Marktgeschehen

80 Jahre Photo Presse: Ein Jubiläum im Zeichen der Fotografie

Seit acht Jahrzehnten begleitet Photo Presse die Entwicklung der Fotografie. Zum Jubiläum wurden Persönlichkeiten geehrt, die mit ihrem Wirken die Fotokultur nachhaltig geprägt haben und euch bis heute inspirieren.

Das traditionsreichste Fotofachmagazin in Deutschland, Photo Presse, beging mit einer Gala und der Verleihung der Hall of Fame Awards sein 80-jähriges Jubiläum in München. Von seiner Gründung im Dezember 1945 bis in die Gegenwart hat das Magazin die Entwicklung der Fotografie vom analogen Zeitalter bis zum digitalen Umbruch und schließlich zur heutigen bildorientierten Gesellschaft begleitet und Trends interpretiert. Dabei hat Photo Presse über die Jahre nicht nur der Technik und wirtschaftlichen Entwicklung den Vorzug gegeben, sondern insbesondere der Frage, was Fotografie in der kulturellen Gesellschaft überhaupt bedeutet.

Die Hall of Fame als Würdigung prägender Persönlichkeiten

Die Photo Presse Hall of Fame würdigt Persönlichkeiten, die die Fotografie in besonderer Weise geprägt haben, über Technik hinaus und über den Erfolg. Die Auswahl der Gewinner für 2026 wurde anhand objektiver Kriterien wie Nachhaltigkeit, Innovationskraft, unternehmerischem Mut und kreativer Exzellenz vorgenommen, aber auch bewusst subjektiv und aus der Sicht der Photo-Presse-Redaktion. Das Ziel der Hall of Fame sei es, Menschen sichtbar zu machen, die die Fotografie durch Haltung, Mut und eigene Wege weiterentwickelt haben.

Bild: Andreas Juranits

Zu den Ausgezeichneten gehören Fachjournalisten, Fotografen, Verleger, Förderer und Akteure aus Technik und Handel. Unter anderem wurden Thomas Blömer für unabhängigen und meinungsstarken Fachjournalismus und Esther Haase für ihre einzigartige Bildsprache ausgezeichnet. Ebenfalls in die Hall of Fame aufgenommen wurden Silvia und Lois Lammerhuber, die mit ihrem publizistischen Engagement Fotografie als kulturelle Kraft sichtbar machen, und andere Persönlichkeiten, die in ihren Bereichen Maßstäbe gesetzt haben.  

Die Preisverleihung wurde im Seehaus im Englischen Garten in München im Rahmen eines festlichen Abends durchgeführt, an dem sich Vertreine der Medien, der Industrie und der Kultur trafen. Für Photo Presse bedeutet das 80-jährige Jubiläum nicht nur einen Grund zur Rückschau, sondern auch ein Bekenntnis zur Zukunft der Fotografie und zu den Menschen, die sie ermöglichen.

Wer von euch kennt und liest das Magazin? Lest ihr in der heutigen Zeit überhaupt noch gedruckte Fotomagazine, oder reichen euch Online-Magazine aus?

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Georg

Das Magazin selber ist mir nicht bekannt. Es gibt für mich interessante Publikationen und gerade in monochrome erhalte ich die gedruckte Version.

Alfred Proksch

Schon sehr lange ist es her das „Fotozeitschriften“ z.B. Handtests veröffentlicht haben. Es gab Veröffentlichungen für den beruflichen Fotografen wo Bild wichtiges Studio-Equipment vorgestellt wurde. Das ist geschmolzener Schnee von gestern! Wichtige Vereinigungen der Bild verarbeitenden Industrie haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Spätestens als die Foto-Messen abgesagt wurden war klar das die Zukunft anders aussehen wird. Nicht einmal Kameras werden heute benötigt um realistische Bilder/Videos zu generieren!

Wozu braucht es noch gedruckte Erzeugnisse schriftlicher Art? Wenn ich mich zu einem beruflichen Thema informieren möchte nutze ich mit wachsender Begeisterung „KI Suchmaschinen“!

Frank

Gedruckte Fotomagazine kaufe ich nur noch als Sonderhefte, die für mich interessante Themen abhandeln. Dann aber Hefte der örtlichen Presse (Frankreich). Mein letzter Kauf war ein Magazin von “Compétence Photo” im Frühjahr 2025, also fast schon ein Jahr her. Die gedruckten Hefte haben in meinen Augen den unschlagbaren Vorteil, daß man sie auch offline lesen kann. Als Nachschlagewerk ideal.

