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Leica M6: Neuauflage geplant, Präsentation im Oktober?

Die Analogfotografie lebt! Gerüchten zufolge wird Leica im Oktober die M6 wieder zum Leben erwecken und in einer neuen Generation vorstellen.

Neue Analogkamera im Oktober 2022?

Inzwischen gibt es schon seit Jahren Gerüchte zu einer neuen analogen Leica M. Zuletzt hatten wir Anfang 2021 darüber berichtet, dass die Kameraschmiede aus Wetzlar wohl irgendwann eine neue Analogkamera im Stile der Leica M6 auf den Markt bringen möchte, bisher hat man auf eine entsprechende Präsentation allerdings vergeblich gewartet.

Nun deutet jedoch vieles darauf hin, dass eine Vorstellung nicht mehr allzu weit entfernt ist. Die Webseite Leicarumors will nämlich erfahren haben, dass Leica im Oktober 2022 ein entsprechendes Event durchführen möchte. Auch hat das Unternehmen scheinbar in letzter Zeit mit dem Hashtag #filmisnotdead für Aufmerksamkeit gesorgt und Newsletter verschickt, in denen eine Filmrolle zu sehen ist. Da greifen also einige Puzzleteile wunderbar ineinander.

Neuauflage der Leica M6 geplant

Zusätzlich zum angeblichen Zeitpunkt der Präsentation will Leicarumors aber auch schon erfahren haben, welche analoge Kamera Leica denn enthüllen möchte. Nach Informationen der Webseite soll es sich um eine Neuauflage der Leica M6 handeln, wobei allerdings noch nicht klar ist, ob es aus technischer Sicht irgendwelche Unterschiede zwischen der neuen Generation und der ursprünglichen Leica M6 oder Leica M6 TTL geben wird.

In der Vergangenheit war häufiger die Rede davon gewesen, dass Leica an einer neuen und „günstigen“ Analogkamera arbeitet, auf einen wirklichen Schnäppchenpreis sollte man sich hier aber sicherlich nicht einstellen. Immerhin werden für eine gebrauchte Leica M6 auf eBay derzeit mindestens 2.500 Euro fällig.

Leica scheint den Markt der Analogfotografie also nach wie vor mit Neuware bedienen zu wollen – eine tolle Nachricht für alle Liebhaber. Wir warten gespannt auf die neue Leica M6 und halten euch weiter auf dem Laufenden.

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joe

Na, da ist sie dann endlich die reine Fotokamera die sich so viele wünschen und man muss sogar noch fotografieren können um wirklich gute Bilder zu erhalten! Nur billig wird sie wohl nicht, trotz fehlender Video-Funktion, fehlendem (Klapp/Schwenk-Monitor) und fehlender Digitalisierung. Aber man hat danach wohl das Gefühl etwas Gutes geschaffen zu haben!

Alfred Proksch

Wenn ich analog unterwegs bin mache ich das mit der Fachkamera und dem 6×9 cm Rollfilm Magazin. Wie der Name Kleinbild schon ausdrückt ist mir das Filmformat sonst zu klein.

Ich weiß das Leica mit solchen „Auflagen“ weltweit die Sammler verzückt. Bisher hat sich das immer gerechnet.

Für mich ist die Monochrome die einzig wahre verfügbare Alternative um die SW Fotografie zu betreiben, die M11 steht für bewusste „farbige“ Bilder. Nie wider möchte ich meine Zeit in einem analogen Fotolabor verbringen müssen. Echte „Originale/Unikate“ fertige ich mit einer reaktivierten SX-70 Polaroid Kamera.

Wer mit einem Leica M-System fotografiert liebt die unvergleichliche Haptik und das Wissen das erstklassige Verarbeitung/Feinmechanik dahinter stecken. Boliden aller Art können fast alles viel besser (eigene Erfahrung) sind unverzichtbar – ABER – ihnen fehlt etwas wichtiges. Nehme ich die die beiden M Kameras mit den wenigen Objektiven über die Schulter – dann bin ich derjenige der die Bilder macht – mehr muss ich dazu nicht schreiben.

joe

Also wenn ich das so bei dir lese ist sie wohl eher ein Spielzeug für große, reiche Kinder oder für die Vitrine der Sammler.

