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Canon RF: 7 Festbrennweiten für Filmer präsentiert

Canon hat die ersten Cinema-Objektive mit RF-Bajonett vorgestellt. Damit stehen Filmern bald sieben Festbrennweiten zur Verfügung.

Canon: RF-Festbrennweiten für das Cinema EOS System

Canon baut das eigene RF-System weiter aus – auch im Cinema-Bereich. Die neu vorgestellte Serie von Festbrennweiten-Objektiven mit RF-Bajonett richtet sich speziell an Filmer und macht den Einsatz von Adaptern in Kombination mit Kameras wie der EOS C70 und EOS R5C ab sofort überflüssig.

Die neuen Objektive bauen auf den bereits erhältlichen Festbrennweiten mit EF- bzw. CN-E Bajonett und auf den Sumire-Objektiven mit PL-Bajonett auf. Sie erlauben eine vollständige Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera, außerdem lassen sich über die Kamerabedienung die Lupenfunktion, die Korrektur der chromatischen Aberration, die Vignettierungskorrektur und der Dual Pixel Fokus Assistent steuern. Zudem steht auch eine Funktion zur Verzeichnungskorrektur zur Verfügung.

Die RF-Objektive sollen laut Canon mit einer außergewöhnlichen optischen Leistung überzeugen und auch mit hohen Auflösungen und 8K-Kameras problemlos umgehen können. Zudem sollen 11 Blendenlamellen für ein natürlich wirkendes Bokeh und eine weiche Bildzeichnung sorgen. Die Farbbalance aller sieben Objektive ist einheitlich, damit es nicht zu Veränderungen bei den Farbtönen kommt, wenn die Objektive gewechselt werden. Auch die Zahnradposition des Betätigungsrings, der Objektivdurchmesser und der Drehwinkel sind bei allen Objektiven der Serie identisch. Zudem will Canon in der Nähe des Bajonetts die Oberfläche überarbeitet haben. Das soll laut Hersteller zu einer angenehmeren Handhabung beim Objektivwechsel führen, ohne dass man dabei den Bedienring berühren muss.

Preise und Verfügbarkeit

Zeitnah werden die die ersten Cinema-Objektive mit RF-Bajonett nicht erhältlich sein, die Markteinführung ist erst ab Januar 2024 geplant, im April 2024 sollen dann alle sieben Festbrennweiten in den Regalen der Händler zu finden sein.

Hier die genauen Bezeichnungen, Preise und Verfügbarkeiten der neuen RF-Objektive:

Objektiv
Preis
Verfügbarkeit
CN-R14MM T3.1 L F4.829,- €Februar 2024
CN-R20MM T1.5 L F4.509,- €März 2024
CN-R24MM T1.5 L F 4.509,- €Januar 2024
CN-R35MM T1.5 L F  4.089,- €Januar 2024
CN-R50MM T1.3 L F  4.089,- €Januar 2024
CN-R85MM T1.3 L F  4.089,- €Januar 2024
CN-R135MM T2.2 L F  4.619,- €April 2024
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Red and Gold

Top! Jetzt fehlen nur noch Filmer die mit Canon arbeiten 😉

Peter

Nun jetzt gibt es zumindest bald 7 neue Argumente dafür.😉

BEN

Da gibts einige. Canon hat eine eigene Videokamerasparte. Die wird jetzt halt auch von EF auf R umgebaut. Dazu braucht es Objektive, die Canon auch vorher schon hatte.

ccc

Wow.
Das ist ein Großangriff auf Sony, Blackmagic und Co.
Und auf die objektivhersteller.

Ich

Komische Formulierung…

ccc

Formuliers um! 🙂

BEN

Ich sehe da keinen direkten Angriff auf irgendjemanden. Bei Canon ändert sich nichts. Bei Blackmagic schon. Die sind jetzt der L-Allianz beigetreten und werden wohl zukünftig auf EF- (den sie u.a. bisher nutzten) und R-Mount verzichten. Vielleicht aber auch nicht. Es kommt wahrscheinlich auf Canon an.

Peter

Sehen auf jeden Fall sehr schick aus und werden sicher dem Preis entsprechend liefern.👍
War aber irgendwie auch nötig, wenn Canon die Video Möglichkeiten stark ausbaut und gleichzeitig das Bajonett nicht für Dritthersteller öffnet.
Aber schon eindrücklich, was Canon mal schnell aus dem Boden stampfen kann. Hut ab! Da merkt man, dass die richtig Geld für neue Entwicklungen in die Hand nehmen (können).

