Canon Kameras

Canon EOS R7 mit APS-C-Sensor soll 2021 erscheinen (Gerücht)

Folgt Canon Nikons Beispiel und bringt im kommenden Jahr eine EOS R mit APS-C-Sensor? Ja, sagen zumindest die Gerüchte.

Nikon hat mit der Z50 vor einigen Monaten für Aufsehen gesorgt, da die Z50 wie die spiegellosen Vollformatkameras Z6 und Z7 auch auf das neue Z-Bajonett setzt, gleichzeitig aber mit einem APS-C-Sensor arbeitet. Das bringt Vorteile mit sich, da man auch das ein oder andere Vollformatobjektiv ohne Probleme an der Z50 nutzen kann.

Canon EOS R7 mit APS-C-Sensor?

Gerüchte zu einer Canon EOS R mit APS-C-Sensor gibt es schon seit längerer Zeit – und diese Gerüchte halten sich hartnäckig. Kürzlich sind abermals neue (unbestätigte) Informationen durchgesickert, denen zufolge Canon im Jahr 2021 eine neue spiegellose Systemkamera mit RF-Bajonett und APS-C-Sensor auf den Markt bringen könnte.

Man vermutet, dass es sich bei der neuen Kamera um die Canon EOS R7 handeln könnte, die gewissermaßen die Nachfolgerin der Canon EOS 7D Mark II darstellen würde. Canon scheint sich langsam aber sicher von großen Neuentwicklungen im Bereich der DSLRs zu verabschieden, dementsprechend würde es in gewisser Weise Sinn ergeben, wenn die „Canon EOS 7D Mark III“ als spiegellose Systemkamera vorgestellt werden würde.

Konkurrenz für die eigenen EOS M Kameras

Aber würde sich Canon damit nicht selbst Konkurrenz machen, schließlich gibt es ja schon die EOS M Kameras? Ja und nein. Natürlich würde eine APS-C-Kamera mit einem anderen Bajonett in gewisser Weise Konkurrenz für die Canon EOS M bedeuten, doch die M-Reihe richtet sich ja primär an Einsteiger und Hobbyfotografen – und nicht unbedingt an Profis. Die Canon EOS R7 hingegen wäre eine Profikamera für Wildlifefotografen, die vielleicht sowieso schon eine andere EOS R besitzen und dann die erworbenen RF-Objektive an beiden Kameras nutzen könnten.

Angeblich möchte Canon zusammen mit der EOS R7 auch drei RF-Objektive speziell für APS-C-Kameras vorstellen. Wenn Canon diesen Plan tatsächlich verfolgen möchte, dann wäre es nur konsequent, wenn zumindest 1-2 dieser APS-C-Objektive speziell für Wildlifefotografen entwickelt worden wären.

Eine Canon EOS R7 mit drei RF-Objektiven speziell für APS-C-Kameras, was würdet ihr dazu sagen?

Quelle: Canonwatch

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • Zitat: „denen zufolge Canon im Jahr 2021 eine neue spiegellose Vollformatkamera mit RF-Bajonett und APS-C-Sensor auf den Markt bringen könnte“ Was ist denn eine spiegellose Vollformatkamera mit APS-C-Sensor? Wahrscheinlich das gleiche wie eine APS-C Kamera mit Vollformatsensor? 😉

    • Ich hab einfach schon zu oft „spiegellose Vollformatkamera“ geschrieben, das machen meine Finger ganz von alleine inzwischen 😀 gemeint ist natürlich spiegellose Systemkamera, ist jetzt korrigiert.

  • Grundsätzlich fände ich eine EOS-R mit APS-C Sensor wirklich interessant, ich frage mich eher, ob Canon zukünftig wirklich zwei DSLM-Serien im APS-C Format führen will, inkl. der passenden Objektive dazu. Meine Vermutung wäre eher gewesen, dass man zukünftig eine professionellere EOS-M Kamera bringt (Stichwort: M5 MkII) und die R7 das Nachfolgemodell der R sein könnte.

  • Eine Vollformatkamera gibt es nicht. Auch wenn sich das eingeschlichen hat.
    Welche sollte das sein ?

    Es gibt Mittelformat, Kleinbild, APS-C, mFT oder 1″ Kameras mit unterschiedlichsten Auflösungen.

