Marktgeschehen Nikon

Nikon: 2.000 Mitarbeiter sollen entlassen werden, Verlagerung der Produktion nach Thailand

Nikon wird Berichten zufolge rund 2.000 Mitarbeiter entlassen. Außerdem soll die Kameraproduktion von Japan nach Thailand verlegt werden.

Nikon reagiert auf Verluste

Über Nikons Imaging Business schwebte schon vor der Coronakrise eine dunkle Wolke und die Entwicklungen der vergangenen Monate haben die Situation nicht verbessert, im Gegenteil. Die Verluste der Kamerasparte haben sich im kürzlich abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt, von 8,1 Milliarden Yen im 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres auf nun 19,3 Milliarden Yen im 2. Quartal. 19,3 Milliarden Yen Verlust, das entspricht einer Summe von etwa 155 Millionen Euro.

Aufgrund dieser Entwicklungen sieht sich Nikon eines Berichts des japanischen Magazins Nikkei zufolge gezwungen zu reagieren. Nikkei berichtet, dass Nikon bis zum März 2022 insgesamt 2.000 internationale Mitarbeiter entlassen wird. Das entspricht ungefähr 20% der internationalen Angestellten. In Japan selbst sollen keine Entlassungen erfolgen. Des Weiteren plant Nikon dem Bericht zufolge, die Produktion von Kameras aus der Fabrik in Miyagi (Japan) nach Thailand zu verlagern.

Drei neue Kameras bis März 2021

Wenn man Nikkeis Bericht eine positive Nachricht entnehmen möchte, dann ist es wohl die, dass Nikon bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres im März 2021 drei neue spiegellose Systemkameras auf den Markt bringen möchte. Wir würden allerdings vermuten, dass es sich bei der Nikon Z6 II und der Z7 II um zwei dieser drei neuen Kameras handelt. Eine dritte Neuheit steht dann allerdings noch aus. Wenn man sich die Gerüchte der letzten Monate anschaut, dann deutet vieles auf eine günstige APS-C-Kamera für Einsteiger hin, die Nikon Z30. Alternativ könnte Nikon auch schon früher als allgemein erwartet ein neues Flaggschiff mit Namen Z8 oder Z9 auf den Markt bringen, auch hier gab es in den letzten Monaten einige Gerüchte.

Traurige, aber gleichzeitig sicherlich auch notwendige Entwicklungen bei Nikon. Die Kamerasparte steht unter enormem Druck und das Management muss die Verluste in den nächsten Quartalen reduzieren und wieder den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Egal wie.

Quelle: Nikkei | via: Nikonrumors

guest
159 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
Robin

Nach Thailand, nicht nach Vietnam.
Da soll Mitsobuschi gefälligst mal zur Hilfe kommen und nicht so viel am Luftüberlegenheitsfighter der 6ten Generation werkeln.
Ah ja, Mitsouschi Cars, will ja auch sich lieber auf Asien und Australien konzentrieren.
Wie steht es denn um Mitsobuschi?

Jo Beer

Sieht für mich eher nach dem Beginn des großen Sterbens aus. Es gibt zu viele Kameras; es gibt zu viele Kamerahersteller. Markttechnisch irgendwie logisch, dass da jetzt die Wackelkandidaten nach den üblichen Strohhalmen greifen. Nützen wird das (vermutlich) wenig. Überleben werden die zwei großen – Sony und Canon -, der Rest geht unter oder überlebt in irgendwelchen Nischen (von denen vielleicht einige erst geschaffen werden).

Martin Berding

Es gibt NICHT zu viele Kamerahersteller, denn wenn nur noch 2 da wären, gäbe es praktisch keinen Wettbewerb mehr. Man nennt sowas Monopol. Nikon hat leider seit Jahren zumindest in der Fotosparte Probleme, standen selbst vor der Insolvenz. Firmen müssen endlich auch mal mit der Tatsache klarkommen, es gibt eben die Marktsättigung. Was verspricht sich Nikon von einer Fertigung in Thailand? Ständig suchen Firmen ihr Heil, ihre Fertigungsstätten in Billigländer zu verlegen. Stimmt dann die Qualität nicht, ist der Katzenjammer groß. Ich war selbst jahrzehntelang in einem Produktionsbetrieb beschäftigt. Produktion ist ein qualitativ absolut heikles Thema, am Ende steht der Kunde, der will für das gute Geld was sehen. In Thailand kann ich mir ein gutes Qualitätsmanagement nicht vorstellen.
Stichwort Canon und Sony: Sony ist keine Fotofirma, sondern ein multitechnischer Konzern. Also vom Staubsauger bis zum Großrechner. Irgendwo dazwischen liegen ein paar Kameras. Herzblut dafür sucht man vergebens.
Canon, hauptsächlich Büroausstatter und auch Fotofirma. Höchste optische Kompetenz neben Fuji, aber leider ohne Verbindung zum Kunden. Beiden Firmen, Canon und Sony, sind die Kunden egal. Sony hat übrigens vor Jahren die gesamte Hifi-Sparte über Bord geworfen. Und da waren die richtig gut.

Jo Beer

Mit Verlaub: “Marktsättigung” ist nur der vornehmere Ausdruck dafür, dass es eben doch zu viele Kamerahersteller (und Kameras) gibt. Und Sony und Canon werden wahrscheinlich genau deshalb überleben, weil sie keine reinen Fotofirmen sind.
Irgendwie, so mein Eindruck, scheinen wir einer Meinung zu sein, drücken das aber nur ein bisschen anders aus. Der eine verklausuliert, der andere (ich) direkter. Ich finde, es hat wenig Sinn, darum herum zu reden. Thailand ist Nikons Versuch, weiterhin mitzuspielen. Folge ich dir, wird das scheitern. (Es wird scheitern, aber das liegt nicht an Thailand.) Und am Ende landen wir beide an der derselben Stelle: Weniger Kamerahersteller und Sony und Canon als Gewinner.

Sean Bürkli

Zwei Hersteller = Dyopol

Carsten Klatt

Sony hat sich über Jahre neu aufgestellt. Das Ergebnis ist ein riesiger Gewinn trotz Corona-Krise im ersten Halbjahr. Jetzt kommt die PS5, dann sollte sich das Ergebnis weiter verbessern. Nachdem sie vor Jahren große Schwierigkeiten hatten, machen sie wohl zur Zeit alles richtig. Leider läuft die Kamerasparte nur nebenbei.

Bernhard

Was Ihr immer mit Sony habt … die haben in weiser Voraussicht ihr Kamerageschäft vor Jahren schon verschleiert: https://www.4kfilme.de/krisenmanagement-bei-sony-zusammenlegung-von-mobile-tv-audio-und-kamerabteilungen/ Damals haben die zwar noch anders argumentiert, aber auch die Sony-Kamera-Umsätze werden deutlich einbrechen mit der Marktkonsolidierung.
Nach fetten Jahren müssen sich alle wieder mit dem Normalniveau der Verkaufszahlen abfinden, der Digital-Nachholbedarf ist vorbei, und mit den Spiegellosen allein läßt sich kein Hype aufziehen wie damals beim Wechsel Analog => Digital.
Profis fotografieren auch heute noch überwiegend mit DLSRs von Nikon und Canon:
https://trovatten.com/camera/press-photographers/

Bernhard
Carsten Klatt

Ich würde nicht darauf wetten, wie der Kameramarkt in zwei Jahren aussieht. Die Verkaufszahlen werden weiter zurück gehen, da alles übersättigt ist, die Innovationen nur marginal und demzufolge der Gebrauchtmarkt mit erstklassigen Geräten boomt. Das Smartphone hat dafür gesorgt, das der Massenmarkt kein Markt mehr für die klassischen Kamerahersteller ist. Den teilen sich Apple, Samsung, Xiaomi usw. Schuld sind die Hersteller aber auch selber. Die Trägheit im Vergleich zu den Smartphoneentwicklungen ist bezeichnend. Dann die immer höheren Preise, um den Rückgang der Stückzahlen zu kompensieren. Eigentlich ein Teufelskreis.

Tom

Eine ganz normale Maßnahme, wie es leider alle Firmen machen, wenn es mal schlechter läuft.

Sony hat die Kamera Sparte auch nur, weil sie andere Produkte haben, mit denen sie Gewinn einfahren. Canon ist auch breiter aufgestellt.

Tom

Wie kann aber die Produktion nach Thailand verlagert werden, wenn die doch schon in Thailand ist ????
All meine Nikon DSLRs und Objektive waren und sind “Made in Thailand”.

Welche Kameras produzierte Nikon denn noch in Japan? Die Z6 und Z7?

Martin Berding

Der Rest, der in Japan gefertigt wird, landet auch da.

Ingo

Ich tippe mal, die DSLR Kameras. In Sendai wird wohl die D850, die D5, aber auch die Z6 und die Z7 gefertigt.
https://www.fotomagazin.de/technik/hier-werden-die-z6-und-z7-von-nikon-gefertigt
Also schon noch einige Kameras,
Daß Thailand unter japanischer Kontrolle ordentlich produzieren wird, ist, denke ich, eigentlich klar.
Apple Produkte werden ja auch in China hergestellt als Beispiel, ebenso Samsung. Und die in Thailand in modernen Fabriken gebauten Kameras werden schon gut sein.

Tom

Nö, meine D850 ist “Made in Thailand” die fällt da raus.

Scheint wohl nur die D5, D6, Z6 und Z7 zu sein, wie Google gerade meinte.

Ingo

Also, laut dem verlinkten Artikel wurde die D850 in Japan gefertigt, in Sendai.
Ist es möglich, daß die Nachfrage so groß wurde, daß ein Teil der Produktion in Thailand gefertigt wurde?

Archie

Meine Z 7 ist “Made in Japan”

Peter Braczko

…und die Nikon D6 – für mich die zur Zeit beste Digitalkamera auf dem Weltmarkt.

BEN

Die anderen produzieren garantiert auch schon viele Teile in Vietnam, Thailand oder China. Fuji hat ja auch schon in China produziert. Es geht um Kostensenkung.

Tom

Fuji produziert hauptsächlich auf den Philippinen und in China. Nur noch sehr wenig kommt aus Japan. Die Xpro 3 ist z.B. noch made in Japan.

Sony produziert auch in China, also machen das eh alle so.

la calle como teatro del absurdo

Ja, ich hatte auch schon Sony-Produkte mit der Aufschrift “Made in Thailand”. Alle machen das, zumindest mit einigen Produkten.

Porsche produziert auch in Ungarn und Finnland, nicht nur in Zuffenhausen.

BEN

Ich hatte nur mal gelesen, dass ein Teil der Produktion der X-T3 nach China vergeben wurde. Einige sollen angeblich weiter in Japan produziert worden sein. Aber so genau bin ich da auch nicht informiert. Wollte eigentlich mit meiner Aussage prinzipiell das sagen, was du auch gesagt hast, nämlich dass Auslagerungen bzw. Teilezukäufe nach und von Billiglohnländern heute gang und gäbe sind. Nichts ungewöhnliches, was hier über Nikon geschrieben ist. Das ist eine Auswirkung der Globalisierung.

Tom

Genauso schaut es aus. Daran ist nichts mehr außergewöhnlich.

Alfred Proksch

Was habe ich schon länger vorausgesagt? Ich sehe auf Dauer eine sehr dunkle Farbe.

Meines Erachtens ist mit noch so guter Technik das Kundenverhalten nicht zu ändern. Die Spiegellosen haben das große Sterben nur hinausgezögert. Die Tatsache das alle bis auf Fuji in das Vollformat geflüchtet sind rächt sich jetzt. Den Platz Nikons wird der Elektronik Riese Panasonic mit der L-Allianz übernehmen.

Die Kundschaft für Vollformat Systemkameras wird weniger, also muss das Angebot angepasst werden, die Schwachen fallen weg. Wie gut die sind interessiert keine Sau wenn es um die Kohle geht.

Printmedien gammeln langsam vor sich hin, Sportfotografie ade, Hochzeiten, Events momentan schwierig, Sachfotografie stirbt mit jeder weiteren neuen 3D Konstruktionssoftware aus!

Amateure verwenden Smartphones und ob die wenigen Hobbyisten für so viele Anbieter reichen wage ich zu bezweifeln.

Arda

Hallo Alfred, dann muss dir ja eine tiefgreifende Marktanalyse vorliegen die auf Basis von wissenschaftl. Methoden ermittelt wurde. Respekt, dass du den Markt so gut Vorhersehen kannst…

Spaß beiseite, warum pauschalisieren…es ist ein richtiger und wichtiger Schritt für den Konzern.. durch die Zentralisierung können sicherlich Kosten gespart werden..gerade auf den Fertigungsstraßen. Je nachdem, hat Nikon in Thailand und Japan teure Maschinen stehen, die aufgrund des Absatzes nicht auf Max. Output produzieren, daher ist die Maßnahme aus meiner Sicht zwingend notwendig. Eine Umstrukturierung kostet Geld, Zeit und Nerven.. wer das selber im Konzern mitgemacht oder gestaltet hat, kann davon ein Lied singen.

Ich denke nicht, dass Nikon vom Markt verschwinden wird.

Markus B.

Ja, es ist richtig, dass solche Massnahmen manchmal unternehmerisch unumgänglich sind. Was ein schlechtes Licht wirft, dass solche Massnahmen offen verkündet werden. Aber ein Unternehmen, das Premium-Produkte verkauft – und dazu zähle ich Nikon – kann keine schlechte PR gebrauchen. Niemand will bei einem Verlierer kaufen. Ich sehe hier Parallelen zu Olympus. Der Verkauf an JIP, die damit verbundene Sanierung und der “Verlust” der Marke sind ein Brandbeschleuniger für den Niedergang. Hoffen wir, dass wir von Nikon nicht noch mehr negative Nachrichten hören…

Carsten Klatt

Naja, Sony hat die Vollformat DSLM quasi erfunden und hatte einige Jahre das Monopol. Geflüchtet sind dann andere.

Sabrina

Reportage – schnell die Bilder in die Redaktion senden – mobil unterwegs sein statt Schlepperei – da gibt es mittlerweile Alternativen
Und über den Ausflugs-Schlösser-Fotografen, der nach Feierabend keine Zeit für stundenlange Bildbearbeitung hat, müssen wir gar nicht mehr reden.
Die haben sich immer nur auf die Berufsfotografen konzentriert, also Sport und Portrait.
Das ist aber nicht die Mehrheit der Fotografen.
Und jetzt wird diese Minderheit mit dem Lockdown auch noch politisch abgeschossen.

