Objektive Sony

Tamron 17-28mm f/2.8 für Sony präsentiert, Vorbestellungen bereits möglich

Tamron hat endlich das 17-28mm f/2.8 für Sonys Vollformatkameras enthüllt. Das Objektiv ist erfreulich leicht und kann im Moment für nur 999 Euro vorbestellt werden (UVP: 1.300 Euro).

Tamron 17-28mm f/2.8 für Sony Vollformatkameras

Vor einigen Monaten hatte Tamron bereits in Aussicht gestellt, dass man bald ein 17-28mm f/2.8 Di III RXD Objektiv für die spiegellosen Vollformatkameras von Sony auf den Markt bringen möchte. Nun wurde dieses Objektiv endlich final präsentiert, sodass wir nun alle technischen Daten kennen. Und so viel darf vorweggenommen werden: Das Objektiv weiß in vielerlei Hinsicht zu gefallen.

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Die wichtigsten Spezifikationen

9,9 cm Länge, 7,3 cm Durchmesser, ein Gewicht von nur 420 Gramm – das Tamron 17-28mm f/2.8 ist trotz seiner hohen Lichtstärke und der wetterfesten Konstruktion inklusive Fluor-Vergütung angenehm kompakt und leicht. Da sieht man eben dass es sich lohnt, wenn ein Hersteller ein Objektiv speziell für spiegellose Systemkameras entwickelt und nicht bereits erhältliche DSLR-Objektive umbaut.

Die optische Konstruktion des Objektivs besteht aus 13 Elementen in 11 Gruppen, mit dabei sind auch drei asphärische Elemente, zwei LD-Elemente und ein XLD-Element. Zudem soll eine BBAR-Vergütung Reflexionen im Inneren des Objektivs unterbinden. Auch mit den Objektivkorrektur-Funktionen von Sonys Kameras ist das Objektiv kompatibel, genauso wie die schnellen Autofokusfunktionen und der Eye-AF optimal unterstützt werden – weitere Vorteile, wenn das Objektiv speziell für ein bestimmtes Kamerasystem entwickelt wurde.

Apropos Autofokus: Angetrieben wird das Tamron 17-28mm f/2.8 von einem leisen RXD-Schrittmotor, der auch bei Videoaufnahmen gute Arbeit leisen soll. Die Naheinstellgrenze des Objektivs beträgt 19 cm bei kürzester und 26 cm bei längster Brennweite. Dadurch werden Abbildungsmaßstäbe von 1:5,2 bei 17 mm und 1:6 bei längeren Brennweiten erzielt – nicht schlecht.

Vorbestellen für 999 Euro

Das Tamron 17-28mm f/2.8 macht auf dem Papier einen hervorragenden Eindruck und soll ab Ende Juli 2019 zur unverbindlichen Preisempfehlung von 1.300 Euro erhältlich sein. Schon jetzt kann das Objektiv bei einigen Händlern aber zum Sonderpreis von 999 Euro vorbestellt werden, zum Beispiel hier bei unserem Partner bei Foto Koch.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

27 Kommentare

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  • Der Preis ist ja wohl der Hammer.
    Für so ein schönes, stabiles Super-Weitwinkel-Objektiv mit perfektem Brennweitenbereich und Schärfe, so leicht, so unauffällig, so wunderbar schnell und schön scharf.
    Das muß ich haben!
    IRONIE AUS.
    Ich finde schon den Bereich 17-28 mm reichlich schräg – erinnert an den unzureichend scharfen Klopp 17-40 mm von Canon. Und das wo wir heute über 12-24 mm, 14-30 mm, 16-36 mm Objektive verfügen können.
    Die dann auch ab 1300€ zu haben sind.
    Also wenn Tamron am Ende davon einige für rund 800€ verkaufen kann, dann läuft alles gut.
    Das wäre mir weder 1300€ noch 1000€ wert.
    Außer für Spezialanwendungen, Himmels, Nacht und UW-Fotografie sehe ich keinen Sinn in einem schweren, unterkorrigiertem f:2.8 Superweitwinkel-Zoom.
    Aber das sind nur meine Gedanken dazu – Objektive, die die Welt nicht braucht.

