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Canon EOS 6D Mark II: Zahlreiche Tests kurz zusammengefasst

In den letzten Tagen und Wochen sind zahlreiche Tests zur Canon EOS 6D Mark II veröffentlicht worden. Wir wollen einige kurz zusammenfassen.

Bildqualität der Canon EOS 6D Mark II

Nachdem wir zuletzt bereits den Canon EOS 6D Mark II Test von DPReview, das wie immer gelungene Video von TheCameraStoreTV, die Testberichte von Trustedreviews und Techradar im Hinblick auf die Bildqualität sowie den High-ISO-Vergleich von Alan Dyer zusammengefasst haben, wollen wir heute prüfen, wie andere Magazine und Fotografen über Canons neuste DSLR urteilen.

Dabei achten wir primär darauf, was die jeweiligen Tester zur Bildqualität zu sagen haben, denn in diesem Bereich gibt es nach wie vor recht unterschiedliche Meinungen und Eindrücke. Ansonsten weiß man ja inzwischen ziemlich genau, was die 6D Mark II zu bieten hat (Touchscreen, neuer Autofokus usw.) und was nicht (keine 4K-Videos, nur ein SD-Slot usw.).

Heise.de

Fangen wir im deutschsprachigen Raum an! Die Kollegen von Heise.de haben bereits zahlreiche Testbilder mit der 6D Mark II geschossen und stellen zunächst einmal fest, dass es gerade im High-ISO-Bereich deutliche Unterschiede zwischen JPEGs und RAWs gibt:

Es gibt jedoch Unterschiede zwischen JPEGs und Raw-Aufnahmen – vor allem bei höheren ISO-Werten. Die kamerainterne Entwicklung reduziert das Rauschen sehr viel stärker auf Kosten von Details als die neutrale Entwicklung im Raw-Konverter.

Weitere Zitate aus dem Bericht von Heise.de:

Die Kamera zeichnet feine Details sehr klar und scharf. […] Bei Gegenlichtsituationen neigt die EOS 6D Mark II zu ausgefressenen Lichtern. […] Für eine bildschirmfüllende Darstellung eignen sich teils sogar die Aufnahmen mit sehr hohen ISO-Werten.

Photoscala.de

Martien Vieten von photoscala.de konnte die 6D Mark II einen Nachmittag lang testen. Es handelt sich hier also nicht um einen kompletten Testbericht, sondern um erste Eindrücke. Er sagt zu Bildqualität:

[…] liefert die EOS 6D II für viele Fälle eine mehr als ausreichende Auflösung. Für meinen Geschmack gut abgestimmt hat Canon die JPEG-Aufbereitung. […] Zu viel des Guten ist jedoch, wie die Rauschunterdrückung bei höheren ISO-Werten eingreift. […] Anders als viele Digitalkameras scheint mir die EOS 6D II etwas reichlicher zu belichten. Das führt „out of cam“ zu einem stimmigen Helligkeitseindruck, birgt allerdings die Gefahr ausfressender Lichter.

Darüber hinaus ist Martin verblüfft darüber, wie gut der Autofokus der 6D Mark II im Live-View-Modus arbeitet.

Fotomagazin.de

Fotomagazin.de hat online die Ergebnisse aus dem Testlabor nachgeliefert, diese ergänzen den 6D Mark II Test, der in der aktuellen Ausgabe enthalten ist.

Im Labortest von Fotomagazin wurden ausschließlich JPEGs getestet. Insgesamt hat den Kollegen dort das Rauschverhalten der 6D Mark II gefallen, sodass die neue DSLR schlussendlich im Bereich der Bildqualität eine Wertung von 87 % erhält, während die alte 6D bei 82% steht.

Bis ISO 1600 erzielt die 6D Mark II nahezu identische Messwerte wie die EOS 5D Mark IV, ab ISO 3200 ist sie sogar minimal besser (mit Ausnahme von ISO 102.400, das aber bei keiner Kamera brauchbar ist). Wenig Unterschiede zur 5D Mark IV gibt es beim JPEG-Belichtungsumfang, der bis zu neun Blendenstufen beträgt.

