Canon Kameras

Canon DSLMs: Fokus weiterhin auf Einsteiger-Bereich

Canon bestätigt in einem Interview, dass man sich in Zukunft weiterhin verstärkt auf DSLMs für Einsteiger konzentrieren möchte. Ob darunter der High-End-Bereich leiden wird?

Canon äußerst sich zu kommenden DSLMs

In der Gerüchteküche sind die kommenden High-End-DSLMs von Nikon und Canon nach wie vor ein ganz großes Thema – und dieses Thema wird uns sicherlich auch noch einige Wochen begleiten, so lange eben, bis die beiden Hersteller ihre neuen Kameras offiziell vorgestellt haben. Bei Nikon wird das spätestens Anfang 2019 der Fall sein, das hat der Hersteller offiziell in einem Interview mit dem japanischen Fernsehsender NHK bestätigt.

Von NHK wurde nun auch Canon interviewt und Canon hat dort gesagt, dass man „weiterhin DSLMs entwickeln wird, die sich speziell an Einsteiger richten“. Diese Aussage ist grundlegend natürlich nicht wirklich spektakulär. Trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie Nikon und Canon in den Interviews reagieren, wenn es um spiegellose Systemkameras geht. Nikon bestätigt, dass spätestens Anfang 2019 eine waschechte High-End-DSLM auf den Markt kommen wird, Canon hingegen sagt, man wird sich weiterhin auf Spiegellose für Einsteiger konzentrieren. Das schließt natürlich nicht aus, dass Canon den Fokus zusätzlich auch auf eine oder mehrere High-End-DSLMs gelegt hat. Aber es ist zumindest verwunderlich, dass Canon so extrem zurückhaltend ist.

Wie man Canons Aussage beurteilen könnte

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man diese Zurückhaltung beurteilen kann. Möglichkeit Nr. 1: Canon hat etwas Großes in der Mache, will sich aber absolut nicht in die Karten schauen lassen. Das ist die Möglichkeit, auf die ich tippen würde.

Möglichkeit Nr. 2: Canon wird zwar eine High-End-DSLM auf den Markt bringen, aber der Fokus soll in Zukunft trotzdem eher auf günstigen Kameras liegen. Denn dort kann man mehr Einheiten verkaufen und sich so auch mehr Marktanteile sichern, was Canon ganz offiziell als Ziel definiert hat. Ob darunter die spiegellose Vollformatkamera leiden würde? Möglich, vor allem wenn sie mit einem neuen Bajonett auf den Markt gebracht wird. Denn wir sehen es aktuell schon bei den EOS M Kameras, dass Canon den Bereich der Objektive eher stiefmütterlich behandelt.

Was denkt ihr? Will sich Canon nur nicht in die Karten schauen lassen? Oder wird der Fokus in Zukunft wirklich primär auf Einsteiger-Kameras liegen?

via: Mirrorlessrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

21 Kommentare

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  • Könnte natürlich auch sein der der Beta Prototyp den angeblich schon einige Fotografen zum Testen bekommen haben, noch erheblich Mängel hat, sodaß dieser noch mal komplett neu überarbeitet werden muss, und somit vor 2020 mit eine Vollformat / Highend DSLM vom Canon nicht zu rechnen ist.

  • Irgendwie kam es mir immer so ein bischen spanisch vor, dass Nikon und Canon immer ein wenig im Gleichschritt maschieren….genau wie mit den DSLM Vollformatgerätschaften…….keiner kommt so richtig zu Potte, aber plötzlich und unerwartet bringen Beide gleichzeitig…..wir sind ja hier schließlich auf einer Gerüchteseite, und da will man ja auch mal mitspielen.

