Sonstiges Sony

Sony verkauft so wenige Kameras wie nie zuvor

Sony hat 2019 so wenige Kameras verkauft wie nie zuvor. Im aktuellen Jahr werden die Zahlen weiter sinken.

Sony: Verkaufte Kameras im Jahr 2019

Kürzlich hat Sony den Quartalsbericht für das 4. Quartal von 2019 vorgelegt, womit nun abschließend festgestellt werden konnte, wie viele Kameras Sony im Jahr 2019 verkauft hat. Die Webseite Sonyreconsidered trägt die Informationen zu den Verkaufszahlen regelmäßig zusammen und hat dazu diese Grafik erstellt:

Schaut man sich die Grafik an, dann wird schnell deutlich, dass Sony im letzten Jahr so wenige Kameras verkauft hat wie nie zuvor. Nur 2,8 Millionen Kameras konnten an den Mann gebracht werden, dabei war das 4. Quartal 2019 mit 400.000 verkauften Einheiten das schlechteste Quartal des Jahres.

Man muss kein Hellseher sein um zu wissen, dass die Verkaufszahlen im Jahr 2020 weiter zurückgehen werden, schon alleine wegen der Coronakrise. Sonyreconsidered hält es für möglich, dass wir einen Einbruch von mehr als 50% auf 1,2 Millionen verkaufte Kameras bezogen auf das gesamte Jahr 2020 sehen werden.

Kurze Einordnung der Zahlen

Doch zurück zum Jahr 2019 und der Frage: Wie bedenklich sind die rückläufigen Verkaufszahlen?

Im Großen und Ganzen eigentlich überhaupt nicht bedenklich. Vielmehr hat sich schon vor vielen Jahren abgezeichnet, dass der Markt der günstigen Kompaktkameras aufgrund der immer besser werdenden Smartphones zusammenbrechen wird. Kompaktkameras haben bei den Verkaufszahlen immer den Löwenanteil ausgemacht, insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass die Verkaufszahlen im Gesamten sinken.

Die Kamerahersteller haben auf diese Entwicklung schon vor Jahren reagiert und ihren Fokus mehr oder minder stark auf den High-End-Bereich gelegt, denn dort braucht es deutlich weniger verkaufte Kameras, um Gewinne zu erzielen.

Überhaupt ist der Gewinn am Ende das, was zählt. Wenn Sonys Verkaufszahlen weiter rückläufig sind, das Unternehmen und die Kamerasparte wirtschaftlich aber gut dastehen, interessieren die Verkaufszahlen am Ende niemanden. Insofern sieht die rückläufige Zahl der verkauften Kameras im ersten Moment vielleicht bedenklich aus, viel zu bedeuten hat sie schlussendlich aber nicht. Auch deshalb, weil Sony ja nicht der einzige Hersteller ist, der immer weniger Kameras verkauft. Das ist bei allen so.

Quelle: Sonyreconsidered

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

48 Kommentare

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  • …hatte den Artikel gestern oder vorgestern gelesen, musste schmunzeln wenn hier der ein oder andere Experte schrieb das sich Sony Kameras, im Gegensatz zu den anderen Herstellern, momentan besonders gut verkaufen 😂

    • Wenn die Verkaufszahlen bei den anderen Herstellern NOCH schlechter aussehen, dann wäre die Aussage theoretisch ja nicht falsch. Aber das müsste man natürlich mit einem Vergleich aller Verkaufszahlen belegen.

      • …laut Statista.com wurden 2019 in Deutschland 274.000 DSLR und 316.000 DSLM Kameras unter die Haube gebracht, insgesamt wurden in Deutschland 2019 2,1 Millionen digitale Kameras verkauft, beliebtesten Marken der Deutschen Canon & Nikon 😉

      • Das wären insgesamt rund 600000 Systemkameras mit und ohne Spiegel. Das ist doch kein schlechtes Ergebnis.

