Fujifilm Kameras

Meine Meinung zur Fujifilm X-S10

Fuji ändert bei der X-S10 die Bedienung. Eine gute oder schlechte Entscheidung? Meine persönliche Meinung zur neuen DSLM.

Fuji X-S10: Kamera mit gutem Gesamtpaket

So wahnsinnig viel gibt es zur Fujifilm X-S10 eigentlich gar nicht zu sagen. Ich denke es ist unbestritten, dass es sich hier insgesamt um eine sehr gute Kamera handelt. Keine großen Schwachstellen, 5-Achsen-Bildstabilisator, großer Griff, tolle Foto- und Videofunktionen – das Gesamtpaket stimmt bei der X-S10. Trotzdem wollte ich gerne noch ein paar Worte zur X-S10 verlieren und dabei vor allem über die Bedienung sprechen, die ja in der Community für einige Diskussionen gesorgt hat.


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Bedienung: Eine subjektive Geschichte

Ich scheue mich davor, bei Dingen wie Bedienung oder Menüführung von “gut” oder “schlecht” zu sprechen. Das liegt daran, dass ich das für eine sehr subjektive Geschichte halte. Ich persönlich hatte zum Beispiel nie Probleme, mich im Menü der Sony Kameras zurecht zu finden. Doch ist die Menüführung deshalb jetzt “gut”? Vermutlich nicht. Was für den einen passt, passt für den anderen eben nicht.

Ich musste dementsprechend schmunzeln, als ich hier und da im Netz Kommentare von enttäuschten Nutzern gelesen habe, dass die X-S10 wegen ihres Bedienkonzepts eine “schlechte Kamera” sei. Denn das ist sie natürlich nicht. Hätte ich mich gefreut, wenn Fujifilm bei der X-S10 das Bedienkonzept der X-T4 übernommen hätte? Ja, hätte ich, denn ich mag die Fujifilm Kameras unter anderem wegen der ganzen klassischen Rädchen. Aber das ist eben nur meine subjektive Meinung.

Subjektiv gesehen finde ich es also schade, dass nicht die klassische Fuji Bedienung zum Einsatz bekommt, objektiv betrachtet halte ich es aber für eine absolut sinnvolle und richtige Entscheidung von Fujifilm. Denn es gibt eben auch Leute, die das Bedienkonzept der Fuji Kameras NICHT mögen und die deshalb zu den DSLMs der Konkurrenz greifen. Mit der X-S10 stellt sich Fujifilm etwas neutraler und breiter auf und hat jetzt eine Kamera im Angebot, die in gewisser Weise näher an Kameras wie der Sony A6400 dran ist. Damit erweitert man die Zielgruppe, die mit den eigenen Kameras angesprochen wird – und das ist meiner Meinung nach ein kluger Schachzug. Vor allem weil Canon ja derzeit nicht die größten Ambitionen im Bereich der APS-C-Kameras zu haben scheint und es für die eigentlich interessante Nikon Z50 zu wenige Objektive gibt. Da wird bei den meisten “APS-C-DSLM Interessierten” die Wahl zwischen Fuji und Sony fallen.

Fazit: Keine Kamera die ich mir persönlich kaufen werde, aber aus Unternehmenssicht genau richtig. Eine der interessantesten DSLMs mit APS-C-Sensor im Preisbereich von 1.000 Euro.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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