Kameras Nikon

Nikon in der Krise

Bei Nikon läuft derzeit einiges schief. Wir beleuchten die aktuellen Probleme und wagen einen Blick in die düstere Zukunft.

Was ist da aktuell eigentlich bei Nikon los? Diese Frage habe ich mir kurz nach der offiziellen Präsentation der Nikon D5600 gestellt, denn die neue Spiegelreflexkamera kann man in vielerlei Hinsicht nur als enttäuschend bezeichnen. Doch die Nikon D5600 ist nicht das einzige Problem, das es bei Nikon derzeit gibt. Bei weitem nicht. In diesem Artikel möchte ich einen Blick auf Nikons Baustellen und Probleme werfen.

Nikon D5600 & D3400: Enttäuschende Neuheiten

Die Nikon D5600 hat im Vergleich zur knapp zwei Jahre alten Vorgängerin, der Nikon D5500, kaum nennenswerte Neuerungen zu bieten. Okay, Snapbridge ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung – doch dann hört es im Grunde schon auf. Denn es fällt schwer, etwas wie einen verbesserten Bildlauf im Wiedergabemodus als „Neuerung“ zu bezeichnen. So etwas liefert Fujifilm mit einem kleinen Firmwareupdate.

Die Nikon D5600 ist also eine schwache Neuheit, das kann man nicht anders sagen. Gehen wir ein paar Wochen zurück, genauer gesagt zur photokina 2016. Hier hat Nikon den mit Abstand enttäuschendsten Auftritt hingelegt. Alle anderen Hersteller hatten eine oder mehrere interessante Neuheiten im Gepäck, Nikon konnte lediglich die Nikon D3400 präsentieren. Und diese D3400 ist im Grunde eine noch schwächere Neuheit als die D5600. Nikon hat es hier nämlich nicht nur versäumt, größere Neueuerungen zu implementieren – die Kamera ist teilweise sogar schlechter als ihre Vorgängerin:

  • Anschluss für ein externes Mikrofon fällt weg
  • Der integrierte Blitz ist etwa ein Drittel schwächer als bei der D3300
  • Automatische Sensorreinigung wurde gestrichen

Sowohl die Nikon D5600 als auch die Nikon D3400 sind also absolut enttäuschende Neuzugänge in der Nikon Familie. Natürlich müssen vor allem Einsteiger-Kameras nicht immer mit irgendwelchen bahnbrechenden Neuerungen daherkommen, im Gegenteil. Aber etwas mehr darf es dann doch sein.

Wo bleiben die Nikon DL Kameras?

Blättern wir im Kalender noch ein paar Monate zurück und schauen, was Nikon denn vor der D5600 und der D3400 vorgestellt hat. Wir landen im Februar 2016 und stoßen auf die drei Nikon DL Kameras. Hier hat Nikon eine neue Serie von Premium-Kompaktkameras eingeführt, die auf dem Papier durchaus einen guten Eindruck hinterlassen. Prinzipiell sind das also überzeugende Neuheiten.

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Mit der DL-Serie möchte Nikon im Bereich der High-End-Kompaktkameras mitmischen.

Doch leider gibt es auch heute, rund neun Monate nach der offiziellen Präsentation, keine Spur von den Nikon DL Kameras. Kein Händler hat sie im Angebot und Nikon hat die Einführung der Premium-Kompakten „auf unbestimmte Zeit verschoben“. Das hängt laut Nikon mit dem Erdbeben von Kumamoto zusammen, außerdem gibt es noch Probleme mit der Hardware, an denen die Ingenieure noch arbeiten müssen. Das berichten Chip.de und Nikonrumors. Neun Monate nach der offiziellen Präsentation sind die Kameras also noch nicht einmal fertig entwickelt? Bitter.

Guter Start ins Jahr 2016

Wenn man einen Blick auf den Januar 2016 wirft, dann findet man dort endlich neue Nikon Kameras, die zu begeistern wissen (und auch im Handel erhältlich sind). Die Rede ist von der Nikon D5 und der Nikon D500. Hier hat Nikon wirklich tolle Neuheiten vorgestellt und von der Nikon D500 bin ich persönlich immer noch hellauf begeistert. Was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass mich die Gerüchte zu dieser mysteriösen „Nikon D400“ hier auf Photografix von Anfang an begleitet haben und ich bis zur offiziellen Präsentation nicht damit gerechnet hatte, dass diese D400 bzw. D500 jemals erscheinen würde.

Blick auf Nikons aktuellen Halbjahresbericht

Nikon ist also gut ins Jahr 2016 gestartet, sehr gut sogar. Doch danach ging es deutlich bergab, was sich auch im aktuellen Halbjahresbericht wiederspiegelt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze im Bereich Imaging Products um 32 Prozent eingebrochen. Insgesamt sind die Umsätze um 14 Prozent auf 344 Milliarden Yen (das entspricht etwa 3 Milliarden Euro) gesunken. Gut sieht es lediglich im Bereich der Lithografie-Anlagen aus, dabei geht es um kleine und mittelgroße Displays, die beispielsweise für Smartphones gebraucht werden. Doch auch hier rechnet Nikon demnächst mit sinkenden Zahlen. Außerdem ist das ein Bereich, der Nikon vielleicht Geld bringt – doch das eigentliche Kerngeschäft, die Kamera-Branche, bringt er nicht voran.

nikon-halbjahresbericht-2016

Nikon bleibt also weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Gründe, die das Unternehmen für die schlechten Zahlen anführt, haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach gehört: starker Yen und Erbeben von Kumamoto. Außerdem natürlich die sinkenden Verkaufszahlen von günstigen Kompaktkameras.

