Canon Kameras

Keine Canon EOS 7D Mark III, dafür EOS R mit APS-C-Sensor?

Eine Canon EOS R mit APS-C-Sensor scheint immer wahrscheinlicher zu werden und könnte möglicherweise sogar die Canon EOS 7D Mark III ersetzen.

Canon EOS R mit APS-C-Sensor

Schon vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, dass Canon über die Möglichkeit nachdenkt, eine Canon EOS R mit APS-C-Sensor auf den Markt zu bringen. Das hat das Unternehmen so zumindest in einem Interview kommuniziert, auch wenn natürlich keine genaueren Details preisgegeben wurden.

Neues Interview sorgt für Missverständnisse

In der Zwischenzeit hat ein weiteres Interview für einige Missverständnisse gesorgt. Im Gespräch mit einem japanischen Magazin hat Canon nämlich Folgendes gesagt:

“Since EOS R is a full-size system, it can not be downsized to EOS M size. EOS M has a role/existence value as an APS-C system.”

Dieser Satz wurde mit Google Translate aus dem Japanischen übersetzt und ist deshalb nicht ganz eindeutig formuliert. Einige Seiten hatten die Information so verstanden, dass eine EOS R nicht mit einem „verkleinerten“ Sensor auf den Markt kommen könne. Andere Seiten hingegen haben die Info so interpretiert, dass hier lediglich von der Größe des Gehäuses die Rede ist. Sprich eine EOS R mit APS-C-Sensor würde dieser Interpretation zufolge auch mit einem vergleichsweise großen EOS R Gehäuse auf den Markt kommen.

Wir halten die zweite Möglichkeit für wahrscheinlicher, auch weil Canon ja zuvor in dem anderen Interview selbst gesagt hat, dass eine EOS R mit APS-C-Sensor möglich ist.

Quelle bestätigt Entwicklung der APS-C-DSLM

Zudem wurde diese Möglichkeit nun auch erneut durch eine weitere Quelle bestätigt. Angeblich befindet sich eine EOS R mit APS-C-Sensor in der Entwicklung und wird derzeit von Canon getestet.

Warum eine EOS R mit APS-C-Sensor Sinn machen würde? Ganz einfach, weil im DSLR-Bereich die EOS 7D Reihe für Canon stets ein großer Erfolg war. Und eine EOS R mit APS-C-Sensor wäre gewissermaßen das spiegellose Pendant zur Canon EOS 7D Mark III.

EOS 7D Mark III durch EOS R ersetzt?

Kommen wir abschließend zum spekulativen Teil: Wenn Canon eine EOS R mit APS-C-Sensor auf den Markt bringen möchte, braucht es dann überhaupt noch eine Canon EOS 7D Mark III? Man hat seit vielen Monaten nichts von dieser Kamera gehört, weshalb einige vermuten, dass Canon die 7D Mark III vielleicht gar nicht mehr auf den Markt bringen möchte, um sich mehr auf den spiegellosen Bereich zu konzentrieren.

Handfeste „Beweise“ dafür gibt es noch nicht, das ist im Moment reine Spekulation. Trotzdem ist es natürlich interessant darüber zu diskutieren, ob ein solcher Schritt für Canon sinnvoll wäre oder nicht. Sinnvoll wäre es natürlich, durch eine EOS R mit APS-C-Sensor die Verkaufszahlen im spiegellosen Bereich und vor allem die Verkaufszahlen der RF-Objektive anzukurbeln. Weniger sinnvoll wäre hingegen, dass man mit einem solchen Schritt einige DSLR-Nutzer verärgern würde.

Was würdet ihr davon halten, wenn Canon keine 7D Mark III und stattdessen eine „spiegellose 7D Mark III“ mit RF-Mount auf den Markt bringen würde?

Quelle: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

31 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • „kleiner“ Sensor „großer“ Body und dazu noch moderne KB gerechnete Objektive….was in der Vergangenheit funktionierte wird in die Zukunft fortgeführt….lange Weile lässt grüßen

      • Konkrete Erwartung, APS-C Kamera mit hochwertigen APS-C Objektiven….mehr nicht !!!

        PS: bin jahrelang mit APS-C Kamera + KB gerechneten Objektiven rumgelaufen, bis Dato bietet weder Canon noch Nikon etwas in diesen Bereich, zuviel verlangt ?

      • Der Nörgelei schließe ich mich an 🙂
        Kleiner Sensor mit großem Gehäuse mach Platz für IBIS und zweitem Kartenslot.
        Kleiner Sensor kann schneller ausgelesen werden, 4K Full-Sensor-Readout.
        Das Canon 4K 60fps und 120p in Full-HD in Top Bildqualität kann beweist die 1DXii, auch wenn da sicherlich CFast 2.0 von Vorteil ist um die 800Mbit zu bewältigen.

