Marktgeschehen Nikon

Nikon rutscht mit katastrophalen Quartalszahlen tiefer in die Krise

Nikon rutscht immer tiefer in die Krise. Im aktuellen Geschäftsjahr steht man bisher bei einem operativen Verlust von 377 Millionen Euro.

Nikon: Die aktuellen Quartalszahlen

Nikon hat kürzlich die Quartalszahlen für das zweite Quartal des am 31. März 2021 endenden Geschäftsjahres vorgelegt. Die erste Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres ist also Geschichte und die Zahlen sehen im Gesamten katastrophal aus, das muss man leider so deutlich sagen.

Nikon weist für das erste Halbjahr als gesamtes Unternehmen einen operativen Verlust von 377 Millionen Euro aus. Im gleichen Zeitraum des letzten Geschäftsjahres konnte noch ein Gewinn von 141 Millionen Euro erwirtschaftet werden, das macht im direkten Vergleich also ein Minus von 518 Millionen Euro.

Maßgeblich beeinflusst wurde dieser Einbruch durch das Imaging Products Business, also das Kamerageschäft. Während im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 noch ein kleiner Gewinn von 16 Millionen Euro eingefahren werden konnte, fiel der Gewinn im aktuellen Halbjahr um 237 Millionen Euro auf einen operativen Verlust von 221 Millionen Euro. Ursprünglich hatte Nikon “nur” mit einem Verlust von 161 Millionen Euro gerechnet.

Nikon steckt, wie ein Großteil der Kamerabranche auch, schon seit Jahren in einer Krise. Die klassischen Kompaktkameras wurden längst von Smartphones verdrängt, wodurch den Herstellern ein wichtiges Standbein weggebrochen ist. Die Corona-Pandemie hat die Nikons Krise verschärft und beschleunigt, allerdings ist sie nicht der einzige Grund für die schlechten Zahlen des Unternehmens.

Einschätzung aus Japan zu Nikons Situation

Das japanische Magazin Toyo Keizai Online sieht die Gründe für Nikons Krise beispielsweise im späten Einstieg in den Bereich der spiegellosen Systemkameras. Nikon habe zu lange befürchtet, dass spiegellose Systemkameras die Verkaufszahlen der Spiegelreflexkameras negativ beeinträchtigen könnten. Ob Nikon diesen späten Start noch aufholen und ausgleichen könne, sei fraglich.

Des Weiteren wird von Toyo Keizai Online nochmal bestätigt, worüber wir kürzlich bereits berichtet hatten: Nikon möchte wohl rund 20 Prozent der internationalen Mitarbeiter entlassen und zudem die Produktion von Kameras aus der Fabrik in Miyagi (Japan) nach Thailand verlagern. Nikons Ziel soll es derzeit sein, auch mit einem Umsatz von weniger als 1,2 Milliarden Euro innerhalb des Imaging Business (man rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro, das sind 40 Prozent weniger als im Vorjahr) profitabel zu sein. Drücken wir die Daumen, dass dieses Vorhaben gelingt.

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Thorsten
SteeBee

Tja, irgendwie auch selbst Schuld. Ich wüsste viele, die eine halbwegs günstige DSLM kaufen würden – aber Nikon? Warum sollte ich z. B. von einer D5300 auf eine Z50 wechseln? Keine Objektive von Sigma & Co., deren eigenes Portfolio ist ein Witz (gerade bei APS-C), mit Adapter habe ich nicht mal mehr den Vorteil wegen Platz/Gewicht. Integriertes GPS gibt’s auch nicht mehr … Da würde ich beim Wechsel vermutlich auch lieber mit Sony liebäugeln.

Archie

Nikon hat angekündigt, 2000 Mitarbeiter zu entlassen. Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte die Managerriege rechtzeitig an die frische Luft gesetzt, denn die sind es, die die Krise maßgeblich verschuldet haben. Mit Corona und sinkenden Verkäufen im Kamerabereich haben alle Hersteller gleichermaßen zu kämpfen, aber offensichtlich ist es Nikon am schlechtesten gelungen, sich auf diese widrigen Umstände adäquat einzustellen. Ein Konzept, das auf einen erfolgreichen Neustart schließen lassen könnte, ist jedenfalls für mich nicht erkennbar. Das “Rumbasteln” an Z6 und 7, die vagen Aussichten auf eine Profikamera aus der Z – Linie und eine neue DSLR werden kaum ausreichen, um die Firma wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Wahrscheinlich wird man sich demnächst von dieser großen Traditionsmarke verabschieden müssen. Das wäre wirklich traurig.

Trainspotter_TGB

Ja wie??? Ich denke die neuen Vollformat DSLM der Z-Serie sind so super??? Wohl nur in den Aussagen derer, die sie nicht gekauft haben, und in den Aussagen derer, die dafür Geld bekommen; oder wenigstens eine Z plus Objektive dazu, um den allwissenden YouTuber zu machen. “Wahrheit is auf’m Platz!”

Markus B.

Die Kameras sind sehr gut. Trotzdem verkaufen sie sich offensichtlich nicht gut genug. Die Entwicklung des neuen Systems benötigt ebenfalls viel Geld. Der gesamte Kameramarkt schrumpft aus bekannten Gründen und der Wettbewerb zwischen den grossen drei wird zunehmend härter. Nikon muss kämpfen, um vorne dabei zu bleiben. Auch wenn es weh tut das zu sagen: Es mehren sich die Zeichen, dass Nikon nicht die Mittel hat, um den Kampf zu gewinnen…

