Das perfekte Zoom-Objektiv für Streetfotografen? Zumindest dürfte das neue Tamron 35-100mm f/2.8 ein heißer Anwärter sein.
Gewicht von nur 565 Gramm
Die Präsentation des Tamron 35-100mm f/2.8 Di III VXD (Modell A078) hat sich in den letzten Tagen in der Gerüchteküche bereits angekündigt, jetzt wurde das Objektiv offiziell vorgestellt. Mit einer Start-Brennweite von 35 mm deckt das neue Zoom die klassische Reportage-Brennweite ab, gleichzeitig reicht es aber auch bis 100 mm und somit in den leichten Telebereich hinein. Die Lichtstärke ist mit f/2.8 dabei konstant hoch.
Ein entscheidendes Kaufargument des neuen Tamron 35-100mm f/2.8 dürfte das vergleichsweise geringe Gewicht von 565 Gramm sein. Zum Vergleich: Tamrons eigenes 35-150mm f/2-2.8 ist mit 1.165 Gramm etwa doppelt so schwer. Das neue 35-100mm f/2.8 sollte sich also auch in Kombination mit kompakten Kameras wie der Sony A7C sowie auf Städtetrips und Reisen gut nutzen lassen. Die Länge gibt Tamron mit 11,9 cm an, das Filtergewinde misst 67 mm.

Weitere technische Daten
Beim optischen Aufbau vertraut der Hersteller auf 15 Linsen in 13 Gruppen, darunter befinden sich auch asphärische Linsen sowie ED-Linsen. Ein Schutz gegen Staub und Spritzwasser ist vorhanden, die Anzahl der Blendenlamellen beläuft sich auf neun. Die Naheinstellgrenze liegt bei 22 cm, für die Fokussierung ist ein VXD-Linearmotor verantwortlich, der ersten Tests zufolge wohl ziemlich schnell und zuverlässig seine Arbeit verrichtet.
Ein Fokusring sowie ein Blendenring sind mit von der Partie, außerdem gibt es einen Funktionsbutton, dem über einen kleinen Switch-Schalter drei unterschiedliche Funktionen zugewiesen werden können. Praktisch – genauso wie der verbaute USB-C-Anschluss und die Kompatibilität mit der Tamron Lens Utility Software. Diese hat heute übrigens ein Update auf Version 5.0 erhalten und ist erstmals auch für iOS erhältlich.
Ab 899 € für Sony E und Nikon Z
Das Tamron 35-100mm f/2.8 Di III VXD wird in Versionen für Sony E-Mount und Nikon Z-Mount erhältlich sein. Die Preise liegen bei 899 Euro (Sony E) bzw. 929 Euro (Nikon Z). Der Verkaufsstart ist für den 26. März 2026 geplant.
Eine weitere Alternative zum neuen 35-100mm f/2.8 und dem bereits erwähnten 35-150mm f/2-2.8 wäre Tamrons eigenes 28-75mm f/2.8 G2 (hier zu unserem Testbericht). Gewicht und Abmessungen liegen in einem sehr ähnlichen Bereich und auch bei der Brennweite gibt es eine große Überschneidung. Als Tamron-Kunde kann man sich seit heute also flexibel entscheiden, ob man eine Brennweite von 28-75mm oder 35-100mm bevorzugt.


Hmm. Für APS-C ist das ja ganz interessant. Aber für Vollformat? Nicht so wirklich.,
Weil?
zu wenig Weitwinkel
Der Bildwinkel von 35mm Brennweite entspricht bei APS-C noch weniger einem Weitwinkel als bei Vollformat. Wieso ist es dann wegen “zu wenig Weitwinkel” bei Vollformat weniger interessant als bei APS-C???
An einer APS-C wäre es mit 50-150mm KB äquivalent ein Telezoom, also ein anderer Anwendungszweck. An einer Vollformat sind die 35mm für die meisten Leute zu wenig Weitwinkel um als Standardzoom eine wirkliche Alterantive zB. zu einem 24-70mm 2,8 zu sein. Ein 28-100mm 2,8 wäre deutlich attraktiver gewesen!!
