Kameras

Yongnuo entwickelt Mischung aus DSLM und Smartphone

Eine Mischung aus einer DSLM und einem Smartphone? Könnte bald Realität werden, Hersteller Yongnuo entwickelt nämlich ein entsprechendes Gerät.

Smartphones weiter auf dem Vormarsch

Dass Smartphones Kompaktkameras den Rang abgelaufen haben, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Seit Jahren verbessert sich die Bildqualität der Smartphonekameras rasant, sodass vor allem günstigere Kameras immer seltener von den Kunden gekauft werden – das Smartphone reicht für normale Urlaubsbilder und Erinnerungsfotos schließlich aus.

Trotzdem werden klassische Kameras immer besser und vielseitiger bleiben als eine Smartphonekamera, schon alleine wegen der Objektive. Doch ein Smartphone hat ohne Frage auch Vorteile, weshalb man sich durchaus fragen darf, warum die Kamerahersteller noch nicht versucht haben, bestimmte Funktionen der Smartphones in ihre klassischen Kameras zu integrieren.

Apps installieren, SIM-Karte einsetzen

Was das für Funktionen sein könnten? Android als Betriebssystem zum Beispiel, damit Apps aus dem Google Play Store heruntergeladen und installiert werden können. Oder einen SIM-Karten-Slot, damit man die Kamera direkt mit dem Mobilfunknetz verbinden kann. Für einen Berufsfotografen mögen diese Funktionen überflüssig erscheinen, für den Normalverbraucher hingegen könnten sie durchaus attraktiv wirken. Denn dieser Normalverbraucher kommt eben vom Smartphone.

Yongnuo entwickelt spezielle Kamera

Nun scheint es in jedem Fall einen Hersteller zu geben, der sich an das Projekt „Kamera + Smartphone“ heranwagt. Es ist das chinesische Unternehmen Yongnuo, welches über die eigene Facebook-Seite eine neue Kamera in Aussicht gestellt hat, die folgendermaßen aussehen soll:

Man sieht hier eindeutig, dass es sich sozusagen um ein dickes Smartphone mit Objektivanschluss handeln wird. Auf dem Gerät ist Android installiert und es soll dann selbstverständlich auch eine SIM-Karte (3G/4G) eingesetzt werden können.

Das Gerät, welches möglicherweise Anfang 2019 vorgestellt werden könnte, soll außerdem mit den folgenden Merkmalen überzeugen:

  • 4K-Videos mit 30 fps
  • GPS, WiFi
  • Full-HD-Touchscreen, 5 Zoll groß
  • Android 7.1
  • Frontkamera mit 8 Megapixeln
  • Interner Speicher plus Platz für Speicherkarte
  • Kopfhörerausgang, Mikrofonanschluss
  • Akku mit 4.000 mAh
  • Dual-LED-Blitz
  • RAW Support
  • Unterstütz Canon EF Objektive

Ein spannendes Konzept, wir sind gespannt auf das fertige Gerät!

Eine Mischung aus DSLM und Smartphone, könnte das eurer Meinung nach interessant sein?

via: Photorumors

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

22 Kommentare

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  • Diese Idee hätte eigentlich Nikon mit seinem, vor der Zeit gestorbenem, one System verwirklichen sollen. Bei diesem System wären kleine Objektive möglich. Das letzte Modell mit dem 20MP Sony Sensor lieferte auch gute Bilder. Aber mit Canon EF? Es gab mal ein interessantes, aber erfolgloses, Lumix CM1 Handy mit 1″ Sensor. Eine kleine Idee größer und mit wechselbarer Linse wäre sicher interessanter, da immerhin noch kompakt.

  • Ich glaube ROLF könnte jetzt ins schwärmen kommen, auf der Suche nach einer DSLM und noch nie mit dem Handy fotografiert kommt dieses Ding doch wie gerufen 😂

    • Mirko,

      das ist jetzt nicht mehr Ironie, sondern schon Sarkasmus, oder??

      Ich gehöre zu den seltenen Menschen auf dieser Erde, die das Händy auch mal eine Woche oder länger abgeschaltet lassen können, deshalb ist auch mein Blutdruck auf absoluten Topwerten.

      Apropos Händy; ein Österreichischer Psychologe hat in einem Interview mal gesagt, dass die heutige Jugend aufgrund des Händys am Verblöden ist. Ich denke, er hat recht. Bei einer Umfrage in einer Onlinezeitung wurden mal einige Jugendliche gefragt, wie viele Selfies sie denn pro Tag machen würden. Die Antwort einer Kandidatin: „Fast keine, nur etwa 15 – 20 pro Tag“. Frage: Wie bescheuert muss man da eigentlich sein??????