Peter Braczko

Nikon ist nach wie vor TOP. Das Problem: Im Amateurbereich haben die Handys viele Vorteile: Die werden langsam besser, sind durch die kompakten Abmessungen immer dabei. Auf der Strecke blieb der Markt für Kompaktkameras, seit 1983 mit dem Erscheinen der ersten Nikon L35AF ein durchaus erträgliches Zusatzgeschäft. Nikon darf jedenfalls nicht den Fehler machen, nur noch auf “Spiegellose” zu setzen, denn auch die bisherigen Kameras (D6, D850, D780, D500) sind wirklich Spitze – und wer baut bessere und schärfere Objektive? Weiteres Problem: Durch den Auflagenschwund und Corona ist das Zeitungs- und Zeitschriftengeschäft in heftiges Fahrwasser geraten: Keine Anzeigen, Auflagenschwund, kaum Termine – denn Profis kaufen für ihren Job nach wie vor Nikon oder Canon. Andere Marken spielen da, wo Zuverlässigkeit, Service und exzellente Objektive wichtige Verkaufsargumente sind, keine Rolle: Auf den Sportplätzen und Sporthallen dominieren immer noch Nikon – und das aus guten Gründen. Was sollen Profis mit Olympus. Fuji. Pentax oder Leica? Die riskieren doch nicht ihren Job? Weiteres Problem: Von den Investitionen der Berufsfotografinnen und -Fotografen kann Nikon nicht überleben. Kaufe mir aus Solidarität jetzt die Nikon Z6II – endlich zwei Kartenfächer (auch für SD). Das wird schon wieder – und die Werbung könnte auch besser sein. Vielleicht… Weiterlesen »

Carsten Klatt

Nikon ist Nokia. Bauten auch mal die besten Handys der Welt!

Markus B.

Alles richtig. Aber offensichtlich kann Nikon von den wenigen Profis nicht mehr leben. Und wäre ich Profi und hätte eine umfangreiche DSLR Ausrüstung, würde ich mir doch zweimal überlegen, ob ich verkaufe und auf eine DSLM umsteige. Das Geld wird doch heute schon im Amateurbereich verdient. Es sind die technologiebegeisterten und solventen Amateure, die meist unter “GAS” leiden und ständig mal was neues wollen…nein, natürlich gehöre ich nicht dazu;) Aber diese Kunden scheinen Nikons neue Kameramodelle nicht genug zu würdigen. Woran es liegt? Vielleicht am Markenimage, vielleicht an der Wahrnehmung der Kunden? Nur über technische Spezifikationen verkauft man heute leider keine Produkte mehr…

Sabrina

“Nikon muss kämpfen, um vorne dabei zu bleiben”

Sind die denn noch vorn dabei?

Tom

Richtig gut sind erst die Z5, Z6II, Z7II und die, die noch folgen. Da ist auch was für Profis dabei, aber diese Umsätze werden erst später bemerkbar sein.

Bernhard

Zwei alte Nikonianer aus meinem Bekanntenkreis haben sich nach einem kostspieligen Ausflug ins Z-System wieder zurück begeben. Das sagt eigentlich alles über den Z-Erfolg aus. Die “alten” Nikon DSLRs sind einfach (noch) zu gut um in ein unvollständiges und teures System zu wechseln. Mit der zweiten Generation ist wohl auch kein Quantensprung gelungen. Womit willst du da einen eingefleischten Nikonianer locken?

Sebastian Fornpost

Bin alter Nikonianer, habe auf die Z6 gewechselt und nie mehr zurückgeschaut. Das sagt eigentlich alles über den Z-Erfolg aus……. (um mal die obige Begründung ad absurdum zu führen).

Fakt ist: für meine Zwecke ist die Z6 jeder DSLR überlegen und für jeden anderen mag das anders aussehen – interessiert mich aber nicht, ich bewerte Kameras nur für mich und meine Zwecke.

dietmar

so sehe ich das auch, wer auf perfekte Bedienung bei einer Kamera steht wird die Zs lieben. die dicken Dinger braucht keiner außer hardcore Sportfotografen, und die sind bei Canon zuhause. Also sich das Bild direkt im Sucher anzuschauen ohne die Kamera vom Auge zu nehmen reicht schon als Grund.

Das Problem von Nikon ist, daß sie die ganze Zeit auf Canon geschaut und Sony nicht ernst genommen haben. Und Nikon hat einen schlechten Draht zur jüngeren Generation, sie wissen nicht was hier gewünscht ist.

Bei Canon ging es immer nur um AF Speed, wenn man das braucht würde ich Canon benutzen, ansonsten ums Leben nicht. Der ganze Speedwahn ist für den Ar… mir würde ein Bild in der Sekunde reichen wennich dafür 2 Blenden mehr Dynamic bekomme.

Und vielleicht macht es auch Sinn sich irgendwo zwischen Hasselblad & Fuji und den beiden dicken Canon & Sony zu platzieren. Dann muß man halt feinere aber weniger Produkte umsetzen, wer braucht 5 50mm Versionen.

An meiner wunderbaren anaolgen Hasselblad gibt es einen Objektivsatz und fertig.

Sabrina

“ich bewerte Kameras nur für mich und meine Zwecke”

“und das ist gut so”

mach ich auch so. Und ich schließe auch keine Kameras aus, weil sie im smarten Phone stecken.

Man vergleiche die Qualität der besten Smartphonekameras mit den Kompakten und den Teuren Bridge-Superzoomkameras. Das kommt wohl nur noch die RX100-Serie von Sony ran und eventuell die Pendants von Canon, die ich aber nicht einschätzen kann..

Matthias

Sabrina,
selbst ich muss die SP´s ein wenig anerkennen. Denn niemand beklagt sich über den fehlenden zweiten Kartenslot weil es nicht mal einen gibt. Geht ja gleich alles in die Cloud wo nix passieren kann, oder? Und die Bedenkenträger unter den Hochzeitsfotografen können sich ja als Backup ein zweites SP in die linke Gesäßtasche stecken. Kostet ja nicht so viel und sollte dann im Budget drin sein. Besonders, wenn man als Profi so viel Geld abgreift…

Thomas Müller

Die Z´s sind auch super, Nikons Problem liegt woanders. Nikon hat immer noch hervorragende DSLRs und vor allem ein nahezu perfektes DSLR-System im Angebot und insbesondere Nikon-Berufsfotografen (und nicht nur die) werden sich es momentan 3x überlegen, ob sie in ein noch unvollständiges Z-System investieren, dessen Weiterführung aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten von Nikon nochdazu auf der Kippe stehen dürfte. Der zweite Kartenslot dürfte bei dieser Klientel auch eine Rolle spielen und der kam ja erst vor einigen Wochen bei der 2. Generation der Z6/7. Wer von dieser Kundschaft bei Nikon bleiben möchte wird also momentan nur “verschlissene” DSLRs gegen eine neue DSLR austauschen und sonst die weitere Entwicklung des Z-Systems abwarten. Nikon ist mit dem Einstieg in den Markt der Spiegellosen zu spät dran und vor allem in der Entwicklung eines vollständigen DSLM-Systems zu langsam, zumindest im Vergleich zum Hauptkonkurrenten Canon. Letztere sind gerade dabei ihre jahrelangen Versäumnisse in einem irren Tempo wettzumachen, mit diesem Tempo kommt Nikon zumindest momentan einfach nicht mit.