An APS-C entspricht es einem 50-150 was ich an Vollformat gerne verwende (das von Sony).
Sehe ich auch so – deshalb bin ich mit dem Z-Angebot von Nikon sehr zufrieden…
Unten zu lang und oben zu kurz. Was soll ich damit? Erinnert mich an mein Nikkor 35-70 von anno dunnemals.
Tatsächlich kann ich unter APS-C meine F2.8 Holy Trinity mit diesem Objektiv nach oben abschließen. Da werde ich wohl nicht lange widerstehen wollen. Danke Tamron
Ja, es ist die 35-150mm-APS-C-Version, halt als 50-150mm 2.8, denn wie das 24-105mm 2.8 aussieht wissen wir ja von Canon.
Mit einem RF 24-105 F/4L brauchst du weder ein Tamron, noch ein 35-100mm, noch ein 2,8er-Zoom – da bin ich mir absolut sicher 😉
F4 ist etwas völlig anderes als F2,8. Warum kauft man sich überhaupt eine Vollformat Kamera um dann mit einem F4 Zoom die Möglichkeiten dieses Sensors nicht mal im Ansatz auszureizen?
F2.8 ist etwas völlig anderes als F2. Warum kauft man sich überhaupt eine Vollformat Kamera um dann mit einem F2.8 Zoom die Möglichkeiten dieses Sensors nicht mal im Ansatz auszureizen? ->So könnte man das auch genau so weitertreiben. Also erstens weil Vollformat nicht nur wegen geringer Schärfentiefe interessant ist, sondern auch wegen besserem Dynamikumfang bei Basis-ISO, in der Regel die größte Objektivauswahl und zweitens ist f/4 auch nicht schlecht – die Schärfentiefe bei Äquivalenter Brennweite ist immer noch kleiner als bei APS-C+f/2.8 UND man kann das F4-Zoom ja trotzdem mit ner kompakten f/1.8-Festbrennweite ergänzen, die dann nochmal deutlich mehr Lichtstärke bietet als ein f/2.8-Zoom. f/2.8-Zooms sind auch nur ein Kompromiss. Jeder hat andere Anforderungen an sein Equipment
Und warum möchtest Du ein F2,8-Zoom an eine APS-C ansetzen, wie Du oben schriebst, da es in etwa die gleiche Schärfentiefe hat, wie es F4-Zoom an einer VF-Kamera hätte, deren Möglichkeiten Du in diesem Fall nicht mal im Ansatz ausreizen könntest?
Sure, deshalb nehme ich für diese außerordentlich anspruchsvollen Momente auch ein 35mm f/1,8 oder ein 45mm f/1,2 oder ein 85mm f/2,0. Und wenn ich richtig krass drauf bis, ist es sogar das 135mm f/1,8. Bei der Qualität der Zoomobjektive sollte f/4 allemal ausreichen 😉
Egal ob passend oder nicht. Das Objektiv scheint bei vielen gut anzukommen. Das ist ja prima. Für mich ist es nichts. Habe auch schon genug Zeug.
Nur an der Blende “spart” Tamron noch, aber 9 Lamellen spielen ja erst beim Abblenden eine Rolle.
Andere bieten inzwischen 11, 14 oder gar 15 Lamellen an.
Aber wozu sollte man ein leichtes Tele weiter abblenden als f:2.8?
Da kommt das Lamellen-Bokeh allenfalls bei 2 oder mehr Personen aus der Nähe zum tragen.
Mein Sony 2.0/50-150 mm bleibt überragend. Dafür ist es schwer und lässt nur 1:5 Abbildungsmaßstab zu.
Tamron schafft 1:3,3. Ich kaufe das Tamron zusätzlich.
Von dieser Neuheit profitieren alle Sony- und Nikon-Fotografen.