Da wird es eng für Firmen, die den Markt völlig falsch eingeschätzt haben.
Es ist bedauerlich. Aber Nikon kämpft ums nackte Überleben. Und nicht mal das stimmt noch. Es geht darum langsamer zu sterben, oder sich wenigstens noch in eine High-End-Nische zu retten. Wir werden sehen, was am Ende dabei herauskommt. Ich fürchte aber, es wird bald vorbei sein. Und vorher noch wird es Pentax, Panasonic und Fuji treffen. Die sagen es nur nicht.

Am Ende bleibt wohl nur Canon und eventuell Sony.

Carsten Klatt

Pentax wird seit 20 Jahren totgesagt. Die bleiben bei DSLR und besetzen somit eine kleine Nische. Die Produktion haben sie auf kleinere Stückzahlen angepasst. Es wird immer Leute geben, die in Zukunft gern mit einer DSLR fotografieren. Ich glaube nicht, das Pentax sobald stirbt.

Jo Beer

Na ja, Rollei ist auch nicht gestorben, gibt es immer noch. Aber Rollei-Kameras schon lange nicht mehr … Mit Pentax und anderen könnte Ähnliches passieren.

Thorsten

Nein die ursprüngliche Fa Rollei existiert nicht mehr, die Ist längst insolvent. Der Markennahme würde verkauft.

Jo Beer

Sehe ich genauso.
Der Profi-Fotograf – zu denen ich übrigens nicht gehöre, weshalb ich hier so locker drüber sprechen kann – wird verschwinden so wie einst (in den 80ern) der Beruf des Druckers verschwunden ist. Das, was der Drucker machte, machen wir heute alle selbst am Computer.
Und das, was heute noch der Profi-Fotograf macht, werden in naher Zukunft wir alle selbst machen. Machen wir zum Teil ja schon, nämlich mit dem Smartphone in der Hand.

Matthias

…Du hast das “Ironie off” vergessen…

Tom

Schon mal dran gedacht, dass einen Fotografen nicht nur die Technik ausmacht, die er nutzt ???? Drück doch allen möglichen Leuten ein Smartphone mit der besten Kamera in die Hand. Wenn man keine Ahnung von Bildkomopistion, Licht, Schatten, Belichtungszeit, Blende etc. hat, nützt die beste Kamera nichts. Den Beruf des Druckers gibt es übrigens immer noch, nur hat der sich etwas geändert. Nach deiner Argumentation könnte man auch sagen, dass Elektriker aussterben würden. Man kann sich doch alles im Internet durchlesen und anschauen. Man kauft sich einfach einen guten Elektro Werkzeugkoffer und los geht es oder? Wofür braucht man da noch einen Elektriker? Oder wozu braucht man Maurer? Kann man doch auch alles einfach in Youtube Videos anschauen. Man kauft sich einfach das beste Werkzeug, dann geht das doch von alleine oder? Und genau wie all diese Handwerker wird es zukünftig auch noch Fotografen geben, ganz einfach weil man das Handwerk beherrschen muss. Drück doch einfach irgendjemandem eine Kamera für mehrere Tausend Euro in die Hand. Die Fotos werden deswegen nicht automatisch gut, auch nicht mit Smartphones. Aber daran denken viele Leute immer nicht. Die Mehrheit glaubt immer noch, dass ein Fotograf einfach eine teure Kamera kauft und dann auf… Weiterlesen »

Jo Beer

Und genau wie all diese Handwerker wird es zukünftig auch noch Fotografen geben, ganz einfach weil man das Handwerk beherrschen muss.”
So weit sind wir da doch gar nicht auseinander. Fotografen werden zu Extrem-Spezialisten für Groß-Events oder sonstigem (fällt mir grade kein weiteres Betätigungsfeld ein). Den Rest erledigen wir selbst …

PS: Gibt es Drucker wirklich noch? Na ja, irgendwo mag es sie ja noch geben. Aber sie waren einmal die Speerspitze der Arbeiterschaft. Heute – falls es sie noch gibt – sind sie extrem spezialisierte Einzelkämpfer und haben mit dem einstigen Berufsstand des Druckers nichts mehr zu tun.
Fotografen hatten natürlich schon immer den Status des (künstlerischen) Einzelkämpfers, aber das wird nur dafür sorgen, dass ihr Verschwinden von noch weniger bemerkt wird als das Verschwinden von Druckern.

Tom

Drucker gibt es z.B. in der Zeitungsbranche in den Druckereien noch ????

“Fotografen werden zu Extrem-Spezialisten für Groß-Events oder sonstigem (fällt mir grade kein weiteres Betätigungsfeld ein). ”

Das sind sie doch jetzt schon ????. Für irgendwelche Famileinfeiern holt doch niemand einen Fotografen. Die Privatleute holen doch nur Fotografen für Hochzeiten, Taufen und irgendwelche Shootings. Eben für die Momente, die besonders sind bzw. die besonders sein sollen. Es gibt tatsächlich auch immer noch genug Leute, die schönere Familienfotos möchten und nicht die, die einfach per Smartphone geknipst wurden. Firmen holen auch immer noch Fotografen für Fotos der Mitarbeiter bzw. Business Fotos.
Und so wird es auch zukünftig noch sein.

joe

Die Produktionsverlagerung nach Asien und auch innerhalb Asiens ist ja kein neues Phänomen. Das gibt es ja bereits seit den 90er Jahren und betrifft alle Branchen. Sorgen um die Qualität braucht man sich wirklich nicht zu machen, sonst dürften wir uns praktisch keine Kleider oder auch keine technischen Geräte mehr kaufen. Selbst in einem VW Golf Made in Germany steckt weniger Germany als China und BMW verlagert gerade gewisse Teile der Produktion zu einem Partner in China. In Wirtschaftsfragen geht es nicht um Emotionen, sondern nur um Effizienz und die wird gemessen in € und $. China und andere Länder in Asien sind die Werkbank der Welt, 100% aller Sneakers, 80% aller Schuhe und Computer-Bauteile kommen aus China, respektive Asien. Das Gleiche gilt für Batterien. Dass die neuen Kameras wie die R5 oder Sony A7SIII verspätet auf den Markt kommen hängt nicht an Japan, sondern an den Zulieferern die in China sitzen. Was an der Nikon Geschichte allerdings bedenklich ist, ist, dass dieser “Move” nicht strategisch erfolgt, sondern aus der Not geboren wurde und ich fürchte, dass Nikon das Selbe Schicksal erleidet wie ein anderer sehr komptenter Kamera-Hersteller – Olympus.

Johannes

Der Niedergang hat bereits begonnen.
In wenigen Jahren wird es Nikon als eigenständiges Unternehmen nicht mehr geben.
Schade um diese große Marke.

Tom

So ein Quatsch. 2000 Mitarbeiter sind bei dem Unternehmen nichts. Da haben Bosch, Siemens und andere Unternehmen bei uns in den letzten Jahren schon deutlich mehr entlassen und die gibt es auch noch. Weil ein paar Mitarbeiter entlassen werden, heißt das gar nichts.

Aber hier wird bereits vom Niedergang gesprochen ????.

Thorsten

Ja, aber die schreiben insgesamt keine Verluste. Klar werden sich die Geldgeber etwas ueberlegen, da sie ja schon lange hohe Verluste schreiben. Welcher Anleger verbrennt schon dauerhaft Geld? Wie das ausgehen koennte, sieht man bei Olympus, die haben nur den Anfang gemacht, in einem weiterhin stark schrumpfenden Markt.

Tom

Die Unternehmen entlassen hierzulande die Leute ja auch schon wenn das gesetzte Umsatzziel nicht erreicht wurde ????. Da ist jetzt die Frage, was besser ist. Leute entlassen, weil der Umsatz nur auf Vorjahresniveau oder etwas drunter ist oder Leute entlassen, weil es jetzt nicht mehr anders geht?

Nikon hätte die Leute schon eher entlassen sollen, wie so manch andere Unternehmen. Vielleicht wollte Nikon aber auch einfach nicht so schnell Leute entlassen und machen es erst jetzt, wo es nicht mehr anders geht.

Thorsten

Eben und das ist ein ganz schlechtes Zeichen für die Zukunft von Nikon.

Thorsten

Ich denke, das Nikon das gleiche Schicksal ereilen wird, wie Olympus. Die werden ja schon länger als Kandidat gehandelt der als einer der ersten das Handtuch werfen wird. Eben weil sie wie kein anderer Hersteller vom Kameramakt abhängig sind. Der Imaging Bereich macht bei Nikon ca. 50% vom Gesmatumsatz aus, wie ich las, das ist ein weitaus höherer Anteil als bei jedem anderen Hersteller. Die schrieben schon die höchsten Verluste aller Kamerahersteller bevor Olympus seine Sparte verkaufte, irgendwo las ich, doppelt so hohe Verluste wie Olympus und wenn sich nun der Verlust noch enmal mehr als verdoppelt hat…. Irgendwann gucken sich das die Geldgeber nicht mehr an. Soll wohl Mitsubishi sein. Die können es besser investieren als mit Nikon zu verbrennen. Bei Olympus fing es auch mit Personalabbau und Werksverlagerungen an, in dem Fall nach Vietnam. Wenn diese Maaßnahmen keinen Erfolg bringen, dann wird eben verkauft oder dicht gemacht, so läuft das nunmal in der Wirtschaft, Tradition hin oder her, dafür kann sich niemand etwas kaufen. Klar ist es schade, ich habe mit Nikon über 20 Jahre intensiv Naturfotografie betrieben, bevor ich umgestiegen bin, da die Konkurrenz deutlich innovativer war und der Kundendienst und die Qualität der Produkte deutlich nachgelassen… Weiterlesen »

Bernhard

Ich find’s faszinierend, was da alles an Halbwissen rumgeistert von wegen Mitsubishi und so … “Mitsubishi” als solches gibt es nicht! https://www.mitsubishi.com/en/profile/group/qa/ bezeichnet einen losen Verbund von Firmen, der Konzern bzw. die Firma wurde nach dem 2. WK von den Amerikanern zerschlagen (die hatten wohl zuviele Flugzeuge gebaut, die denen zu Schaffen machten …). Es handelt sich heute um einen losen Firmenverbund, einige der Firmen nutzen den Namen und das Markenzeichen wieder (auch das war nach dem 2. Wk verboten – bis zur Korea-Krise). Die 40 Einzelfirmen besitzen jeweils Anteile der anderen Firmen, aber einzeln jeweils keine kontrollierenden Mehrheitsanteile (in Summe schon). Nikon wurde 1917 als Zusammenschluß von 3 Optik-Firmen ins Leben gerufen https://web.archive.org/web/20100302152218/http://www.nikonhs.org/history.html (da soll damals Mitsubishi die Finger im Spiel gehabt haben: die drei gekauft und dann fusioniert haben) und besteht heute seinerseits wieder aus vielen Teilen. https://www.nikon.com/about/corporate/profile/group/ Nikon produziert _keine_ Wafer (hätte mich auch gewundert), wohl aber die Maschinen, die zur Chip-Produktion nötig sind. https://www.nikonprecision.com/ Aber in diesem Bereich scheinen sie mit ASML https://www.asml.com/en Streß wegen Patenten zu haben, die sind wohl gut unterwegs und inzwischen Marktführer. https://www.diyphotography.net/nikon-asml-and-carl-zeiss-settling-all-litigations-nikon-will-be-paid-e150-million/ Weiterer Konkurrent könnte Canon sein (hab ich irgendwo einen Hinweis gesehen, aber nicht nachrecherchiert. Der wachsende Anteil am Umsatz… Weiterlesen »

Reinhold Zapf

Smartphones sind der Totengräber der gesamten Branche .Überleben werden nur Electronikriesen mit angeschlossener Cameraabteilung.Aber schade für Nikon.Hoffe nur sie kriegen die Kurve.Sie ist seit fast 40 Jahren meine Marke .

la calle como teatro del absurdo

Überleben werden nur Electronikriesen mit angeschlossener Cameraabteilung.

Vielleicht kommt ja eines Tages auch Samsung wieder.

Immer Besser

Was haben den Smartphones an “Neuigkeiten” in den letzten Jahren gebracht ?
Die Kameras stehen immer noch bei 12 MP oder 16 MP (seit neuestem 4 fach wegen dem Rauschen) oder sie bauen nun 3 oder 4 Kameras ein. Was für eine Neuheit.

Der Rest ist alter Wein in neuen Schläuchen.

Sabrina

Besseres HDR, Nachtmodus, High Resolution Zoom, bezahlbare Preise, Kompaktheit, Bokee-Simulation (für micht unwichtig, Wasserdichtheit, mehrere “hochgwertige Festbrennweiten” in einem Gerät, exzellenten Panorama-Modus beim Google Pixel, hochüberlegene JPEG-Routinen. Bei meinen Nikons konnte ich noch nicht mal JPGs vom Computer anzeigen, die nicht mit der Kamera fotografiert waren. Selbst das hat man blockiert. Die traditionellen Kameras haben außer viel Megapixel, große Offenblenden, ungenügende Schärfentiefe, Gewicht und Mondpreise nichts mehr zu bieten. Ich war zuletzt am Sonntag fotografieren – eine Kapelle auf einem Friedhof im Schatten der Bäume, bei wolkenlosem Himmel in der Mittagssonne. Da bin ich schonmal mit einer älteren Nikon-DSLR gescheitert, weil der Dynamikumfang der Szene einfach zu groß war. Neuer Versuch mit Samung Galaxy S10 und parallel EOS M3. Samsung keine Probleme. EOS M3 brauchte ich mehrere Belichtungen um den Rechten Rand im Histogramm zu bekommen. Am linken Histrogramm-Rand Anstieg aber noch nicht senkrecht, so dass das Foto ohne HDR-Technik noch Infos in den Schatten hat. Die Fotografie mit herkömmlichen Kameras ist teuer und zeitaufwändiger. Zeit hat man nicht. Also weg mit den traditionellen Kameras. Als nächstes werde ich mir als neue Kamera keine DSLM kaufen, schon aufgrund der Preise, der schlechten Dynamik, der schlechten JPEG-Routine, des unzulänglichen Autofokus nachts,… Weiterlesen »

Immer Besser

Ich weiß nicht welche Kameras du gehabt hast (ältere Nikon DSLR) und scheinbar eine EOS M3. So wie du das Motiv beschrieben hast ist das sicher eine Herausforderung an die Belichtung.