Ja, das sind Probleme für Nikon. Doch es sind nicht die einzigen Probleme. Es sind die greifbaren, die oberflächlichen Probleme. Doch würde es ohne den starken Yen und ohne das Erdbeben jetzt viel besser aussehen für Nikon? Vermutlich nicht. Was das Unternehmen wirklich braucht, sind Ideen und Innovationen. Doch die fehlen aktuell weitestgehend.

So reagiert Nikon auf die aktuellen Probleme

Wie geht Nikon nun mit diesem schwachen Halbjahresbericht um? Versucht man die Kunden wieder mit neuen Produkten zu begeistern? Möglicherweise – falls ja, wissen wir aber noch nichts davon. Primär reagiert Nikon auf die Krise mit Einsparungen. Dafür legt das Unternehmen einen Restrukturierungsplan vor, in dem die Rede von Optimierungen in den Bereichen Herstellung und Marketing ist, außerdem soll der Fokus nicht mehr auf Umsatzwachstum, sondern auf Gewinnen und Renditen liegen.

Klingt alles ganz nett – auf gut deutsch heißt das einfach: Nikon schlägt einen Sparkurs ein. Und wenn man sich Neuheiten wie die Nikon D3400 und die Nikon D5600 anschaut, dann wird schnell klar, wie sich dieser Sparkurs auf neue Kameras auswirken kann.

Nikon streicht 1.000 Stellen – oder doch nicht?

Die Einsparungen sehen es wohl unter anderem vor, dass Nikon in Japan rund 1.000 Stellen streichen möchte. Das entspricht rund 10 Prozent der dortigen Belegschaft. Das hat vor einigen Wochen die stets gut informierte japanische Webseite Nikkei vermeldet. Nikon hat diese Meldung kurze Zeit später offiziell dementiert:

Although Nikon is constantly studying various management options including headcount rationalization for strengthening company’s profitability mainly of Semiconductor Lithography and Imaging Products Businesses, nothing has been decided at this time.

Man behält also alle Optionen im Blick, aber offiziell entschieden sei noch nichts.

Interessant. Denn nur wenige Stunden später taucht in einem offiziellen Nikon Dokument der folgende Abschnitt auf:

Based on the above initiatives to rationalize headcount, Nikon will be announcing a voluntary retirement program of approximately 1,000 employees.

Ein „voluntary retirement program“ also. Heißt auf Deutsch soviel wie ein „freiwilliges Rücktrittsprogramm“. Eine nette Formulierung, doch letztendlich bedeutet es genau das, was Nikon kurze Zeit zuvor noch dementiert hat – es werden 1.000 Arbeitsplätze gestrichen.

Schlechte Kommunikation, wenige Lichtblicke

Nikon hat in den letzten Jahren immer wieder schlechtes Kommunikationsverhalten, auch und vor allem den Kunden gegenüber, an den Tag gelegt. Darüber hatte ich mich bereits vor ein paar Jahren im Artikel „Der Fall Nikon(s)“ ausgelassen.

Ich weiß nicht ob Nikon hier bewusst lügt oder ob die interne Kommunikation einfach nicht stimmt. Doch für mich wirft diese kleine Geschichte ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Denn die Dementierung wird durch das „freiweillige Rücktrittsprogramm“ (in dem exakt 1.000 Menschen freiwillig zurücktreten werden) unglaubwürdig. Infolgedessen müssen auch andere Aussagen von Nikon angezweifelt werden. So hat das Unternehmen beispielsweise vor einigen Wochen dementiert, dass die Serie der Nikon 1 Kameras fallen gelassen wird. Das hatte kurze Zeit zuvor DPReview vermeldet. Stimmt das nun? Oder wird Nikon irgendwann doch still und heimlich die Produktion von neuen Nikon 1 Kameras einstellen, so wie man nun doch die 1.000 Arbeitsplätze streichen möchte?

Insgesamt passen die Nikon 1 Modelle nicht so richtig in das neue Konzept von Nikon, denn dieses neue Konzept lautet „mehr Gewinn“ – und mehr Gewinn erreicht man in erster Linie im teuren High-End-Bereich. Doch mit spiegellosen APS-C- oder gar Vollformatkameras sollte man von Nikon in den nächsten Monaten (und Jahren) eher nicht rechnen, das hat das Unternehmen selbst durchblicken lassen. Der spiegellose Bereich ist bei Nikon also so tot wie bei kaum einem anderen Hersteller. Dementsprechend fehlen den Kunden echte Lichtblicke, auch wenn man natürlich hoffen muss, dass Nikon im Jahr 2017 zum 100jährigen Jubiläum das eine oder andere Highlight vorstellen wird.

Im Jahr 2017 möchte Nikon Gerüchten zufolge eine Kamera im Stile der Nikon Df auf den Markt bringen
Im Jahr 2017 möchte Nikon Gerüchten zufolge eine Kamera im Stile der Nikon Df auf den Markt bringen.

Zusammenfassung & Fazit

Fassen wir zusammen: Nikons Neuheiten in den letzten Monaten (die D5600 und die D3400) sind im Vergleich zu ihren Vorgängern große Enttäuschungen. Nikon spart hier wo es nur geht, verzichtet zu großen Teilen auf Neuerungen und macht die Kameras teilweise sogar noch schlechter als ihre Vorgänger.

Bei den Nikon DL Kameras gibt es auch viele Monate nach der offiziellen Präsentation noch Probleme. Für eine verzögerte Verfügbarkeit wegen des Erdbebens von Kumamoto hätte sicherlich jeder Kunde Verständnis. Doch dass Nikon immer noch an den Kameras arbeitet, weil sie nicht ausgereift sind, etwas in Sachen Qualität nicht stimmt oder was auch immer –  das ist irgendwie beunruhigend.