9 Blendenlamellen sind völlig normal für ein f2,8 Zoom unter 1000€.
Ich hab das Tamron 28 – 75 2.8 für Nikon Z als Ergänzung zum Nikkor Z 24 – 120 4.0. Ob ich lieber das 35 – 100 2.8 hätte, weiß ich nicht so genau. …muss noch überlegen.
Für den Preis sicher okay, auch wenn mich die 35 mm vom Kauf abhalten, das ist mir persönlich zu wenig WW.
Also Gewicht und Preis sprechen für das Objektiv, aber für mich wäre es unten zu wenig weit und/oder oben zu kurz.
war es nicht schon immer schlauer, starke Weitwinkel und Normal- oder Tele-Konstruktionen zu trennen?
was spricht bei Canon gegen das 4/16-40 mm und das 7.1/100-500 mm – mit 3 Objektiven allerbeste BQ erreichbar.
Ich fonde 28-70 mm ist ein weit schlimmerer Kompromiss, 70 mm bringen nichts und 28 mm machen auch kein Foto entscheidend besser. Und selbst 24 mm sind erst so richtig spannend mit f: 1.4.
Wir haben nicht mehr 1985.
28-70 ist rund um die Normalbrennweite ein höchst interessanter Bereich. Z.B. vor allem in der f2.0 Version praktisch alternativlos für Events. Aber kommt natürlich drauf an was man fotografiert.
Klein und leicht bei f2.8 gefällt mir, der Bereich weniger.
Für L- Mount besitze ich das sehr gute Sigma 2.8/28-70 und wünsche mir oft noch mehr WW, aber mein Lumix 4/24-105 ist vergleichsweise groß und schwer.
Ich adaptiere an L- Mount noch ein Tamron 2.8-4/35-150 mit EF- Anschluß, das ist zwar etwas größer und schwerer, aber mit dem klar besseren Bereich.
35-100 ist für mich weder Fisch noch Fleisch.
“35-100 ist für mich weder Fisch noch Fleisch.”
Da bin ich ganz bei dir. Ich bin am überlegen, ob ich mir das RF 28-70mm F2.8 anschaffen soll, jedoch empfinde ich 28mm bereits als einschränkend. 35mm dann noch umso mehr… Nach oben hin kann man bis 100mm locker croppen, die finde ich nicht so hilfreich. Dann lieber direkt bis 150mm oder 200mm so wie Joe es angedeutet hat (100mm wäre zu wenig)
Einzig als Kombination mit einem UWA Zoom und 2-Objektiv set-up fände ich das Objektiv interessant. Im Regelfall bleibe ich da aber auch bei 14-35mm und 70-200mm, vor allem bei Städtereisen. Manchmal ist noch das günstige 50mm mit dabei, wobei die R5 mit 14-35mm im cropmode die Lücke hervorragend schließt.
Ja, die 28mm des 28-70 schränken mich auch ein, aber es ist für ein f2.8er erstaunlich klein und leicht und die BIldqualität stimmt auch. Oftmals nehme ich dann noch ein 1.8/24 Pana, oder 2.0/20 Sigma mit, die sind auch verleichsweise leicht.
Ideal empfinde ich den Brennweitenbereich meines 4/24-105, das ist allerdinds groß und schwer.
Oder das 3.5-5.6/20-60, mit für mich idealem Brennweitenbereich und rel klein und leicht, aber lichtschwach.
Je nach Anwendung verwende ich eine dieser Normalzooms, man gönnt sich ja sonst nichts.
28-70 kann tatsächlich untenrum manchmal etwas eng sein, aber eher selten, für solche Fälle habe ich immer noch das kleine und sehr leichte 16mm/2.8 dabei.
