im Flug, die nur 5 bis 10 m entfernt waren, und die auch scharf sind. Und zwar sind die meisten noch mit der D500 und dem Tamron entstanden, wenn der AF mal gepackt hat, dann ist die Serie in der Regel auch scharf, oder auf jeden Fall die meisten Bilder. Bei der D500 ist das Tamron tatsächlich leicht schwächer als das Nikkor, aber an der Z8 ist davon nichts mehr zu spüren, da ist die Leistung einiges besser. Allenfalls könnte man aber sicher mit einer Z Festbrennweite noch etwas herausholen, es ist schon richtig, dass die besten Teles der Kamerahersteller meistens etwas besser performen als die Fremdobjektive, aber der Unterschied dürfte minim sein. Sony ist ja noch bekannt dafür, dass sie Fremdobjektive ausbremsen, das könnte auch noch ein Grund sein, dass ein Tamron nicht so gut performt. Ich sehe jetzt wirklich nicht, wieso die Herausforderung an den AF-C beim Motocross grösser sein soll als bei schnellsten Vögeln. Die Fahrer fahren ja mehr oder weniger regelmässig in eine Richtung, das ist für einen AF leichter zu meistern als ein Vogel im Zick-Zack-Flug. Vielleicht ist es bei… Weiterlesen »

Rene Stämpfli

Ich habe nie behauptet, dass eine A9III zwingend notwendig sei. Ich habe 6 SONY Kameras und wähle einfach nur die für mich am besten geeignete Kamera für das was ich fotografieren will. Und das ist für Sport nun mal die A9III. Genauso könnte ich die A7S, A7SIII, A7RII, A9 oder A1 wählen. Zum Spass könnte ich sogar analog mit meiner geliebten alten Pentax6x7 an geeigneter Stelle fotografieren. Was durchaus ein Publikumsmagnet sein könnte. Die Ausbeute würde natürlich etwas bescheidener sein. Das gleiche gilt bei der Auswahl der 16 SONY Objektiven und den über 20 zum Teil sehr alten Fremdobjektiven. Die meisten Zuschauer fotografieren oder filmen zudem mit dem SP. Ist alles möglich.Persönlich ist mir egal mit was der Rest der Welt fotografiert. Am Ende des Tages interessiert eh nur das fertige Bild.

Rolf Carl

Okay, dann sehen wir es ja eigentlich ziemlich ähnlich.

Rene Stämpfli

Hier sind drei interessante Aufnahmen, die innerhalb 2 Sekunden je als 3 einzelne Aufnahme aufgenommen wurden. Der AF und ich als Fotograf mussten sich also innerhalb von 2 Sekunden auf 3 komplett unterschiedliche Situationen einstellen. Der AF war hier auch schnell genug. Dummerweise flog genau zum Zeitpunkt des Auslösen eine Dreckscholle auf die Position des Auges. Der AF hattet dabei auch korrekt auf diese Scholle scharf gestellt. Reaktionsschnell hatte ich nochmals für den nachfolgenden Fahrer ausgelöst, der dann auch fokusiert und scharf abgebildet wurde. In dieser Situation hätte eine Serienaufnahme nichts gebracht. Sobald man in sehr kurzer Zeit auf unterschiedliche Objekte fokusieren muss, sind Einzelaufnahmen aus meiner Erfahrung besser geeignet als Serienbilder. Das muss man aber auch üben.Wichtig ist, dass der AF schnell reagiert. Dieses Beispiel zeigt auch, dass der Fotograf den AF seiner Kamera verstehen sollte. Es zeigt auch, dass die Anzahl B/s selten ausschlaggeben ist. Obwohl ich 120B/s bei der A9III habe, brauche ich praktisch nie mehr als 15 B/s. Aber einen extrem schnellen AF.
https://pixocloud.org/s/7TNwxHLP5W367fe

Mirko

Bild2 finde ich echt Klasse, auch wenn Du vermutlich nicht den aufgewirbelten Dreck “scharf” haben wolltest.