Leonhard

Also bei uns in der Gegend eher eine Kamera für Leute, die gerne Auto fahren. Hier noch irgendwo Filme kaufen zu können ist ein Langstreckenspass.

Mirko

gibt doch zB. Amazon

Alfred Proksch

Joe,

kann man in gewisser Weise so sehen oder eben auch als Nischenprodukt einstufen. „Reich“ an Erfahrung muss jeder sein der analog fotografiert – egal womit er das macht.

Markus B.

Genauso sieht es aus:) Die R5 ist der beste Knipsautomat, den ich je in der Hand hatte. Seele hat die Kamera aber leider keine. Meine 240 ist leider weg, aber sobald ich eine gute Gelegenheit für eine M10 finde, schlage ich zu…

Rolf Carl

Die Seele des Fotografen ist sowieso wichtiger als die der Kamera. Auch eine Leica hat keine Seele, die ist nur vom Fotografen angedichtet, weil er plötzlich 2 Seelen in seiner Brust hat und nicht weiss wohin damit.

Markus B.

Ich formuliere es mal anders: Die R5 ist ein extrem gutes Werkzeug, das einen maximal hilft, in allen Situationen mit wenig Aufwand das technisch perfekte Bild zu machen. Der Profi lechzt nach einem solchen Werkzeug. Für mich als Amateur wird es zunehmend langweilig mit solchen Boliden Fotos zu machen. Wenn ich selber fokusieren muss, mit fester Brennweite unterwegs bin oder mich auf schwarzweisses Fotografieren konzentrieren muss, dann bedeutet das für mich viel mehr Herausforderung. Es macht mir Spass. Das Konzept von Leica unterstützt genau diese Freude am Fotografieren. Natürlich gibt es die Edelsammler und Leica-Nerds, aber das ist eine andere Geschichte…

Rolf Carl

Stimmt, es ist einfacher geworden, mit modernen Kameras technisch perfekte Bilder zu machen. Das ist dann tatsächlich keine Herausforderung mehr. Für mich fängt hier aber die Fotografie erst richtig an: Bildgestaltung, Komposition, wo und wie setzte ich die Schärfe oder auch Unschärfe, wie setze ich das (vorhandene?) Licht am besten ein, wie gehe ich mit den verschiedenen Arten von Kontrasten und anderen Elementen der Bildgestaltung um? Und so weiter.

Ich finde es überhaupt nicht langweilig, mittels der genannten Aspekte immer wieder das perfekt komponierte Bild anzustreben. Das kann einem keine Kamera abnehmen, das muss man schon selber tun (auch mit einer R5). Da hilft auch eine Leica nicht, bei der man alles selber einstellen muss, denn ein schlechtes Foto wird dadurch nicht besser, sondern höchstens noch schlechter.

Leonhard

Jeder wie er möchte, nur wird es mir ehrlich gesagt teilweise dann doch etwas zu bunt!

Wenn dann zum größten Teil auch noch Heidenkinder anfangen, einer Kamera eine Seele zuschreiben zu wollen, dann kommen mir persönlich Zweifel an der Grundeinstellung.

Die Herausforderung, das Können, alles schön und gut, nur, dies wollen wir doch auch mal festhalten, bei allem Können sind mit diesen Filmablichtungsapparaten am Ende doch sehr viele Bilder, welche wir heute machen, mal rein gar nicht möglich, da kann der Könner können was er will, es geht einfach nicht. Mir reichen zwar normalerweise auch 100 oder 200 ISO, nur, wenn ein Film drinne ist, dann stellt sich diese Frage doch schon gar nicht mehr.