Beunruhigend ist auch der aktuelle Halbjahresbericht. Nikon will auf die schweren Zeiten mit Einsparungen reagieren, Gewinne müssen optimiert werden, Arbeitsplätze werden gestrichen. Dadurch werden die nächsten Quartalsberichte vielleicht nicht ganz so übel aussehen – doch ein Weg aus der Krise ist das für Nikon nicht. Ganz im Gegenteil. Denn so wird es für Nikon noch schwerer, wirklich überzeugende und innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Und so würde es mich nicht wundern, wenn es in den nächsten Jahren für Nikon weiter bergab geht.

Vielleicht können die KeyMission Kameras für einen minimalen Aufschwung sorgen, doch das bezweifele ich ehrlich gesagt. Auch wenn ich es immer richtig und gut fand, dass Nikon versucht, sich neue Bereiche zu erschließen. Doch wenn man sieht, dass selbst GoPro – das Unternehmen, das in den letzten Jahren der ganz große Name im Bereich der Action-Kameras war – aktuell Probleme hat, da es inzwischen jede Menge gute und günstige Konkurrenz gibt und der Markt gesättigt ist, dann fällt es mir schwer daran zu glauben, dass Nikon sich hier wirklich etablieren und ein zusätzliches Standbein aufbauen kann.

Es sind also düstere Zeiten für Nikon und die dunklen Wolken werden sich vermutlich auch nicht so schnell verziehen.

Was ist eure Meinung? Wie sollte Nikon den Weg aus der Krise angehen?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

27 Kommentare

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  • Nikon sollte endlich mal einheitliche Serien rausbringen und nicht immer Features mal weg lassen und dann wieder hineinmogeln wie z.B. mal sind Anschlüsse für Mikrofon, Fernauslöser oder Blitzsyncro mal da und dann wieder nicht. Genau das gleiche trifft auf Funktionen zu mal sind se da und dann wieder weg… Da sind Mitbewerber echt zuverlässiger 😉

  • Sehr gute Analyse. Danke.
    Das was für Kameras beschrieben wurde trifft ja auch auf neue und teurere Objektive zu.
    Es bleibt die Frage offen, inwieweit weitere Investitionen in das System sinnvoll sind, oder ob ein Systemwechsel geplant werden sollte, solange es für die Nikonprodukte auf dem Gebrauchtmarkt noch Geld gibt.
    Diese Politik wird wirtschaftlich keine Früchte tragen.
    Zumindest habe ich das Gefühl – bedingt durch deren letzten Taten und Kommunikation – ,dass Nikon meint die Kunden für dumm verkaufen zu können.

    • Genau das habe ich getan, gewechselt. es tut weh,aber eine Erholung ist schnell erreicht. Zumal ich erstaunt bin, dass andere Anbieter tatsächlich die Besseren Produkte, auch von der Verarbeitungsqualität anbieten.

  • Was Innovation angeht steckt Nikon echt in der Steinzeit fest. Allerdings muss man schon sagen, dass Nikon mit den Kameras D810, D750, D500 und auch der D610 und der D7200 beliebte und sicherlich auch erfolgreiche Kameras im Sortiment hat. Ist nur die Frage, wie gut sich diese auch 2017 bei all der großartigen Konkurrenz noch verkaufen.
    Die DL Kameras wären sicherlich nicht zu verachten, wenn sie denn mal endlich auf den Markt kämen.

  • Tod gesagte leben länger..

    Pentax ist ein gutes Beispiel dafür. Jetzt haben die (bis auf Spiegellose) drei sehr gute, preiswerte Kameras im Sortiment, die K70, die K1 und die 645D.

    Nikon hatte über Jahrzehnte wirklich geniale Kameras produziert. Warum plötzlich der Faden gerissen ist kann ich von außen nicht beurteilen. Was mich aber immer schon gestört hat ist die Ignoranz von Nikon gegenüber der Kundschaft.

    Wie heute Kameras gebaut werden müssen haben Panasonic, Olympus, Fuji und Sony vorgemacht.

    Der nächste auf tönernen Füßen stehende Gigant ist Canon. Da ist es nicht ganz so schlimm weil Canon selbst Bildsensoren baut. Die sind zwar sehr spät aber immerhin noch rechtzeitig auf den Spiegellosen Zug aufgesprungen. Neuheiten werden in akzeptablem Zeiträumen vorgestellt und wichtig, auch ausgeliefert.

    Was für alle Hersteller gleichermaßen zutrifft ist die Abwanderung der Massenfotografie zum Mobiltelefon. Daraus folgt das kaum noch jemand haptische Bilder fertigen lässt wo man doch jedes Video/Bild sofort und einfach weltweit „teilen“ kann. Selbst auf Produktmessen liegen keine Prospekte aus. Auf jeder „Neuheit“ befindet sich ein QR-Code fürs Handy und das große gedruckte Messebild wurde durch einen Großbildschirm mit Bewegtbildern ersetzt. Da reicht ein 4k Video, wozu dieses Auflösungsrennen?

    Jetzt die Rendite mit überhöhten Preisen anpassen wird nicht funktionieren weil der Nachbar China bereits in den Startlöchern steht. Uns Fotografen kann das nur recht sein.

  • Bei dxomark.com wird der Sensor der brandneuen Nikon D3400 als der beste aller APS-C-Kameras gewertet. Also hat Nikon allein 2016 drei Top-DSLR in ihrem jeweiligen Segment herausgebracht. Da gab es in den vergangenen zehn, selbst „fetten“ Jahren einige, in denen Nikon weitaus weniger neue DSLR herausgebracht hat.