ReDu

Traurig, was aus Nikon geworden ist. Die waren früher mal Technologieführer (zusammen mit Canon). Seit 2012 aber nur noch Fehlentscheidungen: Das Nikon 1-System. Wollte keiner und zu teuer, die DX oder LX-Compaktkamera, dann die Actioncameras usw. und jetzt noch die lieblos überarbeitete D6 und dann noch zum Preis einer Canon EOS 1 DX MKIII. Die Aktienwerte sind von 25€ (2018) auf jetzt ca. 5€ gefallen. Und fallen weiter. Wer will da jetzt Nikon-Aktien kaufen? Der Markt wird sich wohl bei 5 bis 10 Millionen Kameras p.a. insgesamt einpendeln. Da bleibt für Nikon (jetzt ca. 13% Marktanteil) noch weniger übrig. Ich bin mal gespannt, was die Zukunft bringt.

Sabrina

“Das Nikon 1-System. Wollte keiner und zu teuer”

Es war vor allem zu schlecht – schlechter als Smartphones !
Vor allem bei hoher Dynamik der Szene chancenlos.

Tom

Oh ja und weiter geht es. Die Sau wird weiter durchs Dorf getrieben. Was ist aus den früheren Säuen geworden (Überhitzung R5, Verkauf Olympus an JIP, Insolvenz von Pentax, was man seit 10 Jahren immer wieder lesen kann)?

Deswegen liebe ich heutige Medien so. Alle News werden aufgebläht und ausgeschlachtet bis es nicht mehr geht und nach 2 Wochen hört man von dem Thema eh nichts mehr. Aber Viele lassen sich dadurch verrückt machen.

Nikon hat sich entschieden 2000 Mitarbeiter zu entlassen. Das die Zahlen da nicht so gut sein können, sollte klar sein.

Markus B.

Mag sein, dass vieles heute aufgebauscht wird. Aber andererseits erfahren wir vieles einfach schneller als früher. Und wer sich an die ersten Hiobsbotschaften von Olympus erinnert, der weiss, wie schnell die Gerüchte zur Gewissheit wurden…

Sabrina

Sie haben Kodak,Casio und Nokia vergessen.

Frank

Als ich die Z7 auf der Photokina gesehen hatte, war ich sehr enttäuscht. Sie war schlechter als die D850 was den Autofokus (3D) anging, relativ groß und von der Bedienung ein Rückschritt. Zufällig traf ich auf den Fujifilm-Stand, wo die X-T3 vorgestellt wurde. Das war genau die Kamera, die ich mir von Nikon gewünscht hätte. Inzwischen ist mein ganzes Nikon-Equipment verkauft, nach 25 Jahren als treuer Nikon-Fan. Im Gegensatz zu Nikon sind die Produkte von Fujifilm hoch innovativ, bezahlbar und kleiner und leichter. Ich weiß, das ist APS-C ist, aber die Ergebnisse sind mit dem Fall Firma durch aus vergleichbar.

Frank Becher

Das alles erinnert an die letzten Jahre von Rollei.

Peter Braczko

Rollei? Die schafften es noch nicht einmal, Wechselobjektive für ihre Rolleiflex auf den Markt zu bringen. Trotzdem: Gute Kameras – und die Rollei SL66 ist zehn Mal besser, als diese umständliche Hasselblad. Nur im Kleinbildbereich, da hakte es. Eine SL35 im Stil der Asahi Pentax Spotmatic nachzubauen, das reichte nicht….

Alfred Proksch

Zahlen sind zwar aussagekräftig sie sind aber das Ergebnis der Vergangenheit!

Es ist zu wenig Platz auf dem schrumpfenden Markt für so viele Anbieter. Wenn einer davon vor Jahren eine Fehlentscheidung getroffen hat ist er weg vom Fenster.

Jetzt noch APS-C mit Z Bajonett ohne interessante Objektive auf den Markt zu bringen ist wohlwollend gesagt total daneben.

Beim Z Vollformat ist es ähnlich. Die Kameras mögen gut sein aber wo ist der Rest vom System? Um Verluste auszugleichen fehlt die Breite im Sortiment, nur Fotozeug ist zu wenig!

Vielleicht schafft Nikon noch den Sprung zum Nischenhersteller. Schade um so eine renommierte Firma!

Uwe H.

Nikon hat ANGST vor Verbesserung. Ich habe mit z.B. die Coolpix-Serie gekauft. Ich habe natürlich auch eine Spiegelreflex, aber ich brauche zudem eine Kamera, wo ich im Alltag dabei haben kann, ohne großartigen Objektivwechsel. Die Megazoomer waren auf einem guten Weg. Die P100, P600 waren Top. Die P1000 sollte sie Krönung sein, aber außer “schwer sein”, konnte sie nix. Hier gehört ein 1 Zoll anstatt 2/3 Zoll rein. Bei einer 3000er Brennweite muss man alles anpassen. Aber Nikon meint, wenn das die eierlegende Wolfsmilchsau wird, kauft keiner mehr eine Spiegelreflex, geschweige denn teure Objektive. Falsch Nikon, eine Kamera wird für das gekauft, wofür sie im Einsatzzweck benötigt wird. Und das habt ihr nicht begriffen. Ich habe die P1000 zurück gegeben, weil sie grottenschlechte Bilder macht. Ich habe jetzt trotzdem die P950 gekauft, aber wenn sich nichts ändert, war auch das meine letzte Nikon. Denkt endlich um und gebt “in jedem FotoSegment das Beste” für den Nutzer. Seht die Produktion aus Sicht des Fotografen. Ob Profi, Amateur oder Freizeitfotograf. Wenn ihr das nicht kapiert habt, bleibt ihr auf der Strecke. Dafür das Smartphone verantwortlich zu machen ist lächerlich und zeigt Unfähigkeit. Eine Kamera ist ein WERKZEUG für GUTE BILDER !!! Macht… Weiterlesen »

Sabrina

“Die Megazoomer waren auf einem guten Weg. Die P100, P600 waren Top. Die P1000 sollte sie Krönung sein, aber außer “schwer sein”, konnte sie nix. Hier gehört ein 1 Zoll anstatt 2/3 Zoll rein.”