Dkamera.de

Im Vorabtest von dkamera.de werden folgende Aussagen getroffen:

Die Bilder unserer ISO-Reihe zeigen bei deaktivierter High-ISO-Rauschreduzierung bis 6.400 nur ein sehr geringes und praktisch nur wenig auffallendes Rauschen. Ab 12.800 nimmt das Rauschen ein wenig zu, die Aufnahmen sind jedoch noch problemlos verwendbar. […] sehr detailreiche Bildergebnisse, die High-ISO-Performance dürfte gegenüber der EOS 6D leicht zugelegt haben. Große Unterschiede sind jedoch nicht zu erwarten. […]

Insgesamt sehen die Kollegen die weitere Ausstattung der 6D Mark II als „akzeptabel“ an:

Die weitere Ausstattung der Spiegelreflexkamera ist für ein Modell der Vollformatklasse akzeptabel.

The-digital-picture.com

Gehen wir in den englischsprachigen Bereich! Dort hat the-digital-picture.com einen kompletten 6D Mark II Testbericht veröffentlicht und darin finden sich die folgenden Aussagen:

The 6D II’s noise levels are very slightly improved at the pixel level. […] Is this difference alone enough to warrant an upgrade? Not in my opinion. […] The 6D Mark II did not impress me with its AI Servo AF capabilities, its dynamic range is only adequate and I’m not a fan of the 8-way multi-controller. But, the image quality benefits, especially color and noise levels, of Canon’s full frame CMOS sensors are big. […] very impressive image quality.

Insgesamt ist also die Rede von einer beeindruckenden Bildqualität mit leichten Verbesserungen im High-ISO-Bereich, die aber nicht ausreichen, um ein Upgrade im Vergleich zur 6D zu rechtfertigen. Der Dynamikumfang sei „nur ausreichend“.

Ephotozine.com

Abschließend der Test von ePhotozine.com. Dort stellt man fest, dass die 6D Mark II bis ISO 12.800 gute Ergebnisse liefert, allerdings seien die Bildqualitäts-Unterschiede im Vergleich zur alten 6D nicht wirklich groß, was enttäuschend ist:

Compared to the original 6D – there are better results at ISO102400, however there is little difference in noise performance at other ISO speeds, and disappointingly the camera doesn’t move us much further forwards in terms of noise performance, over the 6D, except in terms of resolution.

Habt ihr weitere gute Tests zur Canon EOS 6D Mark II gefunden? Dann verlinkt sie gerne in den Kommentaren!

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • Welcher Fotograf fotografiert ernsthaft – ich meine nicht Pressefotografen – mit mehr als 12’800 ISO? Ab einer gewissen ISO Zahl (Modellabhängig) ist es – meiner Meinung nach – einfach besser einen Blitz oder eine andere Lichtquelle zu nutzen, oder mit Bulb zu belichten oder das Foto gar nicht erst zu machen, dann das schaut man eh nie mehr an.

    • Hochzeitsfotografen. Astrofotografen. Interieurfotografen. Konzertfotografen. Sportfotografen. Jeder Fotograf der mit was anderem als Peoplefotografie sein Geld verdient. Es kann nicht schaden mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen 😉

  • Hallo,
    diese Zusammenstellung find ich richtig gut und zeichnet ein ausgewogenes Bild. Es ist eben eine Einsteigervollformat, das darf man nicht vergessen.

    • Man darf aber auch nicht vergessen das sie sich nach fast 5 Jahren „Entwicklung“ kaum von der MK1 absetzen kann und weit hinter der Konkurrenz liegt…

