Sigma-Chef Kazuto Yamaki gibt in einer Kurzdoku persönliche Einblicke. Er spricht offen über den Druck, die Firma seines Vaters zu übernehmen.
Anlässlich des 65-jährigen Firmenjubiliäums rührt Sigma weiter die Werbetrommel – wie ich aber finde, auf eine sehr sympathische Art und Weise. In einem gut siebenminütigen Video mit dem Titel “beyond Sigma” vom YouTube-Kanal Crope spricht der Firmenchef über sich selbst, seine Belegschaft und seinen Vater.
Yamaki wollte die Firma nie übernehmen
Sein Vater habe ihn schon als Kind gedrängt, das Geschäft zu übernehmen, erzählt Yamaki. Das habe ihn unter Druck gesetzt, weil er sich die Nachfolge nicht zugetraut habe. “Ich hatte keine andere Wahl, als für Sigma zu arbeiten, weil mein Vater mir nie erlaubt hat, etwas anderes zu machen.” Weil Yamaki etwas andere Vorstellungen vom Geschäft hatte, kam es zu Konflikten. Mit etwa 30 Jahren habe er sich auf den Gründungsgedanken besonnen. Gewinn sei für ein Unternehmen zwar wichtig, stehe aber nicht an erster Stelle.
“Ich bin kein besonders talentierter, charismatischer Manager”, sagt Yamaki. Er sei deshalb auf die Unterstützung der Belegschaft angewiesen, die er als eine Art Familie bezeichnet. Das Arbeitsumfeld soll für alle angenehm sein. Am Hauptstandort sind mehr als 70 Prozent der Angestellten Ingenieure, und Yamaki hofft, dass das Gebäude sie anregt, neben Technik auch über Kunst, Kultur und Ästhetik nachzudenken. Neue Verpackungen sollen der Kundschaft zeigen, wie viel Arbeit in den Produkten steckt.
Bislang habe Sigma vor allem von der Technik aus gedacht, sagt Yamaki. Die Kundschaft brauche womöglich gar keine Kameras und Objektive mit maximaler Leistung, sondern Produkte, die zu ihrem Leben passen. Mit der BF erreicht der Hersteller nach Yamakis Angaben bereits neue Kundschaft außerhalb der klassischen Fotoszene.
Sigma-Event am 24. Oktober
Sigma wird im Oktober wohl noch mindestens ein weiteres Objektiv vorstellen, jetzt sind nämlich Einladungen für den 24. diesen Monat herausgegangen. Brennweite und Lichtstärke sind noch nicht offiziell bestätigt.
Infrage käme das extrem lichtstarke 65mm, das Sigma bei der Vorstellung des 85mm f/1.2 DG Art und des 20-60mm f/2.8-4 DG Contemporary Anfang September noch ausgelassen hatte.
via: Sonyalpharumors


Sigma fängt auf jeden Fall an, neu zu denken und wirklich spannende, eigenständige Produkte zu entwickeln, statt nur eigene Varianten bereits existierender Produkte auf den Markt zu bringen.
Das 20–200 ist für Fans von Reisezooms m. E. wirklich eine Sensation, und das 20–60 F2.8–4 ist seit gestern in meinen Händen. Größe und Gewicht sind wirklich überzeugend – ungefähr auf dem Niveau der Viltrox-EVO-Festbrennweiten. Die Bildqualität konnte ich noch nicht testen, aber bisher ist es für mich ein „perfect match“ an meiner A7C II.