Bei Megazoomern nimmt man absichtlich kleine Sensoren, weil man es mit großen Sensoren sehr schwer bzw. technisch nicht möglich ist große Zoomfaktoren in halbwegs brauchbarer Auflösung hin zu bekommen.

3000er Brennweite – das hat man einfach nicht geschafft, das technisch gut zu lösen. Aber in der Werbung klang das natürlich erstmal gut.

Lothar

Nikon hat durch den Einstieg in spiegellose Kameras seine Markenidentität zerstört. Die Verfügbarkeit von klassischen F Objektiven ist unterirdisch im Vergleich zu früher. Man hat sich mit dem spiegelosen Quatsch verrückt machen lassen. Der Markenkern ist unersetzlich. Nikon hatte eine stabile Kundschaft und genau die haben sie verloren. Viel Glück mit den neuen Kunden! Die Zahlen zeigen die Richtung.

Tom

Naja, aber daran sind auch die Kunden schuld. Jeder will doch immer noch besser, noch schneller…
Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Einstellung von allen Seiten vermittelt wird.
Hätte Nikon darauf nicht reagiert und hätten sie keine DSLMs veröffentlicht, wären die Zahlen noch schlechter.

Aber nur weil es DSLMs von Nikon gibt, werden die alten Kameras nicht schlecht. Es gibt doch alles an Nikon DSLRs, was man braucht. Die D780 haben sie erst veröffentlicht und von der D850 kommt vielleicht noch ein Nachfolger. Auch im APS-C Bereich gibt es alle möglichen DSLRs.

Sabrina

“Jeder will doch immer noch besser, noch schneller”

Kaufen Sie Neues, wenn es nicht besser als das Alte ist – und wenn es nur Volumen und Gewicht betrifft?

Arda

Hallo Sabrina,

meiner Meinung nach – definitiv nein. Am Ende gehts um die Bildqualität, die 200g mehr am Body und Objektiv machen den Braten nicht Fett! Reicht die Bildqualität und die Technik für Art der Fotografie oder Videografie wozu neues kaufen, wenn es „nur“ um Volumen und Gewicht geht.

Lothar

Das ist nicht unbedingt richtig. Eine Firma hat nun mal begrenzte Mittel und sich zu verzetteln bedeutet man versucht alles aber nichts richtig. Das DSLM Segment ist ein Markt mit vielen Teilnehmern unter enormem Kostendruck. Laufend neue Modelle usw. Damit hat sich Nikon auf dünnes Eis ziehen lassen.
Ein fataler Schritt. Das DSLR Segment tickt anders. Nicht Umsatz, sondern Ertrag zählt!
Das DSLR Segment ist klein aber fein. Das war Nikons Kern und das haben sie mit tollen Kameras und Objektiven gut beherrscht.
Dieser DSLM Kram ist all Singing, all Dancing. Geiz ist geil und Kunden, die permanent nach neuen Modellen schreien. Jetzt werden sie sparen. Als Nächstes wird die kritische Masse für weiter Entwicklungen personell und finanziell unterschritten sein und sie können einfach nicht mehr mithalten. Das ist dann das Ende. Es ist ganz klar vorgezeichnet.
Nikon war ganz toll. Aber für das bisherige Kerngeschäft gibts nicht mal mehr ein brauchbares Objektiv Sortiment. Das ist eine Wachstumsstrategie und Kostendrücken zulasten der Zukunft.
Aus der Mausefalle kommen die nie wieder raus. Jetzt werden nur noch die Kosten gedrückt.

Carsten

Oh ja, die Zahlen sind echt “Sch…”
Ich hoffe aber sehr, dass sich die Fa. wieder fängt.
Leider sind meine Nikon DSLRs im besten Alter und werden wohl noch einige Auslösungen schaffen, daher kaufe ich mir derzeit keine Z-Kamera. Neue Objektive natürlich auch nicht.
Alles steht soz. still und wartet auf den “großen” Ausfall. Dann aber wird es wohl mit Sicherehit einen Systemwechsel (Z) geben.

Matthias

Sie brauchen einen Fotoapparat, der hervorragend zu Ihnen passt? Probieren Sie es doch mal mit der Systemkamera NIKONZ 5 Body.
Farblich ist die Systemkamera in schwarzem Grundton gehalten. Das gelungene Display hat eine Auflösung von 1.04 Megapixel. Es besitzt eine Diagonale von 8 cm. Auf besonders hohem Niveau ist die effektive Bildauflösung der Kamera mit 24.3 Megapixel.
Mit 0,68 kg liegt die Systemkamera von NIKON ganz im Normalbereich. Zum Speichern von Bildern können die folgenden Speicherformate verwendet werden: SD, SDHC (UHS-II-kompatibel) und SDXC (UHS-II-kompatibel). Das Fokussieren müssen Sie nicht bei jedem spontanen Bild selbst übernehmen – der Autofokus nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Ein Bildstabilisator wirkt Unschärfe durch leichte Bewegung der Kamera entgegen.
Die Serienbildfunktion der Kamera schafft zusätzliche Möglichkeiten bei der Aufnahme von Bildserien oder sich schnell verändernden Motiven. Die praktische Selbstauslöserfunktion darf natürlich nicht fehlen. Sie kann auf 1, 2, 2 oder 3 s und 5 eingestellt werden. Über WLAN können Sie die Kamera in Ihr persönliches Netzwerk einbinden. Um durch die Fotos und das Menü zu navigieren, kann der Touchscreen verwendet werden. Bluetooth ist selbstverständlich in der Produktpalette der Systemkamera vorhanden.
Überzeugen Sie sich am besten selbst: mit dem Produkt von NIKON!