      • @René – haben Sie schon Bilder mit ihr gemacht oder kennen sie jemanden der Bilder gemacht hat? Was heisst weit hinter der Konkurrenz? Es gibt einige Features bei der Konkurrenz die die Canon nicht hat andere Features hat die Konkurrenz nicht. Wenn man vorwiegend fotografiert ist das eine mehr als gute Kamera, genauso wie die 5dMark IV, will man vorwiegend filmen sieht die Geschichte anders aus. Wenn ich höre bei ISO 25’600 ist die xy Kamera laut Messprotokol um 2-3% besser und Ähnliches, das ist doch alles praxisfremd. Wer braucht denn sowas um gute Bilder zumachen? Wichtig ist doch Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus, der auch bei schwächerem Licht gut funktioniert. Eine vernünftige Auflösung (Bis auf ganz wenige Ausnahmen muss ich die immer runterfahren um Bilder zu verschicken). Also alles ab 24MP ist mehr als genug. Mir kommt das vor wie wenn Sie sagen, ja, aber der Porsche fährt nur 290km/h und der Aston Martin 298km/h, beides ist nahezu irrelevant, da man diese Geschwindigkeit nie fährt und nie braucht. Es ist was zum Angeben aber nicht zum gebrauchen.
        Ich war drauf und dran von Canon auf Sony zu wechseln, als ich auf der Photokina in Köln war konnte ich u.a. die 5D Mark IV und die Sony A99 ausprobieren, da war mir klar, das wird nie und nimmer eine Sony, die liegt nicht gut in der Hand, konnte bei Schwachlicht nicht mehr richtig fokussieren und die Videofunktion hat nicht einmal der Sonymann einstellen können. Da war mir klar, wenn die schon Schwierigkeiten damit haben, dann ist das Nichts für mich. Canon hat vielleicht auf dem Papier nicht die besten Kameras, aber das Gesamtpaket stimmt noch immer. Schauen sie mal wenn sie ein Problem mit der Kamera haben, bei Canon kriegen sie sofort eine Rückmeldung und 24 Stunden später die Lösung/Antwort. Davon träumen Sonyfans!
        Profifotografen, die riesen Formate machen müssen, bei denen ist jedes zusätzliche MP wichtig, aber bei uns Hobbyfotografen ist das schon fast zu viel was es heute schon gibt.

      • Ich hab die 6DMK 1 und finde die Bildqualität sehr gut, der Preis ist nahezu gleich geblieben und von einer Mark II kann man sicher auch keine Revolution erwarten, sondern nur eine Evolution. Die Neuerungen finde ich persönlich nicht schlecht, werde aber nicht umsteigen.
        Natürlich ist man immer heiß auf techn. Neuerungen, aber wäre es dann noch eine 6D ? Wer ist denn aus deiner Sicht das Konkurrenzmodell?

        Es gibt leider keine komplette Kamera, es sind nur Modelle, die die eigenen Bedürfnisse mehr oder weniger gut abdecken. Ich hätte mich natürlich auch über 4K gefreut.

      • @joe
        Na ja, z. B. die 3 Jahre alte D750 ist besser, eine 3 Jahre alte A7II auch.
        Aber das ist gar nicht dass was ich ankreide, aber quasi keine wirkliche Verbesserung nach der Zeit, sorry, findest du das echt akzeptabel?

        Und als erstes mal möchte ich Bilder mit der cam machen und nicht CPS in Anspruch nehmen. Das mag ein Argument für Profis sein, jedoch nicht für die Zielgruppe der 6D.

        Egal wohin man schaut, auch zu Pentax und Fuji, nicht nur für gern zitierten Sonys, tut sich einfach soviel mehr als bei Canon, ist das echt so schwer zu sehen das man da für 2000 euro zu wenig bekommt?

      • @Rene – Wie viele Bilder schafft die Pentax K1 in Serie? Wie gut ist die Videofunktion? Wie gut ist der Autofokus. Wie viele gute Optiken können sie verwenden? Bitte erst die Daten prüfen, dann ausprobieren, dann können sie urteilen ob sie tatsächlich besser ist als die 6D II (ist sie nicht). Die Nikon kann ich nicht beurteilen, aber man hört viel Gutes. Worum es mir eigentlich geht ist nicht Canon zu verteidigen, sondern, dass man sachlich argumentiert und für sich selber entscheidet, welche Kriterien sind für mich relevant und danach die Kamera aussucht und dann kommt für sie die Canon nicht in Frage, weil…. das und das fehlt und man das bei … dem und jenem bekommt und dazu noch billiger. Und was mich auch stört, ist diese Implikation, Canon ist so miserabel, also, wenn Du tatsächlich Canon kaufst, dann bist Du ja nicht ganz dicht, dann haste keine Ahnung. Glauben Sie mir, ich treffe bei technischen Dinge ganz rationale Entscheidungen und würde im Moment meine 5D Mark IV gegen keine aktuelle Kamera eintauschen. Die einzige, die mich – auf dem Papier – beeindruckt ist die Nikon d850, das wäre eine Überlegung wert, allerdings bin ich vom Nikon Service und der Nikon Qualität nicht wirklich überzeugt, weshalb ich erst einmal abwarte und dann wird irgendwann ausprobiert und entschieden, ob man bleibt oder wechselt.

