Das Nikon-Servicenetz in Deutschland schrumpft weiter. Mit München fällt der nächste große Standort weg.
Der Nikon Service-Point München hat zum 31. Mai 2026 geschlossen. Hinter dem Geschäft steht die Dostal & Rudolf GmbH, die nach eigenen Angaben knapp 47 Jahre lang Verkauf, Reparatur und Wartung von Nikon-Produkten in der Schellingstraße in der Maxvorstadt angeboten hat. Grund für das Aus ist eine Insolvenz.
Vom vorläufigen Verfahren zur Abwicklung
Per Beschluss des Amtsgerichts München befindet sich das Unternehmen seit dem 18. März 2026 in vorläufiger Insolvenz. Seit dem 1. Juni 2026 läuft das ordentliche Insolvenzverfahren ohne Fortführungsoption. Der Betrieb wird also nicht weitergeführt, sondern abgewickelt. Von München aus bediente das Geschäft laut Insolvenzverwalter den gesamten süddeutschen Raum sowie Österreich und die deutschsprachige Schweiz.
Geschäftsführer Klaus Rudolf, der die Firma nach eigener Aussage fast 30 Jahre lang geführt hat, äußert sich auf der Webseite ungewöhnlich offen und nimmt die Verantwortung auf sich. “Der Geschäftsführer (ich bin das gewesen) hat bei sinkendem Volumen und kollabierenden Margen nicht schnell genug den teuren Innenstadt-Standort in Frage gestellt, nicht radikal genug Kosten auf allen Ebenen gesenkt, kein neues Geschäftsmodell gesucht”, schreibt Rudolf. Der Markt bestrafe so ein Verhalten rücksichtslos.
Zur Einordnung lohnt ein Blick auf das Geschäftsmodell. Der Münchner Service-Point gehörte nicht zu Nikon, sondern war eine rechtlich eigenständige Firma mit Nikon-Lizenz. Als autorisierte Vertragswerkstatt durfte die Dostal & Rudolf GmbH den Titel “Nikon Service-Point” führen und Garantie- sowie Herstellerreparaturen übernehmen, trug das unternehmerische Risiko aber selbst.
Nikon-Servicenetz schrumpft seit Jahren
Übrig bleiben zwei unabhängige autorisierte Partner nach demselben Modell wie München, in Dresden und im Frankfurter Raum in Dreieich, zusätzlich das Nikon-eigene Angebot in Düsseldorf. Damit setzt sich ein längerer Trend fort. Der Kölner Nikon Service Point der Firma Albrecht hat 2021 geschlossen, der Raum Stuttgart war zuvor schon nach Köln verlagert worden.
Hattet ihr selbst Kontakt mit dem Münchner Laden oder mit einem anderen Nikon Service-Point? Erzählt uns von euren Erfahrungen in den Kommentaren.
via: Nikonrumors | Beitragsbild: Oleg Bilyk


Viele Strukturen wie ein großes Service Netz stammen halt noch aus alten DSLR Tagen, wo Nikon und Canon als die großen Zwei den Markt dominierten. Heute aber ist Nikon was die Marktanteile betrifft eben nur noch die Nummer Drei und weit abgeschlagen hinter Canon und Sony und bald vielleicht auch noch überholt von Panasonic/ L Mount. In diesem Kontext überrascht so eine Nachricht dann nicht mehr so sehr.
Das Hauptproblem sind die Handy-Nutzer, SLR oder Spiegellose werden immer seltener, der größte Umsatz (auch bei Profikameras wie Nikon Z8, Z9 oder Zf) kommt eben nicht nur von den Profis, sondern von Amateuren. Die haben das Geld, sich “das fotografische Spitzenprodukt” für ihre Vögelchen- und Blümchen-Fotografie zu kaufen. War nicht abwertend gemeint, gerade auch in der Tierfotografie bieten diese Kameras durch eine sehr gute und “blitzschnelle” Motiverkennung eine neue Sichtweise und schnelle Bildraten. Sehen Sie sich beispielsweise in der “Tagesschau” kurze Einspielungen von Tagesereignissen an, beispielsweise wichtige Pressekonferenzen, da wird von den Berichterstattern, die früher nur den Schreibblock dabei hatten, zusätzlich ein Handyfoto oder Kurzfilm verlangt. Warum sollte da auch ein Auftragsfotograf mit seiner Nikon lange warten, bis er endlich das Dreier-Foto von den Wirtschaftsweisen mit dem Jahresbericht belichten kann? Das schafft auch ein Handy. Das Leben bedeutet eben auch stetige Neuerungen – und was wir von KI zu sehen bekamen, ist erst der Anfang. Was hat sich alles in der Fotografie verändert?: Analog = umständlich, viel zu langsam, im Vergleich zu DIGITAL sehr schlechte Qualität. Analoge Mittelformatkameras = nur noch für Sammler und Technikfans, die gerne an Knöpfchen drehen. Großformatfotografie/Laufboden oder optische Bank = viel zu teuer und nur… Weiterlesen »
Die blitzschnelle Motiverkennung ist besonders hilfreich, wenn die Kamera Ewigkeiten braucht, bis sie einsatzbereit ist.
Da ist eine Spiegelreflex deutlich schneller.
“Ewigkeiten?” Vergessen, den Akku einzulegen?
Ich habe selber extra noch eine digitale, die braucht bis zu 5 Sekunden, bis sie aufnahmebereit ist, weil da immer noch sinnsinnfreies Begrüßungbild erscheint.
Auf solchen Kokolores kann ich verzichten, gerade, wenn’s schnell gehen muss.
Dann würde ich es statt mit dem Handy mal mit einer richtigen Kamera versuchen.
Nenne bitte mal das Modell, von dem Du hier sprichst? Ich vermute, das ist eine mindestens 20 Jahre alte Kompaktkamera und keine einigermassen aktuelle DSLM. Meine DSLMs brauchen nach dem Einschalten sicherlich nicht länger bis sie einsatzbereit sind, als meine alten SLRs. Vor allem dann nicht, wenn man bei einer SLR erst nocht den Filmtransport betätigen muss, bis man dann tatsächlich fotografieren kann.
Welche Nikon braucht nach dem Einschalten fünf Sekunden, bis sie aufnahmebereit ist? Aber vielleicht besitzen Sie eine besondere Kamera?