      • @ Martin Berding

        und es wären mit 1,5 Millionen das 2,5 fache anderer Kameras als Systemkameras – und das trotz Smartphones.

        Das Sorgenkind ist wohl die Systemkamera.

        Ich lasse ja Systemkamera und Smartphone parallel laufen – immer noch, nach fast einem Jahr. Der Hauptnachteil der Systemkameras ist neben der Schlepperei, dem Preis, vor allem auch der extreme Aufwand, bis man ein gutes oder wenigstens brauchbares Bild hat. Und wehe, die Lichtverhältnisse sind ungünstig.
        Ich komme so langsam zu dem Punkt, wo ich meine, dass mir meine Lebenszeit zu schade ist, mehrere Belichtungen zu machen, dann die richtige Belichtung auszusuchen, das dann aufwendig mit DPP oder Captuere NX-D vorzuentwickeln und in Lightroom den Feinschliff vorzunehmen. Am Ende hat man entweder ein technisch einwandfreies nicht überbelichtetes Bild, das flau aussieht (gut man kann den Kontrast und die Klarheit erhöhen) und in weißen Türmen kaum Kontraste zeigt. Ich werde wohl doch dazu übergehen, nur noch mit Smartphone zu fotografieren und die DSLM nur noch im Ultraweitwinkel einsetzen.
        Neu werde ich wohl keine Kamera mehr kaufen. Es sei denn, es kommt ein technisch einwandfreies Bild direkt aus der Kamera, so wie bei den Smartphones.
        Und der Preis müsste dann schon massenmarktfähig sein, sonst kaufe ich nicht.

    • Dann warten wir mal auf die Zahlen der Anderen. Wenn sich Sony wirklich so gut verkauft wie behauptet, dann möchte ich nicht wissen, wie es bei den Mitbewerbern aussieht. Jetzt kommt noch Corona obendrauf.

  • Wundert mich auch nicht wirklich.
    Ich habe z.B. die A7III und würde erst wieder eine neue Sony Kamera kaufen, wenn sie nach der (verlängerten) Garantiezeit den Geist aufgibt. Ich bin absolut zufrieden damit und es gäbe keine technische Änderung, die mich zu einem Kauf einer A7IV bewegen könnte.

    Anderen Leuten geht es sicherlich auch so und das wird wohl auch im APS-C Bereich so sein.

    Nur weil neuere Sony Kameras minimal besser sind, kauft nicht jeder gleich das neue Modell.

  • Verwunderlich ist das alles nicht, die meisten Fotografen sind bezüglich Equipment gut aufgestellt. Corona wird wohl etwas zum Schrumpfprozess beitragen, hat aber wohl nicht den größten Einfluss. Vielmehr ist es auch fehlende Werbung der Fotofirmen, wenn die Fotografie dem Kunden nicht nahe gebracht wird, finden auch keine Verkäufe statt. Es bleibt bei vielen beim Smartphone. Der größte Faktor für schwindende Verkäufe ist die Marktsättigung und die teilweise schlechte Funktionalität auch neuester Kameras. Drahtlosfunktionen für Fernbedienung, Bildübertragung, vollständiges Einbinden im Heimnetzwerk sollten selbstverständlich sein. Das was bei SP klappt, muss bei der Kamera genauso gut funktionieren und die Fotofirmen müssen mehr tun, um auch vorhandene Modelle über Jahre in wichtigen Drahtlosfunktionen auf Stand zu halten. Solche Updates müssen nicht kostenlos sein.

  • Ich denke, ein gewisser Sony-Siegeszug begann gerade an dem Punkt, von dem an hier in der grafischen Darstellung alles bergab geht.