        In den Details sind Canon Kameras gut durchdacht, geschlossener Shutter beim Objektivwechsel, Dreh-/Schwenkdisplay bei allen neuen Kameras, Ergonomie, wetterfest sind sie auch.
        Jetzt müssten sie nur noch in Sachen Softwarefeatures an die Konkurrenz aufschließen aber das wird nicht passieren. Man will ja keine Konkurrenz zum aktuellen Lineup.

  • Das ist reichlich quer gedacht.
    Es gibt ja EFs und EFm Baureihen die preisorientiertere Konsumenten ansprechen und beide haben ein verkleinertes APS-C-Format – bzw, ich nenne es lieber und treffender Halbformat – denn APS-C war nie wirklich erfolgreich und nur ein schlechter Witz in der Kameraentwicklung.
    Die kleinere – halbierte Sensorfläche erlaubt kompaktere Kameras und kompaktere Objektive – größere Schärfentiefe (was meistens ein deutlicher Vorteil ist) und kürzere Telebrennweiten oder stärkere Ausschnitte.
    In so weit haben viele Fotografen oft eine 7D/80D und eine 5D oder eben eine D500 und eine D5 eingesetzt.

    Das war auch gut und wichtig so, man hatte immer eine preiswertere Zweitkamera und hatte praktisch einen 1.5x/1.6x Konverter praktisch eingebaut. Im WW-Bereich und für Porträts war das immer unpraktisch, weshalb Vollformat stärker in Mode kam.
    Vor allem Canon hat ja kaum attraktive Halbformat-Objektive konstruiert –
    also wenn sie wieder ernsthaft mit Halbformat beginnen wollen – sollten sie vor einer neuen spiegelfreien Kamera erst einmal sinnvolle und sehr gute Objektive speziell für den kleineren Sensor herstellen!!!

    Hier zeigt Fujifilm wie es geht und Sony hat immerhin große Verkaufserfolge mit der 6000 Baureihe – allerdings sind die meisten Halbformat E-Objektive bisher kaum besonders toll.
    Auch Sony muss das mit einer neuen Alpha 7000 und neuen Objektiven viel besser machen.
    Bei allem darf man ja nicht vergessen, dass die allermeisten Hobbyfotografen sich an Kameras orientieren, die maximal 1000 – 2000€ mit Objektiv kosten und da will man ja mit Vollformat nicht wirklich hin (mal von alten, langsamen Sony 7 Kameras abgesehen).

  • 😀
    wer blickt bei den canons eigentlich noch durch? wieviele verschiedene bayonette haben inzwischen? wollen die dann auch alle weiterführen? canon m wird dann ja wirklich überflüssig. oder?

    • Canon EOS EFm war von Anbeginn eine lieblose Totgeburt!
      Canon hat nur Interesse an seinem Vollformat.
      Ich halte das für einen dummen Fehler – der Canon noch teuer zu stehen kommen wird – wenn mehr Menschen begreifen, das EFm eine teure, primitive, dunkle Sackgasse ist.

      Ich habe eine rote EOS M – weil das eine spannende erste Kamera mit schöner glatter, total unempfindlicherer Außenhaut und einer viel besseren Gutaufhängung und schönen Details war – nur leider war innen extrem lahme Technik und ein veralteter Sensor und AF und der Sucher fehlte. Trotzdem behalte ich das Gerät – alles was danach kam wurde immer gruseliger und war preislich nie stimmig.

  • Das Abdecktuch liegt immer noch über meinem Canon Vollformat Sortiment. So knatschig bin ich noch wegen der schlechten Adapter Geschichte.

    Für den Halbformastsensor braucht es ebenfalls (weil keine passenden Objektive da sind) einen Adapter. Nein Danke!

    • Adapter sind nichts wildes. Es braucht nur zu funktionieren.
      Weil ein durchdachter Adapter Nachkäufe von Linsen überflüssig macht, funktionieren sie schlecht.
      Und die Hersteller sagen dann“seht liebe Leute kauft lieber neu „

      • was soll man denn von Canon/Nikon adaptieren – was sich dann mit neuesten Rechnungen von Sigma oder gar Sony und Zeiss und Leica im Vollformat messen kann?

