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Lightroom CC im Test: Das Problem mit Adobes Cloud-Paket

Bildbearbeitung

Lightroom wird von Adobe als “Das komplette Fotoprogramm” beworben. Und tatsächlich lassen sich sehr viele Aufgaben der Bildbearbeitung mit dem Programm erledigen. Nachfolgend fasse ich einmal zusammen, wofür sich Lightroom sehr gut eignet – und wofür nicht.

Das Arbeiten mit Lightroom erinnert mich immer ein wenig an einen “Entwicklungsprozess” für digitale Bilder. Ich nehme die meisten Bilder in RAW auf, da es in der Nachbearbeitung einige Vorteile bietet und lokaler Speicher ohnehin nicht mehr allzu viel kostet. Dementsprechend muss ich aber auch die meisten meiner Fotos in Lightroom “entwickeln”, um sie anschließend zu verwenden.

Die Grundfunktionen

Grundlegend startet Ihr mit der Korrektur der Belichtungswerte Eurer Fotos. Neben der allgemeinen Helligkeit und dem Kontrast könnt Ihr auch die Weiß- und Schwarzwerte sowie die Schatten und Lichter anpassen. Diese Auswahl an Schiebereglern reicht in der Regel dazu aus, um Fotos für die detaillierte Bearbeitung vorzubereiten.

Nahezu dieselben Funktionen bietet die Gradiationskurve, die Ihr aber unabhängig von den Schiebereglern einstellen könnt. Das ist sinnvoll, um etwa kleinere Anpassungen vorzunehmen. Hier habt Ihr zudem schon die Möglichkeit, Farbkorrekturen über die Gradiationskurven für die Farbkanäle Rot, Grün und Blau vorzunehmen.

Eine perfekte Überleitung, um auf Farben zu sprechen zu kommen. Hier könnt Ihr den Weißabgleich anpassen – bei RAW-Bildern geht das im Detail über einen Kelvin-Regler, bei JPEGs hingegen nur in “Wärmer” und “Kälter”. Die Tönung könnt Ihr von Grün zu Lila verändern und im selben Menü die Sättigung und die Dynamik anpassen.

Zu diesen Bearbeitungsfunktionen kommen im aktuellen Lightroom ein HSL-Menü und ein Menü für Color-Grading hinzu. Im HSL-Menü, das steht für Farbton (Hue), Saturation (Sättigung) und Luminance (Helligkeit) könnt Ihr einzelne Farbbereiche im Bild in den genannten Eigenschaften anpassen. Ist Euch ein Bild etwa zu grün, steuert Ihr “Grün” an und nehmt die Sättigung der Farbe raus.

Der Slider für das Color-Grading hingegen lässt Euch die Schatten, die Mitteltöne sowie die hellen Bereiche in Eurem Bild in der Farbe verändern. Darüber hinaus könnt Ihr Euer Bild auch komplett in eine Farbe tauchen, falls gewünscht.

Nach der Farbkorrektur könnt Ihr in weiteren Reitern noch die Struktur, die Klarheit, die Schärfe und das Rauschverhalten verändern. Oder Ihr entfernt Dunstschleier auf Euren Fotos, fügt eine Vignette oder eine digitale Körnung hinzu. Sind Eure Fotos hingegen verrauscht, lässt sich das ebenfalls ausgleichen. Hier zeigt Adobe zum ersten Mal seine Investitionen in KI-Technologie. Denn die KI-Rauschreduzierung der neuesten Lightroom-Version ist extrem leistungsstark. Ein Beispiel gibt’s am Ende dieses Artikels. Habt Ihr Interesse an einem Vergleich zu anderen Methoden, schreibt’s mir gerne in die Kommentare.

An dieser Stelle fasse ich Euch noch die letzten Bildbearbeitungsfunktionen zusammen. So lassen sich chromatische Aberrationen, Objektivfehler sowie Farbsäume mit wenigen Klicks entfernen. Zu guter Letzt lassen sich Bilder begradigen, Verzerrungen entfernen und krumme Linien im Bild über die Funktion “Upright” begradigen.

Mit all diesen Möglichkeiten lassen sich Bilder wirklich effektiv und gut bearbeiten. Was Lightroom allerdings nicht bietet, sind Werkzeuge zur Bildmanipulation, zur Erstellung digitaler Collagen oder um etwa ebenenbasiert in Eure Fotos einzugreifen. Hierfür schlägt Euch Adobe vor, zu Photoshop zu wechseln und bietet hier eine clevere Integration.

Denn mit einem Klick könnt Ihr Bilder von Lightroom in Photoshop öffnen, diese dort bearbeiten und den Komfort genießen, dass Änderungen direkt in Lightroom verfügbar sind. Meiner Erfahrung nach ist das Feature aber ein wenig hakelig. Meine Erfolgsquote eines reibungslosen Übergangs liegt bei etwa 60 – 70 Prozent unter macOS. Das ist zu wenig für ein sonst so ausgereiftes Programm.

Noch ein Vorteil, den ich bei der Bildbearbeitung durchaus relevant finde. Dank der Verfügbarkeit von Tablet-Apps habt Ihr bei Lightroom die Möglichkeit, grafische Stifte für die Bildbearbeitung zu nutzen. Das ist gerade für das Maskieren von Bildelementen praktisch – doch gerade hier setzt Adobe mit seiner Auto-Maskierung neue Maßstäbe.

Masken & KI-Features

In den letzten Versionen hat Adobe neue Funktionen zur Auto-Maskierung integriert und diese ziemlich schnell hin zu einem sehr hohen Niveau verfeinert. Die automatische Motivauswahl ist überraschend zuverlässig, Personen werden automatisch erkannt und können in detaillierten Eigenschaften (unter anderem könnt Ihr Haare, Augenbrauen, Augen und mehr auswählen) maskiert werden. Über die Objektauswahl müsst Ihr Teile Eures Bildes einfach nur anklicken und schon gibt’s eine präzise Maske.

Diese automatischen Masken vereinfachen den Arbeitsablauf mit Adobe Lightroom CC enorm. Gleichzeitig sind sie präzise genug, dass Ihr nicht häufig nachbessern müsst. Möglich ist das allerdings – und hier zeigt sich Lightroom wieder sehr clever – mit allen verfügbaren Werkzeugen zum Erstellen von Masken. Also: Pinsel, Radialmaske, Linearmaske, Farb-, Luminanz- und Tiefenauswahl und die automatischen Masken für das Motiv, den Himmel, den Hintergrund, Objekte und Personen.