Und ist es nicht in vielen Teilen des Lebens einfacher geworden, muss man, um ein „Könner“ zu sein mit einer Filmkamera auf einem Plumsklo die Fliegen (natürlich sitzend, also die Fliegen) zu fotografieren. Wer sich einen 3D-Drucker anschafft, ist dieser dann kein Könner, weil er kein Schnitzmesser gekauft hat?

Markus B.

Vergiss einfach den Satz mit der Seele, wenn’s Dich stört. Aber ich wundere mich immer wieder wieviele auf maximale Technik setzen oft ohne die geringsten fotografischen Kenntnisse. Schau ich in die diversen Canon-Foren im Internet, dann gibt es dort tausende von Hunde- und Pferdefotos, tausende mittelmässige Landschaftsfotos. Die meisten, die mit ihrer sauteuren Ausrüstung drauflosknipsen, beherrschen doch nicht mal 20% der Funktionen Ihrer Kamera. Aber sie phantasieren dann über irgendwelche theoretischen Probleme mit Ihrem 3000€ Objektiv. Gleichzeitig verstehen sie den Zusammenhang zwischen ISO, Blende und Zeit nicht und viele kapieren nicht, dass es für gute Fotos vor allem Licht braucht und nicht 100MPx. Aber dann wird drüber philosophiert, ob man in der 500% Darstellung die Randschärfe von Objektiven unterscheiden kann. Sorry, aber eine technisch perfekte Ausrüstung macht noch lange kein gutes Bild…was ich sagen will: Die meisten Kameras sind mit technischen Schnickschnack überfrachtet und oft tut es gut eine Kamera in der Hand zu haben, die sich auf das Wesentliche konzentriert…

Mirko

…glaube zu verstehen was Du meinst, das Bild zB. aus der Lomo Szene wird nie den heutigen technischen Ansprüchen das Wasser graben können aber so ein digitales Bild wird nie den Charme eines Lomo Filmes haben

Leonhard

Der Satz stört mich nicht, mich stört eher gar nichts.

Ich weiß was Du meinst und gebe Dir ja auch zum Teil sogar recht, nur jetzt kommt mein aber:

Klar, die Grundlagen sollte jeder schon kennen, keine Frage und bei einer analogen Kamera muss man besser aufpassen, man muss mehr auf die von Dir genannten Dinge achten. Aber, wer gut arbeiten möchte, der muss sich weiterbilden, auch klar und auch wenn eine moderne Digitalkamera viele Dinge einfacher macht, so sind bei dieser trotzdem viel mehr Dinge zu beachten, welche es vor 30 oder 40 Jahren noch gar nicht gab.

Wir haben ja auch hier noch eine gute, alte Filmkamera liegen, eine Canon A1, die F1 war mir damals zu teuer, aber wozu sollte man sich, wenn die Kamera funktioniert, dann eine neue kaufen, die alte tut es in dem Fall doch genau so?

Alfred

…aber genau mit diesen Blindgängern und ihrem tech. Schnickschnack wird das Geld gemacht.

Cat

Wieso denn M6? Wenn dann doch der M7 – die ja auch analogen Film mit DX Erkennung aufnehmen konnte.

Stanislas

Stimmt !

Mirko

so eine analoge Kamera (muß nicht Leica sein) passt doch hervorragend in die heutige Zeit. Unser Wirtschaftsminister schreibt doch selber in seinen Kinderbuch über die Abenteuer bei einen Blackout. So kann man wenigstens bei Kerzenlicht mit Familie/ Freunden Bilder gucken denn die Monitore bleiben ja schwarz…

Alfred Proksch

Mirko,

als das mit den staatlichen Sanktionen gegen den Schlecht-Mensch anfing habe ich vorsichtshalber meinen älteren Stromgenerator den ich früher für den Blitzbetrieb in der freien Wildbahn verwendet habe überholen lassen und mein Elektriker hat für den richtigen Anschluss an die Hütte gesorgt.