      • @joe
        Es ist natürlich bei der 6D mk2 und ob man sie gut findet oder nicht, extrem vom Einsatzzweck abhängig.
        Klar ist der AF der K1 nicht der Knaller, der Sensor hingegen ist es, also Top für Landschafts- und Architektutfotografen…

        Ich habe auch mittlerweile ein wenig ausprobiert von der 350D zur 450D, 40D, MK2, MK3, habe aktuell die MKIV und die 5DsR, ich komme auch in den Genuss von CPS, bin da Platin…..mir ist auch noch nie ein Body oder Optik ausgefallen – alles gut, alles super, aber, was ich im vorherigen Post schon erwähnt habe – 4,5 Jahre Entwicklung ohne Fortschritt, kein neuer AF der ist aus der 80D und hat eine kümmerliche Abdeckung, keine neue Sensortechnologoe A/D-Wandler on Chip wie beim Sensor der MK4 und 1Dx Mark2, Schwenkdisplay ist keine Entwicklung gab es in der 60D schon….

        Diese Cam soll die Gewinnmaschine werden und schön weit weg von der MK4 bleiben, d.h. die sich die 6D mk2 kaufen wollen werden die Opfer des übertriebenen Preises der Mk4….

        Und, ich habe jetzt auch eine 7rII und native G Master Optiken….ich habe also den Vergleich….und glauben Sie mir – Canon ist Jahre von Sony entfernt, sie können Nichtmal mit den Optiken Schritt halten – das 70-200 2.8 G Master löst an der A7rII 38Mp auf, das Canon 70-200 2.8 L IS USM II an der 5DsR „nur“ 33Mp, alle G Master haben 11 Blendenlamellen, alle Canon max. 9, CA, Distorsion, Vignettierung etc. wurde auch nicht außer acht gelassen und liefern super Werte, identisch zu Canon…vom Sensor brauchen wir gar nicht sprechen….und der AF ist auch mega Bombe – wie gesagt, ich habe den vergleich, und deckt mit 399 Feldern fast das ganze Bild ab….Back- und Frontfokus sind im übrigen natürlich auch kein Thema mehr 😉

        Daher nochmal meine Frage, was genau wurde in den 4,5 Jahren wirklich neu Entwickelt, ich glaube nicht das man 87% zu 82% in der Bildqualität, als zufriedenstellenden Fortschritt für 4,5 Jahre werten kann….

        Und eine 5Dmk4 gegen eine Sony A99 zu probieren ist halt auch nicht optimal….gegen die Sony A99II wäre schon ne ganz andere Nummer gewesen, denn 12fps bei 42MP mit AF macht halt keine andere auf dem Markt und somit ist sie prädestiniert für Sport, Wildlife, Landscape, Architektur, People etc.
        Und da sie den Sensor der A7rII drin hat stellt sich die Frage der Bildqulität auch nicht 😉