Als besonders praktisch stellte sich in meiner Bildbearbeitung letztlich zudem die Möglichkeit heraus, Masken mit weiteren Masken zu schneiden. Beispielsweise wählt Ihr eine Person aus, deren linke Gesichtshälfte Ihr ein wenig aufhellen wollt. Da Ihr die angelegte Personenmaske mit einer Linearmaske schneiden könnt, gelingt das innerhalb zweier Mausklicks.

Ganz grundlegend geben Euch die Masken in Lightroom nahezu alle Möglichkeiten, die ich bereits in der Bildbearbeitung vorgestellt habe. Sie sind also leistungsstark, um einzelne Bildbereiche zu betonen oder Farbanpassungen vorzunehmen.

Neben den KI-Masken führte Lightroom in einer der letzten Versionen eine KI-gestützte Rauschunterdrückung ein. Diese geschieht vollautomatisch, nimmt aber recht viel Zeit in Anspruch. Auf meinem MacBook Air mit M1-SoC beträgt die Verarbeitungsdauer etwa zwei Minuten bei einem RAW-File mit 33 Megapixeln. Dementsprechend habe ich die Funktion nur in Extremfällen genutzt – und das wirklich gerne.

Denn die bereinigten Bilder weisen deutlich weniger Rauschen auf, während viele Details im Foto enthalten bleiben. Mitunter sieht man den Bildern jedoch ein wenig an, dass sie von einer KI verarbeitet wurden. Hier könnt Ihr im Nachhinein noch mit ein wenig Körnung nachhelfen, um einen realistischeren Look wiederherzustellen.

Stapelverarbeitung und Stacking

Im Vergleich zu Lightroom Classic bietet die CC-Variante weniger Möglichkeiten für die Stapelverarbeitung. Durchaus könnt Ihr für eine Auswahl von Bildern automatische Einstellungen mit nur einem Klick durchführen. Oder Ihr legt Einstellungen in einem Bild fest, die Ihr anschließend auf eine Auswahl weiterer Fotos kopiert.

Durchaus praktisch ist hier, dass KI-Masken für jedes Bild neu berechnet werden. Wollt Ihr also etwa auf jedem Bild den Himmel entsättigen, erkennt Lightroom diesen auf jedem Bild neu. Das ist ein Unterschied zu den herkömmlichen Masken, die bei der Stapelverarbeitung jeweils 1:1 kopiert werden.

Auch beim Stacking bietet Lightroom weniger als andere Bildbearbeitungsprogramme. So habt Ihr nur die Möglichkeit, Panoramen, HDR-Bilder und HDR-Panoramen anzulegen. Focus-Stacking oder das Anfertigen von Timelapse-Animationen bietet Lightroom nicht – hier überzeugt mich Affinity Photo 2 im Test mehr.

Retusche und Verbesserung

Bei der Retusche von Bildern bin ich sehr gespannt, wie leistungsstark in den nächsten Versionen sein wird. In einem separaten Artikel habe ich bereits über das KI-gestützte “Generative Füllen” in der neuesten Photoshop-Beta berichtet. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass Lightroom ähnliche Funktionen auch in Lightroom integrieren wird.

Stand Juli 2023 ist das aber noch nicht der Fall. Stattdessen gibt es zur Retusche ein herkömmliches Stempel-Werkzeug, ein intelligentes Reparaturwerkzeug sowie ein “Entfernen”-Werkzeug, das in etwa ähnlich arbeitet. Jeweils geht Ihr dabei mit einem Pinsel ins Bild und markiert die störenden Bildelemente. Der Arbeitsablauf geht flüssig von der Hand und Ihr könnt etwa Staubflecken oder Unreinheiten auf der Haut zuverlässig entfernen. Um größere Bildelemente zu entfernen, empfehle ich aber definitiv den Wechsel hin zu Photoshop.

Hinzu kommen in Lightroom Standard-Funktionen wie eine Farbsaumkorrektur, eine Rote-Augen-Korrektur, eine stattliche Datenbank mit Objektiven zur Objektivkorrektur sowie eine Korrektur für chromatische Abberationen.

Zur Verbesserung Eurer Fotos bietet Lightroom noch drei Funktionen, die ich wirklich spannend finde. Denn im “Verbessern”-Menü könnt Ihr Bilder Entrauschen, die Details in RAW-Bildern verbessern und ein KI-gestütztes Upscaling anwenden. Diese “Super-Auflösung” erzeugt dabei separate DNG-Dateien und arbeitet dementsprechend nicht-invasiv.

Die Funktion benötigt man zwar nicht häufig, sie kann aber durchaus praktisch sein. Ein Bild meiner Alpha 7 II, in das ich bei der Bearbeitung noch hineincroppen musste, konnte ich so auf eine druckfähige Größe hochskalieren. Die Details wurden dabei deutlich besser behalten, als hätte ich einfach eine größere Auflösung bei der Ausgabe ausgewählt.

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Alfred Proksch

Zuerst einmal vielen Dank an Benjamin Lucks für den spannenden Bericht und seine nachvollziehbaren Erklärungen. Echt super !!

An Adobe kommt man beruflich kaum vorbei – das ist Fakt. Unter diesen Umständen ist eine „Dienstleistung“ mieten (ABO) ein durchaus üblicher und nützlicher Vorgang weil weniger Arbeitszeit Geld spart. Ein selten benötigtes Objektiv (Hardware) wird auch „gemietet“ und nicht gekauft.

Privat ist die „Kostenkontrolle“ eine wesentlich wichtigere Angelegenheit weil sie Einkommensabhängig ist. 285 Euro im Jahr sind privat eine Hausnummer wenn man Adobe selten benutzt.

Benjamin Lucks Fazit sollte also jeder genau lesen – für sich und den persönlichen Anspruch bewerten.

