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Nikon Z 800mm f/6.3: Leicht und unfassbar günstig

Nikon hat das neue Z 800mm f/6.3 VR S vorgestellt. Das Objektiv ist vergleichsweise leicht und punktet mit einem unfassbar niedrigen Preis.

Nikon Z 800mm f/6.3: Der Preis ist heiß

Als ich vor rund einer Woche darüber berichtet habe, dass das neue Nikon Z 800mm f/6.3 Gerüchten zufolge nur 6.000 Dollar kosten wird, war ich skeptisch. Gerade vor dem Hintergrund, dass Canon ein sehr ähnliches Objektiv gerade zum Preis von 20.000 Euro auf den Markt gebracht hat, erschien dieser Preis einfach viel zu niedrig.

Am Ende sind es nicht 6.000 Dollar, sondern 6.500 Dollar geworden. Keine Punktlandung, aber immer noch verdammt nah dran. Auch der Preis in Deutschland ist mit 7.300 Euro extrem attraktiv, vor allem wenn man bedenkt, dass für ein solches Objektiv normalerweise eine fünfstellige Summe fällig wird. Das alte Nikon AF-S 800mm f/5.6 kostet beispielsweise rund 17.000 Euro.

Die wichtigsten technischen Daten

Im Vergleich zum alten F-Mount-Objektiv ist das neue Z 800mm f/6.3 aber nicht nur deutlich günstiger, sondern auch spürbar leichter. Es bringt lediglich ein Gewicht von 2,4 Kilogramm auf die Waage, damit unterbietet man auch das neue Canon RF 800mm f/5.6 mit seinem Gewicht von 3,1 Kilogramm deutlich.

Im Gegenzug muss man beim neuen Nikon Objektiv auf ein wenig Lichtstärke verzichten, was in Zeiten von immer besser werdenden Kameras und Bildbearbeitungsprogrammen bei diesem deutlichen Preisunterschied aber zu verschmerzen sein dürfte. Die optische Konstruktion des Nikon Z 800mm f/6.3 besteht aus 22 Linsen in 14 Gruppen. Das wichtigste Merkmal dürfte hier die verbaute Phasen-Fresnel-Linse sein, die hauptverantwortlich für die kompakte Bauweise ist. Des Weiteren setzt Nikon auf drei ED-Linse, eine SR-Glas-Linse und eine Nanokristallvergütung.

Der Autofokus soll laut Nikon schnell und leise seine Arbeit verrichten, während der optische Bildstabilisator bis zu 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglichen soll. Das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet und selbstverständlich lässt sich das 800mm f/6.3 auch zusammen mit den beiden Z-Telekonvertern von Nikon verwenden. Die minimale Fokusdistanz beläuft sich auf 5 Meter.

Preis und Verfügbarkeit

Man darf gespannt sein, wie sich das Nikon Z 800mm f/6.3 in ersten Testberichten schlägt. Auf dem Papier sieht das aber nach einem sehr interessanten und bezahlbaren Objektiv für Wildlife- und teilweise auch Sportfotografen aus. Ab Ende April 2022 soll das neue Objektiv im Handel erhältlich sein, die unverbindliche Preisempfehlung liegt wie eingangs erwähnt bei 7.300 Euro.

Das Nikon Z 800mm f/6.3 ist ab sofort vorbestellbar bei: Calumet | Foto Koch | Foto Erhardt

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Helga

Ich arbeite mit Canon Kameras und den teuren Optiken.
Ein Lob auf Nikon für diese Premiere in der Volksklasse, wenn’s um den Preis geht.
Finde ich gut, dass endlich ein Hersteller ins Wespennest sticht und zeigt, dass es nicht 5-Stellig sein muss.
Jetzt muss noch die optische Qualität stimmen …

alex

7000€ als „Volksklasse“ zu bezeichen finde ich schon mutig. Ich behaupte mal wer 7000€ für ein Objektiv ausgeben kann und will, der bekommt auch bei fünfstelligen Beträgen keine Bauchschmerzen.

René Unger

Das muss man doch immer im Verhältnis sehen – eine Mercedes S-Klasse für 60.000 wäre auch unfassbar günstig 😉
Insofern ist es ein „Volkspreis“

Helga

Doch

alex

Thomas W.

Ob ich 7.000 €uro zahle oder 17.000 €uro – das ist ein Unterschied. Und man kauft ein solches Objektiv in der Regel auch nur, wenn man es braucht (oder zu brauchen meint). Hut ab – Nikon.

Michael

Ein massiver Unterschied sogar: Für den Preis bekommt man die Z9 (oder Z7) plus zwei weitere Top-Objektive dazu. Mal schauen, ob Canon mit einem 8.000 € Cashback Programm für das 800mm antwortet 😂😂😂😂

Josef

Wenn vergleichbare Objektive 15.000 und mehr kosten, kann man das durchaus als Volksklasse bezeichnen

Peter T.

Die Gerüchte haben also (fast) gestimmt, unglaublich! Kann mir jemand erklären, was da abläuft? Nikon bringt ein 800 er 6.3, das über 2 kg leichter und 12.700,– Euro günstiger ist als das gerade erschienene Canon 800 er 5.6??? Wenn qualitativ nicht Welten zwischen den zwei Objektiven liegen müssten eigentlich alle, die so eines brauchen sofort zu Nikon wechseln.

alex

Ich kann mir das auch nicht erklären. Das Nikon 800mm 6,3 liegt sicher was AF und Schärfe angeht auf Spitzenniveau. Keine Ahnung wo da ein RF 800mm 5,6 12.000€ (!) mehr wert sein soll- die 1/3 offenere Blende allein kann es wohl nicht sein.

