Fujifilm Kameras

Fuji X-T3: Die ersten Tests zum Dynamikumfang sind da

Wie hoch fällt der Dynamikumfang der Fuji X-T3 aus? Erste Testergebnisse und ein Vergleich mit der X-T2 liefern die Antwort.

Fuji X-T3 im Vergleich mit der X-T2

Die im Vorfeld der photokina 2018 vorgestellte Fujifilm X-T3 kommt im Vergleich mit ihrem Vorgänger, der Fuji X-T2, mit einigen wichtigen Neuerungen daher. So kommt unter anderem ein komplett neuer Sensor zum Einsatz, der nun mit 26 anstatt mit 24 Megapixeln auflöst.

Der Sensor bedeutet schon alleine deshalb einen Sprung nach vorne, weil er bei der X-T3 höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Doch wie sieht es in Sachen Bildqualität aus? Gelingt es Fujifilm hier ebenfalls, deutliche Unterschiede zur Vorgängerin zu schaffen?

Dynamikumfang der Fuji X-T3

Diese Frage wird nun teilweise von Photons to Photos beantwortet, dort wurde nämlich der Dynamikumfang der neuen Fuji X-T3 ganz genau unter die Lupe genommen. Wenn man die Werte der X-T3 (Farbe Schwarz) mit denen der X-T2 (Farbe Blau) vergleicht, ergibt sich folgendes Bild:

Ihr seht: Insgesamt sind sich der Dynamikumfang der X-T3 und X-T2 sehr ähnlich, es gibt keine wirklich großen Unterschiede. In den niedrigen ISO-Bereichen liegt die X-T3 zwar ganz leicht vorne, doch inwiefern dieser Vorsprung in der Praxis auch wirklich sichtbar wird, ist fraglich. Gleiches gilt für die besseren Werte in den wirklich hohen ISO-Bereichen.

Bildqualität nicht das Kaufargument der X-T3

Anhand dieser Testergebnisse kann man also nicht mit einem größeren Dynamikumfang bei der Fuji X-T3 rechnen, es werden höchstens minimale Unterschiede sichtbar werden. Dafür soll die X-T3 aber etwas mehr Details in den hohen ISO-Bereichen liefern, genauso wie die neuen niedrigeren ISO-Werte natürlich ein Vorteil sind.

Insgesamt kann also festgehalten werden, dass Fujifilm mit der X-T3 in Sachen Bildqualität kein wirklich großer Sprung nach vorne gelingt. Doch das muss es ja auch nicht, denn die X-T3 überzeugt eben vor allem mit einem verbesserten Autofokus, besseren Videofunktionen und mehr Geschwindigkeit.


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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

14 Kommentare

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  • Ernüchterung bei Fuji….
    In weiser Voraussicht der vielen Konkurrenten mit VF hat sich Fuji preislich nach unten korrigiert. Das ist vernünftig, denn so bleiben sie im Rennen.
    Glaubt man der Industrie, wird wohl nur noch VF gekauft. Genug neue Spielzeuge sind oder kommen ja auf den Markt.
    Ja die Industrie weiß leider viel früher, was wer wann herausbringt und warum.
    Fuji kennt natürlich auch den Dynamikumfang der XT3 und weiß, das in Sachen BQ kaum Verbesserung zur XT2 da ist. Die testen da ja ehe DXO und CO ihre Finger dran haben.

    Deshalb ist die X T3 aus meiner Sicht eine Vernunftlösung, hätte ich wahrscheinlich auch so gemacht.
    1500 Euronen hat ja jeder über. Objektive gibt es gebraucht, also kein Hindernis mehr da

    Viel Erfolg Fuji

    PS: es ist eben bei EBAY zu beobachten, wie etliche X T2 Besitzer Ihr Gerät verscherbeln, um zur XT3 wechseln.

    • Damit ist Fuji aber nicht alleine! Auch andere Hersteller, bringen nichts wirklich neues mehr. Auch nicht bei den Vollformatkameras, die mittlerweile ja auch nicht mehr neu sind. Eben nur bei den einstigen BigPlayer, die den Markt bisher regelrecht verschlafen haben…

      Wer ne X-T2 hat und mit ihr glücklich ist, wird es auch weiterhin mit ihr sein. Die X-T3 rundet sie eigentlich nur ab. Und das ist vor allem beim AF zu sehen.

