Canon Kameras

Canon EOS 6D Mark II: Schlechter als die 6D im High-ISO-Bereich?

Fotograf Alan Dyer hat getestet, wie sich die Canon EOS 6D Mark II bei Nachtaufnahmen schlägt. Das Ergebnis: Die alte 6D liefert bessere Ergebnisse!

Kritik und Lob für die Canon EOS 6D Mark II

Die Canon EOS 6D Mark II bietet nach wie vor Gesprächsstoff. Auf der einen Seite liefert Canon hier eine gute Allround-Kamera, auf der anderen Seite erfüllt die 6D Mark II allerdings nicht die technischen Anforderungen, die viele Nutzer im Jahr 2017 an ihre Kamera stellen. Vor allem der Sensor der neuen Vollformatkamera musste bisher viel Kritik einstecken, da Canon es nicht geschafft hat, den Dynmikumfang im Vergleich zur 4 1/2 Jahre alten 6D nennenswert zu verbessern.

Aus einigen Testberichten ging bisher allerdings hervor, dass die Kamera wohl im High-ISO-Bereich recht gute Ergebnisse abliefern soll. So war beispielsweise Chris von TheCameraStoreTV in seinem Test zur 6D Mark II recht angetan von den Bildern, die die Kamera bei schlechtem Licht liefert:

„Ich bin beeindruckt von der Low-Light-Performance!“

Neue Testergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen

Nun sind allerdings neue Testergebnisse aufgetaucht, die eine ganz andere Sprache sprechen. So hat Fotograf Alan Dyer nämlich die Canon EOS 6D Mark II getestet und den Fokus bei seinem Test voll und ganz auf Nachtaufnahmen und somit die High-ISO-Performance der neuen DSLR gelegt. Zum Vergleich hat er die alte 6D herangezogen.

Die Ergebnisse des Tests sind absolut eindeutig. Vor allem im High-ISO-Bereich überzeugt die alte Canon EOS 6D mit besseren Bildern und weniger Rauschen. Die beiden Vergleichsbilder könnt ihr euch hier anschauen:

Nun kommt die Canon EOS 6D Mark II natürlich mit einer höheren Auflösung daher, und mehr Megapixel führen automatisch auch zu mehr Rauschen. Trotzdem sollte man bei einer Steigerung von nur 6 Megapixeln und einer Entwicklungszeit von 4 1/2 Jahren zumindest gleichwertige Ergebnisse erwarten dürfen.

Meine persönliche Meinung: Ich bin etwas irritiert, denn eigentlich sah es ja bisher so aus, als würde die 6D Mark II im High-ISO-Bereich gute Ergebnisse liefern. Aber vielleicht ist es hier ein bisschen, wie ich es bereits im Artikel „Meine Meinung zur Canon EOS 6D Mark II“ beschrieben habe. Wenn ich in ein Auto mit 400 PS steige, dann bin ich beeindruckt, wie schnell das Auto ist. Genauso bin ich vermutlich beeindruckt, wenn ich mir die High-ISO-Aufnahmen der 6D Mark II anschaue. Auch Alan Dyer bezeichnet diese objektiv betrachtet als „sehr gut“. Doch wenn ich dann andere Autos zum Vergleich heranziehe, diese Autos alle 600 PS haben und teilweise deutlich älter und günstiger sind – dann ist das 400-PS-Auto im direkten Vergleich einfach zu langsam. Und zu teuer.

Generell: Nie aufgrund einzelner Testergebnisse eine Kaufentscheidung treffen. Doch wenn ihr euch für die 6D Mark II interessiert und die High-ISO-Performance für euch wichtig ist, dann würde ich an eurer Stelle zumindest nochmal andere Tests zum Vergleich heranziehen.

Update: Insgesamt scheinen die JPEGs der 6D Mark II mit einem besseren Rauschverhalten im ISO-Bereich punkten zu können als die RAWs. Dikussionen dazu weiter unten in den Kommentaren.

via: PetaPixel

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

20 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Ich verlasse mich grundsätzlich nicht auf die Aussagen und Tests im Fotoblätterwald! Aber die vielen gewissen negativen Bewertungen würden bei mir Vorsicht walten lassen! Aber Gottseidank, habe ich ja das Problem mit meinem Kameras ja nicht!