Aber das in RAW nicht hinzubekommen ist Blödsinn, den heute haben moderne hochwertige Kameras einen Belichtungsumfang von min. 12 Blenden und Smartphones von ca. 8 Blenden. Natürlich ist es einfacher das Smartphone mit Auto-HDR fotografieren zu lassen. Das Bild sieht zwar auf dem kleinen Display gut aus und reicht für Insta oder Snapchat aus. Das hat aber nichts mit fotografieren zu tun. Und das künstliche Bokee sieht man sofort. Bei hochwertigen Festbrennweiten musste ich wirklich lachen.

Die Schärfe einer Z7 und den Kontrastumfang mit einem Handy zu vergleichen ist lächerlich. Das RAW mit Aurora oder Luminar4 bearbeitet sieht wesentlich besser und knackscharf aus. Und wenn ich das alles nicht haben will kommt auch das JPEG mit richtig eingestellten PictureControl Einstellungen schon fertig aus der Kamera. Mit den Farben und dem Kontrast(ausgleich) der heute genau so dynamisch arbeiten kann wie bei jedem Smartphone. Nur wesentlich schärfer. Und das sage ich als iPhone 11 Plus Besitzer.

Aber für Smartphone-Knipser reicht sicherlich bald was aus.

Sabrina

“Aber das in RAW nicht hinzubekommen ist Blödsinn” Das habe ich zumindest in Bezug auf die EOS M3 auch nicht geschrieben. Die ältere DSLR war glaub ich die der Nikon D90 ensprechende D5000 oder schon die D5100. “den heute haben moderne hochwertige Kameras einen Belichtungsumfang von min. 12 Blenden und Smartphones von ca. 8 Blenden.” Smartphones verwenden HDR-Technologien, mit denen diese die 12 Blenden Dynamik mit Riesenvorsprung übertreffen. Schauen Sie sich mal aktuelle Tests mit Samsung, Pixel, EiEiEiPhone, Huawei an. “Das Bild sieht zwar auf dem kleinen Display gut aus und reicht für Insta oder Snapchat aus. Das hat aber nichts mit fotografieren zu tun.” Wieder die ollen Kamellen. Wenn das so wäre, dann würden sich die Leute nicht mit Smartphone zufrieden geben. “Das hat aber nichts mit fotografieren zu tun.” Natürlich nicht. Das wäre ja noch schöner, wenn Fotografieren etwas mit Ablichten zu tun hätte. Fotografieren fängt beim Verfremden an, beim schlechten Weißabgleich, der dann Kunst genannt wird. “Und das künstliche Bokee sieht man sofort.” Wer fotografiert denn mit Bokeh (ich schreibe das mit h wie hy)? Wir sind doch hier nicht in der Besäufnis-Fotografie. “Bei hochwertigen Festbrennweiten musste ich wirklich lachen.” Weil Sie nicht die Anspielung verstanden haben.… Weiterlesen »

Tom

Gib es auf. Man kann erklären wie man will, es bringt nichts.

Ich sage da nur noch: Don’t feed the troll.

Tom

Lustig, wie hier viele Leute schon wieder von einem Niedergang sprechen, weil sich ein Unternehmen etwas umstrukturieren muss ????. Bei Pentax liest man das seit über 10 Jahren immer wieder und die gibt es immer noch.
Aber einige Leute scheinen Glaskugeln zu haben, wodurch sie bestens Bescheid wissen. Nikon ist ein großes Unternehmen, mit einer langen Geschichte. Die verschwinden nicht einfach so.

Jetzt bringen sie die Z6II und Z7II, dann noch die stärkeren Kameras in den nächsten Monaten, Objektive gibt es auch einige. Damit können sie auf jeden Fall mit Sony mithalten und dann entscheidet nicht mehr die Technik, sondern welche Marke die Kunden lieber mögen. Ich mag z.B. Nikon lieber, als andere Marken, weil die Kameras robust sind, weil die Knöpfe gut angeordnet sind, weil sie sich bestens bedienen lassen und weil sie gut in meinen Händen liegen. Ich bin aktuell dabei, meine Sony Ausrüstung zu reduzieren und werde zukünftig wieder mit Nikon arbeiten, weil ich die Kameras besser finde, als die von Sony.

Vielleicht konzentrieren sie sich zukünftig eher auf professionelle Kameras und lassen APS-C aus.

Tom

Sony war lange Zeit Vorreiter bei DSLMs. Darauf haben sie sich ausgeruht und es tut sich seit Jahren nicht mehr viel. Eine komplette Touchbedieung gibt es z.B. immer noch nicht. Die A7SIII hat das zwar schon ansatzweise, eine A7c hat das aber z.B. wieder nicht.
Das finde ich aber besonders im Menü und beim Betrachten der Bilder super und das gibt es bei Nikon eben schon seit einigen Jahren.

Ebenso tut sich am Sony Menü immer noch nichts. Man gewöhnt sich daran, aber schön ist es nicht.

Auch was die Robustheit angeht, fühlt sich keine Sony so an, wie die Nikon Kameras.

joe

Tom, es ist ja vieles richtig was Du sagst, aber wenn ich von der Schweiz ausgehe sehe ich bei Digitec unter Kamera Bestseller Sony A7 III auf Platz 1. Nikon Z6 134/576, Sogar die mit Lieferschwierigkeiten kämpfende Canon R5 liegt mit Platz 13/576 weit vor Nikon.

Tom

Die Z6 und Z7 war ja auch nur ein Schnellschuss, wie von Canon die RP und R. Wirklich gut war keine von diesen Kameras und keine davon konnte mit Sony mithalten.

Die R5, R6, Z6II, Z7II und die weiteren Kameras können aber locker mithalten bzw. übertreffen manche Sony Kameras auch.

Man konnte neulich schon bei einem Bericht hier sehen, dass es mit Sony langsam nach unten geht und z.B. mit Canon nach oben.
In den nächsten Jahren werden sich die Marktanteile der großen drei im VF Markt noch mehr angleichen.

Nikon hat damals einfach den Einstieg in den DSLM Markt verpennt und das sind die Auswirkungen davon.

Conny

Auf Sonyalpharumors zu lesen:

“Von 2016 bis heute hat Sony seinen Wert von 27-105 Milliarden erhöht
https://www.zacks.com/stock/chart/SNE/fundamental/market-cap

Canons Wert sank von 32 auf 19 Milliarden
https://ycharts.com/companies/CAJ/market_cap

In der Pandemie hatte Sony stetiges Wachstum, Canon stetigen Rückgang.”

ups!!!

Tom

Ups!!!

https://www.photografix-magazin.de/sony-verliert-marktanteile/

Ich weiß nicht wovon du redest, aber hier geht es um Kameras und die Marktanteile der Kamerasparten. Ist zwar nur Japan, wird aber sonst auch nicht viel anders sein. Was Sony für Umsätze bei der Playstation macht, interessiert hier niemanden.

Also erstmal informieren, bevor du hier mit “ups!!!” kommst.

Conny

Ups,
Da war doch erstmal von Ihnen eine Anspielung auf die Performance….

Jup, und da zählt die Gesamtperformance wenn es um einen langen Atem geht.

Bei den Systemkameras wird aktuell nur noch in den hochpreisigen DSLM Bereich noch etwas verdient und da verdient Sony immer noch am besten,
obwohl die Sparte zum Gesamtumsatz nicht wesentlich beiträgt.

Also Ball flachhalten!

Tom

Was für eine Performance? Ich spreche hier nur von der Kamerasparte.

Deswegen habe ich auch geschrieben:

“Man konnte neulich schon bei einem Bericht hier sehen, dass es mit Sony langsam nach unten geht und z.B. mit Canon nach oben.”

Und dazu habe ich jetzt den Link geliefert. Was eine Marke insgesamt erwirtschaftet ist vollkommen egal. Nur weil Sony Umsatz mit der Playstation einfährt, würde das nicht bedeuten, dass sie die Kamerasparte einfach mitschleppen würden, wenn sie damit nur Verlust machen würden.

“Also Ball flachhalten”

Sagt die, die hier mit dem “ups!!!” angefangen hat ????

Sabrina

Sie sagen, diese Z6, Z7, RP und R waren Schnellschüsse und nicht wirklich gut.
Schauen Sie doch mal die Preise, die trotzdem dafür aufgerufen wurden.
Welcher Kunde soll denn das mit sich machen lassen?
Man wendet sich ab.

Bernhard

wer bitte will denn mit Fingern auf einem Display rumtouchen, wenn er fotografieren will?
Auslöser und ein gescheiter Sucher – alles andere ist Knipserei

Tom

Lesen ist nicht deine Stärke?

Ich zitiere mich selbst:

“Das finde ich aber besonders im Menü und beim Betrachten der Bilder super”.

Das Menü lässt sich damit wunderbar durchblättern und ebenso kann man damit schnell und einfach die Bilder durchschauen und vergrößern.

Von “…auf einem Display rumtouchen, wenn er fotografieren will” habe ich nie etwas geschrieben.????

Sabrina

Heute mal als alter Knacker unterwegs?
Ein Tipp auf das Display – und der Fokus sitz dort, wo er hingehört – das ist Smartphone. Dann noch die Helligkeit einstellen, was dank HDR bei Smarties nicht zwangsläufig zu Überbelichtung führt.

joe

…wer bitte will denn mit Fingern auf einem Display rumtouchen…alles andere ist Knipserei…

Pardon für die Wortwahl, aber das ist vollkommener Quatsch – nur weil es Sony (noch) nicht kann ist es trotzdem der einzige wirkliche Fortschritt in der Fotografie. Alle anderen Verbesserungen liegen im untersten einstelligen %-Bereich. Wer will den heute noch freiwillig mit dem Wahlrad im Menü rumstochern? Wie angenehm und PROFESSIONELL ist es das Auge am Sucher zu haben und mit dem Finger den AF blitzschnell exakt dorthin zu bewegen, wo man die Schärfe haben will. Was bei Fotografie schon toll ist zeigt noch mehr beim Filmen wie genial Touch ist (wenn man es so gut kann wie Canon).

Johannes

Zitat “Nikon ist ein großes Unternehmen, mit einer langen Geschichte. Die verschwinden nicht einfach so.

Ein paar Beispiele für Unternehmen, die sehr wohl einfach so verschwunden sind, obwohl man das nie angenommen hätte:

  • Nokia (einstiger Mobile Weltmarktführer)
  • Minolta (war weltweit drittgrößter Kamerahersteller)
  • Kodak (einstiger Marktführer Filme)
  • Compaq (einstiger PC-Weltmarktführer)
  • Commodore (Vorreiter am Home-Computer Markt)
Tom

Nokia existiert noch, Konica/ Minolta existiert noch, Kodak existiert auch noch.
Compaq wurde damals von HP aufgekauft.

Wenn es um Nikon jemals so schlecht stehen sollte, würde sich da auch jemand finden, der da einschreitet.

Johannes
  • Von Nokia existiert nur noch die Marke, die schon mehrmals weiterverkauft wurde.
  • Minolta wurde zu Konica/Minolta fusioniert, das eigenständige Unternehmen Minolta gibt es seit 2004 nicht mehr
  • Kodak war insolvent, daraus ist die Eastman Kodak Companie hervorgegangen, die mit dem ursprünglichen Unternehmen nichts mehr zu tun hat
Tom

Ja und? Keine dieser Marken ist einfach verschwunden. Es hat sich immer eine Lösung gefunden. So würde auch die Marke Nikon nicht einfach verschwinden, also das, was ich weiter oben geschrieben habe.

Johannes

Richtig – keine der Marken ist verschwunden.
Marken sind allerdings nur rechtlich geschützte Zeichen – keine Unternehmen.

Die ursprünglichen Unternehmen existieren eigenständig nicht mehr.
Die Folgeunternehmen, die die Marken übernommen/gekauft haben, produzieren z. T. andere Produkte als die ursprünglichen Unternehmen.

Zur Verdeutlichung: angenommen Nikon würde insolvent werden und ein Stiefelproduzent kauft die Marke, würde es künftig möglicherweise Nikon-Stiefel geben. Es würde dann zwar ein Unternehmen mit der Marke Nikon existieren, hätte aber mit dem ursprünglichen Kamerahersteller nichts mehr zu tun.

Tom

Ja, ist mir klar, ich habe nie etwas anderes behauptet. Dennoch würde es dann eher so kommen, wie bei Minolta, die damals von Sony übernommen wurden.

Nokia war übrigens ein äußerst schlechtes Beispiel, die haben seit der Gründung schon alles mögliche produziert und verkauft. Papier, Reifen, Fernseher, Mobiltelefone und noch andere Dinge.

Thorsten

Volle Zustimmung Johannes

Thorsten

Von Kodak und früher von Rollei haette das auch niemand geglaubt, die sind trotzdem verschwunden, weil sie genau wie aktuell Nikon, auf Veränderungen des Marktes zu spaet reagiert haben. Erfolge in der Vergangenheit sagen bei Wirtschaftsunternehmen nichts über die Zukunft aus.

Tom

Rollei gibt es aber auch immer noch und ist somit nie verschwunden. Sie machen eben mittlerweile andere Dinge und das scheint zu funktionieren.

Thorsten

Rollei gibt es nicht mehr, die sind laengst insolvent. Es gibt nur noch eine Handelsbude die den Markennamen gekauft hat, das hat mit der ursprünglichen Fa. nichts mehr zu tun, genau wie bei Blaupunkt, Telefunken etc.

Tom

Die Marke Rollei existiert natürlich noch.

Die machen aber nur noch Fotozubehör, dafür aber recht gutes Zubehör.

Thorsten

Das hat aber nichts mehr mit der ursprünglichen Fa zu tun, die existiert nicht mehr, darum geht es doch. Der Dodo (ein grosser flugunfaehiger Vogel) ist auch ausgestorben, wie die Dinosaurier, die Bezeichnungen dafür existieren aber noch.

Sabrina

Hatte sich Nikon nicht aus Brasilien zurückgezogen? Wie ist denn da der aktuelle Stand?

Archie

Die Grenze zwischen Gesundschrumpfen und Totsparen ist fließend…
Ich hoffe, dass Nikon weiß, was sie tun.