    Auch mehrere neue DSLR-Objektive brachte Nikon dieses Jahr heraus. So auch ein enorm aufwändig konstruiertes, vielseitig nutzbares Shift-Objektiv.

    Was fehlt, ist eher etwas für Technik-Freaks. Der Nutzen für Fotografen ist dabei eher unerheblich. Mit dem, was fehlt, ließen sich bei derzeitigem Technikstand aller Anbieter wohl kaum bessere Bilder machen. Maßstab für Bildqualität ist noch immer die Nikon D810 unter den Kameras bis Kleinbild-Vollformat. Solange die Mitbewerber das nicht mit sichtbar besserer Bildqualität überbieten, geht Nikon selbst hier den richtigen Weg.

    • Der Sensor ist aber von Sony und die überlegen ihre Sensoren nicht mehr an direkte Mitbewerber zu verkaufen…. Das macht die Lage nicht besser…

    • Ich denke, dass es ein Irrtum ist, mit den drei vermögenden Hanseln, die Geld haben für teure Kleimbildkameras und Objektive – und zudem noch Lust, das Zeugs durch die Gegend zu buckeln – die Verluste am Massenmarkt der bezahlbaren Kameras auszugleichen.

      Was mir bei Nikon fehlt sind Kameras mit
      – elektronischer Wasserwaage
      – Bildvorschau und
      – Histogrammvorschau
      – exaktes Fokussieren selbst in den Bildecken
      – Verringerung von Gewicht und Volumen
      – Bildstabilisatoren im Ultraweitwinkel
      – hochauflösende Zooms im APS-C UWW

      Beispielsweise fehlt bei der 7xxx-Reihe auch der Klappspiegel, der bei kleineren Stativen ein sehr bequemes Schauen von oben ermöglicht. Nichts destotrotz werden diese Kameras überteuert verkauft.

      Nikon hat immer noch nicht erkannt, dass die Masse der Fotografen eben nicht Portraitfotografen sind.
      Wenn dies eines Beweises bedarf, dann die Tatsache, dass die Smartphone-Kameras eine KB-äquivalente Brennweite zwischen 24 und 27mm aufweisen, also schon Ultraweitwinkel.

      Und der Abstand zwischen den Sensoren von Sony und Canon ist sicher nicht so bedeutend, wie das die Werbung herauszustellen versucht, mangels anderer gegenüber Canon besserer Merkmale.

      Canon ist Marktführer und wird es noch mindestens viele Jahre bleiben.
      Diese Firma hat sowohl im DSLR-Bereich als auch bei Spiegellosen die besten Angebote.

      Olympus ist sicher eine hochinteressante Marke. Die mFT- Sensoren können aber mit den APS-C-Sensoren (noch) nicht mithalten. Olympus halte ich derzeit nach Canon für die zukunftsfesteste Marke noch vor Panasonic.

      Panasonic – sehr innovativ. Manche – nicht alle oder die meisten – Objektive überzeugen mich aber beim Preis-Leistungsverhältnis nicht. Aus meiner Sicht zu teuer gemessen an der eher mittelmäßigen Qualität.

      Sony? Kameras können die, Objektive leider nicht.

      Nikon?
      Man weiß nicht, was die innerhalb der Firma vorhaben. Nach außen sieht es so aus, als hätten die ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung geschlossen.

      Fuji – na ja – ich habe die noch nicht gehabt. Bin aber von Testaufnahmen her nicht so richtig von deren Überlegenheit überzeugt. Sicher in etwa auf dem Stand von Canon aber doch ein technologisches Exotendasein mit dem X-Trans-Sensor, der beispielsweise nicht von DXO Optics Pro unterstützt wird. Das ist das Problem von Fuji, wenn die nicht mit DXO zusammenarbeiten.

      Pentax ? Das ist sicher in Ordnung aber mehr auch nicht. DSLM – Fehlanzeige.

      Und Leica, Hasselblad, Phase One und Co?
      Nehme ich persönlich nicht für Ernst. Die werden zusammen mit ihren alternden Kunden aussterben.

      • Interessanter Kommentar, aber eben mehr Wunsch als machbare Wirklichkeit.
        Der reale Gewichtsunterschied zwischen spiegelfrei und DSLR wird ja nur dann spürbar wenn man auf einen kleineren Sensor wie 1″, mFT oder Halbformat ausweicht.
        Die 250g die eine spiegelfreie VF leichter sein kann, müssen ja zusätzlich an Akkus mit geschleppt werden, die Objektive bleiben groß und schwer und legen her noch zu, da sie heute 100MP Auflösungen zufrieden stellen sollen.
        Also von durch die Gegend buckeln kann keine Rede sein. Wenn ich eine EOS 80D ode rNikon D7200 oder eben eine Eos 6D oder D750 mitnehme, dann sind die Kameras 2 cm dicker und kaum schwerer und die Profi-Kameras 5D, 810D, K1 leisten aber im Grenzbereich nicht selten immer noch mehr als jede Elektrofalle.
        Bei Nikon fehlt?
        – elektronische Wasserwaage – da nimmt man eine optische im Blitzschuh
        – die Fälle, in denen man exakt in den Bildecken fokussieren muß, kann ich getrost vernachlässigen oder umgehen – das ist keine Notwendigkeit
        – Bildstabi im UWW? Es sollte bekannt sein, dass jeder Bildstabi im Normalen Brennweitenbereich am besten wirkt und sowohl im WW, UWW, Tele und Nahbereich an Wirkung verliert und auch nur selten ein Stativ ersetzen kann und außerdem kann er nur den Fotografen ruhig stellen und nicht das Motiv.
        – hochauflösende Zooms im UWW?
        Dazu ist es gut zu wissen, dass bisher alle UWW-Zooms mit großen optischen Kompromissen zu kämpfen haben und eigentlich nur zwei zufriedenstellend sein können: Canon 11-24 mm und Nikon 14-24 mm. Im extremen WW Bereich ist eine Festbrennweite fast unentbehrlich und ein Zoomen auch nur selten zwingend erforderlich. Fuji hat ein sehr gutes 14 mm! Für mich geht es im UWW Bereich um Auflösung und daher würde ich immer das größtmögliche Sensorformat vorziehen, also GF, MF oder zumindest VF – alles andere kann auf Dauer kaum zufrieden stellen.