    • Es gibt ja angeblich auch keine Tiefenschärfe nur Schärfentiefe, dennoch ist Schärfentiefe ein Blödsinn, weil es keine „Schärfen“ gibt, aber Tiefen! Lassen wir die Wortklauberei – jeder weiss was mit Vollformat und Tiefenschärfe gemeint ist! Im Englischen heisst es übrigens „depth of field“ was man in etwa als Tiefenbereich oder Tiefenfläche übersetzen kann. Im Französischen ist es übrigens genauso!
      Im Übrigen gibt es nach deiner Definition dann auch kein MF – denn es gibt mindestens drei verschiedene MF-Formate, also zurück zum Thema, weg vom Besserwissen!

  • Die neuen Bajonette sind nicht technisch zwangsläufig, sondern ein Marketing Maßnahme der Hersteller, um wieder mehr Objektive zu Märchenpreisen zu verkaufen. Insbesondere bei Canon und Nikon ist der rießige Bestand an Objektiven ein massives Verkaufshindernis. Darüber hinaus sind die Patente auf die bisherigen Anschlüsse ausgelaufen, mit neuen Anschlüssen kann man wieder hohe Royalties von Drittherstellern wie Tamron und Samsung fordern. Mein Rat: Bei den alten Anschlüssen bleiben so lange wie die Hersteller gleichwertige Gehäuse anbieten und wegen der Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen Vollformat bevorzugen.

    • Also Du meinst, dass das Z-Format von Nikon mit einem Bajonett-Durchmesser von 44mm funktioniert hätte, trotz unterschiedlichem Abstand zum Sensor und es nur Marketing war um auf 55mm zu gehen? Bei Canon waren es 54mm Durchmesser und blieben es 54mm Durchmesser. Die Anzahl der Anschlüsse zwischen Objektiv und Gehäuse haben sich aber von 8 auf 12 erhöht und da man beim Wechsel von DSLR auf DSLM sowieso einen neuen Anschluss braucht (Abstand zum Sensor) hat man dadurch auch noch neue Funktionen erhalten. Im Übrigen funktionieren die EF-Objektive an der R absolut verlustfrei.

      Nur Sony hat nichts geändert, weil APS-C DSLM und VF-DSLM den gleichen Abstand zum Sensor haben und sie Null Objektive für die VF hatten und damals der Erfolg der VF-DSLM noch bezweifelt wurde, allerdings wären sie heute trotzdem froh sie hätten mehr als 46mm Bajonett-Durchmesser, davon kannst du ausgehen.

      • Allein der Umstand, daß es bei Nikon und Canon Adapter für die F und EF Objektive gibt zeigt, daß es technisch möglich gewesen wäre, bei dem bisherigen Bajonett zu bleiben.

      • Wie du selbst schreibst, ist der Durchmesser bei Canon gleich geblieben, m.a.W. die zusätzlichen Anschlüsse haben trotz gleichem Radius Platz gefunden. Es stellt sich auch die Frage , ob alle Anschlüsse mit Funktionen belegt sind*, zumal ja bisherige Objektive wohl trotz geringerer Anzahl der Pins an der R Serie einwandfrei funktionieren. Das die alten Objektive mittels Adapter einwandfrei funktionieren zeigt eindeutig, daß der neue Anschluss technisch nicht zwangsläufig ist, sondern vielmehr Marketing Gründe hat (bei Nespresso wurde das Kapselsystem übrigens auch geändert, als die Patente ausgelaufen sind) .
        *die alten Canon MF FD Objektive hatten übrigens auch Pins, denen nie eine Funktion zugewiesen wurde

      • @Riebel
        Du hast es offensichtlich nicht verstanden: DER ABSTAND ZWISCHEN DEM SENSOR ÄNDERT SICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! JETZT KAPIERT? ES BRÄUCHTE IMMER EINEN ADAPTER SOBALD MAN EINE DSLR IN EINE DSLM UMWANDELT!

      • Hey Joe,

        Ich glaube, dein Caps Lock hat sich verklemmt😊

        Verstehe das Problem aber auch nicht. Wenn man bei F wie mit einer DSLM fotografieren möchte, kann man sich die D780 oder eine evtl. noch folgende D880 kaufen. Oder den Adapter nutzen, der an den Z wohl recht gut funktioniert.
        Da bei DSLM das Filmen mittlerweile genauso wichtig wie das Fotografieren ist, müssen die meisten Objektive eh neu aufgelegt werden. Da macht es doch mehr Sinn, ein neues (und zukunftssicheres) Bajonett zu entwickeln, dass die Vorteile von DSLMs auch zulässt.

