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TTArtisans neues 85mm f/1.8 ist absurd günstig

TTArtisan erweitert die Neo-Serie um ein 85mm f/1.8 für Sony E und Nikon Z. Das Vollformat-Porträtobjektiv mit Autofokus kostet gerade einmal 99 US-Dollar.

TTArtisan macht Ernst mit der Kampfansage im Budget-Segment. Nach dem AF 50mm f/1.8 Neo, das im April für rund 90 Dollar vorgestellt wurde, legt der chinesische Hersteller jetzt mit dem zuvor schon in Aussicht gestellten TTArtisan AF 85mm f/1.8 Neo nach. Die klassische Porträtbrennweite mit Autofokus ist ab sofort für Sony E-Mount und Nikon Z-Mount vorbestellbar und kostet für beide Anschlüsse jeweils nur 99 US-Dollar. (Update: Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland liegt bei 112 Euro).

Damit dürfte das TTArtisan AF 85mm f/1.8 Neo eines der günstigsten oder sogar DAS günstigste 85mm f/1.8 mit Autofokus auf dem Markt sein. Zum Vergleich: Das AstrHori 85mm f/1.8 II AF und das Meike 85mm f/1.8 SE Mark II kosten jeweils 199 Euro, Sonys FE 85mm f/1.8 liegt bei rund 460 Euro und Nikons Nikkor Z 85mm f/1.8 S bei knapp 750 Euro.

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Beschränkt auf das Nötigste

Das Motto der Neo-Serie lautet “Pure image. Nothing extra.” – und das merkt man dem Objektiv auch an. Das Gehäuse besteht aus verstärktem Fiberglas, einen manuellen Fokusring gibt es nicht. Was im ersten Moment wie ein Fokusring aussieht, ist lediglich eine geriffelte Oberflächenstruktur für einen besseren Griff.

TTArtisan verzichtet hier ganz bewusst auf alles, was den Preis irgendwie in die Höhe getrieben hätte und setzt stattdessen unter anderem auf Kompatibilität mit 3D-gedrucktem Zubehör und individuell gestaltbaren Hüllen. Mit einer guten Bildqualität soll das Objektiv aber punkten, der Hersteller spricht von scharfen und detailreichen Bildern über verschiedene Blendenwerte hinweg.

Die technischen Daten im Überblick

Optisch setzt TTArtisan auf 12 Elemente in 8 Gruppen, darunter zwei ED-Elemente und zwei hochbrechende Gläser. Die Blende besteht aus 11 Lamellen, der STM-Motor übernimmt die Fokussierung und unterstützt Augen- und Gesichtserkennung. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,8 Metern, der Filterdurchmesser beträgt 62 mm. In der E-Mount-Variante wiegt das Objektiv nur 332 Gramm, in der Z-Mount-Version 338 Gramm. Die Baulänge beträgt 90,5 Millimeter.

Anhand der ersten Beispielbilder wirkt das Bokeh insgesamt sauber, mit einem leichten Katzenaugen-Effekt in den Randbereichen. Ob die Bildqualität auch in der Praxis überzeugen kann, werden erst Testberichte zeigen müssen.

Wer Porträts schießen möchte und dabei kein großes Budget hat, bekommt mit dem TTArtisan AF 85mm f/1.8 Neo jedenfalls eine spannende Option. Dass man auf Blendenring und Fokusring verzichten muss, ist bei diesem Preis wohl ein fairer Kompromiss.

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20 Kommentare
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zaphood

naja, prinzipiell schon ein fairer kompromiss, aber leider nicht für mich. während ich auf den blendenring verzichten könnte, hätte ich doch gerne auch die möglichkeit kklassisch manuell zu fokusieren. dann vielleicht doch 100€ drauf legen und mit focusring kaufen ?

Thomas Nordsee

Bildqualität ist ein Aspekt – Langlebigkeit und Robustheit sind weitere Kriterien für einen Kauf. Ein Techniker machte mich darauf aufmerksam: die Fixierung der Gläser nimmt einen hohen Stellenwert (und Kostenfaktor) ein. Sie kann aufwendig und sicher gestaltet werden oder… lösen sich Gläser nach wenigen Einsätzen, sind bereits 100.-€ unglücklich investiert. Auch hat er bereits Optiken versucht zu reparieren, die starken Pilzbefall aufwiesen… Erfahrungsberichte werden es zeigen.

Rolf Carl

Viel mehr ist es ziemlich sicher auch nicht wert.

Thomas Nordsee

Ich versuche, vorurteilsfrei und offen an solche Angebote heran zu treten… aber ich vermag es nicht so recht glauben. Akzeptable Qualität auf allen Ebenen zu dem Preis? Innerer Ringkampf in meiner Seele.. Sieg der Skepsis.

Rolf Carl

Ich nicht, ich erwarte einen anständigen Service, falls mal etwas ist. Bei Sigma und Tamron ist der hervorragend. TTAtisan hat keine Servicestelle in der Schweiz, also für mich gestrichen. Da gehe ich für das Geld lieber gut essen.