Rene Stämpfli

Ja, ich wollte den zweten Fahrer auch als Einzelbild fotografieren, drückte ab, als dieser auch auftauchte. In dem gleichen Moment flog eine grosse Menge Dreckschollen vom ersten Fahrer auf mich zu. Instinktiv drückte ich nochmals ab und erwischte den zweiten Fahrer noch mit einer leichten Verzögerung. Deshalb ist er auch etwas weiter vorne. Danach ging ich in Deckung. Ich wusste dass ich ihn erwischte. Dank dem schnellen AF des SONY 100-400 F/4.5-5.6 war er auch noch scharf. Später am Bildschirm gefiel mir das Bild ebenfall und behielt es als einmalige, interessante Situation. Solche Situationen kann man nicht wiederholen.

WRDS

Es gibt das Gerücht, dass Sony für das alte 100-400 einen Nachfolger als G Objektiv bringen wird. Vermutlich dann wieder mit f4.5 – 5.6. Sicher deutlich leichter und auch günstiger als die damalige UVP von 3000 CHF in der Schweiz 2017.

Thomas Müller

Geht es nur mir so? Wenn ich die Beispielfotos betrachte, die Fotohändler beim neuen 100-400mm veröffentlichen, dann finde ich, dass das Bokeh bei einigen dieser Fotos wenig ansprechend ist. Das Bokeh scheint vergleichsweise unruhig und wenig harmonisch zu sein. Ich bin jedenfalls auf Beispielfotos der Tester gespannt, vielleicht sind die von Sony gewählten Fotos nur ungünstig gewählt?
https://www.fotokoch.de/Sony-SEL-100-400mm-f-4-5-GM-OSS_73341.html?redirect=&partnerid=10403

Rene Stämpfli

Also ich bin kein Bokeh Fetischist. Für mich muss primär der AF schnell und zuverlässig sein. Und das soll er anscheinend an der A9III sein.Das alte habe ich bereits seit ca.9 Jahren und ist eines der scnelleren Objektive, die ich habe. Das neue soll einen 3x schnelleren AF haben, also sehr schnell sein. Leider ist es erst im Juni verfügbar. Sonst hätte ich es am Pfingstmontag beim nächsten Motocross Rennen testen können. Da trennt sich aus meiner Erfahrung die Spreu vom Weizen.

Thomas Müller

Verstehe ich, beim Sport ist mir das Bokeh auch nicht so wichtig. Aber in der Naturfotografie kann das Bokeh für die Bildwirkung mitentscheidend sein, jedenfalls empfinde ich das so. Ob sich mein erster Eindruck zum neuen 100-400 bestätigt oder aber falsch ist, das wird sich ja bald zeigen. Ich kann auch nachvollziehen, dass Du vor allem auf die Geschwindigkeit des AFs Wert legst. Es kommt eben immer auf das Genre an, in dem man ein Objektiv und die Kamera einsetzt.

Übrigens, ich war vorhin auf Deiner Seite, gefällt mir richtig gut. Bern hast Du richtig gut in Szene gesetzt und auch Deine Konzertfotografie gefällt mir. Top!! Das soll aber nicht heissen, dass ich die anderen Fotos nicht ebenfalls sehr gut finde. Die beiden genannten Beispiele stechen für mich nur hervor.

Rene Stämpfli

Danke Thomas.
SONY wird sich bei dem neuen 100-400 sicher nicht lumpen lassen. Die Geschwindigkeit hat es. Das SONY 50-150mm F/2.0, soweit ich das beurteilen kann, hat jedenfalls ein sehr schönes Bokeh. Es hat auch bei mir die Festbrennweiten zwischen 50-150mm bereits ersetzt. Ist etwas zu gross für “immer drauf”. Deshalb behalte ich das Tamron 35-150mm als “oft drauf”.

WRDS

Motocross Muri? Nun ja für Motocross reicht auch ein älteres GM. Ich habe damals mit der ersten A9 und dem alten 70-200 GM Motocross fotografiert und später auch mit der A1 und dem neuen 70-200 GMII. Der AF war nie ein Problem damit. Nicht optimal war es mit der A6500 und dem alten 70-200 GM aber das lag an der Kamera.

