Objektive

Voigtländer: 3 neue Objektive & 6 (!) neue Adapter präsentiert

Voigtländer hat im Rahmen der CP+ 2019 nicht nur drei neue Objektive, sondern auch sechs neue Adapter präsentiert!

CP+ 2019 beschert uns neue Objektive

Canon, Nikon, Tamron, Tokina, Samyang, Sony, Speedmaster – und nun auch Voigtländer. Zahlreiche Unternehmen haben im Rahmen der CP+ 2019, die heute in Japan gestartet ist, neue Objektive vorgestellt. Mit den meisten Objektivenneuheiten haben wir uns bereits in separaten Artikeln beschäftigt, diese findet ihr allesamt hier in unserer Kategorie für Objektive.

Drei neue Objektive von Voigtländer

Kommen wir zu den drei neuen Objektiven von Voigtländer. Zwei der Objektive erscheinen für Sonys spiegellose Vollformatkameras, eines für die Leica M:

  • Sony E-Mount: Voigtländer Nokton 50mm f/1.2
  • Sony E-Mount: Voigtländer Nokton 21mm f/1.4
  • Leica M-Mount: Voigtländer Vintage 75mm f/1.5 VM

Wie bei Voigtländer üblich kommen die Objektive ohne Autofokus auf den Markt, EXIF-Daten werden aber übermittelt, genauso wie die Bildstabilisatoren der Kameras voll unterstützt werden.

Informationen zu den Preisen und zur Verfügbarkeit in Europa rückt der Hersteller noch nicht heraus, das Nokton 50mm f/1.2 soll allerdings Ende April in Japan auf den Markt kommen, der Preis wird dort 150.000 Yen betragen, das sind umgerechnet etwa 1.200 Euro. Das 21mm f/1.4 wird wohl erst deutlich später erhältlich sein.

Sechs neue Adapter vorgestellt

Des Weiteren hat Voigtländer nicht einen, nicht zwei, sondern gleich sechs verschiedene Adapter vorgestellt, mit denen sich Leica-M- und Sony-E-Objektive an den spiegellosen Vollformatkameras von Canon und Nikon nutzen lassen:

  1. Leica-M-Objektive an Nikon Z
  2. Leica-M-Objektive an Nikon Z mit verlängerbarem Tubus zur Reduzierung der Naheinstellgrenze
  3. Leica-M-Objektive an Canon EOS R
  4. Leica-M-Objektive an Canon EOS R mit verlängerbarem Tubus zur Reduzierung der Naheinstellgrenze
  5. Leica-M-Objektive an Fuji X mit verringerter Naheinstellgrenze
  6. Sony-E-Objektive an Nikon Z (rein mechanischer Adapter)

In der Szene dreht sich nach der Einführung der Canon EOS R und Nikon Z also vieles um Adapter, damit man zumindest als Zwischenlösung seine alten Objektive an den neuen Kameras weiterverwenden kann.

via: Photoscala

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

31 Kommentare

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      • Er meint vielleicht, dass solche Linsen, so auch offen verwendet, nur noch papierdünne Schärfeebenen liefern, wie es die Mode eben grade diktiert und wie es hoffentlich – bieeetttttee – wieder verschwindet, wie andere Trends ja auch irgendwann wieder verschwunden sind. Eimerweise Bokeh über den Gesichtern auszuschütten, mag bei unseren erwachsenen Fotografen im mentalen Krabbelalter irgendwann wieder uninteressant werden, spätestens wenn jeder so eine Linse angeschafft und den anderen gezeigt hat, dass er sie sich auch leisten und benutzen kann.

        Solche AF-Linsen an DSLRs haben der Feinjustierung bedürft, für jede Linse und jeden Body, weil man doch die Augen – und zwar nur die Augen – scharf haben wollte und nicht etwa die Augenbrauen oder die Nasenspitze. Ja, so blöd und gelangweilt ist die Fotografie mittlerweile.

