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Nik Collection 9: DxO bringt KI-Masken, Color Grading und neue kreative Filter

DxO hat die neunte Version seiner bekannten Nik Collection veröffentlicht. Das Update bringt mehrere bemerkenswerte Neuerungen mit sich, von denen vor allem Fotografe unter euch profitieren, die ihre Bilder kreativ und präzise bearbeiten möchten. 

KI übernimmt die Maskierung

Das Herzstück des Updates sind zwei neue Maskierungswerkzeuge: Tiefenmasken und KI-Masken. Sie stehen in der gesamten Suite zur Verfügung und ergänzen die bekannte U-Point-Technologie.

Tiefenmasken analysieren ein Bild und errechnen daraus eine Tiefenkarte. Diese zeigt, welche Bildbereiche nah und welche weit von der Kamera entfernt sind. Das funktioniert auch ohne die eingebetteten Tiefendaten, die neuere Smartphones liefern. Mit dem Schieberegler könnt ihr präzise festlegen, in welchem Tiefenbereich ein Filter mit natürlich wirkenden Übergängen vom Vordergrund bis in den Hintergrund wirken soll.

Die KI-Masken hingegen wählen Motive pixelgenau aus. Ein Klick auf ein Objekt oder eine gezogene Auswahlmarkierung genügt, damit die KI euer Motiv erkennt und den Effekt darauf begrenzt.

Color Grading und drei neue kreative Filter

Nik Color Efex erhält ein neues Color-Grading-Werkzeug, das mit einem einzigen Farbrad arbeitet. Damit lassen sich Schatten, Mitteltöne, Lichter und die globale Farbgebung unabhängig voneinander anpassen. Dieser Ansatz ist euch vielleicht aus der Filmproduktion bekannt. Die Ergebnisse können als Mini-Presets gespeichert und wiederverwendet werden.

Dazu kommen drei neue Filter: Der Lichthof-Filter von Nik Color Efex simuliert das Leuchtverhalten älterer Filmemulsionen, bei dem Spitzlichter sanft in dunklere Bereiche ausstrahlen. Der Filter „Chromatische Abweichung” in Nik Analog Efex imitiert die Passungenauigkeiten des klassischen Offsetdrucks, indem er einzelne Farbebenen leicht verschiebt. Der Glas-Effekt ergänzt die Suite schließlich um glasbasierte Verzeichnungseffekte in verschiedenen Varianten.

In Nik Color Efex und Nik Analog Efex wurden außerdem 18 Mischmodi hinzugefügt. Kombiniert mit den 30 vorhandenen Papiertexturen ergeben sich laut DxO bis zu 540 verschiedene Varianten.

Die Nik Collection 9 ist ab sofort verfügbar. Eine neue Lizenz kostet 170 Euro, ein Upgrade von Version 7 oder 8 schlägt mit 90 Euro zu Buche. Eine 30-tägige Testversion steht kostenlos zum Download bereit.

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Die Nik Collection 9 kann als Plug-in für Adobe Photoshop, Lightroom Classic und DxO PhotoLab sowie als eigenständige Anwendung genutzt werden. Seit kurzem ist sie auch mit dem neuen Affinity kompatibel.

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LeipzigerBerliner

Es sollte erwähnt werden, dass zur Aktivierung der Software nicht nur eine einmalige Internetverbindung benötigt wird, sondern eine ständige Internetverbindung vorausgesetzt wird. Das kommt fast einem Abo-Modell gleich. Dies wird beim Kauf nicht ersichtlich und steht lediglich im Kleingedruckten.
Ich habe dies auch erst nach einer Reklamation bei DxO erfahren, welche jedoch abgelehnt wurde. Da mir keine ständige Internetverbindung zur Verfügung steht, kann ich die Software nicht nutzen.

Markus S.

Abo ist es auch so natürlich nicht wirklich.
Aber wusste ich auch nicht. Für mobil ohne Internet ist das dann nichts. Nutze es nur lokal am Rechner, der hat normal immer Internet, daher ist mir das noch nicht aufgefallen.

LeipzigerBerliner

Übrigens war die Nik Collection 8 gemeint, aber wie ich von DxO erfahren musste, besteht bei der Nik Collection 9 das gleiche Problem. Aufgrund fehlender zugesicherter Eigenschaften und mangelnder Transparenz empfinde ich das Gebaren von DxO sowie die Ablehnung einer Rückabwicklung als alles andere als kundenfreundlich. Zumindest sollte DxO einen 99-Tage-Offline-Modus zur Verfügung stellen und im Kaufprozess deutlich auf die Notwendigkeit einer permanenten Internetverbindung hinweisen.

Peter

Ich warte erst mal ein paar Monate ab als M43 Fotograf liebe ich PL8 und deepPrime als SW,Fotograf Silver Efex Pro und auch Colorefex ist manhmal praktisch.