    • Wieso schwer? Das Teil ist kleiner als das 28-75 und das ist schon, auf VF bezogen, ziemlich kompakt.
      Erste Tests behaupten, dass es sehr scharf sein soll.
      Ich will kein 12-24 für 1700€, mit Fisheyelinse, wo ich keine Schraubfilter oder ein einfaches Stecksystem anbauen kann.
      Oder ein 16-35 für 2400€, welches in der Abbildungsleistung in ersten Tests teilweise sogar schlechter ist als das neue Tamron.
      Ein 14-30 für Sony….für 1300€? Das ist mir neu.

      Wenn sich das Objektiv unter 1000€ einreihen wird, wird es sich wie geschnitten Brot verkaufen. Genauso wie das 28-75, welches im ersten 1/2 Jahr fast überall regelmäßig ausverkauft war.

      Die A7iii mit den beiden Tamrons wäre dann für unter 4000€ erhältlich. Für jemanden, der keine Tele benötigt, ist das ein unschlagbar guter Preis für den Einstieg ins VF.

      Nur mein Gedanke dazu – Objektive, welche Sony im Moment so erfolgreich machen.
      Schade nur das Sony so etwas nicht selber auf die Reihe bekommt, vor allem im apsc Lager.

      • Das Sony Anteile an Tamron hält und bereits einige Objektive für Sony fertigt, ist hoffentlich bekannt.
        Das 4.0/16-35 mm weit verbreitet sind, auch.
        Nikon hat es – wie meistens im SWW-Bereich – am besten gelöst und Canon wird es vermutlich bald am billigsten lösen.
        Bei diesen Zooms ist weniger entscheidend wie gut sie beim Kauf zeichnen, sondern vielmehr, wie lange sie diese Leistung halten können und dazu braucht es eine verdammt solide Fassung und Käufer, die sie wie rohe Eier behandeln.

        Der Einsatz von Filtern unterhalb 24 mm ist selten wirklich sinnvoll – schon optisch aber auch wegen der konvexen Frontlinsen und der sichtbar reduzierten BQ.
        Wer hier vor die konvexe Frontlinse noch einen planen Filter schraubt, kann bei der BQ nur sehr eingeschränkt gute Leistungen erwarten.
        Tamron sollte endlich mit seinen Fantasiepreisen aufhören. Und kleinere Stückzahlen und eine Verknappung der Auslieferung in Länder mit vollen Geldbörsen führen zu scheinbar großer Beliebtheit.
        Die A7III ist, finde ich, sowieso keine gute Kamera, auch nicht für 1900€.
        Die Vernachlässigung vom Halbformat ist derzeit der blödeste Fehler von Sony.

      • Der Amateur behandelt seine Objektive meist pfleglicher als der Profi, und für den ist das Tamron gemacht. Von daher sollte das schon passen.

        „Der Einsatz von Filtern unterhalb 24 mm ist selten wirklich sinnvoll – schon optisch aber auch wegen der konvexen Frontlinsen und der sichtbar reduzierten BQ.“

        Kann ich bei mir kaum feststellen. Man bekommt eine stärkere Vignettierung, welche ich aber per Software korrigieren kann. Wenn ich das bei ISO 100 mache, habe ich da auch kaum Einbußen in der BQ.
        Die Bildstimmung und Gestaltung mit Filter ist in meinen Augen viel interessanter, und dann nehme ich eine „Verschlechterung“ der BQ in kauf. Besser als ein Foto, welches technisch perfekt ist, aber eine Stimmung hat, als wenn es mit dem Smartphone aufgenommen wurde.

      • StephanKI,
        hast Du schon was von den Filtersystemen gehört wo man den Filter direkt vor dem Sensor „clickt“ ? Soll für Sony erhältlich sein und scheinbar demnächst auch für Fuji, leider weiß ich nicht mehr wie der Anbieter heißt

    • @cat
      ich habe zufälligerweise das 17 – 40mm von Canon und habe mich bewusst gegen das 16-35mm entschieden. Ich weiss nicht was und wie Du fotografierst aber meine Bilder – von Mürren aus – auf Eiger, Mönch und Jungfrau sind knackscharf (90 x 120cm) und um keinen Deut schlechter als die mit dem 24-70mm II, das ich auch verwende und das dreimal so viel kostet! irgend jemand hat es hier schon erwähnt – es gibt niemanden hier der negativer eingestellt ist als Du – nehme an dass du Junggeselle oder zumindest geschieden bist. Falls du tatsächlich verheiratet sein solltest hat deine Frau wohl echte Nehmerqualitäten. Möchte nicht hören was Du sagst, wenn mal der Sonntagsbraten nicht 1000% perfekt gelungen ist.