  • Hier muß ich leider auch unter diesem Bericht einen Kommentar abgeben, der vom geschriebenen abweicht.
    Die 6D Mark ll ist aus eigener Erfahrung vor allem bei hohen ISO-Werten besser als die 6D, die schon sehr gut war.
    Ich habe sie vor knapp zwei Wochen bekommen und bereits vor allem bei hohen ISO Werten getestet und bin überzeugt.
    Jeder muss selbst wissen, ob ihm der Mehrpreis das wert ist, für mich gilt das.

    • @Joachim
      Wurden da RAWs verglichen oder die JPEGs?

      Meine getestete MK2 hatte beim Fokussieren am Abend auf einem Konzert wie auch bei Tests in der Nacht ihre Probleme. Die hat unsere alte 6D auch, aber nicht so ausgeprägt.
      Entweder gibt es da (auch was High Iso angeht) Unterschiede von Model zu Model oder die Testbedingungen unterscheiden sich enorm (Temperatur usw.).

      • @Akki Moto
        Getestet habe ich an der MK II das Canon 24-70mm 2.8L II, das 85mm 1.2L II, das 70-200mm 2.8L IS II, von Tamron das neue 70-200 2.8 G2 und von Sigma das 24-35mm 2.0 DG HSM Art Objektiv.
        Für Makros war leider keine Zeit mehr. Aber ich werde nochmals eine zum Testen bekommen, dann auch mit Test bei einem Motorradrennen 🙂

      • @Thomas, ich habe RAWs verglichen, insb. bei ISO 12800, und kann die Beobachtungen von Joachim jedenfalls für mich bestätigen (6D2 besseres Rauschverhalten als 6D).

      • Hier muss ich widersprechen. Besitze ebenfalls die 6D und die neue MK II und kann in den hohen ISO Bereichen keine Verbesserungen feststellen. Sind meiner Meinung nach eher Verschlechterungen, ähnlich wie auf den verlinkten Bildern im Artikel von Mark zu sehen.

    • Hallo Joachim! Warum denn „leider“, genau dazu sind Kommentare doch da, um unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu sammeln!

      Kann mich der Frage von Thomas (@Thomas, danke auch für deinen Erfahrungsbericht) nur anschließen: Hast du RAWs oder JPEGs verglichen? Und hast du die Bilder zufällig irgendwo hochgeladen? Ich habe das Gefühl, dass es gerade im High-ISO-Bereich sehr unterschiedliche Wahrnehmungen gibt, ob die 6D Mark II nun gute oder schlechte Ergebnisse liefert. Fängt vielleicht schon bei der Frage an, was genau „High ISO“ ist. Für den einen fängt High ISO bei ISO 1.600 an, für den anderen erst bei ISO 6.400. Außerdem wie gesagt die Frage ob JPEG oder RAW.

      Liebe Grüße, Mark

      • Hallo Mark, das „leider“ bezieht sich auf meine Wahrnehmung bezüglich Deiner tendenziell ablehnenden Haltung gegenüber der 6D Mark II hier in Deinen Blog-Berichten.

        Wie Du selbst schon geschrieben hast, hat die MK2 eine ca. 30% höhere Pixeldichte. Wenn ich also die Bilder der verschiedenen Kameras mit unterschiedlicher Auflösung vergleiche, darf ich nicht nur die 100% Ansicht vergleichen sondern muss die Bilder vorher auf die gleiche Pixelgröße bringen.

        Vergleiche ich die Laborwerte im Fotomagazin, dann liegen 6D und 6DM2 dicht beisammen. Die Bilder im Vergleich suggerieren einen sehr viel größeren Unterschied.

        Der Einwand, wann fängt bei mir high-ISO an, ist berechtigt. Für mich ist hier auch der Bereich über ISO 3200 bis 6400 interessant. Aber eben auch der häufiger benutzte Bereich über 1000 ISO und da sehe ich die 6DMK2 trotz der höheren Pixeldichte mindestens auf dem Niveau der 6D. Mein rein subjektiver Eindruck bestätigt dies (Bild im Link mit ISO 1000)
        http://daten-transport.de/?id=KFhWaD4x8xn6

        @Thomas
        Du hast recht, die realen Testbedingungen variieren stark. Das sieht man auch an der Diesel-Berichterstattung :-).

