Canon Objektive

Canon: Neues RF 24-105mm f/4-7.1 Objektiv im Anmarsch

Canon wird in Kürze ein neues Objektiv für die spiegellosen Vollformatkameras vorstellen, das Canon RF 24-105mm f/4-7.1 IS STM.

Neues RF-Objektiv von Canon

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ob ich bei der Lichtstärke eines neuen Objektivs schon mal „f/7.1“ schreiben musste – und ich mache das hier schon eine ganze Weile. Nun, spätestens jetzt entlockt mir Canon die alles andere als berauschende Angabe zur maximalen Blendenöffnung von f/7.1, da in Kürze das neue Canon RF 24-105mm f/4-7.1 IS STM vorgestellt werden soll.

Das neue Objektiv soll nach Angaben der Webseite Nokishita in Kürze vorgestellt werden, es wurden bereits zahlreiche Bilder und technische Daten geleakt. Eine Besonderheit des Objektivs werden die Makro-Eigenschaften sein, da durchgängig ein Abbildungsmaßstab von 0,4-0,5 vorhanden sein soll. Des Weiteren wird das Objektiv mit einem Gewicht von nur 395 Gramm sehr leicht ausfallen und man kann nur hoffen, dass Canon auch den Preis niedrig genug ansetzen wird.

Hier die weiteren technischen Daten:

  • 13 Elemente in 13 Gruppen
  • Naheinstellgrenze: 0,2m (Autofokus) oder 0,13m (manueller Fokus)
  • Abbildungsmaßstab: 0,4x (Autofokus bei 105mm) oder 0,5x (manueller Fokus bei 24mm)
  • Bildstabilisator gleicht 5 Blendenstufen aus
  • Filtergewinde: 67mm
  • 76,6mm x 88,8mm
  • 395 Gramm

Zuvor wurde übrigens gemunkelt, dass dieses Objektiv mit f/3.5-5.6 erscheinen soll. Das wird sich leider nicht bewahrheiten.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

26 Kommentare

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  • Also Canon kann es hier halt Niemandem Recht machen, erst sind die Objektive zu gross, zu schwer zu teuer, jetzt kommt ein günstiges, leichtes Objektiv und dazu noch mit MAKRO Funktion – das ist jetzt auch nicht Recht. Meine Kinder hatten auch mal so eine Phase, mit 12/13, das hat sich Gott sei Dank rausgewachsen.

      • @David

        Das Ding wiegt keine 400g, irgendwo muss man einen Kompromiss machen und für die die es etwas lichtstärker wollen gibt es das 24 -240mm f4-6.3 und das kostet auch nicht die Welt. Wenn die Bildqualität im Zentrum stimmt ist das etwas, was man sich zulegen kann, speziell für Anfänger und Einsteiger, für alle anderen gibt es günstige neue und gebrauchte EF Objektive. Und wer tiefer in die Tasche greifen will/kann legt sich halt ein hochwertiges RF-Objektiv an. Also mehr Auswahl für jeden und jeden Geschmack musst du lange suchen.

  • Warten wir mal ab, für mich klingt das spannend. Statt der R die RP nehmen (200g Ersparnis) und statt RF 24-105 4L dann RF 24-105 4-7.1 (350 g Ersparnis). RP und das Objektiv zusammen unter 900 g, uiuiui was eine leckere Reisekombi :-). Wenn die optischen Qualitäten an die des RF 24-240 rankommen, dann werde ich begeistert sein.. Und ja, wenn der Preis noch stimmt sowieso.

  • Naja für Einsteiger oder für ein paar Urlaubsfotos wird’s reichen. Wenn jetzt noch ein paar günstige 1.8 Festbrennweiten dazu kommen ist doch alles okay in Verbindung mit der RP

    • @Dennis
      habe gerade mal an meiner Kamera ausprobiert wie es ist in einem nicht beleuchtetem Innenraum mit Blende 7.1 zu fotografieren. ISO 1600 reichen für 1/60 bis 1/80. Und da man im Innenraum wohl eher weniger lange Brennweiten nimmt, dürfte es sich dann im Bereich von Blende 5 bewegen, also dann reichen ISO 1000, damit kann man fotografieren und wenn man es kann sogar gut. Im Übrigen mögen gerade Anfänger dieses extreme Freistellen überhaupt nicht.
      RF 35 f1.8 = 410.-€ existiert schon! Diverse EF und EF-S mit f1.8 auch, also kein Grund zur Panik.

  • Meckern bevor näheres bekannt ist

    geht gar nicht. Bitte Abbildungsqualität NICHT mit Lichtstärke verwechseln! Ich sehe das Objektiv als kleines leichtes Set Angebot. Es hat einen Stabi an Bord eine vernünftige Makro Funktion und es wird preiswert sein. Die Kamera interne Objektiv Korrektur wird das ihre beisteuern so das mit vernünftigen Bildern zu rechnen ist.

    Wer mehr möchte kann mehr Geld investieren, kann jeder machen wie er möchte.

    • dito.
      ein allrounder für jemand der nebenbei gern blumen photographiert und vielleicht mehr. zugegebenermaßen würde mich das f7.1 zunächst aber doch schon etwas abschrecken.

  • Die Bezeichnung Makro ist doch nur ein Marketing-Gag!

    Und überhaupt: 0.4 – 0.5 ist doch kein Massstab, 0.4/0.5 : 1 wäre ein Massstab, das wäre dann ca. 1 : 2, wenn man die übliche Schreibweise verwenden würde. Und das ist ja dann nicht gerade der Hammer, vor allem mit der unterirdischen Lichtstärke nicht.