René Unger

Das passiert vermutlich wenn man nicht 1000% Marge einsacken möchte 😉

lichtbetrieb

Soweit ich weiß basiert das Canon auf dem 400mm f2.8 mit eingebautem 2fach Konverter. Irgendwo verständlich, dass sie das oberhalb des regulären 400 f2.8 platzieren. Man darf ja auch nicht vergessen, dass das 400mm f2.8 bei Nikon auch 15.000 Euro kostet, damit sogar mehr als das RF.

Damit hat Nikon sozusagen auch selbst Konkurrenz für ihr eigenes Objektiv (das 400mm) geschaffen, denn es werden definitiv weniger das 400mm mit der 2fach TC Optionen holen.

Aber eins stimmt natürlich. Ist die BQ des 800mm f6.3 top, dann kann man sich besser eine Z9 dazu holen, als das Canon 800mm. Schon verrückt.

Rüdiger

Die Frage ist, ob die Phasen-Fresnel-Linse optische Artefakte produziert, die den Bildeindruck stören.

Falls ja, kommt es drauf an, was einem deren Korrektur wert ist. Warum diese aufwendige Linse natürlich günstiger zu haben ist, als die konventionelle Variante, weiß ich auch nicht.

Ist etwa das verwendete Glas teurer als die Verarbeitung?

Steffen

Da ich auch das 500/5.6 PF besitze kann ich nirgends Nachteile bemerken. Es ist absolute Spitze und das Z 800 / 6.3 VR S habe ich bereits bestellt.

Helvi69

Ich auch

Cat

Glas ist inzwischen so teuer, dass die Technologie mit Fresnell-Linse mit erheblich weniger Material und Aufwand konstruiert werden kann. Und Canon hat auch einfach zuletzt extrem an der Preisschraube gedreht.
Optisch werden beide Objektive von Canon und Nikon sich im Fernbereich sicher nicht sichtbar unterscheiden.
Canon ist allerdings mit dem AF-C und Motiverkennung deutlich weiter als alle Konkurrenz und mit neuester Firmware sogar vor Sony.

Rawbert

Mich würden mal die tatsächlichen Material- und Herstellungskosten interessieren. Von Apple-Produkten bspw. sind sie ja teilweise bekannt. Ein Objektiv zu rechnen ist sicher nicht trivial, aber auch keine Raketenwissenschaft. Weißt du darüber Bescheid?

Cat

Das lässt sich nicht leicht kalkulieren – da können Sondergläser aus Deutschland drin sein und andere Schwierigkeiten, die sich so für Außenstehende nicht berechnen lassen. Bemerkenswert ist aber, das die optische Rechnung heute wohl schnell und relativ „einfach“ geht, das hat sich massiv verändert. Ich weiß nur, dass Gläser und Fertigung eher 10% des Verkaufspreises ausmachen als 20% und dann kommen eben Marketing, Vertrieb, Produktionsprobleme, Tochterfirmen, Großhändler, Händlermargen, Steuern, Transporte und Service dazu. Und heute ist kaum noch die Objektivgüte entscheidend, sondern noch stärker als bisher, die Qualität der Mechanik. Und je nachdem wie das Objektiv behandelt wird – nicht Benutzung ist genauso schädlich wie zu raue Benutzung. Heute ist tatsächlich fast jedes Objektiv super, wenn es aus der Fabrik kommt, aber vieles, was ich nach 1-2 Jahren noch einmal teste, sieht dann schon schwächer aus. Und da ziehe ich eben den Unterschied zwischen Tamron, Sigma (je nach Bauart) und den Chinesen und eben den Kameraherstellern – es ist auf Dauer kaum das gleiche und was man vorher einspart legt man beim Verkauf oder Verschleiß oben drauf. Deshalb ist diese akademische Streiterei um das beste Objektiv heute Unsinn. Da packen Leute Filter drauf, haben Staub auf den Linsen und lagern… Weiterlesen »

Rawbert

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Wenn die Materialkosten tatsächlich nur 10% vom Verkaufspreis ausmachen, scheint doch der Preis des Z800 nicht billig, sondern eher angemessen zu sein – und bisher wurde sich bis zur Schmerzgrenze des Konsumenten vorgetastet (alle Hersteller). An wen oder was erinnert mich das nochmal? Ach ja, an die Musikindustrie und den CD-Preis. Beim iPhone sind es übrigens um die 400€ Materialkosten bei ca. 1000€ Verkaufspreis. Und die haben mit Sicherheit höhere Entwicklungskosten.

Deinen letzten Satz kann ich nur unterstreichen. Superobjektiv, aber Schutzglas etc. drauf. Ist wie mit dem 6kg-Rennrad für 10k, dass dann mit einem 2,5kg-Schloss gesichert wird….

Peter T.

Ich bin schon sehr gespannt, mit welchen Argumenten Canon die Preisdifferenz erklärt. Die Sache könnte eventuell peinlich werden für den Marktführer.

lichtbetrieb

Nach der Logik würden sich alle Hersteller für Ihre Premiumprodukte peinlich machen.

Cat

Canon wird erklären, dass die Preise von 800 mm und 1200 mm selbstverständlich inklusive R3 zu verstehen sind.