        An großen DSLMs, also an 35mm-Sensor Markenprodukten von Sony, Nikon oder der L-Allianz (den Billighersteller erwähnen wir bitte künftig einfach nicht mehr, das ist nicht nur preislich unanständig, das ist auch kunden- und marktverhöhnend. Der schafft, wenn überhaupt, eh nur 3fps (one silent), was selbst für die obligatorische Hochzeit und das eine entspr. Küsschen und den Ringetausch zu wenig sein dürfte, genau wie die eine Speicherkarte, die bei diesem Hersteller mit seinem Fanboy-Volkssturm kein Problem zu sein scheint, während das selbe Netz für einen solchen angeblichen Bugs der Marke Nikon fast den Kopf abgebissen hat) ist das ja nicht mehr nötig, da der gute AF, also der Phasen-AF direkt auf der Ebene der lichtempflindlichen Zellen liegt. Fehlfokus unmöglich, genau wie Verwackler durch Spiegelschlag! Das wird sich irgendwann durchsetzen, sagt man, hört man munkeln.

        Nur, wenn man solche Linsen ohne AF betreibt oder anbietet, jeder kann das gerne mal ausprobieren, (da reicht oft schon eine f1.7) sich also die Fokuslupe und das Fokuspeaking über leicht erreichbare, frei programmierbare Tasten – so der eigene Hersteller diese Option, resp. genügend belegbare Tasten in Griffweite überhaupt bietet (vielleicht fand der Hersteller ja auch ein Poser-Schulterdisplay an der Stelle viel wichtiger?) – in den Sucher legen und dann damit genau die Pupille suchen und finden und treffen und halten, bei den eigenen Bewegungen und denen des Modells, dann gerät man wohl schnell an die Grenze der Frustration. Man hat als jemand, bei dem nicht nur der Deckel und der Geldbeutel, sondern auch die Blende immer weit offen steht, bestimmt seine helle Freude damit! Das wollte Moris vermutlich sagen?

        „Für ihn, der er schon alles hat, das 2.8/100 STF für die feinsten Bokehballs, die die Welt je gesehen hat, das 2.0/135 Milvus, für die schärfsten Bilder und brillantesten Kontraste des Zeissversums und das 1.8/135mm für Autofokusfreunde, denen selbst 2.0 noch zuviel Tiefenschärfe bietet, für den gibt es jetzt eine 1.2/50 von Voigtländer im besonderen Retrolook mit dem besonderen Retronamen (aber halt aus der selben chinesischen Fabrik, wo die selben Linsen auch für Samyang/Walimex gegossen oder -schliffen werden), passend zum Hipsterbart und dem Holzfäller Outfit unseres Men’s Health Shooters.“

        Aber die Linsen haben wirklich so einen schönen Retro-70iger-Look, nicht wahr? So ein Zeug liegt im Internet mit 1.4 für zweistellige Taschengeldbeträge auf Halde, natürlich nicht mit Elementen höchster und niederster Brechung oder Asphärenelementen resp. zeitgemäßer Beschichtung, aber mit so viel Charakter. Hach, *Seufz* Ernsthaft, ich mach nur Spaß, ich mag solches Glas schon, nur sollte sich jeder überlegen, der gerne drei, vier mal damit spielt und es dann mangels AF und Vielseitigkeit im Schrank verstauben lässt, ob das wirklich Not tut. Man könnte für ‚billige‘ 500€ eine 1.2/58 Rokkorlinse steigern und den Restbetrag spenden, vielleicht für abgesoffene Flüchtlinge, für libysche oder syrische Bombenopfer oder für die Opfer amerikanischer Bemühungen in Venezuela. Denn wenn die Amis Freedom&Democracy androhen, dann bleibt kein Auge trocken! Das ist so ähnlich, wie wenn Canon droht, den Kameramarkt zu revolutionieren. Da schlottern die Knie!

      • Leider zuviel für die hiesige „intellektuelle“ Fraktion… der wichtigen Profifotografen 🙂
        Aber im Ernst, wie, und ich habe das alles wirklich gerne gelesen, wie sollte man einem schon abgesoffenen Flüchtling was spenden. Mit einem Tauchboot?
        Daumen hoch. @Tobi find ich gut.