Maik Richter

Das normale Adobe Fotografie Abo (Photoshop CC + alle Lightroom Versionen + 20 TB Cloudspeicher) kostet keine 285,- € im Jahr, sondern 144,- € (11,89 € monatlich). Wenn man bei Angeboten zuschlägt, zahlt man noch deutlich weniger, da gibt es z.T. Jahreslizenzen für unter 8,- € monatlich (man zahlt dann z.B. 96,- € für die Jahreslizenz, aktiviert diese und muss dann solange nichts für das Abo zahlen, man kann diese Angebote also sogar zwischendurch nutzen, wenn man schon ein Abo hat, es ist sogar möglich gleich mehrere Jahreslizenzen für den Preis zu kaufen und für mehrere Jahre zu aktivieren, solange braucht man dann auch nicht für das Abo zahlen). Mir persönlich ist es das wert, denn ich habe auch so ziemlich alle Alternativen getestet, die mir aber alle nicht das bieten, was Adobe mir mit Photoshop & Lightroom bieten. Entweder müsste ich da auf bestimmte Funktionen verzichten oder immer zwischen verschiedenen Programmen hin und her wechseln. Adobe bietet mir hingegen (fast) alles, was ich zur Bildbearbeitung brauche, in einem Programm (ich nutze hauptsächlich Photoshop und den darin enthaltenen RAW Konverter Camera Raw, der ja die gleichen Bildbearbeitungsmöglichkeiten bietet, wie Lightroom). Da das Adobe Abo (neben meiner Internet Flatrate und der… Weiterlesen »

Cat

1. Abosysteme sind für Dumme und Adobe ist ein extremer Abzocker.
Das ist allenfalls für Menschen brauchbar die jeden Monat mindestens vierstellig nur mit Fotografie verdienen u selbst für die nicht zwingend notwendig.
2. dass Canon, Nikon, Sony und Co nicht endlich selbst schnelle, effiziente Bildbearbeitung in Kameras und am Mac anbieten ist eine Tragödie.
3. 1TB ist teuer? Ich habe mindestens 20TB aus dem letzten Jahrzehnt
4. RAW liegt nach meiner Einschätzung in den letzten Zügen, bevor Kameras endlich nach eigenen Kriterien oder selbstständig entscheiden wie das Bild am besten zu bearbeiten ist (für den jeweiligen Zweck)
5. in Kürze wird das alles veraltet sein und diese Firma hoffentlich nicht mehr im Fotobereich tätig sein…

Matthias

Trotz meiner Dummheit habe ich erkannt, dass Adobe im Vergleich zur GEZ noch ein Waisenknabe ist… :-))

Matthias

Aber jetzt bitte keine Diskussion über die Machenschaften des öffentlich rechtlichen Fernsehens lostreten. Es geht hier um Software, ohne die es den Fotografen nicht möglich ist, ihr Bildmaterial effektiv zu verarbeiten. Da muss sich auch niemand auf Adobe festlegen. Es gibt ja viele Alternativen. Sind aber nach meiner Erfahrung nicht auf dem Level von Adobe. Benjamin hat in seinem Artikel die Vor- und Nachteile sehr transparent dargestellt.

Alfred Proksch

Servus Cat

Bis auf Punkt 5 stimmen deine Aussagen ziemlich genau mit meinen Befürchtungen überein.

Fortschritt/Veränderungen sind in der Zeitabfolge exorbitant schnell geworden. Ob das gut oder schlecht ist zeigt sich später – was im Grunde aber auch egal ist weil nicht umkehrbar.

Ich möchte nicht ernsthaft mit Smartphones fotografieren und KI generierte Bilder, Videos, Nachrichten sind mir ein Graus.

Meine positive Hoffnung ist das trotz allem noch genügend Kunden übrig bleiben die Bilder machen als individuelles, kreatives Hobby begreifen und Systemkameras dazu verwenden.

Perfekt fände ich wenn ein Hersteller sich dazu durchringen könnte und den digitalen Bildsensor als „Film“ begreifen würde um z.B. die mechanisch eingestellten Bildparameter zu „speichern“. Zum Beispiel eine mechanische Nikon FM2 mit Sensor statt Film und fertig ist meine Wunschkamera.

mario kegel

abosysteme haben durchaus ihre berechtigung, zumindest meiner meinung nach. nicht immer braucht man ein programm fuer jahre. eine „mietsoftware“ versetzt mich in die lage, ein programm nur solange zu bezahlen, wie es fuer ein projekt noetig ist.
bei einer gewerblichen nutzung kommt noch hinzu, das ein abo eine betriebsausgabe ist, die man dann steuerlich auch so bewertet.
sicher reicht auch oft das bildergebnis direkt aus der kamera und jpg kann man dann auch immer noch in photoshop oder aehnlichen programmen bearbeiten, klug ist das aber nicht in jedem fall.
eine gewisse bildbearbeitung gehoert auch meist einfach dazu. am ende soll das bild enstehen, welches ich im kopf hatte und nicht eine durch die KI (oder einen ausgefeilten algorytmus) erstelltes ergebnis. raw ist da meist der kuerzeste weg das zu erreichen.

ccc

Völlig richtig – würde allerdings es eher so formulieren, dass Raw der kürzeste Weg sein kann, es kann aber auch JPEG oder HEIF sein.

mario kegel

ja, da gehe ich voll mit.

Carsten Klatt

1.: Nein, leider noch nötig!
2.: Volle Zustimmung. Die Kameras incl. der aktuellen Neuerscheinungen sind alle durch die Bank hoffnungslos veraltet.
3.: Speicher wird immer billiger, siehe aktuelle SSD.
4.: Was die Zukunft bringt wissen wir nicht. Wenn, dann werden sich Kameras an den Smartphones orientieren.
5.: Adobe hat sich immer neu erfunden, solange die Kamerahersteller weiter so pennen, haben die einen Markt.

lichtbetrieb

12 Euro im Monat und dafür muss man 4 stellig verdienen?
Das man gegen Abo Modelle ist okay, aber dann sollte man es lieber so schreiben. Deine Argumente dagegen sind alle an den Haaren herbei gezogen oder haben schlicht nichts mit dem Abo zu tun.

Ich zahle übrigens 12 Euro im Monat für Readly, da lese ich gerne u.a. Fotomagazine. Lightroom kostet mich genauso viel. Das Problem verstehe ich einfach nicht.