Stefan Komarek

Wenn das neue Nikon die gleiche Qualität hat wie die anderen Superteles, ist für alle peinlich, für Canon, für Sony und für Nikon selbst.

Dann müssten alle erklären, warum die anderen Objektive – auch die anderen Nikons – so viel teurer sind.

Ich verstünde dann auch Nikon Preispolitik nicht. Sie müssten dann vier, fünf mal so viel so viele Objektive verkaufen wie sonst, um den gleiche Marge zu erwirtschaften. Wäre das realistisch?

Die reflexartigen „wechsel den Hersteller“ Aussagen kann ich schlecht ernst nehmen. Welcher Wildlife- oder Sportfotograf hat denn nur ein Objektiv? Dann könnte Sony das 400er im Preis halbieren, und dann wechseln alle zu Sony? Danach senkt Canon den 600er Preis und wieder wird gewechselt? Zumindest machen dann alle einen guten Schnitt mit dem Verkauf von komplett neuen Ausrüstungen: Bodies, Objektiven und Sonstiges.

Cat

Nur die konservativsten Fotografen haben 1 System. Alle anderen kaufen nach Objektiven u Möglichkeiten, die die Chancen verbessern.
Aus meine Sicht lohnt es sich für jedes Supertele auch eine einzelne Kamera dazu zu kaufen. Ich wäre viel zu neugierig mich immer an eine Marke zu binden.

Stefan Komarek

Wo gibt es diese Fotografen mit mehreren Systemen? Ich habe bisher noch keinen getroffen oder gesehen, z.B. am Spielfeldrand.

Pro Objektiv ein Body, klar. Den könnte man auch gar nicht schnell genug wechseln. Daher sieht man öfters Profifotografen mit zwei oder drei Kamera/Objektiv-Kombinationen. Aber die sind von derselben Marke. Den Fotografen, der drei Kombinationen hat, je eine von Canon, Nikon und Sony, den habe ich noch nicht entdeckt.

Dafür gibt es mehrere Gründe.

  • Profis brauchen Service, und die Hersteller bieten den auch an. Mit drei Kamera+Superteles ist man beim CPS (Canon Professional Service) oder Nikon oder Sony Goldmember mit Prio-Behandlung. Bei drei Herstellern muss man sich mit drei Services auseinandersetzen, ohne Goldmember zu sein.
  • Die Teile der verschiedenen Hersteller passen nicht zusammen. So verwendet Sony CF-Express Type A, Canon und Nikon CF-Express Type B. Ähnlich ist das mit Fernauslösern, Blitzen usw.
  • Jeder Hersteller hat seine eigene Handling-Philosophie und eine eigene Menüführung. Sich in der Hektik mit zwei oder drei verschiedenen Systemen auseinandersetzen, wer macht denn so etwas?
Cat

was soll man da am Spielfeld-Rand auch sehen?
Da wird keiner der Kollegen seine MFT-Kamera auspacken und auch kaum neben einer Canon, eine Sony oder Nikon hinstellen. Das ist doch logisch!
Aber schau doch mal womit diese Leute dann auf der Hochzeit antanzen, im Konzert, auf der Staße, im Urlaub, vor den Blümchen liegen, nach Afrika flitzen…
Also welche Hektik?
Und ja – mit den Speicherkarten und den Akkus hast du recht, das ist extrem lästig.
Service? Na und, ich bin bei allen dreien – wo ist das Problem? Habe allerdings nur sehr selten Servicefälle – eher Sonysensor-Reinigungs-Anfälle…
Wer nicht umdenken mag und keine Neugier hat und nicht immer am besten ausgestattet sein will, soll es lassen und brav bei einem bleiben – steht ja jedem frei.
Aber den Profi – der nur mit einem System arbeitet, den gibt es praktisch fast nicht mehr – das beginnt ja schon mit dem Sphone und Drohne, ActionCam, VideoCam etc… den Profi ist bekanntlich – wer aus jeder Technik das beste machen kann.

Helvi69

das Teil ist günstiger weil es günstiger Produziert werden kann weil PF das ist alles

Cat

Das ist es ja. Der Preis stimmt, die Leistung sollte auch stimmen, ob AF und Motiverkennung mit den besten konkurrieren können, werde ich ausprobieren. Dafür das Nikon jahrzehntelang immer hinter Canon her hinkte (bevor einer mailt, USM, IS, DO, VF, Double-CMOS und leichte Teleobjektive hatte Canon jetzt 30 Jahre lang erheblich früher als Nikon) und nur Schwergewichte bauen konnte ist das hier jetzt ein längst überfälliges „Comeback“. Ich vermute so eine Konstruktion zu dem UVP ist nur möglich wenn man als Hersteller in die Ecke gedrägt wurde und sich mit aller Kraft wieder Agentur- und Hobby-Fotografen heran ziehen will. Allerdings bleibt das trotzdem schwer. Denn die 6000€ teure Z9 wurde noch nicht in großen Stückzahlen ausgeliefert und hat auch bisher keine neuen Agenturen erobert. Es wird sich erst zeigen ob Canon’s Schachzug mit sehr preiswerten 11/800 mm – die knackscharf liefern (auch wenn hier einige widersprechen mögen) und dazu dann 5.6/800 mm mit dem besten Gewichts- und Nahbereich aller Zeiten. Wer sagt, dass Canon nicht bald ein 8.0/800 mm – noch viel leichter und kompakter als das Z dazwischen setzt, oder mit einem lichtstarken Super-Tele-Zoom antwortet? Ja die Vogelfotografen haben jetzt traumhafte Bedingungen und ich habe es auch vorbestellt –… Weiterlesen »

Helga

Also ein f/6.3 mit einem f/11mit fester Blende zu vergleichen finde ich einfach unangebracht.