Mirko Du hast schon recht, ein analoger Film funktioniert ohne Strom, wenn die Kamera voll mechanisch kann werden Bilder belichtet, fehlt noch Chemie und der Tageslicht Kopierrahmen. Mich schüttelt es wenn ich an solche Umstände denke!

Mirko

ich glaube Alfred hier sollte man zwischen Beruflich und Privat unterscheiden. Die Fotografen die zusätzlich analoge Fotografie anbieten lassen sich natürlich den Mehraufwand bezahlen und ich schicke meine Filme zum entwickeln nach Österreich, obwohl ich mir vorstellen könnte eines Tages „Entwicklerdose und Co.“ wieder zu erwerben. Ansonsten wären mir 2.500€ für eine analoge Kamera viel zu teuer aber ich habe mir eine Pentacon Six für schmales Geld bis Ende des Monats reservieren lassen (bin im Urlaub) und darauf freue ich mich riesig.

joe

Blackout? Den hatte er doch kürzlich selbst. Schreibt der in den Büchern über sich?

Mirko

gleich bekommst Dü Ärger 😉 …also nicht von mir

Rawbert

Hab’s gelesen.

Mirko

😉

Leonhard

Tut mir leid, lieber Joe, schon wieder Widerspruch!

Der hatte keinen Blackout, der ist so!

joe

Du bist ja noch böser als ich und ich muss sagen es stimmt wohl wieder mal was du geschrieben hast!

Leonhard

Einspruch!

Ich bin nicht „böser“ als Du, habe nur schlechtere Manieren und erlaube mr deshalb, einfache Tatsachen noch etwas plumper auszudrücken als Du.

Wenn ein Psychiater in der Geschlossenen arbeitet nehmen die dem nach 30 Berufsjahren die Schlüssel ab!
Beim Berufspolitiker tritt nach höchstens der gleichen Zeit genau die selbe Berufskrankheit auf, wegen der Immunität kann man denen aber den Schlüssel nicht abnehmen.

Als Bürger müssen wir eben daraus lernen: Wenn es bei Dir anfängt, dass Du den Unfug, den die uns erzählen wollen einleuchtet, dann wird es Zeit, dass Du einen Termin beim Facharzt machst, ist ja logisch.
Ach so, noch ein Tipp, bevor Du Dich behandeln läßt kontrolliere mal, ob der Kerl noch seinen Schlüssel hat, reine Vorsicht, wer weiß, wo Du sonst bei der nächsten Wahl das Kreuzchen machst!

Herbert F.

Unsere Regierung besteht nur aus Hilfsarbeitern und Möchtegerns, deshalb kann nichts dabei herauskommen als Unsinn und konfuses Geschwätz.

Thomas Müller

Mirko, mit welcher anspruchsvollen Literatur vertreibst Du Dir denn die Zeit 😂?

Mirko

also ich lese mir bestimmt nicht die Kinderbücher von unseren Wirtschaftsminister durch, die Zitatensammlung aus seinen Büchern aber schon 😀

Alfred

So ne M ist schon was geiles,hatte selbst mehrere,von M7 bis M10-P . Man muss aber dann schon ehrlich sein und dazu sagen dass trotz Made in Germany die Dinger völlig überteuert sind. Man muss halt viel Liebe und noch mehr Zeit mitbringen,wenn man aber dann nach der Anstrengung ein sauberes Foto in Händen hält,ist das schon nochmal was anderes als mit aktueller Technik. Nicht dass die Qualität höher wäre,aber der Aufwand. Sie entschädigt aber auch,gerade wegen ihres Purismus und ihrer Leichtigkeit.

Clemens Scholz

Dieses günstige Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung könnte man mit einer Plaubel Makina noch toppen…

Anders Varnaemen

Ich las vor einigen Tagen von einem drohenden Blackout … das ist noicht einfach nur ein Stromausfall, sondern dann geht wohl GAR NICHTS mehr. Kein Internet, kein Geld aus dem Automaten, kein Telefon, keine Tankstelle, keine Supermarktkasse, „nach 72 Stunden verliert die Polizei jede Kontrolle vollkommen und es herrscht das Faustrecht“.