Emil

Wir in Deutschland vergeben die Herstellung auch lieber in Billigproduktionsländer.
Herstellen lassen und das Produkt vertreiben minimiert das Risiko und ist leicht kalkulierbar.
Etwas seltsammes ist auch der Gebrauchtmarkt.
Als ich meine erste Kamera ca. 1980 gekauft habe war an verkaufen nicht zu denken.
Heute, IT, Internet, wird gebrauchtes in Massen verkauft. Das fehlt den Neuen an Umsatz.
Ein neues Bajonett entwertet die alten vorh. Bestände. Gut für die Hersteller.

Was im Moment schief läuft ist die qualitäts und Preispolitik.
Ich kenne eigentlich nur Leute welche einmal eine “gute Kamera” haben möchten.
Der Markt ist nach wie vor da.
Jedoch steht das Produkt im Wettbewerb mit den Smartphon`s
Also “gute ” Kamera 600-750€ und einigermaßen lichtstarke Optik 300-600 €
Das würde gekauft, denke ich.
Kameras für 4000,- € dazu ein Objektivlichtriese für 3000,- €, da ist der Markt echt klein.

Mario

Oh was eine düstere Stimmung hier. Es wird eine gewisse Marktbereinigung stattfinden und ja, es wird weniger Hersteller geben. Bevor es jedoch Nikon trifft, werden Ricoh (Pentax) ihr Kamerasparte einstellen und für Olympus & Co. wird es wohl dauerhaft auch nicht reichen. Selbst für Panasonic sehe ich schwarz. Dafür drücken Canon und Sony auch zu sehr in den Videomarkt. Daher sehe ich in der dadurch wieder größer werdenden Nische noch genügend Platz für Nikon, auch weil einfach eine größere “Fanbase” vorhanden ist. Was man aber auch nicht vergessen darf, sind die gigantischen Boomjahre trotz Einführung des Smartphones. Es waren die goldenen Jahre, wo man von Analog auf Digital gewechselt ist und die enormen Entwicklungssprünge auch immer wieder zum erneuten Kamerakauf angeregt haben. Die Unternehmen haben unfassbar viele Kameras verkauft. Die Unternehmen haben ihre Fertigung auch entsprechend aufgeblasen und müssen sich nun sich den “normalisierten” Verkaufszahlen wieder anpassen. Das Smartphone kannibalisiert lediglich die günstigeren Segmente. Einsteiger-DSLR’s oder Systemkameras mit kleinen Sensoren, verlieren gegenüber dem Smartphone an Bedeutung und die Zeit der kleinen Kompakten ist eben auch lange vorbei und damit auch ein entsprechender Umsatz für die Unternehmen. Das Smartphone wird technisch bedingt den KB-Markt nicht aufrollen können und genau deshalb setzen… Weiterlesen »

Arda

Absolut richtig, bin ganz deiner Meinung!

Mirko

ich sage mal …. ????

Sabrina

Zitat: “Das Smartphone kannibalisiert lediglich die günstigeren Segmente.” Da habe ich noch einen: “Mit dem kleinen Sensor wird man nie gute Fotos bekommen, weil der viel zu wenig Licht einfängt.” Das ist eine Sicht, die davon ausgeht, dass in Smartphones dieselben veralteten Technologien werkeln wie in den traditionellen Totschlägern. Dieser fatale Irrtum hat dazu geführt, dass die Forschung und Entwicklung vernachlässigt wurde. Mittlerweile hat man in den Smartphones moderne Technologien, insbesondere HDR, soweit optimiert, dass der Nutzen einer traditionellen Kamera angesichts der aufgerufenen Preise zu gering ist. Es bleibt nur eine kleine High-End-Nische, in der man vorläufig besser als das Smartphone ist. Die wird aber auch immer kleiner. Die besten Smartphone-Kameras kannibalisieren deshalb auch heute schon den Markt der Kleinbildkameras. Ich selbst habe APS-C und fotografiere trotzdem immer öfter mit Smartphone, trotz der insbesondere schlechteren Auflösung und einiger anderer Nachteile. Das tue ich deshalb, weil es eben auch Vorteile gibt. Insbesondere in schwierigen Lichtsituationen bietet das Smartphone Vorteile. Motiv wählen, abdrücken, fertig. APS-C: Stativ aufstellen, mehrere Belichtungen, anschließend zu HDR zusammenfügen, Da verwendet Lightroom dann noch, ohne mich zu fragen die dunkelste Aufnahme (also die am meisten rauscht) beim Deghosting, obwohl mit Stativ geknipst wurde. Was für ein Scheiß! Gerade… Weiterlesen »

Mario

“Mit dem kleinen Sensor wird man nie gute Fotos bekommen, weil der viel zu wenig Licht einfängt.” Dieser Satz ist immer noch gültig. Dieser fatale Irrtum hat dazu geführt, dass die Forschung und Entwicklung vernachlässigt wurde.Mittlerweile hat man in den Smartphones moderne Technologien, insbesondere HDR, soweit optimiert, dass der Nutzen einer traditionellen Kamera angesichts der aufgerufenen Preise zu gering ist. Was hat man denn bei Smartphones weiterentwickelt?! Die technische Basis sicherlich nicht. Man hat an der Softwareschraube der Nachbearbeitung gedreht. Das hat man doch in der klassischen Fotografie auch. Lightroom, Photoshop oder Luminar werden doch auch jedes Jahr besser. Nehmen wir das technische Rauschverhalten der Sensoren moderner DSLMs an, dann kann man nicht von technischem Stillstand sprechen. Insbesondere in schwierigen Lichtsituationen bietet das Smartphone Vorteile. Motiv wählen, abdrücken, fertig. Also ich bekomme bei Smartphonebildern, besonders bei Lowlight, immer noch Brechreize. Was wird denn da gemacht?! Selbst bei deren HDR’s geht ISO ans Maximum, Tiefen extrem hochgezogen, Schwarzwert leicht erhöht und dazu einen Rauschfilter drüber. Selbst wenn ich eine 6MP Nikon D40 aus der Vorzeit der Smartphones nehme, die ISO raufschraube und auch aus der Hand fotografiere, habe ich am Ende das bessere, detailreichere Foto. Ja, die Smartphone-Fotos sehen auf einem… Weiterlesen »

Sabrina

“Was hat man denn bei Smartphones weiterentwickelt?! Die technische Basis sicherlich nicht. Man hat an der Softwareschraube der Nachbearbeitung gedreht. Das hat man doch in der klassischen Fotografie auch. Lightroom, Photoshop oder Luminar werden doch auch jedes Jahr besser. Nehmen wir das technische Rauschverhalten der Sensoren moderner DSLMs an, dann kann man nicht von technischem Stillstand sprechen.”

Genau dieser Auszug aus Ihrem Post steht doch für Stillstand.

Das technische Rauschverhalten der Sensoren ist in den letzten Jahren faktisch nicht mehr besser geworden. Vielmehr ist es so, dass man schon bei den RAW-Dateien Rauschminderung eingesetzt hat.

Es ist veraltet, Fotos in RAW aufzunehmen und dann aufwändig in Lightroom und Co. zu bearbeiten, auch wenn bei entsprechendem Aufwand bessere Qualität als mit Smartphones erreichbar ist.

Man nehme doch nur die Tageslichtaufnahmen mit der Hauptkamera des Samsung Galaxy S10 oder des Google Pixel 5 und vergleiche das mit einer Nikon D5000 von vor 10 Jahren. Da ist aber das Smartphone von ein paar CAs abgesehen deutlich besser.

Mario

Auweia… Jetzt komme ich zu einem ganz anderen Schluss.
Don’t feed the Troll .

Fabian Haas

Moin,

da es kurz mal anklang: Welcher Hersteller ist denn überhaupt noch ein reiner Kamerahersteller?

Fuji macht viel Medizintechnik und auch Pharamzeutisches;
Olympus, nun ja, Geschichte ist bekannt, hat(te) auch einen starken Audio- und Medizintechnikbereich;
Panasonic macht alles mögliche elektrische und elektronische;
Nikon hat Mikroskope und Maschinen für Chipherstellung im Programme (Zielfernrohre?);
Sony, Canon siehe unten;
Sigma, Tokina, Tamron, da kenne ich nur Fotosachen, wobei nur Sigma Kameras hat;
Zeiss macht vieles, wofür man eine Linse braucht, ums mal so zu sagen, liess auch bei Cosina fertigen und da gabs meines Wissens keine Qualiprobleme;
Leitz/Leica? Die haben noch Vermessung und Mikroskopie unter dem Label, sind aber wohl drei unabhängige Firmen (Markenname liegt bei Leica Microsystems, nicht bei der Kamerasparte);
Ricoh/Pentax hat auch Bürotechnik und anderes im Programm.

Was vergessen?

Ok die meisten Firmen sind dann irgendwie aufgespalten und verschachtelt usw. aber so ein ganz reine Kamerahersteller scheints dann eigentlich nicht (mehr) zu geben. Olympus hats lange Jahre geholfen, jetzt halt nicht mehr, obs am Ende Nikon rettet wird sich zeigen müssen.

Wir werdens erleben!

Grüße FH

Lehrmann Rudolf

Leider sehe ich als Nikon Fan schwere Zeiten kommen für die Firma NIKON…
Nach Thailand verlagern bedeutet mehr Qaulitäts Probleme und unzufriedene Kunden die zu Sony oder Canon wechseln werden.
Z8 und Z9 müssen kommen und eine Sensation sein wie damals die Nikn D 850 war; die letzte TOP Kamera die Nikon gebaut hat!
Der Trend ist leider zu Spiegelos, frage mich aber was kommt danach; in 5 Jahren wollen die Hädler auch noch was verkaufen…
Wer noch eine Super SLR Kamera sucht bekommt jetzt bei Calumet die Nikon D 850 für 2279 €.
Habe sie Selbst und werde sie nie verkaufen, eine TOP Kamera.

Peter Braczko

Guter Kommentar, aber die Nikon Df, die D500, D780 und – nicht zu vergessen – die superschnelle Nikon D6 sind ebenfalls absolute Spitzenkameras: Robust, Top-Bildqualität und sehr logische Bedienungsführung!

Tom

“Nach Thailand verlagern bedeutet mehr Qaulitäts Probleme und unzufriedene Kunden die zu Sony oder Canon wechseln werden.”

So ein Schwachsinn. Der Großteil der DSLRs kommt schon seit Jahren aus Thailand.

Die D850, die du hier nennst, kommt auch aus Thailand. Ich habe sie hier und unten kann man deutlich “Made in Thailand” lesen. Die D750 und D780 sind auch made in Thailand.

Was denkst du, wo Sony produziert? Z.B. China. Ist das jetzt besser als Thailand? Oder Fuji lässt auch viel in China und auf den Philippinen produzieren. Und?

Sabrina

Zitat:
“Der Trend ist leider zu Spiegelos”

nein

Der Trend geht ausweislich der Verkaufszahlen zu Smartphones.

Nikon hat den Zeitpunkt, als der Trend zu Spiegellos ging, verpasst.
Nun müssen sie Marktanteile in einem schrumpfenden Markt gewinnen.
Das ist sehr schwer.

Tom

Der wievielte Kommentar ist das hier von dir schon wieder, wo du dein Smartphone als das Nonplusultra hinstellst? Sieh es doch endlich ein. Das hier ist eine Seite für Fotografie. Niemanden hier interessieren Smartphones (außer Robin), weil hier jeder weiß, dass ein Smartphone nichts taugt, wenn man gescheite Bilder machen möchte. Da musst du in ein Smartphone Forum, denn da findest du Gleichgesinnte und ihr könnt euch dann gegenseitig mitteilen, wie viel besser Smartphones doch sind.

Sabrina

Tom – es geht hier um Fotografieequipment und nicht um das Losschlagen von Lagerbeständen.

Alfred Proksch

@Mario, Deine Gedankengänge sind nachvollziehbar. Ob sie sich bewahrheiten ist eine andere Sache. Mir fehlen einfach die Hintergrund Infos zu den einzelnen Unternehmen.

Von Pentax weiß man das der Umstellungsprozess schon länger abgeschlossen ist und das bewusst die Nische hybride DSLR Systeme von APS-C, Voll- und Mittelformat bedient wird. Die Produkte haben einige Alleinstellungsmerkmale die für wissende Fotografen wichtig sind. Pentax hat sich „eingerichtet“, sie wurden schon so oft für Tod erklärt das ich diesbezüglich keine Bedenken habe.

Fuji hat zu analogen Zeiten mit außergewöhnlichen Kameras die professionellen Fotografen bedient. Aktuell machen sie das am oberen Ende der Fahnenstange gleich mit DREI gut aufgestellten Mittelformat Kameras/Objektiven zu fairen Kosten. Fuji hat keine „Altlasten“! Im APS-C X-System kann jeder fündig werden dem Bildqualität wichtig ist. Für den Spaß Faktor sind die ertragreichen Sofortbildkameras zuständig.

Der Mischkonzern Panasonic wird mit seinem Portfolio und der L-Allianz wohl den Platz von Nikon einnehmen. Wohl auch weil sie in der Videosparte sehr gutes professionelles Equipment anbieten. Der Amateur Bereich ist mit den MfT Foto/Video Kameras gut versorgt. Vergessen darf man nicht das Panasonic mit dem Sensorproduzent Tower-Jaz verbandelt ist.

Nikon hat da nichts dergleichen anzubieten.

Markus B.

Nikon kam spät mit seinen Spiegellosen, aber sie haben ordentliche Produkte auf den Markt gebracht. Die Z6 und Z7 hatten zwar kleinere Schwächen, konnte aber zu Sony aufschliessen. Man hat versucht sehr pragmatisch eine neue Objektivreihe aufzubauen. Mit den Z6II und der Z7II hat man versucht, die bekannten Schwächen zu eliminieren. Obwohl die neuen Kameras wirklich gut undd auch preislich attraktiv sind, finden sie längst nicht so viele Fans wie die Sony oder Canon-Pendants. Letztlich scheint es so, dass all diese Produktmassnahmen nicht ausgereicht haben, um Nikon auf die Erfolgsspur zu führen. Ich stelle mir wirklich die Frage, woran es liegt, dass Nikon immer mehr Kunden verliert und Umsatz einbüsst. Ist es schlechtes Marketing? Oder können Sony und Canon ihre Geschäftszahlen schönen, weil der Fotobereich nur ein Anhängsel ist? Irgnwie werde ich aus der Misere bei Nikon nicht schlau. Auf jeden Fall sind das schlechte Nachrichten…

Tom

Naja, sie gaben damals die DSLMs verpennt und das sind die Auswirkungen. Jeder, der vor Jahren VF DSLMs wollte, ist zu Sony gewechselt. Ich damals auch. Das spürt Nikon jetzt und es wird noch dauern, bis es da besser läuft. Nur wenige, die eben ein Sony System haben, steigen jetzt wieder um auf Nikon, auch wenn die Z5, Z6II, Z7II… super Kameras sind.