    Die SLTs: A55, A77 etc. … ab ca. 700 EUR
    Vollformat-SLTs: A99, A99 II
    Die ersten Spiegellosen: NEX-7, NEX-6 usw. … von billig bis edel
    Spiegellose APS-C-Kameras mit IBIS: A6500, A6600
    Vollformat-Spiegellose: A7, A7R, A7S
    Vollformat-Spiegellose mit IBIS: A7 II, A7 R II, A7 SII usw.
    Vollformat-Kompaktkameras: RX1, RX1R, RX1 II, RX1R II
    Edelkompakte mit 1-Zoll-Sensor: RX100, RX100 II, RX100 III usw.
    Bridgekameras mit 1-Zoll-Sensor: RX10, RX10 II usw.

    All diese Kameras, also die eigentliche Erfolgsstory Sonys, kommt in dieser Statistik nur als ein Abstieg vor!

    Das ist natürlich Quatsch.

    In Wirklichkeit hat Sony innerhalb einer schwierigen Branche ein wirklich erfolgreiches Jahrzehnt gehabt.

    • Cool, was man alles aus so einem Diagramm herauslesen kann!
      Nach dem Motto: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

  • ich würde niemandem eine sony kompaktkamera empfehlen. das hängt zum beispiel damit zusammen, daß wenn ich die 1zoll-geräte mit jenen der konkurenz vergleiche, stellt sony andere in den schatten. aber nicht den guten schatten.

    es wurde immer fuji nachgesagt, daß sie falsche iso-werte angeben. ja diese sind tatsächlich nicht identisch, schaut man sich die verschlusszeiten und die blenden an, liegt fuji stets eine blende neben nikon. aber was sony bei den kompakten abzieht ist dagegen der brüller. nur mal ein beispiel genannt, vergleiche ich sehr gerne auf dkamera.de die kameras und lese mir auch den einen oder anderen bericht durch. so informierte ich mich eine zeit lang über besagte 1zoll-kameras.

    nehme ich nun die sony rx100v und vergleiche diese mit der canon g7xiii, fällt einem sehr schnell auf, daß die verschlusszeiten und blenden bei sony mit iso 3200 jenen der canon bei iso 400 gleichen. leider zeigt die sony bei gleicher verschlusszeit und blendenwert ein wesentlich schlechteres bild. um nun bei den testergebnissen besser auszusehen, fuscht man drei blendenstufen im iso-wert.

    als jemand der gern mit fuji photographiert kotzt es mich an, daß hier die bildergebnisse um eine blende erlogen werden. vor allem mit der schlechten wahl des letzten sensors der nur noch gleich gut ist wie die konkurenz und das mit gelogenen werten. was soll man davon halten?

    aber was sony da abzieht ist schlicht weg der größte beschiss überhaupt. kein wunder, daß es leute gibt die glauben ein smartphone macht bessere bilder. das sind jene leute die sich nur die abschlussbewertungen eines tests anschauen, danach kaufen und vom viel zu teuren ergebnis enttäscht sind. damit macht sich die brache selbst kaputt.

    empfehleswert wäre es ein portal aufzubauen, unabhängig und von den kameraherstellern finanziert (klingt paradox), die die kameras direkt gleich stellen. das bedeutet bei der bildqualität die selben objektive herstellerübergreifend. es gibt wundervolle manuelle objektive die dies leisten können und adaptierbar sind. dazu sollten die aufnahmen nicht nach iso-werten bemessen werden, sondern nach blende und verschlusszeit. vielleicht wäre t sogar besser als f. …

    kunden auf diese weise, wie sony wie oben beschrieben das macht, zu bescheißen, ist nur kurzfristig und gewinnorientiert gedacht. auf lange sicht gesehen ist es aber überaus schädlich für die ganze branche.

    • Was bedeutet diese Beschiss denn in der Praxis?

      Ich habe mich auch schon gewundert dass die Bilder meiner Fuji bei gleichen werten zu dunkel sind als bei meiner Canon.
      (X-E3 vs. M100)

      Ist Fujis Iso 200 eigentlich Canons Iso 100 und alle Verdoppelungen dessen genau so verschoben, damit es nur so aussieht als rauschte die Fuji weniger, oder wie?