Rene Stämpfli

Ja, Pfingstmontag Muri.
Natürlich reichen diese Kameras und Objektive. Ich habe ja die A9 und A1 und Objektive auch. Es ging bei meinem Kommentar um Fremdobjektive und in meinem Fall um das Tamron 35-150 das ich auch bei einigen Rennen an der A9III verwedet hatte. Dieses Objektiv genügt auch in den meisten Situationen, hat aber in speziellen Situationen mehr Ausschuss produziert, als das native SONY Objektiv. Deshalb hatte ich das Objektiv im gleichen Rennen mit dem SONY 100-400mm F/4.5-5.6 ausgetauscht. Etwas was ich sonst nie tue. Und siehe da, null Ausschuss an derselben Position und Situation. Das heisst nun nicht, dass das Tamron schlecht ist, im Gegenteil. Wenn man aber Objektive von Drittherstellern mit nativen SONY vergleicht, ist meistens der AF-C langsamer. Das kann durchaus bei dem tieferen Preis auch ok sein.

Rolf Carl

Hallo Thomas, es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Bokeh zu gestalten, oft ist es auch Geschmacksache. Der Bär und die letzten beiden Vögel sind komplett freigestellt. Mit unruhig meinst du vermutlich das erste Foto mit der Fotografin und der Kamera am Anschlag. Es deutet den Hintergrund an, ist also etwa halbscharf. Kann man so machen, man muss einfach darauf achten, dass keine störenden Elemente dabei sind. Das ist bei diesem Foto nicht der Fall, finde ich also nicht schlecht. Das dritte Foto mit dem Vogel über dem Wasser ist dir vermutlich auch aufgefallen, da ist das Bokeh auch etwas unruhig, aber gerade noch so, dass es nicht störend ist. Auch hier hat es keine Elemente im Bild, die den Blick ablenken. Also auch gelungen, würde ich sagen, zumal das Foto gar nicht anders zu realisieren war. Wenn ich die Zeit habe, fotografiere ich solche Motive immer mit verschiedenen Blenden und wähle nachher das beste Foto aus. Bei Tieren funktioniert das aber selten, da fotografiere ich immer mit Offenblende, und wenn das Bokeh nicht harmonisch ist, lösche ich die Aufnahme halt.

Rolf Carl

Noch etwas, mit einem 100-400 lässt sich der Hintergrund wirklich sehr gut gestalten, egal ob nun f4.5 oder f6.3, die Naheinstellgrenze ist immer etwa 1.5 m bei 400 mm, da gibt es auch im Nahbereich tolle Aufnahmen mit sehr schönem Bokeh, und Abblenden ist immer möglich, wenn man mal mehr Struktur möchte.

Thomas Müller

Stimmt Rolf, das stimmt sogar für 100-400mm an APS-C. Dort setze ich oftmals Brennweiten von 200-400mm ein und selbst bei APS-C gelingt dann die Freistellung bei grosser Blendenöffnung sehr gut.

Rolf Carl

Ja, das klappt sehr gut, bei APS-C verliert man zwar eine Blende, aber durch den engeren Ausschnitt ist die Freistellung wieder etwas besser. Z.B. Libellen im Flug und grössere Blumen fotografiere ich öfters mit dem 100-400, hat übrigens auch noch den Vorteil, dass durch die grössere Distanz gegenüber einem Makro die Schärfentiefe beim Motiv grösser wird, es ist also praktisch die ganze Libelle oder Blume scharf, das ist mit dem Makro aus naher Distanz nicht möglich.

Thomas Müller

Hallo Rolf, am deutlichsten sieht man das was ich meine beim Spechtfoto und beim Foto, das beim Durchblättern vor der Taube kommt. Den Vogel dieses Fotos kenne ich leider nicht bzw erkenne ihn nicht. Das sind jeweils Bubble-Bokehs, die mir weniger gefallen und die ich als unruhig und damit vom eigentlichen Motiv ablenkend empfinde.