        Die Masse der fotografierten Motive sind und waren immer: Menschen.
        Danach dann Landschaften.
        Und Smartphones haben mitnichten UWW-Brennweiten, sondern ein klassisches 35iger (umgerechnet auf KB) oder 28iger.
        Was ja immer zu diesen nervigen Gesichtern führt, total verzeichnet und verdrückt – deshalb brauchen Smartphones so dringend ein echtes (kein Bildausschnitt!) Zoom von vergleichbar 35-90 mm!
        Davon sind sie noch weit entfernt – aber die Masse der Menschen kapiert das ja gar nicht.
        Jede Digiknipse für 100 € macht bessere Menschenbilder als irgendein schweineteures Smartphone.

        Das Problem für Canon und Nikon und Pentax sind nicht die spiegelfreien Kameras – sondern die Objektive dafür! Wie man ja auch deutlich bei Sony sehen kann, die bei null anfangen müssen und dann teure Monsterobjektive für kleine Kameras anbieten.
        Also neue Kameras von Nikon zu fordern, ist der falsche Denkansatz.Die Frage ist, wie lassen sich welche sehr guten Nikkore sinnvoll an einem spiegelfreien System integrieren?
        Canon hat es jetzt an der M5 geschafft, EOS-Objektive praktisch ohne AF-Verluste einsetzen zu können, also man ergänzt sein System mit der M5 und ist weiter als es Sony mit der 6000 je sein wird.
        Und warum soll nicht irgendwann eine Canon S1 erscheinen, mit Vollformat-Sensor?
        Nur müssen dann alle EOS-Objektive optimiert sein. Gleiches gilt für Nikon.
        Und die PF und DO-Objektive zeigen, wie man sogar Olympus und Panasonic-Kameras sehr schnell groß und schwer aussehen lassen kann – das entscheidende sind die Objektive!

        Nikon hat seine Entwicklungsabteilung geschlossen?
        Einfach mal mit der V3, der D500, der D5 fotografieren – dann wird der Gedankenfehler schnell klar.

        Totgesagte leben länger. Nikon hat Probleme mit dem kleinen Bajonett, schon sehr lange und jetzt ist es fast zu spät um das zu tun was Canon und Minolta in den 80igern richtig erkannt haben – das EOS-Bajonett ist bis heute die bei weitem beste und problemloseste Verbindung zwischen Kamera und Objektiv, groß genug für alle Sensoren und voll elektronisch.
        Nikon arbeitet mit Hochdruck an besseren Objektiven und überholt auch endlich mal Canon mit 2.8/70-200 mm, den Super-Teles, dem 300 mm PF und anderen Neurechnungen.
        Wenn ich mit dem vergleiche was Sony und Olympus und Co da auf den Markt bringen und selbst hochgelobte Sigma-Objektive überzeugen nur selten so gut wie die neuesten Nikkor-Objektive.
        Nikon wird auch 2017 wieder liefern und neue Lösungen anbieten.

  • Ich muss ehrlich sagen, dass ich heutzutage wohl eher mit Fujifilm- oder Sony-DSLM-Kameras in die ernsthafte Fotografie einsteigen würde als mit Nikon DSLR-Kameras. Nur der Umstand, dass ich bereits eine komplette Nikon-Ausrüstung mein Eigen nenne, verhindert dies.
    Nikon wird wohl die nächsten 10 Jahre als Kamerahersteller nicht überleben.

  • Dass Nikon seinen Gewinn steigern will, ist wohl auch der Grund für die Überzogenen Preise bei Neuerscheinungen. Das neue 24-70 mit VR oder 70-200 mit Funktionstasten liegen preislich sehr deutlich über den Vorgängern wenn man die UVPs vergleicht. Die neuen Features rechtfertigen aus meiner Sicht nicht den geforderten Preisaufschlag.

    Seit der D700 hat Nikon auch gelernt, sich nicht mehr selbst zu kanibalisieren. Ich hatte immer auf eine D800 mit dem Chip der D4 gehofft.
    Die D750 ist für die D700 kein Ersatz, hat sie doch nur ein Consumergehäuse bekommen, damit auch schön der Abstand zur D800 gewahrt bleibt.

    Die D500 ist eine mehr als würdige Nachfolgerin der D300 und seit Jahren mal wieder ein richtiger Ansatz von Nikon. Und der Strassenpreis pendelt sich bei der D500 auch noch auf ein realistisches Niveau ein.

    Jetzt noch eine D900 mit dem Chip der D5 rausbringen und wir Kunden sind glücklich.

    Aber dafür hat Nikon jetzt „endlich“ einen Blitz mit Funkempfänger rausgebracht… nachdem wir uns inzwischen alle günstig mit TTL-Funkempfängern aus China ausgestattet haben.

    Die inflationären „Neuerscheinungen“ bei der 3000er und 5000er Reihe finde ich nur noch albern und wer braucht teure Action-Cams von Nikon, wenn es vom Platzhirsch GoPro ständig Sonderangebote gibt. Die Entwicklungskosten hätte Nikon sich sparen und dafür eine spiegellose DSL entwickeln sollen.

