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Nikon Z6 III: „Eine fantastische Kamera für diesen Preis“

Wir fassen erste Testberichte zur Nikon Z6 III zusammen. Bei Gerald Undone und Jared Polin scheint die Kamera einen guten Eindruck hinterlassen zu haben.

Die Nikon Z6 III ist da. Während ihr alle technischen Details der Kamera in unserem ausführlichen Vorstellungsartikel nachlesen könnt, wollen wir an dieser Stelle erste Erfahrungsberichte der Z6 III zusammenfassen. Schließlich werden manche Details, die man auf dem Papier nur schwer erfassen kann, erst in der Praxis wirklich deutlich.

Z6 III Video von Jared Polin

Jared Polin spricht in seinem gut 25 Minuten langen Video über seine bisherigen Erfahrungen mit der Z6 III und geht dabei vor allem auf den elektronischen Sucher sowie den Autofokus ein. Zunächst einmal setzt er die enorme Helligkeit des EVFs von 4.000 cd/m² in Relation, die Nikon Z9 schafft nämlich „nur“ 3.000 cd/m² und bei der Sony A7 IV ist schon bei 700 cd/m² Schluss. Das sind schon enorme Unterschiede – auch wenn man bei 4.000 cd/m² fast schon eine Sonnenbrille tragen müsse.

Gut zu wissen: Wenn man mit der Z6 III im Hochformat fotografiert, drehen sich die Anzeigen im Sucher und auf dem Display jetzt mit. Das kennt man von der Z8 und Z9, bei der Z6 II war es aber nicht so.

Rolling Shutter? Laut Jared Polin dank des teilweise gestapelten Sensors auch mit elektronischem Verschluss kaum ein Problem. In der Preisklasse von unter 4.000 Dollar gibt es wohl keine Kamera mit einer schnelleren Auslesegeschwindigkeit, auch die EOS R6 II wird übertroffen. Darüber hinaus scheint Polin angetan von Bildqualität und Farben der Z6 III zu sein.

In Bezug auf den Autofokus schlägt die Z6 III ihre Vorgängerin laut Polin um Längen, sie sei seinen Tests zufolge wesentlich näher dran an einer Z8 oder Z9 als an der Z6 II. Insgesamt sei der Autofokus sehr gut, aber nicht der beste auf dem Markt. Teilweise lässt sich der AF zu leicht vom eigentlichen Motiv ablenken, wie im Video beispielsweise ab Minute 10:33 zu sehen ist.

Überhitzungen konnte Polin trotz der hohen Video-Auflösungen nicht feststellen. Drei kritische Details merkt er noch an: Zum einen gibt es (zumindest beim Vorserienmodell, vielleicht wird das noch behoben) bei den Darstellungen im Suchers und auf dem Displays wohl minimale Farbabweichungen, zum anderen ist der Pre-Release-Capture-Modus nur für JPEGs und nicht für RAWs verfügbar. Außerdem besitzt die Z6 III – anders als aktuelle Kameras von Canon und Sony – keine Multifunktions-Zubehörschuh.

Unterm Strich ist die Z6 III für ihn eine professionelle Kamera ohne echte Schwachstellen für all diejenigen, die keine 4.000 Dollar oder mehr für eine Z8 oder Z9 ausgeben wollen.

Die Nikon Z6 III kann ab sofort im deutschen Fachhandel vorbestellt werden:

Z6 III Video von Gerald Undone

Gerald Undone geht in seinem Video speziell auf die Video-Eigenschaften der Nikon Z6 III ein und bezeichnet die Z6 III als eine „fantastische Kamera für diesen Preis“. In vielen Bereichen sei sie die beste in ihrer Preisklasse.

Das wird zum Beispiel durch die Tatsache deutlich, dass die Z6 III 6K-RAW-Videos mit 60 fps intern mit einer Auslesegeschwindigkeit von unter 10 ms aufzeichnen kann. Normal seien bei Vollformatkameras in dieser Preisklasse mehr als 20 ms. Bei 4K-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde sinkt die Auslesegeschwindigkeit (unter anderem durch den Crop-Faktor) sogar auf 6,23 ms.

Um diese enormen Geschwindigkeiten erreichen zu können, muss man im Video-Bereich aber wohl kleine Abstriche beim Dynamikumfang in Kauf nehmen, wobei das auch mit verschiedenen Details wie der Rauschunterdrückung und dem gewählten Log zusammenhängt. Insgesamt sieht er die Sony Kameras beim Dynamikumfang für Videos aber nach wie vor leicht vorne.

Wie auch Jared Polin hatte Gerald Undone keine Probleme mit Überhitzungen. Mit einer Akkuladung hat er bei normaler Umgebungstemperatur 101 Minuten 6K 60p N-RAW aufgezeichnet, ohne eine Warnung oder ähnliches zu erhalten.

Weitere Videos von Foto Erhardt, Foto Koch und Calumet

Auch unsere Partner aus dem deutschen Fachhandel haben bereits eigene Videos zur Nikon Z6 III veröffentlicht und sprechen dort über Merkmale und Details der Kamera. Wer am liebsten deutschsprachige Videos schaut, kann dort gerne mal reinschauen:

Quelle Beitragsbild: Jared Polin

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Roman.Tisch

„Eine fantastische Kamera für diesen Preis“

Sehe ich anders. Die Kameras werden immer teurer und teurer und werden mit Funktionen vollgestopft, die vielleicht 10-20% der Anwender überhaupt brauchen. Möchte man einfach nur Fotos machen, zahlt man für all diese Funktionen mit, obwohl man sie gar nicht braucht.

Ich bin der Meinung, dass sich die Hersteller durch immer weiter steigende Preise ins eigene Knie schießen, denn irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es den Leuten dann reicht. Die, die nur fotografieren möchten, werden ihre Kamera dann einfach viel länger nutzen als bisher und diejenigen, die Filmen, werden dann eher auf Kameras zurückgreifen, die perfekt fürs Filmen sind. Bleiben noch Profis, aber die wechseln auch nicht ständig ihre Ausrüstung und werden durch die KI bedroht. Meiner Meinung nach wird so der Markt, der sich in den letzten Jahren wieder etwas erholt hat, auf diese Weise wieder zerstört.

Marcel

Schon allein wegen der Weltweiten Inflation wird es nicht klappen. Armutsschere wird auch immer weiter aufgeklappt. Gab ne Zeit wo Kameras günstiger wurden und ein richtiger Preiskampf da war. Nur muss man sich fragen wie Hersteller mit der Inflation kämpfen. Deren Angestellte haben auch Hunger. Nicht nur am Kameramarkt wird es einbrechen, sondern überall. Nicht umsonst ist man an einem neuen Geldsystem interessiert. Spoileralert.