  • …die Aussage könnte aber auch zur Folge haben das der ein oder andere Canon Besitzer nun sich doch lieber eine DSLM von Sony und Co. zulegt bevor man wieder wartet und dann nur ein Einsteigermodell vorgestellt wird…

  • Zwei plausible Interpretationen, was soll man da noch sagen?
    Genau hingeschaut, ergibt sich, dass Du, Mark, Deine beiden Interpretationen so angelegt hast, dass die zweite auch die Möglichkeiten der ersten beinhaltet; es handelt sich also garnicht um zwei, sondern nur um eine Interpretation in zwei Varianten bzw. mit zwei Schwerpunkten.
    Ich tendiere zu der Vermutung, dass Canon sich dem Massenmarkt zuwendet, genau aus dem genannten Grund: Marktanteile zu halten oder besser auszubauen. Eine KB-DSLM könnte ein, vielleicht halbherziger, Versuch werden, der allein schon aus mangelnder Selbstüberzeugung von Canon zum Scheitern verurteilt sein könnte. Das mag auch der Grund dafür sein, dass man dazu nichts sagt: was man sagen würde, wäre nicht überzeugend.
    Ein neues Bajonett? Was würden die Profis sagen? Vielleicht: „Was soll ich mit einem zweiten Satz Objektive der gleichen Firma oder mit einem Adapter?“, „Was soll mir das für Vorteile bringen? Ein zweites System gibt es jetzt schon besser von Sony!“
    Mein Tipp: Interpretation 2 mit der zusätzlichen Möglichkeit der Interpretation 1. Ein halbherziger Einstieg in KB-DSLM 🙁

  • Also Einsteiger DSLM’s gibt es bereits, M3, M5,M6, M50… will heissen, ja wir legen weiter Wert auf diesen Bereich und vernachlässigen ihn nicht, weil er Masse bringt.
    Aber ob und wann eine VF-DSLM kommt wurde anscheinend nicht gefragt oder nicht beantwortet. Das könnte heissen – wie auch hier bereits vermutet, sie sind einfach noch nicht so weit um Sony „wegzuhauen“ und dann ist es besser noch keine zubringen oder sie wollen sich nicht in die Karten schauen lassen. Auf jeden fall werde ich an die Photokina 2018 nach Köln gehen

  • Leider habe ich zumindest auf die Schnelle keine weiteren Infos zu dem Interview finden können. So muss man Marks Frage auf Grundlage eines einziges Satzes beantworten. Was also genau hat der Canon-Mitarbeiter gesagt:

    …. dass man „weiterhin DSLMs entwickeln wird, die sich speziell an Einsteiger richten“.

    Für mich steckt darin überhaupt keine Aussage zu VF-DSLMs. Es steckt ja noch nicht einmal die Aussage darin, dass man den Fokus, Schwerpunkt oder was auch immer, auf den Einsteigerbereich legt. Es wird lediglich ausgesagt, dass man mit der Entwicklung von DSLM-Einsteigerkameras nicht aufhört, sie als weiterhin entwickelt und anbietet. Eine platte Selbstverständlichkeit mit Null Nachrichtenwert.

    Der Satz klingt für mich nach einer typischen Wischi-Waschi Aussage aus einer Marketingabteilung, der man verboten hat, zur Zeit konkreter zu werden. Egal ob Canon nun eine VF-DSLM in absehbarer Zukunft anbieten wird oder nicht, die Aussage des Mitarbeiters widerspricht weder der einen noch der anderen Möglichkeit. Es wäre auch mehr als verwunderlich, wenn ein Canon Mitarbeiter vor der offiziellen Vorstellung kommender Modelle in einem Interview die Katze aus dem Sack gelassen hätte.

    Es darf also weiter fröhlich spekuliert werden, was Canon nun tatsächlich in der Röhre hat. Aber schön, dass wir über jedes Stöckchen springen, das man uns hinhält 😉

    • Ich sehe das genauso. Aber Mitschuld hat auch der Interviewende, der offensichtlich keine interessanten bzw. zielgenauen Fragen gestellt hat.

  • Canon eiert mittlerweile schon seit Jahren rum. Den Massenmarkt bedienen Sie mit unterschiedlichsten Kameras mit zusammengewürfelten Features. Und überlassen den VF-DSLM Markt, damit aber auch Teile des VF-DSLR Marktes Sony. Denn so wie ich werden einige zu Sony wechseln, insbesondere auch mit der neuen A7 III. Ich verkaufe diesen Monat meine letzte Canon Kamera, die L-Objektive halte ich noch. Mittlerweile habe ich die A7R III und die A7 III sowie 7 Sony FE-Objektive. Geld das Canon auch hätte haben können. Mit entsprechender Performance, klaren Bekenntnissen und vor allem Lieferungen. Sxhnöde Marketingsprüche nutzen nichts mehr wenn andere einfach liefern.

