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Canon EOS R7 vs. R10: Alle 19 Unterschiede im Überblick

Lohnt sich der Aufpreis für die Canon EOS R7 im Vergleich zur Canon EOS R10? Wir gehen auf die wichtigsten Unterschiede ein.

R7 und R10: Perfekter Einstieg in Canons RF-System

Bei Canon gehört die Zukunft ganz klar den spiegellosen EOS R Kameras und dem dazugehörigen RF-Bajonett. Natürlich bedeutet das nicht, dass Canon von heute auf morgen alle Spiegelreflexkameras (mit EF-Bajonett) und alle EOS M Kameras (mit EF-M Bajonett) vom Markt nehmen wird. Doch wer Wert darauf legt, dass das eigene Kamerasystem auch langfristig vom Hersteller mit neuen Kameramodellen und neuen Objektiven versorgt wird, der sollte bei Canon inzwischen unbedingt zu einer spiegellosen EOS R Kamera mit RF-Bajonett greifen.

Bis zum Mai 2022 hatte Canon innerhalb des EOS R Systems nur Kameras mit Vollformatsensoren im Angebot, am 24. Mai 2022 wurden dann aber die ersten beiden APS-C-Kameras mit RF-Bajonett vorgestellt – die Canon EOS R7 und die Canon EOS R10. Die Kameras sind für all diejenigen geeignet, denen ein APS-C-Sensor von der Größe her ausreicht, die ihre Ausgaben im Rahmen halten wollen und die sich an den hohen Geschwindigkeiten der beiden Modelle erfreuen können. Trotzdem hat man, da die R7 und R10 wie gesagt das RF-Bajonett nutzen, theoretisch irgendwann die Möglichkeit, die eigene Ausrüstung durch eine neue Vollformatkamera zu erweitern.

Kurz gesagt: Gerade für Hobbyfotografen, die grundsätzlich von Canon und dem RF-System überzeugt sind, stellen die Canon EOS R10 und die Canon EOS R7 eine hervorragende Wahl dar. Auch für Besitzer einer älteren Canon Spiegelreflexkamera sind die beiden Kameras sehr interessant, unter anderem da ein kostenloser EF-Adapter zum Lieferumfang gehört. Man kann seine alten EF-Objektive also ohne große Einschränkungen weiter verwenden.

Doch welche der beiden Kameras ist denn nun die bessere Wahl? Die Canon EOS R10 oder doch die etwas teurere Canon EOS R7?

Ganz allgemein ist die Canon EOS R7 die bessere Kamera – logisch, sie ist ja auch teurer. Aber natürlich sind nicht für jeden Fotografen die Vorteile der R7 im Vergleich zur R10 den Aufpreis von gut 500 Euro wert. Deshalb wollen wir in diesem Artikel detailliert auf die technischen Unterschiede zwischen der Canon EOS R7 und der Canon EOS R10 eingehen. So kann am Ende hoffentlich jeder entscheiden, welche Kamera besser zu den eigenen Anforderungen passt.

Canon EOS R7 vs. R10: Die wichtigsten Unterschiede

Sensor und Bildstabilisator

  • Canon EOS R7: APS-C-Sensor mit 32,5 Megapixeln, IBIS vorhanden
  • Canon EOS R10: APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln, kein IBIS

Die Canon EOS R7 hat eine höhere Auflösung zu bieten als die Canon EOS R10. Die Bilder der R7 werden also insgesamt etwas mehr Details liefern. Ansonsten unterscheiden sich die Sensoren von der Technologie her aber nicht voneinander, das bedeutet bei keinem der beiden Sensoren handelt es sich um einen BSI-Sensor oder einen Stacked-Sensor. Die höhere Auflösung ist der einzige Unterschied.

Relevant ist allerdings, dass der Sensor der R7 beweglich gelagert ist und der der R10 nicht. Das bedeutet, dass man bei der R7 einen 5-Achsen-Bildstabilisator (kurz: IBIS) erhält und bei der R10 nicht. Das kann in bestimmten Situationen einen enormen Unterschied ausmachen, da der IBIS der R7 bis zu sieben Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglicht. Hier kommt es also auch bei längeren Verschlusszeiten und schlechten Lichtverhältnissen deutlich seltener zu verwackelten Bildern.

Geschwindigkeit und Zwischenspeicher

  • Canon EOS R7: 30 fps elektronisch, 15 fps mechanisch, 1/8.000 Sekunde, größerer Zwischenspeicher
  • Canon EOS R10: 23 fps elektronisch, 15 fps mechanisch, 1/4.000 Sekunde, kleinerer Zwischenspeicher

Grundsätzlich lässt sich sagen: Sowohl die Canon EOS R7 als auch die Canon EOS R10 sind schnell – und zwar deutlich schneller als eine Canon EOS RP oder eine Canon EOS R. Die Geschwindigkeit ist also ein Bereich, in dem die APS-C-Kameras die ähnlich teuren Vollformatkameras mühelos überbieten können.