Matthias

…na das ist jetzt mal ne Ansage, die jeden dazu animiert, diese Kamera zu kaufen.:-)) Aber genau da liegt der Knackpunkt. Diesen Text könnte der MM auch zu vielen anderen Kameras schreiben, wodurch eine gewisse Austauschbarkeit dokumentiert wird. Das Nikon eigene Marketing (bei Canon ähnlich) unterscheidet sich auch nicht groß davon. Dann schaut man sich mal Nikon-Videos an, wo ein Mitarbeiter mit einschläfernder Stimme und ausdruckslosem Gesicht z.B. die AF-Einstellungen erklärt und man fragt sich, woher diese Lustlosigkeit des Vortragenden kommt. Wusste er vielleicht schon von den bevorstehenden 2000 Entlassungen? So verkauft man kein Produkt! Alleine die Technik zählt nicht, weil die anderen Hersteller die nämlich auch haben. Fuji zeigt, wie es geht. Auch wenn die Kameras noch einige Schwachpunkte haben, mindert das nicht den Erfolgt. Man packt die Kundschaft eben emotional pur. Hilfreich für Fuji ist dabei, dass es Canon und Nikon gibt: denn von welchen Systemen sollten die Leute sonst zu Fuji wechseln und nie mehr zurückblicken? „3x Vietnam, 1x Kambodscha, 2x Nordirland, 1x Libanon, 1x Äthiopien, 2x Sri Lanka, 1x Nicaragua, 1x China, 4x Rumänien – 1x in Reparatur“ Das ist mal eine Aussage! Nicht weil die Leute da alle hinfliegen, um Urlaub zu machen. Sondern weil… Weiterlesen »

Sabrina

Das war sicher Satire.

Matthias

Nein Sabrina!
Originaltext auf der Seite vom MediaMarkt. Da ahnt man dann auch, warum man nicht blöd ist. Oder doch?

MaVi

“3x Vietnam, 1x Kambodscha, 2x Nordirland, 1x Libanon, 1x Äthiopien, 2x Sri Lanka, 1x Nicaragua, 1x China, 4x Rumänien – 1x in Reparatur”
ist eine Werbekampagne von Nikon aus dem Jahr 1990 zur Nikon F3

https://www.fotomagazin.de/technik/nikon-100-jahre-fotokompetenz?page=2#paragraphs-pagination-wrapper-id-anchor

Matthias

…genau so ist es. Damit hat Nikon klare Position bezogen, wofür der Name Nikon steht. Die F3 konnte gar nichts, ausser den Film transportieren und die passende Verschlusszeit zu vorgewählten Blende automatisch einzustellen.
Durch diese Anzeige war jedem klar, dass er nicht alle 2 Jahre ein neues Gehäuse kaufen musste. Im Gegensatz dazu das heutige Marketing, welches von Neuerfindung schwafelt, um dann alle Specs aufzuzählen, die der Wettbewerb auch hat…

Karl R.

Ich weiß nicht Nikon hat mit seinen Kameras immer zu lange gewartet um sie auf den Markt zu bringen.
So die D500, D850, D6, und bei den Spiegellosen hätte sie mit Sony oder vor Sony auf den Zug aufspringen sollen.
Das wäre es gewesen !!!
Aber immer auf Canon warten und schauen wie sich die Kameras verkaufen und dann doch eine Kamera auf den Markt bringen mit der gleichen Technik.

Warum nicht einmal vorpräschen!!!
Doch da fehlt der Mut, das können hätte sie da bin ich mir sicher.

Leider Nikon so wird das Nix.

Tom

“Warum nicht einmal vorpräschen!!!”

Womit denn? Es gibt doch alles an Kameras, was das Herz begehrt.
Das Rauschen ist kein Thema mehr, der Autofokus ist bei allen Kameras hervorragend, die Serienbildrate reicht für alles…
Was soll man denn noch großartig bringen, womit man vorpreschen könnte?

Sabrina

Ich würde mal sagen: Architektur ist nicht ihr Metier.
Da hätte man schon gern gute HDR-Technologien an Bord.

Peter Braczko

Sehe ich auch so: Die Nikon Z6 gefällt mir gut, sie liegt gut in der Hand, ist technisch durchdacht und hochwertig verarbeitet. Wenn ich ältere Nikkor-Objektive ansetzen möchte, geht das sehr gut mit dem FTZ-Adapter, mit AFS-Objektiven ist sogar ein schneller Autofokus möglich. Zur Zeit teste ich die Nikon Z50. Bin überrascht, wie gut sie sich schlägt – und der FTZ-Adapter ist da auch eine gute Sache.

Robin

Wer zu spät kommt und sich dann noch Fehler leistet … .

Thomas Mann

Schade wie die Gedanken laufen.wahr ist was ganz anderes. ich kenn soviel Menschen die mit Spiegelreflex oder spiegellose Vollformat Mittelformat fotografiert haben. da es immer um ???? geht und Vollformat und Mittelformat so teuer wie ein gebraucht Wagen oder ein neu Wagen sind werden die Menschen immer mehr zu guten Handys greifen mit Hoch auflösenden kameras.in wenigen Jahren können die Kamera Hersteller dieses Bein schliesen. denn von den paar die zu viel Geld haben kann man nicht existieren.es Macht immer die Masse und der Preis.

Robert B.

Irgendwie erinnert die Situation an die von Zeiss in den sechziger und siebziger Jahren: Mehrere Modellreihen mit unterschiedlichen Objektivanschlüssen, Festhalten an teilweise überholter Technik und das künstliche Wahren von Abstand zum Spitzenmodell.