Thorsten

Mit einer Kamera entscheidet man sich ja immer für ein System. Das geringe Objektivangebot ist das Problem, sowie überzogene Preise für Objektive, es fehlen die Fremdhersteller, die dank höherer Stueckzahlen günstiger anbieten koennen.

Markus B.

Schau ich mir die Preise an, dann liegen die Nikon Objektive preislich nicht soweit entfernt von den Sony-Objektiven. Die neuen Canon Objektive sind da schon eine Ecke teurer und trotzdem verkauft sich das R-System wie geschnitten Brot…

Thorsten

Aber die Preise für Nikon Objektive, liegen deutlich über denen von Sigma, die spiegellose Objektive für Sony E- Mount und L- Mount anbieten. Die profitieren halt von hohen Stückzahlen. Dazu kommt das deutlich größere Objektivangebot.

Conon R hat wohl einiges besser gemacht als Nikon und man traut denen als größeren Hersteller evt auch in Zukunft mehr zu. Die Z6 und Z7 waren ja nicht ausgereifte Schnellschüsse, so sehe ich das, die technisch der Konkurrenz hinterherhinken. Ich sage nur z.B. fehlender 2. Speicherkartenslot, wenig effektive Bildstabis, fehlender Bildstabi im APS-C Gehäuse, schlechterer AF-C als die Konkurrenz.
Diese Schnellschüsse waren aus Nikon Sicht wohl nötig, damit nicht noch mehr Altkunden zur Konkurrenz abwandern. Die haben halt Spiegellos völlig verpennt, was mir bis heute völlig unverständlich ist und das rächt sich.
Canon ist zwar auch sehr spät auf Spiellos umgestiegen, die Canon R Kameras scheinen deutlich ausgereifter, was man so liest und Canon hat als größere Fa anscheinend deutlich größeres Potential in der Entwicklung, um den technischen Rückstand gegenüber Sony und Panasonic aufzuholen. Außerdem ein sehr viel stimmigeres Objektivangebot.

Sabrina

Trotzdem ist ein Systemwechsel sehr teuer. Nikon kam zu spät

Sabrina

Ich habe es zu einem anderen Post schon geschrieben.
Nikon muss anderen Herstellern Marktanteile im schrumpfenden Marktsegment der Spiegellosen abnehmen. Das ist angesichts des Trends zu Smartphones ein sehr schwieriges Unterfangen.

Markus B.

Das ist schon richtig. Wahrscheinlich reicht es einfach nicht aus hier den “Fast Follower” zu spielen. Zum Überholen hat Nikon aber zu wenig Power. Das ist das Dilemma in dem sich Nikon gerade befindet…

Sabrina

Ich muss mal noch ergänzen: Es ist ja nicht nur eine Trend zu immer dabei Kameras, sondern auch eine gewisse Marktsättigung bei nur geringen Qualitätszuwächsen bei neuen Produkten. Da stellen sich natürlich bei den aufgerufenen Preisen viele Fotografen die Frage des Nutzens einer Neuerwerbung.

Joschuar

Die Produktion in Thailand hat rein garnichts damit zu tun das die Qualität anbelangt. Auch ich hatte damit sogar direkt zu tun, ERST als die Firma an einem F verkauft wurde hat sich die Qualität um min. 50% verschlechtert, warum? Weil die von der Fertigung KEINE Ahnung haben und die schuld in Thailand suchen. Was haben die Manager falsch gemacht ? GANZ einfach die Ing in D zu 80% entlassen die von der Konstruktion bis zur QS in Thailand zu tun hatten !?! Bis dato ist man ca. 10x in Thailand gewesen und jetzt versucht man es per Fernwartung zu erledigen. Was für ein SCHWACHSINN !!!
Solche Fehler hat MB auch schon in den 1990ern gemacht und sich gewundert das ihre Autos auf einmal 5 Plätze in der Qualität abgerutscht sind. Sowas Dummes wie Aroganz hilft nicht weiter.

Joschuar

Porsche lässt seine MOTOREN zum Zeil auch in Tschechien bauen und steht D drauf. Evtl. ist das in Japan strenger und es muss draufstehen wo die Kamera gebaut wurde. Laica stellt auch vieles nicht selber her und es steht D drauf. Soweit ich weiß darf der Anteil von Fremdherstellung die 30% nicht überschreiten, sonst muss da das Herstellungsland drauf stehen.

la calle como teatro del absurdo

Ich weiß von einem Bekannten aus Sao Paulo, der für United Airways fliegt, dass dort 5.000 Leute entlassen werden, und von einem anderen Bekannten aus Shanghai, der für eine Tochtergesellschaft von Continental arbeitet, dass dort 13.000 Leute entlassen werden.

Es geht also nicht nur um die Fotografiebranche oder nur um Nikon, sondern das ist in anderen Branchen und anderen Gegenden der Welt auch so.

Trotzdem keine Überraschung, das gerade von Nikon zu lesen. Die haben wohl in mancher Hinsicht den Anschluss an die Spitze verloren, wenngleich mehrere ihrer DSLRs weiterhin zur absoluten Spitzenklasse zählen.

Tom

So schaut es aus. Hier tun alle so, als wäre Nikon schon dicht gemacht worden, dabei sind die 2000 Mitarbeiter nicht viel und anderen Firmen geht es aktuell nicht besser.
Die Krise trifft viele Unternehmen und die Folgen sind Entlassungen und Kurzarbeit. Nikon ist immer noch eine Firma, von der man in den letzten Jahren nie etwas von Entlassungen gelesen hat, während andere Firmen einfach schon Leute entlassen haben, weil die Umsatzzahlen schlechter waren, als geplant. Das hätte Nikon ja auch schon längst so machen können, haben sie aber nicht. Vieleicht lag ihnen einfach mehr an den Mitarbeitern. Und jetzt ist es eine Maßnahme, die durchgeführt werden muss.

Henri

Der Kameramarkt ist aktuell wieder in etwa auf dem Stand vor dem Digital-Hype in den 90er Jahren des letzten Jahrtausends. Inzwischen hat jeder ein Smartphone und viele stellen fest, dass ihnen das zum fotografieren reicht. Ergo werden die Kompaktkameras und die sog. Einsteigerkameras kaum noch verkauft.
Verstärkt wird der Effekt bei Nikon noch dadurch, dass bei den Spiegellosen das Einsteigersegment vernachlässigt wird. Bestes Beispiel: Die Z50 mit ihren beiden Kit-Objektiven. Zu DSLR-Zeiten konnte man sich problemlos Objektive anschaffen, das ist jetzt leider nicht mehr der Fall. Sicher, es gibt die Vollformat-Objektive, aber die sind für den Hobbyfotografen meist zu teuer und haben außerdem keinen Stabilisator. Man muss zum FTZ-Adapter greifen, wenn man bessere aber eben auch ältere Objektive benutzen will. Eine solche Krücke spricht aber nicht gerade für den Kauf dieser Kamera, vor allem, wenn man neue Kunden ansprechen will.
Sollte tatsächlich eine Z30 in der Planung sein (mein Wunsch wäre eine Z70), so hoffe ich, dass es dann dazu noch das eine oder andere APSC-Objektiv geben wird. Und natürlich, dass Nikon Drittherstellern ermöglicht Objektive und Akkus zu bauen und anzubieten.

Bernhard

Ob die je in APS-C wieder groß einsteigen … hab da meine Zweifel. Der Markt ist tot, hatte ich da https://www.photografix-magazin.de/kamera-verkaufszahlen-2019/#comment-105287 schon geschrieben.

Liegt nicht am Sensorformat, sondern am Kundenkreis: Außer bei Fuji ist APS-C gleichbedeutend mit Einsteigerklasse – und eben diese Einsteiger gibt es nicht mehr, die nehmen den Taschenspion und gut ist.

Sabrina

Zitat:
“Inzwischen hat jeder ein Smartphone und viele stellen fest, dass ihnen das zum fotografieren reicht”

Diese Sicht ist für die traditionellen Kamera-Hersteller fatal.
Das Smartphone bietet fotografische Vorteile! Wer das übersieht, kann nur scheitern.
Und das Smartphone ist bezahlbar!

Alfred Proksch

Nikons Entscheidung für Spiegellose kam zu spät und war in mehreren Einzelheiten von der „Tradition“ behindert. Man wollte alles (neuen Anschluss, neue Objektive) selber machen hat aber vergessen das man im wichtigsten Baustein, dem Sensor, vom Lieferanten abhängig ist. Somit war die aktuelle Ware immer erst später verfügbar.

Zur selben Zeit hat eine andere am Abgrund stehende Firma, nämlich Leica, die L-Allianz ins Leben gerufen. Die Beteiligten haben sich unterschiedlich eingebracht und waren trotzdem selbständig geblieben. Der Erfolg/Misserfolg macht das sichtbar.

Damals war die Leica Geschäftsleitung bei allen Herstellern vorstellig geworden. Nikon hat die Chance verpasst in ein bereits bestehendes Anschlusssystem einzusteigen. Jetzt steht „Z“ für zu wenige Objektive. Vom APS-C-“Z“ will ich gar nicht erst sprechen!

Stefan-Do

Das Thema ist nicht neu. Anfang 2014, vor knapp sieben Jahren, gab es in der Welt die Prognose, nur Canon, Nikon uns Sony werden überleben. Für andere Hersteller blieben nur Nischen, wie sie Leica schon für sich gefunden hat. https://www.welt.de/wirtschaft/article124272943/Drei-Hersteller-werden-den-Kamerakrieg-ueberleben.html Wo stehen die einzelnen Firmen aktuell? Bis auf Olympus haben alle Hersteller ihr Quartalszahlen für Juli – September veröffentlich, und wir können vergleichen: Umsätze Jan – Sep 2020 in Mill Yen (1000 Yen sind heute 8,04 €) für die Kamerasparte Canon 218,3 Sony 198,9 Nikon 101,2 Fujifilm 45,1 Olympus fehlt noch, von Jan – Jun lag Olympus bei der Hälfte von Fujifilm. Panasonic, Ricoh, Leica, Hasselblad und Leaf One veröffentlichen keine Zahlen über ihr Kamerageschäft. Die Zahlen stammen aus den jeweiligen Quartals-Publikationen der Hersteller. Achtung: „Imaging“ ist bei jedem Hersteller etwas anderes. Canon summiert sowohl seine Kameras als auch seine Tintenstrahldrucker im Bereich Imaging. Fujifilm zählt auch die Filme, Fotopapiere und Laborgeräte (photo finisher) zu Imaging. Sony verkauft unter Imaging & Sensing Solutions keine Kameras, sondern seine Sensoren, das Kamerageschäft ist Teil der Electronics Products & Solutions. Man muss tiefer in die Zahlen eintauchen, wenn man die Kameraumsätze sucht. Ich nehme an, dass sich alle bei Canon und Sony sicher… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Danke für die neueste Info die mir so nicht bekannt war! Die Gemengelage ist also noch komplizierter als gedacht.

Anscheinend ändert sich dadurch am Kundenverhalten wenig. Die Hersteller erreichen den Verbraucher aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ausreichendem Maße.

Was nützen Sony und Canon die eigenen Sensoren wenn nicht genügend davon verkauft werden? Canon will den Supersensor vorstellen. Ob das noch hilft die Verkaufszahlen nach oben zu bringen?

Nikon hat 17 Z Objektive im Portfolio, Panasonic ohne Leica und Sigma 9 L Objektive, mit den L-Partnern sind es 38 Stück.

Das alles ist unwichtig wenn der Umsatz auf Dauer nicht mehr stimmt. Noch nie waren Kameras/Objektive besser als heute! Was nützt es? Wenig!

Sabrina

“Noch nie waren Kameras/Objektive besser als heute!”

Stimmt.
Aber Smartphones bieten trotz schlechterer Auflösung und einiger anderer Nachteile auch jede Menge Vorteile und sind bezahlbar.

Man kann sich nicht mit Smartphones messen. Deswegen verschwindet man in der Nische oder ganz vom Markt.

Stefan-Do

Nikon ist derzeit in der Phase des Bajonettwechsels. Das ist immer eine unangenehme Zeit, aber die anderen Hersteller haben diese Phase auch durchmachen müssen, und alle haben es überlebt. Zur Erinnerung: in den Nuller-Jahren boten Olympus und Panasonic Four-Third DSLRs an. 2008 wechselte Panasonic, 2009 folgte Olympus zum spiegellosen MFT. In den Nuller-Jahren hatte Fujifilm 5 SPS-C DSLRs Programm. Nikon-Gehäuse, Nikon-Bajonett, aber den eigenen Sensor mit dem x-Pattern. Ab 2010 kam Fujifilm mit dem spiegellosen x-Bajonett. Sony brachte 2012 die erste spiegellose Vollformat-Kamera, die a7 und 2016 die letzte Kamera mit Spiegel, die a99 II. Letztes Jahr verkaufte Sony 1,61 Mio. Kameras, davon 1.6 Mio. ohne Spiegel und 10.000 mit – sagt Nikkei. Aktuell bietet Sony immer noch vier Kameras und 31 Objektive für das A-Bajonett auf der deutschen Website an. Jetzt sind Canon und Nikon im Übergang, aber beide bringen spiegellose Objektive in beachtlichem Tempo in den Markt. Nikon hat 17 Objektive, davon 15 für das Vollformat. Panasonic hat 8 Objektive auf der Website. Sigma bietet 21 Objektive für das L-Mount an, davon sind 3 für APS-C und damit nur für die Leica TL, Klasse DC DN. Von den restlichen 18 Objektiven sind 7 speziell für spiegellose Systeme entwickelt,… Weiterlesen »

Thorsten

Ich sehe Panasonic in einer deutlich stärkeren Position als Nikon. Panasonic ist Mitglied der L-Mount Allianz, zusammen mit Leica und Sigma, auch wenn man mal die Leica Objektive außen vorlässt (wegen zu hoher Preise für viele) , gibt es aktuell schon deutlich mehr Objektive von Panasonic und Sigma mit L- Mount als Nikkore mit Z- Mount und vor allem, dank Sigma, zu konkurrenzfähigen Preisen. Und dieser Vorsprung wird wegen Sigma immer größer. Nikon macht mit dem Z- Mount den Fehler, das sie mal wieder die Protokolle verheimlichen. Deshalb hat sich ein Sigma- Sprecher vor wenigen Monaten dahingehend geäußert, das Sigma keine Objektive für Z- Mount plant, eben wegen der damit deutlich höheren Entwicklungskosten und das rechnet sich lt. Sigma mit dem gerigen Marktanteil von Nikon Z- Mount nicht. Panasonic ist führend im Bereich Video, das wird lt div. Marktanalysten immer wichtiger Neulich las ich irgenwo eine Statistik zu den aktuellen Marktanteilen und deren Trend bei Spiegellosen Vollformatkameras: Dabei zeigten nur Canon und Panasonic steigende Marktanteile, Nikon und Sony sinkende. Falls sich der Trend fortsetzt, wovon auszugehen ist, wird Panasonic sehr bald Nikon überhohlen. Allerdings muß dazugesagt werden, das Nikon und Panasonic nur sehr geringe Marktanteile haben, kein Vergleich zu Sony… Weiterlesen »

Martin Berding

Neukäufe tätigen viele Kunden erst, wenn das alte Gerät defekt ist. Dadurch gibt es praktisch nur Nachkäufe von alten Kameras, oder der Kunde hat andere Fotolösungen (SP). So allmählich zieht sich die Fotografie in die Nische zurück, Werbung von Fotohändlern findet man vergebens. Während jeder Supermarkt offensiv auf den Kunden zugeht, wird Fotografie nicht mehr wahr genommen. Und so kommt es, niemand traut sich mehr an das “schwierige Thema” ran. Es muss eben auch auf der Handelsseite ein Umdenken geben, momentan denkt man wirklich, man kommt als Kunde und droht mit Auftrag. So kann man nichts verkaufen, um das mal deutlich zu sagen. Um noch deutlicher zu werden, wenn der Kunde das “Bittstellergefühl” hat, war es das, er kommt nie wieder und das Thema Foto hat sich für ihn erledigt.
In meiner Heimatstadt gab es vor 20 Jahren 5 Fotohändler, 1 Händler mit 2 Geschäften ist noch da.