Mit beiden Kameras kann man 15 Bilder pro Sekunde mit mechanischem Verschluss aufnehmen. Unterschiede gibt es, wenn man auf den elektronischen Verschluss umschaltet (bei dem man aber mit einem teils sichtbaren Rolling-Shutter-Effekt rechnen muss). Hier schafft die Canon EOS R7 30 Bilder pro Sekunde und die Canon EOS R10 23 Bilder pro Sekunde. In Sachen Serienbildgeschwindigkeit macht die günstigere Canon EOS R10 also einen sehr guten Job, die Abstriche im Vergleich zur R7 fallen moderat aus.

Etwas relevanter sind dann vielleicht schon die Unterschiede beim Zwischenspeicher und der Verschlusszeit. Tests von DPReview zufolge kann die Canon EOS R7 die Geschwindigkeit von 15 fps nämlich für etwa 100 Bilder (C-RAW) halten, während die Canon EOS R10 schon nach etwa 30 Bildern schlapp macht. Auch den offiziellen Angaben von Canon zufolge ist der Zwischenspeicher der R7 in den meisten Fällen spürbar größer, nur bei JPEG-Aufnahmen mit mechanischem Verschluss soll die R10 interessanterweise länger durchhalten (460 JPEGs bei der R10 vs. 224 JPEGs bei der R7).

Die minimale mechanische Verschlusszeit der Canon EOS R7 liegt derweil bei 1/8.000 Sekunde, die Canon EOS R10 schafft 1/4.000 Sekunde.

Sucher und Display

  • Canon EOS R7: EVF mit 2,63 Millionen Bildpunkten und 0,72x Vergrößerung, Display mit 1,62 Millionen Bildpunkten
  • Canon EOS R10: EVF mit 2,63 Millionen Bildpunkten und 0,59x Vergrößerung, Display mit 1,04 Millionen Bildpunkten

Die elektronischen Sucher der R7 und R10 arbeiten zwar mit der gleichen Auflösung und der gleichen Bildwiederholrate (120 Hz), allerdings ist der Sucher der R7 deutlich größer. Zudem punktet die R7 auch mit dem etwas feiner auflösenden Display. Beweglich und berührungsempfindlich sind aber beide Bildschirme.

Videos

  • Canon EOS R7: 4K 60 fps ohne Crop-Faktor, C-Log 3, Kopfhörerausgang
  • Canon EOS R10: 4K 60 fps mit Crop-Faktor

Die Videofunktionen der Canon EOS R10 fallen auf den ersten Blick überraschend gut aus, denn sie ist wie die R7 auch in der Lage, 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen. Die Unterschiede sind dann aber im Detail zu finden. Bei der R10 gibt es bei 4K mit 60 fps nämlich einen 1,56-fachen Crop-Faktor, der Bildausschnitt ist also sichtbar kleiner. Zudem bleiben ein Kopfhörerausgang sowie 10-bit C-Log 3 Aufnahmen zur besseren Nachbearbeitung der Canon EOS R7 vorbehalten.

Akkulaufzeit und Anschlüsse

  • Canon EOS R7: 770 Bilder, 2x Speicherkarten-Slots, USB-C (USB 3.2 Gen 2)
  • Canon EOS R10: 430 Bilder, 1x Speicherkarten-Slot, USB-C (USB 2.0)

Beide Kameras besitzen einen USB-C-Anschluss und können über diesen auch geladen werden, allerdings ist der Anschluss der R7 deutlich schneller (10 GBit/s vs. 480 MBit/s). Zudem finden in der R7 zwei Speicherkarten Platz, bei der R10 steht nur ein Speicherkarten-Slot zur Verfügung.

Auch bei der Akkulaufzeit hat die Canon EOS R7 die Nase vorne – und zwar deutlich! 770 Bilder sollen laut CIPA-Rating mit einer Akkuladung möglich sein, bei der R10 sind es nur 430 Aufnahmen.

Gehäuse, Bedienung und Größenvergleich

  • Canon EOS R7: 612 Gramm, 13,2 x 9,0 x 9,2 cm, wetterfest, größerer Griff
  • Canon EOS R10: 429 Gramm, 12,3 x 8,8 x 8,3 cm, nicht wetterfest, Pop-Up-Blitz

Die Canon EOS R7 ist merklich schwerer und etwas größer als die R10, dafür ist sie aber auch etwas wertiger verarbeitet und besitzt ein wetterfestes Gehäuse.