Roman.Tisch

„Nicht nur am Kameramarkt wird es einbrechen, sondern überall.“

Man muss aber bedenken, dass Kameras eher zu Luxusgütern zählen und die Märkte für Luxusgüter werden zuerst einbrechen, denn worauf verzichtet man zuerst, wenn es mit dem Geld eng wird? Eben auf Dinge, die man nicht zwingend braucht. Dann fotografieren zukünftig sicherlich noch mehr lieber mit dem Smartphone.

Peter

Durch die sinkenden Stückzahlen werden wir noch weitere Preissteigerungen sehen, Skalierung lässt grüssen.
Dieser Vorgang ist seit dem Aufstieg der Smartphones unumkehrbar.
Wer eine Kamera möchte, die nicht „vollgestopft ist mit unnützen Neuigkeiten“ kann im Moment immer noch das Vorgängermodell neu kaufen, zu einem wesentlich tieferen Preis.😉

Stefan

Genau! Die Z6II bietet alles was man zum Fotografieren braucht, sogar die Z5 macht Fotos.

Marcel

Z5 und S5 komplett underrated.

Peter

Und die Z6 II kostet in der Schweiz aktuell genau die Hälfte wie der Nachfolger. Für die gesparten 1500.- kann man sich schon recht nett mit Linsen eindecken.

Marcel

Exakt

Sabrina

Das mit dem Geldsystem kenne ich. Märchen. Es geht nicht darum, sondern um die Enteignung der Menschen, um die Kontrolle und Überwachung. Wenn man mit Karte bezahlt, weiß man, wo der Mensch sich gerade aufgehalten hat. Man kann Bewegungsprofile erstellen. Nach Abschaffung des Bargeldes genügt es, das Konto zu sperren und Du kannst nichts mehr einkaufen.
Es ist seit Jahren Politik – und von Schäuble offen gesagt worden – dass man Krisen schafft, um Übergriffe gegen die Bevölkerung, gegen rechtsstaatliche Normen durchzusetzen.
Krisen fallen nicht vom Himmel, sondern werden gezielt herbeigeführt

Marcel

Psscht nicht so laut. Was soll denn Klausi davon halten? 😉

Peter

Sabrina, das ist doch gar nicht mehr nötig. Die Daten von Deinem Bewegungsprofil kann der böse Staat jederzeit überprüfen indem er die Daten Deines Trackers in der Hosentasche, genannt Smartphone aufzeichnet. Die Netzanbieter sind verpflichtet diese Daten ein Zeit lang vorzuhalten, inkl. Metadaten. Sie können also sogar nachschauen mit wem Du wann wie lange telefoniert hast.
Vielleicht solltest Du wieder auf eine Kamera wechseln und das Smartphone zuhause lassen…😉

Bonustip: solltest Du mit Klarnamen oder ohne VPN oder Tor Browser in öffentlich einsehbaren Unsozialen Medien deine politische Meinung kundtun, dann erleichterst Du dem bösen Staat die ganze Arbeit, um Deine politische Gesinnung zu kennen.😁

Josef

Dann werden sich die Hersteller wieder was einfallen lassen und eben auch nur reine Fotokameras in ihr Sortiment aufnehmen.

Gerd

Leider sieht es danach derzeit aber nicht aus. Siehe LUMIX S9. Da kaufe ich mir lieber ein E-Bike und ein gutes Fotohandy. Da hab ich dann mehr davon. Der Markt ist schlichtweg uninteressant für mich geworden. Und wenn ich gepflegt fotografieren möchte, nehme ich meine LEICA M mit drei hervorragenden lichtstarken Festbrennweiten.

Josef

Dann hast du ja alles was man braucht um gepflegt zu fotografieren. 🙂

Gerd

Zum „gepflegt“ sein gehört auch nicht jeder der Sau die durchs Dorf gejagt wird, hinter her zu jagen. Sich voll und ganz auf die Fotografie zu konzentrieren und nicht den Apparaten. Freue mich schon jetzt aufs Schottische Hochland mit dieser Kombi. Selbst eine analoge M6 darf mit. Das wird ein wahres Fest.

Sabrina

Darf ich fragen, was eine gute E-Bike Marke ist im bezahlbaren Segment?
Ich schaue mich auch immer mal um, aber bisher alles über 20 kg Gewicht und übertrieben teuer.

Gerd

Das ist immer relativ. Ich habe mir lieber ein Riese & Müller-E-Bike gekauft, bevor ich noch einen einzigen Cent in diese abgehobene Fotoindustrie stecke. Die bieten mir im Großen und Ganzen nichts mehr, was bei mir Kaufimpuls auslösen würde. Eine schöne Radtour durchs Gebirge mit einem Smartphone gibt mir inzwischen weit aus mehr. Die Prioritäten verändern sich.

Sabrina

Unwahrscheinlich.
Die würden auch nur geringe Stückzahlen absetzen.

Ingbert

>> Ich bin der Meinung,

Und ich bin der Meinung, sie irren sich. Der „Massenmarkt“ ist tot. Kompaktknipsen hat es zuerst erwischt, danach fing das Sterben bei den DSLR an. Wer jetzt noch eine „richtige“ Kamera kauft, der will (deutlich) mehr als das, was ein Smartphone liefert,

Nikon hat im letzten Finanzjahr mit spiegellosen RICHTIG fett Kohle verdient. Und war mit Z9, Z8 und Zf. Also eher „teuren“ Modellen. Der Trend wird sich fortsetzen. Zeiten von 10-15 Mio DSLR/M verkauft wurden im Jahr sind vorbei. Der Markt schrumpft wieder auf die Größe, die er zu „analogen“ Zeiten hatte.

Peter

👍

Maratony

Also die UVP der D850 lag bei knapp über 3600€. Die 5D Mark IV war bei über 4000€.
Die Canon 6 Mark II lag bei 2100€ und die Nikon D600 bei knapp 2000€.

Die 1D X IIUlI war bei über 7000€ und die Nikon ebenfalls.

Nikon D500 war 2300€ wert und die 7D II 1600€.

In Anbetracht einer besseren Breite an VF Kameras der Hersteller, der besseren BQ und des besseren AF sowie den schnelleren Prozessoren, empfinde ich die Steigerung für nicht zu noch. Auch in Anbetracht dessen, dass sich das Lohngefüge stetig nach oben entwickelt.

Ich glaube das Problem ist unsere alles haben können zu wollen.
5 und mehr Objektive und ne zweite Kamera scheint heute viel normaler zu sein als es tatsächlich nötig ist.

Wer einfach fotografieren möchte, kann das auch mit einer Z5. Das Hobbyisten den Anspruch entwickelt haben, professionelles Equipment besitzen zu wollen, ist mindestens so relevant wie die Steigerung der Kosten.