… und übrigens ja @alex, ein 7k Objektiv kann man durchaus als Volksklasse bezeichnen. Das spielt in ähnlicher Liga wie 500mm f/4.0 von Sigma (6,5k) und liegt in ganz anderem Preisbereich als die vom Werk aus auf RF adaptierten EF 400 und 600 Objektive von Canon.

Rawbert

Wenn man nicht prinzipiell etwas gegen Wortbildungen mit „Volk“ einzuwenden hätte. Die in dieser Beziehung Sensibleren fühlen sich wahrscheinlich an Volkszahnbürste, Volks-PC, Volkempfänger und schließlich Volkswagen erinnert. Das ist mMn Grund genug, sich vielleicht andere Begriffe zu überlegen.

Max Bayer

Schön wenn das dein größtes Problem ist

Rawbert

Über mein größtes Problem habe ich nichts geschrieben.

Cat

Was soll daran unangebracht sein? Das Bildergebnis zählt und wie leicht ich es bekomme.
Warum soll ich bei gutem Licht ein 5.6 o 6.3 800 mm in die Luft oder über den Strand halten? Oder auf die Raubkatze warten?
Nur wenn ich schnellste Aktion erhoffe oder nur in der Dämmerung unterwegs bin lohnt es sich Geld für 5.6 auszugeben – und auch dann ist ein 2.8/400 mm noch erheblich überlegen! Und mit TC liefert es auch 5.6/800 mm. Und der Verlust an BQ ist so akademisch- dass es nur noch wenige interessiert.
Erst ausprobieren und dann etwas in Frage stellen.

Helga

Na ja, 13.000 für RF 400 2.8 + 700 für den Konverter oder Z 400 2.8 + Z 2x Konverter für schlappe 15.600€. Nicht dass die Kombinationen schlecht wären, aber vom Preis her liegt das 800mm 6.3 ganz woanders.

Florian

Ja, aber 400 2.8 ist halt etwas ganz anderes. Die Bildanmutung ist unvergleichlich. Und in vielen Situationen braucht’s einfach 2.8. Ist halt immer abhängig was man fotografieren möchte.
Die Bauqualität des neuen 400 2.8 mit dem eingebauten Konverter ist eine andere Nummer als das 800 6.3.
Zum „aus der Hand“ fotografieren wird hier schon schwierig.
So würde ich das 800 schon auch als „Volkssupertele“ bezeichnen.
Preis/Leistung mit einem derart geringen Gewicht und einem angeblichen außergewöhnlich fantastischem Stabi ist schon einzigartig.

Josa Arnold

Hätte auch viel lieber das neue 400 2.8 und ein 2.0 TC. Aber abgesehen vom doppelten Preis ist es mit dem zusätzlichen TC auch 1kg schwerer. Hoffe es kommt noch ein 400mm f4 PF, wäre eine perfekte Ergänzung zum 800mm6.3.

Florian

Was mich interessiert ist der Unterschied zwischen dem 400er Z und dem 400er F.
Ist der Unterschied so groß, dass hier ein Umsteigen zum Z-Pedant sinnvoll ist?
Die 2.8 hat einfach einen so unglaublichen faszinierenden „Plopp“.
Das 800er seh ich eher als Ergänzung für Vogelspezialisten.
Eine „Qual der Wahl“ zum 400er wird wohl eher das 600 f4/f5.6 werden.

Helga

Nein, zum Umsteigen reißen sich einige auf, nur wegen des 800mm 6.3, nicht wegen 400mm 2.8

Helga

„Ja, aber 400 2.8 ist halt etwas ganz anderes.“
Das braucht mir keiner zu erzählen. Ich habe die Ehre.
Es war nur eine Antwort auf @Cat

Florian

Darum auch die Frage: ist der Unterschied zur 400er F-Version so viel besser, dass sich ein Umsteigen wirklich lohnt?
Ein sehr gutes gebrauchtes 400er F bekommst du für 8.500,—.

joe

Also 800mm ist eine Brennweite die man wirklich selten braucht, vielleicht ein paar sehr geschickte „Birder“. 1’200mm ist noch weniger sinnvoll. Ein Zoom ist viel besser weil man die Tiere viel leichter einfangen kann. z.B. 300-800mm oder 500-800 oder 200-600mm, irgendwas in dieser Art. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Cat

Wenn ich Details sehen und festhalten will – muss ich sehr nah ran oder sehr lange Brennweiten aus geringer Distanz verwenden. Auch jenseits 800 mm nutze ich an den meisten Tagen im Jahr.
Ein Zoom, wenn es Leistung zeigt, ist oft ein Vorteil und mindestens eine wichtige Ergänzung. Bei den Super-Tele-Zooms sind wir noch am Anfang, da wird noch einiges besser und leichter in Zukunft.

