Leica Marktgeschehen

Teuerste Kamera der Welt? Leica versteigert Kamera des Kleinbild-Erfinders

Es könnte die teuerste Kamera der Welt werden: Oskar Barnacks Vorserienmodell von 1923 wird versteigert.

Photographica-Auktion feiert 20 Jahre

In regelmäßigen Abständen – zwei Mal im Jahr – veranstaltet Leica Auktionen, bei denen echte Sammlerstücke neue Besitzer finden. In Kürze findet die Photographica-Auktion zum 40. Mal statt und zu diesem Anlass hat das Wetzlarer Traditionsunternehmen ein „besonderes Highlight“ hervorgekramt: die Leica 0-Serie Nr. 105 von 1923.

Die 0-Serie ist eine Charge von Prototypen, die einen besonderen Reiz auf Sammler historisch relevanter technischer Artefakte ausübe. Bevor die Leitz Camera ab Mitte 1924 in Serienproduktion ging und das Kleinbildformat zum neuen Standard für professionelle Fotografen machte, seien etwa 20 Exemplare der 0-Serie gefertigt worden, wovon heute noch rund ein Dutzend erhalten seien, so Leica in der Pressemitteilung.

Startgebot bei einer Million Euro

Oskar Barnack, 1879-1936, Erfinder der 35-mm-Kleinbildkamera

Der Schätzpreis der Leica 0-Serie Nr. 105 liegt zwischen zwei und drei Millionen Euro, das Startgebot ist deshalb mit einer Million Euro vergleichsweise hoch. Die Chancen stehen gut, dass damit der bisherige Rekord für den Verkaufspreis einer Kamera bei einer Photographica-Auktion von bisher 2,4 Millionen Euro für die 0-Serie Nr. 122 im Jahr 2018 gebrochen wird und es eine neue „teuerste Kamera der Welt“ gibt.

Der hohe Preis der Leica 0-Serie Nr. 105 hängt auch damit zusammen, dass es sich hierbei um die persönliche Kamera von Oskar Barnack handelt. Barnack war damals Entwicklungschef von Leitz und gilt als Erfinder des 35-mm-Kleinbildkamera-Formates. „Mit der 105 hielt Barnack zahlreiche Motive aus seinem Familienleben fest und ließ seine dabei gesammelten Erfahrungen in die weitere Entwicklung der Kamera und ihrer Folgemodelle fließen“, so Leica.

Weitere Versteigerung für guten Zweck

Um den runden Geburtstag der Auktionsreihe zu feiern, wird überdies unter anderem ein einzigartiges Kameraset versteigert, dessen Erlös an karitative Einrichtungen in Österreich und erstmalig auch Deutschland gespendet wird. Das Set besteht aus der analogen Leica MP mit der Seriennummer 5630769 (eingraviert auf der Unterseite des Aufzugshebels) sowie dem Leica Elmar-M 1:2.8/50 mit der Seriennummer 3739015, wobei die Kamera in Kooperation zwischen Leica und der Photographica-Auktion eigens hergestellt wurde.

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Alfred Proksch

Ich hoffe auf eine ordentliche Summe denn wer mitsteigert gehört bestimmt nicht zu den finanzschwachen Menschen.

stephen_w

April, April!

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