      • A) ISO nach REI (zB. Canon,Nikon,Sony) =empfohlene Herstellerwert
        B) ISO nach SOS (zB Fuji) und dazu zitiere ich Wikipedia,
        „ Der spezifische Belichtungsindex, der erforderlich ist, um ein unter den in ISO 12232 angegebenen Bedingungen spezifiziertes digitales Ausgangssignal zu erzeugen, wird Standard-Ausgangsempfindlichkeit (englisch: standard output sensitivity (SOS)) genannt“

      • hallo oxking,
        so sieht es aus. es ist damit es aussieht, daß fuji weniger rauscht. dabei wäre das bei dem 16 und 24mp sensor garnicht nötig gewesen.

        aber bei fuji raf-dateien kannst du auch mehr aus den hellen bereichen ziehen als bei canon, nikon oder sony. das heißt, wenn du bei fuji überbelichtest, kannst du noch sehr viel aus den lichtern herausziehen. das geht bei den anderen nicht in dem umfang. wenn du beide hersteller hast, kannst du das ja sehr gut ausprobieren.

      • mirko, wird bei mir bei bedarf eingesetzt. ich würde mir nur wünschen, daß man auf dr50 und dr800 erweitern würde. dann bräuchte ich fast garnicht mehr an den konverter.

      • @ Daniel
        „wenn du bei fuji überbelichtest, kannst du noch sehr viel aus den lichtern herausziehen“

        Ich würde eher vermuten, dass da bei Fuji die Überbelichtungsanzeige früher kommt und deshalb die RAW-Daten noch lange nicht überbelichtet sind.

      • @Daniel
        Danke für den Link! Habe gerade mal meine 5D4 mit der Sony A7R III verglichen und festgestellt, dass man bei der maximalen Vergrösserung den Unterschied der fehlenden MP doch deutlich bemerkt. Also mehr MP machen eindeutig ein besseres Bild (ISO ausser acht gelassen). Die R5 kann kommen (hoffentlich bald).
        Übrigens, dass Fuji bei den technischen Daten ein bisschen schummelt ist ja weithin bekannt, aber dass das Sony auch tut finde ich doch erstaunlich.

      • @ Daniel

        „nehme ich nun die sony rx100v und vergleiche diese mit der canon g7xiii, fällt einem sehr schnell auf, daß die verschlusszeiten und blenden bei sony mit iso 3200 jenen der canon bei iso 400 gleichen.“

        Das sieht für mich nach einem Druckfehler bei dkamera aus, weil sich die Werte, wenn ich beide auf ISO 400 stelle, sehr ähnelt. Ich kann daher irgenwie nicht ganz nachvollziehen, was Dein Problem ist?

      • hallo stephankl,
        dann hat dkamera.de die daten der rx100iii bis zur rx100v alle kopiert und den gleichen fehler übernommen. das wäre sicher nicht der erste fehler einer website. ich weiß auch nicht wer und was richtig ist. deshalb sage ich ja auch, daß es eine stiftung geben sollte.

    • Verstehe ich nicht? Es gibt zwei unterschiedliche Standards. Die drei Großen nutzen den Einen, die Anderen einen Zweiten. Nach Deiner Aussage müssten ja die drei Großen besser sein, als die Anderen. Du warnst aber vor Sony? Die dkamera-Bilder sagen überhaupt nichts, da zwar die ISO-Einstellungen gleich sind, aber andere Parameter eben nicht. Und warum Fuji schlecht sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Das Problem ist, das jeder Hersteller in der Signalaufbereitung sein eigenes Süppchen kocht. Es gibt einfach keinen fest definierten Standard. Daher ist eine Vergleichbarkeit nie gegeben. Jetzt kommt noch KI hinzu und der Wahnsinn beginnt…