      • @ René – es war übrigens die A99 II, habe an der Photokina zwei Tage verbracht und wirklich alles ausprobiert und auf meinem eigenen Chip gespeichert (war nicht erlaubt bei der A99II – aber das war eh alles nicht zufriedenstellend), von Panasonic, über Pentax, Fuji (hatten leider nichts Neues), alle VF-Sony, auch die A7r II und selbstverständlich Canon und Nikon, selbst die 100MP Kamera von Phaseone durfte ich ausprobieren, obwohl ich gesagt habe, dass ich mir diese nie leisten könnte. Habe zu Hause die Bilder ausgewertet und Anfangs nicht mehr gewusst was von wem ist, denn es gab keine merklichen Unterschiede (Phaseone konnte ich nicht öffnen). Aber die Haptik, der extrem gute life-view Auslöser von Canon und die letztlich sehr gute Bildqualität und Fokusleistung auch bei Schwachlicht haben mich zu Canon gebracht bzw. dort gehalten. Wenn sie gut fotografieren können – was ich annehme – dann könnten sie mit jeder aktuellen Kamera sehr gute Bilder machen und dann spielt die Marke keine Rolle. Ich bin überzeugt, dass ein D810 Besitzer keine besseren Fotos macht als ein D850 Besitzer, einzig beim Video – wenn das wichtig ist – wird er bessere Funktionen haben. Und mir persönlich ist es nicht unangenehm, dass Canon lange Lebenszyklen von den einzelnen Modellen hat und zu meinem vollkommenen Fotografenglück fehlt mir ein bisschen eine bessere (4K Problematik, nur HD bei Slow Motion) Videofunktion und je nach Aufnahmesituation wäre ein Klappdisplay von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Mit einer Canon macht man nichts falsch – aber auch nicht mit den anderen Kameras!!!

  • Bei meinem letzten Statement hatte ich wohl einen „empfindlichen“ Tag so das ich nicht bedacht habe das Photografix eine Gerüchteküche ist. Richtig gut, soweit es möglich ist, aus verschiedenen Quellen zusammengetragene „Infos“ die sich recht oft bewahrheiten. Vielen Dank dafür.

    Meinungen zu fotografischen Themen finde ich spannend, einzelne Kamera oder Hersteller spezifische Diskussionen lesen sich recht nett, aber das war es dann schon.

    Dabei fällt mir dann immer der Hobby Gärtner ein der sich einen Muldenkipper kauft weil er zwei mal im Jahr einige Äste entsorgen muss.

    Noch einmal, die EOS 6D-ll ist eine Kamera zum Bilder machen, wer sich dieses Gerät auf die eigenen Vorlieben individualisiert wird gute Bilder machen und kann zufrieden sein. Ambitionierte Video Filmer hätten sich mit der 6D-ll eindeutig „verkauft“!!

    Berücksichtigen sollte der Anwender, welche Vorteile der Leihservice für den jeweiligen Hersteller bietet und welcher Hersteller bei Reparatur ein Ersatzgehäuse bieten kann.

    Also nochmals vielen Dank für die taufrischen Gerüchte und macht weiter so, denn die Neugierde stirbt nicht aus.

  • Gestern habe ich die 6D II bekommen und konnte mich darauf aufgrund der zahlreichen mittelmäßigen Testberichte gar nicht mehr freuen. Viel Testen konnte ich sie noch nicht. Was mir aber richtig sauer aufstößt, ist der Lieferumfang: es sind außer dem Ladegerät mit Akku und Netzkabel keine weiteren Kabel enthalten, kein USB- und kein HDMI-Kabel. Die waren bisher bei jeder Canon-Kamera dabei. Und Handbuch ist auch keines mehr dabei (außer einem dicken Quick-Guide in gefühlt tausend Spachen). Das Handbuch muss man sich als PDF herunterladen. Bei einer Kamera über 2000 Euro ist das ein starkes Stück!