Sabrina

Foto Meyer in Berlin schaltet schon immer mal Werbung.

Martin Berding

Wie vielen von uns hängt auch mein Herz an der Fotografie. Das Beispiel Olympus zeigt, dass einer Firma, einem CEO manchmal nichts anderes übrig bleibt, als sich von irgendwas zu verabschieden. Herzblut an Produkten und Traditionen gibt es da nicht. Das soll nicht heißen. dass Nikon jetzt die Fotografie über Bord wirft, aber so wie früher, wo der Stolz einer Firma an den Produkten zu sehen ist, so ist das nicht mehr. Man könnte viele Firmenchefs mit Herzblut aufzählen (Carl Borgward, Max Grundig, Akio Morita, Martin Mende), sie sind ausgestorben. Produkte haben die Aufgabe Geld einzuspielen, sonst nichts. Wenn sie es nicht mehr tun, kommen sie weg. Das ist die Aufgabe des CEO, wenn er es nicht erledigt, machts der Nachfolger. Und so ist die Verabschiedung von 2000 Mitarbeitern, also 2000 Einzelschicksalen, nur noch ein Vorgang.

Martin

Hallo Martin Berding, Einzelschicksale – immerhin 2000 Menschen, die bestimmt nichts können für das Versagen und Unvermögen ihrer Manager oder sollten wir sie lieber “Nieten in Nadelstreifen” nennen, die diesen Vorgang zu verantworten haben ? Nur noch ein Vorgang ? Nein, es gibt inzwischen viele in allen Wirtschaftsbereichen als Folge eines erbarmungslosen und ruinösen Wettbewerbs und eines gnadenlosen nur und einzig auf Profit ausgerichteten Raubtierkapitalismus. In dieser Welt hatten die ehrbaren Kaufleute wie Borgward, Grundig etc. auf Dauer keinen Platz, weil ihre Handlungen von menschlichem Anstand und Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitarbeitern geprägt waren. Dass NIKON in eine derartige Schieflage geraten ist, liegt für mich an einem jahrelangen Missmanagement und einer Arroganz als einstigem Marktführer, die kaum zu überbieten ist. Ich habe an anderer Stelle meine Wahrnehmungen über viele Jahre schon dargestellt und mich anfänglich nur gewundert, dass die Premiummarke NIKON wiederholt Produkte auf den Markt bringt, die fehlerhaft waren und durch Nachfolgeprodukte ersetzt werden mussten. Als ich bei NIKON mal erwähnte, dass es bestimmt nicht sinnvoll sei, auf billigen “Plastikkisten” den guten Namen NIKON zu schreiben, erhielt ich sinngemäß zur Antwort, dass man auch preiswerte Produkte für Einsteiger anbieten müsse. Und als ich die fehlerbehafteten Produkte erwähnte, hieß es nur,… Weiterlesen »

Archie

Hi Martin, das ist wieder mal eine sehr treffende Analyse der derzeitigen Situation bei Nikon. Tatsächlich bin ich einer derjenigen, die Nikon nach Jahrzehnte langer “Gefolgschaft” den Rücken gekehrt haben. Aber trotzdem – oder vielleicht sogar gerade deswegen – tut es mir sehr leid, den Niedergang dieser Traditionfirma miterleben zu müssen. Zurückkehren werde ich sicher nicht, weil mir ein erneuter Umstieg einfach zu teuer ist, selbst wenn die Z-Linie in ein paar Jahren mit Top-Kameras und einem umfangreichen Objektivangebot, wie man es bei F gewohnt war, wieder voll konkurrenzfähig sein sollte..
Noch ein Wort zur Entlassung der Mitarbeiter: Vielleicht mag es sich kurzfristig finanziell als günstig darstellen, wenn man die Personalkosten senkt und Leute “freistellt”. Was ist aber, wenn es wieder aufwärts geht und mehr Mitarbeiter*innen gebraucht werden. Dann ist das gut ausgebildete Personal weg und neues muss mit erheblichem Aufwand neu angelernt werden. Ob das wirklich klug ist?

Martin

Hi Archie, bei allen Entwicklungen gibt es ja immer auch eine emotionale Ebene, die ich zumindest mit dem Erlebten über Jahrzehnte verbinde und die mich schon deshalb nicht gleichgültig werden lässt. NIKON ist traditionell sehr verschwiegen und nur wenige leitende Mitarbeiter kennen die streng gehüteten Firmengeheimnisse über neue Technologien und zukünftige Entwicklungen. Es ist deshalb für mich ein absolutes Novum, schon jetzt über Planungen und neue Geräte -wenn auch aus unsicheren Quellen- zu reden, die vielleicht erst in 1 Jahr vorgestellt werden. Zudem wird von der Z9 sogar ein Bild veröffentlicht, dem man ansehen kann, dass es sich wahrscheinlich um eine Profikamera handelt, deren Entwicklung zugleich weit fortgeschritten sein dürfte. Beim NPS ist jetzt eine Z7 II eingetroffen, die man nur ungern zu Testzwecken heraus gibt, weil es sich noch um ein Vorserienmodell handeln soll. Dennoch seien die Bilder mit der neuen Festbrennweite und dem 24-70/ 2.8 überragend und auf dem 27 ” Monitor und 5 K Auflösung ohne erkennbare Bildfehler. Das mag durchaus so sein, aber diese Kamera hätte so bereits vor 2 Jahren vorgestellt werden müssen. Für die D850 soll tatsächlich ein Nachfolgemodell kommen, wobei für mich und auch nach Ansicht meines Händlers die Bildqualität über jeden Zweifel… Weiterlesen »

Tom

“Ich habe bei diesem Gespräch nochmal eine letzte vorrätige D850 in die Hand genommen und viele Erinnderungen wurden wieder wach. Perfekt verarbeitet und liegt in der Hand wie angegossen. Durch den hellen optischen Sucher betrachtet, liegt einem die ganze Welt zu Füßen. Ein herrliches sanftes Auslösegeräusch – mit Spiegel – stimmt mich nachdenklich : War der Systemwechsel zu den Spiegellosen wirklich unabdingbar notwendig ? Diese abgehackten Gehäuse, diese elektronischen Sucher, dieser Stromverbrauch, der doch einen Batteriegriff notwendig macht.” Mit diesen Sätzen sprichst du mir aus der Seele 🙂 Ich habe mir Anfang des Jahres die D780 geholt und das altbekannte Feeling war wieder da. Die Haptik, die Knöpfe, die Bedienung, der Sucher, das Auslösegeräusch mit Spiegel. Alles, womit ich damals begonnen habe. Das hat mir so gefallen, dass ich meine A7III kaum noch benutzt habe. Stattdessen habe ich mir jetzt bei der Nikon Sofortrabatt Aktion noch die D850 gekauft und die ist einfach brachial in allen Belangen. Von Sony und DSLMs trenne ich mich jetzt nach einigen Jahren wieder. Ja, die DSLRs sind groß und schwer, aber sie liegen auch besser in der Hand und lassen sich besser bedienen. Die “alten” Objektive können vielleicht auch nicht mehr mit neueren mithalten,… Weiterlesen »

Archie

Ich habe noch eine F5 im Schrank und wenn es mir mal – fotografisch – nicht gut geht, hole ich sie heraus und drücke auf den Auslöser: der Spiegelschlag ist eine Offenbarung!

Martin

Hallo Tom, Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie ich mich über Deine Replik gefreut habe – herzlichen Dank dafür ! Ich bin auch ganz schwach geworden, als mein Händler mich unvermittelt gefragt hat : “willst Du sie haben, es ist im Augenblick meine letzte und ich weiß nicht, ob und ggf. wann ich überhaupt noch eine neue Lieferung bekomme !” Er kennt mich seit vielen Jahren, weiß, dass ich hohe Ansprüche stelle und ein Perfektionist bin und setzte gleich noch hinzu, “mit der Z7 II wirst Du nicht glücklich !” Mein Gott, welch ein Gefühl, welch eine Haptik und Anfassqualität – das ist für mich Kamerabau auf höchstem Niveau und wie Du richtig feststellst, alles ist an der richtigen Stelle und so unglaublich vertraut. Die Kamera hat eine umwerfende Ausstrahlung, sie ist ausbalanciert, sie hat gefällige Porportionen und ist wirklich perfekt verarbeitet. Diese Anmutung löst ein Habenwollen-Effekt aus und das reflexartige Bedürfnis, mit dieser Kamera zu jeder Zeit und Gelegenheit fotografieren zu wollen. Viele Erinnerungen wurden wach und ich habe in diesem Moment innerlich gespürt, wie nah ich noch immer mit NIKON verbunden bin und wie stolz ich war, als ich mit der ersten F-801 vor vielen Jahren begonnen hatte… Weiterlesen »

Archie

Zur Seele der Sonys möchte ich kurz was sagen. Ich habe eine A7R4 und eine A9 – und eine Nikon Z7: Letztere hat für mich eindeutig die geringere Ausstrahlung, wohl gemerkt: für mich. Die Seriengeschwidigkeit der A9 ohne Sucherverdunkelung, die Auflösung der A7R4, das hat schon was. Und in der Haptik sind sie durchaus vergleichbar, außer dass ich an die Sony einen vollwertigen Batteriegriff anschrauben kann … Aber natürlich kommt keine Spiegellose (und zwar unabhängig davon, was als Markenname draufsteht) an eine D850 ran. Aber das wäre ein Äpfel und Birnen – Vergleich.

Martin

Hi Archie,

mir käme es niemals in den Sinn, die Produkte eines Mitbewerbers schlecht zu reden, zumal ich eine SONY aus der 7er bestenfalls mal in der Hand hatte. Technisch sind sie bestimmt auf der Höhe der Zeit, weil ich ohnehin große Unterschiede bei den einzelnen Marken nicht feststellen kann.
Es geht mir bei meiner Aussage ausschließlich um das Erscheinungsbild und bei dieser Betrachtung kämen weder eine SONY noch eine Z7 oder Z7 II in Frage (mit oder ohne Griff).
Es ist nur eine Frage des Geschmacks.

Florian

Hi Martin uns Archie,
endlich macht es hier wieder mal richtig Freude die Post‘s zu lesen.
Ihr bringt das ganze Nikonfeeling sehr, sehr gut auf den Punkt.
Ich teile eure Einschätzung zum D850 Nachfolger. Ich bin skeptisch ob die Z6 II und Z7 II genügend Fotobegeisterte zum Umstieg auf den Z-Mount bewegen können, aber anders herum: Ich hoffe dass die Zwei das schaffen.
Generell gibt es keinen Zweifel, dass alle Z-Optiken ihren F-Mount Pendanten weit überlegen sind.
Als eingefleischter D850 Fan kommt der Wechsel zu Z erst mit einem Body , welcher der D850 klar überlegen ist.
Alles was ich bis jetzt gelesen und gesehen habe, scheint das eindeutige die Z9 zu sein. Das Nikon gerade 2000 Stellen abbaut finde ich auch nicht beunruhigend oder entsetzlich.
Vielmehr ist man gerade dabei sich dem zukünftigen Markt anzupassen. Weg vom Massenmarkt. DX wird hier wohl oder übel in der Versenkung verschwinden.
Wie ihr ja auch schon geschrieben habt, wird Nikon nicht mehr für jeden Geldbeutel in Frage kommen.
Ich hoffe jedenfalls, das Nikon seinen Platz in der Profiliga halten wird.
Mein Umstieg zu Z wird kommen.
Aber erst mit der Z9.⚡️

Martin

Hi Florian,

wenn NIKON überlebt, was ich hoffe, wird man mit dem Nachfolger einer D850 Anklang finden, die noch über zahlreiche Objektive für das alte Bajonett verfügen.
Aus meiner Sicht wäre es für NIKON eine kleine Sensation und zugleich ein richtiger und notwendiger Befreiungsschlag, wenn es bereits zur Olympiade gelänge, eine erstklassige Z9 zu präsentieren. Sie dürfte ja in den Grundzügen weitgehend fertig gestellt sein und es wären noch ca. 8 Monate für die Feinabstimmung.

Ich bin mit Dir einer Meinung. dass NIKON zur Profiliga gehört und eine Z9 produzieren kann, die das technisch Machbare beinhaltet. Und eine Präsentation zu Olympia im eigenen Land wäre der richtige Zeitpunkt.
Das werden sich deren Manager bestimmt auch sagen und nichts unversucht lassen – koste es, was es wolle !