        Klar einige Exoten wie das 65 mm Lupenobjektiv und auch das 2.8/100 mm Macro L schneiden noch sehr gut ab. Aber ehrlich gesagt, viel ist das nicht, was an Sensoren ab 30 MP noch wirklich Qualität zeigen kann. Selbst die schweren Supertele werden jetzt disqualifiziert.
        Und Weitwinkel gelingt mit neuen Konstruktionen – Hinterlinse dicht am Sensor – IMMER erheblich besser.
        Und die Bokeh-Entdecker werden immer irgendwas adaptieren.

        Bitte einfach mal verstehen, daß die Glaskonstruktionen bei Leica M und seit der Panasonic G1 sich eben total von den DSLR-Konstruktionen unterscheiden. Und auf so hohem Niveau wie heute Sensoren und Prozessoren sind machen schon 5 Jahre alte Canon/Nikon-Objektive schnell eine schlechte Figur gegen Objektive die mit kurzem Auflagemaß berechnet wurden.

  • Eine R-Kamera mit halbierter Sensorfläche müßte ja Objektive bekommen, die den identischen Bajonettdurchmesser haben – also auch groß werden – denn ein Adapter ist da kaum denkbar –
    dann ist es doch vielleicht klüger bald 120 MP VF-Sensoren zu liefern und entsprechend hochauflösende Objektive und dann den Ausschnitt noch verlustfreier zu wählen.
    Oder eben eine mFT-Kamera zusätzlich zu verwenden.

  • Fuji und Sony haben das mit APS-C wohl richtig gemacht.
    Ein R-Gehäuse mit APS-C Sensor klingt bei mir nach, denn sie wissen nicht, was sie tun.
    Wozu dann noch EOS M, auch wenn die Japaner es offensichtlich lieben.
    Allerdings technisch könnte Canon seine digitale Kompetenz beweisen, ein VF Sensor, der sich auf APS-C kastrieren läßt und wieder zurück.
    Allerdings weiß ich nicht, wozu so was gut sein soll.
    Also Leute greift zu mFT, wenn ihr was Kleines wollt.

  • Jetzt müssen Hardcore Canon Fanboys Typ „Uneternal“ aber ganz tapfer sein, laut Canonrumors könnte in der neuen DSLM ein Sensor von SONY zum Einsatz kommen. Genauer gesagt der kürzlich vorgestellte IMX571 laut einer „vertrauenswürdigen“ Quelle von CR.

    • Hauptsache es ist nicht die „vertrauenswürdige“ Quelle die von einer verkauften halben Million VF- Spiegellos in Japan in einem Monat hier schwadronierte …

      • ….aber Gustav so eine Canon mit Sony Sensor würde sich doch schon in der ersten Woche millionenfach verkaufen, allein nur in JAPAN 🇯🇵

      • Ja Mirko …
        Die Verkäufe würden durch die Decke gehen wie der Reaktor in Fukushima …. (schlechte Satire – entschuldige) …
        Es kommt auch noch soweit das Canon und Sony eine „eGmbH“ oder „GmbH“ oder Company oder ein Konsortium a-la Leica uns präsentieren….
        Evtl mit Namen “ Casononny“ – da sind dann alle Buchstaben der Beiden drin …
        Irgendwann brauchen wir uns hier nur noch mit einer Firma abzugeben – die ein Produkt aus Teilen ehemaliger Hersteller zusammenbastelt mit Universaladapter für alle Bajonette …
        Die Fans sind Treu während die Marke fremdgeht – hoffentlich geht es mir nicht auch mal so …
        Irgend eine Werbung tönte doch immer
        „Nichts ist Unmöglich“ .. – .. „Casononny“ …..
        Tierisch Satirisch grüßt Dich Gustav ….
        PS …
        Dieser Beitrag sollte ja erst in einer guten Stunde – pünktlich zum 11.11ten erscheinen – denn dann ist ja Narrenfreiheit – aber dann bin ich eben jetzt schon einer …

  • EOS-R mit Halbformat, wozu? Es gibt das EOS-M. Die Gehäuse sind da, einige Linsen auch. Es braucht nur weiter geführt werden. Das gleiche hab ich auch schon zur Nikon 1 gesagt, das System ist wieder verschwunden, die Kunden natürlich verärgert. Das gleiche könnte auch der EOS-M passieren. Zum Halbformat im EOS-R passt natürlich auch nicht der große Bajonettdurchmesser. Denn dieser macht das Gehäuse groß, egal ob VF oder APS-C. Die angepeilten Kunden werden das System nicht kaufen, die Verwirrung wegen den verschiedenen Anschlüssen ist einfach zu groß. Zudem taucht die Frage auf, was überhaupt die nächsten 3 Jahre überlebt.
    Die DSLR- Linien sind dagegen gut durchdacht, EF passt auf VF und APS-C, wer nur APS-C will, kann dann auch EF-S nehmen. Canon sollte die DSLR nicht aus den Augen verlieren, die Objektive in hervorragender Qualität sind da, die Bestandskunden auch. Die gesamte spiegellose Geschichte bei Canon und bei Nikon ist eh nur ein Versuchsballon, verwunderlich, dass überhaupt jemand für den unausgegorenen Kram Geld ausgibt. Die einzigen, die das hinbekommen haben, sind Sony und Fuji. Und die sind lange Zeit durch das Tal der Tränen gewandert. Selbst Pentax ist schon längst da wieder von ab.