    Also wenn Canon kein 24-105er mit f5.6 hinkriegt (was gewichtsmässig auch nicht gross zu Buche schlägt), sollten sie vielleicht bis zu den Sommerferien warten, denn sowas schafft heutzutage jeder Praktikant.

    • Auf Formalitäten rumreiten bringt hier auch keinen weiter. Und gerade im Makrobereich arbeitet man sowieso mit kleiner Blende, daher ist die geringe Lichtstärke dort weniger ein Problem. Und so ein Abbildungsmaßstab ist immer nützlich, da brauchen sich die meisten nicht extra ein Spezialobjektiv anschaffen.

      • „Und gerade im Makrobereich arbeitet man sowieso mit kleiner Blende“

        Wer ist man? Ich blende zwar in der Regel auch ab, aber höchstens bis f5.6, f8 ist eher die Ausnahmen.

        Aber du hast schon recht, dann muss man sich nicht extra ein Makroobjektiv kaufen. Leider sieht man es den Bildern aber auch an.

      • Hätte durchgehend 5.6 auch sinnvoller gefunden, aber der Maßstab 1:2 ist Klasse, weil es den Anwendungsbereich deutlich erweitert.
        Und wer ernsthaft Makrofotografie betreiben möchte, wird sich auch entsprechendes Glas besorgen.
        Man sollte immer im Hinterkopf behalten, für wen dieses Objektiv gebaut wird.

  • Ich habe es nicht wirklich geglaubt, dass Canon ein bezahlbares Segment im Kleinbildformat schaffen würde.
    Aber dieses Objektiv könnte sich von den Herstellungskosten aufgrund der kleinen Anfangsblende durchaus preislich auf dem Niveau bezahlbarer APS-C-Objektive bewegen.
    Die Kameras unterscheiden sich ohnehin im wesentlichen nur durch die Sensorgröße, wobei sich die Kosten der Sensoren mittlerweile annähern.

    Mal schauen.

    Da die Entwicklung bei den Smartphones zumindest bezüglich der Auflösung doch nicht so schnell voranschreiten wird – könnte es tatsächlich nochmal eine neue Kamera mit den entsprechenden Objektiven werden, soweit es mein Budget nicht sprengt – obwohl ich eigentlich unwiderruflich auf Smartphone umsteigen wollte.

  • Größe und Lichtstärke stehen in direktem Verhältnis. Wer mehr will muss ein größeres Objektiv nehmen. Ich warte ja schon lange auf lichtschwache und kleine Objektive, vor allem im extremen Tele Bereich. Wofür hat man denn das tolle Rauschverhalten am Sensor? Das ist so ein Objektiv das MFT ernsthaft Konkurrenz macht. Wird nicht größer sein als das Oly 12-40 pro.

    • Sorry, aber mit dem Oly Pro würde ich das Ding ja nun nicht unbedingt vergleichen.

      Ich verstehe den Kompaktwahn aber eh nicht, dann soll man sich doch eine von den Kameras kaufen, die 24-600 als fest verbautes Objektiv haben, da muss man nichts wechseln und kann auf Reisen alles ablichten.

      7,1 am oberen Ende finde ich auch too much, da kann man bei Porträts nicht mehr viel freistellen.

  • Das ist letztlich nur konsequent – bei MFT und APS-C stören so kleine Anfangsblenden auch niemand, wenn man den Cropfaktor dazu rechnet, gibt es dort für das Bokeh relevante Anfangsblenden bis f12.6! MFT Zooms beginnen (!) so gerechnet bei f5.6 (mit der Ausnahme des Pana-Zooms f1.7/3.4)

  • Einer der bisherigen Hauptkritikpunkte an Canons R-System war ja, dass im R-System keine oder fast keine kompakten und günstigen R-Objektive vorhanden sind. Canon beginnt dies zu ändern und auch für Einsteiger, Reisende, Preisbewusste, körperlich Schwache, etc, Alternativen für ihr VF DSLM System anzubieten. Klar müssen dann Kompromisse eingegangen werden, preisgünstig, kompakt und auch noch grosse Lichtstärke geht ja im VF fast nie, also war zu erwarten, dass derartige Zooms lichtschwach sein müssen. Mit 7.1 am langen Ende ist das vielleicht etwas zu viel geraten, aber im Prinzip stimmt für mich Canons Vorgehensweise. Canon beginnt nun auch für andere Kundenkreise als Profis und gutbetuchte Amateure das R-System zu öffnen, beispielsweise als Reisekamera für Hobbyisten und als Alternative zum eigenen APS-C System oder dem von Sony oder Fuji. Was im EOS EF-Bereich die EOS XXX(X) Kameras mit Kit-Objektiv von der Palette im roten Markt sind und waren, werden nun Canon RP und deren (vermutlich günstigeren) Nachfolger zusammen mit solchen Objektiven, wie dem hier diskutierten. Für mich befindet sich Canon damit auf dem richtigen Weg im Kampf um die Marktanteile erfolgreich zu sein.

  • Bis gestern dachte ich noch, dass Canon auf dem richtigen Weg ist… und jetzt so etwas 😂
    Wahrscheinlich zielen sie auf den Ahnungslosen Erstkäufer der eher die 105mm als die 7.1 versteht.
    Ich hasse diese Art von sales-geriebener Produktentwicklung