Wenn es so kommt, werde ich dabei sein – ganz bestimmt !

Es wird eine aufregende und spannende Zeit – bleiben wir gesund und begeisterungsfähig !

Gute Nacht !
Martin

Tom

Ich merke schon, wir ticken da ähnlich 🙂 “Fotografie ist für mich eine Kunst, eine Kunst des Sehens und Fühlens, der immer auch eine Spur von Emotionalität anhaftet. Diese Bilder müssen ausgewogen und perfekt sein und die Natur und das Umfeld so realistisch abilden und wiedergeben, wie ich sie angetroffen und erlebt habe.” Genauso sehe ich das auch. Ich habe aber den Punkt “Emotionen” in den letzten Jahren anscheinend aus den Augen verloren. Ich bin weg von Nikon, weil es überall hieß “DSLMs sind die Zukunft, damit wird alles besser und leichter”. Das glaubte ich auch und bin dann zum damaligen VF DSLM Vorreiter, nämlich Sony und habe da nur immer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet. Zuerst die A7II. Sie hat funktioniert und hat das gemacht, was sie sollte. Trotzdem war ich nie wirklich zufrieden und habe dann zur A7III gegriffen, weil ich dachte, dass sie mir das gibt, was mir irgendwie fehlt. Nach Jahren mit der A7III, die einge hervorragende Kamera ist, hat es sich aber trotzdem immer so angefühlt, als wäre ich nie ganz zufrieden damit. Knöpfe, die ohne Logik angeordnet schienen, eine grauenvolle Haptik (für mich) und blind bedienen konnte ich letztendlich nie. Irgendetwas fehlte und ich wusste… Weiterlesen »

Archie

Hallo Tom, es ist eine Freude, deinen Beitrag zu lesen. Ich habe meine DSLR-Ausrüstung wohlweislich nicht verkauft, als ich bei Spiegellos eingestiegen bin. Jetzt nutze ich beide Systeme parallel, die D850 mit einer D810 als Backup und von Sony die A7R4 und die A9. Was soll ich sagen, beide haben ihre Berechtigung. Natürlich ist die Nikon vertrauter, weil sie sich von der Bedienung über längere Zeiträume kaum geändert hat; man weiß einfach wo man hingreifen muss. Der Umstieg auf Sony war schwierig, um nicht zu sagen sperrig. Der, der sich deren Konzept ausgedacht hat, hat völlig anders gertickt als der bei Nikon. Aber trotz fortgeschrittenen Alters 🙂 habe ich es geschafft, mich einzulernen und weiß inzwischen mehr oder weniger intuitiv, wo ich hinlangen muss. Jetzt wähle ich vor jedem Fotoausflug die passende Ausrüstung aus: Darf es etwas mehr Gewicht sein (sprich Auto), dann Nikon, will ich nicht zu viel tragen (sprich Fußmarsch), dann Sony. Schwierig ist es bei größeren Reisen (ja, früher durfte man das). In Grönland war leichtes Gepäck gefragt (dort gibt es praktisch keine Autos, weil Straßen fehlen), also war es die Sony (mit dem 28-75 Tamron und zwei Zeiss-Batis Linsen (18 und 135) – das war perfekt.… Weiterlesen »

Tom

“Was soll ich sagen, beide haben ihre Berechtigung.” Sehe ich auch so, weshalb ich auch hoffe, dass beide System in Zukunft parallel existieren. “Jetzt wähle ich vor jedem Fotoausflug die passende Ausrüstung aus: Darf es etwas mehr Gewicht sein (sprich Auto), dann Nikon, will ich nicht zu viel tragen (sprich Fußmarsch), dann Sony.” Deswegen überlege ich aktuell noch, ob ich die A7III nicht einfach mit dem Tamron 28-75mm behalte, denn beim Wandern ist das eben schon ein Vorteil. “Nikon mit […] dem Tamron 70-200” Das Tamron 70-200 F2.8 steht auch noch auf meiner Liste. Das brauche ich unbedingt 😀 Ich hoffe da noch auf ein Angebot :-). “Was die Qualität angeht, gibt es keinen signifikanten Unterschied; mit beiden Systemen kann man hervorragende Bilder machen.” Das stimmt, denn wie wir wissen, hängt es vom Fotografen ab, nicht von der Technik. “Übrigens: Wenn es mich packt, schnappe ich mir meine Leica M 8 (12 MP-Sensor) mit dem 28-er Elmarit und dem 35-er Voigtländer und schieße ein paar Fotos, was mir große Freude macht -alles “händisch”!” Mein Traum ist auch eine Leica und wegen der Art, wie man damit fotografiert. “Wir Fotografen sollten aufhören, uns zu bekriegen, nur weil der andere auf ein… Weiterlesen »

Florian

Hallo Tom, toller Beitrag.
Geht runter wie Öl????????
Bin absolut bei dir.

Thorsten

Du triffst den Nagel auf den Kopf! Was ich in 20 Jahren als treuer Kunde in den letzten Jahren meiner Nikon- Nutzung erlebt habe, geht auf keine Kuh- oder irgend eine andere Haut.
Probleme wurden verlarmlost, wegdiskutiert und geleugnet, genau so!
Die haben mich als langjähringen guten Kunden richtig viel Geld gekostet…
Deren Arroganz war (ist?) nicht zu überbieten, Kundenorientierung? Was ist das denn?
Und die Z- Serie? Es fehlen einfach Objektive! Davon das sie zu spät eingestiegen sind und technisch hinterherhinken, mal ganz abgesehen Und dann verschlüsselt man auch noch die Protokolle zu den Objektiven, um es Fremdanbietern schwer zu machen….
Da kann ich wirklich kein Mitleid mehr empfinden.

Curt

Ich hoffe es wird der Nachfolger der d850 -.-

A. Brammer

Die Zukunft des Marktes für Kameras wird sich so gestallten wie der Markt für HiFi-Geräte heute schon ist: Extrem teure Premium-Produkte oder aber billiger Schrott. Dazwischen gibt es dann nichts mehr. Der Markt folgt der Einkommensentwicklung. Reiche oder Arme. Der Mittelstand bricht weg.

Charlie V.

Die ganzen Kommentare von oben in 5 Sätzen erklärt. Chapeau.

VaMiWa

Ich fotografiere seit 10 Jahren mit allen Kameramarken, nur nicht mit Nikon. Warum nicht? Ich weiß es nicht wirklich, aber mich hat bis heute keine einige Nikon-Kamera interessiert. Nicht eine.
Meiner Meinung nach rächt sich jetzt der oftmals schlecht zitierte Kundenservice und mein persönliches Gefühl – dass man ordentlich am Markt vorbei produziert.
Canon war in der gleichen Situation, und für mich waren die letzten Jahre wirklich sehr enttäuschend was Canon (nicht) abgeliefert hat. Aber sie haben es in der Tat geschafft eine R5 und eine Reihe von extrem geilen R Linsen zu (er)schaffen. Das war nicht nur ein Nachziehen, sondern eine Vorgabe! Nikon ist da mit den Z immer noch im Hinterhof.

Thorsten

Ich habe über 20 Jahre halbprofessionell mit Nikon Equipment Naturfotografie betrieben zu Analogzeiten und auch die D200 war sehr gut, aber dann haeuften sich Qualitätsprobleme bei immer mehr Produkten und der einstmals gute Kundendienst wurde immer weiter eingeschränkt. Auch ist man nicht ehrlich mit den Kunden umgegangen, Arroganz bis zum geht nicht mehr. Dann habe ich vor da 7 Jahren das System gewechselt zu MFT Olympus und Panasonic und bei Vollformat zunächst Sony, mit denen war ich auch nicht zufrieden, jetzt mit Panasonic S bin ich endlich angekommen.
Nikon hat halt immer stärker abgebaut, die Innovationen setzen laengst andere Hersteller. Schade eigentlich….

Matthias

Thorsten,
dass Nikon immer mehr abgebaut hat, ist gar nicht so aufgefallen, weil man jahraus jahrein mit den Nikons fotografiert hat und gar nicht das Bedürfnis hatte, etwas Neues zu kaufen. Einige Kollegen haben noch nicht mal mitgekriegt, dass man ihre d4s mit 400000 Belichtungen nicht mehr neu kaufen kann…

Martin

Hi Thorsten, die D200 war aus meiner Sicht nicht sehr gut und hatte zahlreiche konstruktionsbedingte Mängel, die man trotz mehrerer Nachbesserungen auch nicht völlig beseitigen konnte. Deshalb hatte man sich entschlossen, die D300 als Nachfolgemodell bereits nach etwas mehr als 1 1/2 Jahren vorzustellen, mit der ich über 6 Jahre gearbeitet habe. Nach etwa 3 Jahren erfolgte ein kostenloser Check und eine kostenlose Reinigung des Sensors, wobei keinerlei Mängel zu Tage traten. Leider hat man sich mit dem längst erwarteten Nachfolger, also einer D400, viel zu viel Zeit gelassen und erst nach 6 1/2 Jahren völlig unerwartet eine hervorragende D500 vorgestellt, die für mich zu spät kam. Bildqualität, Verarbeitung und insbesondere der AF waren nach einer 1 Woche Test über jeden Zeifel erhaben. Die Objektive entsprachen in mehreren Fällen nicht meinen Vorstellungen und einige hätten auch erneuert werden müssen. Im Kleinbildbereich gab es die bekannten Mängel ( Banding etc. ) und erst die Nachfolgemodelle waren ohne größere Probleme. Im DSLR-Segment sind die D780 und D850 allseits anerkannte Spitzenprodukte, die bestimmt keinen Vergleich scheuen müssen mit den Werkzeugen der Mitbewerber. Eine sehr kritische Betrachtung habe ich mir bereits an verschiedenen Stellen in diesem Forum zu den spiegellosen Kameras erlaubt, die mit… Weiterlesen »

Thorsten

Hallo Martin, mit meinen analogen Nikons, der F4, F90x und FM2 war ich immer sehr zufrieden. Einen Nikon Kundendienst gab es in der nächsten Stadt (Hannover), den musste ich in all den Jahren aber nur ein paar Mal in Anspruch nehmen. Mit der D200 hatte ich bis auf die enorm schnelle Verschmutzung des Sensors keinerlei Probleme, obwohl ich sie häufig über Jahre genutzt habe. Die D300 habe ich mir verkniffen, bot für mich, der ich kein Action- Fotograf bin, zu wenig Vorteile, vor allem keine die Bildqualität betreffend, wie ich aus div Tests und im Vergleich mit der D300 eines Kollegen herausfand. Ich habe Jahre auf die D400 gewartet- vergebens. Dann habe ich mir aus Verzweiflung die D7000 zugelegt, die Bildqualität war sehr sehr gut, aber mit dieser Nikon fing die Misere an: Unsteter Weissabgleich und unstete Matrixmessung, das hat Nikon nie in den Griff bekommen, so das ich an der Kamera immer mit der mittenbetonten Interalmessung und Spotmessung arbeiten musste. Dazu weiterhin, wie bei der D200 eine enorm schnelle Verschmutzung des Sensors, trotz größter Vorsicht, er zog den Staub geradezu magisch an. Kostet in der Nachbearbeitung sehr viel Zeit. Dazu kam eine schlechte Bedienung der Spiegelvorauslösung (Menue) und schlecht… Weiterlesen »

Thorsten

Oh, ich sehe gerade das sich doch etliche Rechtscheibfehler eingeschlichen haben, ich habe es nebenbei auf einem Tablet geschrieben

Martin

Hallo Thorsten, danke für Deine ausführlichen Erfahrungen, die ich auch gut nachvollziehen kann und die Dich zu Recht verärgert haben. NIKON hat mir im Gegensatz zu Dir immer geholfen und beigestanden, sicherlich nicht zuletzt wegen einer besonderen Nähe zu deren Dependance und einigen Mitarbeitern in der Führungsebene. Ich bin sehr häufig vor Ort gewesen, habe mich ständig über Neuerscheinungen informiert, wurde zu mehreren Veranstaltungen und Messen eingeladen und hatte häufig die Gelegenheit, mit absolut versierten Experten zu sprechen. Bei berechtigter Kritik – klar und deutlich von mir in einem angemessenen Tonfall vorgetragen – war man allerdings nicht begeistert, zeigte sich schwerhörig, versuchte die Dinge schönzureden und schob einen plötzlichen Termin vor, wenn ich nicht locker gelassen hatte. Dennoch konnte ich mir sogar für die Dauer meines Urlaubs eine D5 mit 2 sehr teuren Objektiven ausleihen, die ich mir nicht gekauft hätte, weil ich kein Berufsfotograf bin. Für die mehrmalige Ausleihe habe ich auch nie etwas bezahlt, auch für den beschriebenen Service an meiner D300 nicht, was ich manchmal mit einer sehr guten Flasche Wein honoriert habe. Durch meine vielen Gespräche, u. a. mit dem Cheftechniker und auch mit einigen Profis bekam ich zwangsläufig auch deren Probleme mit und wusste, dass… Weiterlesen »

Thorsten

Hallo Martin,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort, vieles sehe ich ganz ähnlich.
Ich habe eigentlich bei jedem Hersteller etwas zu mäkeln, die perfekte Kamera für mich wurde noch nicht erschaffen, aber die Panasonic Produkte kommen meiner Idealvorstellung schon verdammt nah, wie früher zu Analogzeiten die Nikon Gerätschaften.
Olympus hat in den letzten Jahren leider auch nachgelassen und auch dauerhaft Verluste eingefahren, deshalb der Verkauf. Aber Qualität und Kundendienst stimmten immer. Schade, ein sehr innovativer Hersteller.
Aber die Freude am Fotografieren lasse ich mir nicht nehmen, denn die Bilder macht ja in 1. Linie der Kopf hinter der Kamera, außerdem sind es ja auch die Erlebnisse, die ich beim fotgrafieren habe, egal mit welcher Marke. Aber wenn bestimmte Dinge nicht funktionieren ärgert mich das, ist bei mir wohl auch beruflich bedingt, da ich in einer großen deutschen Fa. die elektrotechnische Produkte herstellt, in der Qualitätssicherung arbeite.
Nun gut, ich habe mit MFT und dem L- Mount System (vorerst) meine Systeme gefunden, wer weiß was noch alles passiert, der Markt bricht ein und alle Hersteller haben zu kämpfen, hoffen wir das die meisten überleben, denn Konkurrenz steigert die Qualität und senkt die Preise.
Gruß Thorsten