      Somit dürfte deine Aussage wohl beantwortet sein …

  • Ein kleines schmales Gehäuse mit Vollformat-Sensor, Wechselobjektiv-Vorrichtung, als CPU das eigene Mobile-Phone auf der Rückseite einklinken, und los gehts: Kann mir das mal bitte jemand erfinden?

  • Die Sensorgröße wäre spannend. Ein 1 Zoll Sensor könnte die EF Objektive ein wenig telelastig werden lassen. Wobei dann ein 150-600 interessante Ergebnisse erzielen würde 🙂

  • Für mich ist das ein sinnloses Konzept,
    Die Smartphones sind jetzt schon im Vergleich zu den Kameras unhandlich.
    Ich glaube Samsung hatte sich auch schon vergeblich daran gewagt.

    Hinzu kämen noch die technischen Platzprobleme wie:
    Platzbedarf für Shutter, Bildstabilisator, evtl. Sensor Kühlung, Mikro und Blitzanschluss, Akku usw.
    Im Smartphone ist übrigens Smartphone Technik drin und da ist kein Platz mehr für was anderes.
    Außerdem würde die eigentliche Kamera App auf Android laufen. Was an sich schon überladen ist.
    Das alles läuft dem Gedanken ein gutes Photo machen zu wollen konträr.
    Daher ist es eher ein Spielzeug für gelangweilte Technik Liebhaber.
    Ähm… wo soll übrigens das Gewinde für das Stativ sein?

  • Die Kamera gab es bereits von Samsung als Galaxy NX, leider mit schlechtem Sucher und ohne Telefonfunktion, aber bereits mit Smartphonedisplay und Android Betriebssystem. Ich habe damals gleich zwei davon auf dem Gebrauchtmarkt erworben, weil die Kamera sehr hochwertig und va das riesige Display sehr interessant war. Leider hat sich das Prinzip damals nicht durchgesetzt.

    • Ich hatte auch so ein Teil,
      War ziemlich interessant.
      Ich finde das Konzept genial und fände es cool wenn es da in Zukunft interesannte Kameras von Herstellern kommen die auch wirklich erfahrung haben. Für mich müste ein Blitzschuh dabei sein und ich würde eher in richtung MFT sensor gehen. damit das auch sin macht, sonst wird es zu globig.

  • Es wird immer grässlicher was sich welche einfallen lassen …
    Jetzt hat Canon auch noch diese Firma wohl mit ins Boot geholt – wenn die vielen EF´s nicht mehr wegen den „Neuen Spiegellosen“ gebraucht werden, können die da bei Yong Nu noch gut verbraucht werden …
    Die Idee könnte vom Dualen Abfallsystem stammen und mit dem grünen Punkt versehen werden …
    Ach – ich werde nicht gut geschlafen haben – da ich schon am frühen Morgen so grießgrämig bin …
    Auf Nachsicht hofft Gustav …
    PS ..Aber was soll ich sonst schreiben wenn ich hier sowas sehe – Einige werden jetzt wohl sagen „er hätte sollen gar nichts schreiben“ – aber damit ist Mark auch nicht gedient – nicht wahr? …

  • Nette Idee aber nicht zu Ende gedacht. Muss ich jetzt immer und ständig ein angeflanschtes unhandliches Objektiv mit meinem Smartphone mit mir herumschleppen? Wo stecke ich das Ding hin, wenn es nicht mehr in die Hosen- oder Jackentasche passt? Wie handhabe ich das Telefonmonstrum, wenn ich telefonieren will, steht dann das Objektiv 15cm und mehr von meinem Ohr ab? Das sieht wohl oberbescheuert aus? Wie handhabe ich die Apparatur beim Fotografieren? Das Smartphone bietet ja überhaupt keine Angriffsfläche für die Hände zum Halten des kopflastigen Monstrums? Auf der Rückseite komme ich beim Halten des Monstrums mit den Daumen unweigerlich auf den Touchscreen, rufe ich dann ständig aus Versehen irgendwelche Kontakte aus meiner Kontaktliste an?

    Für mich ist das Ding eine Totgeburt und geht völlig am Bedarf für Smartphones und für ernsthafte Fotoapparate vorbei.