      Was man bei Fuji aber nicht vergessen darf: Man kauf nicht nur eine Kamera, sondern quasi mehrere. Das was durch Firmware-Updates nachgereicht wird, dafür gibt es bei anderen Herstellern direkt nen neues Modell. Hätte Fuji für die X-T2 keine Updates (BugFixes ausgenommen) herausgebracht, wäre der Unterschied zur X-T3 deutlich größer.
      Von daher heißt es eigentlich auch erst einmal abwarten, was die Zukunft bringt. Aus Erfahrung ist die X-T3 noch nicht da, wo sie am Ende stehen wird.

      Woran Fuji aber gern mal arbeiten könnte: nen Upgrade der alten Linsen. Das XF56 1.2 ist z. B. recht langsam gegenüber den neueren Objektiven, was mitunter dem „veralteten“ Antrieb geschuldet ist.

  • Um zum nächst höheren Sensorformat aufzuschließen vergehen meist mehrere Jahre (wenn man in der Dxo Tabelle nachschaut).

    Aber der Autofokus der Xt3 ist ein starkes Kaufargument!

    Mehr Low Light Qualität wünsche ich mir nur im Landschaftsbereich in der Nacht; wofür die Gfx 50r sehr gut geeignet ist; for allem ohne wirkliche Objektivfehler des 23mm f4 und kaum bis gar keine Verzerrungen im Randbereich!
    Eine wirklich interessante Kamera!

  • Fuji erreicht immerhin eine beachtliche Leistungssteigerung durch den Prozessor.
    Was soll mehr Dynamik mit kleinen Sensoren denn noch bringen?
    Da muß sich Fuji wahrlich nicht verstecken, da läuft Canon weiter mit der Dynamik-Kaputze herum.
    Eine X-T3 ohne iBIS ist inkonsequent und wenn die X-H2 im nächsten Herbst dann mit neuem Sensor und schnellerem Prozessor kommt, so bleibt sie trotzdem für viele zu groß und zu klobig.
    Fuji wird erst wieder richtig spannend, wenn neue Zoom-Objektive erscheinen – damit können sie jeder Vollformat eine lange, dicke und teure Nase drehen!

    • Ohne Ibis ist eher konsequent, weil eine XT3 mit IBIS bedeuten würde, das es eine XH2 nicht geben müsste. Die XPro3 müsste demzufolge den optischen Sucher besitzen. So hat jede der Kameras was spezielles.
      Ein großer Unterschied ist außerdem zu den anderen Herstellern. Es handelt sich immer um den selben Sensor, das heißt optisch gibt es keine Unterschiede. Absolutes Novum auf dem Markt!
      Bei Fuji wähle ich also nicht nach optischer Qualität aus, sondern nach Austattung der Kamera (-> XT3, XPro3, XH2, XE4, XT30, X100V).

  • Sehr Gutes,

    wie die XT-2 noch besser zu machen ist eben sehr schwierig. Die „Alte“ hat schon mit ihrer Bildqualität am Vollformat gekratzt, die XT-3 wird noch näher dran sein.

    So lange keine neue Sensortechnologie verfügbar ist bin ich damit mehr als zufrieden. Wenn es absolute Leistung sein muss verwende ich die GFX, ansonsten reicht mir die kleine, leichte XT-3 mit ihren kompakten Festbrennweiten, voluminöse, schwere Vollformat Klötze mit unhandlichen Objektiven habe ich lange genug mitschleppen müssen.

  • Ehrlich gesagt, diese „Neuerungen“ hätte man auch mittels Update bei der X-T2 machen können, dazu braucht es kein neues Gehäuse … ausser die 3 MP mehr, oder sind es 2?

    Für mich ein totaler Flop auf Sony-Niveau.

  • also ich sehe schon einen fortschritt. bei höherer auflösung, etwas bessere dynamic bei gleicher iso-leistung halte ich für einen fortschritt. dieses mal sehe ich auch eher den autofokus im fokus von fuji. schneller und besser bei schlechteren lichtverhältnissen empfinde ich als großen fortschritt.