Auch bei der Bedienung gibt es Unterschiede. So punktet die R7 beispielsweise mit einem größeren Griff, der insgesamt etwas besser in der Hand liegt, zudem findet sich das zweite Einstellrad der R7 nicht auf der Oberseite der Kamera, vielmehr wurde es von Canon erstmals rund um den Joystick platziert. Diese Positionierung empfinden einige unter Umständen als etwas angenehmer. Im Gegenzug punktet die R10 aber mit einem kleinen Pop-Up-Blitz, den die Canon EOS R7 nicht besitzt.

So sehen die Gehäuse der beiden Kameras im direkten Vergleich aus (via: camerasize.com). Die R7 ist auf der linken Seite zu sehen, die R10 auf der rechten:

Alle 19 Unterschiede im Überblick (Tabelle)

In Summe gibt es also rund 19 Unterschiede zwischen der Canon EOS R7 und der Canon EOS R10:

SpezifikationCanon EOS R7Canon EOS R10
Auflösung32.5 MP24.2 MP
IBISjanein
FPS elektronisch30 fps23 fps
ZwischenspeicherMeist größerNur JPEG mechanisch größer
Verschlusszeit mechanisch1/8.0001/4.000
AF-Arbeitsbereichbis -5 EVbis -4 EV
EVF Vergrößerung0,72x0,59x
Display Auflösung1,62 Millionen1,04 Millionen
Videos4K 60 fps ohne Crop4K 60 fps mit Crop (1,56x)
Kopfhörerausgangjanein
C-Log 3janein
Speicherkarten-Slots2x1x
USB-CUSB 3.2 Gen 2USB 2.0
Akkulaufzeit770 Bilder430 Bilder
Gewicht612 Gramm429 Gramm
Größe13,2 x 9,0 x 9,2 cm12,3 x 8,8 x 8,3 cm
Wetterfestjanein
Sonstigesgrößerer Griff, Einstellrad beim JoystickPop-Up-Blitz
Preis UVP1.499 €979 €

Unser Fazit & Preisvergleich

Canon hat bei der EOS R7 und R10 in unseren Augen einen guten Job gemacht. Beide Kameras überzeugen mit einem ähnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis und wir würden deshalb nicht pauschal zur R7 oder zur R10 raten. Es kommt auf die persönlichen Anforderungen und das eigene Budget an.

Fazit & Preisvergleich
Canon EOS R7

Canons aktuell beste APS-C-Kamera, die im Vergleich zur R10 vor allem mit einem IBIS, mehr Megapixeln und dem besseren EVF überzeugt.

Den Aufpreis der R7 im Vergleich zur R10 in Kauf zu nehmen kann in einigen Fällen durchaus sinnvoll sein. Der größte Unterschied ist in unseren Augen der 5-Achsen-Bildstabilisator der R7, doch auch die anderen Unterschiede wie die etwas höhere Auflösung, der bessere Sucher oder die längere Akkulaufzeit können in der Summe durchaus ins Gewicht fallen. Auch im Video-Bereich hat die R7 etwas mehr zu bieten als die R10.

Fazit & Preisvergleich
Canon EOS R10

Gutes Gesamtpaket für weniger als 1.000 Euro, bei dem man in keinem Bereich gravierende Abstriche in Kauf nehmen muss.

Auf der anderen Seite muss man bei der R10 im Vergleich zur R7 in keinem Bereich wirklich gravierende Abstriche in Kauf nehmen. Als besonders positiv empfinden wir die Tatsache, dass Canon bei beiden Kameras den gleichen Autofokus verbaut, der zu Teilen von der 6.000 Euro teuren Canon EOS R3 übernommen wird – da darf man sich also auch bei der R10 auf einen flotten und zuverlässigen Autofokus freuen. Ansonsten wird natürlich hier und da ein wenig gespart, aber nirgendwo so deutlich, dass die R10 in einem bestimmten Bereich wirklich negativ auffällt. Wer preislich unter der Grenze von 1.000 Euro bleiben möchte, macht mit der R10 also definitiv nichts falsch.

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joe

Also die R10 ist eine Schönwetter Kamera, trotz nur 24MP hat sie eine katastrophale ISO Performance – also über ISO 1600 nicht mehr zeitgemäß, bei ISO 4’000 schlechter als R5 bei 25’600. Die R10 ist bei ISO 4000 absolut noch in Ordnung trotz 32,5 MP kein Vergleich zur R10. Kann man nicht wirklich empfehlen.

joe

Du kannst bei Jared Polin einfach RAWs von der R7 und R10 runterladen und bearbeiten. Dazu habe ich Vergleichsbilder mit der R5 gemacht und verglichen. Alle Bilder wurden ohne künstliche Rauschunterdrückung bearbeitet. Der Unterschied APS-C vs KB bei ISO ist erheblich größer als ich gedacht habe. Die R10 ist wirklich schlecht. Vor 10 Jahren wäre es noch ok gewesen.