Okay, das ergäbe sicher eine interessante Reportage mit einer analogen Kamera, die ohne Batterien arbeitet. Da sollte man sich aber auch gleich mindestens hundert Filme auf Vorrat legen.

Mirko

ach eine sogenannte Knopfzelle hält ein paaaaar Filme durch 😉

Alfred

…wird auch endlich mal Zeit für das Faustrecht! Wir haben alle viel zu lange zugeschaut.
„Wia sinn das Volg“😆😆😆

Leonhard

Dafür braucht man ja nun keine Analogkamera!

Wer vor dem Blackout die Akkus geladen hat, der kann auch seine Digi nutzen, woher soll denn Deiner Meinung nach der blöde Akku wissen, dass wir gerade einen Blackout haben.

In Hütten, wo auch schon die Klotür elektrisch betrieben wird könnte es zu längeren Sitzungen kommen.
Wir gehen dann einem Kumpel auf die Nerven, der hat einen Generator, Holz vor der Hütte und die gute alte Ofenheizung, der alte Sack hatte es noch nie so wirklich mit Neuerungen, eine Filmknipse hat er trotzdem nicht.

Thomas Bube

Die Leica M6 ist derzeit durch den Analog-Hype dermaßen beliebt. Man konnte sie vor ein paar Jahren noch für 800€ gebaucht ergattern. Jetzt sind die Preise richtig hoch.

Vor allem wird sie von jungen aufstrebenden Fotografen verwendet die eher aus der digitalen Zeit kommen (Paul Hepper etc.)
Der Look von analogem Film ist doch besonders.

joe

Es ist nicht nur der Look. Die etwas Älteren wissen noch, dass Analogfotografie sehr viel mit Können, Geduld und Zurückhaltung beim Auslösen zu tun hatte und nicht zuletzt auch mit Geld. Der Film hatte nur 36 Bilder, wenn man in Urlaub ging hatte man zwei, drei oder höchstens 4 dabei, so viele Bilder schiessen die meisten digital Fotografen bereits an einem Vormittag. Jedes Bild das man machte musste überlegt sein. Das Ergebnis konnte man erahnen, aber man musste Tage, im Urlaub Wochen warten bis man sah ob etwas Gelungenes dabei war. Nicht jedes Bild wurde perfekt, aber es wurde behalten, weil es relativ viel gekostet hat. All dies fehlt bei der heutigen Digitalfotografie, alles wird perfekt, falls nicht drückt man nochmal ab und prüft Bruchteile von Sekunden später ob es sich lohnt das Bild zu behalten oder nicht. Es kostet ja nichts sie nochmal zu machen oder zu löschen. Ist Fotografieren dadurch günstiger geworden? Scheinbar ja, aber ich denke eher nein. Heute investiert man hunderte in Software, alle paar Jahre tausende in eine neue Kamera, gedruckte Bilder macht man nur noch gelegentlich. Die Analoge behielt man teilweise ein Leben lang und die wenigen gemachten Bilder schaute man immer mal wieder… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Danke joe,

Du hast das Grundproblem und damit den „Stellenwert“ von Bildern und Videos nach vorne gerückt. Das wirkt sich natürlich auch auf die monetäre Wertigkeit von Bildern aus.

Wie viel Energie dafür verschwendet wird die Cloud ständig in Betrieb zu halten wenn man im Hinterkopf behält das jährlich über eine Billion Videos/Bilder in dieser geparkt werden lässt sich gut hochrechnen. Leute – die eigenen Festplatten sind um ein vielfaches effektiver, sicherer, umweltfreundlicher und auf Dauer günstiger.

Analoge Fotografie ist mittlerweile eine eigene und seltene Präsentationsplattform für fotografische Kunst geworden.