Cat

Mir ist nicht klar worauf du hinaus willst? Auf Geld – den tatsächlichen Wert – oder die Möglichkeit tolle Fotos zu schaffen.
Fotografierst du häufig mit lichtstarken Brennweiten jenseits 400 mm ?

joe

17.499,89 € inkl. MwSt So viel kostet das Nikkor AF-S Teleobjektiv 800 mm f/5.6! Und wiegt 4,6kg. Das neue 800er ist wegen der Fresnel Konstruktion leichter, kleiner und billiger, angeblich sollen auch die Motoren nicht ganz so gut sein, dennoch, der Preis ist eine Ansage und wenn die Bildqualität stimmt, weshalb für den Rest der Preisdifferenz nicht die Z9 kaufen und noch ein weiteres Objektiv und die Canonausrüstung versilbern?

Max Bayer

Sehr nett, ich bin gespannt ob das Objektiv auch tatsächlich verfügbar ist.

Lehrmann Rudolf

Wahrscheinlich Lieferzeiten wie bei der Nikon Z 9.

Helvi69

ich habe meine Z9 am 28.12.21 bestellt und konnte Sie Mitte Januar abholen.
Wenn das beim 800er auch so fix geht bin ich auch nicht böse.

Florian

Laut Nikon ende April

Markus Gaide

Wenn es verfügbar ist wird es mal getestet Spannend finde ich es auf jeden Fall

Michael

Unabhängig der Bildqualität oder der AF Motoren: Nikon hat Canon massiv unter Druck gesetzt. Anstelle eines RF 800mm zu Mondpreise kauft man einfach das Nikon Objektiv samt Z9 und hat noch Geld übrig für ein weiteres Objektiv. Da wird man doch auch einige der noch wenigen Agenturen, die ihr Technikequipment noch selbst kaufen müssen, für Nikon begeistern können. Klar, dass Gesamtpaket wird stimmen müssen, aber ich denke Nikon wird schon liefern und die Kompromisse, die man Kauf nehmen muss, werden die Bildqualität nur wenig beeinträchtigen. Und in Zeiten von 7,3% Inflation so einen Preis raus zu hauen. Chapeau 🙂 Für mich bleiben zwei Fragen sehr spannend: 1. Setzt Nikon diese Preispolitik fort oder wird diese nur gezielt bei einzelnen Produkten eingesetzt? Bei diesen horrenden Preisunterschieden vermutet man ja absolut knapp kalkulierte Kampfpreise bei Nikon. 2. Wird Canon jetzt (hoffentlich) so unter Druck gesetzt, dass die Preise sinken? Sony ist bei vielen vergleichbaren Objektiven (etwas) günstiger, aber auch bei denen fielen die Preise zuletzt etwas höher aus. Wenn nun der zweite Riese preistechnisch Druck macht, müsste sich C. doch auch mal bewegen… Für viele mag Punkt 2 natürlich nicht relevant sein. Für diejenigen und mich, die die R-Serie und die Objektive… Weiterlesen »

Cat

zu 1. – alle anderen Nikon Z-Objektive sind ja zumeist eher sehr hochpreisig. Von Kampfpreisen keine Spur, es sei denn die Mechanik ist „billig“.
zu 2. – im Leben nicht – weder C noch S noch O werden Preise für Super-Teles senken – das wäre ja eine Bankrott- Erklärung. Canon wird ein supergeiles Tele-Zoom bringen und ein 8/800 mm DO ist auch denkbar, das dann noch leichter und noch viel preiswerter ist ohne otisch auch nur einen Nanometer schwächer zu sein.

Josa Arnold

Nikon hat ja schon länger PF Linsen(nur für Z ist es die erste). Diese sind kleiner, leichter, lichtschwächer und im verhältnis zu den „Profi“ Objektiven günstig. Aber eben auch in der Herstellung.
Der Markt für teure 800mm 5.6 Optiken ist für mich nicht mehr vorhanden. Da die neuen TC von C. N. und S. an den 600mmf4 und 400mm2.8 so gut abliefern und die nah Grenze deutlich geringer ausfällt. Nikon kann das 800mm nun Preiswert anbieten da es eben nicht direkt mit dem 400 2.8 und dem zukünftigen 600 f4 konkurriert. Halte die Entscheidung für absolut richtig, so wird deutlich mehr Umsatz gemacht. Habe es mir schon letzte Woche vorbestellt 😊als die Gerüchte zu Gewicht und Preis erschienen sind. Hoffe sehr sie haben gut vor produziert. Auch wenn ich früher bestellt habe, werden ja erst die NPS Mitglieder beliefert.

James

Wow, die ist ja mal hübsch 🙂

Alfred Proksch

Darf ich daran erinnern das ein System aus vielen Komponenten besteht? Wer z.B. auf Ornithologie spezialisiert ist hat bereits so etwas oder ähnliches in Besitz. Dazu ein entsprechendes Zoom plus Konverter. Die meisten der Anwender sind vernünftige Menschen die rechnen können. Wegen einem preiswerten 800mm Ding wechseln? Schleppen muss man jede Ausrüstung, ob die insgesamt 8 oder 10 Kilo wiegt ist egal! Preislich, von der Größe und dem Gewicht nachgedacht fällt mir auf die Schnelle das Leica DG Vario-Elmar 4-6,3/100-400 mm Asph. für 1.400,- Euro und die neue OM-1 für ungefähr 1.900,- Euro ein! 599 Gramm die Kamera, das Objektiv immerhin 985 Gramm. Die Kombi finde ich sehr universell und sie ist bestimmt mehr als ausreichend für Vögelchen. Bequem zum mitnehmen, schneller Autofokus, geiler Sucher, klasse IBIS, wetterfest, was will man mehr? Cat Du bist anscheinend des öfteren mit solchen Brennweiten beschäftigt was Dich zum Spezialisten macht. Das ist etwas anderes. Da sind Vollformat und Investitionen eine Selbstverständlichkeit. Mein Vorschlag richtet sich eher an Naturliebhaber die gelegentlich auf weiter entfernte Tiere wie z.B. Feldhasen oder Bussarde am Ansitz treffen aber ansonsten universaler leichter und vor allen Dingen preiswerter unterwegs sein möchten. Als Summe sind 7.300,- Euro richtig Geld, im direkten… Weiterlesen »