Rolf Carl

Ah, okay, ich hatte gar nicht weitergeblättert. Beim Spechtfoto ist der Hintergrund noch angedeutet, das liegt heutzutage eher im Trend als völlig freigestellt. Mir gefällt das, ist auch eine Unschärfe, die gerade noch gut ist. Was mich aber stört, ist der helle Rand links vom Bild. Helle Elemente ziehen den Blick immer weg vom Motiv, das sollte man vermeiden. Ich hätte also den Specht etwas nach links geschoben und den hellen Rand weggeschnitten, dafür vielleicht etwas mehr Baum dazugenommen, dann wäre es ziemlich sicher einiges besser. Den Vogel vor der Taube konnte ich auf die Schnelle auch nicht bestimmen, es gibt einige, die ähnlich aussehen. Da finde ich jetzt das Bokeh sehr gelungen, es hat einige scharfe Blätter um den Vogel herum, dann halbscharfe Äste etwas weiter hinten, und den hintersten Teil finde ich auch ansprechend, nichts stört, das ist das Wichtigste. Interessant finde ich bei einem Portfolio die Abwechslung, mal freigestellt, mal Tier in der natürlichen Umgebung, mal auch fast alles scharf. Trotzdem sollte man beim Bokeh achtsam sein. Beim Auswählen schaue ich mir die Bilder einfach mal an, dann merke ich sofort, ob es harmonisch ist oder ob etwas stört. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl… Weiterlesen »

100carat

Hallo Thomas, hallo Rolf, da ich vor dem Abendessen kurz hier vorbeischaue: bei dem Vogel, der Euch beiden nicht geläufig ist, handelt es sich entweder um eine Sumpfmeise (Poecile palustris) oder um eine Weidenmeise (Poecile montanus).

Die beiden Arten sind selbst für Experten sehr schwer auseinanderzuhalten, sofern man nicht ihren Gesang hört, der sich deutlich unterscheidet. Wären die Aufnahme genau frontal, so dass die genaue Form des Kehlflecks zu sehen wäre, und man auf einer zweiten Aufnahme die seitliche Kopfform und die Intensität des Schwarzverlaufes am Hinterkopf besser erkennen könnte, wäre eine Artzuweisung exakter möglich.

Rolf Carl

Hallo 100carat, besten Dank für deine Analyse. Ja, es ist oft schwierig, eine Art genau zu bestimmen. Wenn ich selber fotografiere, habe ich jeweils die Merlin-App dabei, dann findet man es eher heraus. Bei den Libellen gibt es auch 2 Arten, die sich nur durch eine Zeichnung hinter dem Kopf unterscheiden lassen, wenn der nicht auf dem Foto sichtbar ist, ist eine Bestimmung unmöglich. Aber deine 2 Vorschläge sind stimmig, hilfreich wäre es auch noch, wenn man wüsste, wo die Aufnahmen entstanden ist.

Aber da du schon mal hier bist, mich würde deine Meinung und Einschätzung der beiden besprochenen Fotos interessieren, vor allem auch betreffend des Bokehs. Nur wenn du Zeit und Lust hast.

100carat

Gerne, Rolf, hier mein Eindruck zu ausgewählten Fotos: Frau mit Kamera im Anschlag: Bokeh wirkt artifiziell, fast schon wie ein Artefakt, gefällt mir nicht. Wiedehupf: von der Gesamtstimmung am besten getroffen und insgesamt bestes Foto (auch wenn die Flugaufnahmen schwieriger sind). Lichtstimmung interessant, Motivgestaltung gelungen, Bokeh gut. Buntspecht: Hintergrund viel zu unruhig und nimmt zu viel Fläche im Bild ein. Obwohl der Specht schön freigestellt ist, wird das Auge immer wieder von der auffällig orange-braunen Seite des Fotos vom eigentlichen Motiv abgelenkt. Wie kann man das Bild retten oder verbessern: Format ändern. Bild senkrecht beschneiden, knapp rechts neben dem dunklen “Unschärfeknoten” (Geäst) im oberen Bildteil. Der Hintergrund bleibt zwar unruhig, das Hauptmotiv wird aber prägnanter hervorgehoben und das Foto in sich stimmiger. Lachmöwe im Flug mit Ästchen im Schnabel: Die Lachmöwe selbst ist sehr schön getroffen. Zwei Probleme: Lisa hat die Tendenz, das Hauptmotiv immer möglichst ins Zentrum zu stellen (sieht man auch beim anderen Flugfoto). Das ist in beiden Fällen nicht optimal. Zudem ist der Hintergrund insgesamt viel zu unruhig und droht in Kombination mit der Platzierung des Hauptmotivs dieses optisch zu erschlagen. Es gäbe zwei Möglichkeiten, das Foto durch Zuschnitt deutich zu optimieren. Dabei würde nicht nur die… Weiterlesen »

Rolf Carl

Besten Dank für deine aufschlussreiche und sehr interessante Analyse!