Wer einen guten „Mittelweg“ zwischen Fortschritt und entspannter, entschleunigter, kreativer Fotografie sucht kommt an einer Leica M (egal ob analog oder digital) nicht vorbei.

Allen anderen wünsche ich viel Vergnügen beim ständigen „Teilen“ ihrer bildnerischen Werke. Immer daran denken: Kein Bild von gestern ist es wert ein zweites mal betrachtet zu werden.

100carat

Alfred, ich bin bezüglich der Cloud zwar ebenfalls skeptisch, erkenne aber an, dass sie drei Vorzüge bietet:

1. weltweiter Zugriff auf die eigenen Daten/Bilder
2. Möglichkeit der weltweiten Echtzeit-Kooperation
3. Sicherungsmöglichkeit jenseits eigener physischer Datenträger.

Ihre Nachteile aufzuzählen erspare ich mir.

„Kein Bild von gestern ist es wert ein zweites mal betrachtet zu werden.“ Das trifft mit Sicherheit auf 99% aller heute erzeugten Bilder zu, aber ebenso sicher nicht auf alle. Zudem ist meine Erfahrung: viele Bilder, die objektiv gesehen, schlecht und nicht betrachtenswert sind, haben für die betroffene Person/en (der das Bild aufgenommen hat oder diejenigen, die abgebildet sind) einen emotionalen Wert, der sie das entsprechende Bildnis auch hundertfach mit Freude anschauen lässt.

100carat

Joe, das unterschreibe ich sofort, nur dass ich schon als 14jähriger im Urlaub 12 Filme mitgenommen und dafür mein schwer verdientes Taschengeld geopfert habe. Umso bewusster ist man bei der Auswahl der Motive, der Bildgestaltung und dem Drücken des Auslöser vorgegangen. Trotzdem: Bei allem Können kosteten seinerzeit gelungene Aufnahmen etwa in der Tier- oder Naturfotografie (finanziell) um ein Vielfaches mehr als heute. Ich bin sehr schnell dazu übergegangen, Kontaktabzüge zu machen, um zumindest bei den Entwicklungskosten ein wenig zu sparen.

Heute druckt man zwar auch noch Bilder, das Hauptgeschäft der großen Druckdienstleister sind jedoch Fotobücher. Sprich, man umgeht das Einkleben separat erstellter Fotos.

joe

12 Filme – das hätte ich mir damals nie leisten können. Also 4 Filme waren bei mir das Maximum auch bei einem 6 wöchigen Urlaub.

100carat

Ich habe schon als Jugendlicher so leidenschaftlich gerne fotografiert, dass ich alle Schulferien durchgearbeitet und am Wochenende noch Grünanlagen gepflegt habe, um mir die Ausrüstung und Filme zu finanzieren. Das war alles andere als leicht, etwa in den Sommerferien von morgens bis abends im Einzelhandel zu arbeiten, während die anderen Ferien oder gemeinsam Sport machten, Freitzeitangebote der Stadt wahrnahmen und im Freibad waren. Aber dieser Verzicht war mir die Fotografie und die Freude daran schon zu jener Zeit wert. Als dann die ersten Magazinveröffentlichungen und Fotopreise noch als Teenager folgten, hatten sich diese Investitionen und der Verzicht auch finanziell gelohnt. Ohne kontinuierliche Jobs neben der Schule hätte ich mir auch keine 12 Filme und schon gar nicht eine eigene Spiegelreflex-Ausrüstung leisten können.

joe

Chapeau 👍😷

Alfred Proksch

Hallo 100carat

meinen Respekt hast Du zu 100% denn auch ich bin nicht mit dem silbernen Löffel im Maul geboren worden und habe meine Fotoleidenschaft schon als Kind mit Arbeit im Holz an steilen Hängen verdient wo Erwachsene schon wegen ihrer Größe einfach nicht hingekommen sind.