    • @Joachim: Ich bin von der 6D Mark II nicht restlos überzeugt, absolut richtig. Auf meine persönliche Meinung bin ich aber eigentlich nur im Artikel „Meine Meinung zur Canon EOS 6D Mark II“ eingegangen. Die „ablehnende Haltung“ aus anderen Berichten stammt nicht von mir, sondern von den Tests großer Magazine (DPReview, TCSTV, Techradar usw.), die in den entsprechenden Artikeln von mir zusammengefasst wurden.

      @Joachim @ Akki Moto: Zu dem 6D Mark II Testbericht von Fotomagazin.de, auf den ihr beide verwiesen habt: Bei diesem Labortest wurden ausschließlich JPEGs getestet, keine RAWs. Ich denke mal das erklärt, warum der 6D Mark II dort eine gute Bildqualität bescheinigt wird, während andere, die RAWs getestet und verglichen haben, nicht so wirklich begeistert sind von der Bildqualität. Das heißt wir können denke ich mal als groben Zwischenstand festhalten: JPEGs der 6D Mark II top, RAWs so lala.

      Was ist nun wichtiger, JPEG oder RAW? Muss jeder für sich selbst entscheiden, je nachdem was er mehr nutzt. Ich persönlich greife, wenn es mir um Bildqualität geht, immer auf RAWs zurück.

      Erneut @Joachim und @Akki Moto: Danke für die 6D Mark II Bilder, die ihr hier bzw. auf unserer FB Seite verlinkt habt. Schöne Bilder, keine Frage. Bildqualität sieht toll aus. Aber die Bildqualität jeder im Jahr 2017 vorgestellten Kamera sieht toll aus, wenn man sie in einem Vakuum betrachtet, ein einzelnes Bild hat hier objektiv gesehen leider nichts zu sagen. Subjektiv natürlich schon, wenn man die Bildqualität richtig gut findet, kommt die Kamera für einen Kauf in Frage. Aber ich denke wenn man die Bildqualität objektiv beurteilen möchte, braucht es einen direkten Vergleich mit mindestens einer anderen Kamera. Gleiche Bedingungen, ISO-Werte gleichmäßig steigern, Vergleichsbilder erstellen. So wie die Bilder, die ich oben im Artikel verlinkt habe. Die sind für mich aussagekräftig, da ich direkt vergleichen kann.

      Wenn ihr mir aussagekräftige Vergleichsbilder schickt, veröffentliche ich diese hier sehr gerne! Mir geht es in keinster Weise darum, die 6D Mark II schlecht zu reden.

      Abschließend an @Akki Moto: Du schreibst unter anderen Artikeln, dass im Labor durchgeführte Dynamikmessungen nicht ernst genommen werden können und dass man auf richtige Tests warten soll. Du sagst, dass du die 6D Mark II und die 6D besitzt und dass du bei deinen Tests festgestellt hast, dass die 6D Mark II eine „sichtbar“ bessere Bildqualität liefert. „Insbesondere beim Dynamikumfang“ sei ein toller Fortschritt erkennbar.

      Und dann schreibst du auf deiner eigenen FB-Seite, dass du dir leider noch keine RAWs der 6D Mark II anschauen konntest, weil dein RAW-Konverter die 6D Mark II erst ab Oktober unterstützen wird? Das macht deine Aussagen insgesamt ein bisschen unglaubwürdig, findest du nicht?

      Liebe Grüße!
      Mark

      • In welchem Labortest werden denn bitte nur JPEG-Dateien ausgewertet? Das macht in meinen Augen keinen Sinn. Wer Bildqualität will, fotografiert RAW!

      • Ich möchte noch ergänzen, daß man die Bildqualität von Fotos, welche auf Facebook hochgeladen und stark komprimiert wurden, sowieso nicht als Maßstab nehmen sollte. Meine Vermutung ist, daß Canon bei den JPEG’s der 6D Mark II starke Rauschreduzierung betreibt, allerdings auf Kosten der Bildqualität und Schärfe. Das wird allerdings verschleiert, wenn die Bilder komprimiert werden.