  • Es fällt auf, nur 73 mm Durchmesser…
    Nikon baut bei Blende 14-30/4 = 89mm Durchmesser
    und bei 24-70/2.8 = 89mm Durchmesser
    Fehlt beim Tamron ev Licht ??
    Es muß sich ja messen mit dem Nikon 14-30
    Bin mal gespannt, wie die opt. Abbildung ausfällt.
    Klar, es ist ja nur für Sony gerechnet, kommt es später jedoch für Nikon raus, hat man einen Direktvergleich.
    Bleibe also gespannt

  • Schon immer investiere ich lieber in hochwertigste Objektive, denn diese können doch dann bei neuen Kameras das mehr an MP besser verarbeiten. Und natürlich nur im Original, keine Fremdfirma.

  • Die Kamera erkennt das Objektiv, das ist schon mal sehr wichtig, F2,8 ist für Vollformat nicht schlecht. Wenn man ließt mit welchem Aufwand vergütet wurde kann von einer wirklich sehr guten Bildqualität ausgegangen werden. Dafür sind 1.000 Euro in Ordnung.

    Nach unten zählt jeder mm Brennweite deswegen hätte ich eher 14mm erwartet, F3,5 reichen dann auch.

  • Einige mögen mit dieser Optik nichts anfangen können, andere die keine dicke Brieftasche haben freuen sich wahrscheinlich über eine lichtstarke und preiswertere Alternative

  • Als sehr zufriedener Nutzer eines Tamron 70-200 mm f/2.8 G2 nimmt man mir es hoffentlich nicht übel, dass ich dieses 17-28 mm f/2.8 nicht mal für 500 Euro kaufen würde. Die Schärfe bei Offenblende ist grottig am Bildrand, das weisen zumindest die offiziellen MTF-Kurven aus, die hier angeschaut werden können:

    https://photorumors.com/2019/06/25/tamron-17-28mm-f-2-8-di-iii-rxd-lens-for-sony-e-mount-additional-details-leaked-online/

    An einem 45 Megapixel Sensor dürfte bei solchen Werten selbst bei Blende 5,6 ein Gutteil der Ecken eine unbefriedigende bis schlechte Schärfe aufweisen. Das sagen mir meine Erfahrungen mit Objektiven, die bei den MTF-Werten in den Ecken schon bei Offenblende deutlich unter 40 % liegen.

    Für den gleichen Straßenpreis gibt es das viel empfehlenswertere, wenn auch sehr schwere Tamron 15-30 mm f/2.8 G2.

    • Durch die Erkennung des Objektives rechnet die Kamera interne Software viele Restfehler aus der Bilddatei. Sonst müssten zum Beispiel viele Kit Objektive auf den Müll geworfen werden.

      Klar ist aber auch das bei besseren Objektiven weniger gerechnet werden muss, weil die Voraussetzungen andere sind.

      Die an der Messstation ermittelten Daten sind bestimmt korrekt, sie geben einen Trend vor. Wie das Bild Ergebnis aus dem Zusammenspiel vom Objektiv und dem Kamera Rechner kommt ist eine andere Sache.

      Ein Objektiv korrekt ausmessen und ein Urteil über gut oder schlecht abgeben ist nur noch bedingt möglich, es müssten eigentlich die Daten nach der Signalverarbeitung innerhalb der Kamera veröffentlicht werden um eine verbindliche Aussage zu machen.

      • So ist es. Wenn es so wird wie das 28-75 mm, dann ist es in Kombination mit den Sony DSLM eine ausgezeichnete Linse. Zudem ist sie sehr leicht.

      • Das würde voraussetzen, dass das Objektiv-Profil des Tamron 17-28 mm f/2.8 in der Kamera-Software implementiert ist. Die Anhebung der Randschärfe bei Objektiven über die Software dürfte zudem extrem komplex sein. Nikon macht das nicht für Objektive von Fremdherstellern, noch nicht mal die Verzeichnungskorrektur. Und wie steht’s bei Sony?

