Atomos erweitert sein Monitor-Portfolio um einen Spezialisten für Referenzdisplays. Damit deckt der Hersteller künftig die gesamte Produktionskette ab.
Der australische Monitor-Recorder-Hersteller Atomos hat den Referenzmonitor-Spezialisten Flanders Scientific (FSI) aus Atlanta übernommen. Atomos ist vor allem durch Produkte wie Ninja und Shogun bekannt. Zu finanziellen Details äußert sich das Unternehmen nicht.
Mit dem Zukauf schließt Atomos eine Lücke am oberen Ende seines Portfolios. Bisher deckt die Marke vor allem das On-Kamera- und On-Set-Segment ab, von der Shinobi-Reihe über die Sumo-Displays bis zu den rackmontierbaren Shogun AV-Modellen. Die für später im Jahr angekündigte Studio Pro-Serie soll den Übergang ins Referenzumfeld vorbereiten. Flanders Scientific steuert nun Geräte bei, die in Postproduktionsstudios, bei Sendeanstalten und in großen Produktionshäusern bereits für das finale Mastering eingesetzt werden.
FSI soll eigenständig bleiben. Produktphilosophie, Entwicklungsteam und die für Coloristen entscheidenden Kalibrierungsstandards ändern sich laut Atomos nicht. Der Vorteil liegt vor allem in Vertrieb und Support, denn Atomos verfügt über ein globales Händlernetz, das FSI als vergleichsweise kleiner US-Anbieter bisher so nicht erreicht hat.
Atomos-CEO Peter Barber betont, Marke, Philosophie und technischer Ansatz von FSI blieben unverändert, gewännen aber an Reichweite und Rückhalt durch die Muttergesellschaft. FSI-Chef Bram Desmet sieht die beste Arbeit seines Unternehmens noch vor sich.