      • Hallo Mark,
        Deine Mutmaßung, dass ich mir keine RAWs anschauen konnte ist falsch. Vielmehr habe ich bedauert, dass für mein bevorzugtes RAW-Tool (DxO) erst für 10/2017 eine Unterstützung der 6D Mark II angekündigt ist. Wie in meinen Beiträgen zu lesen handelt es sich bei den Bildern von mir (ausser ich habe es angegeben) immer um RAW-Entwicklungen. Und auch bei der 6D Mark II haben die RAWs mehr Potential als die JPGs. Die RAWs habe ich vorzugsweise mit DPP, dem RAW-Tool von Canon entwickelt. (Einige in Photoshop CC, aber da habe ich wegen des bekannten Adobe-Fehlers in bestimmten Umgebungen Farbverfälschungen).
        Liebe Grüße
        Akki Moto

      • Hallo Akki Moto, danke für die Klarstellung! Ich hatte nur gelesen, dass du die RAWs der 6D Mark II derzeit noch nicht nutzen kannst und habe das dann falsch interpretiert – sorry!
        Liebe Grüße!

  • Lassen wir doch mal bitte die Kirche im Dorf.
    Fakt ist, es handelt sich hier um eine Vollformat Kamera, die jetzt schon bei Amazon mit EUR 1.853,57 billiger ist, als das Nikon APS-C Sport Flaggschiff die D500 mit EUR 1.929,00.
    Klar ist die D500 Klassenführer für Sport und Wildlife bei APS-C, nur so ein Vollformat Sensor kostet auch, also von daher denke ich kann man die Preisdiskussion ein bisschen relativieren.
    Was bei der 6DII im Vergleich zur zb D750 immer vergessen wird ist, dass Canon den besten Video und LiveView Autofokus am Markt hat und Nikon den schlechtesten.
    Über 4k will ich gar nicht zuviel reden, ich finde es eher lächerlich wenn vor allem Youtuber immer 4k fordern, aber selbst mit 720kb streamen.
    Meiner Meinung nach ist 4k ein von der Industrie künstlich implantierter Standard, der aber im wahren Leben weder Einzug gefunden hat, noch funktioniert.
    Oder zeigen Sie mir bitte einen 4k Fernseher, der ein 4k Video einer zB GH5 von einem USB Stick abspielt, obwohl er es vom Codec her können müsste.
    Die restlichen Verbesserungen finde ich sehr gelungen und auch sinnvoll.
    Für mich ein sehr gutes Allround Paket für den Vollformat Einsteiger.

    • Ja die Nikon D500 ist für eine APS-C Kamera nicht gerade ein Schnäppchen, ist der 6DII von der Ausstattung (mal abgesehen von der Sensorgröße) aber auch deutlich überlegen.
      Wenns nur um den Preis geht: A7II knapp 1500 Euro (und im Vergleichstest besser), D750 1750€ (und war im Vergleich auch besser) und die Vollformat-Schnäppchen A7 ca. 900€; Nikon D610 ca.1.400€ (klar, sind schon älter).

      Zum angeblich besten Video und LiveView AF, nope ist definitiv nicht der beste, vielleicht wenn man reine Spiegelreflex Kameras betrachtet, aber gegen eine Panasonic oder Olympus kommt er nicht an. Ja Nikons LiveView AF ist in der Tat nicht berauschend (war auch so ein Grund warum ich von Nikon weg bin).

      Ob man 4K braucht / will oder nicht liegt natürlich im Anspruch des einzelnen (potentiellen) Kunden, aber viele hatten zu Recht darauf gehofft. Das der Standard keinen Einzug gefunden hat oder sogar nicht funktionieren soll, sorry vielleicht bei ihnen zu hause nicht, sonst funktioniert er aber problemlos.
      Es gibt auch 4K Fernseher die 4K Videos von (entsprechend schnellen) USB-Sticks abspielen, nen USB1.0 oder USB2.0 Stick brauchen sie natürlich nicht nehmen. Besser gehts natürlich von ner externen SSD.