ccc

Mit meiner EOS 200D bleibe ich – wenn es irgendwie geht – unter 3200 ISO. Die RAWs rauschen ab 3200 für mich zu stark. Wahrscheinlich hat die R10 den letztlich gleichen sensor.
Könnte jedoch sein, dass die finale Firmware mit dem schnelleren Prozessor der R10 mittels internem Entrauschen noch etwas mehr rausholt…

N1USER

Meiner Erfahrung nach hat man bei ISO nie eine wirkliche Wahl, weshalb eine brauchbare höchstmögliche ISO unabdingbar ist – die Grenze kann hier nur der Geldbeutel sein.

ccc

Natürlich ist mehr Bildquali (Dynamikumfang, Rauschen) bei hoher ISO-Zahl nett zu haben.
Man kann zu einem gewissen Grad durchaus kompensieren, v.a. mit schnellen (und stabilisierten) Linsen, wenngleich das Einschränkungen in der Gestaltung mit sich bringt.
(MFT-Photographen machen in Summe nichts anderes)

alex

Hauptsache einfach mal APS-C allgemein schlechtgeredet, nur weil Canon qualitativ schlechte APS-C Sensoren ohne BSI, dafür mit sehr starken AA Filtern verbaut- was andere Hersteller wie zB. Fuji mit dem X-Trans Sensor viel besser machen. Auch weil sie natürlich bei APS-C voll auf Qualität setzen können und keine R6 vor einer R7 schützen müssen.

Marcel

Hey Mark, ich hab ne Verbesserung für Dich. Die R7 ist (leider) nicht wetterfest. Auf Nachfrage bei Canon USA haben sie mir mitgeteilt, dass sie lediglich Staub und Feuchtigkeitsgeschützt ist ist, nicht wettergeschützt.

Marcel

Die R7 ist leider auch ne Schönwetter Kamera. Lediglich, Staub und Feuchtigkeitsschutz. Heißt, bei Regen kann man sie trotzdem nicht bedenkenlos verwenden. Das nervt mich jetzt schon…

Daniel

Suche Foto onlineshop USA
So etwas wie calumet oder Fotokoch
Kennt sich da jemand aus ?

joe

In New York gibt es Adorama oder B&H photo, haben beide online Shops. Ist aber teurer, weil Du Zoll und MwSt bezahlen musst.

N1USER

Fotogeschäfte in New York – war ’ne geile Zeit (nur so am Rande) 😉

Andreas

Ich finde beide blöd. Die DXX (also der Gegenpart zur DXX Reihe) war immer solides Mittelfeld, halt was zum Arbeiten ohne große Schwächen.

Und dies kann man nicht mehr behaupten. Die Sucher sind eher Einstiegerklasse, die Differenzierung zwischen den beiden Reihen sucht man eher mit der Lupe. Ich hätte es begrüßt bei den APS- Kameras zwischen der Rxxx und Rxx Reihe zu differenzieren und dann weiter ins Kleinbildformat, einfach mal weniger Auswahl.

Die Objektive sind ja auch ein Witz. Erinnert ihr noch an das 18—55 Objektiv der ersten M? Alles aus Metall, einfach super verarbeitet.
Jetzt haben wir Plastikzeugs mit komischen Brennweiten und Lichtstärken. Die 35 mm Festbrennweiten der R Serie (die unter der L-Linie) hatten eigentlich hoffen lassen, das es hier besser und nicht nicht schlechter wird.

Naja, macht ja nicht nur Canon so, Fuji, Sony und Nikon differenzieren ihre Linien auch kaputt, imho.

joe

Ich finde du entscheidest zu vorschnell. Ich habe die RAW Bilder beider Kameras bearbeitet und mit denen – bei gleichen ISO Werten und Blende – mit der R5 verglichen. Bis ISO 800 ist da kein grosser Unterschied, den muss man schon suchen, ab ISO 1’600 fällt die R10 ab, die R7 ist mindestens bis ISO 4’000 gut, allerdings ist die R5 selbst bei 12’800 weit besser und kann auch noch mit ISO 25’600 mithalten. Der Sucher der R10 ist Mist, eine Vergrösserung von 0,59 ist ein Witz, aber der der R7 ist mit 0,72 schon sehr gut, besser als es auf dem Papier aussieht, denn es zählen nicht nur die Bildpunkte, sondern auch andere Kriterien, wie der Sucher der R5 im Vergleich zur A1 zeigt. Die besten Sucher in der Analogzeit hatten übrigens immer die Nikons! Zu den Objektiven ist zu sagen, hoffentlich bringen sie keine mehr. Ausser vielleicht einem Superweitwinkel, alles andere gibt es bereits günstig und kann auch an KB verwendet werden (16/35/50/85/24-240/100-400) und wer sie als Zweitkamera neben seiner R6 oder R5 nutzt hat eh gute KB-Objektive. Mein teuerstes Objektiv (28-70/2.0) ist ein Plastikbomber – Gott sei Dank – denn ich bin vor zwei Monaten schwer gestürzt… Weiterlesen »