    • denken kann man auch:
      Nikon entwickelt und produziert nicht für Deutsche alleine, sondern für alle Märkte weltweit, was wir langweilig finden ist anderswo vielleicht gefragt
      – um Preisverfall aufzuhalten, kommen in kurzer Abfolge scheinbar neue Kameras, bei denen aber tatsächlich nicht viel geändert wurde

      richtig seltsam finde ich, das Nikon auf der Photokina weder D3400, noch D5600, noch 2.8/70-200 mm gezeigt oder auch nur erwähnt hat

      Nikon hat den großen Fehler begangen, sich von Sony abhängig zu machen, selbst wenn die Canon-Sensoren etwas weniger Dynamik und etwas mehr Bildrauschen zeigen, Canon verdient Geld mit seinen Sensoren, Nikon muss sie kaufen.

      Sony taugt zwar aus meiner Sicht für meine Fotografie gar nichts und hat für mich kaum ein richtig überlegenes, oder auch nur gleich gutes Objektiv – aber viele sehen das anders und spielen gerne mit Sony und Sony ist aggressiv und extrem teuer am Markt

      Nikon hätte wirklich die Technik bei Samsung kaufen sollen – denn die waren ihrer Zeit voraus

      Nikon braucht 2017 keine DF-Oldie-Sammler-Kamera sondern
      eine D820 (D900) mit überzeugend neuem Sensor im 50MP Bereich
      Nikon braucht ein neues 2.8/300 mm
      Nikon braucht mehr PF-Objektive in Leichtbauweise – denn daneben wirken Sony-Olympus-Zeiss-Objektive noch überflüssiger und peinlicher. (Beispiel Nikon PF 4/300 mm gegen Olympus 4/300 mm)
      Nikon sollte an der Serie 1 festhalten, denn die ist innovativ und schnell – nur bisher zu teuer

    • Hallo Frank,
      Schade, was man über Nikon hört. Es stimmt jedoch, die Aufpreise der neuen Obj. sind zum staunen.
      Ich stimme Ihnen zwar zu, jedoch hat Nikon einen sehr hohen Level erreich!!. Ich habe gerade die D500 erworben, nach ca 8 Jahren D300, die immer noch gut ist. Die Frage ist doch bei den Fotografen, wie hoch drucken sie aus?
      Ich bin mit der D300 bis 40×60 sehr zufrieden und das mit 12 MP. 50×75 kommt auf Licht und Hand an.
      Jetzt probiere ich bis 90×60 in scharf !! mit D500. Das in Pilzen, Landschaft und scheues Rotwild. Ich stelle nun auch fest, dass das 70-300VR und sogar das oft belächelte 18-200VR noch deutlich an der D500 zulegen konnte !!
      Das hatte ich nicht erwartet. Ich habe ebenso wie andere hier ein breites Linsensortiment und werde nicht wechseln, weil andere jetzt in 50 mP machen. Das wäre manchmal zwar verlockend, jedoch aufgrund der Linsen nicht wirklich hilfreich.
      Es könnte jedoch noch mal eine D810 dazukommen. Ich weiß zwar heute noch nicht, auf welche Wände ich dann noch anbringen kann, mal sehen, wie weit es die D500 bringt. In Punkto Verarbeitung sind D300/D500/D4/D5 niemals ein Wechselgrund. Da verstehe ich hier die Kommentare der anderen wirklich nicht.
      Mittelformat im Studio auf D810, ok das leuchtet ein, jedoch ist das nicht mein Ding. Ich bin und bleibe ein Hobbymann. Das trifft ja auch auf die Masse zu. Deshalb zur neuen Sony A9 oder warten auf die D850. ich bleibe gespannt, da lt Gerüchten zufolge Nikon wohl in 2017 liefern muß!!!

      Gruß an alle

  • In die hier erhoben Kritiken an Nikon möchte ich auch einstimmen: und zwar ist die allgemeine Kritik an der letzten Änderung am Nikon-Bajonett kaum zu hören/lesen gewesen. Hiermit meine ich die neuen Objektive mit dem E hinter der Lichtstärkenangabe. Laut Nikon und anderen Publizisten sollen Kameras ab 2007 kompatibel sein. Aber ich habe meine Nikon D90 erst 2010 gekauft, trotzdem fällt sie durch das neue Aussortierraster und ist dadurch noch weniger wert.
    Die neuen Preisaufrufe von Nikon sind zwar hoch, aber das aufwendige Innenleben der Reflexen ist erheblich aufwendiger als bei den spiegellosen Kameras. So müsste eine D500 eher 3000€ kosten, wenn die Spitzen-Kameras (nur Geh.) von Olympus, Panasonic u. Fujifilm 2000€ kosten.
    Zudem habe ich bisher von Nikon und Canon noch nicht von einem Objektiv-Update gehört. Jedoch bei der spiegellosen Konkurrenz kommt das jetzt laufend vor, wobei dann ältere Objektive auch schon wieder hinten runterfallen.

  • Ich hab so das Gefühl, der ganze Kameramarkt dreht sich gerade um. Die Riesen Nikon & Canon scheinen an Bedeutung zu verlieren, während Sony & ? an Bedeutung gewinnt.
    Gespannt bin ich, wie das noch in Zukunft weitergeht. Hoffentlich schafft es Canon und auch Nikon wieder auf einen grüneren Zweig, es wäre schade, wenn die beiden wegfallen würden.