      • Tobi,
        da es sich ja nicht um AF Objektive handelt muss auch nichts „feinjustiert“ werden und ich denke bei lichtstarken Objektiven auch nicht an Portraits wo das Auge nur scharf ist. Wie Du selbst sagst handelt es sich dabei um einen Trend, nur lichtstarke Exoten gab es bereits vor diesen Trend 😉
        Aber scheinbar fällt Dir dazu nicht mehr ein und musst da ein wenig mehr ausholen und dann noch das Flüchtlingsdrama….welches hier eigentlich garnichts zu suchen hat

  • Es freut mich

    wenn so viel über Festbrennweiten geschrieben wird. Zooms gibt es mittlerweile vom extremen Weitwinkel bis zum Super Tele.

    Womit ich persönlich am liebsten Bilder mache sind Festbrennweiten weil sie mich zwingen mir schon VOR der Aufnahme Gedanken über meine Bildidee zu machen. Der Vorgang entschleunigt die Fotografie, es entstehen weniger aber dafür bessere Bilder.

    Leider kommt man um die lichtstarken Zoom Klötze manchmal nicht herum (Reportage, Hochzeiten, Sport). Gott sei Dank bieten die Hersteller die Festbrennweiten noch in genügender Auswahl und in moderner AF Ausführung an.

    • es gibt Leute die können halt mit beiden umgehen, halbdurchdrücken und dann ganz durch drücken kann doch (fast) jeder. Es wird auch keiner dazu gezwungen MF Objektive zu kaufen ….

    • Für jedes Bild findet sich geeignete Technik; aber ich überlasse nur ungern einer Automatik mein Motiv, egal wie „gut“ sie fokussieren mag. Wie kompakt, leise und schnell in der Auslösung sind doch die manuellen Objektive.

    • Na, dann willkommen in der Vergangenheit. Ich habe auch noch bei meiner ersten Kamera die Belichtung extern gemessen, vielleicht wäre das etwas für euch zwei.

      Übrigens kann ich alle meine AF-Objektive auch auf manuell umstellen, wenn ich das möchte (und was ich auch ab und zu mache, z.B. bei Langzeitbelichtungen). Das ist für mich aber noch kein Grund, nur manuelle Objektive zu kaufen. Zeiss Otus wäre die einzige Ausnahme, die überhaupt in Frage käme. Ich kaufe doch keine Kamera im Kaliber einer D500 und fokossiere dann manuell, wie blöd müsste ich da sein …

      • Du hast etwas wesentliches nicht verstanden. Ich besitze eine Nikon D750 und eine Sony a7rIII und eine Leica M240. Die Leica ist mit Abstand die „schlechteste“ Kamera. Und trotzdem die, die ich am liebsten nehme. Charakter pur eben. Die Sony hasse ich am meisten. Wer Bilder wie alle machen will, kauft eine Sony. Wer Magic will, nimmt halt ne Leica. Es geht um das Gefühl, einem eigenen Stil und darum, dass unscharfe Bilder 100x spannender sein können, als es ein perfekt scharfes Bild jemals könnte.

        Aber um das zu verstehen, muss man Kunst verstehen …

      • Für Olympus habe ich das 1,2/25 und Voitgtländers 0,95/25, die ich beide liebe. Fraglos ist das Olympus besser. Jedoch ist das Voigtländer haptisch eine Klasse für sich und gerade die Fokussierung ist sehr angenehm. Das Olympus ist schärfer (übertrifft alle Nikon F 50mm) und das Voigtländer dreidimensionaler – beides jeweils nur in Nuancen. So machen es sicher auch Viele, die sich ein MF-Objektiv kaufen – eben als Ergänzung. Daher kann ich die Häme nicht begreifen – Neid? Sich über ein Angebot zu beschweren ist einfach blöd – man kauft es oder eben nicht.