Cat

Guten Morgen Alfred, ich stimme dir zu, dass heute fast, seit es die OM-1 gibt (man endlich brauchbaren Sucher, Akku und AF für MFT bekommt) mit einem MicroFourThirds-System besser beraten ist. Auch wenn Sony und Canon die Motiverkennung noch deutlich besser im Griff haben und mehr scharfe Serienbilder liefern, der Vorteil vom Vollformat, selbst von 45-50 MP ist deutlich geschrumpft. Man kann eben bei MFT gleich mit dem passenden Bildausschnitt fotografieren – den man bei jeder VF Kamera erst durch teure Objektive oder Bildausschnitte „erkaufen“ muss. Allerdings, da du es nanntest, das Leica 100-400 mm hatte ich, es verliert an der Olympus-Kamera und die hackelige Zoom-Einstellung nervt einfach – die bessere Alternative an OMDS/Oly Kameras ist einfach das preiswerte Olympus 100-400 mm. Nur deine Rechnung geht nicht ganz auf, denn um wirklich die tollsten Motive in vielen Situationen einfangen zu können, braucht man nicht selten mindestens die doppelte Lichtstärke und dann führt auch bei MFT kein Weg am 4.5/150-400 mm für 7000€ vorbei. Das Geld, was man ausgibt, ist am Ende immer vergleichbar – wenn man keine Schönwetter-Sonntags-Fotografie betreiben möchte. Und MFT fehlen eben noch Objektive wie: 2.0/150 mm, 4.0/400 mm oder 4.5/500 mm. Ich kann heute mit OM-1 praktisch… Weiterlesen »

moss

Zitat: Und trotzdem fotografiere ich … den Tiger am liebsten aus 5m mit 70-200 mm als aus 15 m mit 800er Brennweite.

bin jetzt kein Wildlife Spezi, aber ich denke mal, sowas geht dann nur im Zoo. Glaube kaum, das man (außer vielleicht vom Elefantenrücken) in der Natur bis auf 5m an einen Tiger herankommt, es sei denn, man ist lebensmüde?

Cat

dein erster Satz stimmt – sonst wäre dir klar, anders als Löwen in Afrika – greifen Tiger und Löwen in Indien weder offene Jeeps noch Elefanten an. Tiger sind für Menschen hauptsächlich dann gefährlich, wenn sie übersehen werden und man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist.
Nein, ich meinte Wildlife und keine Zoo-Tiere.
ich hatte die Situaton einige Male und ein 70-200 mm ist dann gold wert und bringt immer die besseren Fotos (wenn kein störender Hintergrund!).

Rawbert

Wusste ich gar nicht, interessant. Habe nur gehört/gesehen, dass Löwen auch Autotüren öffnen können.

Rolf Carl

Löwen gehören nicht zu den gefährlichsten Tieren, da sie etwa 20 Stunden pro Tag ruhen. Angriffe auf Fahrzeuge sind sehr selten. Weit gefährlicher sind Nashörner, Elefanten und Flusspferde, die sollte man immer im Auge behalten und genügend Abstand zu ihnen haben.

Rawbert

Glaub ich dir sofort, gerade Flusspferde werden in ihrer Gefährlichkeit oft unterschätzt.

moss

Hallo Cat, Wo in Indien kann man Tiger von so nah fotografieren? Wie viel Zeit sollte man mitbringen? Habe Interesse. Hast Du einen guten Tipp für einen fachkundigen Guide vor Ort?
Würde mich über eine Antwort freuen.

Rolf Carl

Am besten buchst du eine Fotoreise, z.B. etwas in der Art:

https://www.fauna-reisen.de/laender/indien-reisen/reisen/reisen-ranthambore

moss

Super, danke Rolf. Klingt gut!. Schade, das cat nicht auch noch einen Tipp gibt.

Rolf Carl

Gerne, auch die Preise finde ich gegenüber anderen Anbietern noch ziemlich human.

Cat

Im Moment liegen leider alle „Indien-Tipps“ auf Eis – noch ist C nicht im Endspiel.
Es gibt zahlreiche Nat. Parks in Central-Indien (z.B. Ranthambore), wo noch einige Tiger leben. Dennoch bekommen die meisten Touristen nie einen zu sehen oder wenn bricht die Hektik aus.Ich habe auf der letzten Tour 9 verschiedene Tiger gesehen, es braucht immer Glück und Geduld und einen Guide, der nicht nur Geschichten erzählt. Mit Afrika bin ich nie so warm geworden, wie mit Indien, die Düfte sind ganz anders und wenn kein Tiger da ist, sitzt in jedem zehnten Baum eine Eule und die Menschen sind noch weit unbeschreiblicher.

moss

Naja, danke. Da war Rolfs link ja noch der beste Hinweis. Ranthambore ist bekannt, mein Bruder ist sehr häufig in Indien.