    • @ Christoph – Das mit deiner Enttäuschung kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin selbst in Besitz einer Canon 60D und einigen guten Objektiven. Mein zuletzt erworbenes Objektiv, ein Sigma EX 70-200 mit einer Lichtstärke von 2,8 habe ich unter anderem mit dem Hintergedanken gekauft um es auch einer Vollformat nutzen zu können. Seit einer halben Ewigkeit warte ich nun schon auf die neue 6D Mk2. Endlich, nach einer langen Weile des Wartens wurde sie Vorgestellt, eine Vollformat Kamera die meinen Wünschen entspricht! Dachte ich zumindest…
      Nachdem ich die ersten Tests gelesen habe war meine Stimmung schon wieder bei Null angelangt und bin nun vor der goßen Entscheidung : Bleibe ich bei Canon, oder soll ich einen kompletten Systemwechel machen?
      Zum Glück hatte ich die Möglichkeit eine Sony Alpha 7II, welche für mich Stets hoch im Kurs stand zu testen und bin zum Entschluss gekommen dass diese hochgelobten Systemkameras von Sony nichts für mich sind. Die Bildqualität ist zwar Top aber das Handling der 7II kommt bei weitem nicht an meine Canon ran! Nach weiteren Recherchen bin ich auf die Nikon D750 gestoßen. Sie liegt gut in der Hand, macht Hervorragende Bilder und hat einen Wahnsinns Dynamikumfang, welcher bei der 6D Mk2 meiner Meinung nach leider absolut nicht up to date ist!
      Canon hat es in 4,5 Jahren nicht geschafft hat einen würdigen 6D Nachfolger zu veröffentlichen. Ich meine damit nicht die so oft kritisierten Videofunktionen, den fehlenden zweiten Kartenslot oder andere kleinigkeiten. Nein. Sondern den wichtigsten Teil einer Kamera, den Vollformat Sensor!! 26 MP sind für mich vollkommen ausreichend, das ISO Rauschverhalten ist für mich auch ok, aber der Dynamikumfang ist unter aller Würde!!!
      Leider werde ich mich von Canon verabschieden müssen da ich nicht bereit bin für solch ein Produkt 2000 Euro auszugeben. Es fällt mir echt schwer diesen Schritt zu machen, weil ich meine Canon rein von der Bedienung, dem Schwenkdisplay und natürlich auch vom Design her Liebe. Aber was sollte ich sonst tun? Weitere Jahre ins Land ziehen lassen und hoffen das es Canon endlich wieder einmal schafft einen Knaller zu landen?
      Nö, wohl eher nicht.
      Vielleicht kannst du ja mit einem kurzen Erfahrungsbericht über deine 6D Mk2 Antworten, würde mich freuen.

      • @Jürgen – das ist durchaus vernünftig, denn inzwischen gibt es bereits Angebote um 3000.- und Weihnachten ist ja auch nicht mehr so weit. Des weiteren kommt ein Video update (allerdings kostenpflichtig) das die Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen nochmals erheblich verbessern soll.

      • Hallo Werner,
        mir geht es exakt ebenfalls so. Ich habe eine 600D mit einigen sehr guten L-Linsen (eigentlich nur). Ich hatte auch schon ewig auf die 6DII gewartet. Die 600d ist doch nunn ziemlich alt und ich brauch was gescheites. Zwischenzeitlich hatte ich eine Sony 6300 gekauft (für Video). Ich finde Sony vom Bedienkonzept völlig bescheuert. Ich werd mit dem Sonysystem überhaupt nicht warm. Das ist absolut keinen Systemwechsel wert. Erst recht nicht wenn ich mir die völlig überzogenen Preise der G Masters so anschaue.

        Das einzige was mich derzeit ebenfalls stört ist ebenfalls der schlechtere DR. Ich bin fast geneigt mir das alles schön zu reden, so nach dem Motto: „Wann brauch ich denn schonmal die Aufhellung um +4 im Schatten. Ich belichte halt von Anfang richtig“

        Oder Anders gesagt, wegen der deutlich schlechteren Dynamik alle Linsen, Blitze und das andere Gedöns verkaufen und wieder 10.000€ für ein Alternativsystem ausgeben isses mir wiederum auch nicht wert. Weil im anderen Lager ist auch nicht alles Gold was glänzt. Bei Nikon z.b. die völlig bescheuerte WiFi Anbindung. Bei Sony das Bedienkonzept. Und und und.

        Die Frage ist, welche Nachteile kann man akzeptieren, welche nicht? Bei keinem System ist nämlich alles perfekt. Den Rest redet man sich einfach mit vollem Wissen das das so ist schön und trinkt ein Bier mehr. 😉