      • carsten klatt, bitte lies dir alles durch. ich warne vor keinem hersteller. ich würde bestimmte modelle aber auch ungern empfehlen aufgrund vorliegender testergebnisse. und genau auf die iso-werte in verbindung zu den verschiedenen blenden und zeiten weise ich gerade hin, denn genau diese sind entscheidend.

        was ich im grunde fordere sind klare und vergleichbare tests. und dafür sollten sich die hersteller in einer art stiftung verantwortlich zeigen. festgestellte und klare parameter die nachvollziehbar sind.

        dies liegt letztendendes nicht in verbindung dessen was jemand für sich beansprucht. mich stört die tatsache nicht, daß fuji bei den iso-werten andere grundvoraussetzungen annimmt. dafür gefallen mir die ausgegebenen jpgs, die objektive,… viel zu gut.

        darum geht es bei diesen testergebnissen aber nicht.

      • Die JPEGs werden aber immer in sRGB ausgegeben. Die sollte man dann doch vergleichen können übrigens auch mit den JPEGs aus Smartphones.

    • @daniel:
      Ich glaube, da bist Du einem „Fehler“ bei dkamera.de aufgesessen. Beide Kameras (Sony RX100, Canon G7X) haben einen eingebauten 8fachen Graufilter. Ich gehe davon aus, dass dieser bei der Sony ab ISO 1600 aktiviert war, bei der Canon nicht. Dann stimmen die Werte dann wieder. Wird aber leider bei dkamera.de in des EXIF nicht angezeigt.
      DXO (ttps://www.dxomark.com/Cameras/Compare/Side-by-side/Sony-Cyber-shot-DSC-RX100-V-versus-Canon-PowerShot-G9-X-Mark-II-versus-Sony-Cyber-shot-DSC-RX100-VII___1128_1148_1336) zeigt jedenfalls keinen signifikanten ISO-Unterschied zwischen Canon und Sony.

      • klaus, das klingt plausibel. dem werde ich nichts hinzufügen können. damit ist sony rein gewaschen so wie es aussieht. aber das hinterlässt einen faden beigeschmack bei dkamera.de.

  • Ich vermute anhand der Zahlen und auch in Betracht der gegenwärtigen Situation, dass der Trend eher wieder zu sehr soliden höherpreisigen Geräten geht und dass evtl. auch die Neuerungsschübe ein wenig ausgedehnt werden. Das Getriebe war heiß gelaufen und wird nun durch Marktsättigung, Konkurrenz durch Handys, durch Corona in breiten Kreisen enger werdenden Mittel und der allgemeinen Zurückhaltung der Konsumenten in Krisenzeiten von seiner Beanspruchung wieder ein paar Gänge runter geschaltet. Statt 4 kleinerer Kameras für je 1000 Euro muss man halt versuchen, eine für 4000 Euro zu verkaufen. Auch das wird nicht gelingen. Dann halt eine für 6000 Euro (Canon R5?) statt sechs für 1000 Euro. Der Wohlstand wird sich von der breiten Masse weg hin zu den üblichen Krisengewinnlern verschieben und trotzdem insgesamt nachlassen. Man wird kleinere Brötchen backen müssen und hin und wieder mal ein goldenes verkaufen. Der Markt wird sich anpassen.

  • Jeder Sensor hat seine eigene Standard Ausgabe Empfindlichkeit. Das ist nicht das Problem, es ist die Umsetzung auf die alte Filmempfindlichkeit ISO die eigentlich nicht nötig wäre.

    Ein sinnvoller Vergleich fände statt wenn bei einheitlichen LUX Messwertpunkten gemessen würde. Jeder Geräte Hersteller hat seinen eigenen internen Algorithmus um die Sensor Daten auszulesen. Das ist der Knackpunkt.

    Geräte Hersteller bestellen ihre benötigten Sensoren mit spezifischen Vorgaben vom jeweiligen Produzenten. Wer den besseren Algorithmus und eine ausgefeilte Kamera interne Bildverarbeitung hat gewinnt das Rennen.

