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Capture One erhöht alle Preise um 6 Prozent

Capture One erhöht in Kürze alle Produktpreise um 6 Prozent. Und im Hintergrund versucht Eigentümer Axcel offenbar, die Software zu verkaufen.

Es ist mal wieder so weit. Capture One dreht an der Preisschraube, und diesmal trifft es scheinbar alle Kunden. Wie der Hersteller auf seiner Support-Seite ankündigt, klettern sämtliche Produktpreise um 6 Prozent. Betroffen sind Pro, All-in-One und Studio, und zwar quer durch Monats- und Jahresabos sowie unbefristete Lizenzen. Den neuen Verlängerungspreis kann man ab dem 2. Juni 2026 im eigenen Konto einsehen, wirksam wird er aber erst beim nächsten Verlängerungsdatum, das auf den 6. Juli oder später fällt. Wer nach dem 2. Juni eine neue unbefristete Lizenz kauft, zahlt dagegen sofort den höheren Preis.

Wer sein Abo kündigen möchte, sollte sein Postfach im Blick behalten. Monatsabonnenten bekommen sieben und drei Tage vor der Verlängerung eine Erinnerung, Jahresabonnenten werden 30, sieben und drei Tage vorher informiert. Ein kleines Schlupfloch gibt es noch: Wer vor dem 2. Juni von einem Monats- auf ein Jahresabo wechselt, sichert sich laut Capture One für ein volles Jahr den aktuellen Preis. Wer bereits eine unbefristete Lizenz besitzt und aufs Jahresabo umsteigen möchte, findet im eigenen Konto zusätzlich einen Rabatt.

Die offizielle Begründung klingt vertraut. Die Plattform am Leben zu halten koste heute mehr als noch vor einem Jahr, und statt stillzustehen wolle man weiter investieren. Das ist nicht die erste Erhöhung dieser Art. Wir haben in den vergangenen Jahren schon mehrfach darüber berichtet, etwa als Capture One die vergünstigten Upgrade-Preise strich oder die herstellerspezifischen Versionen komplett einstellte.

Wir warten noch auf eine finale Bestätigung, gehen im Moment aber davon aus, dass die Preiserhöhung auch für die DACH-Region gilt.

Wird der Verkauf von Capture One vorbereitet?

Die Preiserhöhung von 6 Prozent hängt möglicherweise mit einem geplanten Verkauf von Capture One zusammen. Wie PetaPixel unter Berufung auf den Finanzdatendienst Octus berichtet, versucht Eigentümer Axcel derzeit, Capture One abzustoßen. Die nordische Private-Equity-Firma hatte Phase One samt Capture One 2019 für 1,5 Milliarden dänische Kronen übernommen, was heute rund 233,8 Millionen Dollar entspricht, und die beiden Geschäfte anschließend in eigenständige Unternehmen aufgeteilt. Dem Bericht zufolge soll zuerst Phase One verkauft werden, danach Capture One.

Und genau da könnte die Preiserhöhung ins Bild passen. Ein Aufschlag von 6 Prozent vertreibt kaum Kunden, lässt die Bilanz von Capture One aber etwas besser aussehen. Bewiesen ist dieser Zusammenhang nicht, naheliegend aber schon.

Beitragsbild: © Rebeka Vodrazkova / Capture One

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14 Kommentare
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Mirko

…früher war es der Film und heute ist es die Software 😉

Jürgen K.

Solange, wie meine Kameras mit der jetzigen Version von CP1 laufen gibt es nix Neues. Ansonsten ist DXO eine sehr gute Alternative.

Mirko

…mich nervt es zwar auch das jeder Pups teurer wird aber ein Rollfilm kostet soviel wie COne monatlich von mir abverlangt ( also mein Abo)
Brauchen tue ich es nicht wirklich aber die MACHT der GEWOHNHEIT 😂

Jürgen K.

Ja. Stimmt.
Aber das nächste Abdate gibt es für mich erst, wenn die A1iv draußen ist. So lange hält mein jetziger Kamerabestand…..
Mal sehen was noch so kommt……

Alfred Proksch

Auf Capture One bin ich seit langem „eingeschossen“. Bei Software kommen nur Kaufversionen in Frage. Alles was ich privat verwende „gehört „ mir auch, egal ob Haus, Auto, Smartphone, Rechner oder eben Software. Geschäftlich sieht es anders aus weil in diesem Fall anders „gerechnet“ werden muss. Ich würde jedem raten sich hinzusetzen und die jährlichen Abo, Leasing, Mietkosten für das Smartphone, Bezahlfernsehen usw. aufzulisten. Bleibt bitte beim Zusammenzählen sitzen, am besten in einem Bürostuhl mit Armlehnen – das verhindert den seitlich Absturz wenn die Erkenntnis einsetzt.

Alles wird teurer – das ist nichts neues – Rentabilität nennt man das – geschultes Personal mit Fachkenntnis arbeitet nicht umsonst. Was sind 6% ?!? Einfach weitermachen und die eigene Kalkulation neu berechnen – fertig. Gegen geschäftliches Zocken ist sowieso kein Kraut gewachsen.

WRDS

Auch bei einer Kaufversion hast du nur ein Nutzungsrecht. Sie gehört dir nicht.

Alfred Proksch

Ist schon klar, nur das der Produzent der Software keinen ständigen (ABO) Einfluss auf meinen Kontostand hat.

Torsten

Finde die Preiserhöhung moderat, geht durch die ganze Branche egal ob Adobe oder DXO.

Hoffentlich hat ein möglicher Verkauf keine negativen Auswirkungen auf Capture One. Gerade wurde eine neue überfällige Rauschminderung in das Tool integriert, DXO Pureraw benötige ich nun nicht mehr. Bei den KI-Masken ist C1 auch mittlerweile auf Augenhöhe, ich setze es sehr gerne ein und habe mein Adobe Abo letztes Jahr nicht mehr verlängert.

Bernd

Und davinci resolve ist komplett kostenlos und bis jetz die beste lightroom Alternative.

MplusM

Davinci Resolve ist überhaupt keine LR Alternative. Wenn du mal mit beiden gearbeitet hättest wüsstest du das. LR spielt in einer ganz anderen Liga.

Trainspotter_Brenzbahn

Ich habe noch Capture One 20, nutze es aber nur noch zum Aussortieren und Umbenennen von Fotos. Das Umbenennen beherrscht C1 allerdings hervorragend, weil der Dateiname dabei direkt auf der Festplatte geändert wird. Ohne diese Funktion wäre die Software bei mir längst deinstalliert.

Photar

Vor einigen Jahren hatte ich CO für Sony. Aber warm bin ich mit der Software und ihrer komischen Bildverwaltung in Bibliotheken trotzdem nie geworden. Mit dem Wegfall der Sony-Edition hatte sich CO erledigt. Seitdem arbeite ich mit DxO PhotoLab, einer im Vergleich zu CO logisch und einfach zu bedienenden Software ohne Abo und ohne lästige Bibliotheken. Von der überragenden Leistungsfähigkeit ganz abgesehen. Dazu Photoshop CS6, die letzte Kaufversion ohne Abo. Reicht völlig aus. Zusätzlich höchstens mal eine Spezialsoftware wie Helicon Focus.

Torsten

Mir geht es so mit DXO Photolab, die Bedienung war mir irgendwie immer viel zu umständlich, auch dieses U-Point Feature fand ich irgendwie antiquiert. Es ist wie mit fast jeder Software, wenn man sich mit beschäftigt und arbeitet, möchte man meist nix anderes mehr.

MplusM

Ja ja, irgendwie liegt mir DXO auch nicht.

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