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DJI RS 5: Neuer Gimbal mit intelligentem Tracking und Gestensteuerung

DJI stellt mit dem RS 5 einen neuen Kamera-Gimbal vor, der erweitertes Objekttracking bietet. Nach einem zunächst exklusiven Launch in China ist der Gimbal nun auch in Deutschland erhältlich.

Die wichtigste Neuerung ist das RS Enhanced Intelligent Tracking Modul, das in der Combo-Version enthalten ist. Es erkennt nun nicht mehr nur Personen, sondern auch Fahrzeuge, Haustiere und Gegenstände. Die Tracking-Reichweite beträgt bis zu zehn Meter bei ausreichender Beleuchtung. Das Modul wird magnetisch befestigt und benötigt keinen Adapter oder zusätzliches Zubehör. Verlässt ein Motiv kurzzeitig das Bild, kann das System es automatisch wieder erfassen. Die Motivauswahl erfolgt direkt über den Touchscreen des Gimbals, gesteuert durch integrierte KI-Algorithmen, die die Szene in Echtzeit analysieren.

Erstmals bei einem DJI-Gimbal lässt sich der RS 5 per Handgeste steuern. Ihr könnt so das Tracking starten, Aufnahmen auslösen und den Bildausschnitt anpassen. Gerade für Solo-Videografen, die den Gimbal als eine Art automatisierten Kameramann einsetzen möchten, ergibt sich daraus ein praktischer Mehrwert. Komplexere Kamerabewegungen wie Rückwärts-Tracking, Rundumfahrten oder Aufnahmen mit feststehender Kamera lassen sich so deutlich einfacher realisieren.

Der Stabilisierungsalgorithmus der fünften Generation erhöht das Motordrehmoment um 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Das soll besonders bei schnellen Bewegungen, Lauf- und Gehaufnahmen sowie bei Hochkantaufnahmen für stabilere Ergebnisse sorgen. Ein neuer Z-Achsen-Indikator auf dem Display gibt beim Gehen visuelles Feedback zur Schritt- und Tempoanpassung, um vertikale Verwacklungen zu minimieren.

Beim Akku des 1,46 Kilogramm schweren Gimbals hat DJI ebenfalls nachgebessert. Die Ladezeit verkürzt sich auf etwa eine Stunde bei Verwendung eines 65-Watt-Netzteils, was einer Steigerung der Ladeeffizienz um 60 Prozent entspricht. Die Laufzeit beträgt bis zu 14 Stunden im Standby. Mit dem optionalen BG70-Hochleistungsakku verlängert sich die Betriebszeit auf bis zu 30 Stunden.

Der neue elektronische Aktentaschengriff ermöglicht Aufnahmen aus tiefen oder hohen Perspektiven bei einhändiger Bedienung. Joystick und Tasten sind direkt am Griff erreichbar. Der RS 5 wechselt zudem ohne zusätzliches Zubehör ins Hochformat, was die Flexibilität für verschiedene Aufnahmesituationen erhöht. Die Bluetooth-Kamerasteuerung unterstützt nun neben Sony, Canon und Nikon auch ausgewählte Modelle von Panasonic und Fujifilm, die Kompatibilität könnt ihr hier nachschlagen.

Der RS 5 richtet sich klar an Solo-Videografen und kleinere Produktionsteams, die einen kompakten Gimbal mit automatisiertem Tracking suchen. Die Gestensteuerung ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenzprodukten. Allerdings bleibt die Nutzlast bei drei Kilogramm, was größere Cine-Setups mit schweren Objektiven ausschließt.

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Die Standalone-Version des DJI RS 5 kostet 569 Euro und umfasst den Gimbal, Schnellöffnungsstativ, Objektivstütze, Schnellwechselplatten und Akkugriff. Die Combo für 719 Euro enthält zusätzlich das RS Enhanced Intelligent Tracking Modul, den elektronischen Aktentaschengriff und einen Transportkoffer.

Mit dem RS 5 zeigt DJI seine Gimbal-Kompetenz im professionellen Segment. Doch auch im kompakten Bereich bleibt der Hersteller aktiv: Mit der erwarteten Osmo Pocket 4 dürfte DJI seine Stabilisierungstechnologie bald auch wieder in einem handlichen All-in-One-Gerät unter Beweis stellen.

Quelle: DJI

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