Rolf Carl

Nein, Cat hat recht, nicht nur im Zoo. Mein Onkel, Zoologe und u.a. National Geographic-Fotograf, war bekannt für seine Tigerbilder, die er im Terai (Grenzgebiet Indien/Nepal) während mehreren Reisen, die er selber geleitet hat, geschossen hat. Da ich selber auch oft auf Fotoreisen mit ihm war, z.B. in Kenia, weiss ich, dass alle seine Tierbilder mit dem 70-200 und seiner Minolta entstanden sind, ein anderes Tele hatte er nie. Im Dschungel ging es auf Elefanten und mit einem einheimischen Führer auf Tigersuche, und bei seinen entstandenen Bildern waren die Tiger meist bildfüllend drauf, das war sein Stil, auch bei anderen Tieren. Er versuchte immer möglichst nahe heranzukommen.

Rawbert

Rolf, da könnte man neidisch werden, dass du deinen Onkel begleiten konntest. Habe gerade mal bei National Geographic nachgeschaut: die Tigerfotos (Steve Winter) dort sind größtenteils mit Kamerafallen gemacht worden, was ja auch eine Alternative zum Supertele wäre.

Rolf Carl

Ja, die Reisen mit meinem Onkel waren wirkliche Highlights, und ich habe sehr viel über Tiere und die Fotografie gelernt. Auch die Dia-Abende danach waren jeweils sehenswert; ich habe eher auch noch die Landschaft mit einbezogen, und er hat eigentlich nie weggezoomt. Das ergab einen interessanten Mix.

Steve Winter ist eine ganz grosse Nummer in Sachen Tierfotografie, so hat er auch den prestigeträchtigen Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year 2008“ gewonnen, mit dem Bild eines Schneeleoparden, eines der schwierigsten Motive überhaupt. Auch da hat er sich schon der modernen Technik bedient, denn die Aufnahme ist ihm dank 14! funkgesteuerten Kameras gelungen.

100carat

Einen spannenden spannenden Onkel hast oder hattest Du Rolf. Bei so vielen Gemeinsamkeiten hätte ich mich wahrscheinlich sehr gut mit ihm verstanden und wir wären aus dem Fachsimpeln nicht mehr herausgekommen – weder was die Zoologie, noch was die Fotografie und Medien anbelangt.

Tiger finden sich in Indien in einigen Regionen, gerade auch im Grenzgebiet zu Nepal, aber auch in Bengalen, den Nationalparks von Rajasthan, Zentralinden und anderen Gegenden. Am ehemaligen Anwesen des indischen Teils der Familie meiner Frau strichen sie direkt an den Mauern des Anwesen vorbei.

Übrigens: auch in Indien haben Tiger bereits berittene Elefanten und Autos angegriffen. Allerdings hört man davon seltener als in Afrika.

Rolf Carl

Hallo 100carat, ja, auf Grund der Kommentare, die ich bisher von dir gelesen habe, kann ich mir gut vorstellen, dass ihr euch bestens unterhalten hättet. Leider ist mein Onkel aber vor ein paar Jahren verstorben.

Zur Fotografie kam er durch sein Studium und die nachfolgende Doktorarbeit. Da war er jeweils nächtelang draussen und hat alles mit der Kamera dokumentiert. Dies erleichterte ihm dann danach auch den Durchbruch als Fotograf, denn sämtliche Anfragen betreffend Tierfotos an das Zoologische Institut der Uni Zürich wurden direkt vom Leiter, seinem ehemaligen Professor, an ihn weitergeleitet. So konnte er ohne grossen Aufwand Kontakte zu den führenden Medien im Tier- und Naturbereich aufbauen. Unzählige Fotos zierten später die Titelblätter dieser Zeitschriften. Später leitete er auch viele Reisen und Expeditionen, so u.a. im Terai/Nepal, Amazonas und in Afrika. Die letzten 15 Jahre bis zu seiner Pensionierung war er als Regionalleiter beim WWF tätig.

Habe mich soeben mal schlau gemacht: Anscheinend halten sich die tödlichen Angriffe durch Tiger in Asien und Löwen in Afrika auf Menschen so in etwa die Waage, nämlich ca. 50 pro Jahr.

Ist deine Frau Inderin?

100carat

Hallo Rolf, nach Deiner Beschreibung bin ich mir sogar sicher, dass ich mich mit Deinem Onkel bestens verstanden hätte. Es tut mir leid, dass er schon Bei mir ging das Interesse für die Tierwelt und Fotografie seit jeher Hand in Hand. Beides begann im jüngsten Kindesalter. Den ersten Fotowettbewerb (damals hat mich so etwas noch interessiert) gewann ich mit einem Foto, dass ich als 17jähriger aufgenommen hatte. Dann folgte meine Ausbildung in Fotografie, Marketing und Biologie (Schwerpunkt Zoologie, Ethologie, Ethoökologie, Limnologie, Ozeanologie, Soziobiologie) inkl. Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. Meine ersten Fotostrecken (u.a. analoge Freihandaufnahmen von fliegenden Libellen – wie haben wir die damals nur ohne Autofokus und mit Einzelbildauslösung so gut hinbekommen?) in Magazinen veröffentlichte ich mit 20. Nach dem Studium arbeite ich in verschiedenen Funktionen für nahezu für alle bedeutenden Medien (Magazine, Zeitungen, Fernsehen), die Rang und Namen haben und entwickelte einige von ihnen mit, bildete zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus und testete unzählige Produkte. Ein sehr kleiner Auszug, aber er zeigt die Verbindung zu Deinem Onkel. Ich kannte eigentlich alle wichtigen deutschen Zoologen und Verhaltensforscher in den 80, 90 und 2000er Jahre persönlich, dazu einige Schweizer, Österreicher, Schweden und Amerikaner. Da ich das Alter Deines Onkels nicht kenne, weiß… Weiterlesen »