Interessanter für mich ist aber eher, was in Sachen Blackmagic und L Mount geht. Kameras und Cine Linsen kann (fast) jeder, aber bei Blackmagic gibts es ein System dahinter, mit Geräten die miteinander kommunizieren.

joe

Bis auf einige EF und PL Objektive spielt Canon keine grosse Rolle bei Filmkameras

100carat

Joe, da muss ich Dich korrigieren. Sowohl bei den Filmobjektivn wie auch bei den Filmkameras (Cinema cameras) war und ist Canon einer der Top-Player mit einem aktuellen Marktanteil bei Filmkameras von rund 23%. Darüber wird nur in der allgemeinen Publikumspresse nicht berichtet, weil diese Kameras fast ausschließlich professionelle Anwender ansprechen. Der Marktanteil ist umso beachtlicher, weil sich im Segment Cinema Cameras eine ganze Reihe von ernst zunehmenden Anbieter wie Arri, Red, Black Magic, Kinefinity, Panasonic, Sony und JVC, Phantom (für High-Speed-Aufnahmen) tummeln, um nur die wichtigsten zu nennen. Und der Umsatz in dem Segment im Allgemeinen wächst!

Peter

Respektable Liste.
Du hast noch Ikegami, Hitachi, Fujifilm, Freefly, Toshiba, Aja, Grass Valley und Ross vergessen. Mehr fallen mir auch nicht mehr ein. Gibt wahrscheinlich noch einige.😂

100carat

Peter, auf den entsprechenden Messen siehst Du so einige. Ich habe mich auf die beschränkt, die bei Film- und Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum und in der Werbeindustrie sowie in Hollywood (da ist auch Freefly ein Thema) die größte Bedeutung haben. Es gibt gerade im Film- und Fernsehbereich eine über Jahrzehnte gewachsene regionale Verteilung einzelner Marken, die letztlich aufgrund massiver Vertriebsaktivitäten und -schwerpunkten entstanden ist. Dazu kommt die Gewohnheit der Anwender, sprich der Kameraleute. Die wollen oft nicht die beste verfügbare Lösung, sondern eine Kamera, die sie von der Bedienung her gewohnt sind, also im Schlaf bedienen können.

Peter

Die wollen oft nicht die beste verfügbare Lösung, sondern eine Kamera, die sie von der Bedienung her gewohnt sind, also im Schlaf bedienen können.“

Genau nach diesen Kriterien suche ich mir je nach Job das passende Mischpult aus.😉
Und bei den Kameras fürs Hobby eigentlich auch.

100carat

Deshalb wiederhole ich auch hier im Forum immer wieder: Für professionelle Anwender sind oft ganz andere Dinge wichtig, als für private Anwender. Oft sind es Kleinigkeiten oder eben eine gewohnte Bedienung. Denn letztlich stehen Profis stets vor der Aufgabe, ihren Job zu erfüllen, für den es häufig keine zweite Chance gibt. Das ist bei Kameras nicht anders als bei Mischpulten.:

lichtbetrieb

Na wenn da nicht indirekt die Objektive RF 14f2.8, 20f1.4, 24f1.4 und 35f1.4 mit angekündigt wurden…. Zumindest das 20mm fände ich interessant. Es könnte meine Sigma Art ablösen. 🙂

N1USER

Wenn manuelle Blenden- und Entfernungseinstellung ok für dich sind könnte es demnächst was werden 😉

lichtbetrieb

Meine Erwartungshaltungen wäre schon ein normales RF Objektiv mit AF und Schwerpunkt Fotografie 😉

Ich

Naja Cine-Objektive und „gewöhnliche“ Objektive unterscheiden sich schon sehr deutlich… klar werden 35f1.4 usw. irgendwann kommen, aber den Zusammenhang sehe ich jetzt nicht.

lichtbetrieb

Stimmt schon, dennoch sind häufig die groben Daten recht offensichtlich zu Pendants zu normalen Fotoobjektiven. Ist ja nur bissel spekuliert von mir

Stefan Komarek

Du hast in meinen Augen recht. Ich sehe das genauso.   Cine-Objektive sind weniger zum Einsatz bei Videoaufnahmen mit einer R5 oder R3 gedacht, sondern zielen vor allem auf die Cinema EOS Kameras, die für professionelle Produktion wie Spielfilme oder Fernsehen verwandt werden. https://www.canon.de/pro/cinema-lenses/   Es gibt bereits etliche Cine-Objektive, aber die sind, wie die meisten angebotenen Cine-Kameras, mit EF-Anschluss. Auch hier muss/will Canon irgendwann auf RF umstellen.   Cinema-Kameras befinden sich in einem Rigg, Blende und Schärfe werden vom Kameramann über ein Zahnradsystem gezogen. Deswegen haben Cine-Objektive Zahnrad-Ringe, die immer an der gleichen Stelle liegen, damit sie in die Mechanik des Riggs passen. Autofokus oder Blendenautomatik braucht es weniger.   Beim Objektivwechsel ist der Anschluss ohne Helligkeitsschwankungen wichtig. Daher wird die Helligkeit nicht in Blendenwerten (F), sondern in Transmissionswerten (T) angegeben, z.B. 35 mm/T 1.5. Der Blendenwert zeigt das Verhältnis von Blendenöffnung zur Brennweite und bestimmt damit, wieviel Licht in das Objektiv hineinfällt. Er sagt aber nichts darüber aus, wieviel Licht wieder aus dem Objektiv herauskommt. Es geht immer etwas Licht im Objektiv verloren, je nach Vergütung mal mehr, mal weniger. Die Transmission gibt an, welche Lichtmenge das Objektiv an den Sensor sendet.   Daher wird aus einem Fotoobjektiv… Weiterlesen »