Matthias

9,90 € zahle ich monatlich, da ich eine USt.-ID habe und über Irland abgerechnet wird. Für ein Abo, welches ich jederzeit kündigen kann. Das sind 120€ im Jahr. Meine letzte Kaufversion von PS hat so etwa 1.400 gekostet und musste alle 2 Jahre etwa durch die neue Version ersetzt werden. Die gab es dann allerdings für ca. 500. Da muss man doch über das aktuelle Abrechnungsmodell gar nicht nachdenken…

zaphood

das würdest du vielleicht eher verstehen, wenn du geringverdiener wärst

Matthias

Das verstehe ich sehr gut. Dafür gibt es ja, wie Du weiter unten schon schreibst, auch kostenfreie Alternativen. Mein Kommentar bezog sich lediglich auf meine Situation als Berufsfotograf.

Frank

Der Berufsfotograf verdient sein Geld eben mit Fotos. Insofern macht ein Abo einer Bildbearbeitungssoftware wie Lightroom/Photoshop auch einen Sinn, weil die Konkurrenten ebenfalls damit arbeiten. Da wäre es kontraproduktiv, diesen Weg nicht zu gehen, weil sonst irgendwann die Kunden ausbleiben. Darüber hinaus setzt der Profi die Kosten von der Steuer als Betriebsausgabe ab. Für den Amateur sieht das ganz anders aus. Der mietet sich das Programm zu seinem eigenen Vergnügen. Aber im Gegensatz zum Profi macht er nicht ständig eine Analyse, ob deine Ausgaben noch zu seinen Einkünften passen. Jeder Posten eines Abos summiert sich am Monats-/Jahresende zu einer Gesamtsumme, die erst einmal verdient sein will. Aber wer weiß schon auf Anhieb zu beziffern, was er monatlich an Belastungen hat? Das ist nicht nur bei Abos der Fall, auch Kredite sind nicht immer auf den ersten Blick günstig. Das ist wie bei den Kreditkarten auch: Am Monatsende kommt die Abrechnung. Insofern habe ich es auch lieber, wenn der Überblick gewährt bleibt. Selbst wenn ich mir Adobe leisten kann, irgendwann wird sich die Frage stellen, wohin mit den ganzen Bilddateien, wenn der Speicherplatz bei Adobe nicht mehr ausreicht. Und ich bin mir sicher, daß viele dann entscheiden werden, das Abo fortzusetzen,… Weiterlesen »

Leonhard

Stimmt ja alles, lieber Frank, aber, wie viele von den Menschen, die in Deutschland ein Auto-Abo haben werden wohl Berufskraftfahrer sein?

Fallen gibt es natürlich jede Menge, müssen zur Zeit leider sehr viele Menschen erleben, allerdings sind diese „Abo-Modelle“, auch Baufinanzierungen genannt, eine Schweinerei der besonderen Art. Da wurden Kredite zu teilweise 0,6% für 10 Jahre an Häuslebauer oder -käufer gegeben, dazu gigantische Tilgungen, meist 2%, jetzt müssen einige anschlussfinanzieren, nun für schlaffe 4-5%, dafür werden jetzt eben nur 1% getilgt, was ein Vorteil ist, weil dann hat man länger Freude an seinem Kredit und darf länger Zinsen zahlen.

Möchte hier nun weiß Gott nicht die Menschen veräppeln, die wenig verdienen und mit jedem Euro rechnen müssen, aber, ich bezweifele mal, dass ein 12€ Abo, welches ja auch noch nach einem Jahr monatlich kündbar ist die steigende Massenarmut in Deutschland verursacht, da fallen mir ganz schnell einige andere Dinge ein, die gefährlicher sein dürften. Wir haben schon immer Adobe gehabt, seit es das Abo gibt auch nur dieses, die alten Kaufversionen sind noch da, nutzt aber keiner, aber, trotzdem liegen all unsere Bilder nicht in der Cloud, weil beklauen kann ich mich selber, dafür brauche ich ja kein Abo!

Matthias

Frank,
im Prinzip stimmt das alles. Wenn Du aber 120€ jährlich von der Steuer absetzt, macht das vielleicht 30€ aus. Den Kunden ist es komplett egal, mit welcher Bildbearbeitungssoftware Du arbeitest. Die wollen Ergebnisse . Und wenn jemand PS auf dem Rechner hat, heisst das noch lange nicht, dass er damit umgehen kann. PS arbeitet nicht auf Knopfdruck. Du musst Dir die Skills schon erarbeiten. Die meisten Fotografen können das aber nicht. Dazu muss ich weiterhin anmerken, dass ein guter Retoucher genausoviel abrechnet wie ein guter Fotograf. Und er ist sein Geld wert. Die RAW-Konvertierung spielt da überhaupt keine Rolle.
Desweiteren habe ich den Cloud-Speicher von Adobe noch nie genutzt, weil ich alles auf meinen eigenen Festplatten habe.

Sabrina

Für Profis mag ein Abo sinnvoll sein. Aber für Leute, die nur sporadisch Bilder bearbeiten, ist das fraglich. Außerdem mag ich nicht, jede Menge Dinge am Hals zu haben, um die ich mich kümmern muss.

lichtbetrieb

Vollkommen okay, diese Haltung kann ich voll nachvollziehen und würde ich nie widersprechen.

Maurice Imhof

Ich weiss nicht wie man auf eine solche bescheuerte Behauptung kommt. Für das Handy Abo und anderes unnützes Zeugs bezahlen die meisten unsummen, aber für ein Hobby sollen sie keine 12€ oder meistens unter 10€ aufbringen!! Was für dämliche Kommentare hier vielmals veröffentlicht werden.

zaphood

warum soll ich mich unnötig abhängig machen, wenn es sehr gute alternativen in kostenloser form oder einmalzahlung gibt?

Maik Richter

Es kommt ja vor allem auf die eigenen Ansprüche an, was man fotografiert und was man selbst benötigt, um seine Bilder entsprechend zu bearbeiten. Wenn die kostenlose Software, die es im Netz gibt, dafür ausreicht, ist ja alles gut. Ich habe so ziemlich jede kostenlose Software ausprobiert, die für meine Zwecke in Frage käme und für mich und meine Ansprüche ist die leider entweder nicht ausreichend oder ich benötige verschiedene Programme, zwischen denen ich hin und her wechseln muss, was deutlich mehr Zeitaufwand bedeutet und dafür ist mir meine Zeit zu schade. Daher bin ich sehr froh, dass es das Adobe Abo gibt (damals als Kaufversion + dem, was die Updates damals gekostet haben, war mir Photoshop auch zu teuer) und ich fast alle Programme, die ich zur Bildbearbeitung brauche, für 144,- € im Jahr bekomme und dabei durch monatliche Updates immer auf dem neuesten Stand bleibe.