Oh, es ist bald Mitsommerfest! Aus Gladbeck kommt endlich wieder mal ein brauchbarer Kommentar und keine stereotypen „hochinteressanten“ Leica M Beiträge, die die Fachkompetenz des Nikon Liebhabers und 🐠Experten sehr stark belasten und anzweifeln lassen. Geht vielleicht doch noch!🍹der Drink kommt von unserem Barkeeper im Hotel und weil es zu zweit mehr Spaß macht, gleich noch einer🍸
Den Schaden hat der Nikon Service selbst zu verantworten. Recht neue DSLRs werden schon nach wenigen Jahren nicht mehr repariert. Gute Objektive gehen fast regelmäßig kaputt, auch im Bereich 6000€ und höher und werden nicht mehr gewartet. Die ganzen Experimente zahlt der Fotograf.
Mit KI sind digitale Fotos jetzt ohnehin nicht authentisch und wertmäßig ausbeutbar. Das ist der Gau den die selber verfasst haben. Keiner muss mehr einen Fotokurse absolviert haben um digital gut zu fotografieren. Alle Fehler werden automatisch digital kompensiert. Auch mit 400 mm für Türaufnahmen kann mein 10 jähriges Enkelkind von Anfang an fehlerfrei Fotos machen. Mein AF S2,8/300ED VR II mit Totalausfall ohne Schuld, repariert Nikon auch nicht mehr.Danach beschloss ich nur noch mit meinem Nikon 4,0/500 mm P IF ED analog und digital zu fotografieren.Baujahr ca. 1988.
Mit ner F3 muss man noch bischen Ahnung haben, mit Z8 nur noch Handywissen. Bis zu 10 Fach stabilisiert, läuft bestimmt 4-5 Jahre, bis zur Reparaturverweigerung.Ich kaufe sie nicht. Bis man dann das nötige Zubehör zusammen hat , ist das System wieder verschwunden und der Lächerlichkeit preisgeben. Daher F3 und F4 maximal und ne D3s dazu.
Habe hier selten so einen Schwachsinn gelesen, und zwar gleich von A bis Z.
Ja, Nikon hatte ein paar Qualitätssicherungsprobleme zu DSLR- Zeiten. Aber dafür kann der Service Point genau so wenig, wie für den tollpatschig rustikalen Umgang mit der Ausrüstung durch manche Kunden.
Trifft den Nagel auf den Kopf. Sehr guter Beitrag.
Wenn früher Mittelformat und teilweise auch Großformat außerhalb des Journalismus und Actionfotos etc. aufgrund der erheblich besseren Bildqualität für viele fotografischen Stilrichtungen zwingend erforderlich war, hat die Digitalfotografie diese Kameraklassen nahezu vollständig ersetzt. Eine geplante Linhof Technikardan wurde auch deshalb von uns nicht mehr angeschafft.
Laut Peter Braczko sind Nikon-Kameras absolut zuverlässig und fehlerfrei. Schade, dass der Nikon-Spezialist in München 47 Jahre gebraucht hat, um zu erkennen, dass sich mit der Wartung und Reparatur von Nikon-Kameras daher kein Geld verdienen lässt. 😢
Na ja, es gibt ja noch ein paar andere Nikon Service-Points in Deutschland, die ihr Geld mit Serviceleistungen verdienen. Und ob ich nun ein defektes Teil nach München oder z.B. Hannover schicke, ist letztendlich egal.
Was für ein defektes Teil? 🤔
Häme ist übrigens in diesem Fall völlig unangemessen.
Du musst ganz schön muskulös sein, wenn du immer so schnell die Moralkeule schwingst.
Die Objektive 300mm 2,8 mit AF S, und 400 mm AF S VR, etc fallen aber regelmäßig aus. Canon etwas besser da.
Hä, Objektive fallen aus?
Wohl im falschen Land aufgewachsen?
Meine Objektive sind seit über 40 Jahren fehlerfrei.
Das sind doch mal gute Nachrichten für Nikon Benutzer. Die Kameras/Objektive sind so gut gebaut, dass es einen Reparatur Service nicht mehr braucht und er pleite geht. 😁
Ja, so kann man es eben auch sehen, bin seit Anfangs der 90er Jahren bei Nikon, und bisher ist mir nur ein Nikon DSLR Objektiv heruntergefallen, wäre bestimmt aber auch mit einem andren Markenobjektiv passiert, und müsste zur Reparatur. Sonst hatte ich nie Probleme, vielleicht hatte ich aber auch einfach nur viel Glück, und habe bisher keine Montagskamera erwischt! 😉
Nikon baut Montags keine Kameras 😉
Doch – und trotzdem funktionieren sie, sogar meine “uralte” Nikon D70s
…wenn deine D70s uralt ist, aus welcher Zeit stammt dann die F2 🤔
Wenn der Marktanteil von fast 40% auf 13% fällt, dann braucht es halt schlichtweg weniger Service Stellen. Eine ist jetzt halt weg.
Dein Hiweis – so schlicht er ist – beeindruckt (keine Ironie). Nur: es hängen immer Menshen mit dran, Beziehungen, Erinnerungen… natürlich spielen diese Aspekte im Markt kaum (keine) eine Rolle. Aber eben für direkt Betroffene wie Kunden, Mitarbeiter, Nachbarn… schade ist es.
Als Unternehmer musst du langfristig denken, denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Schon vor vielen Jahren, beim Übergang zu Digital hat Nikon “meinen” Service Point in Hannover geschlossen (Nass)
Grad zu der Zeit als Nikon massive Probleme mit Konstuktionsfehlern hatte.
Sie hatten den Anschluß zu Canon verpasst und in kurzen Abständen neue unausgereifte Modelle auf den Markt geworfen.
Konstruktionsfehler wurden von NPS Service geleugnet und wegdiskutiert. In den USA gab es Kukanz bei diesen Konstruktionfehlern, in D nicht. Z.B. Unsteter Weißabgleich und unstete Matrix- Messung, sowie durch Spiegelmechanik- Öl ständig verschmutzte Sensoren.
Und dann das Drama mit vorhandenen einwandfrei funktionierenden Fremdlinsen, wenn neue Kameras kamen, gab es des öfteren Belichtungs und AF- Probleme
Irgendwann war ich die Ausreden leid und hab das System gewechselt und es nie bereut.
Zumal sie sich weigerten, so sinnvolle Features wie Klappdisplay und IBIS einzuführen.
Zu Analogzeiten waren sie Spitze, sowohl vom Objektivangebot, Technik der Kameras, sowie der Zuverlässigkeit.