PGS

Mit der Einführung des Z-Bajonettes hat sich Nikon selber ins Schachmatt gesetzt. Wie Nikon selber mit f1.2 Linsen und einer Nikon EM bewiesen hat, ist das F-Bajonett kein Hindernis für Lichtstärke und Kompaktheit. Eine kompakte F-DSLM hätte Nikon auf den Siegesweg geführt. Ein neues Bajonett in Zeiten stetig sinkender Umsätze der Foto Industrie erinnert stark an Kamikaze Strategie

Tom

Ja, jetzt heißt es wieder “Mit der Einführung des Z-Bajonettes hat sich Nikon selber ins Schachmatt gesetzt”. Hätten sie das nicht gemacht, würden Einige wieder sagen “Da, Nikon bekommt es immer noch nicht gebacken DSLMs zu produzieren”.
Also wie man es macht, macht man es falsch und allen kann man es eh nicht recht machen.

Arda

Sorry PGS,

im Nachhinein mit dem Finger auf jemanden Zeigen ist sehr einfach! Bin genau derselben Meinung wie Tom. Ich denke, dass spätestens 2023 ersichtlich wird, wo die Reise mit Nikon tatsächlich hingeht.. wir müssen noch abwarten, da in den letzten Jahren bis 20222
mind. stark in das Z-System Geld rein gesteckt wird.

Ich hoffe, dass Nikon bis 2023 bessere Zahlen liefert und sich Umstrukturiert hat.. Es wäre sehr schade, wenn das Feld Canon und vor allem Sony überlassen wird.

PGS

Man kann problemlos eine DSLM mit einem F-Bajonett ausstatten. Schon hat man mit der Einführung einer solchen Kamera, welche sich nahtlos ins riesige F-System integriert, ein komplettes System.

Tom

Die älteren Objektive sind aber schlechter. Also warum ein neues System mit Objektiven nutzen, die nicht mehr aktuell sind und die für DSLRs gedacht sind?

Matthias

Tom,
womit kannst Du Deine Aussage begründen, die alten Objektive sind schlechter? Aber jetzt bitte nicht Wiesner und Konsorten zitieren…

Tom

Weil ich sie selbst benutze und kenne.
Ich habe einige FX Objektive und die neueren Objektive, die ich für Sony habe, sind alle besser und die Nikon Z Objektive sind da noch ein Stück besser.

Das Nikon FX 85mm 1.8 kann in keinster Weise mit dem Sony 85mm 1.8 mithalten. Das Nikon 35mm 1.8 kann man vollkommen vergessen, da hatte ich einige dezentrierte Exemplare, die zurück gingen. Das Nikon 50mm F1.8 und F1.4 ist auch kein Hit. Viele dieser alten FX Objektive liefern auch nicht einmal annähernd die Auflösung, die neuere Objektive liefern.
Aber dennoch mag ich meine Nikon FX Objektive.

Matthias

Tom,
das sind ja nun nicht gerade die Referenzobjektive. Aus diesem Grund kosten sie ja auch nicht so viel. Wenn Du mal mit den Optiken der Lichtstärke 1,4 arbeitest, wirst Du schon einen Unterschied sehen. Das 50mm 1,4 nehme ich da mal raus, weil Nikon an den Normalbrennweiten gefühlte 20 Jahre nichts überarbeitet hat…

Tom

Das mag sein, für meine Sony habe ich aber kein einziges Objektiv mit F1.4 oder lichtstärker, weil ich es bei Brennweiten über 50mm nicht brauche und die sind alle besser ????.

Auch das 35mm 1.4 von Nikon ist nicht der Hit, weswegen ich zum Tamron 35mm 1.4 gegriffen habe, das auch noch günstiger ist.

Das Nikon 70-200 F2.8 ist zwar gut, für die Leistung aber völlig überteuert, weswegen ich da auch zum Tamron 70-200 F2.8 greife. Kostet die Hälfte und ist dem Nikon 70-200 2.8 ebenbürtig.

Bisher gibt es noch kein Nikon FX, wo ich sagen würde, dass ich das jetzt unbedingt wollen würde.

Wenn man sich mal Labortests im Internet anschaut, sieht man auch, dass die “alten” FX Objektive mit den neueren Objektiven nicht mehr mithalten können ????

PGS

Schmarrn. Ich selber habe hervorragende F-Objektive, auch von Sigma, beispielsweise, die schnell und sauber an der Z laufen.

Tom

Ich habe nie behauptet, dass sie nicht schnell und sauber laufen ????.

Die Z Objektive sind dennoch besser, was die Abbildungsleistung betrifft und nicht umsonst wurde das Bajonett deswegen auch größer.

Raphael

Interessanter Artikel. Ich fände es schade, wenn es Nikon nicht aus der Krise schaffen würde. Wo liegen bzw. lagen die Fehler? Für mich schwer zu beurteilen. Kann man von den Profi Fotografen leben? Von den Massenkameras im Niedrigpreis- und meiner Meinung auch eher Niedrigqualitätssegment? Vielleicht auch zu wenig auf die “Mittelklasse” geschaut? Ich z.B. fotografiere hobbymässig . Kameras über 1500 Euro sind mir einfach zu kostspielig und ich denke, da gibt es mehr Leute, die in diesem Bereich sind. Habe jahrelang mit der Nikon D 60 Fotos gemacht. Jetzt habe ich mir eine neue Kamera gekauft und mich wieder für Nikon entschieden, da ich die Bildqualität einfach prima finde. Ich habe eine Z 50 gekauft und bin damit hochzufrieden, für meine Ansprüche eine Top Kamera und finde generell das Z Segment nicht so verkehrt. Ich brauche auch nicht Unmengen an Objektiven, habe zudem den Adapter. Also für mich die richtige Kamera im richtigen Preissegment. Trotzdem sehe ich natürlich, dass im Bekanntenkreis die meisten einfach nur noch mit dem Handy “fotografieren”. Was natürlich auch ok ist. Was für mich z.B. störend war, dass eine Marke wie Nikon ihre Software Capture NX 2 nicht weiter entwickelt hat. Ich denke, auch so etwas… Weiterlesen »

Michael Strzeletzki

Vielleicht würde es auch ein wenig helfen, wenn angekündigte Kameras wie jetzt die Zeit 6 II zum Termin ausgeliefert werden. Die erste Z 6 kam schon verspätet auf dem Markt.
Die Kunden haben das Geld, Nikon muss es bloß abholen.