Jedoch Probeversion PL9 war eine Katastrophe auf mein schnellen Laptop (I9 14th 24 core 64 mb Rtx 4080) PL 9 habe ich deshalb ausgelassen…

Bei PL 10 werde ich warscheinlich updaten..

Danke für dein Hinweis

Leonhard

Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen, die Zahl der Programme, welche immer nur einen Teil auf den lokalen Rechner laden und sich den Rest aktuell aus diesem Netz der Inder holen wir irgendwann die 100% Marke erreichen.

Mal abgesehen davon, dass uns unsere Rechenknechte den wirklich kompletten Download vielleicht etwas übel nehmen könnten käme ansonst auch wohl das Problem hinzu, dass Updates dann eine Art Dauerthema wären, also nicht wirklich was gewonnen.

Und “laufend Geld kassieren”, nun ja, man konnte als Besitzer der Version 7 und 8 den Updatepreis bezahlen, kann, muss aber nicht, die alten Versionen (bei uns 8) bleiben da ja Eigentum auch erhalten und Adobe ist so unfreundlich, etwa den Updatebetrag jeden Monat von der Karte abzubuchen, also man kann sich über alles aufregen, muss man aber nicht.

Carsten

Die Nik Collection ist ja schon eine feine Sache; mit ihrer Update-Politik haben sie es für mich aber übertrieben.
Regelmäßig und ziemlich schnell gibt es neue kostenpflichtige Versionen und wenn man da nicht mitzieht, dann ist schnell Schluss mit “Update-Preis”. Das fand ich so gar nicht nett zumal ja auch die anderen Infrastrukturen so sehr an der Preisschraube gedreht haben, dass mir der Spass an der Fotografie inzwischen endgültig vergangen ist

Keyser

Spaß verloren aufgrund von Bearbeitungssoftware ? Dann empfehle ich dir einfach mal SOOC Bilder zu nutzen. Hat auch einen ganz eigenen Charme und man macht/muss sich vor dem auslösen deutlich meh4 Gedanken machen

joe

Also ich habe noch Nik 6 und zwar aus dem einfachen Grund, weil es noch Nik Perspective beinhaltet und ich die anderen Möglichkeiten sehr selten benutze. Ab Version 7 ist das nicht mehr dabei. Ich warte noch bis Version 12, und sollte das Abo sein, bleibt’s bei Version 6. Niemand dreht an der Preisschraube, du musst nur – wie ich – Nein Danke sagen!

KBpb

An sich ist die Version 8 in Verbindung mit PS und Photolab 9 für mich die ausgereizte Version. K I nutze ich nicht; und nur die braucht die größte Rechnerleistung. Zumal heute anscheinend nichts mehr ohne i core und Nvidia Grafik nichts mehr flüssig mit großen Dateien läuft.

Mirko

Für 170€ kann ich aber eine Menge an sogenannten “Kreativfilter” aus den 80igern kaufen. Empfehlenswert ist der “Sternenfilter” für Objektive die keine gescheiten Blendensterne produzieren 😉😂

Stefan Zimmermann

Vor etwa 20 Jahren habe ich mir unzählige Tools und Plugins gekauft. Filter, Schärfung, komplette Pakete wie die Nik Collection, immer neue Looks. Einfach, weil ich dachte: Die können etwas, was ich selbst nicht kann. Heute sehe ich das anders. Alles, was diese Tools machen, kannst du mit den Grundfunktionen in Lightroom oder Photoshop selbst umsetzen. Man muss nur verstehen, wie die Dinge zusammenwirken. Ein paar Beispiele aus der Praxis: Ein weicher Glow wie bei einem Mist-Filter → Negative Klarheit, leicht angehobene Lichter, dazu eine weiche Maske um die Lichtquelle → wirkt natürlicher und kann exakt gesteuert werden Selektives Schärfen → Maskieren im Schärfen-Regler + lokale Masken → Details werden klar, Flächen bleiben ruhig Orton-Effekt, dieser träumerische Look → eine weiche Version und eine kontrastreiche kombinieren → ergibt genau diesen Effekt, ganz ohne Plugin Gezielte Lichtführung (Dodge & Burn) → einzelne Bereiche leicht aufhellen oder abdunkeln → das Auge wird geführt, das Bild bekommt Tiefe Farblooks wie im Film → Weißabgleich und Color Grading bewusst gegeneinander setzen → kühle Schatten, warme Lichter → plötzlich entsteht Spannung Atmosphäre und Tiefe → Hintergrund leicht aufhellen und entsättigen → Vordergrund klar lassen → ergibt räumliche Wirkung ohne künstlichen Look Das sind keine Tricks.… Weiterlesen »

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