    Es ist also nicht möglich Sensor gegen Sensor zu stellen weil alle weiteren Bearbeitungsschritte unbekannt sind. Was in den „Tests“ gegeneinander Gestellt wird sind Bild Ergebnisse die je nach Gewichtung des Herstellers unterschiedlich ausfallen.

    Der lichtempfindliche Sensor der a7S II erfüllt andere Voraussetzungen als der einer Sony Alpha 9 II. Deswegen sind solche Quervergleiche mit Vorsicht zu betrachten, es ist der gewünschte Anwendungszweck zu berücksichtigen.

    Zu den Sony Verkaufszahlen und den hierzu getätigten Aussagen möchte ich mich nicht äußern. Betriebswirtschaftlich und nüchtern gesehen geht anders.

  • Insgesamt gehen die Kameraverkäufe aus den bekannten Gründen zurück, allerdings geht es Sony mit Abstand am besten! Nimmt man nur die Top 10 der Verkäufe in Japan hat Sony daran einen relativ kleinen Anteil – stückzahlenmässig, aber Umsatzmässig halten sie etwa 45%!!! Das heisst alle anderen zusammen machen in etwa soviel Umsatz wie Sony alleine, das will was heissen!

  • „Sony verkauft so wenige Kameras wie nie zuvor

    ich bin mir relativ sicher den Platzhalter „Sony“ könnte man in dieser Aussage wahrscheinlich durch alle Herstellernamen ersetzen.

    • Das kann man genau so sagen, und „wie nie zuvor“ ist sowieso Bullshit, denn die Skala reicht hier von 2010 bis 2020.

      Ich bin mir sicher, dass Sony 1980, 1990 oder 2000 noch viel weniger Kameras verkaufte als 2010 und 2020.

      Im übrigen ist ja Stückzahl allein kein Parameter, der irgendetwas aussagt. Kein anderer Hersteller verkauft so viele Vollformatkameras.

      Das Sony- und Fuji-Bashing in Sachen ISO ist auch Bullshit. Wäre es ein wirkliches Problem, wären diese Hersteller nicht erfolgreich, denn niemand würde sich Kameras andrehen lassen, die bei ISO 400 schon ISO 3.200 anzeigen, nur damit man angeben kann und sagen: „Guck mal, das habe ich bei ISO 3.200 gemacht“.

      Umgekehrt ist es auch Bullshit, dauernd darauf zu verweisen, dass bei Canons Kameras der Dynamikumfang so gering ist. Es gibt Tausende von Fotografen, die damit erfolgreich fotografieren, also kann das kein wirkliches Problem sein, sonst würden die ja Pentax oder Panasonic oder Olympus oder sonstwas kaufen.

      • Da hast Du vollkommen recht, allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass Fuji ein bisschen trickst!

      • basic instinct, vorgelegte fakten sind kein bullshit. es sind fakten. (im bezug auf sony scheint es sich ja geklärt zu haben, wie klaus erkären konnte. danke nochmal dafür.) wenn diese fakten den käufer aber nicht beeinflussen, haben wir die tatsache fuji,… nahezu jeder der sich mit der thematik befasst, weiß inzwischen, daß fuji einen anderen iso-wert hat als andere.

        auf autos übertragen wäre es so, als würde jemand behaupten, daß suv genau so viel sprit verbrauchten. wenn dem nicht so wäre, würde die ja niemand mehr kaufen. naja, aber vielleicht bieten suv (fuji) eben andere dinge die gewünscht sind.

        (ich weiß, fuji ist kein suv und kein geländewagen.)