Wenn ich Fotos mit meinem Bildbearbeitungsprogramm bearbeite, dann verbringe ich schon genügend Zeit am Bildschirm. Da muß ich nicht auch noch Magazine am Bildschirm lesen.

Geht mir übrigens bei der Erklärung von Bildbearbeitungsprogrammen genauso. Ein Blick in den Wälzer vom Rheinwerk Verlag, und ich weiß genau, was ich zu tun habe. Mir im Internet das Video zu laden, welches die Vorgehensweise erklärt, und dann auch noch den richtigen Moment darin zu finden ist zeitaufwändig.

Jürgen K.

Das Magazin kenne ich nicht, aber ich lese das DigitalPHOTO-Magazin.
Das reicht, und die sind einigermaßen neutral den Herstellern gegenüber.
Der Hauptgrund, warum ich die andern Magazine entsorgt habe.

Alfred Proksch

Gestern hatte ich zufällig im Kaffee Einblick in ein seltsames „Fotografie-Verhalten“ beobachtet. Beteiligt an der Sache war ein Smartphone plus eine Panasonic FZ82D. Der junge Mann hatte mit der Bridge-Kamera fleißig fotografiert, jetzt saß er gemütlich Cappuccino trinkend in der Eisdiele und teilte via Smartphone die Fotos mit seinen Mobilkontakten. Auf meine Frage warum er nicht gleich das Smartphone benutzt kam die Antwort „Supertele“ und das er bei gleißendem Licht lieber in den Sucher der Kamera sieht. Außerdem könne er mit 30 Bildern pro Sekunde die Eis Kunstlauffiguren seiner Freundin bestens festhalten um später das optimale Bild auszuwählen. Auf die Frage warum er das nicht mit einer „Ausrüstung“ macht kam die Antwort. Zu groß zu schwer zu aufwändig und viel zu teuer. Unterwegs besuche ich vor den geschäftlichen Flügen gerne die internationalen Zeitschriftenläden um mich mit „Foto Lektüre“ zu versorgen. Viel Auswahl ist da auch nicht vorhanden. Smartphone plus Computer/Spiele Publikationen fluten neben der „Yellow Press“ die Regale. Regional gesehen füllen gefühlt ein Drittel der Regal-Flächen die Fernsehzeitschriften ein weiteres Drittel Yellow Press, das restliche Drittel müssen sich alle anderen Interessengebiete aufteilen. Maximal fünf Fotozeitschriften auf 30cm Regal. Das war es dann auch schon. Zwei davon würde ich als Firmenwerbebroschüren… Weiterlesen »

Peter Braczko

Im deutschsprachigen Raum sind wir im Bereich der Fotozeitschriften immer noch sehr gut aufgestellt. Ich erlaube mir einmal, das aufzuzählen: Naturfoto, Photo News, ct-Fotografie, PHOTO PRESSE, Schwarzweiss, Naturblick, Leica-Fotografie, Art Mapp, Digital-Photo, DOCMA, d-pixx, Fotopraxis, Fotoforum, CHIP-Foto Video und PROFI-FOTO. 15 Fotozeitschriften, das ist doch beachtlich! Bitte um weitere Ergänzungen?!

Heiko

Mal sollte dieses Blatt nicht mit einer “normalen” Fotozeitschrift gleichstellen. Die PHOTO PRESSE ist ein Organ für das “berufliche Bildermachen”. Alles für Handel, Fotoschaffen, Bilderproduktion.
Ich bin vor 40 Jahren, als Fotoamateur, auf dieses Blatt wegen der damals sehr wichtigen GebrauchTangebote gestossen. Das hat sich heute erledigt, aber für Fotointeressierte ist die Zeitschrift immer noch wie eine Nachrichtenbörse – natürlich nicht so schnell wie das Internet, abe ohne den begleitenden Unsinn.

Alfred Proksch

Heiko genau so war es. Die Betonung liegt auf WAR.

Welche Content Creatoren, Influencer oder welche „Promt-Künstler“ interessieren sich für handwerkliche Fotografie?

Im Netz tummeln sich jede Menge selbst ernannter „Spezialisten“ – egal aus welchen Berufsgruppen. Wie nähe ich einen Hemdknopf an? Selbst für das kochen von Wasser gibt es ein passendes Video! Schade das man den Verlagen sowie den fotografischen Institutionen beim sterben zusehen muss.

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