Matthias

👍👍

Thomas Müller

So sehe ich das auch, Maik. Manchen reichen die Möglichkeiten, welche die günstige Kaufversion von beispielswise Affinity bietet völlig aus. Andere benötigen die umfangreichen Möglichkeiten von PS. Wiederum andere sind so gut eingearbeitet in die Adobe Software, dass sie alleine deswegen nicht wechseln möchten und dann auch das Abo-Modelle hinnehmen. Wiederum anderen ist es wichtig, dass sie die Software zeitlich unbeschränkt nutzen können und nicht nur so lange, wie sie dafür bezahlen. Es existieren sicherlich noch tausend andere Gründe für oder gegen Adobe und andere Abo-Modelle. Jeder gewichtet diese Gründe anders, weshalb es auch nicht DIE eine richtige Lösung gibt.

Thomas Müller

Wer die Meinung anderer für dämlich hält, ist oftmals zu beschränkt, um sich in die Sichtweise des anderen hineinzudenken.

Marcello

Darum bist Du auch so gescheit und das dein Handyabo gekauft und zahlst keine monatlichen Gebühren

Robert

Also ich kann die Kritikpunkte nicht nachvollziehen. Nutze seit 3-4 Jahren mein Foto Abo im Sale für ca. 9€/Monat (komischerweise hat sich der Preis nach einem Jahr nicht erhöht)
Die Fotos liegen auf meiner Synology Diskstation.

Uwe

Der Preis hat sich seit Einführung des Fotografen-Abos (6 Jahre) nicht erhöht.

Robert Haake

Der reduzierte Angebotspreis gilt sonst nur für 1 Jahr. Ich habe es glaube bei einer BlackFriday/Cyber Monday Aktion gekauft. Nach 1 Jahr hat sich die Abbuchung aber nicht auf die 11-12€ erhöht.

Uwe

Ich glaube Robert spricht von Netto, Du von Brutto.

Snappy

Also entweder hab ich im Artikel was falsch verstanden oder der Autor hat die Schlagworte-Funktion in Lightroom übersehen. Ich kann hier sowohl in meiner App auf Android also auch am Windows PC manuell Schlagworte für meine Fotos vergeben…

lichtbetrieb

Ich nutze Lightroom mit dem Photoshop als Abo. Den Cloud Speicher brauche ich nicht, da ich nur (wenn überhaupt) die Smartpreviews für mein IPad in die Cloud lade und diese ja nicht zum Speicher zählen. Lightroom hat sich für mich zu einem extrem starken Werkzeug entwickelt mit vielen richtig guten Werkzeugen. Eigentlich fehlen mir nur eine Ebenen Funktion sowie Texte in dem Bild zu platzieren, dann wäre es perfekt. Also perfekt was den Funktionsumfang angeht. Performance ist dank des M1 Max gut (Lightroom Classic) – aber der Leistungshunger ist wirklich beachtlich.

Alfred Proksch

Mir geht es nicht darum Adobes Abo System zu „verteufeln“ – wenn sie damit Erfolg haben ist das VOLL in Ordnung.

Es gibt mehr als genug Menschen die ohne Nachrechnen/Nachdenken einen Mobilfunkvertrag, einen Sport-TV Sender, ihr Fahrzeug und diverse Software privat abonniert/geleast haben. Entschuldigung wenn ich nachfrage was das soll. Überall (bis auf das Leasing) sind es NUR einige Euro im Monat. Mir könnten solche Dinge am A….. vorbei gehen.

Wenn es nach meinem Rechtsempfinden ginge müsse auf jedem Finanzierungsvertrag wie bei Rauchwaren eine dicke fette Warnung gut sichtbar aufgebracht sein! Achtung: dieser Vertrag kann ihren finanziellen Ruin bedeuten!

Wie beim Alkohol: ein Glas in der Woche wird nicht viel schaden, 30-60 Gläser im Monat schon eher. Viele monatliche Abos sind außerdem Familien schädlich.

Maurice Imhof

Ich weiss nicht wie man auf solch bescheuerte Behauptung in den Kommentaren kommt. Für das Handy Abo und anderes unnützes Zeugs bezahlen die meisten unsummen, aber für ein Hobby sollen sie keine 12€ oder vielmals sogar unter 10€ aufbringen!! Was für dämliche Kommentare hier vielmals veröffentlicht werden. Unglaublich. Tasache ist doch das LR immer noch die Top Software ist mit der man in kürzester Zeit Top ergebnisse erzeugt. Von dem her ist diese Diskussion wieder mal sowas von unnötig.

Frank

Was ist an der Aussage bescheuert, daß nicht die 12 Euro im Monat zum Problem werden können, sondern die Summierung von Abogebühren?

Ich möchte doch herzlich darum bitten, mal auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, daß sich eben nicht jeder unbesehen alles leisten kann, was er toll findet.

Leonhard

Zu allererst einmal, recht herzlichen Dank an Benjamin, wie gewohnt professionell gemachter Artikel mit hohem Lesewert, muss auch mal gesagt werden, davon kann man wirklich erheblich mehr lesen, schon klar, die muss dann natürlich auch einer schreiben und qualitativ hochwertige Arbeit geht eben nicht in 10 Minuten, auch klar. Aber Danke für den Artikel.

Was mir noch zu den Kommentaren auf den Nägeln brennt ist diese Dauerkritik an den Abo-Modellen.
Liebe Leute, leider zäumt ihr hier das Pferd von hinten auf, es gibt keine Abo-Fallen in dem Sinne, es gibt leider sehr viele Menschen, die können nicht mit Geld umgehen, spielt nun mit oder ohne Abo gar keine Rolle.