Martin

Hallo Thorsten, in vielen, unserer Auffassungen erkenne ich eine zunehmende Kongruenz und bin daher ziemlich sicher, dass wir beide ein gemeinsames Ziel anstreben. Ich übersehe allerdings nicht, dass sich die wirtschftliche Lage bei NIKON auf Messersschneide bewegt und im ersten Halbjahr nur Verluste eingefahren worden sind. Die Bauteile werden ja ganz überwiegend von zahlreichen Zulieferern bereit gestellt und denen ist ja die finanzielle Situation ihres Auftraggebers nicht verborgen geblieben. Sie werden sich sehr genau überlegen, ob es Sinn macht, spezielle Bauteile mit speziellen Werkzeugen und Maschinen zu produzieren, die nach einer zu befürchtenden Insolvenz nicht mehr zu gebrauchen sind. Ich will mir eine solche Entwicklung gar nicht erst weiter ausmalen, aber NIKON hat auch keine weiteren Geschäftsfelder und Standbeine, die Umsatzverluste mal abfedern oder kompensieren könnten. Es fehlt ein starker und vor allem seriöser Partner als Finanzinvestor, der zugleich ein ambitionierter Fachmann sein muss und maßgeblich die zukünftige Modellpolitik mitbestimmt so wie z.B. Andreas Kaufmann bei LEITZ in Wetzlar, von dem auch bekannt ist, dass er alle 2 Jahre seinen CEO entlässt, wenn die gesteckten Ziele ausbleiben. Was PANASONIC angeht, arbeitet man ja seit vielen Jahren eng zusammen und da ist sicher auch eine Menge abgefärbt, wie man unschwer erkennt.… Weiterlesen »

Thorsten

Hallo Martin, wir sehen vieles sehr ähnlich. Mit der S5 hat Panasonic den DFD Autofokus meiner Meinung nach entscheident verbessert und ja diese Verbesserungen sollen per Softwareupdate auch in die S1 Modelle einfließen, Ende des Jahres, das hat Panasonic schon angekündigt. Ich habe auch nie verstanden, warum sie an dem Sonderweg DFD festhalten, aber inzwischen sind die anscheinend richtig gut geworden. Neulich sah ich einen Vergleich der MFT Kameras Panasonic G9 mit der deutlich neueren Olympus EM1-III und die G9 gewann beim AF- Tracking, die haben die Firmware weiter optimiert. Ich besitze beide Kameras und die G9 ist mir aufgrund der überragend guten Bedienung lieber, obwohl älter und deutlich preiswerter. Der Tier- AF an meiner G9 funktioniert verblüffend gut. So bin ich eigendlich auf die S- Modelle von Panasonic gestoßen, weil mir die Sony A7 Modelle in der Handhabung so gar nicht zusagen, die G9 aber sehr. Von meinen Sony- Gerätschaften werde ich mich trennen. Ich habe den Eindruck das die Panasonic- Entwickler auf die Kunden hören, die lassen sehr viele Verbesserungen einfließen, so richtig für Fotografen gemacht, das gefällt mir sehr, oft durchdacht bis in Details der Fotografenpraxis. Olympus, war eigentlich in den letzten Jahren mein Hersteller, hat Kundenwünsche… Weiterlesen »

Martin

Hallo Thorsten, Du hast sicherlich nicht überlesen, dass ich auch große Sympathien für PANASONIC empfinde. Bei mir im Wohnzimmer steht ein 37 ” LCD in Full HD, der ein hervorragendes Bild erzeugt und darunter steht mein Blueray-Player. Alles erstklassige und solide Geräte und durch die enge Verbindung mit LEICA sehr gut aufgestellt. Im kommenden Frühjahr werde ich mir von meinem Händler nochmal eine SR1 mit der bestmöglichen Optik ausleihen und ein paar Bilder machen, bestimmt aber auch die kleine S5 wegen ihres so gelungenen klassischen Design´s nochmal probieren. Wenn vielleicht manchmal der Eindruck entstehen sollte, dass ich einzig und allein auf NIKON fixiert wäre, so ist das keinesfalls so. NIKON liegt mir zwar sehr am Herzen, aber für Werbekampagnen würde ich mich nicht einbinden lassen. Dafür kritisiere ich auch viel zu viel und bin schonungslos offen. Im Übrigen ist NIKON eher am Abgrund als an einem möglichen Erfolg und Weiterbestand und wenn der Super-GAU eintreten sollte, geht das Leben auch weiter und ich werde mir einen anderen Hersteller suchen müssen. Es ist sicherlich noch zu früh, schon jetzt nach Alternativen zu suchen, aber es wird sie geben, z. B. PANASONIC oder auch LEICA, auf jeden Fall sehr hochwertig. Hoffentlich kriegen… Weiterlesen »

Thorsten

Ich bin auch oft mit dem Rad unterwegs, aber dann meist mit der MFT Ausruestung. Die KB Ausrüstung nutze ich, wenn ich gezielt Landschaft fotografieren moechte, wegen des höheren Potentials in den RAW Daten.Aber
Gruß Thorsten

Martin

Landschaftsfotografie gehört zu meinen absoluten Vorlieben, daher die Suche nach einer hochwertigen Vollformat – besser Kamera im Kleinbildformat, wie es korrekt heißen sollte.

Das Kleinbildformat hatte der Leitz-Mitarbeiter Oskar Barnack Anfang des 20. Jahrhunderts auf Basis des 35 mm breiten Kinofilms entwickelt, auf dem sich Bilder im Format 36 x 24 mm belichten ließen.
„Vollformat“ ist ein problematischer Begriff, den ich an dieser Stelle gar nicht weiter ausführen möchte.

Mit dem Fahrrad macht es bei gutem Wetter auch richtig Spaß, das ich mir am Urlaubsort ausleihe und hinten einen Korb montieren lasse, in den meine relativ große Kameratasche von LowePro passt.
Unterwegs sehe ich ständig neues, was mir gefällt und muss dauernd absteigen und meine Kamera wieder auspacken.
Wenn man am späten Nachmittag zurückkehrt und unter der Dusche steht, merkt man immer öfter, dass man nicht mehr ganz jung ist.
Nach dem Abendessen schaue ich mir dann auf meinem Laptop die Bilder an und spüre dann wieder Freude und Genugtuung und die Erschöpfung lässt augenblicklich nach.

Gruß Martin

Thorsten

Wir scheinen uns ja recht ähnlich zu sein, so bin ich mit dem Rad auch unterwegs. Aber meist mit einem kleinen Fotorucksack und einer MFT- Ausrüstung, oder mit dem König Fotoeinsatz für Ortlieb Packtaschen. Jetzt zu Corona- Zeiten, bin ich nach Feierabend und am Wochenende noch viel öfter mit dem Rad und einer Kameraausrüstung unterwegs. Meine Stammkneipe hat leider geschlossen. Sie S1 nehme ich dann nicht mit, ist mir zu schwer und klobig, obwohl für Landschaften vom Stativ geradezu ideal. Meist nutze ich dann eine MFT- Ausrüstung, aber auch die neue S5 bereitet mir dann viel Freude. Außerdem hat sie für eine KB- Kamera ein geradezu sensationell effektiven internen Bildstabilisator (Nur etwas schlechter als bei der S1 oder G9) Es ist ja auch deutlich anspruchsvoller einen KB Sensor, mit der deutlich höheren Masse, effektiv zu stabilisieren. Da ist Panasonic allen anderen KB- Anbietern deutlich voraus. Bei MFT sind aber die Stabilisatoren der Olympus EM1-II und EM1-III noch ein Stück effektiver als bei der schon sehr guten G9. Effektive Bildstabilisatoren sind gerade wenn man mit dem Rad unterwegs ist, ein ganz entscheidender Vorteil, so kann denn des öfteren ein sperriges Stativ Zuhause bleiben. Um mal wieder den Bogen zum Thema zu… Weiterlesen »

Matthias

…zum Kundendienst kannst Du gar nichts sagen, weil Du nie mit Nikon fotografiert hast. Und genau das gilt für die Kameras.Das Internet ist eben geduldig und viele Leute dürfen da ihre Meinung verbreiten, die übernommen wurde von anderen, die auch wieder usw usw. Damit relativiert sich dann auch Deine Meinung zu Kameramarken…

vamiwa

Hallo Matthias, das lasse ich so nicht ganz gelten, denn in meinem Fotoverein sind ca. 10 Leute mit Nikons und jeder einzelne hat kein gutes Haar am Kundendienst gelassen. Ergänzen möchte ich vielleicht, dass ich diese Meinung aus Österreich kund tue, Großraum Wien.

Persönlich habe ich im Zeitraum 2010-2015 bei Canon auch teilweise grottenschlechte Erfahrungen gemacht (Lichtleck und Ablösung der Handgummierung sowie falsche Sensorreinigung durch Serviceteam), aber seit ich das über meinem Canon Pro-Händler direkt spiele, geht es halbwegs. Seit der R5 ist auch Canon aufgewacht und ist fast rund um die Uhr für mich erreichbar und sofort zur Stelle. Schau ma mal ob es anhält, es wäre zu hoffen.

Ich bin im Moment sehr gut bei Fuji aufgehoben, der FPS Service wird zwar aus Deutschland aus betreut, aber erst gestern habe ich wieder eine Kamera und ein Objektiv zum Check gesendet. Vor 2 Jahren wurde mir kommentarlos ein Objektiv getauscht, die Updates sind immer voll gepackt, die Kontaktaufnahme und Beantwortung vorbildlich.

Thorsten

Aber ich kann etwas dazu sagen. Ich habe 20 Jahre lang intensiv mit Nikon halbprofessionell Naturfotografie betrieben, bis vor ca 8 Jahten, dann habe ich den Hersteller gewechselt, auch wegen eines wirklich katastrophalen Kundendienstes.
Und unzumutbarer Produktqualität. Zu Analogzeiten vorbildlich, da gibt es kaum etwas auszusetzen, aber dann mit den digitalen Kameras und der Schließung einiger Service Points fing die Misere an. Nach dem die Kundendienststation in Hannover aufgelöst wurde, die reinste Zumutung. Dann Umstieg auf Olympus, mit exzellentem Kundendienst. Auch den von Panasonic kann ich wärmstens empfehlen.

Frank Becher

Es ist Zeit für eine grundlegend Neuorientierung, weg von hochklassigen Objektiven, hin zur ausgefeilten Programmen mit Anbindung an 5G. Derartige Kameras können bis 2023 entwickelt und auf dem Markt sein. Das Know-how ist da, es muss nur implementiert werden. Kamera 2023 Ziel: Die Kamera soll ohne jede Eingriffe autonom (fast) perfekte Foto – und Video herstellen und diese online an eine cloud (des Fotografen, der Redaktion usw.) übertragen Die Kamera 2023 hat folgende Features: Analyse des Motivs aufgrund von entsprechenden im Internet verfügbaren Vergleichsaufnahmen, Auswahl der entsprechenden Einstellungen Zeit, Blende, Empfindlichkeit und Entfernung, Focus-stacking und Bracketing, sämtlich kontrollierbar und veränderbar durch den Fotografen. Internet Zugang über 5G, somit immer wieder Zugriff auf Programme zur Bildbearbeitung, mit der sämtliche Objektiv –Fehler autonom beseitigt werden, „Not-Funktion“, wenn zeitweise Verbindung über 5G nicht möglich ist. Sicherung der Programme und der Fotos in einer vom Hersteller unabhängigen cloud Grosser Sensor mit extrem hoher Auflösung, (evtl. sogar sphärisch gestaltet) und extremer Lichtempfindlichkeit, so dass hochlichtstarke Objektive und über crops Teleobjektive weitgehend entbehrlich sind. Ein Digitalzoom ersetzt Standard-Zooms. Verwendet wird ein Standard-Weitwinkel-Objektiv mit schärfeorientierter Abbildungsleistung, andere Objektiv–Fehler werden toleriert und durch Bildbearbeitungsprogramme ausgeglichen. Die Kamera 2023 hat neben einem Display einen elektronischen Sucher, der einen weit… Weiterlesen »

Florian

Kann gut sein, dass sowas in Zukunft mal kommt. Damit ist fotografieren als Hobby dann allerdings gestorben.
Eigentlich schade. Mit zunehmender technischer Entwicklung machen wir uns selbst alles liebens- und lebenswerte zunichte.

Martin

Hi Florian,

ich hoffe nicht – eigentlich niemals und empfinde bereits eine Abneigung gegen diese Handy-Knipser.
Als ich die ersten Zeilen von Frank Becher las, habe ich gleich aufgehört und mich spontan entschlossen, erst mal einen ausgiebigen Spaziergang im nahegelegenen Stadtwald zu unternehmen, um frische Luft einzuatmen und wieder einen klaren Gedanken entwickeln zu können.

Freundliche Grüße und bis bald
Martin

Archie

Schöne neue (Foto-) Welt? Hat das noch etwas mit Kreativtät zu tun? Wenn das kommt, suche ich mir ein anderes Hobby!

Thomas

Sony ist eben sehr innovativ. Die haben nicht diese durch vermeintliches Herzblut falsche Nostalgie. Ich wünschte mir schon seit 1998 eine gute spiegellose Kamera mit grossem Sensor, weil Spiegelreflex einfach nur altmodisch und anfällig ist. Je weniger bewegliche Teile, desto besser. Sony war eben der erste, der so was baute. Ohne falsche Nostalgie, sondern innovativ.

Martin

Hi Thomas,

SONY hat die Fotografie nicht erfunden und ist ohne Tradition. Sony baut Geräte, mit denen man fotograieren kann.
Das können viele andere Hersteller auch und größtenteils wesentlich besser.
Was soll daran innovativ sein ? Wirklich neues erkenne ich gegenüber den Mitbewerbern nicht !

Mir ist bislang nicht ein einziger Profi mit einer “innovativen” Sony begegnet, wohl aber und auschließlich mit den “altmodischen und anfälligen” Werkzeugen von NIKON, CANON usw., deren Verschlüsse u.a. 400 000 Auslösungen und mehr klaglos überstanden haben.

Am Bewährten festzuhalten, dass über viele Jahrzehnte die Fotografie geprägt hat und von vielen vielleicht gerade dehalb so verehrt und geliebt wird, ist eine bewusste Entscheidung von Menschen, die vielleicht immer ein wenig skeptisch sind gegenüber Innovationen, insbesondere dann, wenn sie von Sony stammen.

Frdl. Gruß
Martin