Der Wiedehopf gefällt mir auch sehr gut. Ich habe erst vor einer Woche einen beobachten können, aber leider ist er die ganze Zeit vor einem Stall zwischen Gegenständen herumgehüpft. Da hatte ich keine Lust auf ein Foto.

Bei der Lachmöwe gefällt mir das Bokeh auch nicht besonders, da stören mich vor allem die beiden dunklen Balken und der dunkle Punkt. Das Problem ist halt immer, dass der Hintergrund bei Flugaufnahmen schwierig zu steuern ist, wenn Gelände im Spiel ist. Aber du hast recht, mit Beschnitt lässt sich manches Problem lösen oder verbessern.

Und nein, den ESC tue ich mir auch nicht an 😊

Thomas Müller

Danke für Deine umfassende Beurteilung. Freut mich auch, zum Bokeh beim Buntspecht bestätigst Du ja mehr oder weniger wie ich das Bokeh dieses Fotos auch sehe bzw empfinde, nämlich vor allem unruhig und vom eigentlichen Motiv deshalb ablenkend.

100carat

Zu unruhig, zu großflächig und durch die Farbigkeit am linken Rand zusätzlich stark ablenkend.

Ob die Fotografin die Zeit gehabt hätte, durch eine kleine Veränderung ihres Standortes den Hintergrund weniger störend zu gestalten wissen wir nicht. Vielleicht hat sich das Motiv unerwartet ergeben und sie hat die Chance genutzt, den Buntspecht überhaupt aufs Bild zu bannen.

Thomas Müller

Hallo 100carat, vielen Dank, dass Du uns hier weitergeholfen hast. Ich muss zugeben, selbst wenn der Vogel komplett zu erkennen wäre, ich hätte ihn nicht gekannt, also weder die eine noch die andere von Dir genannte Alternative. Du scheinst in der Vogelfotografie sehr viel Erfahrung zu haben. Ich habe da so einen Verdacht …… Sag mal, fotografierst Du üblicherweise mit Canon R, hast einige Bücher herausgegeben und hast vor einiger Zeit OM System ausprobiert 😉?

100carat

Ich mag Rätsel auch gerne, Thomas 🙂 Ich habe mit fast jeder Kameramarke schon fotografiert, darunter einige die heute nicht mehr existieren (z. B. Voigtländer, Contax, Minolta). Die Marke, die mir bislang fehlt ist Fuji (wobei ich die GFX-Serie sehr spannend finde). Mit Olympus habe ich das erste Mal während meiner Schulzeit fotografiert, weil die Schul-AG Fotografie über verschiedene Olympus-Modelle verfügte, auch für Makro- und Mikroskopfotografie. OM System habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Einer meiner wichtigsten Förderer hatte zu der Zeit alle wichtigen Nikon-Modelle mit denen ich ebenfalls immer wieder fotografieren durfte. So hatte ich frühzeitig die Möglichkeit, viele Kamerasysteme miteinander zu vergleichen und bin immer wieder in den Genuss auch seltener Objektive gekommen. Zum Beispiel konnte ich neben den verbreiteten 400 und 600mm Objektivköpfen auch den 640mm Objektivkopf des Novoflex-Schnellschuss-Systems ausprobieren. Das war zu seiner Zeit High Tech und bemerkenswert intuitiv zu benutzen. Zu den Motiven meiner ersten Magazinveröffentlichungen noch als Schüler gehörten Libellen und Fische. Damals beides eine Herausforderung. Zumal, wenn man als Schüler über arg limitierte Finanzmittel verfügte und sich jedes Objektv und Zubehörteil in den Schulferien erarbeiten mußte. Nachdem ich von der Voigtländer meines Vaters auf Canon umgestiegen war, blieb Canon bis heute mein Hauptsystem.… Weiterlesen »