Peter

👍

Peter

Ich sehe die Z6 Reihe als ein Nachfolger in der Linie der alten D750. Die hatte vor gut 10 Jahren einen Einführungspreis von CH Fr. 2200.-
Berücksichtigt man Inflation und kleinere Stückzahlen, dann ist der Preis der Z6 III gar nicht so wahnsinnig dramatisch.
Gekauft haben wir damals die D750 4 Jahre nach der Einführung für Fr. 1600.-.
Übrigens: Die Z6II kann man laut meinem Händler weiterhin Neu kaufen für aktuell Fr. 1500.-, also ebenfalls 4 Jahre nach Einführung Fr. 100.- günstiger als damals die D750…

Wenn wir unsere D750 so in 3-4 Jahren aufs Altenteil schicken, werden wir die Z6 III sicher in die engere Wahl nehmen und dann sollte sich der Preis stark der 2000er Grenze angenähert haben, da sicher schon die Z6 IV in der
Pipeline ist. Inflationsbereinigt für „mich“ voll in Ordnung.

Sabrina

Die D750 hat die selbe Pixeldichte wie die D5100 und die Bildqualität war etwa auch dieselbe. Im Grunde ist die D5100 eine D750 mit nur 16 Mpx. Und die habe ich immer noch zu Hause. Nutzen tue ich sie aber nicht wirklich, obwohl man da sogar ganz gute JPGs bekommt. Habe gestern welche bearbeitet.

Josef

👍

Stefan

Genau!

Thomas Bube (Instagram: Lichtbube)

Es ist wirklich so, viele Hobbyfotografen haben mittlerweile zwei aktuelle Kameras. Eine große und eine kleine und natürlich immer alle Brennweiten abgedeckt, damit keine Lücken entstehen.

Joschuar

GENAU und oder nimmt ne APS-C / MFT Kamera 😉 Übrigens, wurden schon IMMER die Kameraentwicklungen von den Güstigsten Kameras durch die MASSE bezahlt, siehe die verkaufszahlen im WW Markt !! Also wer sich die Z-6III nicht leisten will nimmt die günstigen, die auch super Bilder machen 😉 Denn immer noch macht der Fotograf das Bild und die Technik ist das Mittel zum Zweck!

Sabrina

Denn immer noch macht der Fotograf das Bild und die Technik ist das Mittel zum Zweck!“
Das ist bei Smartphones nicht anders.

Sabrina

Wissen Sie, wieviel Jahre ein Deutscher Durchschnittsrentner sparen muss, um 3600 Euro für eine Kamera zusammen zu kratzen? Und dazu noch ein paar Objektive. Sehen Sie im Internet die Broschüre der Deutschen Rentenversicherung „Rentenversicherung in Zahlen“ unter Auszahlbeträge.
Sie leben offensichtlich in einer Welt, in der Geld keine Rolle spielt.

Wenn eine Kamera plus ein paar Objektive ähnlich teuer ist wie ein ein günstiger Kleinwagen, dann stimmt bei den Preisen aber ganz gewaltig was nicht. Scheint hier aber niemand zu merken.

Josef

Wenn man früher halt nur 30DM monatlich in die Rentenkasse einbezahlt hat, darf man heute keine 2500€ Rente damit erwarten. Immer erstmal schauen wie hoch die Beiträge der „armen“ Rentner waren☝️

Bodo Schulz

Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, sollte ohne Abschläge in Rente gehen können. Hier findet sich die Realität in Deutschland https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wissenswertes-zur-Rente/FAQs/Rente/Rentenniveau/Rentenniveau_Liste.html

Maratony

Das ist reiner Populismus. Wer sagt, dass ein Rentner das Recht besitzen muss, sich im Alter eine neue und komplette Ausrüstung leisten zu müssen. Und welcher Rentner benötigt 6K? Wenn es ums fotografieren geht, dann schau bitte bei eBay nach. 5 DIII, 3 Festbrennweiten und bissl Zubehör für unter 1500€. Das sollte auch einem Rentner oder einer Rentnerin genügen.
Aber das ist ja scheinbar nicht der eigentlich Anspruch…

J.Friedrich

Uiuiui – für einen Erzieher, der nun wohl als päd. Fachkraft arbeiten darf, nenn ich dies aber mal eine echt empathische Ansage mit hohem persönlichen Weiterbildungs-Potenzial in diversen Bereichen – Uiuiui.

Maratony

Das muss du mal ausführen.

Du bist also der Meinung, dass ein Rentner sich jederzeit eine Profikamera kaufen soll/kann und wenn dem nicht so ist, dies ein Indikator für zu hohe Preise der Kamerahersteller ist?

Leonhard

Also meinereiner versteht den J.F. nun eher anders, glaube der wollte etwas anderes zum Ausdruck bringen:

Wenn in einem System Leute einen Anspruch auf bis zu 15.000 € im Monat haben, weil diese von niemandem „abhängig“ sein wollen und zu Hause leben, in so einem System ist es schwer vermittelbar, wieso eine Rentnerin nach 45 Arbeitsjahren es als Gnade Gottes ansehen soll, wenn sie sich zwischen „Essen“ oder „Heizen“ entscheiden muss.

Die Preise der Kamerahersteller spielen dabei eher keine Rolle, nur die Tatsache, dass Leute nach einem langen Arbeitsleben (besonders in den neuen Bundesländern) Monat für Monat den Notgroschen (soweit überhaupt vorhanden) langsam mitverfressen müssen, dies leuchtet meinereiner auch nicht ein.

Kann meinereiner ja egal sein, habe das Glück, in dieses Rentensystem niemals eingezahlt zu haben, somit kriegt meinereiner genau was er verdient hat, ein bischen Feingefühl für die Opfer der Rentenlüge leistet sich meinereiner aber trotzdem.

Maratony

Wenn dem so ist, dann haben wir auch einen gemeinsamen Punkt.
Das es nicht nachvollziehbar ist, dass jemand ein lebenlang arbeitet und in der Rente dann in Armut verfällt, ist denke ich jedem bewusst.
Das es ein riesen Problem ist, dass nur die Unter- und Mittelschicht das Rentensystem finanzieren ist eines der Gründe für die Problematik.
Aber mit Fotografie hat das nichts zu tun.

Leonhard

Wenn dem so ist, dann haben wir auch einen gemeinsamen Punkt.
Das es nicht nachvollziehbar ist, dass jemand ein lebenlang arbeitet und in der Rente dann in Armut verfällt, ist denke ich jedem bewusst.“

Hoffentlich!

Das es ein riesen Problem ist, dass nur die Unter- und Mittelschicht das Rentensystem finanzieren ist eines der Gründe für die Problematik.“

Falsch! Bereits bei diesen Einkommensbeziehern würde man bei einer Privatversicherung von Versicherungsbetrug reden, noch mehr Leute ins System zu holen wäre nichts anderes als ein noch größerer Betrug, letztendlich nur logisch, wenn Leute in 4Jahreszyklen rechnen, ansonsten macht man aus einem riesigen Problem ein noch viel größeres. Den Unterhalt im Alter nur auf den Faktor Arbeit umzulegen, dies ist das wahre Problem, ganz zu schweigen von all den Lumpereien, die man einfach auf die Versichertengemeinschaft umlegte, obwohl das Geld aus einem ganz anderen Topf kommen müßte, wenn dann irgendwo berhaupt noch welches da wäre.