  • Was dreht sich gerade um? Der Kameramarkt? Kann nicht sein. Der Absatz geht generell gerade stärker zurück. Es werden kaum noch Kompaktkameras nachgefragt, da die meisten Menschen das Smartphone vorziehen. Was soll hier eine spiegellose Canon oder Nikon retten wenn die Verbraucher kaum Interesse an dezidierten Kameras und Objektiven haben? Die Preise sind überall angehoben worden, eine FUJI X-T2, Olympus OM-D kostet genauso viel wie eine Nikon D500 – eine Canon 5D Mark IV das doppelte einer derzeitigen Nikon D810. Die Objektive von Sigma und Co. werden teurer – also damit versuchen alle Hersteller den Abwärtstrend entgegenzuwirken.

  • Ich bedanke mich ebenfalls für diese definitiv plausible und sehr sehr gute Analyse.

    Ein guter Weg aus der Krise für Nikon wäre die Herstellung von besseren Objektiven und Kameras. Also die Produkte sind ja nach wie vor meiner Meinung nach nicht allzu schlecht, aber für den Preis kann und darf man sich einfach mehr erwarten.

  • Nikon DL -Vertrauen ist nicht mehr da . Wenn Sie ang. Ende Januar kommt muß man ein paar Monate abwarten ob alle Funktioniert.
    Dann fehlt ein eingebauter EVF .Bilder im Raum mit I-Phone –
    Hochauflösendes Display tolle Bilder und das komplett mit allem Telefon usw .

    Eine Kompaktkamera wie die DL-Serie oder GX7 II ist ohne Sucher für uns Rentner nicht zumutbar .
    Am Morgen um 7 Uhr eine Blende von ca. 1,8 -ist noch im dunkeln in Ordnung .Aber dann Tagsüber
    —– Sonnenschein—– kein EVL ( was ist denn mit Epson 4 M SGA Sensor sollte im Dez 2015 in Massenproduktion gehen z.B. Leica SL. Die neue DL mit dem EVL würde ich mir noch kaufen.Es geht nicht immer Billiger sondern immer besser.
    Die Video – Sache 4 k 8 k usw ist nicht das was wir wollen ,da gibt es günstige Videokameras die das alle können
    und vieles mehr.
    Immer wieder neue Kameras für 7000-10000 € (Spiegelreflex) was bringt das .

    Wir wünschen uns eine Kompaktkamera – benutzbar für unterwegs (Hochauflösender EVL) ,sollte noch in die Jackentasche passen ,kleine Blende mid. 1,8 -2,8 ,und eine Bereich von 18- 100mm. Wasserdicht sollte Sie auch noch sein.
    Mit einer solchen Kamera hätte auch Nikon wieder eine Möglichkeit aus dem Tief herauszukommen.

    Wir würden gerne dafür mehr Geld auf den Tisch legen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Axel Fischer und die anderen Rentner.
    Wenn Nikon oder sonstige

  • Nikon hat dieses Jahr zwei tolle Kameras herausgebracht (D5 / D500). Das diese mittlerweile eher im Ausland auf anderen Messen vorgestellt werden ist zwar schade, zeigt aber eher, dass die Photokina nicht mehr die „Leit-Messe“ ist wie früher. Ich selbst warte und hoffe auf eine D850, die das Autofokussystem der D500 in ein bezahlbares Vollformat bringt. Und ja, ich war auch enttäuscht, dass dieses nicht auf der Photokina gezeigt wurde.
    Aber sind unsere Erwartungen hier nicht einfach zu hoch? Das wären drei hochpreisige neue Kameras in nur 8 Monaten… Und am liebsten wollen wir dann im kommenden Jahr noch mehr neue Modelle und Innovationen haben.

    Ich denke wir sollten da mal auf dem Teppich bleiben.

    Und wer die Fuji XT2 so hoch lobt, hätte auf der Photokina mal die Kamera auf die Decke richten sollen. Die Scheinwerfer dort haben auf dem Monitor und dem elektorinischen Sucher ein Flackern und Flimmern erzeugt, dass selbst die Mitarbeiter nicht erklären konnten, wie dass denn möglich ist (wir haben das dort mit vier Kameras ausprobiert!) Da ist also auch nicht alles Gold was glänzt.

    Das Nikon besser werden muß um den sich wandelnden Märkten anzupassen sehe ich auch so. Das hierzu auch die Anpassung der Mitarbeiterkapazitäten gehört ist leider traurige Wahrheit und es wäre falsch wenn sie das nicht tun würden. Ob sich daraus aber ein „allgemeiner“ Vertrauensverlust ableiten läßt weiß ich nicht wirklich. Das halte ich für ziemlich naiv.

    • Sony sollte aufgeben – kleine Flutschikameras mit riesigen lahmen Objektiven, die den Preis nie wert sind.

      Nikon hat zu lange an seinem kleinen Bajonett fest gehalten und hat die Leute mit der 1 versucht abzukochen, aber sonst machen die vieles richtig. Bessere Objektive, die beste Kamera D500, das beste Blitzsystem, die leichtesten Teles etc.