      • @Fleischwolf
        genau, da der Spiegelkasten wegfällt kann das Objektiv näher an den Sensor ran, wenn ich also das Bajonett nicht ändern will, muss ich die Kamera von der dicke so lassen wie bisher, aber ich verliere dann den Vorteil, dass ich keine besseren Objektive bauen kann, weil ich den Abstand beibehalten muss. Aber sei’s drum, entweder er kapierts oder nicht.

  • Ich bin sicherlich nicht der einzige, der auf einen Nachfolger der 7DII wartet. Nicht jeder Sportfotgraf will oder kann sich eine 1DxIII leisten. Außerdem hat APS-C im Sport durchaus seine Berechtigung – obwohl Canon nie hochwertige/schnelle/lichtstarke APS-C-Objektive angeboten hat. Dass wir jetzt ein weiteres Jahr warten müssen ist schade. Aber auch dann sehe ich keine speziellen APS-C-Objektive für diese Nische, so dass der Run auf gebrauchte Vollformat-Objektive eher noch angekurbelt werden wird.

    • @Joe
      Dass man ohne Spiegelkasten kompaktere Body’s bauen kann ist unbestritten. Das dies dann wegen dem Auflagenmaß neue Objektive erfordert ist auch klar. Wer auf die Kompaktheit verzichten kann, bekommt aber derzeit bei vergleichbarer Bildqualität einen besseren Deal mit Vollformat Spiegelreflexkameras, sowohl bei Nikon wie bei Canon. Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass der Wegfall des mechanisch aufwendigen Spiegelkastens zu wesentlich höheren Gehäuse Preisen bei den spiegellosen Kameras führt.
      Sony zeigt bei den Preisen für die älteren Alpha 7 Modellen, daß man spiegellose Technik mit Sensoren im Vollformat / Kleinbildformat zu Preisen anbieten kann, bei denen es bei Wettbewerb nur APS-C Sensoren gibt. Aus Sony Sicht sinnvoll, um den Marktanteil seiner Systemwelt langfristig auszubauen (aus dem gleichen Grund lizensiert Sony auch das Bajonett an Dritthersteller und erlaubt diesen auch Adapter für die Canon / Nikon Objektive auf den Markt zu bringen).

      • @Riebel
        Die ersten vernünftigen, aber dafür wirklich guten Sony Kameras sind die A7 III, A7R IV, A9 II. Alles davor ist nach meinem Geschmack unbrauchbar und würde ich nicht geschenkt haben wollen.
        Canon EOS RP Vollformat 999.-€, Canon EOS R Vollformat 1699.-€ sind mindestens so günstig wie die alten Sonys, wobei ich diese beiden Kameras auch nicht wollte (die R würde ich nehmen, wenn sie Fokus Stacking hätte). Die Fuji XT 4 würde ich mir trotz APS-C 1000mal eher kaufen als eine alte Sony VF. Fuji ist einfach eher mein Ding als Sony, vor allem das FHD 240B/s der XT4 finde ich beeindruckend. Ich hoffe aber auf die R5. 8K brauche ich nicht, aber 4K 120B/s und 40MP+ wären allerdings wünschenswert.
        Sony hat das Bajonett nur deswegen an andere lizensiert, weil sie selbst keine Objektive hatten, das Gleiche gilt für die EF-Adapter. Die wären heute mehr als froh, wenn sie keine Lizenzen vergeben hätten, denn wirkliches Geld verdienen die Kamerafirmen nur mit den Objektiven und dem Zubehör.

  • Sony, Nikon und nun auch Canon… alle verstehen bringen Kameras sowohl mit FF Sensor, als auch APS-C für den Selben Mount raus. Nur Panasonic nicht.
    Das verstehe ich als S1 nutzer absolut nicht. APS-C oder Super 35mm wäre der Sweetspot schlechthin zum filmen, wobei es aktuell aber auch aussieht, als ob die Hersteller alle Videoinnovationen in ihre FF Kameras stecken…