Aber dann?… Lang ist´s her.
Aber sie scheinen sich ja verbessert zu haben.
Aber Sony und L- Mount mit ihren “offenen” Systemen laufen Nikon den Rang ab.
Und genau dort liegt eine der grundlegenden Probleme.
Wenn sich einer, der gut susgerüstet ist, sich aus was für Gründen auch immer, eine neue Kamera braucht, kann er sein gesamtes Equipment wegschmeißen und sich für Zehntausende Euro komplett neu ausrüsten, zumindest, was die Objektive angeht.
Das nennen ich Service.
Es hatte sicher Gründe, dass in der DDR Produkte über viele Jahre fast unverândert gebaut wurden, aber das kann man den Wessis nicht verklickern
Frage: was existiert noch?
a.die Bundesrepublik Deutschland
b. die DDR
Glaube die offene Welt war für die meisten Ossis etwas zu früh, oder etwas zu viel. 😉
Die DDR. Die Produkt- und Meinungsvielfalt begrenzt sich zusehends. 😉
🤣👍
Mit Kaja Kallas haben wir sogar ein privilegiertes Kind aus der Sowjetunion wieder weit oben an der Macht. I ❤️ EUdssr ✊
Einfach nur irgendwo falsch.
Um sinnlos überteuerten Murks zu produzieren, haben wir die andere Seite nicht gebraucht, das hätten wir auch selber gekonnt. Außerdem ist es extrem lästig, wenn du dir was kaufst, und nach dem halben kaufste denselben Dreck nochmal, weil das Zubehör nicht passen will. Sehr gut durchdacht, würde ich sagen.
Die alten Objektive sind mit Adapter auch für die neuen spiegellosen Kameras verwendbar, völlig problemlos
Nur, dass es passende Adapter nicht immer und überall gibt.
?????? Alles OK????
Mal bei NOVOFLEX schauen. Qualitativ sehr hochwertige Adapter …und aus D. Sind bei uns auch im professionellen Einsatz…
…und der FTZ-Adapter für den Anschluß der “älteren” AFS-Nikkore überträgt alle Funktionen auf die Z-Kamera. Fotografiere beispielsweise am Donnerstag wieder Sport mit der fantastischen Nikon Zf und dem AFS-Nikkor 2.8/80-200 mm plus 5.6/200-500 mm. Keine AF-Ausfälle, die Z-Kamera bringt “blitzschnell” die schnelle Sportszene auf die Speicherkarte, auch ohne Z-Objektive – das nenne ich Kundenfreundlichkeit!
“Es hatte sicher Gründe, dass in der DDR Produkte über viele Jahre fast unverândert gebaut wurden, aber das kann man den Wessis nicht verklickern”
Das ist aber großer Nonsens! Mit Sicherheit war die DDR Industrie nicht so verblödet wie sie gerne vom Westen dargestellt wurde, nur letztendlich hatte der Staat das sagen. Es gab so einige Patente die man, wegen Devisen, an Japan verkauft hatte.
Verblödet waren die sicherlich nicht.
Aber das System war innovationsfeindlich. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft und macht Produkte besser.
Wenn niemand einen Vorteil von Innovationen hat, strengt sich auch niemand an.
Warum war die DDR denn pleite ?
Ich schrieb doch das der Staat das sagen hatte 😉
Die DDR war technologisch bis Ende der 60er mit dem Westen gleichauf, wenn nicht sogar überlegen. Erst danach gerieten sie ins Hintertreffen. Die Wirtschaft war politisch gesteuert, kam der Autoindustrie nicht zugute. Andere technische Dinge, Kameras, Haushaltsgeräte, Fernseher, Stereo und Radio mussten auf eine 25 jährige Mindestlebensdauer konzipiert werden. Manche Kühlschränke, Mixer, etc. funktionieren heute noch wie am ersten Tag, so auch mein Kühlschrank und die kleine Gefriertruhe. Der erste Farbfernseher 1969 war volltransistorisiert, wir haben in unsere Geräte immer noch dicke Röhren für die Bildverarbeitung eingebaut. Der Bahnverkehr, das Schienensystem, Lokomotiven waren den westlichen haushoch überlegen. Kameras von Praktika fotografieren nach 40 Jahren ohne jegliche Reparatur. Ein Gehäuse von Praktika hatte 1988 nur 200 DM gekostet, eine Nikon oder Canon 1000 DM. Während wir hier glauben, dass wir alles so viel besser können, fallen unsere Autos nach Leasingende mit Motorschaden aus, Fernseher wandern nach 4 Jahren in die Tonne, Kameras sollten nach Willen der Hersteller schon nach 5 Jahren ersetzt werden. Wir leben so nicht in einer guten Zeit. Das haben auch die ehemaligen Fotokunden mitgekriegt und spulen 80% aller Aufnahmen mit dem Handy ab. Für die restlichen 20% eine Kamera, auch wenn sie schon älter ist. Dann braucht… Weiterlesen »
Vor allem Geräte wie einen Kühlschrank sollte man schon deshalb von Zeit zu Zeit erneuern, weil diese immer effizienter werden. Dein uralter Kühlschrank ist ein richtiger Energiefresser und gehört schon deshalb entsorgt.
Falsch. Ein Produkt zu erneuern obwohl es noch läuft ist immer unökologischer. Je länger ein Gerät läuft umso umweltfreundlicher. Aber das interessiert in unserer wohlstandsverblödeten Kosumgesellschaft sowieso niemand mehr.
Absoluter Quatsch, den du da erzählst. Mit einem Kühlschrank, der 10 Jahre älter ist, verbraucht man etwa 50 % mehr Strom, mit einem 25-jährigen Modell mindestens 90 %, das macht sich sehr schnell bezahlt. Elektrogeräte gibt man ja zurück, und die Materialien werden recycelt. Das ist massiv ökologischer als Kühlschränke 25 Jahre in Betrieb zu haben, denn sie laufen täglich 24 Stunden.
Wenn Sie aus den neuen Bundesländern stammen sollten, sind Sie wahrscheinlich immer noch Opfer der damaligen Propaganda. Ich bin selbst sehr gut mit einem Lokomotivführer aus Dresden befreundet, der später als Ausbilder bis in die aktuellen Zeiten die Techniken links und rechts des Eisernen Vorhangs in jedem Detail kennt. Der kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Eisenbahn in der DDR hatte später etwas für Romantiker. Die Dampflok fuhr da noch lange im Liniendienst….
