Der japanische Hersteller bringt mit dem ATV-SG1 und dem ATV-SG1LE zwei neue On-Camera-Richtmikrofone auf den Markt. Beide Modelle werden in Japan gefertigt und teilen sich wesentliche technische Grundlagen.
Eine neu entwickelte 14-mm-Membran soll für natürlichen, hochauflösenden Klang sorgen. Ein 100 Millimeter langes Akustikrohr mit starker Richtwirkung fokussiert die Aufnahme auf die gewünschte Schallquelle und blendet Hintergrundgeräusche aus. Eine integrierte Stoßdämpferhalterung reduziert Störgeräusche durch Kamerabewegungen, und eine patentierte Technologie schützt vor HF-Einstreuungen durch Smartphones oder andere elektronische Geräte. Beide Mikrofone werden mit einem Windschutz geliefert.


Das Flaggschiff ATV-SG1 bietet darüber hinaus zahlreiche Zusatzfunktionen. Ein Low-Cut-Filter unterdrückt tieffrequente Störgeräusche etwa durch Wind oder Verkehr. Über einen rückseitigen Gain-Regler lässt sich die Verstärkung stufenlos anpassen. Besonders praktisch ist die Safety-Track-Funktion, die auf dem linken Kanal den Hauptpegel und auf dem rechten Kanal eine Sicherheitsspur mit 6 dB weniger aufzeichnet, um bei unerwarteten Lautstärkespitzen eine brauchbare Aufnahme zu gewährleisten.


Zusätzlich verfügt das SG1 über eine externe Eingangsbuchse und einen Zubehörschuh, um etwa einen Lavalier-Empfänger anzuschließen. Eine Kopfhörerbuchse mit Lautstärkeregler ermöglicht Echtzeit-Monitoring. Der integrierte USB-Akku hält laut Hersteller bis zu 24 Stunden. Das günstigere ATV-SG1LE verzichtet auf Safety-Track, Gain-Regler und Low-Cut-Filter, soll aber klanglich gleichwertig sein. Es bezieht seinen Strom direkt über die angeschlossene Kamera.
In Europa kostet das ATV-SG1 199 Euro, das ATV-SG1LE liegt bei 99 Euro. Beide Modelle sind ab sofort erhältlich.
Mit dem AT8024 von 2014 und dem PRO24-CMF von 2013 hatte Audio-Technica bereits On-Camera-Mikrofone im Programm, die in Tests als solide Prosumer-Lösungen galten. Ersteres ist weiterhin für 239 Euro erhältlich, letzteres ist mittlerweile eingestellt.
Quelle: Audio-Technica | via: PetaPixel