lichtbetrieb

Mir ist das alles bekannt. Ich nehme an, der Text nach den ersten Absatz galt nicht mehr mir oder?

Ich hatte selbst von Samyang ein paar Videoobjektive, genauer das 14er, 35er und 85er. Hatte ich mal extrem günstig bekommen. Ich habe sie aber nie wirklich zum filmen verwendet. Mittlerweile sind auch alle wieder verkauft. Die Ähnlichkeit zu den normalen MF Objektiven war schon sehr deutlich.

Stefan Komarek

Stimmt. Die Folgeabsätze waren eher eine Erklärung für die, denen die Unterschiede zwischen „F“ und „T“ oder Autofokus und Zahnradfokus nicht ganz so klar sind.

N1USER

Danke für diesen absolut aufschlussreichen Kommentar. Es ist nie zu spät, noch etwas dazu zu lernen.

lichtbetrieb

Noch mal ein kleiner Schenkel Klopfer, das 14mm T3.1 basiert wahrscheinlich auf das Samyang 14mm f2.8 :-))

Mirko

was mich ein wenig verwundert, bei „Kameravorstellungen“ wird ja nicht selten über die „VideoSpecs“ heiß diskutiert. Nun stellt Canon eine ganze Reihe von Objektiven vor und keiner freut sich drauf 🤔 Scheinbar ist dann die Videofunktion doch nur ein nettes Gimmick wo ich mit meiner normalen Linse auch mal ein Video machen kann …

100carat

Mirko, meine Erklärung: die meisten, die hier schreiben, werden kaum fürs Fernsehen, Kino oder große Werbeagenturen (hier ist der Haupteinsatz) arbeiten, bei denen entsprechende EOS Cinema Kameras zum Einsatz kommen; 2. über 4.000,- € für manuelle Cinema-Linsen ausgeben, wobei das eher das Einstiegssegment professioneller Cine-Linsen markiert.

joe

Wie soll das funktionieren? Momentan haben die Kameras EF oder PL-Mount, RF kann man darauf nicht adaptieren, wegen des Sensor Abstands! Es gibt noch keine RF Cine-Kameras ausser C70 und der R5C, das heisst, es werden demnächst entsprechende Kameras vorgestellt werden müssen.

100carat

Ich denke, die werden auch kommen. Es macht keinen Sinn, bei den Cinema Cameras das EF-Bajonett beizubehalten. In der Zwischenzeit können Anwender die Objektive an der C70 und R5C einsetzen. Eigentlich clever von Canon. Stell Dir vor, es wäre anders herum: sie würden erst die Kameras einführen, hätten aber keine entsprechenden Cine-Objektive. So überbrücken sie die Zeit bis zur Einführung größerer Kameras und können trotzdem schon das eine oder andere Objektiv für die von Dir genannten Gehäuse verkaufen. Denn diese sind für die Zielgruppe C300, C500 oder C700 spannende B- oder C-Cams.

Ich

Wie 100carat bereits angesprochen hat, geht es hier um Cine-Objektive, die nicht wirklich für Privatanwender gedacht sind. Evtl. hast du auch mitbekommen, dass Sony vor wenigen Tagen eine neue Cine-Kamera vorgestellt hat (gibt einen Artikel hier auf der Seite), welche für ca. 25.000€ vorbestellt werden kann 😉

Mit einer modernen Systemkamera und „normalen“ Objektiv kommt man selbst als professioneller Videograf relativ weit. Musikvideos, kurze Werbefilme, Unternehmensvorstellung etc. dafür sind aktuelle Hybridkameras völlig ausreichend.

Mirko

naja es gibt ja auch hochpreisige Fotoobjektive welche sich nicht nur Profis zulegen 😉 Wäre nun Video mein Hobby dann hätte ich mir wohl zur Fuji Kamera auch die zwei Fujinons „Cine Objektive“ zugelegt 📸

100carat

„… hätte ich mir wohl zur Fuji Kamera auch die zwei Fujinons „Cine Objektive“ zugelegt “ … von denen habe ich in diesem Jahr zwei verkauft. 🙂

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