    • Hallo Jürgen,

      ein Wechsel zu Sony ist kein Fehler, aber bevor Du dich für die A7III entscheidest fotografiere lieber mal zum Vergleich mit der A7rIII, das wird dir die Augen öffnen. Spar lieber noch ein halbes Jahr und treffe bei so einem Wechsel die richtige Entscheidung. Aber ich möchte Dir nicht reinreden, nur warnen, die A7III wurde extrem gehypt und es gibt einige die den Kauf schon bereuen. 24MP sind für Landschaft und Architektur heute einfach nicht mehr ausreichend. Selbst die 30MP der 5D Mk IV sind gerade so die Grenze. Also wenn Dus machst, machs richtig!!!

  • Ich möchte hier als ein Canon – Unwissender …
    vorsichtig ausdrücken das ich so eine Meldung als etwa – „Hallo wir sind auch noch da und von uns wird auch noch was im DSLM – Bereich kommen“ – auffassen würde, um im Gespräch zu bleiben.
    Da hat Thomas völlig recht …

  • Ich halte es für denkbar, dass Canon hier mal wieder ihre strikte Trennung von Profi-Kameras zu Semipro-Kameras betonen möchte. Ähnlich wie damals bei der Eos 6D und der 5D III. Das beim für viele Profis so wichitige zweite Kartenfach wurde der 6D nicht gegeben und auch beim CPS-programm wurde die EOS 6D nicht als Profi-DSLR anerkannt (wenn ich mich recht erinnere bekam ich damals nur Bronze-Level).
    Und ich denke so wird es sich auch mit einer DSLM handeln: alles unter der 1er und der 5er Reihe gilt für Canon als Einsteigerlinie.
    Und da ich mir kaum vorstellen kann, dass Canon eine DSLM auf dem Niveau einer 5D IV bauen kann, wird sie bestenfalls eine auf dem Niveau der 6D II bauen. Und diese Klasse zählt ja für Canon zum Einsteigerbereich.

  • Wer in die falsche Richtung zuckt

    hat verloren. Deswegen wird die Vorstellung einer Vollformat High-End-DSLM immer wieder verschoben. Zum einen will man die Profis nicht mit einem neuen Bajonett oder einer lästigen Adapter Lösung vor den Kopf stoßen und zum anderen muss die erzielbare Bildqualität besser als die der Mitbewerber sein um einen sicheren Erfolg zu garantieren. Wie man hört sollen auch neuartige Sensoren verbaut werden.

    Spiegellose für Einsteiger ist viel einfacher weil die Anforderungen nicht so hoch sind und weil wegen dem Größen und Gewichtsvorteil das mehr Sinn macht. Deswegen die Aussage das „weiterhin DSLMs entwickelt werden, die sich speziell an Einsteiger richten“.

    Für mich persönlich ist es egal ob die neue einen Spiegel oder einen elektronischen Sucher hat. Meine Mittelformat hat einen elektronischen Sucher den ich trotz „Eigenheiten“ nicht missen möchte, meine Vollformat mit Spiegel verwende ich genau so gerne.

  • Der Anfänger soll mit einer günstigen Kamera infiziert werden.
    Danach ein besseres Objektiv als Ersatz für die Kittoptik.
    Zubehör muss her.
    Wenn dann einige Jahre um sind hat sich der Jungfotograf so an Canon gewöhnt das er bereit ist schwereres zu tragen und kräftig investiert. Auf dem weg zum 1/2 Möchtegernprofi, mit der Erfahrung der vergangenen Jahre, ist er dann soweit wie die Schreiber in dieser Runde.
    Die Suche nach besserem führt zu allen möglichen Herstellern. Da hat Canon im Moment schlechte Karten. Das hat jedoch Zeit! da alle Suchenden ja da beliben und suchen, suchen, suchen….