Egal wie teuer uns „Fehlkonstruktionen“ von Canon oder Nikon oder sonst wem kommen, die teuersten „Fehlkonstruktionen“ sind leider die eigenen, keine einen Fall, da hat einer mit seinem Eheweib zwei solche Konstrukte aufgelegt, beide zu allem fähig, ausser zahlungsfähig, kosten die armen Alten locker 50 Kilo im Jahr und der Witz ist: Die haben nicht mal Abos, schaffen die auch vollkommen ohne solche. Schöne Woche!

Maik Richter

Komischerweise sind es gerade die Leute, die, laut ihrer Kommentare hier im Forum, am meisten Geld in teure Kameraboliden und Objektive versenken, die sich immer wieder über das Abo Modell von Adobe aufregen. Da sind zig tausende Euros im Jahr für teures Equipment kein Problem, aber 144,- € jährlich, für die beste Bildbearbeitungssoftware am Markt, sind zuviel? Ich selbst bin alles andere, als ein „Großverdiener“ und habe auch nicht das teuerste Equipment (Sony a7III, eine „alte“ Canon 6D DSLR und ein paar Objektive), trotzdem möchte ich gerade bei der Bildbearbeitung nicht soviele Kompromisse eingehen und vor allem nicht mehr Zeit, als nötig, am Rechner verbringen, um mich mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen rumzuschlagen, die mir alle nicht das in einem Programm bieten, was Adobe mir mit Photoshop bietet. Dafür zahle ich die 12,- € monatlich gerne und arm werde ich damit auch nicht, denn neben meinem Internetvertrag und Prepaid Vertrag für mein Handy, habe ich ansonsten keine weiteren Abonnements, für die ich monatlich zahlen müsste. Ich bin sogar froh, dass es das Abo gibt, denn damals als Kaufversion war mir Photoshop auch zu teuer (und für Updates musste man ja auch ordentlich zahlen), da habe ich auch noch mit anderer Bildbearbeitungssoftware rumgeschlagen.… Weiterlesen »

Leonhard

Lieber Maik, möchte Dich einmal zu Deiner Einstellung beglückwünschen und erlaube mir die Feststellung, dass Du wohl aus zwei Gründen mehr als genug verdienst: Erstens sagte mein Opa immer „es ist nicht wichtig, wieviel Du einnimmst, es ist wichtig wieviel Du ausgibst, zweitens scheint Dein Einkommen hoch genug, denn zumindest wie ich Dich lese bist Du ein zufriedener Mensch, mehr braucht es nicht! Ausserdem kann man Dir anscheinend kein X für ein U vormachen, auch eine gute Eigenschaft eines Menschen! Angenommen, Du würdest mit Deiner 6D neben mir mit meiner R3 stehen, dann ist die „Tatsache“, dass ich die besseren Bilder mache doch rein gar nichts anderes als dieses gehirnversch….. Marketinggeblubber der Hersteller, welche uns erklären wollen, wieso man immer alles kaufen muss, was die für uns gerade entwickelt haben. Bin mir ziemlich sicher, in ein Paar Jahren kommt die wasserdichte Überkamera mit dem ASU-AF, mit der wir mit 50 Bildern die Sekunde dann einen aufsteigenden Furz in der Badewanne aufnehmen können. Zu diesem „Unterwasserwindaufnahmegerät“ kriegen wir dann die Erklärung der Hersteller geliefert, wieso man gar kein Fotograf ist, wenn man keinen Furz im Wasser aufnimmt, denn dies ist dann eine unabdingbare Fähigkeit eines jeden Fotokünstlers, was auch sonst. Und… Weiterlesen »

joe

Hallo Maik, Du hast absolut recht, also für einen Profi oder engagierten Amateur ist das mehr als attraktiv. Das einzige Problem bei der Sache ist man bzw. bin ich selbst. Ich miete einfach nicht gerne, ich will das was ich langfristig oder dauerhaft benutze (wenn möglich) besitzen und selbst darüber verfügen können, das ist alles. Ich lease kein Auto, miete keine Wohnung und will auch keine Software mieten. Und Cloud will ich schon gar nicht. Aber Du hast natürlich völlig recht mit deiner Argumentation!

Matthias

…und trotzdem zahlst Du hier in Deutschland Grundsteuer, KFZ-Steuer, KFZ-Versicherung, Krankenversicherung und GEZ. Habe bestimmt noch was vergessen. Aus allen diesen ABOs kannst Du Dich nicht verabschieden, ohne massiv Ärger zu bekommen. Weshalb muss man da über die 120€ pro Jahr diskutieren, die ein Programm kostet, von dem man wirklich einen Mehrwert hat?

Leonhard

Ob Du was vergessen hast weiß ich nicht, aber wenn Joe in Deutschland Grundsteuer zahlt dürfte es sich um eine Erblast handeln. Mein Grund, Adobe zu nutzen ist eigentlich ein ganz einfacher: Grafikkartenhersteller sind stets bemüht, möglichst gut mit Adobe (DxO wohl genau so) zusammen zu arbeiten, was meinetwegen „the Gimp“ braucht, dafür werden die Hersteller eher reges Verständnis hegen. Die Apfelfirma hat Treiber, wer keine Treiber für Windows anbietet findet auf dem PC-Markt nicht statt, bei Linux legt man selber Hand an oder wartet, bis mal irgend eine Hobbyistengruppe Zeit und Lust hat, deshalb immer Rechner, für die eine Software wichtig ist und auch nie eine Kamera aus Tacka-Tucka-Land, egal wie gut oder preiswert, wenn keine ausreichenden Stückzahlen abgesetzt werden interessiert es die Photosoftwareschmieden in etwa so, wie der komische Sack Reis und wenn von denen selber dann nichts kommt (wenn sie dann überhaupt Unterstützung von den Herstellern bekommen), dann weiß ein System nach langer Zeit noch nicht, ob eine RAW-Datei nun von einer Kamera oder von einem Waschvollautomaten von Miele stammt. Und müßte jeder, der einen Haushalt hat (kaum denkbar, dass es so einen Unfug geben sollte) dann Abo-Gebühren an Adobe bezahlen, egal ob er eine Kamera hat… Weiterlesen »

Frank

Das mit den Treibern für bestimmte Kameras ist sicherlich ein wichtiger Pluspunkt für Adobe Produkte. Diesbezüglich hatte ich bei Serif (Affinity Photo) aber ebenfalls noch nie ein Problem. Die haben allerdings keine Bibliothekenfunktion eingebaut. Wenn man’s überhaupt braucht.