      • Daniel, wenn ich zB f1.8 Objektive durch wechsle müsste ja die Verschlusszeit immer gleich bleiben tut sie aber nicht 😉 das eine ist vielleicht f1.75 das andere liegt bei f1.84
        Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch wenn Fuji ISO 200 ( zumindest nach einer Norm) nur ISO 100 der anderen Anbieter (REI) abliefert so sind ISO 50 der anderen Hersteller auch nur ISO 100 nach Standard (SOS)
        REI steht für „ recommended exposure index“
        SOS steht für „ standard output sensitivity “
        das hat nichts mit schummeln oder SUV zu tun

      • Man kann nicht einfach nur die drei Parameter Blende, Verschlusszeit und ISO vergleichen.

        Die Offenblende ist ja nur ein Wert, wie offen das Objektiv ist im Vergleich zur Brennweite.

        Manche Objektive haben sehr viel Glas, da geht eben weniger Licht durch. Manche haben billigeres Glas. Andere haben korrigiertes, beschichtetes Glas. Und schon die Brennweite ist manchmal nicht ganz dieselbe, je nachdem, ob man auf nah oder unendlich fokussiert.

        Auch mag manchmal das MArketing eine Rolle spielen. Ich hatte zweimal das Minolta 50 mm f/1.7, da stand in den EXIF-Daten oft f/1.5. Ich vermute mal, dass das sogar stimmt, aber wenn sie gleichzeitig ein viel teureres f/1.4 verkaufen, muss das f/1.5er eben umbenannt werden in f/1.7, damit der Abstand stimmt.

      • …so gab es mal das Travenar 85/2.8 und das Travenar 90/2.8 und letztendlich lag die Brennweite bei beiden bei 87mm. So ist auch der f Wert nur ein gerundeter Wert ( im Gegensatz zum t Wert) und auch die ISO ist mir völlig Latte wenn ich mit Hersteller X und nicht mit Y fotografiere 📸

      • Ja, so wie einem ja auch die Eigenschaften des Kodak-Ektachrome vollkommen egal sein können, wenn man mit Fujifilm Velvia fotografiert.

      • @Mirko

        …wo trickst Fuji ? Sie geben nach SOS an und das war’s…

        eben, deswegen. Ist doch klar, dass das Rauschen bei APS-C früher eintritt (bei gleichen MP) als bei VF. Ist doch ok, aber es ist in meinen Augen dennoch getrickst, da beisst die Maus keinen Faden ab.
        Das bedeutet ja nicht, dass Fuji schlecht ist, aber halt ein bisschen schummelt (auch wenn es legal ist)

  • Kompaktkameras kauft halt kein Mensch. Bei der A7 haben sicher viele auf den Nachfolger gewartet.
    Aber zumindest bei der 6400 gehe ich von vielen Verkäufen aus.
    Als 6500 Besitzer warte ich aber auch weiter auf die A7000 mit SuperSensor.

  • Wie dem auch sei, ich habe gestern Nacht mal vergleichsfotos zwischen meiner canon m100 und der Fuji x-e3 gemacht, mit ihren jeweiligen kitobjektiven.
    (Vergleichen könnte man wohl eh nur mit Adapter und dem selben objektiv oder wenn man nach t-stops geht.)
    Bei gleichen werten war Fuji immer dunkler.
    Die canon hatte ich dann bei Iso 6400 und die Fuji auf 10000 um ein gleich helles Bild zu bekommen.
    (Wobei die Schatten in jpg in der Fuji trotzdem noch dunkler waren. Könnte aber auch ne DR Einstellung gewesen sein.)
    Jedenfalls rauschte der XTrans zrotz höherer Empfindlichkeit immer noch wesentlich weniger als der von der Canon.
    In den JPGs war es viel schlimmer mit farbrauschen, da hatte Fuji fast nichts. Die Raws per Adobe Converter in Lightroom zeigten beide nur sw rauschen während Windows bei beiden Farbrauschen anzeigt. Bei der Fuji aber über alle Optionen gefühlt 20% weniger trotz höher angezeigter Iso Zahl.