  • Ist doch schlichtweg eine bewusste Fehlinformation, dass sich Canon vor allem auf den Einsteigerbereich konzentriert.
    Während eine Fotozeitschrift wie dpixx dies wertneutral weitergibt, macht ihr Canon wieder madig. Nur zur Info, ich fotografiere nicht nur mit Canon, sondern ebenso mit Leica M, Nikon D 500, Pentax, Olympus, aber keinesfalls mit Sony. Meine Erfahrungen mit Sony über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren sind schlichtweg mehr als negativ.

    Viel Spaß beim Fotografieren, egal mit welcher Kamera oder Objektiven, allein die Ergebnisse zählen.

  • — CANON IST TOD —

    mein Beileid.

    …Canon bestätigt in einem Interview, dass man sich in Zukunft weiterhin verstärkt auf DSLMs für Einsteiger konzentrieren möchte. Ob darunter der High-End-Bereich leiden wird?…..

    Ja natürlich, wenn man nur noch billig machen will, also überteuerte Kameras für „Einsteiger“, also Gelegenheitsmenschen, also, Menschen, die gelegentlich mal fotografieren, wie Onkel Rudi und Tante Agate,
    dann wird es eine Sackgasse für Canon, da:
    Die Anspruchsvollen sie, Canon, bald nicht mehr wahrnehmen, da nur noch „Schrott“ produziert wird,

    Machen wir uns mal nichts vor:
    Die Handy-Elite wird diesen Mist nicht kaufen.
    Irgendwann stirbt auch die letzte „Hausfrau“, eh, Gelegenheitsfotograf, aus und dann wird Canon die Reise antreten, in die ewigen Gründe

    Canon war ehrlich, ja, aber da ist ein einzigartiges Armutszeugnis.
    Meine Empfehlung an die Canonier:

    Sammelt Euch noch die Euch fehlenden Stücke und pflegt sie gut. Sie bekommen mal einen hohen ideellen Wert.

    • @Volker
      Ich hoffe das ist Ironie, ansonsten ist es ein sehr mutiges Statement. Und bekanntlich leben totgesagte länger. Es kann einem die Modellpolitik ja nicht gefallen, aber so einen Schluss aus einem Halbsatz zu schliessen ist glaube ich etwas vorschnell. Mir gefällt zum Beispiel die Politik von Sony nicht, die bringen – meiner Meinung nach – viel zu schnell neue, billigere und bessere Modell und man hat das Gefühl, egal wann ich kaufe, kaufe ich alt. Andere finden es toll wie innovativ Sony ist. Also Canon totsagen, dann hast du vermutlich noch nie mit einer einser oder fünfer fotografiert und Du unterschätzt die Grösse und Finanzkraft des Konzerns. Nichtsdestotrotz gebe ich Dir Recht, dass Sony im Moment führend bei VF-DSLMs ist, aber es gibt ja noch andere gute Kamerakonzepte.
      Im Übrigen wäre der Tod Canons für alle Kameranutzer und Hersteller nur von Nachteil, denn dann bliebe nur noch Sony als Kamera-Sensoren Lieferant übrig.

      • „dann hast du vermutlich noch nie mit einer einser oder fünfer fotografiert“, das typische Totschlagargument eines Canon-Nutzers.
        Ich hatte sie alle. Und ich meine wirklich nahezu alle, seit 2004! Alle Klassen, von der 300er über alle zweistelligen, 5er und 7er bis zur 1Dx.
        Fazit heute: Überholte, unzeitgemäße Modelle ohne besonderen Mehrwert gegenüber modernen Top-DSLMs. Einzig die Haptik für wirklich große Hände und die enorme Widerstandsfähigkeit im Extremeinsatz (den sicher niemand der Leser dieses Blogs kennt) sind eventuell noch Pro-Argumente dafür. Was die „Qualität“ der Bilder angeht: Nur sehr wenige Fotografen nutzen diese bis zum Anschlag aus. Und wenn das mein Wunsch ist bin ich mit den Preisen auch nicht mehr weit vom Mittelformat entfernt. Einmal dort angekommen schaut man lächelnd und ein wenig mitleidig auf diese ganzen Forendiskussionen zum Thema Vollformat zurück 😉
        Der Zug ist abgefahren! Nur wer ernsthaft glaubt dass größere Kameras bessere Bilder machen und wer seine fotografische (Meinungs-)Bildung aus Facebook-Gruppen oder Youtube hat kauft so was noch.
        Es heizt ja auch keiner mehr mit Kohle oder betreibt sein Auto mit Holzvergaser.
        jm2c!