Andererseits hat das Abomodell aber auch immense Vorteile für Adobe, weil die zuvor erworbenen Kaufversionen nicht mehr unterstützt werden, sprich, ich muß den Umweg über DNG nehmen, um Raw-Dateien meiner Kamera aus diesem Jahr in Lightroom laden zu können.

Die Mafia bietet ihren Kunden ja auch gegen ein kleines Aufgeld einen Schutz vor Unannehmlichkeiten an. Der Schutz ist auch immer auf dem neuesten Stand, sobald die Zahlung eingegangen ist.

Kein Problem, wenn Du im Hahnwald wohnst. Menschen in Meschenich sind Adobe egal wie der von Dir bemühte Sack Reis. Nichts für ungut…

Leonhard

Ach, lieber Frank, die Mafia gibt es gar nicht, ist eine reine Erfindung der Leute, die nicht gerne Pizza essen.

Genau wie diese erfundene Karriere „vom Tellerwäscher zum Geldwäscher“, gibt nicht eine Spülmaschine, in der Geld gewaschen würde, früher gab es für Geldwäsche Gefängnis, heute den Ehrenteller der Stadt, wegen der Gewerbesteuer, also diesem kommunalen Schutzgeld für dauerklamme Kommunen.

Meinst Du wirklich, da macht einer 100 Geldwaschanlagen auf und kassiert dann Schutzgeld von sich selber, also so blöde Leute wird es ja wohl nicht geben, sollte man annehmen.

Aber mal zurück zu Adobe und ihren Versionen, was ist nun hier die Botschaft? Wenn Tamron für seine Kaufversionen keine Reparatur mehr bietet, dann ist dies logisch, wird bei Adobe die „alte Software“ nicht mehr unterstütz, dann ist dies Betrug, komische Welt, in der wir leben.

Und Abo-Falle hin oder her, also ich kenne nicht einen Fall, bei dem jemand zu einem Abo bei Adobe gezwungen worden wäre, von daher kann ich Vergleiche mit organisiertem Verbrechen, welches ich, wie o.a. für gar nicht existent halte, eher für unangemessen.

Frank

Das ist deine Meinung, die ich zwar akzeptieren kann, mehr aber auch nicht. So ist das halt in demokratischen Rechtsstaaten, daß keine Meinung mehr Wert ist als eine andere.

Wenn ein Objektivhersteller nach vielleicht 15 oder 20 Jahren keine Instandsetzungen mehr für Objektive eines ausgelaufenen Kameratypus anbietet, dann wird fast jeder das mit Wohlwollen akzeptieren können.

Adobe Lightroom 6 erschien im Frühjahr 2017, der Support endete in 2022. Nach 5 1/4 Jahren also das Aus. Das ist eine Teilenteignung des Käufers, tut mit leid. Das ist halt Teil der modernen Konsumwelt. Muß ich akzeptieren, aber das bleibt nicht unwidersprochen meinerseits. Für was ich mein Geld jetzt ausgebe, das entscheide eben noch immer ich.

Da das auch bei Microsoft und den anderen Konzernen der Fall ist, daß der Hersteller jederzeit das Licht nach Gutdünken ausknipsen kann erfüllt in meinen Augen den Tatbestand der bandenmäßigen Bereicherung. Von Geldwäsche habe ich nie gesprochen, das hast Du mir in den Mund gelegt.

Und ich habe auch nicht davon gesprochen, daß Adobe mir ein ein Abo aufzwingt. Es kommt dem aber schon sehr nahe. Das neue „Angebot“ wird ja in Watte verpackt über den Tisch geschoben. Dabei werden merklich die Grenzen der Legalität verschoben.

Leonhard

Jetzt mal meine letzte Antwort in diesem Artikel, hier Leo´d es ja schon wieder ohne Ende:

Wenn ich den Artikel über die Objektive richtig gelesen habe, dann setzt meine Kritik wo ganz anders an: Angeblich sind auch Objektive betroffen, welche Kunden vor nicht mal einem Jahr neu gekauft haben. Nach einem Jahr eines Neukaufs zu sagen „nix hält ewig“ erscheint mir dann für diese Optiken doch etwas abenteuerlich.

Bei der Unterstützung für neue Kameras durch Softwareschmieden erlaube ich mir hier nun mal eine steile These:

Durch die neue Produktpolitik von Canon, Nikon, Sony und anderen, die heute eine neue Kamera nach der anderen raushauen zwingen die Firmen wie Adobe quasi in solche Abo-Modelle, hat eine Kaufsoftware vor 20 Jahren alle neuen Kameras auf dem Markt unterstützen müssen, dann kam alle 4 Jahre von Canon eine 5, von Nikon eine meinetwegen D800 und bei den kleineren Linien wohl etwas schneller, aber auch im Rahmen.

Welcher Hersteller von Fotobearbeitungssoftware soll denn heute für eine Kaufversion noch 10 Jahre Unterstützung anbieten, wenn die Kameraschmieden zusammen gefühlt jede Woche eine „Neue“ raus klopfen, da wäre eine Kaufversion mit Sicherheit ein Zuzahlgeschäft, bei dieser Flut an neuen Treiberbenötigern.

Frank

Jetzt kommen wir dem Problem schon deutlich näher. Wenn es denn so ist, daß die Kamerahersteller Adobe durch ihre Modellpolitik in Schwierigkeiten bringen, was die Unterstützung aller Kameramodelle der Hersteller der letzten 10 Jahre anbelangt, dann hätte ich doch von Adobe erwartet, daß sie das Gespräch mit den Herstellern suchen, um die Flut der Neuheiten etwas einzudämmen, und eben die Sache nicht nur auf dem Rücken der Verbraucher austragen. Adobe geht hier eindeutig den Weg des geringsten Widerstandes. Gut, das Thema ist auch von meiner Seite abgearbeitet. Wir haben da unterschiedliche Ansichten. Kann ich mit leben, da ich mich in meiner Freiheit einer Kaufentscheidung in keinster Weise beschnitten sehe. Wenn Adobe seine Politik nicht ändert, dann müssen sie eben ohne meinen monatlichen Beitrag auskommen. Sie werden es verschmerzen können. Und im Hause Adobe gibt es noch den „kleinen Photoshop“ in Form von Photoshop Elements, der nach wie vor als Kaufmodell erhältlich ist, und schon viele Funktionen des großen Photoshop beinhaltet. Nur Lightroom gibt es halt nicht als Standalone Version zu kaufen. Meine Entscheidung betrifft aber nicht nur Adobe. Auch die eventuell anstehenden Kameraneukäufe werde ich sorgsam danach auswählen, welche Modelle nach der Markteinführung unterstützt werden. Ich muß nicht immer ganz… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Genau so sehe ich das auch. Angebot und Nachfrage bestimmen über Wohl und Wehe.