Auch im Fotobereich waren Exakta- und Praktica Technik bereits in den 70igern vor allem aus Japan überholt. Ich bedauere das sehr, denn eine technisch gleichwertige Firma im Inland würde ich auch jetzt liebend gerne bevorzugen. So bleiben nur noch Leica, Zeiss (Ost und West) und Linhof in München.
Ich komme nicht aus den neuen Bundesländern, habe die DDR Kühlgeräte von Quelle gekauft. Hatten den Markennamen Privileg. Unser Zugverkehr noch in den 80er Jahren war noch schlechter und unkomfortabler, unpünktlicher als heute. Die letzte Dampflok im Westen wurde 1975 außer Dienst gestellt, und werden jetzt von den Romantikern wiederbelebt. Habe aber vor langer Zeit einige Röhrenradios der Spitzenklasse aus der DDR gesehen und gehört. Die waren mindestens so gut wie unsere SABA und Grundig. Was sagt uns das? Die konnten was, sie durften nur nicht wegen der Politik.
Jetzt will ich nicht gegen DDR-Kameras argumentieren, besitze eine Reihe davon. Die DDR-Kameraindustrie fertigte einmal Mitte der Sechziger bis Ende der Siebziger die meisten Kameras in Europa, deswegen gab es intensive Diskussionen im Politbüro, denn stupide Frauenarbeit am Band – und das im Akkord – das lief bei den Genossen unter “menschenverachtende, kapitalistische Ausbeutung!” Die besten DDR-Kameras erschienen mit den Modellen LLC (ab 1971), dazu, L2, TL-3, MTL-3, L, PLC-3, TL 1000 und VLC-3 (die Letztgenannte konnte sogar die Sucher wechseln). Die bauartähnlichen Kameras L und LB hatten keine TTL-Innenmessung. Der Absturz begann mit der EE2, das klappte einfach nicht mit der Automatik, dann folgten die sehr schlechten BX-Varianten. Die westlichen Kamerakunden kauften Kameras aus der “Deutschen Demokratischen Republik” nur, wenn sie preislich sehr günstig in den Handel gingen. Die LLC-Serie erhielt ein sachlich-modernes Design (abgeschaut von der Minolta SR-T101). Der Fotomarkt in der “Bäh-Err-Dee” (hab´versucht, das sächsisch auszudrücken) orientierte sich fast nur noch an japanischen Spitzenprodukten: Nikon, Canon, Minolta, Topcon, Miranda, Mamiya, Olympus – alle diese Japan-Kameras deutlich besser, als die DDR-Ware. Bei der KSZE-Konferenz in Helsinki “für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa” wunderte sich Honecker, dass nicht nur westliche Fotojournalisten, sondern auch die DDR-Kollegen mit Nikon F, F2… Weiterlesen »
DU schreibst sogar noch mehr Blödsinn 👍
Stimmt so nicht ganz. Es gab durchaus einen zusätzlich anzubauen den automatischen Filmtransport, der in der Lage war, bis zu 30 Bilder auf einmal zu fertigen. Leider ist mir die entsprechende Literatur dazu nicht verfügbar.
Es gab so einiges im Osten wovon der Hr. Braczko nichts weiß. Nachdem ich im “Westen” angekommen war, haben mich am stärksten die Personen beindruckt die keine Verwandtschaft im “Osten” hatten, nie dort waren … aber alles wussten 👍
Dazu würde ich gerne mehr Details erfahren, Anfang der Fünfziger Jahre baute Praktica für die Praktina einen Federwerkmotor, dafür gab es auch ein Langfilm-Magazin (17 Meter), außerdem experimentierten die Fotoingenieure mit einem Elektro-Motor, aber nur wenige Einzelstücke davon gingen in den Verkauf.
Die Japaner hatten da zuverlässigere Geräte in der Planung. 1957 zeigte die Nippon Kogaku (Nikon) einen funktionierenden Elektromotor für die Nikon S2, aus diesem Prototyp entwickelte sich der S36 für die Nikon SP oder der S72 für die Halbformatkamera Nikon S3M. Legendär wurde dann der F36 für die Nikon F, international “die Standard-Kombination” in der Pressefotografie.
Zurück zu Pentacon: Mir ist nur ein “lahmer” Winder bekannt, der “Praktica-B-Winder” mit zwei Bildern pro Sekunde, hergestellt oder vertrieben für die Praktica BC 1 in den Achtziger Jahren. Als “schnell” würde ich den nicht bezeichnen! Die letzte Praktica ging BX-20S in den Verkauf, davon gab es nur noch einhundert Exemplare, das war es dann mit Kameras aus der DDR.
Kleine jedoch gerne vergessene Ergänzung: In Konkurrenz zur Nikon F, später F2 und Canon F-1 gab es ab 1968 bis 1972 die Pentacon Super. Der hierzu entwickelte Motor schaffte 2-3 Bilder pro Sekunde und es gab auch ein passendes Langfilmmagazin dazu. Die Kamera war schon damals wie heute extrem teuer, galt aber als zuverlässig und gut. Sie ist sehr selten, nur etwas mehr als 4500 Stück wurden gebaut. Über weitere Details, Einsätze, Bewertung der Kamera im Kontext ihrer Zeit und Aufnahme im Markt, habe ich hier schon an anderer Stelle ausführlich berichtet.
Das mit der Pentacon-Super ist mir bekannt, ich hatte diese System-Kamera bewusst nicht erwähnt, in der DDR – die ich übrigens sehr oft besuchte und dort als “Wessi” sogar einen sehr interessanten 14-Tage-Urlaub verlebte – bestand nicht die Möglichkeit, die “Super” zu kaufen, im Westen Deutschlands stand sie nicht im Verkaufskatalog – aber in England und den Niederlanden sah das anders aus. Es gab dazu auch ein Pancolar 1.4/50 mm, davon konnten die Ost-Fotofans nur träumen! Die Pentacon Super flog auch im All/Kosmos mit. Raten Sie `mal, welche japanischen Kameras die russischen Kosmonauten bei späteren Weltraum-Missionen verwendeten? N….!
Ich glaube, wir beide kennen die Geschichte(n) dieser vergangenen Zeiten bestens…
Noch seltener ist u. a. das Standard Pancolar mit Ausgangsblende 1,8. Pentacon Super Objektive waren modifizierte M42 Linsen…
Die Pentacon Super sollte auch Geld von West nach Ost schaufeln, was aber nicht nennenswert gelang. In der DDR gab es nur ganz wenige, sehr privilegierte „Personen“ und leider auch äußerst unangenehme Institutionen des Überwachungsstaates, die mit dieser Hyperkamera im Kleinbildformat ausgestattet wurden.