    • Warum ? Weil viele 7D Nutzer an ihrer Kamera KB-Objektive verwenden, die halt etwas größer sind. Eine M deren Ergonomie akzeptabel ist, und an der es Sinn macht KB Objektive zu verwenden. die wäre kaum kleiner als die aktuelle R. Weshalb also nicht gleich einen Body mit R-Banoett verwenden, an dem sich sowohl EF, EF-S, und auch die neuen RF – Objektive verwenden lassen. RF und die Ms sind bekanntlich inkompatibel.. Wenn es eine spiegellose 7D geben wird, dann wir diese kaum mit einem EF-M Anschluss auf den Markt kommen.

      • ….die Frage ist doch, wenn es „hochwertige“ M Objektive geben würde wer würde sich dann noch eine R zulegen? Die R würde sich gut eignen als Zweitkamera für diejenigen die eine FF R ihr eigen nennen aber Neukunden werden wohl nicht scharf auf Adapter und EF-S Objektive sein.

    • Versuchsballon?

      Das wäre lustig – die großen 2 haben sich erst 6 Jahre gesperrt und viele wichtige Objektive seit 10-20 Jahren nicht erneuert
      Und reden den Leuten ein, dass sie ja gut genug sind – auch für 30, für 50 MP auch ohne IBIS u veralteter IS-Technik
      und Sony, wie auch Leica, Zeiss, Sigma führen eigentlich nur ganz heimlich vor, dass Sie es keineswegs sind.
      Wer auf alte Canon Objektive baut, baut auf Treibsand.
      DSLR wird noch weiter bedient werden, ist aber gleichzeitig spätestens seit 2018 überholte Geschichte.
      Was Systeme ohne Spiegel bieten, wird DSLR nie mehr bieten können.

      Ich wünsche Canon konkurrenzfähige, richtig gute R Kameras!

  • Habe kürzlich gelesen, dass die Kamera Verkaufszahlen quasi seit 2012 eingebrochen sind, Samrtphone graben von unten den DSLRs das Wasser ab. Die Investitionen gehen ins Vollformat,

    Ich habe auf die 7D III gewartet und bin jetzt zur EOS R gewechselt. Ich gehe nicht mehr davon aus, dass es noch grosse Investitionen in APS-C geben wird.

  • Ein solcher Schritt wäre das Todesurteil für EOS-M. Dann wiederrum passt es aber nicht zusammen, dass Canon noch EOS-M Objektive in der Entwicklung hat.
    Aber ich denke, dass Canon sich mit EOS-M verzettelt hat insbesondere wenn jetzt noch eine RF APS-C rauskommt.

    • Mit EF-M wird künftig wohl die Einteiger und Mittelklassekundschaft bedient werden. Wenn Canon die hochwertigeren APS-C DSLMs mit einem R-mount auf den Markt bringt, brauchen se dafür sicherlich weniger Objektive entwickeln. Als wenn sie EF-M mit hochwertigen Objektiven aufmotzen wollten. EF-M wird GUT & GÜNSTIG werden, wer feinere Ware möchte, wird wohl eine R mit APS-C Sensor kaufen sollen.

      • …leider landen dann künftige „Einsteiger“ in einen System welches nicht „ausbaufähig“ ist (kastriert von Canon selbst) und zufolge hat das man sein M System (mit Verlust) verkaufen muss um im R System neu anfangen zu können.

  • Das ist das Beste, was Canon tun kann.
    Es gibt eine Menge APS-`C ler auf dem Markt, und die würde Canon nicht verprellen.
    Das dann später noch eine mit Spiegel folgt, dem widerspricht ja auch nichts.

    Uns Canon sollte nicht nur eine APS-S ohne Spiegel auf den Markt werfen, sondern gleich 5 Modelle.

    • @Volker

      Wer als Kundschaft

      in die falsche Richtung zuckt (kauft) hat schon verloren. Nicht sofort, aber in den nächsten 1-2 Jahren kommen neue, viel bessere Sensoren zum Einsatz. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Formaten wird geringer werden.