      • PGS,
        genauso sieht es aus, niemand hier hat geschrieben das Er/ Sie NUR auf MF Objektive setzt.
        Ich habe gestern gerade erst ein Foto gesehen welches mit einem HELIOS 44 entstanden ist und ich war ziemlich geplättet. Zugegeben ich musste nachfragen was er da überhaupt abgelichtet hat ( da er wohl scheinbar alle Linsen gedreht hat die man drehen kann) aber das Resultat war 1a Sahne (liegt natürlich im Auge des Betrachters)
        Von daher werden solche Objektive immer ihre Liebhaber finden…

      • Matt,

        wenn ich dich richtig verstehe, hängt Kunst also davon ab, was für eine Kamera man einsetzt und was für Objektive man vorne draufschraubt, im Idealfall sollen sie unscharf abbilden.

        Hmmm …. ich dachte bisher immer, Kunst hänge mit Sehen und Komponieren zusammen. Und dass das Material nur Mittel zum Zweck sei. Aber anscheinend ist ein unscharfes, manuelles Objektiv der Schlüssel zur Kunst. Nun gut, ich nehme das mal so zur Kenntnis …

  • Ist das wieder mal Amüsant, erst meckern alle das der AF beim bestimmten Kameras (wie zb. Fuji)nicht schnell genug sein kann und jetzt Freud man sich über neue Manuelle Linsen. Ha Ha Ha
    Und nicht vergessen, Innerhalb der nächsten 48 std. bringt Sony eine neue Filmkamera raus, passend zu den Neuen Optikern von Voigtländer.

      • Daniel,
        wieso immer Fuji, die oben genannten Objektive wurden ja für Sony bzw. Leica vorgestellt, selbst Nikon bringt ja mit dem Noct ein reines MF Objektiv auf dem Markt 😉
        Nur wer zu blöd ist manuell zu fokussieren zieht alles ins lächerliche oder man ist, laut Gustavs Worten, einfach nur ein Prahlhans 📸

      • mirko, weil bati fuji als beispiel nennt. 😉
        aber ist auch egal. ich bin überzeugt wenn jemand fit ist mit dem manuellen objektiv, ist er schneller und genauer als jeder autofokus, weil nur ich weiß was ich in dem moment fokussieren will. sicher war die pentax lx nicht umsonst so lang derart erfolgreich.

        ein profi kennt sein werkzeug.

        ich bin für makro leider oft langsamer als meine bewegung durchs atmen, wind,…

    • Richtig Bati,

      gut gelacht, genau was ich auch denke. Da kauft man sich eine x-t3 mit schnellerem AF, und dann? Genau, schraubt man MF-Objektive drauf. Selten so gelacht … Hahaha.

  • Ich liebe diese Marke!!! Voigtländer ist einer der wenigen Hersteller, der noch Objektive mit Charakter baut. Nicht so wie das weichgespülte Sony Zeugs.

    Ihr könnt gerne mal gucken … die Bilder wurden mit der Leica M 240 und einem Voigtländer 35mm 1.4 gemacht. Alles bei Offenblende.

      • @ Maratony

        hallo Maratony, habe mit Ihre Fotos mit den Brücken /Fuji XT3/16/1.4) mehrmals angesehen.
        Fuji macht einen guten Job, Farbe, BQ, Klasse… aber

        das Foto mit Brücke 1, hier stört mich deutlich rechts das Wasser mit den Autos, das macht das Bild irgendwie kaputt.
        Habe mit der linken Hand mal das Wasser+Autos abgedeckt, sogar ein teil des Geländers, JETZT wirkt das Foto ganz anders, jetzt kommt das Metall der Brück voller zum Tragen,

        Bei dem Foto mit der Brücke haben wir 2 Fokusse, einmal die herrlichen Lampen, diese leigen leider nicht im golden Schnitt !! sowie das altgraue mächtige Metall der Brücke – bitte wohin soll ich sehen ??
        Lampen oder Metallgeländer – eigentlich sieht dieses Foto viel besser aus.
        habe auch hier mit beiden Händen fast bis zum mächtigen Brückenhandlauf abgedeckt, somit sind auch die billigen Autos rs weg ebenso die Häuser, JETZ ist das FOTO Klasse.