An eine Leica von der man gelesen hat denkst du da nicht, aber eine gebrauchte Asahi Spotmatic mit gebrauchten M42 DDR Objektiven waren machbar. SW Meterware in Patronen abfüllen – selbst entwickeln – selbst Kontaktabzüge erstellen – 2 bis 3 Bilder aussuchen und 18x24cm Abzüge vom Labor waren drin.

Genau so interessant war für mich die Aneignung von Wissen, ich habe alles was ich über den Fertigungsprozess von Fotos, deren Entstehung, Beleuchtungsarten und ähnliches bekommen konnte verschlungen.

Heute ist die Leica nicht das Problem – aber immer noch sauge ich alles was der Weiterbildung dient (nicht nur Foto) begierig auf. Meine Oma sagte immer: Was Du in Deinem Kopf hast kann dir keiner nehmen, und recht hat sie!

Mirko

M42, da existieren Legenden und heute ist es vielleicht verdrehte Welt, frühere Objektive von CZJ oder Meyer erzielen nun top Verkaufspreise und 1a Objektive von Asahi Takumar bekommt man „fast“ geschenkt (Gott sei Dank)

100carat

Hallo Alfred, da scheinen wir in unserer Fotografie-Geschichte einige Gemeinsamkeiten zu haben. Ich habe über Jahre auf meine erste eigene Ausrüstung hingearbeitet und gespart. Das ist etwas, was bei den jüngeren Generationen leider völlig verloren gegangen zu sein scheint. Wer sich Leidenschaften hart arbeitet, weiß den Gegenwert der Arbeit zu schätzen und entsprechend auch die erworbenen Produkte. Trotz intensiver Nutzung, sah meine Fotoausrüstung auch nach Jahren noch fast wie neu aus. Vor meiner ersten selbstfinanzierten Spiegelreflex hatte mir mein Vater – nach zwei Einsteigerkameras – erlaubt, schon als Zehnjähriger mit seiner Voigtländer Bessamatic zu fotografieren. Eine äußerst wertig gebaute Spiegelreflex (ein regelrechter Panzer und in keinster Weise mit den heutigen Plastikgehäusen vergleichbar) und ein Paradebeispiel deutscher Ingenieurskunst. Dabei waren drei Objektive, die ebenfalls zur Spitze des damals Machbaren zählten. Das von Dir beschriebene Abfüllen der SW Meterware in Patronen, ist mir ebenfalls vertraut. Wir hatten eine diesbezüglich exzellent ausgestattete Schule – und wer entsprechende Kurse besucht hatte, durfte die sehr gut ausgestattete Dunkelkammer der Schule nutzen. Daneben habe ich wie Du jedes Buch und so manches Fotomagazin zur Fotografie verschlungen und mich frühzeitig bei international tätigen Fotografen, um Fortbildungen bemüht – was nur in den Schulferien möglich war und mit… Weiterlesen »

Leonhard

Stimmt, lieber 100carat, stimmt!

Die Diagnose beim Blick in die Ohren

„scheint von drüben Licht herein
kann nicht viel dazwischen sein“

trifft leider immer häufiger zu, ob dies am SP liegt ist dann eine andere Frage?

Alfred Proksch

Das in der digitalen Zeit wo Informationen jederzeit und überall zugänglich sind in den Köpfen gähnende Lehre herrscht liegt wohl daran das viele der Meinung sind man müsse nichts wissen weil man ja weiß wo man zur Not nachsehen kann.

Jetzt nachdem ich nicht mehr Werbeideen fotografisch umsetzen muss genieße ich das freie Bilder machen um so mehr. Keine Termine die unbedingt eingehalten werden müssen, wären da nicht meine anderen Einkommensquellen die ich steuern muss dann hätte ich Zeit ohne Ende. Deswegen kommen bei mir keine „schnellen“ Systemkameras zum Einsatz. Falls es doch einmal sein muss – ausleihen geht immer.

Wie entspannend kann Leica und die wenigen Festbrennweiten sein! Gelb, gelbgrün, grün, orange, rot Filter vor der Aufnahme an die Monochrome setzen die digitalen Kamera Voreinstellungen nach Wunsch verändern und schon ist das Schwarz/Weiß Gefühl zu 100% erreicht. Das Nass Labor hat ausgedient – die Ergebnisse schon bei der Aufnahme fast perfekt.