Rolf Carl

Hallo 100carat, dein Werdegang ist sehr spannend und wirklich beeindruckend! Da warst und bist du ja ziemlich vielseitig unterwegs. Mein Onkel war schon früher an der Uni, die Doktorarbeit hat er ca. 1970 – 1975 gemacht, und zwar unter Willi Sauter. Vielleicht kennst du ihn, er war eine Kapazität betreffend Insekten. Mein Onkel hat allerdings die Arbeit über Rehe geschrieben und dabei sehr seltene Aufnahmen machen können, die er nachher zu sehr hohen Preisen verkaufen konnte. Im Umgang mit den Medien war er aber manchmal auch ziemlich stur. Ich erinnere mich daran, dass er einmal eine Anfrage der renommiertesten Tageszeitung der Schweiz, nämlich der NZZ erhielt, die für eine Reportage genau eines der rarsten Bilder der Welt bei ihm kaufen wollte. Sie boten CHF 1000.-, was damals einem halben Monatslohn eines Facharbeiters entsprach. Mein Onkel wollte aber 2000.-. Naja, du ahnst wahrscheinlich, wie die Geschichte endete; die Zeitung wollte nicht mehr bezahlen und mein Onkel gab auch nicht nach, sondern sagte den Verantwortlichen, dass sie ja ihre eigenen Fotografen losschicken könnten, natürlich wohlwissend, dass diese keine Chance hatten, so ein Foto zu liefern. Indien gefällt mir übrigens auch sehr gut. Ich war schon mehrere Male dort, meine schönste Reise ging… Weiterlesen »

100carat

Hallo Rolf, ich war immer vielseitig interessiert, wollte und will stetig dazulernen und wissen, worüber ich spreche. So ergab sich zwangsläufig ein für das allgemeine Verständnis ziemlich ungewöhnlicher Lebenslauf mit tiefen Einblicken in grundverschiedenen Bereichen, die sich aber oft sehr befruchten, neue Einsichten und Qualitäten ermöglichen. Willi Sauter kenne ich nur dem Namen nach (mit Fritz Sauter hatte ich in Form seines Buches „Differentialgleichungen der Physik“ mehr zu tun). Er war Systematiker und dies zu einer Zeit, als die wichtigen neuen Gedanken zur Phylogenie sich erst langsam Bahn brachen. Im Bereich der Sinnes- und Verhaltensphysiologie war er selbst eher wenig unterwegs. Von den noch klassisch geprägten Zoologen hatte ich u. a. das Vergnügen etwa Günter Tembrock oder Manfred Lindauer (einer der beiden Väter der Bienenforschung) nach ihrer Pensionierung kennenzulernen; Manfred Lindauer und seine Frau in seinem Privathaus nahe München. Besonders schön war auch die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Assistentin von Konrad Lorenz, dessen von seinem Nobelpreis finanzierten Versuchsanlagen ich 15 Jahre später in seinem ehemaligen Labor für Untersuchungen neu konzipierte und einrichtete. Es sollten viele weitere spannende Begegnungen folgen. Begegnungen, die stets unterhaltsam und inspirierend waren, und immer in einem bereichernden fachlichen Austausch mündeten. Der Umgang mit Medien muss gelernt… Weiterlesen »

Heinz-Jürgen Bertram

Nikon lässt es wohl in China produzieren. Das ist natürlich nur ein Grund .Vermutlich. Wie auch das 500 5,6 .Deshalb ist es gewiss nicht schlechter. Bei den anderen viel teuren steht weiterhin made in Japan drauf. Die haben auch nicht die PF Linse. Ich hätte mir eher ein 5,6 600mm gewünscht.

joe

China alleine ist nicht der Grund, aber aus eigenen Erfahrungen mit Produktionen aus China dürfte der Kostenvorteil im Vergleich zu Japan bei gut 30% bis 40% liegen, womit das gleiche Objektiv aus Japan um die 10’000.- bis 11’000.- kosten würde.

Lumin

Mit dem Tele lassen sich bestimmt sehr gute Ergebnisse für die Wildlifefotografie erzielen. Ich vermute mal, dass sich heutztage nur noch die allerwenigsten ein solches Teil unter wirtschaftlichen Aspekten anschaffen können bzw. werden.

Einige werden es wohl aus Liebe zur Fotografie kaufen um „dabei“ zu sein. Auch ich bin häufig mit guter Ausrüstung unterwegs. Über 7.000 € für ein Tele werde ich jedoch aus wirtschftlicher Sicht nicht ausgeben wollen.

Da greife ich lieber zum SIGMA oder Tamron Tele + Converter und akzeptiere in der Qualitätseinbußen im Ergebnis. Mit dem Ersparten kann ich jedoch einen super Trip nach Afrika, Kanada oder in den Norden buchen.

Dennoch freue ich mich über solche Linsen, auch wenn ich sie in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung haben werden, viellicht klappt es später ja doch.

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