Light Lens Lab startet mit dem 35mm f/2 Apochromatic eine neue Produktlinie und verlässt damit erstmals den Weg der reinen Nachbauten klassischer Optiken.
Eigenes Design statt Nachbau
Bislang war Light Lens Lab vor allem für Neuauflagen seltener Klassiker bekannt, etwa das 50mm f/1.5 Z21 nach Vorbild des P. Angenieux S21. Obgleich man auch bereits beim kürzlich erschienen 75mm f/1.5 Z21 schon eigene Wege gegangen ist. Mit dem 35mm f/2 Apochromatic beginnt nun die sogenannte Apochromatic-Series, bei der es dem Hersteller laut eigenen Angaben um maximale optische Korrektur statt um Vintage-Charakter geht.
Der Aufbau besteht aus 11 Elementen in 6 Gruppen, darunter vier Asphären sowie eine Kombination aus Glas mit ultraniedriger und anomaler Teildispersion. Diese Kombination soll Farbsäume und violette Farbränder auch bei Gegenlicht spürbar reduzieren, ein Bereich, in dem einfachere Konstruktionen meist an ihre Grenzen stoßen.
Ergänzt wird das durch eine neu entwickelte Mehrschichtvergütung gegen Streulicht und für mehr Kontrast. Die Blende reicht von f/2 bis f/16 und arbeitet mit elf Lamellen, die Naheinstellgrenze liegt bei 30 Zentimetern.

Das Objektiv ist rein manuell fokussierbar und für den 39-mm-Filtergewinde ausgelegt. Ohne Streulichtblende ist es rund 41 Millimeter lang und misst maximal 53 Millimeter im Durchmesser. Je nach Version wiegt es zwischen 327 Gramm (Aluminium) und 360 Gramm (Titan), jeweils mit montierter Gegenlichtblende.
Drei Ausführungen, Titan-Version limitiert
Light Lens Lab bietet das 35mm f/2 Apochromatic in drei Varianten an: Aluminium in Schwarzlack oder Silberchrom für jeweils 2.099 US-Dollar, sowie eine limitierte Titan-Grau-Version aus Titan-Legierung der zweiten Güteklasse für 2.399 US-Dollar.
Die Titan-Ausführung ist auf weltweit 998 Exemplare begrenzt und lässt sich nur vom 10. August bis 10. September 2026 vorbestellen. Aluminium-Modelle sollen ab August 2026 ausgeliefert werden, die Titan-Version voraussichtlich erst Anfang 2027. Offizielle Euro- oder Deutschland-Preise liegen uns bislang nicht vor.


Damit positioniert sich das Objektiv deutlich oberhalb vieler bisheriger Light-Lens-Lab-Produkte und dürfte vor allem Leica-M-Fotografen ansprechen, die eine moderne, konsequent farbkorrigierte Optik mit hochwertiger Verarbeitung suchen, unabhängig von Vintage-Nachbauten.


Wer sich von euch für die aktuelle Modellpolitik von Leica selbst interessiert, findet mit dem Gerücht um die kommende M11-R als möglichen Testlauf für die M12 einen passenden Anschlusspunkt.
Interessiert euch bei M-Mount-Objektiven eher die konsequente optische Korrektur einer Apochromat-Konstruktion oder der Charakter älterer, bewusst unperfekter Designs?
via: PetaPixel | Quelle: Light Lens Lab


Allgemein sprechen mich solche Objektive mittlerweile viel mehr an 📷
Schon immer waren die verwendeten Objektive inklusive dem Aufnahmemedium (Film oder Sensor-Auslesevermögen) für die absolute Bildqualität zuständig. Was nützt der „beste“ Sensor wenn das Objektiv „Kacke“ ist – umgekehrt gilt das genau so.
Wer sich schlauer machen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Optisches_Glas
Das Festbrennweiten leichter korrigiert werden können ist logisch. Wie wichtig hochwertige Gläser sowie perfekte Verarbeitung derselben waren äußert sich meist beim Verkaufspreis der Objektive. Meine persönliche Meinung dazu: Je weniger die Kamera interne digitale Fehlerkorrektur eingreifen muss je besser sind die Bildergebnisse. WICHTIG: Das gilt für alle Kamera/Objektiv Produzenten gleichermaßen.