Canon Kameras

Canon EOS 200D Nachfolger im Anmarsch

Canon wird anscheinend in naher Zukunft eine neue DSLR für Einsteiger auf den Markt bringen, den Nachfolger der EOS 200D.

Canon EOS 200D: Leichte DSLR für Einsteiger

Die Canon EOS 200D wurde im Juni 2017 offiziell vorgestellt und wollte wie schon ihre Vorgängerin mit einem leichten und kompakten Gehäuse überzeugen. Nur 450 Gramm bringt sie auf die Waage, womit sie natürlich vergleichsweise unkompliziert transportiert und mitgenommen werden kann. Aus technischer Sicht hat sie einen 24-Megapixel-Sensor, den Dual-Pixel-Autofokus sowie Full-HD-Videos mit 60 fps zu bieten. Es handelt sich hier also um eine Kamera, die perfekt für Einsteiger geeignet ist, auch mit ihrem Preis von aktuell rund 470 Euro inklusive Objektiv:

Nachfolger soll bald erscheinen

Nun sind erstmals Gerüchte zum Nachfolger der Canon EOS 200D durchgesickert, der nach Angaben der Webseite Nokishita irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten vorgestellt werden soll. Genaue Details zu der Kamera sind noch nicht bekannt, doch man munkelt, dass möglicherweise ein neuer bzw. überarbeiteter 24-Megapixel-Sensor (natürlich ebenfalls im APS-C-Format) zum Einsatz kommen könnte. Ansonsten kann man damit rechnen, dass Canon einige kleine Verbesserungen vornehmen, das Rad mit dem EOS 200D Nachfolger aber nicht neu erfinden wird.

Canon hält also an günstigen Einsteiger-DSLRs fest – und das ist meiner Meinung nach richtig so. Wer keine Erfahrungen in Sachen Fotografie hat und erstmal in ein mögliches neues Hobby hineinschnuppern möchte, der will in der Regel nicht mehr als 500 Euro ausgeben. Also braucht es auch entsprechende Kameras, die diese Zielgruppe bedienen. Und wer Freude an der Fotografie findet, kann langfristig gesehen in eine teurere Kamera und und weitere Objektive investieren – was in diesem Fall natürlich Canons Plan ist.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

11 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Das einzig positive ist das damit bestätigt wird, EF-S ist noch nicht tot. Ansonsten wird man sehen wie gut eine DSLR Einsteiger Kamera sein kann. Klein, leicht und halbwegs preiswert muss sie sein, dann klappt das bestimmt.

  • Man darf nicht vergessen, nicht nur Europäer, Amerikaner, Japaner machen Bilder. Millionen Afrikaner, Inder und wor allem Chinesen sind begeisterte Fotografen. Je besser es den Menschen geht, desto mehr Bilder werden aufgenommen. Und noch was, die magische Grenze sind oft 500 Dollar.
    Das bedient mit zwei Kitobjektiven immer noch eine günstige DSLR, die hat dann auch noch einen ernst zu nehmenden Sucher.

  • Es ist das richtige für den Einsteiger, aufsteigen kann man dann ja immer noch. Nur wollen die Fotofirmen das nicht so recht einsehen. Kein Neuling gibt mal eben 5000€ für die VF Ausrüstung aus.

  • Canon versucht damit in den Schlagzeilen zu bleiben, bis sie endlich so weit sind um mit Sony – sensormässig – gleichzuziehen. Ich rechne damit, dass bis 2020 die Lücke geschlossen oder zumindest kleiner geworden sein wird. Nebenbei bedienen sie – wenn der Preis stimmt – mögliche Neueinsteiger, die meistens auch dieser Marke beim Aufstieg treu bleiben.

  • Wer ruft danach? Wenn ich sehe, wieviel gebrauchte z.B. auf E-Bay Kleinanzeigen für einen Schleuderpreis angeboten werden, dann würde ich mir direkt eine Höherwertige für wenig Geld dort kaufen.

  • Da muss ich mal etwas loswerden.

    Für mich ist jeder der sich mit gut gemachten Bildern beschäftigt herzlich willkommen. Ob vom Smartphone oder vom Superboliden, das Ergebnis zählt.

    Wenn ich daran denke mit welchem Aufwand eine Werbeagentur Kunden gewinnen muss, da wird einem schlecht. Auf der anderen Seite gehe ich ganz gerne mal auf eine Ausstellung des örtlichen Fotoklubs. Mit welchen einfachen Geräten da sehr gute Bilder/Videos entstehen ist schon erstaunlich.

    Das die Industriesparte Fotografie momentan schwächelt hat nichts mit der Güte ihrer Produkte, sondern mit Marktsättigung, neuen Technologien und nicht vorhersehbarem Kundenverhalten zu tun. Selbiges wird sich in wenigen Monaten in der Sparte Automobil wiederholen. Unsichere Gesetzeslage, Ängste nicht mehr fahren zu dürfen (Feinstaub Hysterie) nicht vorhandene Infrastruktur für Elektromobilität usw. wird dazu beitragen das es eine saftige Rezession geben wird.

    Was fehlt sind klare Aussagen der Fotoindustrie wie sie sich die Zukunft vorstellt. Nichts ist schlimmer für den Kunden als das Gefühl „verar…“ zu werden. Dann lieber nichts kaufen und mit dem Smartphone fotografieren das man sowieso immer dabei hat.

    Wenn Canon so mutig ist eine neue kleine, leichte preiswerte EOS 300 DSLR mit neuem verbessertem Sensor auf den Markt zu bringen dann wünsche ich Canon damit viel Erfolg.