Tom

Schon mal was von Corona und dadurch entstandene Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen gehört?
Auch die Auslieferung einer Canon R5 verzögert sich.

Schwarzwälder

Liebe Kommentarschreiber,

lest doch bitte mal die Einschätzung bei dpreview.com. Die interpretieren die veröffentlichten Zahlen etwas anders als dies hier der Fall ist. Ist halt in englischer Sprache geschrieben, aber ihr wisst euch sicherlich zu helfen.

Archie

Wenn man den Artikel auf dpreview liest, wird klar, dass dort im Wesentlichen die Einschätzung der Nikon-Leute referiert wird. Eine eigene Analyse findet sich dort eigentlich nicht.
Auf Petapixel sind übrigens aktuell die Verkaufszahlen von Spiegellosen in Japan im Oktober 2020 veröffentlicht worden: Unter den ersten 10 findet sich keine einzige Nikon.

Schwarzwälder

Danke für den Hinweis, habe ich mir angesehen. Japaner kaufen eben kleine Kameras für kleine Hände. Für uns Schwarzwälder ist das nix, wir kaufen große Kameras für große Hände. Petapixel finde ich ähnlich sensationsgeil wie diese Seite hier. Die guten Umsatzzahlen von Canon werden, werbewirksam über dem Artikel zu Nikon, platziert. Und ganz unten im Artikel ist dann zu lesen, dass da noch die Drucker enthalten sind. Das wusste ich zwar, aber viele wissen das eben nicht. Und die junge Generation liest ohnehin nur noch Überschriften. Wir haben Corona, Homoffice boomt! Mein Sohn (15) hat meine D7500 geerbt. Sie ist ihm schon 2x vom Stativ gefallen, wurde über den Asphalt geschleift, im Regen benutzt (sie ist dicht, aber das Objektiv nicht!), im Dreck und im Schnee abgelegt (mir kommen fast die Tränen), aber sie funktioniert wie am ersten Tag (sogar das feucht gewordene Objektiv geht noch). Nikon gehört zu Mitsubishi. Seit ich 18 bin hatte ich/wir immer einen in der Garage stehen. Heute als Zweitwagen neben meinem Geschäftswagen, einem VW Tiguan. Der VW ist schon geil, haptisch und technisch besser. Da kann der Mitsubishi nicht mithalten. Aber was die Zuverlässigkeit und das Preis/Leistungsverhältnis angeht: unschlagbar. Noch nie war ich außer… Weiterlesen »

joe

…die junge Generation liest ohnehin nur noch Überschriften… Nein sie tut nicht mal mehr das, sie guckt nur noch Instagram, Youtube und Co. Gilt aber nur für einen Teil der Jugend und vorwiegend den männlichen. Und wäre dein Sohn mein Sohn würde ich ihm beibringen wie man mit technischen Geräten umgeht, so dappig kann doch nicht einmal ein Schwarzwälder Bub sein!

…Petapixel finde ich ähnlich sensationsgeil wie diese Seite hier…

Diese Seite ist sensationsgeil? Eine Seite kann nicht sensationsgeil sein, höchstens die die so eine Seite lesen! Im Übrigen kann Mark nichts dafür, dass Nikon seit etwa 20 Jahrzehnten immer wieder grosse Böcke baut und eine unterirdisch schlechte Marketingabteilung hat! Wenn Nikon überleben will, muss Nikon die potentiellen Käufer ansprechen, offensichtlich machen sie da etwas falsch, sonst wären sie nicht in solchen Schwierigkeiten!

Schwarzwälder

Sorry, aber Du hast offensichtlich nicht ganz verstanden, was ich sagen wollte. Ich werde mich bemühen, mich zukünftiger noch präziser auszudrücken.

Mein Sohn ist übrigens 15, du hast offensichtlich keine oder sehr vorsichtige Kinder. Die Kamera hat er selbst bezahlt (natürlich habe ich als sein Vater nicht den vollen Preis verlangt), daher hat er sich selbst über die “Unfälle” sehr aufgeregt. Als Ausgleich zu seinem “dappig” schreibt er in seinen Leistungskursen (Mathe, Physik und Chemie!!!) immer zwischen 13 und 15 Punkten und liest auch mehr als nur Überschriften. Er ist eben nicht so vorsichtig, sondern im positiven Sinne extrem, auch was die Einsatzbereiche seiner Kamera angeht. Weil du hier andere in schlechtes Licht rückst (vermutlich machst Du das bei deinen Fotos ähnlich), hatte ich einfach das Bedürfnis nach einer kleinen Erläuterung, auch wenn das auf einer Seite über Kameras nichts verloren hat.

Aber wie gesagt: zukünftig werde ich mich einfacher ausdrücken, damit du die Intention meines Kommentars auch verstehst.

Tom

In Japan waren doch, wenn ich mich recht erinnere, besonders die kleinen Kameras ganz vorn dabei. Da waren doch auch die MFT Kameras stärker vertreten.

Matthias

Es ist ja nun viel geschrieben worden über die Kameratechnik und Qualität, Fehler, Versäumnisse usw.
In Mark´s Artikel geht es aber um das operative Ergebnis, welches nur die Einnahmen und Ausgaben (Investitionen) aus dem Kerngeschäft, also Kameras und Objektive, berücksichtigt. Andere evtl. profitable Geschäftsfelder fliessen da nicht mit ein. Deswegen kann man genauso vermuten, dass Nikon viel für die neue Produktlinie investiert hat und somit strategisch gut aufgestellt ist für die Zukunft. Davon ausgehend gibt es dann keinen Grund zur Sorge. Bei den weltweit geplanten Entlassungen sollte man sich vielleicht auch mal die Zahlen von Unternehmen wie BMW, Mercedes, Bosch usw anschauen.
Erstaunlicherweise vermutet man dort nämlich keine drohende Insolvenz…

joe

…Erstaunlicherweise vermutet man dort nämlich keine drohende Insolvenz…

Matthias, die kann noch kommen, wenn man bei der Elektrifizierung nicht endlich Tesla und Co. die Stirn bietet!