    • @ Volker Missal,
      Totgesagte leben länger 😉
      vom Einsteigermarkt kann ein Unternehmen wesentlich besser leben
      die geringeren Entwicklungskosten in diesem Segment lassen sich auf viel mehr Kameras verteilen

      @ Herbert F.
      dieses Forum hat eine starke Tendenz zur Sony-Selbstbeweihräucherung
      da achtet man nur darauf, was sich im eigenen Fotorucksack befindet
      andere Kamera-Hersteller und insbesondere der Marktführer werden perfide verspottet
      Objektivität ist hier nicht vorhanden
      Marktanteile und Verkaufszahlen werden mit Hilfe von Scheuklappen ausgeblendet

  • Hallo,

    ein 6D-Ersatz als DSLM wäre das, was ich erwarte, weniger ein Produkt im 1er Bereich.
    Sich in die Profiwelt zu wagen halte ich bei den derzeitigen Erfahrungen von Canon mit seinen DSLM für eher weniger wahrscheinlich, denn z.B. die AF-Anforderungen mit den aktuellen weissen Objektiven und DSLM hinzubekommen halte ich für ambitioniert. Da würde man sich im Prosumer-Bereich wohl besser bewegen können. Dass es irgandwann mal im Top-Bereich auch einen Paradigmenwechsel geben wird erwarte ich schon, aber noch nicht jetzt.
    Ein drittes EOS-Bajonett – ich denke das wäre ein Stigma, denn dann hätte man drei Objektivserien. Ich selbst habe für meine M nur das Satzobjektiv und den Adapter, mehr tue ich mir mit M-Bajonett auch nicht an. Die meisten EF-/EF-S Objektive arbeiten zufriedenstellend damit, warum sollte ich mir noch mehr Zeugs hinlegen?

  • Canon hat von Beginn an in diesem Segment auf ganzer Linie versagt. Die Ms sind nie an die Kameras der Vorreiter Olympus, Panasonic und Sony heran gekommen. Offensichtlich hatte man das Thema entweder verschlafen, nicht ernst genommen oder aus Vorsicht verschleppt. Aus Angst davor in den Augen der etablierten Canon-Fotografen einen Fauxpas zu begehen oder diese zu verärgern. Auch bei den DSLRs fand in jenen Jahren keinerlei Innovation ihren Weg in die neuen Modelle. Die alten Leiern Megapixel und High Iso wurde so lange bespielt bis die Saiten ausgelutscht waren. Und da es keinen signifikanten Führungswechsel gab erwarte ich auch zukünftig nichts mehr. Einerseits schade, andererseits bekräftigt es in der Rückbetrachtung meinen Entschluss in 2013, nach fast 30 Jahren Markentreue und mehr als 50 Bodies den Hersteller zu wechseln. Bis heute habe ich es nicht bereut, und Canon liefert mir auch keinerlei Grund dazu.
    Bei Nikon kenne ich mich da nicht ganz so gut aus, aber bis auf die absoluten Top-Modelle haut mich da auch nichts vom Hocker, das ich nicht mit der Hälfte an Gewicht und Größe auch in meinem Täschchen hätte. Die ersten Spiegellosen waren ja noch nicht mal einen ausgiebigen Test wert.
    Zusätzlich habe ich mich auch von der Markentreue verabschiedet. Das mFT-Bajonett eröffnet einen größeren Horizont und für besondere Aufgaben darf es auch das Gerät eines anderen Herstellers sein. Für seltene Einsätze wird gemietet oder kurzfristig dazu gekauft und wieder abgestoßen. Das befreit ungemein und bindet weniger ruhendes Kapital.
    Gut, man muss sich selbst natürlich genügen als Fotograf. Wer sich über das Volumen und die Masse seines Arbeitsgeräts definiert und seinen Anspruch darauf aufbaut wird das sicherlich nie verstehen 😉
    In diesem Sinne: Allzeit Gut Licht!