Sehr erfolgreich war allerdings die Pentacon Six, aber das ist eine ganz andere Geschichte…
Die Gründe warum Produkte in der DDR über Jahrzehnte unverändert gebaut wurden, war die Planwirtschaft.
Alte Parteibonzen entschieden, was die entmündigten Bürger kaufen durften.
Nicht weil die Produkte so gut waren, sondern die innovationsfeindliche Planwirtschaft ist der Grund, warum sie unverändert gebaut wurden.
Warum baut Praktika, denn keine Kameras mehr? Oder warum ist der Trabbi verschunden?
Wenn, dann richtig: “PRAKTICA”
Wären wir jetzt im Jahr 1986, dann würde ich die Praktika jeder anderen Kamera vorziehen. Sie wurde nicht nur wegen der Planwirtschaft so lange unverändert gebaut, sondern weil die Konstruktion für fast alle Fotofälle gut genug und vor allen Dingen fast unzerstörbar war. Plastik wurde da nicht verbaut, die Japaner waren da schon fröhlich dabei. Die Objektive der DDR waren ebenso gut; scharfe Abbildung, saubere Farben. Als Jugendlicher hatte ich eine Kompaktkamera “ZeissIkon”, war DDR in den Westen importiert. Die Kamera funktionierte mit der Kassette 126. Ich hatte mit keiner späteren Kompaktkamera (Film) so gute Bilder gemacht. Es war einfach nur irre, welch gute Optik diese kleine Kamera hatte. Ich bin kein DDR Freak, aber man sollte doch anerkennen, welch gute Leistungen damals da vollbracht wurden, und das auf vielen Gebieten.
Ja, es hatte Gründe, aber andere als von Dir vermutet. Es fehlte unter anderem der Wettbewerb auf dem heimischen Markt und vor allem die Devisen, um sich erforderliche Teile, Werkstoffe, Zwischenprodukte etc aus dem Ausland zu beschaffen. Seilschaften und Korruption trugen dann noch den Rest bei, dass es nicht vorwärts sondern pleite ging. Ohne Kredite aus dem Westen wäre die DDR schon deutlich früher am Ende gewesen, aber das nehmen Hardcore-Ossis wie Du bis heute nicht wahr. Was glaubst Du, weshalb man bis zum Schluss den 1990 bereits heillos veralteten Trabi-Plastebomber baute und kein modernes Auto wie in Japan, Deutschland, Frankreich etc.? Achja, wie erklärst Du Dir Lieferzeiten für einen Trabi mit Vorkriegstechnik von weit mehr als 10 Jahren?
Die DDR-Führung bestellte in den Achtzigern aus der Bundesrepublik eine größere Anzahl VW-Golf. Das Politbüro fuhr aber nicht Wartburg, sondern Citroen und Volvo der höheren Preisklasse. Konnte ich mir nicht leisten, benutzte ebenfalls Citroen, aber nur die “Ente 2CV6.”
Peter, in der Zwischenzeit ist die Ente doch schon ein richtiges Kultauto geworden. Das Fahrgefühl mit einer Ente ist unvergleichlich. Wer eine fahrbereite Ente hat, der sollte sie pflegen und behalten, zumindest ich würde das so handhaben.
Thomas, aber nur für die Vitrine, denn damit willst du keinen Unfall haben – spreche aus Erfahrung!
Ich weiss joe, eine nahe Verwandte hatte mit ihrer Ente auf der Autobahn einen schweren Unfall, das hätte ihr fast das Leben gekostet. Trotzdem und unabhängig davon, die 2CV macht trotz ihrer eklatanten Untermotorisierung Spass. Man muss dann einfach das Risiko ausblenden. Aber das macht ja auch jeder Töff-Fahrer, sonst würde er kein Motorrad fahren.
Eventuell hätte Nikon mal über die Preise nachdenken sollen.
Wenn ich frühere Kommentare richtig in Erinnerung habe, ist Nikon gegenüber den Mitbewerbern doch relativ preisgünstig. Unterschiede gibt es wohl nur bei den vielen Fremdobjektiven für Sony.
Na, ich weiß ja nicht, ob man tausende Euros als günstig bezeichnen kann.
Du musst es halt im Vergleich sehen. Heute sind Dinge eben teurer als vor x Jahren. In einem Markt, in dem kleine Stückzahlen abgesetzt werden ist das eben so.
Aber du musst ja nicht kaufen, behalte das was du hast wenn du glücklich damit bist. Sonst, leg Geld beiseite und kaufe wenn es reicht.
As simple as that.
Sehr bedauerlich. Dieser Servicepoint war über 40 Jahre meine Anlaufstelle.
Ganz gleich, ob eine Kamera oder ein Objektiv nach Sturz beschädigt war oder für Sensorreinigung, immer kundenorientiert, zuverlässig, freundlich.
Das hat weniger mit Nikon zu tun, als mit dem Umstand, dass in Deutschland aufgrund verfehlter Politik Unternehmen reihenweise pleite gehn. Es kann sich ja kaum noch einer die Fixkosten leisten, dann kommt noch der bürokratische Aufwand dazu. Die Konkurrenz des Onlinehandels umschlängelt das ganze gekonnt mit steuerlichen Schlupflöchern.
Naja macht ja nix, da kommt dann halt der nächste staatlich bezuschusste Dönerladen oder Shisha-Bar rein.
Ein wahres Wort.
Leider zu viele an der Spitze, die es gut meinen, aber nicht können.
die Pleiten sind eingebildet. Guck die Statistik an, auch jetzt liegen wir unter Werten von früher, auch wenn die Zahlen gerade steigen. Sind halt so Phasen.
Heeee. Mit Fakten gegen Gefühle ankämpfen ist hier nicht erwünscht. Stammtischgeblubber halt.
Ich fotografiere analog, mit einer Nikon F und einer Nikon F2. Die funktionieren wie am ersten Tag, wozu brauche ich dann einen Service Point?🤣
Das ist jetzt natürlich nicht ernst gemeint, ich wollte damit nur ausdrücken, dass Nikon wirklich exzellente Produkte hergestellt hat.
…und immer noch herstellt!
Nach Übernahme durch einen italienischen Brillenhersteller demnächst bei Fielmann im Vertrieb. Gelbe Augenklappe als Zugabe.