Andreas

Was ich sagen wollte, die hätten die r7 als r10 bringen sollen und dazu eine rxxx mit nem schönen 16-55 bis f5,6 und nem 16-55 mit durchgängig f2,8, evnt. ein Superweitwinkel und der Drops wäre gelutscht.

Die Bildqualität, pfff. Die ist seit Jahren tip top und meilenweit entfernt was man so auf Film privat erreicht hat.

Maratony

Also ich brauche kein Vollformat.
Ich denke es bräuchten viele nicht.
machst du Fotografie beruflich oder ist es ein Hobby bei dir?

Was man braucht ist immer eine Frage der Anwendung. Im Studio spielt die Kamera kaum eine Rolle. Da braucht es keine VF Kamera, außer wenn es um Auflösung geht.
Ansonsten sind die Vorteile in meinen Augen im hohen ISO Bereich und in der Auflösung und mit Abstrichen in der Geschwindigkeit . Aber das ist dann der eigentliche Grenzbereich. Wer braucht denn 50MP bei ISO 25600 vs. wer hätte es nur einfach gerne.

Für spielen nach wie vor die Objektive eine entsprechendere Rolle. Mit den neuen Linsen weicht Fujifilm Nachteile aus der Vergangenheit aus. Aber da kann ich auch nur von Fujifilm reden, aber das wird bei den anderen ähnlich sein.

joe

Maratony, Gott sei Dank mache ich das nicht beruflich. Ich wollte noch nie meine Hobbys zum Beruf machen. Wollte nie Automechaniker werden obwohl ich gerne an alten Autos rumbastle. Wollte nie Fotograf werden trotz meiner Leidenschaft fürs Fotografieren und auch nicht Koch, obwohl ich ganz gut und viel koche. Auch Profifußballer war nie ein Traum, obwohl ich bis 16 fast nichts anderes gespielt habe als Fussball. Ganz ehrlich ich wollte immer gut Geld verdienen damit ich nicht jeden Pfennig zweimal umdrehen muss. Das ist einigermaßen gelungen und finaziert meine Hobbys. Und wenn ich – wie im Moment – nur eine Kamera habe wird es immer eine KB sein, weil sie mMn einfach besser sind als APS-C, das fängt bei den Sensoren an und hört bei den Objektiven nicht auf.

ccc

Versteh nicht ganz was Du mit der DXX im Gegenstück zu der DXX-Reihe meinst (sinngemäß)

Andreas

Ja da habe ich mich vertippt, D-xx und R-xx, halt die ehemalige Mittelklasse bei Canon.

Nö, digitales Kleinbild braucht fast niemand, aber was braucht man schon.

Früher beruflich fotografiert, heute fast nur noch privat.

ccc

Ah, klaro. Sehe ich auch so. Sie hätten die R7 als R70 bringen sollen, würd ich sagen! Oder eigentlich als R80 oder R90, dann wäre die Nomenklatur noch klarer gewwesen. Denn die 7D II war eine Semipro- & Profikamera! Ich denke der Sucher der R7 ist okay, aber ist sicher nicht optimal, wie es eine Profikamera, hmmm…, „verdient“ hat. In die R7 hätte ein Sucher mit 3MP+ gehört und evtl ein Schulterdisplay. Sonst sehr gute Ausstattung.

Die R10, ohne Stabi, mit „altem“ Sensor etc. ist eigentlich eine R100 oder R700 oder sowas, mit besserem AF. Ihr wisst schon, was ich meine.
Wieso soll man eine R10 kaufen? Statt einer XS10, einer XPro2, oder viel „schlimmer“, einer M6 II.

Helga

Vergessen wurde Unterschied Nr. 20: Akku LP-E17 der R10 gegen LP-E6 der R7 ist auch zu wesentlichem Nachteil für die R10

joe

Dadurch wiegt sie nur 429g ansonsten wären es 44g mehr, also 473g.

Alfred Proksch

Gleich zwei neue APS-C Kameras!

Ein Vergleich hinkt so und so. Sie sollen unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Die „kleinere“ soll zu Canon locken – die „größere“ muss die „Ausschnitts Fetischisten“ aus dem eigenen Lager bedienen. Sie haben das Ziel erreicht würde mein Navi sagen.