Aber mit Fotografie hat das nichts zu tun“

Stimmt! Aber weder J.F. noch meinereiner ging es um die Rente, sondern um das Feingefühl, welches wenn es nicht um Ruck-Zuck-Ablichten geht in der Fotografie eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt!

Holger

Sage mir, warum er das nicht darf?
Bin ich etwa als Rentner kein vollwertiger Bürger?

Maratony

Doch, natürlich. Dürfen tust du alles, aber du hast eben nicht den Anspruch darauf.
Es ist nicht das Rentenkonzept, dass man 40 Jahre arbeitet und dann immer so viel Geld hat, dass man sich für 3000€ einfach ne neue Kamera leisten kann.
Auch der Rentner hat das Recht auf sparen wie jeder andere.

Peter Braczko

Hab`vor einem Monat der Witwe eines ehemaligen freien Fotomitarbeiters eine Leica-M-Ausrüstung abgekauft, das hatte ich ihr versprochen, denn Leica-Sucherkameras, damit kann ich fotografisch wirklich nix anfangen. Dann 6.000 Euro bezahlt für eine M6 Titan mit einem Weitwinkel 1.4/35 mm Titan, dazu eine Leica M4-P mit einem 1.4/50 mm und einem langsam vor sich hin jaulendem Winder, weiterhin ein kleines Tele. Die Ausrüstung ist nicht meine Welt, das Weitwinkel kann nicht näher heran, als 70 Zentimeter (???), das Normalobjektiv schafft es immerhin bis auf einen Meter Mindestabstand. Bin gespannt, wie sich der Verkauf entwickelt, die Titangehäuse liegen bei 3.000 Euro, der Rest findet bestimmt auch wieder einen sicheren Tresor, denn auch nur ein Kratzer oder eine Beule an der Kamera, dann geht der Preis in den Keller. Was ich damit sagen wollte: Geld ist bei vielen „Kamerahistorikern“ vorhanden – für bestimmte Modelle als Wertanlage.
In der nächsten Woche sehe ich mir dort die Leica-Spiegelreflexausrüstung an (eine R8 mit drei Objektiven), das gefällt mir schon besser, brauche ich aber auch nicht!

Sabrina

Der Punkt ist bei Beziehern eines normalen Einkommens (also deutlich niedriger als das Durchschnittseinkommen von Heilbronn) schon seit Jahren erreicht.
Zumal die Smartphonehersteller beweisen, dass sich ordentliche Qualität auch preiswerter herstellen lässt. Wer eine gute Smartphonekamera hat und nicht irgendwas exotisches macht, wird sich eine große Kamera nicht mehr antun, auch wenn die Qualität manchmal besser ist – nach aufwendiger RAW-Bearbeitung

K. W.

Der Punkt ist bei Beziehern eines normalen Einkommens (also deutlich niedriger als das Durchschnittseinkommen von Heilbronn) schon seit Jahren erreicht. „

Das stimmt. Aus diesem Grund unterscheide ich immer zwischen Mehrheitslohn also dem was die Mehrheit tatsächlich bekommt und Durchschnittslohn.

Undwenn hier einige behaupten, in Bezug auf Lohnsteigerung, Inflation u.a. ist die Kamera garnicht so teuer, schaue ich auf meinen Lohnstreifen und dem Kassenbon vom letzten Wocheneinkauf, dann ist eines klar.
Die Kamera ist teuer.

Vielleichtsollte man als Endverbraucher den anderes sind wir nicht, die Wahl durch einen modularen Aufbau haben. Dann wäre bei mir der ganze Videokram weg. Ach das wäre schön.

Dennis

ZItat: „Möchte man einfach nur Fotos machen, zahlt man für all diese Funktionen mit, obwohl man sie gar nicht braucht.“

Warum kaufst du dann nicht ein günstigeres Modell ohne diese Funktionen?
Oder eine ältere (ggf. gebrauchte Kamera)?

Wenn du nur fotografieren willst, bist du 1. nicht die Zielgruppe dieses Produktes und 2. macht es dann kaum einen Unterschied ob du ein Modell von 2014 oder eines von 2024 hast. Die Fotoqualität hat sich (wenn überhaupt) nur marginal verbessert.

Was damals gute Fotos schoss, schießt auch heute noch gute Fotos.

Cat

Oh ja, schöne Vollformat-Träume – das OM1 und X-H2s bei weit mehr Leistung deutlich preiswerter sind – geschenkt!
Und sie habe echte Stacked-Sensoren!
Und wieviel Candela mein Sucher hat? Albern, die sind jetzt schon fast zu hell (Z9).
Aber Hauptsache raw aufm Shirt.

Alfred Proksch

Es ist wie bei allen Neuheiten: Wer sie nicht erwirbt dem fehlt die Euphorie. Wenige Tage später wenn man den eigenen Bedarf ehrlich und genau überprüft hat kommt die Erkenntnis das die vielen neuen SUPER Eigenschaften persönlich fast gar nichts bringen wenn sie nicht zufällig genau zum eigenen Aufgabengebiet passen.

@Roman.Tisch bringt noch andere sehr wichtige Gesichtspunkte ins Spiel. Wie er glaube auch ich das man gerade dabei ist sich mit zu viel teurer Technik/Software selbst ins Knie zu schießen.

Die Hersteller sollten besser neue NUTZEN verkaufen weil selbst die allerneueste Technik ist übermorgen schon wieder „veraltet“ und muss mit Rabatten aller Art Gewinn-mindert verscherbelt werden.

Cat

Ja und es kann nicht mehr lange dauern, bis sie jedem Motive mit verkaufen müssen!
Zumindest Naturmotive!
Meine Z9 hat seit heute die 500.000 „Auslösungen“ gesprengt.
Nikon kaufe ich erst wieder, wenn ein völlig neues AF-System einzieht.

Sabrina

Meine Z9 hat seit heute die 500.000 „Auslösungen“ gesprengt.“
fünfhunderttausend?

Ist Ihnen klar, dass Sie die Kamera damit als Schrott bezeichnen?

Denn:
Das wirft doch sofort die Frage auf, wieviel Fotos Sie pro Motiv (also aus gleicher Position mit gleicher Brennweite) mit dieser Kamera gemacht haben. Scheinen sehr viele zu sein. Folglich ein sehr uneffizientes Werkzeug.

Josef

🤣der war nicht schlecht. Manche müssen halt Masse produzieren um etwas vernünftiges dabei zu haben.

Rolf Carl

Man merkt, dass du keine Ahnung von der Tierfotografie hast. Da kann nämlich auch betreffend Hintergrund alles mögliche schiefgehen, das mit der Fototechnik nichts zu tun hat. Landschaftsfotografie ist dagegen relativ einfach; man kann in aller Ruhe den Standort wählen und aus verschiedenen Perspektiven Bilder anfertigen. Wenn ich nur solche Bilder mache, auch bei einer mehrstündigen Tour, habe ich je nach Motiven vielleicht 50 bis max. 100 Bilder auf der Karte.