Matthias

…man sucht ja schon händeringend nach Software-Entwicklern. Die alte Garde ist ja mal gerade in der Lage, die Messgeräte auszutricksen. Wie wir alle gesehen haben, war das nicht so richtig zielführend. Und die indischen Fachleute haben vor Jahren schon einen Bogen um Deutschland gemacht, weil die Rahmenbedingungen suboptimal sind…

Thomas

Ich habe eine sehr teure Nikon P7100. Heute bekomme ich dafür weder einen Adapter noch den Weitwinkelvorsatz nach. Daher wird meine nächste Kamera gewiss keine Nikon. Die Preise sind häufig nur noch absurd. Wenn ich für sehr teure 300 bis 400 Euro keine gescheite Kamera bekomme und teils das zehnfache hinlegen muss, dann suche ich mir ein anderes Hobby. Sollen sie ihren Kram doch behalten. Wenn es keine Kamera unter 500 Euro gibt, die meinen Anforderungen genügt, dann kaufe ich überhaupt keine Kamera.

Tom

Du erwartest das bei einer kompakten Digicam, die über 9 Jahre alt ist und die 2013 eingestellt wurde?

Bei einer derartigen Kamera und nach der Zeit kann man das einfach nicht mehr erwarten.
Für die DSLRs bekommst du alles.

Sehr teuer ist auch eher subjektiv. 550€ finde ich z.B. überhaupt nicht teuer. Ich hätte das nur nie für eine derartige Kamera gezahlt.

Schau am Gebrauchtmarkt.
Bei Amazon bekommst du z.B. den UR-E22 Vorsatzadapter für 51€.
Viel Glück bei anderen Herstellern, denn da wäre das bei einer derartigen Kamera und nach der Zeit auch nicht anders.

“… dann kaufe ich überhaupt keine Kamera.”

Ist vermutlich das Beste.

joe

Du kriegst hervorragende DSLRs von Canon – mit Objektiv – ab 300.-€. Worüber beschwerst Du dich, ab 500 haben sie sogar 4K

Tom

Nicht nur bei Canon 😉
Für das Geld bekommt man auch schon APS-C oder MFT DSLMs. Aber Thomas ist vermutlich beim Smartphone besser aufgehoben. Da muss man nach 9 Jahren auch keine Ersatzteile kaufen, weil man das Ding eh alle 2 Jahre ersetzen muss 😀

Markus B.

Bei allem Verständnis, aber eine Kamera, die ca. 10 Jahre alt ist und neu mal 400€ gekostet und immer noch funktioniert. Was will man mehr? Da war das Hobby aber schon sehr günstig. Ansonsten gebe ich Tom und Joe Recht: Es gibt mehr als genug gut gebrauchte, teilweise auch neue Kameras für unter 400€.

Heiko Ennes

Nicht vergleichbar alles!
Sony ist ein Konzern, Canon zählt zur Imagagingsparte Drucker, Medical usw. dazu, somit sind diese ganzen Kommentare woran es bei NIKON scheitert, doch nicht wirklich ernst zu nehmen…
Ich bin fest überzeugt, dass das bei den anderen Mitbewerbern auch NICHT ANDERS aussieht!
Die Umsätze gehen massiv zurück und mit Corona wird 2021 erst noch kommen. Es wird Insolvenzen REGNEN!
WER soll also die Dinger noch kaufen?
Hier wird gestritten um Features und wer diese zu spät oder zu früh in den Markt gedrückt hat…und das soll alles der Grund sein :-))) ?
NIKON macht in gründlicher Managementmanier das, was JEDER tun würde in der Wirtschaft. Personaleinsparungen gehen schnell und effizient. Daraus einen Abgesang der ganzen Marke herzuleiten, ist was genau? Schlimmer als am Tresen in der Kneipe….
Wenn weltweit das Coronaproblem NICHT zeitnah in den Griff zu bekommen ist, wird sich auch eine Sony und Canon überlegen MÜSSEN, noch tolle Kameras zu entwickeln, weil es keinen Markt mehr gibt. Profis machen sicher NICHT den Umsatz aus. Das ist bei Automobilherstellern doch genauso! Die dicke S-Klasse ist eine Sache, aber die Brot-und-Butter C-Klasse bringt die Umsätze.

Patrick

Eine Lanze für Nikon will ich hier brechen – Totgesagte leben länger. Zu meinem Portfolio einer D 800 (Studio, Landschaft, Architektur), D3s & D4s (Reportage, Low-light, Speed) hat sich nun eine Z6 mit FMZ und 24-70 f 4 hinzugesellt. Feines Gerät. Selbst der optische Sucher, der mich lange vor DSLM abgeschreckt hat, ist recht angenehm, wenngleich gewöhnungsbedürftig. Eine knapp 30 Jahre alte F801s hab ich auch noch ab und an im Einsatz. Alle Geräte bis auf die F801s waren regelmäßig beim Service, der bis auf eine neue Belederung und Reinigung nicht über gröbere Schäden hinausging – das bei der D3s die schon über 400.000 am Buckel hat. Die Z6 soll die recht betagte D3s ablösen und durch die phantastischen Videomöglichkeiten mein Portfolio erweitern. Die F-Objektive reagieren erstaunlich schnell und bilden trotz Adapter erstklassig und gestochen scharf ab. Was man so liest, will Canon den DSLR-Markt verkümmern lassen und Sony hat sowieso nur DSLM im Programm. Nikon hat mit dem Z-Anschluss das modernste VF-Bajonett im Angebot und ich denke, mit der Z-Serie werden sie sich sehr weit in den Filmbereich hinauslehnen und dort Sony und Canon das Geschäft streitig machen, schließlich kann das Z-System jedes Objektiv der Welt aufnehmen, auch ausgewiesene… Weiterlesen »