Marktgeschehen Nikon

Nikon: 2.000 Mitarbeiter sollen entlassen werden, Verlagerung der Produktion nach Thailand

Nikon wird Berichten zufolge rund 2.000 Mitarbeiter entlassen. Außerdem soll die Kameraproduktion von Japan nach Thailand verlegt werden.

Nikon reagiert auf Verluste

Über Nikons Imaging Business schwebte schon vor der Coronakrise eine dunkle Wolke und die Entwicklungen der vergangenen Monate haben die Situation nicht verbessert, im Gegenteil. Die Verluste der Kamerasparte haben sich im kürzlich abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt, von 8,1 Milliarden Yen im 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres auf nun 19,3 Milliarden Yen im 2. Quartal. 19,3 Milliarden Yen Verlust, das entspricht einer Summe von etwa 155 Millionen Euro.

Aufgrund dieser Entwicklungen sieht sich Nikon eines Berichts des japanischen Magazins Nikkei zufolge gezwungen zu reagieren. Nikkei berichtet, dass Nikon bis zum März 2022 insgesamt 2.000 internationale Mitarbeiter entlassen wird. Das entspricht ungefähr 20% der internationalen Angestellten. In Japan selbst sollen keine Entlassungen erfolgen. Des Weiteren plant Nikon dem Bericht zufolge, die Produktion von Kameras aus der Fabrik in Miyagi (Japan) nach Thailand zu verlagern.

Drei neue Kameras bis März 2021

Wenn man Nikkeis Bericht eine positive Nachricht entnehmen möchte, dann ist es wohl die, dass Nikon bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres im März 2021 drei neue spiegellose Systemkameras auf den Markt bringen möchte. Wir würden allerdings vermuten, dass es sich bei der Nikon Z6 II und der Z7 II um zwei dieser drei neuen Kameras handelt. Eine dritte Neuheit steht dann allerdings noch aus. Wenn man sich die Gerüchte der letzten Monate anschaut, dann deutet vieles auf eine günstige APS-C-Kamera für Einsteiger hin, die Nikon Z30. Alternativ könnte Nikon auch schon früher als allgemein erwartet ein neues Flaggschiff mit Namen Z8 oder Z9 auf den Markt bringen, auch hier gab es in den letzten Monaten einige Gerüchte.

Traurige, aber gleichzeitig sicherlich auch notwendige Entwicklungen bei Nikon. Die Kamerasparte steht unter enormem Druck und das Management muss die Verluste in den nächsten Quartalen reduzieren und wieder den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Egal wie.

Quelle: Nikkei | via: Nikonrumors

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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