Rolf Carl

Das haut schon etwa hin. Bei einem intensiven Tag mit Vogelfotografie, auch in Bewegung, kommen meiner Erfahrung nach schnell mal 1000 Fotos auf die Karte, manchmal auch mehr. Dabei sieht man dann am PC nicht jedes einzelne Foto genau an, sondern pickt die Treffer heraus und löscht den Rest. So bleibt der Aufwand für das Sortieren in einem vernünftigen Rahmen.

nikondigitalfoto

Wie viele wirklich gute Aufnahmen waren bei den 500.000 Auslösungen dabei ? 5

Mirko

Gut zu wissen: Wenn man mit der Z6 III im Hochformat fotografiert, drehen sich die Anzeigen im Sucher und auf dem Display jetzt mit“

das ist jetzt ein Witz, oder ???

Maratony

The Future ist now!!!!

Mirko

ich glaube das sind die Innovationen von den Maurice im Hof immer spricht 😂

Mirko

PS: habe bei der XT50 garnicht auf dieses Feature geachtet, werde berichten sobald sie eingetroffen ist 😂

joe

Das gibt’s bei Canon schon immer. Wundert mich, dass es das bei der Z9 nicht geben soll. Kann ich mir fast nicht vorstellen. Zur Preisentwicklung muß man sagen, dass das Preis/Leistungsverhältnis eher besser geworden ist. Eine Canon R8 für um 1’200.- Kann mehr als eine 5D IV für damals 4’000.-. Wer zu hohe Preise beklagt kauft die falsche Kamera mit Features die nicht benötigt werden bzw. es früher gar nicht gab.

Cat

Doch, meine Z9 dreht logischerweise die Anzeigen mit.

joe

Hätte mich auch gewundert, haben ja selbst die billigen Modelle von Canon! Oder galt das nur für die Z6/Z6 II?

Dennis

Bei Nikon wundert mich nichts, so hat die Z6 III nicht einmal einen Hot Shoe….der selbst bei den teureren Modellen fehlt und überall anders Standard ist.

Matthias

…irgendwie muss man sich doch von der restlichen Meute unterscheiden….

Sabrina

Die Kameras werden doch schon lange von der Marketingabteilung entwickelt. Und dort sitzen alles 80jährige Greise.

K. W.

Da hab ich noch nie drauf geachtet. Irgendwie weiß ich immer was ich eingestellt hab.
Bin jetzt aber auch zu faul aufzustehen und nachzuschauen.
Werde das morgen bestimmt auch schon wieder vergessen haben.
;-))

Mirko

war nicht ganz ernst gemeint, weiß aber das meine Fujis die Anzeige drehen. Wollte aber ehrlich gesagt gestern schauen was meine Z5 macht aber Akku leer und ehrlich gesagt ist es mir auch Banane. Vermutlich wird die XT50 auch die Anzeigen drehen

J.Friedrich

Mir gefällt’s auch – wie im letzten Strang geschrieben: „wäre ich bei“ Nikon, dass wäre 3x meine Kamera. Ihren Preis ist sie wert. Würde ich aktiv umsteigen wollen und auf’s Geld schauen wollen/müssen, dann 3x Pana S5ii in verschiedenen Komplettsets, also 3xBody plus 3 verschiedene Optiken = 7k€ Gesamt. Soviel zu euren Preisdiskussionen – es gibt, wie Du richtig schreibst, immer auch Alternativen …

joe

Wenn man keinen Sport oder sehr schnelle Tierfotografie macht, ist doch eigentlich egal welche Kamera man hat und beim AF sind Sony und Canon – gemäss JP – immer noch führend! Wenn ich die Marke wechseln würde, dann nur für die A1, mit dem Bedienmenü von Canon. Aber vielleicht wird ja die R5 II eine verkappte A1 mit Canon Menü 😉

J.Friedrich

Also ich arbeite 95% als Available-Light-Shooter mit Menschen – ohne Speedcharakter bei den F/s, aber es ist mitnichten deshalb für mich „egal“ mit was ich arbeite und bis zu welchem LW zum Beispiel der AF sicher funktioniert oder der DR & das Rauschen ausfallen – oder gar wie Ergonomie, Menü, Sucher, Zuverlässigkeit, Robustheit & Witterungsschutz usw gestaltet sind. Die Jungs von der schneeellen Truppe haben zu recht ihre Präferenzen, die Universalisten wollen Alles und ich lege eben auch Wert auf 3-4 Punkte, aber korrekt: eine A1 brauche ich nicht 😉

joe

Ich brauche auch keine A1 und auch keine R5 II und ich brauche schon gar kein Jaguar Cabrio, aber es ist trotzdem schön jeden Morgen die Garage aufzumachen…oder mit einer fantastischen Kamera zu fotografieren. Habe gerade gemerkt ich brauche das alles doch! Leben macht so mehr Spass😃

J.Friedrich

😉 Ich brauche/will aber nicht mehr als 24-30MP und mehr als 120 PS oder m2 – was mach ich nur falsch? Aber, wieso fährst Du eigentlich überhaupt einen Ford Kuga Diesel als immer optimal besetzen u genutzten Familienwagen – gönn Dir doch täglich den letzten deiner Jaguar(e), also nachdem Du paar ordentliche Bahnen durch deinen 6x10m Pool gekrault bist und noch ein paar kleine Hangrunden auf Deinem Austria-Design-E-Bike auf dem parkähnlichen Grundstück abgeschrubbelt hast – es sei Dir gegönnt 🤗

Peter

Oh Ford Kuga, danke für das Stichwort Friedrich.👍

Joe, ich habe ja letzte Woche in der Hochsicherheitszone oben gearbeitet und wir hatten unser Hotelzimmer natürlich im Tal unten und sind täglich mit einem Arbeitskollegen, der tatsächlich einen Kuga hat, hochgependelt. Was soll ich sagen? Typischer SUV: hinten für Grossgewachsene eng und wenn 4 Leute ihr Standard 1510er oder 1560er Pelicase und ihre Umhängetasche/Tagesrucksack hinten reintun wollen, fängt schon das Tetris an…

Fazit: Unter Nutzfahrzeug stelle ich mir was anderes vor. Und dabei ist die Kiste von aussen gar nicht so klein… 😉

Leonhard

Also dafür braucht man keinen Ford Kuga, den übertrifft ein Subaru aber spielend!

Ein alter steifer Bock wie meinereiner kann sich da einen Plan machen, wie er in den Schlappen rein kommt, dafür ist der Seitenhalt der Sitze eher überschaubar, und wegen der knapp 12 Liter auf 100 km regt sich der Mann von Welt auch nicht auf. Einen Vorteil hat der Schlappen aber, es gibt den nur mit Allrad, so bleiben einem diese sinnfreien SUV-Modelle mit Frontantrieb erspart, letztendlich dann so schlau wie 3m Waldweg. Klar, die meisten Karren werden nie erfahren, was Gelände überhaupt ist, was aber nichts an deren Sinnfreiheit ändert.