joe

Matthias, du weisst ja ich bin Ökonom und das ist der Unterschied zwischen freier und sozialer Marktwirtschaft. Freiheit versus finanzieller Sicherheit. Man kann nicht beides haben. Hat aber nichts mit Mieten und Kaufen zu tun. Das sind Steuern (nicht zweckgebunden), Gebühren und Beiträge (zweckgebunden), die dir garantieren, dass Du im Notfall, im Alter oder bei Krankheit abgesichert bist. Beim mieten und kaufen geht es nicht um Sicherheit, sondern will/kann ich das oder nicht. Und wie gesagt, für den professionellen Anwender ist das wahrscheinlich durch aus sinnvoll, da er diese Ausgaben von der Steuer absetzen kann und sein Arbeitsablauf vereinfacht wird.

Matthias

Joe,
schon klar, was Du meinst. Aber 120€ von der Steuer abzusetzen ist eine Lachnummer. Was vielen nicht klar ist, dass man beim Absetzen das Geld nicht zurückbekommt, sondern, dass man es nicht versteuern muss. Und die Ersparniss hängt dann vom persönlichen Steuersatz ab. Durch die Nutzung von PS wird der Arbeitsablauf nicht vereinfacht sondern eigentlich erst ermöglicht. Habe mir im Mai mal Elements als Testversion auf den Rechner geladen, weil Du ja auch damit arbeitest. Viele Sachen, die ich täglich brauche, sind nicht vorhanden. Und CMYK fehlt komplett. Gleichzeitig muss ich natürlich zugeben, dass der Amateurbereich dadurch abgedeckt wird.Auch wenn die Grenzen schnell erreicht sind…

joe

Es ist schon klar, dass wenn Du keinen Gewinn machst nichts absetzen kannst, aber die MWST kann immer abgesetzt werden und natürlich ist das kein wirklicher Betrag. Ich weiss nicht was dir bei Elements fehlt. Es kann sogar RAW und für meine R5 und wirklich gut, obwohl meine Elements Version von 2021 ist. Wenn es absolut perfekt werden soll, schalte ich DXO PR3 vor. Man kann mit Ebenen arbeiten, kann ganz einfach einzelne Bereiche aufhellen, abdunkeln, verstärken, Dinge austauschen, verschwimmen lassen etc. Es kann viel mehr als Lightroom. Und für besondere Spezialeffekte, die Elements nicht anbietet, verwende ich gelegentlich Nik Filter.
Und ja, dadurch kann man die Bilder erst entwickeln, aber dazu braucht man keine Mietversion.

Stefan Grundschuh

Egal ob Lightroon/Bridge/ Photoshop .. die bekannten Features bzw. die neuen Möglichkeiten im KI Bereich für unter 12 Euro sind im gewerblichen Gebiet lächerlich wenig. Wer die Kenntnisse am Anfang schnell umsetzen kann ..der beeindruckt seine Kunden und steigert seine Umsätze enorm 😀

Alfred Proksch

Kunden beeindruckt fotografisch gesehen der EIGENE Stil des Fotografen und nicht die vorgefertigten Preset Geschichten aus Bildbearbeitungsprogrammen. Stockfotos mit „fertigen“ fremden Effekten sind fast kostenlos in Millionen Auflage zu jedem Thema lieferbar.

Mindestens genau so wichtig sind Zuverlässigkeit und der Abmachung entsprechend schnelle Lieferung.

Stefan Grundschuh

Stimmt ✅

Frank Littmann

Die Entwicklung geht sehr schnell voran, deswegen macht ein Abo mit fairen Preis durchaus Sinn. Und Adobe war bislang nicht kleinlich mit Updates. Ich arbeite professionell mit der Cloud Variante. Trotz Einschränkungen ist mein Workflow so doch wesentlich effektiver. Ich lese so oft das ‚Professionelle‘ die Classic Variante bevorzugen? Warum bitte? Auch dieser Bericht geht in die Richtung. Mit der Cloud kann man das NAS zuhause abschalten und ein iPad reicht im Prinzip als Editing Device. Würden mehr Professionelle die Cloud nutzen würde Adobe sicher auch den gleichen Funktionsumfang wie Classic bzw. Desktop haben. Ich verstehe hier wirklich nicht Adobes Politik der neusten und Innovativstem Lightroom Features vorzuenthalten. Die iPad Version ist nochmald abgespeckt zur Desktop CC Variante, warum? Rechenleistung dürfte seit dem M1 kein Argument mehr sein. Ironischerweise hat lightroom bei mir, gerade wenn man Masken exesiv benutzt mit Abstand die beste Performance. Gerade beim Blättern mehr man das. In Desktop. CC oder Classic (im Edit Module) hat man beim Blättern doch ordentliche Wartezeiten. Da muss ich dem Artikel widersprechen.

Roberto

Lightroom CC sollte man wirklich nicht mehr als Fotoverwaltungsprogramm bezeichnen. LR Classic war und ist dort schon äußerst limitiert (hinsichtlich Filterung, Suche, dynamische Galerien, Automatisierung und Customizing).

Das neue Lightroom ist nicht limitiert. Es bietet hier einfach gar nichts mehr. Verschlagwortung, Betextung, Kategorisierung und Bewertung sind wortwörtlich essentiell um Fotos an viele professionelle Abnehmer abgeben zu können.

Und nicht das man das falsch versteht: Wirklich niemand hat Bock darauf. Also Verbesserungen durch KI, individuell Anpassbarkeit oder clevere Logiken durch Adobe wären äußerst wünschenswert. Die Aufgabe einfach zu ignorieren ist aber keine Lösung.

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