  • Das ist das Problem, wenn man versucht von Jahr zu Jahr immer weiter zu wachsen. Das funktioniert so einfach nicht. Vielleicht ist es auch genau das, was der Foto und Kameramarkt braucht. Vielleicht muss er sich einfach wieder gesund schrumpfen. Wir wollen immer alles Neue an Technologie für möglichst wenig Geld. Vielleicht ist es aber auch besser, wenn der Kameramarkt eben nicht mehr für jeden Hinz und Kunz zugänglich ist. Vielleicht haben sich die Menschen an der Bilderflut auch einfach schon so satt gesehen, dass sie einfach keinen Bock mehr drauf haben und in Folge dessen auch nicht an „echten“ Kameras. Vielleicht können sich dann wieder Photographen mit wirklichem Interesse an der Photgraphie diesem Medium widmen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Fakt ist, dass man diesen Markt mit all diesen Produkten kaum noch überschauen kann. Firmen wie Canon und Nikon müssen einerseits die Kunden bedienen, die sie schon seit Jahrzehnten haben und andererseits neue Bewerben. In Anbetracht der consumerfreundlichen Produkte und Schwemme in diversen Unterhaltungsmedien von Samsung, Sony, usw., ist es für einen gedrillten Consumer nur logisch, wenn er zu einer Marke greift, von der er schon ein Smartphone, eine Spielekonsole, einen Fernseher usw. hat. So funktioniert das Marketing von Apple. So funktioniert Kundenbindung. Da haben es Traditionsfirmen schwer und müssen sich wohl auf das besinnen, was sie groß gemacht hat. Eine Niesche zu bedienen, mit Kunden, die beruflich, oder aus sehr starkem persönlichen Interesse zu Produkten greifen, die jenseits der 300€ liegen. Aber wie soll das gehen, wenn alle immer gleich ALLES wollen. Bekommen sie es nicht…naja dann geht man halt zu Sony…Blabla. Eine Firma, die sich weitestgehend treu geblieben ist (auch wenn ich sie nicht mag) ist Leica. Und Leica macht das Würstchen. Die haben ihre „Fanbase“, ihre loyalen Kunden. Ich bin etwas vom Thema abgekommen, wobei ich schon glaube, dass man solche Punkte auch bedenken sollte. Es sind so meine Gedanken. Moralisieren können Andere. Denn es wäre naiv zu glaube, dass sich der großteil der Menschen mit was anderem beschäftigen als mit sich selbst und dem eigenen Vorteil, in jeder Hinsicht. Schreibfehler können behalten werden.

  • Ich kann dem Autor nur zustimmen. Der Service von Nikon Düsseldorf ist unterirdisch. Ich habe meine D810 verschmutzer zurückbekommen, Staub im Okular, als ich sie hingeben habe. Die Belederung wurde erneuert. Zuhause habe ich festgestellt, dass sie gar nicht festgeklebt worden ist.
    In den jpg Bildern (mit Nikon Objektiven fotografiert, bei Sigma und Zeiss nicht), knickt der ganz äussere rechte Rand des Bildes ab. Das scheint wohl noch keiner bemerkt zu haben. Selbst eine Nachfrage in Japan konnte das Problem nicht lösen. Es dürfte auch jetzt noch bestehen. Das kann jeder einmal nachvollziehen.
    Bei einigen Damen am Empfang, hat man das Gefühl, man sei ein Bittsteller. Entsprechend unfreundlich wird man auch behandelt. Auf die Anliegen wird nicht eingegangen…
    Traurig. Ich bin ernsthaft am überlegen, den Hersteller zu wechseln. Demnächst leihe ich mir eine XT2 aus und sammele Erfahrungen. Wer sich für den Fehler der 810 interessiert kann mich gerne anmailen.
    Grüße Bodo

  • Wollte eigentlich nur lesen . Interessante Meinungen und Sichtweisen !
    Nikon wurde für Amateure interessant weil der Marke Nikon die Profies vertrauten .
    Nikon baut Arbeitstiere ! Seit der F5 kann ich das im einstelligen Bereich unterschreiben.
    Und dieser Ruf erst gab den Amateuren vertrauen ins Produkt .
    Heute vertraut man seinem Handy , weil außer die App zu öffnen , muss man nichts können ….
    Was mir wenig Freude macht , war zulesen was über Nikon Düsseldorf gesagt wurde !
    Ich nehme jährlich 4h hin und 4h zurück in kauf , weil ich den Menschen dort vertraue! Och werde als Kunde nicht als Bittsteller behandelt . Nach vorheriger Absprache und schwere des Problems kann ich sie am selben Tag wieder mitnehmen !
    Es gibt jene die fotografieren mit der schlechtesten Kamer geniale Bilder , vielleicht weil sie genau das nicht wissen . Und es gibt jene die testen objektive und Kameras ein lebenslang und bekommen keine herforragende Bilder hin . Warum , weil sie die Mängel der Technik gegen das Bild stellen ….

    • Das was mir am meisten Sorgen macht ist das sich Nikon vom Konkurrenten abhängig macht.
      Warum klopfen die nicht mal z.B. bei Dalsa uder Samsung an um eine alternative für Sony Sensoren zu haben.
      PHASE ONE benutzt einen DALSA Sensor. Kann ja dann auch nicht so schlecht sein.
      Vielleicht hat man sich diesbezüglich ja auch schon bemüht. Nikon kann ja nicht so dumm sein.
      Und das die Kameras bauen können, habe sie ja mit der D5 und der D500 bewiesen.
      Leider hat Nikon sich bei der D750 einige Kunden vergrault. Aber auch die D750 ist eine gute Kamera.
      Ich denke Nikon hat schon sehr viel Know How aber sie sollten es mal an den richtigen stellen einsetzen.
      Das Argument, dass spiegellose Kameras zu langsam beim Autofokus seien, kann man auch fast nicht mehr hören.
      Und ein Verschleißteil weniger in der Kamera wäre doch OK.
      Wegen des Gewichtes eine DSRL braucht Nikon eine Spiegellose meiner Meinung nach nicht.
      Bei einem 200 oder 300 oder 600 Teleobjektiv spielen 200 Gramm auch keine Rolle mehr!
      Und auch Qualitativ hochwertige Weitwinkel Zooms haben ihr Gewicht.
      Ich drücke Nikon und deren Mitarbeiter die Daumen. Es wäre zu schade wenn die aufgeben müssten!