Aber transportieren geht mit der Karre ganz wundervoll, aber nur, wenn meinereiner den stehen läßt und ins Partyauto steigt, es lebe der Kastenwagen, und sitzen kann man auf diesen Gartenstühlen auch wundervoll, was dann dummerweise zu einer besseren Sicht auf die Straßenführt, aber einen Haken gibt es halt immer.

Hab den gesamten Sperrmüllumzug mit diesem Schlappen gemacht, eine Fuhre wären für den anderen 5 gewesen, jedenfalls wenn die sperrigen Sachen dort überhaupt rein gegangen wären, aber was soll es, es lebe die Wildemännerbauform.

Peter

Subaru Kombi 4WD.👏 Die frühen Modelle waren Traktoren, aber echte Nutzfahrzeuge, inkl. tiefer Ladekante und anständigem Ladevolumen. Nebst VW Passat Kombi und Renault Kangoo die Klassiker in meiner Berufszunft. Legendär war natürlich der eckige Schwedenpanzer: Volvo Kombi. Da hatte sogar ein mittelgrosses Analogmischpult im Case hinten drin Platz und für den Urlaub konnte eine 5 köpfige Familie den halben Hausrat mitnehmen.

Leonhard

Da sprichst Du ein wahres Wort gelassen aus, lieber Peter! Subaru und Volvo, die schnellsten Traktoren der Welt, wahre Wunderwaffen der Nutzung, dann wurden diese Sahnestücke, warum auch immer, von Generation zu Generation immer weiter verschlimmbeutelt. Wieso dies hier einige bei Kameras nicht auch für möglich halten versteht meinereiner nicht. Werde mir wohl eine R1 zulegen, besser gesagt dem Eheweib, brauchen, äääähm, nächste Frage. Einige „brauchen“ hin und wieder eine neue Partnerin, meinereiner eine neue Kamera, könnte aber nicht einen einzigen realen Grund ins Feld führen, wieso wir diese Knipse wirklich brauchen würden, ausser vielleicht, dass dann kaum einer so bekloppt ist, mit diesem Wunderwerk der Ankündigungskünstler stinknormale Bilder zu machen, welche man auch mit jeder anderen Kamera hätte machen können, einer spinnt immer, wenn man selber spinnt ist es schlimmer. Beim Kauf wird meinereiner einen frommen Wunsch haben (an welchen ich selber nicht glaube): „Liebe neue, gigatechnische Kamera, meine teure, mögest Du ein so langes Leben haben wie Deine Mutter, Oma und Uroma, die guten alten Einser!“ Leider wird eher der Spruch „was lange braucht geht schnell kaputt“ eher der Realität entsprechen, einzige Hoffnung, meinereiner ist 65 Lenze und geht vielleicht noch schneller kaputt als die Knipse, was dazu… Weiterlesen »

Sabrina

Das steht schon ein paar Tage bei Foto Schuhmacher, dass jetzt eine Jubel-Sturmflut über uns hereinbrechen würde, die die Reste der Kameraindustrie unter sich begraben wird.

J.Friedrich

💪😉👍

Peter

Um zu wissen, dass eine Flurbereinigung stattfindet, muss man nicht bei Foto Schuhmacher nachlesen.
Wenn man sich ein wenig umguckt, kommt man ganz selber drauf:
Im Alltag an Touristenspots: komplette Smartphoneübermacht, Kameras in der klaren Minderzahl
Elektronikmärkte: Die Grösse der Regale mit den Smartphones und Zubehör haben sich zur Fotoabteilung reziprok verändert.
Die Anzahl veröffentlichter Bilder von Smartphones auf Fotoplattformen.
Pentax, die in der Nische weiterleben. OMDS, die den Olympus Nachlass auspressen wie eine Zitrone. Die Preise der grossen Marken, die wegen Skalierung anziehen. Nikon, die sich nochmal frei strampeln konnten. Ob das nächstes Mal nochmal funktioniert…? Panasonic die laut über Veränderungen nachdenken…

Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. 😉

Benni

Würde den Titel ändern in ‚Fantastische Videokamera für diesen Preis‘. Für Fotografen sehe ich keine großen Vorteile.

Den schnellen Sensor hätte ich für Hochzeiten schon gern. Wenn man lautlos fotografieren möchte ist Rolling-Shutter einfach ein Thema. Ein schneller Autofokus ist auch immer nett, aber da würde ich mal vermuten, dass der der R6 Mark II besser oder ebenbürtig ist. (Übrigens auch in der Sensor-Auslese-Geschwindigkeit.)

Aber 24 Megapixel sind mir persönlich mit dem Fotografie-Schwerpunkt zu wenig.

Peter

Frage: kannst Du denn Deine Nikon Linsen an die R6 II anbringen, oder würdest Du beim Systemwechsel nicht ungleich viel mehr Geld verbrennen?

Die Vorteile für den Fotografen hast Du ja schon benannt (den verbesserten Sucher noch vergessen). Brauchst Du das nicht, dann gibts die Z6 II gerade zum halben Preis gegenüber der Z6 III. Ware ja vielleicht was. Ok, inkl. Rolling Shutter. Irgendwas ist halt immer.😉

Benni

Hey Peter, hatte noch überlegt ob ich die Objektiveinschränkung bei Canon mit in meinen Kommentar unterbringe, um das hier etwas ganzheitlicher anzubringen. 😋 Ein Systemwechsel ist selten gut für das Portemonnaie und hin zu Canon vermutlich noch einmal etwas schwieriger, wenn man die Linsenauswahl mit reinrechnet. Ich möchte auch gar nicht gegen Nikon, Canon oder sonst einen Hersteller anreden. Mich stört am Ende in dem ganzen Medienrummel einfach die Aussage, dass der Preis (nur für die Kamera) ein guter ist. Ich sehe einfach nicht, wo die Z6 III merklich besser sein soll als etwa die Canon R6 Mark II und die fand man zu der Zeit als die rauskam übrigens relativ teuer mit ca. 2.900 Euro UVP für das Gehäuse. Gleichzeitig lässt sich die Kamera finde ich nicht richtig gut mit der Z8 in eine Waagschale werfen. Die Z8 ist ja nun offensichtlich ein ganz anderes Niveau. Jetzt bekommt man ja den Eindruck, die Z6 III sei ein Schnapper und das ist sie einfach nicht. ‚Aber es ist ja ein teilweise stacked Sensor drin‘, freuen sich dann einige. Doch scheinbar weiß niemand im Detail was das bedeutet und teilweise stacked ist nun mal nicht ganz stacked. Bei mir kommt es… Weiterlesen »

Peter

Sorry für die freche Polemik wegen dem Systemwechsel. 😉
Wie Du schreibst war die R6 II auch nur einen Hunderter günstiger, auf die Gesamtsumme gesehen also in einem ziemlich ähnlichen Preisbereich.