Ronikon

Gut Essen für 99 Euro in der Schweiz? Meine Kinder wohnen in der Schweiz. Im Gegensatz zur Gastronomie in Österreich oder Deutschland wirst du dort für das Geld nicht satt. Bei gleicher Qualität versteht sich.

Rolf Carl

Doch, auch in der Schweiz kann man für 99 Euro sehr gut essen, keine 17 pder 18 Gault Millau Punkte, aber gut. Aber in Deutschland bekommt man für das Geld mehr, da hast du recht. Als ich kürzlich ein paar Leute eingeladen habe, habe ich ein Gourmet-Restaurant in DE gewählt, das waren dann gerade etwa 100 Euro pro Person. In der Schweiz hätte ich sicher 50 % mehr bezahlt für die gleiche Qualität. Aber ich bin es ja gewohnt, da ich gleich an der deutschen Grenze wohne, mache ich fast alle Einkäufe in DE: alles für den Haushalt inkl. Lebensmittel, Frisör, Autoservice, Kleider, Schuhe usw. Nur wenige Artikel sind in der Schweiz günstiger, z.B. Benzin, Elektronik, also auch Kameras und Objektive. Aber das Kamerazubehör ist in der Schweiz massiv teurer. Wenn ich eine grössere Anschaffung mache, vergleiche ich einfach kurz die Preise.

Thomas Müller

Rolf, erzähle das besser nicht zu laut hier, wer weiss denn schon, ob hier nicht Schweizer Zoll mithört 😎

Rolf Carl

Wieso denn, Thomas? Die wissen das doch, und das “Problem” mit dem Einkaufstourismus ist schon lange bis nach Bundesbern durchgedrungen. Deshalb wurde ja vor ein paar Jahren die steuerbefreite Einführ von 300 auf 150 Fr. gesenkt. Und da das auch nichts bewirkt hat, überlegen sie jetzt noch ein Senkung auf 50 Fr. Das wäre dann hingegen wieder interessant für den Schweizer Zoll, denn es würden sehr viele Arbeitsplätze geschaffen. Bewirken würde so eine Massnahme allerdings nicht viel, solange ein durchschnittlicher Warenkorb in der Schweiz immer noch 50 % teurer ist. Vor ein paar Jahren waren es sogar noch 70 %, aber die Teuerung in DE war einiges höher. Allerdings wurde ein Teil davon durch den stärkeren Franken neutralisiert.

Thomas Müller

Rolf, wenn die das Wissen, dann ist ja alles OK. Vielen ist nicht bewusst, dass man auch die Kosten für den Autoservice anmelden muss und der ist ja immer höher als 150 CHF. Oder auch neue Reifen oder Sprit, wenn der Wert der gesamten Einfuhr beim Grenzübertritt 150 CHF übersteigt. Meistens passiert nichts, wenn man es nicht anmeldet. Wird man aber angehalten und eingehend kontrolliert, hat man echte Probleme. Die sollte man vermeiden

Rolf Carl

Thomas, wir wissen sehr genau, wie das funktioniert und wann wir uns melden müssen. Beim Autoservice war das nicht der Fall, als die Freigrenze noch 300.- war, jetzt muss ich immer MWST zahlen, bekomme aber beim Garagisten die 19 % MWST abgezogen. Bei neuen Reifen musste man das auch vorher schon immer melden. Und das Benzin war nur einmal kurze Zeit in DE günstiger, als der deutsche Staat es auf Grund des hohen Preises subventionierte.

Seit der Freibetrag auf 150 Fr. gesenkt wurde, gehen die Leute einfach ein paar Mal mehr und kaufen weniger ein. Ich mache es auch so, zumal ich vieles gleich auf der Rückfahrt der Fotoausflüge erledigen kann. Und ja, betrügen lohnt sich nicht, man muss ja nicht nur über die Grenze kommen, sondern im Grenzgebiet kann man jederzeit auch in eine mobile Kontrolle der Grenzwache kommen. Es macht ja auch keinen Sinn, man lebt an der Grenze zu DE ja sowieso in einem Einkaufsparadies. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich im Laden die Einkaufstaschen an der Kasse zeigen muss, ob sie leer sind. Ich sage dann manchmal: “Lohnt sich doch nicht, es ist ja sowieso schon fast gratis.”

Thomas Müller

Rolf, es war nur als freundlich gemeinter Hinweis für Dich gedacht, falls Du die Regelungen nicht im Detail kennen solltest. Das mit dem mehrfach fahren ist für Leute, die grenznah wohnen kein Problem und die Senkung der Freigrenze auf 150 CHF keine wirkliche Einschränkung, ausser bei Produkten, die zwischen 150 und 300 CHF kosten. Für Personen aus den Innerschweizer Kantonen sieht es aber anders aus. Da lohnt es sich aufgrund der Spritkosten manchmal gar nicht mehr nach Deutschland oder Frankreich zum Einkaufen zu fahren. Man muss dann halt mit mehreren Personen die Einkaufstour antreten, von denen jeder die Freigrenze nutzen kann.