      Was ich damit meine ist das ein einwandfreies Poster in 90x120cm mit allen Formaten möglich sein wird. Wer oft mit Bildausschnitten arbeitet greift vielleicht zum 50-70 Megapixel Sensor von Voll- oder Mittelformat.

      Für mich als Kundschaft wird es noch unübersichtlicher. Welches System wird sich durchsetzen? Das der Spiegelkasten ausgedient hat weiß ich, jetzt in Systeme investieren wo man seine „alten“ Objektive mit Adapter verwenden soll? Ich muss mir spätestens wenn die neuen Sensoren verbaut werden sowieso neue Objektive zulegen weil die Abbildungsleistung der alten Gläser nicht ausreicht.

      Bei welchen Systemen kann ich am wenigsten falsch machen? Fuji, Leica, Panasonic, Sony bieten bereits für Spiegellose konstruierte Objektive an. Bei den alten Platzhirschen sehe ich nur ein unübersichtliches Durcheinander. Der Dumme wird die Kundschaft sein die wieder einmal zur Fehlinvestition überredet wurde.

      Habe ich recht oder ist der Gedanke falsch?

      • Hallo Alfred,
        Ich glaube, Du machst Dir zu viele Gedanken:) Wenn die neuen so viel besseren Sensoren auf den Markt kommen, wird wohl keine Abbildungsleistung mehr reichen (von ein paar Fujiobjektiven mal abgesehen). Kaum ein aktuelles Objektiv löst heute einen Sensor komplett auf. Das heißt, man muss bei jedem System neu investieren und alle Hersteller fangen mehr oder weniger wieder bei Null an.

        Da Panasonic gerade erst einsteigt und solche Sensoren offensichtlich selbst entwickelt, kann ich mir vorstellen, daß sie dies bei den neuen Objektivrechnungen berücksichtigt haben.

        Canon und Nikon müssen auch einen neuen Objektivpark aufbauen, die werden also hoffentlich ebenso ein Auge darauf haben. Bis Ende 2019 (Nikon – also 1 Jahr) ist auch ein Brennweitenbereich von 14-200 mm abgedeckt, was den meisten für den täglichen Bedarf reichen sollte. Für den Rest muss man dann halt die DSLR oder den Adapter benutzen. Für Neueinsteiger und Wildlife vielleicht nicht akzeptabel, für sonstige Bestandskunden aber eine ordentliche und vernünftige Lösung, zumal es auch keine Alternative dazu gibt.
        Zu Canon kann ich nicht viel sagen, da würde ich dem unübersichtlichen Durcheinander zustimmen. Bei Nikon gibt es aber eine Roadmap und da sie sehr konservativ agieren, mache ich mir auch keine Gedanken über negative Überraschungen. Die einzige große Unbekannte ist da das APS-C.

        Meiner Meinung nach ist kein System eine Fehlinvestition (solange es nicht vom Markt genommen wird), man muss nur in das einsteigen, was den eigenen Bedürfnissen am nächsten kommt. Niemand wird einen uneinholbaren Vorsprung aufbauen können und auch die alten Sensoren werden durch die neuen nicht obsolet.

      • Als ich mir vor einiger Zeit das Canon EOS 5Ds R Gehäuse angeschafft hatte konnte ich etliche Objektive aus meinem sehr großen Bestand nicht zufriedenstellend nutzen. Erst nach den Beschwerden der Kundschaft kam eine Liste von Canon welche Objektive geeignet sind. Ich musste nach und nach diverse Brennweiten austauschen um den 50 Megapixel Sensor bedienen zu können.

        Ich bin also ein gebranntes Kind. Für Spiegellos jetzt noch für jede einzelne Brennweite einen Adapter kaufen damit ich flüssig und schnell arbeiten kann? Weil sonst bin ich dauernd mit alt gegen neu Wechseln beschäftigt. Außerdem muss man jedes mal in der düsteren Fototasche nach dem richtigen Objektiv Rückdeckel wühlen. Das nervt ungemein!

        Meine zwei Canon Dinger liegen mit den Objektiven unter einem Abdecktuch im Regal, so sauer bin ich. Meine GFX50s ist auch nicht größer oder schwerer als die EOS mit den fetten Objektiven hat aber nochmals bessere Bildqualität. Nach unten werde ich mir wahrscheinlich zum Fest eine XT-3 gönnen, weil ich mit der Mittelformat so zufrieden bin.

        Inwieweit Nikon das Thema alt und neu im Griff hat? Keine Ahnung!