Klar kann man sich über vertane Chancen aufregen. Insgesamt gesehen sind beide Geräte erstklassige Fotomaschinen. Selbst die kleine R10 bietet mehr als viele Anwender je brauchen werden. Die R7 ist das Spielzeug für die großen Vollformat Buben!

Nervend finde ich höchstens das Genöle um angebliches Rauschen im Grenzbereich oder das es kein BSI Sensor ist – ja und? Machen herkömmliche Sensoren keine guten Bilder?

Mich interessiert eher wie lange die Lieferzeiten werden weil das macht den Herstellern weit größere Sorgen. Da geht es um den Bestand der eigenen Firma.

joe

Alfred, 1600 ISO sind kein Grenzbereich!

Leonhard

Alfred, Du bist der Altmeister, deswegen gebe ich Dir natürlich vollkommen recht.

Bei der R10 sehe ich nur eine Sache anders als Du: Du bist ein Könner mit einem gewaltigen Schuss hin zur Perfektion, die R10 hingegen sehe ich eher als ein Angebot an Menschen, die so etwas wie „normale Bilder“ machen wollen.

Diese These stützt sich m.M.n. auf einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen der R7 und der R10, die R10 hat einen eingebauten Blitz, die R7 nicht.

Ohne hier nun ein Fass bezüglich der Leitzahl und anderen Dingen aufmachen zu wollen, die R10 soll wohl ein System für Leute sein, die sich eine Kamera kaufen, dazu dieses Standartobjektiv, Blitz ist schon dabei und fertig sind die Bilder von der Oma in ihrem kleinen Häuschen.

Maratony

Kann man die Bilder von Alfred sehen? Das würde mich mal interessieren. Vom Equipment scheint ja viel vorhanden.
Interessiere mich immer für die Bilder anderer.

Leonhard

Also ich kann die Bilder von Alfred sehen, nicht mit den Augen aber wer ohne die Augen sieht hat dann auch keinen Sehfehler zu berücksichtigen, lieber Toni. Bei Leuten wie Alfred (bei Dir genau so), da kann man lesen, die Leute wissen von was sie reden, abgesehen von der Motivwahl kann dann nicht mehr so viel anbrennen. Beethoven hat die Neunte taub geschrieben, mal so am Rande.

Du interessierst Dich immer für die Bilder anderer? Also mal davon abgesehen, dass ich hier niemals meine Meisterwerke einstellen werde kann ich Dir versichern, meine Bilder, die willst Du mit Sicherheit nicht sehen.

Umschreibe mal, wieso ich so wenig Auflösung brauche: Anstatt Modelle im Ganzen zu fotografieren nimmt man nur Teile auf, dann hat man viel mehr Auflösung, jedenfalls aufs ganze Model gerechnet, aber egal.

Alfred Proksch

Bilder habe ich beruflich Jahrzehnte lang gefertigt. Mein „Betrieb/Firma“ funktionierte immer weil mehrere kreative Spezialisten an den jeweiligen Projekten beteiligt waren. Alleine schon deshalb würde ich Werke aus jener Zeit (rechtlich wären sie es) NICHT als alleinig die meinen bezeichnen. Der Erfolg ist unter anderem der zählbare Kontostand der meine jetzige Lebensführung ermöglicht.

Wer den Satz geschrieben hat kann ich nicht sagen aber er bringt es auf den Punkt: „Das beste Bild ist jenes welches ein Kunde kauft um es sich an die eigene Wand zu hängen“.

Früher waren genaue Vorgaben des Kunden zu beachten und zielgerichtete Kreativität gefordert. Jetzt endlich kann ich zur persönlichen Erbauung Fotos machen, mich bildnerisch austoben wann und wie ich das für Gut empfinde. Das reicht mir in jeder Hinsicht.

Glaube ich das einiges besonders gelungen ist stelle ich mich den Auswahlkriterien meiner Bildagentur. Wenn der Kurator nein sagt ist auch gut, denn die Agentur braucht für ihr Portfolio immer „spezielle“ Fotos. Letztlich habe ich eine Serie mit Sanduhren Bildern sehr gut verkauft. War eine „Schlechtwetter“ Spielerei aus dem Studio.

Joachim

Ich finde die Fragestellung falsch. Eher würde ich fragen Unterschied 750D/R10 und 90D/R7. Das sind vergleichbare Sensorgrößen. Die Unterschiede kann man sich doch auf der Website von Canon heraussuchen und nach seinem Gustus entscheiden. Das ist doch sehr individuell.