Ich fürchte die Kamerapreise werden in Zukunft nur in eine Richtung zeigen, über die Gründe haben wir ja hier schon des öfteren diskutiert.

Ich habe es weiter oben schon geschrieben: ich sehe die Z6 Reihe in der Tradition der D700 Linie. Die D750 kam 2014 zu einem UVP von CH Fr. 2200.- raus. Rechne ich Inflation und höhere Stückpreise wegen Skaleneffekt durch geringere Stückzahlen ein, wird der Preis wohl irgendwo dort landen wo er als Einführungspreis (CH Fr. 2999.-) jetzt ist.

Wenn ich übrigens aktuell die Z6 II zur D750 vergleiche, dann ist Nikon günstig: ich kaufte die D750 vier Jahre nach Erscheinen für Fr. 1600.- die Z6 II kostet aktuell in der Schweiz, ebenfalls vier Jahre nach Erscheinen 1500.-

joe

…Ich kaufte die D750 vier Jahre nach Erscheinen für Fr. 1600.- die Z6 II kostet aktuell in der Schweiz, ebenfalls vier Jahre nach Erscheinen 1500.-…
Meine Rede, ich sage doch, dass Kameras – wenn man auch noch berücksichtigt, dass sie viel mehr können – trotz Inflation sogar billiger werden! Nur weil die absoluten Top Kameras – die die wenigsten von uns brauchen – relativ teuer sind, bedeutet das nicht, dass das für den gesamten Markt gilt.

Peter

Inflationsbereinigt mag das stimmen, aber ich bezweifle, dass die Z6III in 4 Jahren für 1500.- zu haben sein wird.
Nikon hat mit der 3er Version preislich einen Step nach oben gemacht.
Aber wir werden sehen.

Bodo Schulz

Ich fasse mal meine subjektiven Eindrücke zur Z6 III zusammen:

1) Kein eingebautes GPS
2) Ein Fotoapparat mit extremen Video-Funktionen, welche ich persönlich nicht benötige (hatte bislang D3; D3X, D800; D810; D850; Z7 und jetzt Z7 II). Ohne Video wäre die Kamera sicherlich preisgünstiger und vielleicht für Fotos noch besser optimiert.
3) Serienbildgeschwindigkeit bei NEF (RAW) 14 Bilder / Sekunde mit mechanischen Verschluss wobei anders als bei der Z7 II immer die Dateien komprimiert werden.
4) „Dabei gibt es dank digitalen „Tricks“ auch in dem Moment kein Blackout, in dem das eigentliche Bild aufgenommen wird. An die Dual-Stream-Technologie der Z 8 und Z 9 kommt das aber nicht heran, das Sucherbild ist also minimal verzögerter als bei den High-End-Kameras.“ (kopiert bei digitalkamera.de)
5) Der Rolling-Shutter-Sensor wird deutlich langsamer ausgelesen als bei Z8/Z9 mit den bekannten Folgen.

Bodo Schulz

Matthias

…und genau aus diesen Gründen haben die stadtbekannten Influencer gerade das Problem, wie sie die Z6III ihren Followern anpreisen sollen. Mit den Video-Möglichkeiten? Dazu gehört natürlich auch eine Lichtsetzung, die den Namen verdient, jedoch von den Kameraherstellern nicht geliefert wird. Im Moment sieht es eigentlich so aus, dass die Z8 die Brot- und Butter-Kamera von Nikon wird…

Bodo Schulz

Zumindest der elektronische Verschluss ist nicht Stand der Technik… Nikon kann es mit der Z8 und Z9 besser. Der AF dürfte etwas besser geworden sein. Aber deswegen 3000 Euro ausgeben?

Matthias

…für das Geld kann man auch gute Objektive kaufen und der Mehrwert wird größer sein…

joe

Die Z8 gibt es hier bereits ab 3’500.-, die Z6III soll hier 2’700 kosten, also als Nikonianer würde ich ein halbes Jahr länger sparen und zur Z8 greifen. Und auch der Titel von Photografix ist falsch: Es müsste heissen: „Für den Preis erwartet man auch eine fantastische Kamera“.

Rolf Carl

Du sagst es – Die Z6III ist gegenüber der Z8 eine in allen Bereichen abgespeckte Kamera. 2’700 würde ich niemals für sowas zahlen, dann lieber ein paar Hunderter drauflegen und man hat etwas gescheites.

Matthias

…bevor Du Dich in Dein spiegelloses Abenteuer begibst, leih Dir mal eine Z8 mit passender Z-Optik und dem FTZ-Adapter für Dein Altglas. Und dann denk noch einmal über eine D850 nach…:-))

Rolf Carl

Ja, ich weiss. Leider hat es bei uns kein Fachgeschäft mehr in der Nähe, wo ich mir das ausleihen kann. Ich weiss aber von Fotografen hier ziemlich genau, was die Z8 kann. Die würde schon sehr gut passen und es hat 2 sehr gute Z Teles, die es bei den Spiegelreflexen nicht gibt. Aber eben, mich stört, dass ich dann mit einem Tele schon bei 7’000 bin und den Rest adaptieren muss. Die D850 wäre schon sehr gut, bringt mich aber bei der schnellen Fotografie nicht wirklich weiter, ausser bei den MP.

Matthias

Die Z8 ist schon eine gute Kamera.Aber der EVF ist eben kein optischer Sucher. Daran wirst Du Dich gewöhnen müssen. Die andere Sache ist der AF. Zwar gut aber Du schaltest wahrscheinlich permanent zwischen den unterschiedlich Modi rum. Das kann nerven. Da ich beide Systeme habe, kann ich das direkt vergleichen. Die DSLR-Kameras sind bei mir mehr im Einsatz als die Z-Kameras. Selbst die D700. Aus 2008 und hat schon 3D-AF:-))

Rolf Carl

Hmm…, muss ich doch nochmals über die Bücher? Der optische Sucher ist schon genial. Und Cat hat mir soeben geschrieben, dass der AF der D500 zuverlässiger sei als der der Z9, wenn Vögel auf die Kamera zufliegen. Da hat er nur sehr wenige Treffer. Wenn der AF der D500 mal greift, ist die Serie topp. Beim AF habe ich bei Motiven, die sich nicht bewegen, ein einzelnes AF-Feld, nur selten mehr. Bei schnellen Bewegungen habe ich fast immer auf GRP, also den 4 zentralen Punkten, die man im Feld bewegen kann. Damit habe ich die besten Resultate, auch besser als mit 3D.

Die D850 ist bei uns übrigens nur noch 2000 Fr (=Euro). Sie ist gleich gross und schwer wie die Z8. Bei der Bildqualität ist sie übrigens immer noch in der Spitzeklasse, wäre also schon eine Überlegung wert. Da ich die D750 hatte, habe ich alle VF-Objektive, die ich brauche.