Thomas Müller

Hallo 100carat, herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort! Zunächst zu meinem Verdacht, den Du mit Deiner Antwort nicht bestätigst. Da habe ich mich wohl geirrt. Naja, aufgrund Deiner (mich) beeindruckenden Kenntnisse der Vogelwelt und des Fotografierens mit Canon R5 (das hattest Du früher schon einmal angegeben) machte es bei mir “klick” und ich dachte Du wärst einer der YT-Fotografen. Einer von diesen, den ich meine, fotografiert auch mit Canon R5, ist ein Tierfotograf, kennt sich in der Vogelwelt ebenfalls hervorragend aus, und hatte vor einigen Monaten ein “Influencer Video” zur OM 1 II und einem Supertele aus dem OM System veröffentlicht. Ausserdem veröffentlicht er Fotobücher, insbesondere mit Vogelmotiven. Zudem kommt er so freundlich, kompetent und ruhig rüber wie Du auch 😉. Meine “Fotolaufbahn” verlief sehr ähnlich wie Deine, nur nicht so intensiv und erst recht nicht mit Veröffentlichungen wie bei Dir, die schon sehr nach Profifotograf klingen. Nach einer Yashica Kompaktkamera fing ich noch als Schüler mit einer Olympus SLR an. Viel an Ausrüstung konnte ich mir aber als Schüler nicht leisten, mein gesamtes Erspartes ging damals für die OM1 plus den Zuiko 55mm/f1,2 drauf und die bekam ich noch als privaten “Direktimport” aus Japan deutlich vergünstigt. Im Laufe der… Weiterlesen »

100carat

Auch Dir herzlichen Dank für Deine ausführlichen Zeilen. Ich gehöre zwar zu denen, die sagen: man sollte als Beruf nur ausüben, wofür man brennt oder was man liebt. Aber man muss und sollte nicht alles was man liebt, zum Beruf machen. Nicht wenige verlieren durch die Zwänge, die die Berufswirklichkeit mit sich bringt, über kurz oder lang die Lust an ihrer einstigen Leidenschaft. Deshalb genieße das wunderschöne Hobby Fotografie. Ob Du Deine Bilder veröffentlichst oder nicht, wird Deine Freude am Fotografieren nicht schmälern. Du machst auf mich nicht den Eindruck, zu all denen zu gehören, die sich selbst über den Beifall anderer definieren. Das schmale Portemonnaie des Schülers ist mir nur zu gut bekannt. Ich habe über Jahre alle Schulferien vom ersten bis zum letzten Schultag durchgearbeitet, um mir meinen Traum der ersten eigenen Spiegelreflexkamera und Musikanlage erfüllen zu können. Nur so konnte ich mir schon mit 14 Jahren (das erste Jahr, wo ich alle Schulferien opferte) mir den ersten Traum erfüllen und eine Kamera erwerben (die Jahre zuvor hatte ich wie erwähnt, die Ausrüstung meines Vaters und kompakte Sucherkameras benutzt). Ich habe diese Kamera gehütet wie einen kostbaren Schatz und mich schon aus Kostengründe auf drei Objektive beschränkt. Gerade… Weiterlesen »

WRDS

Man weiss nicht welche Blende bei den Beispielbildern verwendet wurde. Wäre noch gut zu wissen. Das alte 100-400 hatte kein hässliches Bokeh.
Ich habe es sehr oft für Insektenbilder im Nahbereich verwendet. Naheinstellgrenze bei 400mm lag bei 98cm. Beim neuen liegt sie bei 400mm leider bei 1,5m. Aber für den Zweck habe ich ja inzwischen ein 70-200 GII.

Thomas Müller

Da hast Du recht, die Blende ist nicht angegeben. Aber welche Blende verwendet wurde dürfte in Bezug auf meine Kritik auch nicht entscheidend sein. Ich kritisiere ja nicht, dass der Hintergrund nicht komplett aufgelöst ist, ob das erreicht wird hängt ja vor allem von optischen Gesetzmässigkeiten ab. Mir geht es vor allem um die Ästhetik des Bokehs. Ich finde das Bokeh auch nicht hässlich, das wäre zu viel und unberechtigt heftige Kritik. Für mein Empfinden ist es einfach nicht ideal. Aber wie Du hier lesen kannst, Rolf hat dazu eine andere Meinung, ihm sagt das Bokeh mehr als mir zu. Es ist eben so wie oftmals in der Fotografie. Jeder bewertet ein Foto anders, der eine ist begeistert, dem anderen sagt das gleiche Foto nichts.

Rene Stämpfli

An der A9III mit Base ISO 250 ist das neue 100-400mm F/4.5 wie ein F/2.8 durchgehend von 100-400mm. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge vergehen lassen. Mit dem 2x Teleconverter wären das F/5.6 bei 800mm.

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