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Canon EOS R: Preise für den deutschen Markt nun bekanntgegeben

Canon hat den Preis der Canon EOS R in Deutschland bekanntgegeben. Die Kamera wird teurer als die Nikon Z6 oder Sony A7 III.

Vor wenigen Minuten haben wir bereits darüber berichtet, wie teuer denn die neuen RF-Objektive und die drei Adapter für die Canon EOS R bei uns in Deutschland werden sollen, da erreicht uns die Info, dass inzwischen auch der Euro-Preis für die Kamera bekanntgegeben wurde.

So teuer wird die Canon EOS R

Dann kommen wir mal direkt zum Punkt: Die Canon EOS R wird bei uns in Deutschland 2.499 Euro kosten und ab dem 9. Oktober 2018 verfügbar sein. Wie erwartet wird die Kamera bei uns in Deutschland also etwas teurer als in den USA, wo ein Preis von 2.299 Dollar aufgerufen wird (in dem allerdings noch keine Steuern enthalten sind). Im Kit zusammen mit dem 24-105mm Objektiv werden 3.499 Euro fällig, diese Variante wird ebenfalls ab dem 9. Oktober 2018 verfügbar sein.

Damit ist die Canon EOS R also genau 200 Euro teurer als die direkte Konkurrenz von Nikon und Sony. Die Nikon Z6 kostet nämlich 2.300 und auch Sony verlangt für die A7 III 2.300 Euro.

Preisunterschied gerechtfertigt?

Ob dieser Preisunterschied von 200 Euro gerechtfertigt ist, kann man zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht genau beurteilen. Wenn man sich die technischen Daten anschaut, dann hat die Canon EOS R ohne Frage zahlreiche Stärken (Autofokus, Display, Gehäuse, Bedienung) zu bieten, aber eine perfekte Kamera ist sie auch nicht, denn es fehlen ein 5-Achsen-Bildstabilisator, ein zweiter SD-Slot und 4K-Videos ohne Crop-Faktor. Aber eine perfekte Kamera hat eben kein Hersteller im Angebot und so muss man nach den eigenen Anforderungen und Präferenzen gehen.

Canon EOS R vorbestellen

Die Canon EOS R kann im Übrigen schon jetzt in Deutschland vorbestellt werden, beim Fachhändler calumetphoto.de nämlich. Scheinbar gibt es dort den 109 Euro teuren EF-Adapter jeweils kostenlos dazu:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

21 Kommentare

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  • Für ernsthafte Interessenten zählen die 200 Euros nicht, denn Canon bringt ja gleich zu den vier Standards 2 Traumteleobjektive. Also ist ein Umstieg/Ergänzung problemlos möglich.
    Das, was ich schon immer von Spiegellos erwartet habe, (fehlende KG) kommt nun langsam. Da hinken Sonny und Nikon noch gewaltig.
    Es ist halt nur Frage, wieviel darf der Einzelne ausgeben, ohne den Hausfrieden zu stören.

  • Würde ich neu anfangen wäre meine Wahl immer noch Nikon F – mit Spiegel. Allein die deutlich billigeren Objektive, in einer Riesen-Auswahl und zudem meistens auch noch kleiner und leichter, geben den Ausschlag. Ohne Spiegel ist zwar die Kamera kleiner, aber die Objektive sind größer. Ab 3 Linsen ist der Vorteil dahin. Sollte es dennoch ohne Spiegel sein, bietet Sony das einzig runde Kleinbild-System am Markt. Canon und Nikon brauchen sicher noch eine Weile, bis sie ein rundes System darstellen können.

    • Absolut richtig, was du da sagst,

      wobei Nikon und Canon sicher kein rundes System bieten können, sondern eher auf klotzige, protzige Boliden setzen, die auch etwas darstellen, so ganz nach dem Motto: Masse ist Klasse!

      Da lobe ich mir doch tatsächlich die schnittigen und leichten Spiegelreflexe mit kompakten und verhältnismässig leichten Objektiven, dazu schnell, robust und ausdauernd.

      Tja, meine Freunde, DSLR ist die Zukunft!!! DSLM eine Modeerscheinung, die so schnell untergeht, wie sie gekommen ist.

      • Wenn ich mir da meine alte analoge Fujica SLR anschaue, weiss ich wie kompakt Spiegelreflexkameras sein können! Da ist digital einfach massig gegen, und die einzige Luft, die man aus den Gehäusen der DSLRs rauslassen kann, ist die des Spiegelkastens! Und selbst dann ist die kompakte DSLM oft noch grösser.

      • @Gert
        Richtig! Und es war einmal für Profis interessant kompaktere Kameras („Kleinbild“kameras) zu benutzen; das war der Durchbruch der Leica in den 1920er Jahren.
        Bei den heutigen KB-Boliden, wäre das entsprechende „kleine“ Bildformat APS-C oder µFT: handliche Kameras mir sehr guter Bildqualität. Aber viele Profis scheinen lieber imponieren zu wollen. Da ist Jason Lanier offenbar eine Ausnahme oder steht für eine Minderheit.

      • vor 50 Jahren gab es den Trend zu kleinen, handlichen Kameras wie Olympus OM oder Asahi Pentax, damals sehr begehrt und schön anzusehen, und gut waren sie sowieso