Nimm mal deine analoge mit an den Strand und Fang dir paar Sandkörner ein. Kriegst du nie wieder sauber, weil’s keinen Service mehr gibt.
Noch Fragen?
Hinter welchem Mond lebst du eigentlich?
Die F2 wird schon lange nicht mehr von Nikon repariert/gewartet, soweit ich weiß. Die muss man an Sover Wang schicken.
Dostal & Rudolf habe ich immer als sehr kompetentes, schnelles und zuverlässiges Unternehmen kennen gelernt. Insbesondere auch bei alten Nikon Kameras, wenn nur noch, mangels Ersatzteil, (meist deutlich einfachere) Alternativen aus dem aktuellen Programm von Düsseldorf angeboten wurden und eine Reparatur sich rein wirtschaftlich angeblich nicht mehr lohnen soll. Dostal & Rudolf hat da immer gut helfen können. Die defekte Blendensteuerung unserer Nikon F4s wurde vor vielen Jahren, ohne verfügbare Ersatzteile, wieder für 142€ in Stand gesetzt. Bei der F6 mussten 2022 das Auslösesystem und die Spiegelkastenmechanik repariert und justiert werden. Dafür waren dann allerdings stolze 440€ fällig. Beide Kameras laufen seitdem fehlerfrei. Sehr schade, dass wieder eine sehr gute Reparatur Werkstatt schließt und die Liste der Service
Anlaufstellen für Probleme in der Kameratechnik bedauerlicherweise wieder kleiner wird.
Endlich einer der die Firma lobt! Finde es auch schade, dass Dostal & Rudolf schließt. Habe sehr gute Erfahrungen gemacht.
Mal eine blöde Frage. Bezieht sich Service-Punkt nur auf Reparaturen oder auch auf Bedienfragen und Fragen allgemein zu den Kameras?
Da würde heutzutage natürlich auch das Internet zur Konkurrenz für solche “Beratungsstellen”. Zudem kann heute wahrscheinlich kaum jemand mehr irgendwas an Kameras richtig reparieren. Es werden sicher nur Baugruppen getauscht und ein bisschen was nachjustiert. Da brauchts vielleicht nicht so viele Werkstätten bzw. Servicepunkte. Wenn dann noch das Mietniveau in der Münchner Innenstadt zu Buche schlägt und die Preise für eine Reparatur fast Neuwarenpreise erreichen, ist so eine Insolvenz relativ leicht erklärbar.
Bei Maerz in Hamburg-Norderstedt konntest du alles rund um Nikon fragen – um bekamst eine seriöse Antwort. Teilweise von Arroganz getragen… aber hilfreich.
Genauso ist es, das hat mit Politik überhaupt nichts zu tun.
…also mein Kumpel wird sein Dentallabor in München auch dicht machen. Wie so viele andere “Handwerker Buden” wandert man lieber ins Umland ab. Liegt aber nicht an der Politik sondern weil man München nicht mag 😎
Stimmt. Wer bitte, wohnt schon freiwillig in München?
Ca. 1,6 Millionen Personen machen das.
Also ich weiss von meinen Bekannten, dass es an den Mietpreisen liegt.
Ich war öfter in Hamburg-Norderstedt… ehemals Holger Maerz Vertragswerkstatt. Man kannte das Personal, konnte in die Werkstatt luschern während der Wartezeit. Viele fleißige Techniker schafften mit Lupenbrillen. Geschichte. Alles hat seine Zeit. Ortsnaher kompetenter Service: nicht mehr zeitgemäß.
Guter Service wird immer zeitlos bleiben.
Es sind mehrere Gründe. Einerseits hat sich das Nutzerverhalten über die Jahre verändert. Das Smartphone ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel. Auf der anderen Seite ist aber auch alles deutlich teurer geworden. Gerade Reparaturen, Wartung und ähnliche Dienstleistungen sind mittlerweile fast schon zum Luxus geworden. Die Fixkosten sind inzwischen absurd hoch. Nehmen wir eine Vertragswerkstatt, egal ob Mercedes oder Hyundai. Stundensätze von 200 bis 240 Euro sind heute keine Seltenheit mehr. Und was verdient der Kfz-Mechaniker davon? Vielleicht 24 Euro pro Stunde? Das ist in Deutschland inzwischen ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Nehmen wir einmal eine Festbrennweite. Die hat neu rund 1.000 Euro gekostet und ist gebraucht heute vielleicht noch 600 Euro wert. Da lohnt sich eine Reparatur bei diesen Kosten oft kaum noch. Bei einem Objektiv für 4.000 oder 5.000 Euro sieht die Sache natürlich anders aus. Aber bei vielen Produkten ist eine Neuanschaffung inzwischen häufig der wirtschaftlich sinnvollere Weg. Wie gesagt: Die enormen Fixkosten sind in Deutschland mittlerweile völlig aus dem Ruder gelaufen. Und trotzdem hört man von Staat und Kommunen ständig, dass das Geld nicht reicht. Wenn ich dann lese, dass beispielsweise die Stadt München für einzelne Innenstadtbäume teils bis zu 95.000 Euro ausgibt oder eine Parkbank… Weiterlesen »
Mit dieser Verallgemeinerung von Einzelfällen kommt man auch nicht weiter. Kluge deutsche Köpfe können noch so viele Erfindungen machen, wenn die ach so vernachlässigte Industrie lieber die alte Kamellen auslutscht, machen eben andere (z.B. Chinesen) den Gewinn damit. Seltsam nur, dass es immer mehr Arme und immer mehr Milliardäre bei uns gibt.
Kluge deutsche Köpfe? Gab’s mal. Deutschland war mit unzähligen Erfindungen und 115 Nobelpreisen die Wissensnation Nr.1, damals noch ganz ohne Genderwissenschaften. Aber wie gesagt, Vergangenheit. Heute reicht es noch für den unverlierbaren Flaschenverschluß.
Das ist auch wieder so eine schlichte Verallgemeinerung, die mit den Tatsachen nichts zu tun hat. Es scheint bei Manchen das einzige Ziel zu sein, alles schlecht zu reden.
Allein China hat in den letzten 20 Jahren mehr als 11300 deutsche Patente übernommen, muß also doch noch kluge Köpfe bei uns geben, leider scheinen die aber keine Industriebosse zu werden.
Selbst der Verschluss fällt ab.
Das ist leider viel wahres dran!