      • Da im Gegensatz zu Nikon Sony seine Übertragungsprotokolle offen gelegt hat „dürfte“ es gut aussehen

  • Ein SWW 17-28 mm ist eine komplett andere Baustelle als ein 28-75 mm – Vergleiche führen hier zu kompletter Verirrung.
    In dem SWW-Segment ist jede Konstruktion für Vollformat-DSLRs aus dem Rennen – denn SWW kann mit kürzerem Auflagemaß ganz anders und viel besser konstruiert werden.
    Ich würde ganz sicher kein 11-24 mm, 14-24 mm, 15-30 mm, 16-35 mm noch an die modernen Kameras adaptieren.
    K&K sind Tamron meistens sehr zugetan und die Vergleiche sind meistens wenig Aussagekräftig.
    Wer Aufnahmen mit Nikon 14-30 mm und Sony 12-24 mm machen konnte, kennt das Potential der neuen Kameras und Fotos mit großem Bildwinkel.
    Nicht ganz umsonst werden bisher kaum mehr Festbrennweiten im Bereich unter 24 mm angeboten.
    Da ist ja allenfalls noch Luft für Spezialanwendungen und 1.8/14 mm oder 1.4/20 mm.

    Jeder kann das halten wie er mag, ich würde mir jedoch keine 2000€ Kamera kaufen und da alte Objektivberechnungen adaptieren oder neue Angebote riskieren ohne das selbst genau zu überprüfen.
    Und ja, die Problematik, das Tamron nicht weitestgehend perfekt auf unterschiedlichen Sony-Kameras arbeitet, bleibt. Was Sony aus einem 12-24 mm heraus holt bleibt verblüffend.
    Heute ist die Softwarekorrektur in der Kamera besonders im SWW mitentscheidend – wenn nicht gar alleinentscheidend.
    Das ist ein Grund warum ich sage, das Tamron und Sigma sehr schweren Zeiten entgegen gehen.
    Wer das nur vom finanziellen Aspekt her betrachtet, ist ohnehin auf beiden Augen sehr eingeschränkt sehend, dann kann er jedes Objektiv adaptieren.

  • Das die Sensoren durch die Linsen Produzenten limitiert werden dürfte mittlerweile bekannt sein. So wird die Signalverarbeitung immer wichtiger. Wie gut diese bereits funktioniert sieht jeder an seinem neuen Smartphones. Bei den winzigen Sensoren und den kleinen Objektiven muss ich über die Bildqualität der Fotos jedes mal staunen.

    Das Canon, Sony, Towerjazz Sensoren entwickelt haben die mehr als 100 Megapixel „können“ hat man in den einschlägigen Foren nachlesen können. Das ergibt je nach Sensorgröße „Packungsdichten“ die die Optische Industrie nicht mehr bedienen kann.

    Es gibt aus diesem Grund Überlegungen mehrere Rot, Blau, Grün, Pixel zu einem Bildpixel zusammen zu rechnen um zum Beispiel „Rauschen“ zu minimieren und um sich die Interpolation der Farbe zu ersparen.

    Das würde den Objektiv Herstellern etwas mehr Entwicklungszeit bringen und zwischenzeitlich für echte Verbesserungen bei der Bildqualität sorgen.

    Was letztendlich umgesetzt wird liegt eher an der zukünftigen wirtschaftlichen Lage.

    Tamron baut gute bezahlbare Objektive, das Sony Bajonett wurde offen gelegt und deswegen hat Tamron das neu gerechnete Objektiv schneller auf Sony anpassen können.

    Die anderen müssen warten und werden ihre Kamera interne Rechenleistung nicht zur Bildverbesserung verwenden können. Sony geht da den richtigen Weg, denn der informierte Kunde wird sich für ein offenes System entscheiden, das ist ein Wettbewerbsvorteil.

    • @Alfred Proksch

      Es klingt schon richtig, was Du schreibst. Es ist vom Inhalt her zusammenhängend, nimmt hier und da korrekt Bezug auf die Fototechnik und -Industrie.