      Das soll alles nicht heißen, die 6DII sei eine schlechte Kamera, aber man muss, wenn man sachlich bleibt (und die Canon-Fanboy-Brille abnimmt), zugeben, es gibt zu dem Preis bessere Kameras. Das Canon als Marktführer mehr rausholen hätte können bin ich mir eigentlich sicher, aber sie wollten scheinbar nicht (vielleicht aus strategischen Gründen). Sind wir mal ehrlich, der Unterschied zwischen 6DI und 6DII ist nicht so deutlich ausgefallen wie man es im Voraus erwartet hat, vor allem wenn man die Entwicklungszeit dazwischen betrachtet. Wenn ihnen die Kamera zusagt und sie damit zufrieden sind ist doch auch alles super, ich gönn ihnen und jedem anderen auch, dass sie mit dieser Kamera Spaß haben und tolle Fotos machen (was auch nie jemand bezweifelt hat das es geht).

      • Was mir bei allen Kameradiskussionen auffällt ist die einseitige Fokusierung nur auf die Specs. Ja es ist wohl so das die 6DII z.b. im Dynamikumfang anderen nicht das Wasser reichen kann. Was mir als Fotograf aber wesentlich wichtiger ist, ist die Bedienbarkeit, Bedienlogik, Haptik. usw. Das hat für mich einen wesentlich höheren Stellenwert als der Unterschied DR 11,9 zu 13,5 (oder was auch immer)

        Ich möchte das mal ganz praktisch erklären. Ich habe neben Canon auch noch eine Sony A6300. Ein Batteriegriff gehört für mich zwingend dazu. Bei eben dieser Sony muß man um die Speicherkarte zu wechseln den Batteriegriff abmachen. Wie bescheuert ist das denn bitte? Dazu benötigt man noch ein externes Kabel um am Batteriegriff auslösen zu können. Hallo? Völlig idiotisch das Konzept. Da kann die 6300 mit ihrem Sensor noch so prahlen ich greife immer wieder zu Canon. Einfach, weil es einfacher ist.

        Bei den Anderen ist auch nicht immer alles Gold was glänzt. Auch dort gibt es große Schwächen. Jeder muß halt für sich rausfinden mit welchen dieser Schwächen er am besten klar kommt. Das Bedienkonzept der Sonys geht für mich absolut nicht.

      • @joersch
        Ich stimme dir voll und ganz zu was Bedienbarkeit etc. angeht, deshalb verwende ich zum größten Teil meine Olympus OM-D E-M1, welche ein großartiges Handling und intuitive Bedienung bietet. Ich hab auch noch eine Sony Alpha 77II (A-Mount) welche im vergleich zu den E-Mount Kameras von Sony in dem Bereich auch um Welten besser ist und bei der auch der Batteriegriff perfekt gelöst ist, die ist mir nur für längere Touren zu schwer und zu sperrig. Canon Kameras hatte ich auch schon in der Hand und die sind bei der Bedienung auch nicht verkehrt (ich würde meine Olympus trotzdem nicht dagegen eintauschen wollen).

        Klar sind die Diskussionen stark auf die Specs bezogen, vor allem wenn man 6D und 6DII vergleicht, denn sonst hat sich ja in der Bedienung nicht viel verändert. Da ist Canon zum Teil auch selbst schuld, da sie im Voraus, vor allem im Dynamik-Bereich, den Mund ganz schön voll genommen und die Erwartungen somit in die Höhe getrieben haben und nun eben doch nicht liefern konnten/wollten.

        Wie ich schon erwähnte ist die 6DII grundsätzlich keine schlechte Kamera und wird auch ihre Käufer finden, sie konnte aber eben die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

    • Was bei fast keiner Diskussion zur Sprache kommt: Die gute „alte“ 6d ist (neben der Nikon df) eine der farbtreuesten Kameras überhaupt! Das war der Hauptgrund für mich als Landschaftsfotograf von den orangelastigen Sonys, den farblich viel zu kalten D7000-Nachfolgern und den knallbunt-kühlen Fujis Abstand zu nehmen.
      Meine knackscharfe Samsung NX500 packt auch heute noch jede Sony bzgl. Rauschfreiheit. Aber die Farben sind genauso verschoben wie die koreanischen TVs desselben Herstellers (magentalastig).
      Mein Fazit der letzen 10 Jahre: Fast jeder Auflösungsfortschritt wird mit schlechteren/abweichenderen Farben „bezahlt“(s. dKamera).
      Für Nicht-Farbenblinde ist die 6d daher nach wie vor ein Genuss…