        Fazit: Foto 1: Quadratisch, mit meiner Nikon kann ich das vorgeben,
        Foto 2: Panoramaaufnahme

        Das soll bitte kein Meckern sein, bitte nich so verstehen, es ist übrigens immer leicht, hinterher ein Bild zu zerreden, nur Ihre Bilder gefallen mir halt so um etliches besser.
        Zudem machen Sie gute Werbung für Fuji.
        Weiter so.

        Matt bin ebenfalls dankbar für die Leica Fotos denn ich brauche nun nicht in das kostspielige Abendteuer Leica, das ist für mich aufgrund seiner Fotos passé.
        Leica paßt eher zu Heroinjunkies, zu Leuten, die sich Zigaretten in der Hosentasche drehen, also 60er Jahre. Mit grob Korn und rauschen.
        Das ist aber nicht meine Welt. Ich sage das, weil wir ebenfalls einen Künstler in der Familie haben, gelernter Grafiker, Auswanderer, Rollfilm 6×6, jetzt Nikon digital, Maler, er lebt seit ca.30 Jahren von seinen Bildern und bemalten Steinen in Spanien. Ist ein Künstler, ein Unikum, könnte glatt Matts Bruder sein. Aber er lebt..

      • @Rinde
        Danke für die Ausführlichen Worte.
        Ich mache es mal kurz, es war eigentlich nur ein Spaziergang mit dem neuen 16er von mir. Und in der Bearbeitung war es ein Test mit C1.
        Ich hatte nichts anderes dabei. Aber ich kann die Kritik nachvollziehen.
        Dieses Foto hat auch nicht wirklich einen sehr kreativen Anspruch. Aber es zeigt das Blaue Wunder in Dresden mit seinem Ufer zur Elbe und dem Schillergarten. Mehr nicht. Die Stimmung war schön, das gibt dem Bild wohl am meisten Leben.

        @Joe
        Du musst dich für deine Meinung nicht entschuldigen. Das ist vollkommen legitim.
        Deinen eigenen geschmack kann ich dir nicht absprechen, allerdings den Inhalt deiner Aussage. Denn in den letzten Jahren habe ich fast nur noch Lightroom zum bearbeiten genommen und habe sehr oft auf Photoshop verzichtet. Mittlerweile benutze ich Capture One und auch hier nur PS in Ausnahmen.
        Das nächste Mal wenn du eine solche Aufstellung machst, dann schau dir Bilder genauer an. Ich glaube dahingehend verbringt Matt wesentlich mehr Zeit am bearbeiten als ich. Würde mich nicht stören, mir gefallen die Bilder so. Auch mit dem Rauschen und Unschärfe.
        Und wenn deine Aussage stimmen sollte, dann brächte man dazu auch keine 6000€ Kamera, sondern es würde auch was Kleineres reichen.

        Ich mag die Bilder von Matt allerdings ebenso.

        Grüße

      • @Rinde,
        ich verwende auch häufig das 1:1 Format (ist nicht jedermanns Sache) aber Du kannst es auch bei Fuji einstellen und gleich loslegen

      • Bildkritik ist eine sehr persönliche Angelegenheit….

        In meinem langen Fotografen Leben musste ich einiges an Kritik hinnehmen. Prinzipiell muss man dabei zwischen beruflicher und privater Fotografie unterscheiden. Nur sehr selten war es beruflich möglich „meine“ Sichtweise auf die Produkte anzuwenden. Im Kundengespräch wurde mit Hilfe von Skizzen und genauen Absprachen der Abbildungswunsch, die Sichtweise auf die Objekte festgelegt. Ob ich das persönlich als „schön“ empfunden habe ist das andere Ding.

        Als privater Bildermacher kommt es je nach verfügbarer Zeit für die Fotos schon mal vor das ich mir nachher denke das ich mir die Fotos genau so gut sparen hätte können weil die Ergebnisse für mich nicht perfekt waren. Die abgebildeten Personen waren aber höchst zufrieden mit den Bildern. Wer hat jetzt recht?