      Aber schon Deinem ersten Satz mangelt es an Logik. Wieso werden Sensoren durch Objektivhersteller limitiert? Das ist bestenfalls aus der Gerüchteküche. Es gab schon früher Objektive, die keine Kamera ausreizen konnte. Es gab schon immer Objektive, die zu schlecht für die schlechteste Kamera waren. Eine direkte Abhängigkeit besteht da nicht. Vielmehr versuchen Objektivhersteller, ihre Linsen dem aktuellen Stand der Technik oder des möglichen Kundeninteresses anzupassen – und dies geben heute überwiegend die Sensoren der Kameras vor.

      Außerdem wissen Kamerahersteller, dass Bilder von einem 40 – 50 Megapixel Sensor, von RAW umgewandelt in 16 Bit TIFF-Bilder, abgespeichert als Photoshop-PS-Datei mit zwei, drei Ebenen locker Dateigrößen von 600 MB bis 1200 MB erreichen. Mein PC mit NVIDIA 1060er Grafikkarte weiß es leider nur zu genau. So bestimmen eben noch viele weitere Faktoren, mit welchem maximalen Auflösungsvermögen Sensoren auf den Massenmarkt kommen. – Ich frage mich ernsthaft, wie Du mit Fotos Deiner 100 MP-Kamera am PC zurechtkommst, wenn Du Dateigrößen als einen maßgebenden Faktor bei der Entwicklung von Sensoren unterschlägst. Des Weiteren könnte die optische Industrie sehr wohl eng bepackte 100 MB Sensoren bedienen, nur rechnet sich das von den Kosten nicht. Schon heute stöhnt der Kunde zu Recht, wenn Objektive für Kleinbild im Bereich 20 – 100 mm Brennweite über 2000,- Euro das Stück kosten.

      Fakt bleibt bei allem Software-Wunschdenken doch, dass keine Software (selbst in den Smartphones nicht!) gravierende Abbildungsschwächen von Objektiven hinreichend ausgleichen kann. Ein starker Randabfall bei der Schärfe wird im fertigen Bild immer sichtbar sein, da kann die Software sich noch so gut warm laufen. Okay, man könnte der Software auferlegen, die Bildmitte so sehr zu entschärfen, dass sie so unscharf wie der Rand ist. Dann würde es mit der homogenen Schärfeverteilung klappen. Aber für eine tatsächliche Bildverbesserung bei Schärfeeinbrüchen von 40 % oder gar 60 % zum Bildrand hin braucht die Softwareentwicklung noch etliche Jahre. Den Rechenaufwand, der dafür nötig ist, das leisten auch die Prozessoren in Kameras heute noch nicht.

      • Servus Rainer,

        gleich vorne weg, meine beiden Rechner für die Bildbearbeitung habe ich mir bauen lassen, das Schlepptop für unterwegs wurde so gut es ging aufgerüstet.

        Sogar Dateien aus einem 150 Megapixel digitalem Rückteil sind überhaupt kein Problem selbst wenn mehr als 10 Ebenen benötigt werden.

        Für die Sachfotografie verwende ich vor der Kamera das Rodenstock HR Digaron 90 mm f/5,6 bis Sensorformat 54×74 mm geeignet. Das mit Pixelrasterweiten um 5 μm höchste Auflösung bis über 80 Megapixel erzielt.

        Was sehr gute Objektive leisten kann ich aus eigener Erfahrung berichten, weil diese Objektive müssen NICHT gerechnet werden um beste Abbildung zu erreichen.

        Die Mittelformat Objektive für meine bisherige GFX50s sind bis mindestens 130 MP gerechnet. Inwieweit da die Kamera interne Signalverarbeitung mithilft konnte ich noch nicht herausfinden.
        Alles was gut ist hat seinen Preis, je kleiner die Stückzahl desto mehr muss der Kunde bezahlen.

        Für den Massenmarkt muss ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden. Tamron ist ein typischer Vertreter in dieser Klasse. Wie gut zum Beispiel relativ preiswerte APS-C Festbrennweiten im Amateur Bereich sind zeigen mir meine Fuji Objektive für das X-T System.

        Wer seine bisher gültigen Erfahrungen hinterfragt, sich auf neue Möglichkeiten einlässt stellt erstaunt fest das sich doch manches zum Positiven entwickelt hat.