Schön das es Leica verstanden hat den Anwender in den Mittelpunkt zu stellen und ihm die passende Technik zur Seite stellt.

Rolf Carl

Um das zu erleben, braucht man keine Leica. Ich habe mit einer Minox begonnen mit 50 mm Festbrennweite. Belichtung mit externem Belichtungsmesser, sonst alles manuell. Damit habe ich ausschliesslich S/W-Bilder gemacht, auch mit verschiedenen Farbfiltern, häufig auch Langzeitbelichtungen.

Minox hat es also verstanden, den Fotografen in den Mittelpunkt zu stellen. Ich habe mal nachgeschaut; solche Kameras gibt es auf Ebay für etwa 50 Euro, da braucht man keine Leica für mehrere tausend Euro. Aber weisst du was? Als ich dann für meine ausgedehnten Reisen eine Yashica 230 AF gekauft und das erste Mal ausprobiert habe, wollte ich nie mehr zurück. Aber das Grundwissen über Blende, Verschlusszeit und vorhandenem Licht war auch mit der neuen Kamera von unschätzbarem Wert. Es kann also einem Anfänger nicht schaden, mit einer einfachen analogen Kamera die Fototechnik von Grund auf zu lernen. Aber wie willst du das der heutigen mit Elektronik vollgestopften Generation übermitteln?

Alfred Proksch

Genau Dein letzter Satz ist es!!!

joe

Also, dass es einen Hype gibt bezüglich Filmkameras liegt nicht an uns „Alten“, sondern an den ganz jungen! Eine meiner Töchter fotografierte – neben dem Handy – vor Jahren zuerst mit Fuji Sofortbild, dann kamen Wegwerffilmkameras dazu und jetzt hat sie sich eine gebrauchte Agfa mit Wechselobjektiv gekauft. Mehrere in ihrer Klasse tun es ähnlich. Natürlich kauft Niemand von denen eine neue Leica M6, aber, dadurch, dass das Unperfekte, Althergebrachte „cool“ wird, wird es für viele Interessant und somit auch für Leica. Bilder auf Partys werden fast nur noch mit all diesen Geräten fotografiert. Und ja, die können nicht oder noch nicht das, was wir an den Kameras können, aber da das keine Raketenwissenschaft ist werden sie das als Gymnasiasten in kürzester Zeit wohl lernen können.

Rolf Carl

Dann besteht ja doch noch Hoffnung für analoge Kameras, nachdem wir älteren Fotografen dann irgendwann mal ausgestorben sind. Finde es zwar etwas komisch, dass deinen Töchtern das Gefummel mit den Filmen nicht auf den Kecks geht. Ich selber brauche das nicht mehr, zudem war das Filme entwickeln lassen ein ziemlich teurer Spass.

joe

Carl, ich verstehe es auch nicht! Ich hatte als Zweitkamera die RP, die M5, die 1200D, Samsung NX 300, nicht mal meine R5 wollen sie. Was sie nutzen ist meine Unterwasserkamera Olympus TG 5, das wars dann aber auch.

Alfred

Hoffentlich mit einem größeren Sucher.

Alfred

Wo gibt es außerdem noch gute Labore die Filme entwickeln wenn man das selber nicht kann oder möchte. Und ich spreche nicht von Rossmann oder dergleichen.

Andreas

Und was das dann kostet. Zur Zeit mach ich es wie die Amateure damals. Sammle meine SW Testfilme damit ich den Entwickler voll ausnutzen kann. Dann geht es an den nächsten Punkt, das Entsorgen der Chemikalien.
Eine neue Leica wird es bei mir nicht mehr. Bin noch nicht einmal dazu gekommen die alten IIIer reparieren zu lassen.

Mirko

gibt es noch ein paar in München

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