J.Friedrich

😉 Photonews – Fotokünstler Klaus Elle: “ … und einige meiner Kommilitonen hätten meiner Meinung nach eher Automechaniker werden sollen, denn Sie interessierten sich mehr für Objektive, Brennweiten, Kameraverschlusszeiten und wie viel PS ein Fotoapparat schlussendlich auf die Straße der Realität brachte – und vor allem: ob das Foto auch bis in die Ecken scharf durchgezeichnet war.“ 😉 … irgendwie musste ich über mich lachen … in diesem Sinne: die Welt will Fotokunstwerke sehen, ob mit R 7, 10, 3, 5, 6 den SoNiPaLeicas oder auch mit der Lochkamera. Viel Spaß! Schöne Fotoerlebnisse uns Allen u LG.

Joachim

Fotoerlebnisse. War gestern im Fotoforum in Monschau, im KUK. S/W Bilder im Großformat (so 60 x 80 cm) aus den 30er Jahren. Plattenkameras. Fotos von 2 Fotografinnen, die Studios in Berlin hatten. In einem Studio hatte sogar Helmu Newton gelernt. Meist Portraits. Die Bilder transformieren etwas. Kein technischer Schnickschnack mit Schärfe bis in die Ecken. Der Geschäftsmann mit Hut. Dem sieht man den Geschäftsmann an. Stuck hinter dem Steuer. Was denn sonst. Tochter von Einstein, bildhübsch. Und vieles mehr. Das lohnt sich.
R7 oder R10 oder…, spielt keine Rolle.

J.Friedrich

👍 … Bin wieder zurück von der fotografischen Pirsch uuuund mit der Lochkamera wären die Bilder doch nix geworden 😉 Alfred bringt unten Gott sei Dank wieder die Verbindung aus Kunst u Technik auf den Punkt … Wir können also weiter in unseren Leidenschaften frönen …

J.Friedrich

Also der Daumen 👍 war für Deinen Antwortbeitrag – nicht dafür, dass ich mein Zuhause wiedergefunden habe 😉. Genauso wie Du schreibst: Die Bilder sollen etwas Transportieren – wenn das gelingt ist der technische Hintergrund sekundär. Spaß macht Fachsimpeln und „Diskurs“ hinsichtlich Technik trotzdem und darf es ja auch.

joe

Natürlich ist das super, aber das wurde damals in der Zeit trotzdem mit der damals besten Ausrüstung fotorgafiert. Hätten die damals eine Sony A1 gehabt, hätten sie damit fotografiert und nicht mit irgendeiner Knipse. Und natürlich ist es immer das Motiv das zählt. Ich kann heute die Tochter von Einstein leider nicht mehr fotografieren. Eine perfekt abgelichte Steinmauer ist nicht so interessant wie eine nicht ganz perfekt abgebildete Tochter von Einstein. Ich hatte einen Jaguar E (also gebraucht und von 2006 bis 2010) tolles Auto, mit dem aber heute Niemand mehr ernsthaft regelmässig fahren wollte. Die neuen Autos sind in jeder Hinsicht besser und sinnvoller. Überlege mal ob du lieber damals mit den damals möglichen Geräten zum Zahnarzt gehen wolltest oder lieber heutzutage? Früher war nicht alles besser! Das Gehirn und das Gedächtnis sind so konstruiert, dass man im Nachhinnein die negativen Dinge ausblendet und nur noch das Positive sieht. Das ist einfach nur Nostalgie!

Leonhard

Jein, Freund Joe!

Genau genommen vergessen wir kaum etwas, wir können uns blos an etwa 98% nicht mehr erinnern.

Früher war nicht alles besser, da hast Du recht, aber, das wesentlichste Teil war eben besser, wir waren früher besser!

Was konnten wir fressen, was konnten wir saufen, was konnten wir ………. fluchen wenn der Film in der Kamera gerissen war.

Weißt doch, wie der Arzt zum Patienten sagt: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie! Die Schlechte zuerst: Sie haben Prostataprobleme! Und jetzt die Gute: Sie haben auch Alzheimer, wenn Sie draussen sind haben Sie es vergessen!“

joe

Dazu fällt mir nur ein: the oder I get the bester I was😉

Leonhard

Sehr klug gesprochen, lieber Joe, wir sind auch mal wieder einer Meinung, unterscheiden uns mal wieder nur in Spitzfindigkeiten.

Meine These zu diesem Thema ist genau genommen folgende:

Nicht nur KI ist ein Gaukler, NI ist genau so eine Gauklerin!
Wir Menschen wollen ein schönes Leben haben, und genau wie KI das Rauschen unterdrückt wird durch NI alles, was nicht so toll war hinterher „schön gebügelt“, dann hatten wir ein schönes Leben, egal, wie die Realität zum Teil ausgesehen hat.