Rolf Carl

Danke dir, Thomas! Es ist ja jetzt schon genau 11 Jahre her, seit wir in den Klettgau gezogen sind, und unterdessen kenne ich jeden Trick zu diesem Thema. Zudem ist der Einkaufstourismus ein allgegenwärtiges Thema in den lokalen Medien, über alle Neuigkeiten wird ausführlich berichtet.

Bei längeren Anfahrten lohnt es sich nur, wenn man wirklich nur Dinge kauft, die in DE massiv günstiger sind. Bei Lebensmitteln ist das nur bedingt der Fall, aber viele Produkte im Non-Food-Bereich kosten nur die Hälfte. Das lohnt sich dann, vor allem auch mit Fahrgemeinschaften. Aufpassen muss man bei Medikamenten, da sind nur Kleinstmengen erlaubt und nur für den Eigenbedarf. Man sollte sich vorab wirklich gut informieren.

Übrigens gelungenes Foto in der Lesergalerie! Dein erstes, oder?

Thomas Müller

Alles klar Rolf, ich sehe, Du bist ein Profi beim Thema Einfuhrzoll und Freigrenze.

Danke Dir für Deine nette Anmerkung zum Foto in der Lesergalerie. Ja, das ist meine erste Einsendung, was damit zu tun hat, dass auf sicherlich 90% meiner Fotos Personen zu erkennen sind bzw im Mittelpunkt stehen, fast ausschliesslich meine Familie, Freunde und/oder Personen aus Turnieren bzw. Matches oder aus der Streetfotografie. Solche Fotos veröffentliche ich nicht. Das nun von mir eingesendete Foto ist ein Zufallstreffer, als ich ausser meinem Smartphone gar keine Kamera dabei hatte. Es ist auf einem kleinen Steinbrunnen im Freibereich eines Baumarkts an einem der irre heissen Tage in den letzten Wochen entstanden. Die Bienen hatten ganz offensichtlich auch mit den Temperaturen zu kämpfen und verweilten minutenlang auf dem Brunnenrand, um zu trinken. Sie blieben auch sitzen, als ich mich mit dem SP langsam ihnen sehr nahe näherte. Schon erstaunlich, dass selbst mit einem ca 4 Jahre alten SP von Google selbst bei einem leichten croppen eine annehmbare Fotoqualität entstanden war. Mit einer VF-Kamera und einem guten Objektiv wäre vermutlich noch mehr möglich gewesen. Aber hier ging es halt darum, von dieser seltenen Situation überhaupt ein Foto schiessen zu können.

Rolf Carl

Erstaunlich gute Qualität, hätte man mit einer richtigen Kamera auch nicht besser hingekriegt. Das Foto sieht sehr natürlich aus. Ich vermute, dass mit einem neueren SP die KI mehr eingegriffen und das Foto verhunzt hätte. Und ja, bei so einem einmaligen Motiv muss man einfach abdrücken, egal was man gerade dabei hat. So schön aufgereiht habe ich Insekten jedenfalls noch nie gesehen!

Thomas Müller

Ja, ich war von der Qualität auch überrascht. Sie ist für ein SP wirklich gut, aber doch davon entfernt perfekt zu sein. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass das Foto nicht gestochen scharf ist. Ich habe den Eindruck die SP-interne Software hat es etwas nachgeschärft, was ich als “künstliche Schärfe” wahrnehme. Mit VF, 24MP oder mehr sowie einer guten Optik wäre das Foto vermutlich noch besser geworden. Aber wie Du sagst, Hauptsache man hat das überhaupt festhalten können. Das Foto ist kein fotografisches Meisterwerk, zu einer grossartigen Bildgestaltung war gar keine Zeit. Es ist ein Schnappschuss, das von der Situation lebt, die sich dort ergeben hat. Trotzdem hat es grossen Spass gemacht, dies fotografisch festzuhalten. Ich habe übrigens auch ein Foto dieser Situation von hinten geschossen. Das sieht witzig aus, mit den drei Bienen nebeneinander, den Hintern leicht angehoben und den Kopf abgesenkt auf das Wasser. Aber das Foto von vorne mit dem Blick auf die Gesichter ist eindrücklicher. Noch eine Anmerkung, als ich die Situation das erste Mal sah, sassen sogar vier Bienen nebeneinander am Rand und tranken. Bis ich dann soweit war um zu fotografieren, war die vierte Biene schon fertig und lief auf dem Beckenrand davon.… Weiterlesen »

Thomas Nordsee

Gelesen und bewertet. Danke. Für mich ist das nichts…

Thomas Nordsee

Sollte an Mirko gehen… Dicke Finger AG…

Daniel_S

Würde ich mir nie kaufen. Wer billig kauft, kauft 2x oder noch häufiger. Dementsprechend wäre mir das Objektiv 99,- Euro zu teuer.

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