    • Thomas,

      das ist auch kein Modell für dich, sondern für Selfiefotografen, die die Bilder in sekundenschnelle weitersenden wollen. Und die Selfiefotografen werden immer mehr; wobei … ist ja schon wieder einer beim Versuch vom Kran gestürzt …

    • Thomas Müller 2. November 2018 um 12:31 Uhr
      Nette Idee aber nicht zu Ende gedacht. Muss ich jetzt immer und ständig ein angeflanschtes unhandliches Objektiv mit meinem Smartphone mit mir herumschleppen? Wo stecke ich das Ding hin, wenn es nicht mehr in die Hosen- oder Jackentasche passt?

      Früher stopften sich manche Männer angeblich eine Hasenpfote in die Unterhose, um vorzutäuschen, dass da ein besonders prächtiges Gemächte sei.

      So kann man das mit dem Smartphone-Objektiv doch auch machen.

  • Yongnuo verwurstet ja zu gerne Alte Canon-Objektivtechnik und jetzt auch die passende Kamera dazu…
    Ich vermute die hätten längst fette Klagen von Canon im Haus oder Canon ist daran beteiligt.

    Mit EF Bajonett anzubieten mutet ja im Jahr 2019 schon vorsintflutlich an – nur EOS R hat noch eine kurze Gegenwart.

    Wer will Android in seiner Kamera haben? Also ich sicher nicht, da fange ich vorher mit der Malerei an.

    Außerdem hat Samsung das schon vor Jahren aufregender realisiert!

  • @“alle“
    Ob dieses Gerät gelungen, nützlich, unhandlich, überflüssig oder sonst etwas ist in den Augen der hiesigen Kommentatoren, dürfte dem Hersteller und Canon zieml gleichgültig sein.
    Aber je mehr Personen auf unserem Globus mit dem Smartphone und angedockten oder eingebauten Kameras fotografieren, um so besser lässt sich von, ja von wem(?), den Geheimdiensten, d.h. Überwachungsinstitutionen Chinas, der USA, Russlands, … und vieler anderer Länder und Firmen und durch Hacker feststellen, ob ungewünschtes fotografiert wird.
    Denn Smartphones lassen sich sehr viel besser überwachen und orten als unabhängig arbeitende Kameras! Das ist keine Fantasie; man denke nur an die Vollüberwachung in China mithilfe von Smatphones, wo man als Bürger Plus- und Minuspinkte für konformes Verhalten bekommt und davon z.B. abhängt, ob man einen guten Job, eine Wohnung, … bekommt. Die U.S.-Geheimdienste stehen denen Chinas sicherlich technisch in nichts nach, nur ist dort, zum Glück, noch mehr Freiheit üblich.
    Ergo: Wer sich freiwillig überwachen lässt sollte dies wissen; und wer als Fotograf/Journalist ins gewisse Ausland fahren will, wird zusehen, dass er nicht vorab Fotos ausspähbar macht, die eine staatliche Überwachung als unerwünscht bei der Ausreise löscht. Und wer sich durch ein verschlüsseltes Mobiltelefon auffällig und verdächtig macht, wird bestimmt ganz besonders beobachtet.
    Wer jetzt glaubt, das dies eine Verfolgungsfantasie ist, der wird sich ggf. mal beim Einreiseversuch wundern.

    • @renus:
      Man kann das Smartphone unter dem Aluhut verstecken und nur das Objektiv rausgucken lassen, dann ist die Gefahr geringer.
      Zum Gerät: Gabs das nicht schon von Sony.

  • Ich hätte die fertige Lösung….

    eine Leica M10-D (die hat kein Display, lässt sich aber vernetzen) mit einem Einschubfach für ein Kameraloses und damit preiswertes Smartphone. Leica ist doch für vieles offen.

  • das teil lässt so viele fragen offen… was für ein sensor? mit autofokus? kann man den bajonetthalter abnehmen/tauschen? …
    im augenblick kann man garnichts zu dem teil sagen. außer vielleicht, daß es billig verarbeitet aussieht.

  • Las grad auf 43 Rumors, dass das Gerät einen 16MP mFT Sensor von Panasonic bekommen soll.
    Hatte Olympus nicht irgendeinen Kladeradatschmus, der Smart Phones mit Kameraobjektiven verband.
    Irgendwie will ich kein Android auf meinen Kameras und Internet über WLAN nur, wenn ich mag oder es brauch.
    Aber vielleicht wäre bereits etwas mit funktionierenden Apps gewonnen, siehe Nikons Grusel App.

  • Sowas hatte Samsung auch mal im Programm. Galaxy-NX hieß das gute Stück. (Ich bin immer noch traurig, dass Samsung mit der NX-Serie in den Sack gehauen hat. Die NX-1 war, bei allen Kinderkrankheiten, ein großer Wurf.