Schlichtweg belegbar falsch. Auch das wurde hier schon an anderer Stelle bereits ausführlichst diskutiert. Auch über die „Schlechtigkeit“ der Jugend…Bitte zurück blättern oder gerne auch googeln. Z. B. wichtige Erfindungen aus D in den letzten 10 Jahren. D hat da einiges zu bieten, auch aktuell. Da können nur wenige Länder mithalten.
Wir haben hier ein massives Kommunikationsproblem und deshalb entstehen dann gerne auch solche Aussagen wie Ihre hier oben. Unzufriedenheit, Verunsicherung und Ängste zu schüren, ist das Handwerkszeug mancher Gruppierungen im In- und Ausland, um selbst irgendwann zum Zug zu kommen und sich lästiger Konkurrenz zu entledigen. Da ist auch Desinformation ein perfektes, gewünschtes und bei manchen leider auch erfolgreiches Stilmittel. Medien liefern mittlerweile immer die Informationen, die ihre allgemeine Haltung unterstützen. So kommt es leicht zu Fehleinschätzungen der Realitäten. Deshalb sind breite Informationskanäle, die gegebenenfalls auch nicht nur die eigene Meinung unterstützen, wichtig zu kennen und kritisch zu bewerten. Auch die eigene Haltung sollte immer kritisch überprüft werden. So hat man wenigstens den Hauch einer Chance zu ein bisschen Objektivität.
Für all diese Themen gilt aber immer: wer nicht an sich glaubt und nur alles schlecht redet, hat im Wettbewerb mit anderen schon von vornherein verloren.
Mutmachend formuliert…!
Aber Vergangenheit, das wird nix mehr!
Joa ist halt heute leider wichtiger, die Gefühle der Beschwerde-Generation zu schaukeln, anstatt sich mal Gedanken ums eigene Land zu machen. Ich bin mir sicher es gibt viele Hebel wie man die Wirtschaft ankurbeln könnte, aber das Geld wird lieber verschleudert. Bäume sind da nur die Spitze vom Eisberg. 100 Milliarden Euro wurden bisher im Ukraine Krieg verprasst, jährlich Förderkredite in Milliardenhöhe für China und Indien, Millionen in humanitärer Hilfe für Syrien und Afghanistan. Nur fürs eigene Volk ist nix übrig.
Eine ziemlich schlichte Denkweise.
Geld ist hier weniger das Problem. Wie Heiner Geisler mal sagte, es liegt wie Dreck auf der Straße.
Wirtschaftsunternehmen jammern gerne. Je mehr und je häufiger manifestiert sich in den Köpfen, dass es denen schlecht gehen muss. Das man mit dem ständigen Gejammer was bezwecken möchte sollte jedem klar sein.
Wenn VW Probleme hat Autos zu verkaufen liegt das nicht an der Politik sondern am Unternehmen. Mal das Produktportfolio überdenken.
Naja, diese geschilderte Denkweise ist jedoch nicht weniger schlicht und typischer Gewerkschaftssprech. Einige Unternehmen haben zwar tatsächlich aus heutiger Sicht falsche Entscheidungen getroffen, aber viele andere, vor allem deutlich kleinere Unternehmen, werden vor allem durch die Abgaben- und Bürokratielast sowie den hohen Energie- und Lohnkosten in Deutschland erdrückt und kommen dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Aber selbst gesunde Unternehmen, wie beispielsweise der weltgrösste Chemiekonzern BASF, verlagert Teile der Produktion ins Ausland beziehungsweise baut nicht in Deutschland sondern aufgrund der deutschen Standortnachteile im Ausland neue Produktionskapazitäten auf. Einschliesslich der Arbeitsplätze. Solange sich an diesen Ursachen nichts ändert, wird das auch so weitergehen. Wie es aussieht, muss der Leidensdruck in der deutschen arbeitenden Bevölkerung noch steigen, bis man die Politik zu wirksamen Änderungen zwingt und auch dazu bereit ist, einmal gewonnene Vorteile wieder abzugeben.
Alles richtig!
Sehr guter Beitrag, in dem auch eine gewisse Melancholie mitschwingt, die vielen von uns Älteren innewohnt bei der Betrachtung der gegenwärtigen Zustände. Auch die Antworten bisher sind bedenkenswert.
Ja, es war schon immer so, gute, liebgewonnene Dinge, die mit Mühe und Schweiß aufgebaut wurden, werden durch Dummheit und Verantwortungslosigkeit zerstört.
In der Tat, viele große Mächte sind in der Menschheitsgeschichte untergegangen. Jedoch sollte man vielleicht auch im Hinterkopf haben, dass das fast immer in Blut und Tränen endete. Wenn man das nicht will für sich und seine Familien, dann muss man versuchen, irgendwie darauf zu reagieren. Da wird es einige Strategien geben, einige davon sind ebenfalls nicht schön. Manche sollte man sich nicht zu eigen machen.
Aber wir werden zukünftig einige dieser Dinge sehen. Es hat ja schon begonnen, zum Beispiel im Blick auf die Umfragewerte für Wahlen. Das ist noch harmlos, die nächsten Schritte können wir in England oder Frankreich beobachten. Ich würde denken, dass sich Europa im Moment an einem Scheideweg befindet, um nicht zu sagen, am Abgrund.
Kein schönes Thema für schöngeistige und kreative Leute. Aber Blindheit und Vogel-Strauß-Taktik hilft auch nicht weiter.
Ich sehe sehr viele Lastenfahrräder, die uns die Welt und das Klima retten und leider echte Zukunftstechnologien nur aus China, Korea und teilweise USA. Europa, insbesondere Deutschland, setzt sich lieber mit Problemen wie gefühltes Geschlecht auseinander, anstatt mit Rentenproblematik, nicht funktionierende Integration, fehlgeleitete Migration oder vernünftige Energiepolitik. Ist Europa noch zu retten? Vielleicht, Deutschland sicher nicht.
Alles richtig joe, ich habe aber die Hoffnung trotzdem noch nicht aufgegeben.
Hallo Herr Joe, das sehe ich allerdings ganz anders. Schade, soviel Pessimismus. Ich hoffe nicht, dass das ansteckt?! Schon Satz 1 ist belegbar anders.
Deutschland wird auch vom Ausland aus anders wahrgenommen. Um diese Insel in unruhigen Meeren werden wir mehr als nur beneidet.
Auch sind wir hier in einem Forum über Gerüchte in Sachen Foto- Technologie. Das ist ein ein reines Luxus Thema. So schlecht kann es uns also gar nicht gehen.