    • Sehr richtig dein Beitrag. Es ist momentan so, dass nur ein Format (VF) und nur eine Firma (Sony) in den Himmel gehoben wird. Wir brauchen Vielfalt und Wettbewerb. Ohne dieses werden Artikel für die Fotografie nicht mehr zu bezahlen sein.

  • Ich bin kein Einsteiger, wollte aber eine relativ kleine Kamera samt optischen Sucher und der Möglichkeit Objektive zu wechseln. Es ist die Canon 200d geworden, da es auch gute und für mich passende Festbrennweiten im Formfaktor „Pfannkuchen“ gibt. Das Preis- und Leistungsverhältnis ist für mich ebenfalls ein mitentscheidender Punkt! Je günstiger eine Kamera samt Objektiven, um so weniger die eigene Ermahnung gut darauf aufzupassen. Dies ergibt für mich ein unbeschwerteres Reisen. In meinem erwünschten Gesamtpaket hat es leider keinen anderen Mitbewerber gegeben. Um es vorweg zu nehmen, die Marke ist nicht entscheidend! Entscheidend ist jedoch, für mich, eine in der Handhabung sympathische Kamera. Technische Details sind zweitrangig. Diese sind zwischen den verschiedenen Kameramarken durchaus vorhanden, aber nicht derart weit voneinander entfernt um von einer schlechten Technik eines Herstellers sprechen zu können. Zu diesem Thema fällt mir immer folgender Merksatz ein:“Der Amateur kümmert sich um die Ausrüstung, der Profifotograf kümmert sich ums Geschäft und der Meister kümmert sich ums richtige Licht.“ Ich bin davon überzeugt, dass kein werter Betrachter sagen kann mit welcher Kameramarke ein Posterausdruck entstanden ist. Schon gar nicht Fotos in einer Bildschirmpräsentation. Für ein sehenswertes Werk oder für einen Hingucker ist der Fotograf (w/m/d) zuständig! Dies wissen wir alle, vergessen es jedoch immer wieder! Und ich denke, jeder Fotokünstler (w/m/d) findet das richtige Werkzeug für seine Botschaft! Gut Licht!

  • Ich habe beruflich viel mit jungen Leuten zu tun und beobachte seit Jahren dort (beeinflusst durch Instagram) ein hohes Interesse an Fotografie besonders bei jungen Mädchen. Ich hatte mehrfach Gelegenheit, einige sehr gut gemachte Fotos, meist mit Handys aufgenommen, zu sehen, die mich ziemlich verblüfft haben von Kindern und Teenagern. Nun beobachte ich auch zunehmend, dass diese Jugendlichen von der Handyfotografie weg wollen und sich richtige Fotoapparate kaufen, teils gebraucht bei Ebay. Ein Mädchen von ungefähr 15 Jahren erzählte mir neulich, dass sie dabei wahrscheinlich betrogen wurde, denn die für sie sehr teure Kamera (glaube ca. 700 Euro hat sie ausgeben) hat nach wenigen Fotos ihren Geist aufgeben. Ich riet ihr, zukünftig Gebrauchtkäufe von Kameras aus unzuverlässigen Quellen zu unterlassen.
    Für solche Klientel (junge Fotoeinsteiger) braucht es Kameras und zwar mit sehr guten optischen Leistungen (denn diese jungen Leute sind zwar Einsteiger, haben aber auch Ansprüche ans Bild) in der 500 Euro Klasse. Auch mancher engagierte Amateur wird sich möglicherweise in dem Preisbereich nochmal mit einer Zweitkamera bedienen. APS-C ist für viele vollkommen ausreichend. Ich selbst nutze drei Fuji-X-Kameras und sehe kaum einen Gewinn in FF, eher dann schon im Mittelformat.
    Zurück zu dem Mädchen, das da einen Reinfall erlebt hat. Es hat inzwischen eine neue Kamera mit Hilfe seiner Eltern und Geldgeschenken zu Weihnachten und so gekauft. Neu und auch von Canon. Sie mag die Marke. An Sony und Fuji wollte sie nicht ran, weil sie schon ein Objektiv von ihrer defekten Canon hatte. Das wollte sie unbedingt behalten.
    Offensichtlich hat Canon auch noch einen guten Namen, der sich in Einsteigerkreisen gut gehalten hat. Da kann Canon mit dieser preiswerten Einsteigercam sicher auch einiges richtig machen.
    Ich persönlich favorisiere aber inzwischen Fuji und vielleicht auch Sony, weil ich auch sehr viel filme und auf gutes 4K und entsprechende Einstellmöglichkeiten und Kontrollwerkzeuge in meinen Kameras wert lege. Ich würde Canon auch raten, in diesen niedrigeren Preisbereich schon 4K anzubieten. Panasonic macht das schon länger und fährt ganz gut damit. So bekommt man auch Filmer mit in den Kundenkreis. Sony hat unterhalb der A6300 nix mit größerem Sensor und 4K. Die gibts zwar grad im Sonderangebot für 666 Euro, was aber vielen Jugendlichen trotzdem schon zu viel ist. Video ist denen auch nicht so wichtig. Und die 6000er nehmen auch wenige, denke ich mal, weil sie vielen nicht attraktiver erscheint als z. B. eine Canon oder Nikon. Oft spielt es auch eine Rolle, wenn sie aus ihrem Umfeld gebrauchte und aussortierte Optiken bekommen, vom Opa, Vater oder den älteren Geschwistern. Das sind dann halt allermeist Canon oder Nikonobjektive. Hier haben also die Etablierten ihre Vorteile. Gerade bei Einsteigern.