Matthias

Spiegellos ist natürlich verführerisch. Mit den ganzen Möglichkeiten. Die Sensoren rein von der BQ sind aber auch nicht besser. Alle Diskussionen drehen sich immer nur um den AF und die frames per second. Diese Geschwindigkeiten werden aber nur unter idealen Bedingungen erreicht. Außerdem finde ich das Farbmanagement bei den DSLR besser und konstanter. Die Kombi 850 und 500 ist nahezu ideal zumal Du dann 2 Kameras hast, die sich gleich bedienen lassen. Mit Batteriegriff erhöht sich die Geschwindigkeit der 850 sogar auf 8 Bilder pro Sekunde. Das ist meine persönliche Meinung aus meiner Erfahrung mit diesem Equipment. Video ist natürlich ein anderes Ding. Soll ja auch nur ein Denkanstoß sein…:-))

Rolf Carl

Ja, D500 + D850 ist ein Traumpaar, ich war schon einige Male nahe daran, mir die D850 zu besorgen, wollte aber nicht nochmals in Spiegelreflexe investieren, da die ein Auslaufmodell sind. Aber vielleicht wäre es doch das richtige zu warten, bis Nikon den AF endlich mal in den Griff bekommt. Die Kommentare hier häufen sich von Fotografen, die den Nachführ-AF der Z9 bemängeln. Und das ist für mich der wichtigste Punkt beim Umstieg auf Spiegellose. Mehr als 10 fps brauche ich nur sehr selten, wäre also eine willkommene Zugabe, in der Regel reichen mir 5 bis 6 fps. Die Z8 schafft 20 fps bei voller Auflösung, das wäre okay für mich. Aber unterdessen traue ich dem AF-C nicht mehr über den Weg. Eigentlich erhoffe ich mir einen wesentlich besseren AF-C als bei der D500, aber inzwischen habe ich da so meine Zweifel bei Nikon, und komplett umsteigen möchte ich nicht. Vielleicht sollte ich mir das nochmals überlegen mit der D850. Ich möchte eine 45 MP Kamera für Landschaft und feine Details sowie bessere Beschnittmöglichkeiten bei der Tierfotografie. Da läge sogar noch ein Tele drin, das ich schon lange auf der Wunschliste habe, nämlich das 4/300. Da ist der Preis auch… Weiterlesen »

Matthias

One more thing: keiner der anderen Hersteller hatte eine Kamera wie die D500 und D850 im Angebot. Selbst die
D800/810 hat noch ihre Berechtigung. Hier in Frankreich, wo ich gerade einen Auftrag abgeschlossen habe, ist auch die 5D IV hoch angesehen. DSLM und DSLR existieren friedlich nebeneinander. Die Versprechungen seitens der Hersteller müssen in der Praxis immer wieder relativiert werden. Denn DSLM befindet sich noch in der Entwicklung
mit Luft nach oben. Bei allen. Aber selbst die Z6 der ersten Generation ist eine Kamera, von der vor 10Jahren viele geträumt haben. Grundsätzlich werden uns aber Video-Kameras verkauft, mit denen man auch fotografieren kann.
Wie hoch der fotografische Nutzen ist, muss jeder selbst entscheiden…

Rolf Carl

Okay, ich lasse mir noch ein halbes Jahr Zeit darüber nachzudenken. Du hast recht, bei den DSLMs kommen immer wieder neue Nachteile heraus, die man bei den DSLRs nicht hat. Dass immer mehr in Video investiert wird und die Kameras bei den Fotos nicht mehr besser werden, stört mich auch sehr. Vermutlich deshalb werden die neuen Kameras auch immer teurer. Gut, beim AF hat sich einiges getan, aber leider hinkt ausgerechnet Nikon da gewaltig hinterher. Tja, mal schauen.

Matthias

Also lass Dich nicht verrückt machen. Und Du siehst ja, dass Deine Bilder im Laufe der Zeit immer besser geworden sind. Obwohl Du keine neue Kamera gekauft hast. Und was lernen wir daraus? :-))

Rolf Carl

Gut beobachtet, den Eindruck habe ich auch. Vielleicht dass üben und fotografieren besser ist als dauernd eine neue Kamera kaufen? 😉

Matthias

Ist eine Frage der Einstellung. Und ich meine nicht an der Kamera:-))

Matthias

Ist eine Frage der Einstellung. Und ich meine nicht an der Kamera:-))

Matthias

…habe ja schon angemerkt, das meiner Meinung nach die Z8 der bessere Deal ist. Und trotzdem für mich kein must have. Übrigens ein Zitat, welches ich neulich aufgeschnappt habe und das Dir sicher Freude machen wird:
Nikon ist die Marke für alte Fotografen, die sich wie junge Leute anziehen…:-))

Leonhard

Lieber Matthias, besser ist immer so eine Sache, weil es eben Werkzeuge sind und dann die Frage „besser für was“ eben eine große Rolle spielt. Wenn meinereiner den fotografischen Schwerpunkt auf „Dalli-Dalli“ verlegt, weil ich emotionale Defizite mit reiner Technik weg reden möchte, dann braucht meinereiner die aller neuste, aller beste und schnellste Knipse, sowohl beim AF wie auch bei B/S. Überall dort, wo es aber „gute Emotionen“ braucht, da nutzt mir diese Giga-Knipse eben gar nichts, für einen Werbefotografen wie Dich sind die „besten Emotionen“ genau die, welche von einer großen Mehrheit der Menschen genau so empfunden wird, jetzt wieder eines meiner blöden Beispiele: Meinereiner hat einen Kirschbaum und möchte Kirschen verkaufen, her mit einem Werbefotografen, gute Bilder verkaufen besser als gute Kirschen, jedenfalls beim ersten mal. Jetzt kommt da so eine Nulpe mit seinem Megahobel und einem Model, gibt der Maid genaue Anweisungen, der Autofokus sitzt auf dem Auge wie Sau, die Blende aufgerissen wie beim toten Spatz der Arsch und dann Rattermann und Söhne! Bei Durchsicht des Schundmaterials flucht meinereiner dann wie wild, 99% der Betrachter würden sicherlich gerne mal die Maid vernaschen, nutzt mir als Auftraggeber aber einen Feuchten, schließlich ist meinereiner Kirschen- und kein Menschenhändler,… Weiterlesen »

Matthias

…wenn es denn wirklich zur Hochzeit kommt, kannst Du Die Kirschen ja als Mitgift raushauen.
Und die Debatten um neue Kameras nerven, weil nur die theoretischen Aussagen der Hersteller in den Ring geworfen werden, die in der täglichen Praxis meist nicht erreicht werden oder einfach nicht relevant sind…

Christoph

Hallo. Kaufe seit 5 Jahren kein neues sondern gebrauchtes Equipment, da die Preise einfach unverschähmt hoch geworden sind. Die dummen verschulden sich bekannterweise bei der Bank um das Neueste zu haben. Bin mit meiner Z6 und Z7 immer noch voll zufrieden Habe sie mit 5000/12000 Auslösungen vor 3 Jahren für 1000/1500 Euro gekauft.

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