Um die Zukunft Europas und speziell Deutschlands ist mir überhaupt nicht bang. Schwierige Zeiten entwickeln auch Lösungen, die sicherlich auch Änderungen und Anpassung, eventuell mit zunächst unangenehmen Einschnitten, beinhalten, aber letztlich wieder zu Antworten auf Herausforderungen führen, die tragfähige Zukunftsperspektiven aufzeigen. Fast alle Generationen vor uns hatten schwierige und noch elementarere Zeiten zu überstehen.
Bitte deutlich mehr Optimismus um mit Schwung und Freude ggf. eigene Aufgaben anzugehen…
Moderne Kameras entwickeln sich doch immer mehr zum Wegwerfprodukt. Wer ausser einem Profi repariert seine „alte“ Nikon? Spätestens seit Einführung des Z-Systems sind die Wechselzyklen schneller als dass sich eine Reparatur lohnt.
…wenn es nur bei Kameras zutreffen würde 😢 Leider zieht sich der Faden quer durch die Industrie
Ach was, du musst doch nicht jedes Jahr ne neue Kamera kaufen. Grade Z8/9 ohne mechanischen Shutter sind ja sogar robuster gegen Alterung da hier nichts abnutzt.
Nikon hat ja sogar längere Produktzyklen als andere Hersteller.
Als Wegwerfprodukte würde ich die Isntax Kameras von Fuji bezeichnen, aber nicht ne Canon, Nikon Sony Kamera.
Beim Fotohändler meines geringsten Misstrauens liegen 9 Z6/ Z6ii in der Gebrauchtvitrine Ob die Kunden wohl im System geblieben sind?.
Ich habe ehrlichen Kontakt zu einem Fachverkäufer und -berater. Wir hatten gerade das Thema bei einer Buddel Flens: viele Kunden gaben Z6(II) ab… und wechselten fast 1:1 auf Z8 im Angebot. Weniger auf Z6 III… das ist natürlich nicht repräsentativ- nur ein Schlaglicht aus Hamburg.
Flens: Flensburger Bier mit Bügelverschluss. Plopp!
Da könntest du recht haben. Aber auch ganz schön doof, eine prima Zweitkamera für 400 € zu verscherbeln.
Vor 45 Jahren residierte Nikon, damals noch Dostal&Herbolsheimer, in einer besseren Baracke in Schwabing. Der Vorteil war, daß ich nur 5 Min. zu Fuß dorthin brauchte. Aber meine F3 war nach einem Autounfall ohnehin nur ein einziges Mal defekt. Ein paar Jahre später zog die Firma in das leicht “großkotzige” Domizil in der Schellingstraße um, womit es um die Gemütlichkeit geschehen war. Nach der F3 kam noch eine F4, eine D80, eine D7000 und eine D610. Damit hatte sich die Nikon-Ära erledigt. Nachdem der einstige Makro-Spezialist diesen Bereich mehr und mehr ignorierte, gab es auch keinen Grund mehr für eine neue Nikon. Insgesamt trotzdem schade, wie sich das einstige Leuchtfeuer der Fotografie schon vor Jahrzehnten mit einer zweifelhaften Modellpolitik selbst aus dem Geschäft genommen hat.
Eine von vielen Insolvenzen – mehr ist das nicht! Wie der Inhaber richtig sagt: Bin selbst schuld!
Service Leistungen für nur einen einzigen Produkthersteller lohnen sich in unserer schnelllebigen Zeit nicht. Schon gar nicht wenn von außen zusätzlich jede Menge hinderliche Vorschriften, Verordnungen plus aufgeblähte Kosten aller Art das Betriebsergebnis schmälern.
Nikon ist das egal, es ist ein Rechenexempel. Solange irgendwo auf dem Planeten die eigenen Produkte billigst einen Service erfahren ist die Welt für den Konzern in Ordnung. Kunden mögen das anders sehen. Juckt das jemanden solange die Dividende fließt? Nein!
Wie ist das im Autohaus? Das erste Auto wird im Showroom verkauft, das nächste Auto kauft der Kunde wenn der Service stimmt. Wenn für eine Kamera kein Service mehr da ist, braucht man darüber nicht nachzudenken. Gut, für eine Z50 APS-C wird man nach 6-8 Jahren Gebrauch keinen Service mehr beanspruchen, für einen teuren Boliden wie die Z9 lohnt sich schon mal der Service. Und wenn es nur eine Sensorreinigung ist. Auch Objektive brauchen mal etwas Zuwendung, Reinigen, Zentrieren.
Ich schickte vor etwa einem Jahr meine D 850 ein… 129.- € für Zentrierung, Reinigung auch tief im Innern… ja, ich stehe dazu. Gutes Gefühl.
Zur eigentlichen Frage dieses Beitrags: ja, ich hatte zu Herrn Rudolf über Jahre hinweg guten Kontakt und er, bzw. seine Leute haben ihren Job immer bestens erledigt. Meistens war es ja „Check & Clean „ was es im Rahmen von NPS ja einmal im Jahr kostenlos gibt. Aber auch neue Kameras und Objektive habe ich bei Ihm immer gut in Zahlung geben können. Er war Geschäftsmann und ein „Mensch“- das gibt es heute nicht mehr – leider.
wir sind uns bei jedem Geschäft einig geworden. Mein letztes Geschäft mit ihm war der Umstieg von der D5 auf Z9 plus Z-Objektive und das war auch wieder ein guter Deal für mich und bestimmt auch für die Firma Rudolf.
ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft und dass die Eisbachwelle nie mehr abreißt.
Ich habe da noch Glück 🍀 Leica Sitz hoffentlich weiter in Wetzlar 😀👍
So schreibt man Wetzlar: 韋茨勒 mittlerweile!
Irgendwann geht da ein ALDI oder LIDL `rein!
Erst Wiener, jetzt D&R. Traurig.
Das ist sehr traurig. Ich habe über lange Zeit aus Berlin meine Nikon Ausrüstung nach München zum Service gesandt. Weil die wirklich gut waren. Menschlich auch.
Mir tut das sehr leid für Klaus Rudolf und sein Team. Gute Preise, guter Service. Und sehr angenehm, fröhlich und immer ein paar Sätze zum Eisbachsurfen. Ich hoffe, Klaus Rudolf findet eine neue Aufgabe. Und ich hatte nie einen Grund, Nikon den Rücken zu kehren.