        Die Kamera schnell aus dem Umhängebeutel ziehen und draufhalten, manchmal geht es nicht anders, oder eine neu festgelegte Kamera Einstellung ausprobieren, da können die Fotos nicht perfekt werden. Deswegen Bildkritik üben?

        Wenn der Fotograf eine Auswahl seiner Werke in einer realen, analogen Galerie ausstellen möchte kann Bildkritik sinnvoll sein, aber nur dort ist sie angebracht.

        Digital auf einem Monitor ist das schon aus technischen Gründen ein No Go denn die wenigsten besitzen einen kalibrierten Bildschirm der eine korrekte Beurteilung erlaubt.

        Beurteilungskriterien? Das trennt die Amateur Kritik vom professionellen Gutachter und vom Kunstsachverständigen. Für mich sind nur diese Aussagen von Bedeutung, alles andere ist persönliche Geschmackssache, also irrelevant!

    • @Matt
      Deine Bilder sind das beste Beispiel, dass der Fotograf (und das Modell) entscheidend sind. Selbst die Körnung stört nicht, im Gegenteil, bringt dieses „Film“ Erlebnis zurück. Gefällt mir viel besser – sorry Maratony – als die, meiner Meinung nach, kornfreien und viel zu stark bearbeiteten Fotos von Maratony. Gratulation!!!

  • Wenn es nur um Technik

    ginge würde ich mir das neu vorgestellte Smartphone mit den 5 Objektiven zulegen. Da gibt es die dazu nötigen „Foto Spielzeug“ Apps gleich kostenlos dazu.

    Wozu benötige ich ein lichtstarkes, großes, schweres, teures AF Zoom? Zum Angeben?
    Angeben geht bei Mittelformat, aber nicht mit dem inflationären Vollformat Gelumpe. Hat doch heute jeder, je nach Geldbeutel vermeintlich die richtige „Marke“.

    Richtig Respekt habe ich vor den vielen Amateuren die mit älteren, preiswerten Objektiven, älteren digitalen Kameras wunderbare Bilder machen können.

    Ob mein System die automatische Schärfe in 0,10 oder 0,05 Sekunden einstellt ist mir so was von egal, wichtig ist mir die Bildaussage und das die von mir gewünschte Bildanmutung mit der verwendeten Technik möglich ist.

    Kein vernünftiger Hochzeitsfotograf wird mit einem manuellem Objektiv arbeiten, dazu ist die Aufgabenstellung zu hektisch. Wer vier Stunden zu Fuß in der Landschaft war hat bestimmt die Zeit um am Zielort mit einer Festbrennweite das optimale Foto vom Stativ zu belichten!

    Für mich steht immer der Nutzen eines Produktes im Vordergrund. Von meinem Fahrzeug erwarte ich einen bequemen, preiswerten Transport von A nach B. Spaß und Gefühle genieße ich im Oldtimer, obwohl da keine Helferlein das Fahrer Leben erleichtern ist das schöner.

    Gut das es immer noch eine Nische für einfache Objektive gibt und das sich Hersteller darum kümmern.

  • Vor 30 Jahren hatte jede SLR einen Schnittbildindikator. Also war das Scharfstellen kein Thema, selbst für Brillenträger nicht. Eine spiegellose hat Focuspeaking und kurzes Auflagemaß. Diese Kameras sind geradezu für manuelle Objektive, auch die alten, gemacht. Mit dem jeweiligen Adapter passt eigentlich jedes Objektiv auf jede spiegellose. Und die Dinger bekommt man nachgeworfen.
    Das ist der wirkliche Vorteil der Systemkameras. Was Canon und Nikon verzapfen, ist mir schleierhaft, ebenso warum die Kunden den ganzen Quark übernehmen. Meine Empfehlung, Kamera kaufen, Altglas adaptieren. Alles andere ist Fotografie für die oberen Zehntausend.