“Das perfekte Zoom-Objektiv für Streetfotografen?” – wer wirklich Streetfotografie betreibt, der weiß es sowieso – 28mm oder maximal 35(/40)mm kompakte Festbrennweiten sind die “”perfekten” Brennweiten – alles was nicht kompakt ist kann man knicken um nicht “das Geschehen zu beeinflussen” – deshalb sind die Ricoh GRs unschlagbar – wenn man “Urban” fotografiert, d.h. hauptsächlich das Habitat, also nicht der Mensch, im Vordergrund steht, dann ist ein Zoom okay, allerdings ist ein 2,8 24-70mm oder 2,8 28-70mm dann deutlich besser als mit 35mm zu starten …
“STREETfotostrecke” auf knapp 300m mit GRIV und innerhalb 25-30min. Schlendern im winterlichen Sonnenschein – mehr als GR 28mm geht nicht.
Der / Die Skater (einzeln) vor dem Wasser gefällt mir richtig gut, super Foto, total spannend, super Bildaufbau, schöne Linien, danke fürs Teilen!
Sehr schöne Bildreihe! Ich bin auch begeistert vom Skater!
Danke an euch beide – mir ging es in der kleinen Zusammenstellung einfach darum zu zeigen wie universell die “festen” 28mm mit “Fuss-Zoom” eigentlich sind – freut mich, wenn das so rüberkommt. LG
Ich verwende zwar auch gerne die GR IV für Streetfotografie. Aber ich habe in letzter Zeit auch diverse andere Kameras dafür benutzt. Z.b. A6700 mit Sigma 23mm f1.4 und dem 17-40mm f1.8. Und die A7CII mit 40mm, 50mm und 35mm Sony, 50mm und 85mm Viltrox. Geht alles.
👍 – Na klar, geht das alles – hat man aber nicht 24/7 dabei – die GR hinte(r)n rechts 😉 aber schon – LG
Du hast Dir ja eine nette Ecke zum Schlendern ausgesucht … Seestr. in Konstanz.
👍 – Du kennst Dich aus! LG
Für mft User ist das voll das dicke Glas 😂
Klugscheißermodus an:
Ja, wenn man die Äquivalenz nicht berücksichtigt.
Denn MFT hat halt Einschränkungen in der Freistellung (Bokeh) und der Lichtempfindlichkeit.
Ein z.B. 2.0/12 MFT entspricht eben nur einem 4/24 an KB, das wäre dann auch kaum größer, schwerer und teurer, gibt es aber nicht. Deshalb ist eine MFT Ausrüstung eben doch meist kleiner, leichter und günstiger.
Wen das nicht stört, ist mit MFT sehr gut bedient.
Ich nutze übrigens ein KB- System und MFT.
Für mich ist es Wahnsinn, dass Hersteller heutzutage Objektive mit über einem halben Kilo als kompakt und leicht vermarkten. Klar – für die Klasse an Objektiven gesehen mag das stimmen, aber “kompakt und leicht” sehe ich bei f/1.8er-Festbrennweiten oder meinetwegen noch dem Tamron 20-40 f/2.8, aber definitiv nicht bei 11,9 cm im eingefahrenen Zustand.
Chapeau
Wenigstens bringt Tamron mal was anderes als das 10000x 85mm, 50mm oder 35mm Objektiv.
Ich finde es zumindest als APSC Linse nicht ganz uninteressant. Auch wenn ich mir ein natives APSC lieber wünschen würde, aber da kommt sowieso gefühlt NIE WIEDER ein Tele Objektiv auf den Markt.
Ich denke Sigma wird früher oder später ein 50-140mm 2,8 für APS-C liefern.
Ich denke Sigma wird eher früher als später ein 35-105 1,8 für FF liefern 😉
Ich habe ein 500er Tamron, das gleich ab Hersteller mit einem Adapter für M42 geliefert wurde. Warum ist das bei heutigen Objektiven einfach nicht möglich?
🤦♂️
Es muss sehr schön sein, so ganz in seiner eigenen Welt, ganz ohne Bezug zur Realität, zu leben.
Weil es von den Kunden für solche Objektive praktisch niemanden interessiert. Verstehe das doch bitte endlich und stelle nicht ständig die gleichen Fragen.