Denn in jedem Lebenslauf „direkt aus der Kamera“ hat es hin und wieder mal gerauscht, aber die Erinnerung hat es geglättet.

joe

Leonhard, gestern habe ich bei einer Wanderung zufällig nach über 7Jahren einen alten Arbeitskollegen aus der Chemie/Pharmazie getroffen, den ich bei meinem Wechsel in die Bildungsbranche total aus den Augen verloren hatte. Wir haben in Erinnerungen geschwelgt, alles war natürlich damals fantastisch und lustig oder zumindest kurios. Und da er noch Kontakt zur Branche hat, wusste er noch einiges über frühere Kollegen und sagte mir noch zum Schluss, weisst du dass Christoph (54), Santiago (59) und Günther (46), vor 2 bzw 3 Jahren total unerwartet und plötzlich gestorben sind und dass sich Urs, der solideste Schweizer den es auf Erden gibt, hat scheiden lassen und Daniel nach dem Tod seiner Frau eine junge Thai geheiratet hat? Die Welt ist ein Irrenhaus – ich suche deshalb noch immer nach dem Sinn des Lebens. Meine Jüngste sagte mir kürzlich zu dem Thema, der Sinn des Lebens ist dem Leben einen Sinn zu geben. In diesem Sinne, fotografieren wir weiter auch wenn es den Anschein hat, dass es keinen Sinn hat.

Alfred Proksch

joe – Leonhard,

Natürlich habt ihr von der technischen Seite alles richtig interpretiert. Wäre schlimm wenn es anders wäre.

J. Friedrich und Joachim stellen den Zweck wofür wir uns Fotogeräte kaufen in den Vordergrund, irgendwie haben sie damit auch Recht. Ist halt eine Sache der persönlichen Perspektive.

Und ja für mich ist es besonders schwierig mit „normalen“ Equipment zu fotografieren weil Jahrzehnte lang beruflich nur absolute Spitzentechnik, akribische Umsetzung usw. die Voraussetzungen für die Auftragsvergabe waren.

Das 16.000 ISO RAW Dateien ein Problem darstellen kann ich mir bei der heute verfügbaren Konverter Software nicht vorstellen. Wenn doch würde ich ein anderes Gerät erwerben oder gleich Vollformat verwenden.

Den „Vergleich“ von R10/R7 hätte man sich sparen können – ein Blick auf die Datenblätter und – alles klar oder?

joe

Natürlich kann man alles glattbügeln, aber die Bearbeitung ohne Verwendung der Rauschunterdrückung zeigt die wahre Qualität der Sensoren und da ist APS-C noch meilenweit von KB entfernt.

Rüdiger

Bei ansonsten vergleichbarer Technik hat APS-C gegenüber VF immer den Nachteil der kleineren Fläche. Faktor ist 1,6 ^ 2, also etwa 2,6 und damit ca. 1 1/3 Blendenstufen.

Diesen Faktor 2,6 kann man linear auch bei den ISO Werten ansetzen. Das APS-C Rauschverhalten bei ISO 1600 erwarte ich im VF bei ISO 4000.

Ich warte mal noch auf die Messwerte von Photons to Photos, the-digital-picture.com und DXOMARK, wobei mit letzteren wohl erst zu rechnen ist, wenn die Kameras nur noch gebraucht erhältlich sind 😉

alex

kostenloser EF-Adapter zum Lieferumfang gehört

Klasse, find ich super. Aber warum nicht bei allen? Bei meiner R5, welche das 3- bis 4-fache dieser Modelle hier kostet, musste ich den Adapter für 100€ noch dazu kaufen. Gab zwar gändige 50€ Händlerrabatt aber find ich dennoch eine kleine „Frechheit“, dass man den jetzt bei den Einsteiger/Mittelklasse-Modellen einfach so dazulegt. Wundert mich umso mehr, weil die Preispolitik bei Canon ja generell mittlerweile keine Grenzen mehr kennt.

joe

Der wird dazugelegt weil es schlicht weg nur zwei RF Objektive für R APS-C gibt und man die Leute von EF-S DSLRs zu RF DSLM holen will. Für Leute die sich nur eine R7/10 leisten können sind 50 oder 100.-€ zusätzlich oder nicht durchaus ein Kaufargument für jemand der sich eine Kamera von 4000 – 4500.-€ leistet ist dieser Betrag letztlich irrelevant, daran scheitert der Kauf nicht.

Gerhard

Hallo an alle, egal in welchem Forum man sich befindet, ob Motorrad, Auto, Fahrrad, Fotografie und 100 weitere, es gibt überall 90% Besserwisser die an jedem Produkt was auszusetzen haben und alles besser machen würden. Wenn ich mir hier die meisten Kommentare durchlese macht Canon nur Schrott und früher war alles besser. ich wollte mir eigentlich die R7 kaufen, aber das werde ich wohl nicht. Ich glaub analog wäre das Richtige, da war doch alles perfekt.
Gibt es auch was Positives über die R7 außer 32MP